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61 man
man, homo (ein Mensch, z.B. wenn man das Podagra bekommt, cum homini pedes dolere coepissent). – quis. aliquis. quispiam (jemand, irgend jemand, irgendeiner, s. »irgend« den eig. Untersch., z.B. sie verteidigten ihre Stadt standhafter als man hätte glauben sollen, constantius, quam quis facturos crederet, urbem defenderunt: man könnte vielleicht sagen, forsitan quispiam dixerit: man könnte [es könnte hier jemand] sagen, dixerit hic aliquis; dicat aliquis: man wird vielleicht sagen, dicet aliquis forte). – quisque (jeder, z.B. sit omne iudicium, non quam locuples, sed qualis quisque sit, nicht wie reich man, sondern was man sei). – Außerdem wird »man« durch folgende Wendungen ausgedrückt:
A) durch das Passivum, nämlich: 1) persönlich, a) durch das bestimmte Tempus, wo dann der beim Aktiv im Deutschen stehende Objektsakkusativ im Lateinischen Nominativ werden muß, z.B. man lobt mich, dich, ihn etc., laudor, laudaris, laudatur etc.: man nennt dich einen Ankläger, accusator nominaris: man geht damit um (man will), id agitur, ut etc.: (er sagte etc.) man gehe damit um (od. man wolle), id agi, ut etc. – Hierher gehören auch die Redensarten: man sagt, daß ich, du, er etc., man glaubt, daß ich, du, er etc., man hält mich, dich, ihn (es) für etc., man befiehlt, daß ich, du etc., die im Latein. ebenso persönlichgebraucht werden müssen, z.B. man sagt, daß er in Rom gewesen sei, ille dicitur Romae fuisse: man sagt, du habest dieses getan, diceris hoc fecisse: man glaubt, ich sei ein Sklave, man hält mich für einen Sklaven, servus existimor: man befahl, daß du zum Konsul erklärt würdest, iussus es renuntiari consul. – Solche Verba u. unpersönliche Redensarten. die selbst keine passive Form zulassen, nehmen einen Infinitiv des Passivs zu sich, z.B. man kann nicht angenehm leben, wenn man nicht tugendhaft lebt, non potest iucunde vivi, nisi cum virtute vivatur; es ist ein wahres Wort, das man zu sagen pflegt etc., verum est illud verbum, quod vulgo dici solet. – Doch steht bei den unpersönlichen Redensarten zuw. auch der Infin. des Aktivs, wobei man sich aliquem denken muß, z.B. es ist töricht, daß man das fürchtet, was nicht vermieden werden kann, stultum est timere id, quod vitari non potest. – b) durch das Partizipium Perfetti, z.B. deine Brüder, von denen man einst eine glänzende politische Stellung erwartet, exspectati ad amplissimam dignitatem fratres.
2) unpersönlich durch die dritte Person Singularis. Hierher gehören alle Verba intransitiva, die in der dritten Person Singularis im Passiv einen Zustand als bestehend angeben, z.B. man lebt, vivitur: man kam nach Rom, Romam ventum est: es wird Abend, man muß nach Hause zurückkehren, iam advesperascit, domum revertendum est: man beneidet [1638] mich, invidetur mihi. – Seltener stehen einige dieser Verba persönlich, z.B. man klatscht mir. Beifall, plaudor.
3) durch Ablativi absoluti, z.B. wenn man das als feststehend annimmt und einräumt. daß es eine göttliche Kraft gebe, die das Leben der Menschen umfaßt, so ist es nicht schwer etc., hoc autem posito atque concesso, esse quandam vim divinam vitam hominum continentem, non difficile est etc.
B) durch das Aktiv und zwar: 1) durch die erste Person Singul., wenn. sie sich selbst nicht auszunehmen hat, z.B. da sieht man, daß du hoch hinaus willst, video te alte spectare.
2) durch die dritte Person im Singular und zwar: a) durch unpersönliche Verba aktiva, als da sind: man muß, oportet: man darf, licet: man beliebt, hat beliebt, placet, placuit usw. – b) in der Redensart »sagt man«, durch inquit (als Parenthese), wo man ein aliquis, adversarius etc. hinzudenken muß.
3) durch die dritte Person im Plural, wenn man irgend ein Subjekt, gew. das allg. homines, hinzudenken kann, z.B. man lobt den König, laudant (sc. homines od. auctores etc.) regem: man sagt, s. sagen.
4) durch die dritte Person Singularis od. Pluralis, indem man den Satz umkehrt, so daß das deutsche »man«, das immer Subjekt ist, in das Verhältnis des Objekts kommt, worauf es deutsch und lateinisch wegfällt, z.B. durch Sparsamkeitwird man reich, d. h. Sparsamkeit macht reich, *parsimonia divites facit: durch Reichtum wird man geizig, d.i. der Reichtum macht geizig, *divitiae efficiunt avaros.
5) durch die erste Person Pluralis des Indikativs oder Konjunktivs, wenn der Redende sich selbst mit unter den unbekannten Subjekten nennen kann, z.B. was man wünscht, glaubt man gern, quae volumus, credimus libenter: man denke sich (setze den Fall), die Sache sei wahr, fingamus od. faciamus rem veram esse.
6) durch die zweite Person Singularis des Indikativs, Konjunktivs oder Imperativs, bei lebhaften Ermahnungen, Aufforderungen und Darstellungen, wo dann auch in den folgenden Sätzen, die dazu gehören, diese Person beibehalten werden muß. z.B. man sieht Gott nicht, doch ist er als Gott aus seinen Werken zu erkennen, deum non vides, tamen ut deum agnoscis ex operibus eius: was man tut, muß man mit Bedacht tun, agere decet, quod agas, considerate: man denke sich (man setze den Fall), es werde jetzt einer ein Weiser, finge aliquem nunc fieri sapientem. – Hauptsächlich steht die zweite Person Singularis des Konjunktivs da, wo wir sagen: man konnte, sollte, man hätte können, sollen, z.B. man konnte sehen, hätte sehen können, videres: man hätte wissen sollen, können, scires: man sollte glauben, putares.
7) durch das Partizipium Präsentis im Maskulinum, in allgemeinen Sätzen wie: wenn man das erste verfolgt, so ist es löblich, beim zweiten und dritten stehen zu bleiben, prima sequentem honestum est in secundis et tertiis consistere.
C) Ist das deutsche »man« im Lateinischen [1639] Subjekt des Infinitivs, so wird es nicht besonders ausgedrückt, z.B. es ist menschlich, daß man dem Freunde verzeiht, ignoscere amico humanum est. – Doch beim Infinitiv esse u. bei denjenigen Verbis, die im Passiv zwei Nominative, des Subjekts und Prädikats, bei sich haben, als: videri, existimari, iudicari etc., steht wenigstens der Akkusativ des Prädikats, z.B. der größte Reichtum ist, daß man mit seiner Lage zufrieden ist, maximae sunt divitiae contentum suis rebus esse: man hielt es vorderhand für passend, daß man Konsuln wählte, in praesentia placuit consules fieri: es sei zugegeben, daß man unglücklich sei, liceat miseros esse.
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62 zu
zu, I) als Präposition, dient A) zur Bezeichnung von Ortsverhältnissen, 1) zur Angabe bes ruhigen Befindens an einem Orte: in (mit Abl.). – hier zu Lande, in nostra terra; apud nos. – Beiden Städtenamen darf aber garkeine Präposition stehen, sondern bei denen derersten u. zweiten Deklination im Singular steht der Genetiv, bei den übrigen der Ablativ, z.B. zu Rom, Romae: zu Athen, Athenis: zu Karthago, Carthagine. – Ebenso wird auch domus behandelt, z.B. zu Hause, domi: ist der Bruder zu Hause? domine est frater? – Auf den Schildern der Wirtshäuser heißt »zu« im Latein. ab mit Abl., z.B. zum Hahn, a gallo gallinaceo (Inscr.). – 2) zur Angabe der Richtung nach einem Punkte hin: ad. – in mit Akk. (nach... hin, in etc.). – einen zu jmd. führen, alqm ad alqm adducere. – bis zu, usque ad. – von... bis zu, ab... (usque) ad. – B) zur Angabe des Gegenstandes oder des Zieles, auf das eine Handlung gerichtet ist: ad. – in mit Akk. (nach... hin). – zu Gott beten, ad deum precari: zu etw. sich rüsten, se parare ad alqd. – Erhält ein Substantiv [2796] durch »zu« seine nähere Bestimmung, so wird im Latein. ein bloßer Genetiv gesetzt, z.B. die Liebe zum Leben, amor vitae. – C) zur Angabe der Verbindung, des Nebeneinanderseins: ad (z.B. alqd ad panem adhibere). – cum (zugleich mit, z.B. alqd cum pane edere). – D) zur Angabe des Zweckes, der Bestimmung: ad (z.B. ad alqd natum esse). – in mit Akk. (für, z.B. in usum alcis). – cum (unter, zur Angabe der gleichzeitigen oder unmittelbaren Wirkung und Folge, die etwas Bezwecktes hat, z.B. cum magna mea laetitia). – Auch durch den bloßen Dativ auf die Frage »wozu?« z.B. zu Hilfe kommen, auxilio venire. – Erhält ein Substantiv durch »zu« seine nähere Bestimmung, so steht der bloße Genetiv, z.B. Stoff zu Späßen, materia iocorum: Apparat zur Städtebelägerung, apparatus oppugnandarum urbium. – Zuw., wenn »zu« = bestimmt zu, steht destinatus mit Dat., z.B. Steine zum Tempel des kapitolinischen Jupiter, lapides templo Capitolini Iovis destinati. – E) zur Bezeichnung des Übergangs aus dem einen Zustande in den andern: in mit Akk. – zu Stein werden, in lapidem verti od. mutari. – Bei den Verben »wählen, erwählen, ernennen, machen«, wird »zu« nicht besonders übersetzt, sondern man setzt im Aktiv den bloßen Akkusativ, im Passiv den bloßen Nominativ, z.B. jmd. zum König erwählen, alqm regem creare: er wurde zum Konsul erwählt, consul creatus est: sich jmd. zum Feinde machen, alqm sibi inimicum reddere. – Dasselbe Verhältnis tritt ein bei den Verben »werden« und »nehmen« und ähnlichen, z.B. ich werde zum reichen Manne, dives fio: eine zur Gemahlin nehmen, alqam uxorem ducere. – Ost drücken die Lateiner dieses Verhältnis durch ein einziges Verbum aus, z.B. ich will zum Lügner werden, wenn etc., mentiar, si etc. – F) zur Angabe von unbestimmten Zeitverhältnissen: durch den bloßen Ablativ ohne Präposition, z.B. zur Zeit des Sommers, aestate; aestivo tempore: zur Zeit der Regierung des Servius Tullius, regnante Servio Tullio. – G) zur Angabe der Art und Weise oder zur Umschreibung von Adverbialbestimmungen. Hier brauchen die Lateiner meistens Adverbia, z.B. zur Genüge, affatim: zum Überfluß, abundanter: zum ersten, zum erstenmal, primum: zum letzten, zum letztenmal, extremum; ad extremum.
II) als Adverbium, elliptisch, z.B. die Tür ist zu (geschlossen), porta clausa est. – nur zu! move te ocius! (rühr dich rascher! geh zu! Komik.); move manus, propera! (rühr die Hände, beeile dich! Komik.).
III) als Partikel: A) als Steigerungspartikel = allzu, nimis. nimium (zu sehr, z.B. nimis magnus: u. nimium vetus). – extra od. ultra modum (über die Maßen, z.B. ex tra od. ultra modum verecundum esse). – Nicht selten auch durch parum (zu wenig) mit dem dem deutschen entgegengesetzten Adjektiv, z.B. zu schmal, parum latus: zu kurze Zeit, parum diu. – Häufig liegt dieser Begriff schon in dem Positiv, bes. bei solchen Adjektiven, die den Begriff der Größe u. des Raumes haben, z.B. es würde zu lang oder zu weitläufig sein, longum [2797] est: zu spät, serus: zu früh: maturus. – Aber bei Vergleichung zweier Begriffe steht der Komparativ, z.B. Themistokles lebte zu frei, Themistocles liberiusvivebat: ich kenne dich zu gut, als daß ich an deinem guten Willen zweifeln sollte, melius te novi quam ut de voluntate tua dubitare possim: zu gutwillig, iusto facilior. – nicht zu, non nimis. non nimium (nicht zu sehr, z.B. non nimis saepe); modice (mäßig, z.B. modice vetus vinum). – B) als Partikel in Verbindung mit dem Infinitiv. In den meisten Verbindungen dieser Art gebrauchen die Lateiner den bloßen Infinitiv, z.B. er pflegt um diese Zeit zu lesen, hoc tempore aliquid legere consuevit: er hörte auf zu sprechen, loqui desiit. – Wird durch »zu« die Absicht einer Handlung angegeben, so steht ut mit dem Konjunktiv od. ad mit dem Partizipium Futuri Passivi oder das Partizipium Futuri Passivi, z.B. er hat mir das Buch zu lesen gegeben, dedit mihi hunc librum legendum. – Nach den Verben der Bewegung steht, wenn die Absicht der Bewegung durch ein folgendes Verbum mit »zu« angegeben wird, das Supinum auf um, z.B. ich kam, dich zu bitten, veni te rogatum. – od. wenn das Supinum nicht gebildet werden kann, so wählt man eine der eben angegebenen Wendungen. – Nach den Verben »sein« und »haben«, wo »zu« eine Notwendigkeit ausdrückt, gebrauchen die Lateiner die umschreibende Form mit dem Futurum Passivi, z.B. es ist zu fürchten, timendum est: die Götter sind zu verehren, di colendi sunt. – Nach Substantiven enthält der mit »zu« folgende Satz den Ergänzungsbegriff des erstern und man gebraucht dann den Genetiv des Gerundiums, z.B. die Begierde zu kämpfen, cupiditas certandi. – Nach vielen Adjektiven steht »zu« mit einem Infinitiv, um dadurch anzugeben, in welcher Rücksicht oder inwiefern das Adjektiv dem Substantiv, dessen Beiwort es ist, zukomme; in diesem Falle folgt das Supinum auf u od. ad m. Akk. des Gerundiums, z.B. schwer zu verstehen, difficilis intellectu od. ad intellegendum. – Nach dignus u. indignus folgt oft auch qui mit Konj., z.B. er ist würdig gelobt zu werden, dignus est, qui laudetur. – Davon vielen Verben das Supinum auf u nicht gebildet werden kann, so muß man für diese Beziehung eine Umschreibung mit ad und dem Gerundium wählen, z.B. der Schmerz, der schwer zu ertragen ist, dolor difficilis perpessu; dolor difficilis ad patiendum tolerandumque.
siehe Alle unter diesem Artikel nicht besonders angegebenen Verbindungen mit »zu« suche man unter dem Substantiv, Adjektiv, Adverb und Verbum, von dem »zu« oder das von »zu« abhängig ist.
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63 ποιέω
ποιέω, 1) Activ., machen, verfertigen, bereiten zu Stande bringen, hervorbringen; zunächst – a) von jeder äußerlichen Thätigkeit, die sich in Hervorbringung irgend eines in die Sinne fallenden Products kundgiebt, also bes. von Handwerkern, Künstlern; schon bei Hom. u. Hes., bes. bauen, τεῖχος, Il. 20, 147, συφ, εούς. Od. 14, 13, u. so δῶμα, ναούς, ϑάλαμον, αὐλήν, ϑεμείλια u. ä.; π ύλας ἐν πύργοις, Thore darin machen, anbringen, Il. 7, 339; εἴδωλον, Od. 4, 796; vom Hephästus bes. Il. 18, 478 ff.; so auch bei Folgenden, ναόν, Xen. An. 5, 3, 9; καρβατίνας, 4, 5, 14; ὄνους ἀλέτας, An. 1, 5. 5; bei Kunstwerken ist ἐποίησε ὁ δεῖνα gewöhnliche Bezeichnung des Künstlers, der sie verfertigt hat; τί τινος, Etwas aus einem Stoffe, φοίνικος αἱ ϑύραι πεποιημέναι, Xen. Cyr. 7, 5, 22; vgl. Her. 5, 28; auch ἔκ τινος, Her. 2, 96; u. ἀπό τινος, 7, 65, Sp. auch ἀγάλματα λίϑοις πεποίηται, Long. 1, 4, ὁ ποιῶν, der Schöpfer, Plat. Tim. 76 c; schaffen, wie bei Hes. O. 110. 130. 146, γένος ἀνϑρώπων χρύσειον, ἀργύρεον, χάλκειον; vgl. Theog. 161. 579. – Dah. auch zeugen, erzeugen, υἱόν (s. med.), auch κριϑάς, οἶνον, Gerste, Wein bauen, produciren, Ar. Pax 1322, vgl. Dem. 42, 20. 31; ὁ Χῖος ἁμαμηλίδας ποιεῖ, Aristomen. com. bei Ath. XIV, 650 d. So καρπόν, vom Baume, Matth. 3, 10. Bei B. A. 111 auch γεωργεῖν erkl.; daher ποιεῖν τι ἐκ τῆς γῆς, Etwas aus dem Lande erzielen, gewinnen, Xen. Ath. 2, 12. – Auch b) von unkörperlichen Dingen und Zuständen, zu Stande bringen, veranlassen, veranstalten, verursachen, τελευτὴν ποιῆσαι, ein Ende machen, Od. 1, 250. 16, 127, φόβον ποιῆσαι, Furcht machen, erregen, Il. 12, 432, wie φόβον ποιεῖν τοῖς ἵπποις Xen. An. 1. 8, 18; ἰυγὴν καὶ στόνον, Soph. Phil. 752; νόσους καὶ πενίας, Plat. Prot. 353 d; σφάλματα ποιο ῠντες ἐν τοῖς πελάγεσιν, Polit. 298 b; γέλωτα πολύν, Charm. 155 b; ἃ ἐμοὶ πεποίηκε τό τε ὄνομα καὶ τὴν διαβολήν, Apol. 20 d; u. Sp., ϑυμὸν ποιῆσαι, Muth machen, αἱμα καὶ φόνον, Mord anstiften, Pol. 15, 33, 1, ἧτταν, Verlust machen, Niederlage erleiden, 11, 2, 7; μέσας ποιήσας νύκτας, es Mitternacht werden lassen, Plat. Phil. 50 d; ἐπὶ τοῦ ξηροῦ τὰς ναῠς, die Schiffe auf's Trockne bringen, Thuc. 1, 109; auch übertr., σφῶϊν δ' ὧδε ϑεῶν τις ἐνὶ φρεσὶ ποιήσειεν, Il. 13, 55, möge es in den Sinn geben, eingeben, vgl. Od. 14, 274. – Bes. von Opfern, wie ῥέζω u. ἔρδω, ἱρά, Opfer veranstalten, opfern, Her. 9, 19; τὰ ποιεύμενα τῷ ϑεῷ, 2, 49, wie ϑυσίαν, Xen. An. 5, 3, 9; öfter auch ϑυσίαν ποιεῖσϑαι, 6, 2, 6, u. ähnl. πομπάς, 5, 5, 5; daher πάντα ποιεῖν τοῖς ἀποϑανοῦσιν, d. i. die gebührenden Ehren erweisen, 4, 2, 23; u. von den Spielen, ποιεῖν Πύϑια, Ἴσϑμια, sie veranstalten oder feiern; auch ἀϑύρματα ποιῆσαι, Spiele vornehmen, spielen, Id. 15, 363; – ἐκκλησίαν, eine Volksversammlung veranstalten, = ἐκκλησιάζειν, Thuc. 1, 139; Xen. Hell. 2, 2, 19; ἀριϑμόν, ἐξέτασιν, = ἀριϑμεῖν, eine Zählung, Musterung veranstalten, An. 1, 2, 9. 1, 7, 9 u. öfter; auch κραυγήν, 2, 2, 17, νίκας, 3, 1, 42; πόλεμόν τινι, Krieg gegen Einen anstiften; ϑήραν, eine Jagd halten, Cyr. 1, 4, 14. – Dah. auch c) machen, daß Etwas geschieht, thun lassen, bewirken, mit folgendem accus. c. infin., ϑεοί σε ποίησαν ἱκέσϑαι ἐς οἶκον, die Götter bewirkten, daß du nach Hause kamst, sie ließen dich nach Hause gelangen, Od. 23, 358; ποιῶ λανϑάνειν τινά, Ar. Plut. 1140; oft in Prosa, ποιῶ τοὺς ἀνϑρώπους ἀπορεῖν, Plat. Theaet. 149 a; ἡ σωφροσύνη ποιήσει αὐτὸν γιγνώσκειν, Charm. 170 d; ποιῶ εὖ ἀσκεῖσϑαι ἕκαστα, ich lasse Alles gut üben, Xen. Cyr. 1, 6, 18; ποιῶ τινα μάλα αἰσχύνεσϑαι, 4, 5, 48, mache, daß er sich sehr schämt; εἰ βούλοιο ξένον ποιῆσαι ὑποδέχεσϑαι ἑαυτόν, Mem. 2, 3, 13; u. Sp., ἡ Αϑηνᾶ ἔμψυχα ποιεῖ εἶναι τὰ πλάσματα, Luc. Prom. 3. – Eben so mit ὡς, ὅπως, ποιῶ, ὅκως ἔσται ἡ Ἰωνίη ἐλευϑέρη, Her. 5, 109, vgl. 1, 209; πᾶν ποιοῠσιν, ὅπως τοιοῦτος ἔσται, Plat. Phaedr. 252 c; Rep. VI, 488 c; ἐποίο υν, ὡς ἂν ἀσφαλέστατα εἰδείην, Xen. Cyr. 6, 3, 18. – Daran reiht sich – d) Einen wozu machen, τινὰ ἄφρονα, Od. 23, 12; δῶρα ὄλβια ποιεῖν, Gaben gesegnet machen, sie segnen, 13, 42; u. mit subst., ποιεῖν τινα βασιλῆα, ταμίην ἀνέμων, γέροντα, Einen zum König, zum Verwalter der Winde, zum Greise machen, 1, 387. 10, 21. 16, 456; ϑνητῷ ϑεὰν ἄκοιτιν ποιῆσαι, einem Sterblichen eine Göttinn zur Gattinn machen, geben, Il. 24, 537; λαοὺς λίϑους ποίησε, 24, 611, wie μύρμηκας ἄνδρας ποίησε, Hes. frg. 37, 5; τὴν πόλιν ἀσϑενεστέραν, Soph. O. C. 1037; ἐπείπερ ἡμᾶς Ζεὺς ἐποίησεν ϑεούς, Eur. Hel. 1675; u. pass., τῶν τὰ κέρεα τοῖσι Φοίνιξι οἱ πήχεες ποιεῠνται, sie werden zu Citherarmen gemacht, Her. 4, 192; ἐάν τινα μοχϑηρὸν ποιήσω τῶν ξυνόντων, Plat. Apol. 25 e, der auch vrbdt ἐκ πενήτων πλουσίους, Ep. II, 332 a, wie ἐξ ἀχρήστων χρησίμους, Rep. III, 411 b; σχολαίαν τὴν πορείαν, Xen. An. 4, 1, 13; τοὺς πολεμίους ϑρασυτέρους, 5, 4, 18. Aber – e) τινά τι, Einem Etwas anthun, κακά, ἀγαϑὰ ποιεῖν τινα, Einem Böses, Gutes zufügen, erweisen, ἐγὼ ταῠτα τοῦτον ἐποίησα σὺν δίκῃ u. ä., Her. 1, 115. 3, 75. 7, 156; οὐκ οἶδ' ὅτι χρῆμά με ποιεῖς, Ar. Vesp. 697; πάντα ταῠτα τοὺς τελουμένους, Nubb. 259; πολλὰ καἰ ἀγαϑὰ τὴν πόλιν, Plat. Gorg. 519 b; φίλους πλεῖστα ἀγαϑά, Xen. Cyr. 5, 3, 9; τὴν πόλιν ἀγαϑόν τι, Isocr. 4, 79; μηδέν ἐστιν, ὃ μὴ πεποίηκάς με, Luc. D. D. 2, 1; auch mit adv., κακῶς ποιεῖν τινα, Plat. Crit. 50 a, αὐτοὺς ἑαυτοὺς εὖ ποιεῖν, Phaed. 62 a; von Sachen, ἀργύριον τωὐτὸ τοῠτο ἐποίεε, dasselbe that er, nahm er mit dem Silber vor, Her. 4, 166; Plat. sagt auch οὐκ ἐμὲ μόνον ταῠτα πεποίηκεν, er hat mir nicht allein das angethan, mich so gestimmt, Conv. 222 b. Selten ist ποιεῖν τινί τι, für od. gegen Einen Etwas thun; Her. vrbdt so das med., φίλα ποιεῖσϑαί τινι, 5, 37. – f) Nachhomerisch von der künstlerischen Thätigkeit des Dichters, dichten, ἔπη, μέλη, τραγῳδίας, ϑεογονίην, Her. 2, 53. 116. 3, 38. 4, 16, wie Plat. Conv. 223 d u. öfter; Ar. oft, Φαίδραν, Σατύρους, Thesm. 153. 157. 193; ἐν ἔπεσιν, Plat. Rep. II, 379 a; ὕμνον πεποιημένον ἔπαινον εἰς τοὺς ἱερέας, Legg. XII, 947 b; περὶ ϑεοῦ λέγειν καὶ ποιεῖν, Rep. II, 383 a; εἰς ϑεόν, Phaed. 61 b; denselben Gegensatz macht Isocr. 4, 186 zwischen Dichtern und Rednern; auch c. partic., βασιλέας πεπ οίηκε τοὺς ἐν Ἅιδου τιμωρουμένους, Plat. Gorg. 525 d, er hat in seinen Gedichten Könige, die im Hades bestraft werden, aufgeführt; Ὅμηρος ἐποίησε τὸν Ἀχιλλέα λέγοντα, Homer stellte den Achilles dar als Einen, der da sagte, d. i. er ließ ihn sagen; überh. dichterisch darstellen, Σωκράτης ἐποίησε μῦϑον Αἰσώπειον, er brachte eine äsopische Fabel in poetische Form, in Verse, vgl. μῦϑον ποιῆσαι, Lycurg. Leocr. 100, einen Mythos poetisch bearbeiten, behandeln; – erdichten, καινοὺς ϑεούς, Plat. Euthyphr. 3 b; so wird τὸ πεποιημένον dem πεφυκός, das künstlich Gemachte, Erdichtete dem von Natur Daseienden entgeggstzt, Rep. X, 601 d u. öfter; τὸ ποιούμενον καὶ γιγνόμενον, Phil. 26 e. – Dah. auch annehmen, einen Fall setzen, ἐν ἑκάστῃ ψυχῇ ποιήσωμεν περιστερεῶνά τινα παντοδαπῶν ὀρνίϑων, Plat. Theaet. 197 d; πεποιήσϑω δή, ib. e; ποιῶ δ' ὑμᾶς ἥκειν, Xen. An. 5, 7, 9; vgl. καὶ δή σφεας ποιέω ἴσους ἐκείνοισι εἶναι Her. 7, 186, u. 184. Uebh. – g) bedeutet es eine fortgesetzte Handlung od. Thätigkeit, ohne Rücksicht auf das Verfertigen, also mehr dem πράσσειν entsprechend, handeln, thätig, wirksamsein. So Hom. κακόν, ἀγαϑόν u. κακά, ἀγαϑὰ ποιεῖν, schlecht, gut handeln, Schlechtes oder Gutes thun, ἄριστα πεποίηται, die trefflichsten Thaten sind gethan; πολλὰ χρηστὰ περὶ τὴν πόλιν, Ar. Equ. 808; Σπαρτιητικὰ ποιέειν, spartanisch handeln, sich wie ein Spartaner benehmen, Her. 5, 40; Aesch. vrbdt τοὺς δ' ἕν τι ποιεῖν, τοὺς δὲ μή τι δρᾷν λέγων, Ch. 546; dem παϑεῖν entgeggstzt, Her. 7, 11, wie Plat. τὰ ποιοῠντα im Ggstz von πάσχοντα, Theaet. 159 a; Dem. vrbdt ὅτι πράξει ταῦτα καὶ ποιήσει, 19, 102. – Bes. ein Gebot ausrichten, seine Pflicht thun, τὸ προςταχϑέν, Soph. Phil. 998; τί δῆτ' ἀφαυρῷ φωτὶ προςτάσσεις ποιεῖν, O. C. 1022; εἰσόμεσϑα ἃ χρὴ ποιεῖν, 1041; ἐβουλεύοντο, ὅ τι χρὴ αὐτοὺς ποιῆσαι, Plat. Conv. 190 c; οὐ μὴν ἁνδάνοντά μοι ποιεῖς, Eur. Alc. 1111; τὰ δέοντα, Xen. Cyr. 5, 1, 29; οὐδέν, Nichts ausrichten, 3, 3, 31; oft οὗτος τί ποιεῖς; was thust, machst du? Aesch. Suppl. 889; Ar. Nub. 723 u. öfter; Plat. εὖ ἐποίησας ἀναμνήσας με, du hast recht daran gethan, daß du mich erinnertest, gut, daß du mich erinnertest, Phaed. 60 c; Theaet. 185 e. Auch von leblosen Dingen, οὕτως αὐτὸ ποιήσει, es wird von selbst wirken, Phaed. 117 b; u. so Sp. vom Wirken der Arzneien, φάρμακον ποιεῖ, die Arznei schlägt an; damit vergleiche man ποιεῖ τοῠτο πρός τι, dies dient, ist geschickt wozu, ἡ εὔνοια τῶν ἀνϑρώπων ἐποίει μᾶλλον ἐς τοὺς Λακεδαιμονίους, Thuc. 2, 8, sie neigte sich mehr zu den Lacedämoniern, hielt es mehr mit ihnen, wie lat. facere cum aliquo; vgl. Arr. An. 2, 2, 5; App. B. C. 1, 82; ἄν σοι ποιῇ, wenn es dir dient, Arr. Epict.; – ποιήσω ταῦτα πεντήκοντα μνᾶς, ich werde dies rechnen zu funfzig Minen, Dem. 27, 37, u. öfter Sp.; λόγος ἀργύριον τῷ λέγοντι ποιήσων, der Geld einbringen soll, Dem. 10, 76; – ποιεῖν τινα εἰς φυλακήν, Einen in die Wache thun, setzen, Thuc. 3, 3 u. Sp.; π οιεῖν εἴσω, hineinthun, bringen, ἔξω, hinausthun, wegschaffen, wegthun, bes. Sp. (s. auch oben a); – ποιεῖν τι, Etwas thun, das man näher zu bezeichnen sich schämt, bes. euphemistisch von Liebeswerken; – πολὺν χρόνον ποιῆσαι, viel Zeit darauf verwenden, oder machen, daß die Zeit lang wird, viel Zeit vergeht, vgl. οὐδ' ἐποίησαν χρόνον οὐδένα Dem. 19, 163; ἐν ταύτῃ πεποίηκα πολὺν χρόνον, Nicarch. 35 (XI, 330); vgl. Jac. A. P. p. 710. – Bei den Attikern dient es auch im zweiten Gliede eines Satzes, um die Wiederholung desselben Verbums zu vermeiden, so daß ποιέω nur den allgemeinen Begriff eines transitiven Verbums ausdrückt u. seine nähere Bestimmung aus dem vorigen Satzgliede empfängt, vgl. Thuc. 5, 70 u. Her. 5, 97. – 2; Med. eigtl. für sich machen, in den oben angeführten Bdign des Aktivs; οἰκία ποιήσασϑαι, sich Häuser machen, bauen, Il. 12, 168; πέπλον, ὅν ῥ' αὐτὴ ποιήσατο καὶ κάμε χερσίν, 5, 735, vgl. 8, 2. 386. 16, 171. 18, 371 Od. 5, 251. 259. 21, 71, u. sonst; eben so καλιὰς ποιεῖσϑαι, sich Nester bauen, Hes. O. 505, πάντ' ἄρμενα ποιήσασϑαι, 409, δεῖπνον ποιεῖσϑαι, sich das Mahl bereiten, 211, dah. τὸν βίον, sich herbeischaffen, Thuc. 1, 5, wie ἀπὸ γεωργίας τὸν βίον ποιεῖσϑαι, davon leben, Xen. Oec. 6, 11; ϑυμὸν ποιήσασϑαι, sich Muth machen, d. i. Muth fassen, Francke Callin. p. 184; κλέος ποιεῖται αὐτῇ, sie erwirbt, bereitet sich selbst Ruhm, Od. 2, 126, wie δόξαν Pol. 32, 11, 8, u. oft; ἐπί τινι, 35, 4, 8; συνϑήκας σφίσι αὐτοῖσι ποιέεσϑαι, Her. 6, 42, ληΐην, 1, 161; Σαμίους ἐς τὸ συμμαχικόν, in ihr Bündniß, 9, 106; ἴσως ἄν σε ποιησαίμην μαϑητήν, vielleicht möchte ich dich zu meinem Schüler machen, Plat. Crat. 428 b; φίλον, sich zum Freunde machen, Xen. An. 5, 5, 22; ἡμᾶς φίλους πεποίησαι, Cyr. 5, 3, 10; vgl. Hes. O. 709. 715; γαμβρόν, Th. 818; ποιεῖσϑαί τινα ἄκοιτιν, ἀκοίτην, sich ein Weib zur Gattinn, einen Mann zum Gatten machen, nehmen, wählen, Il. 3, 409. 9, 397 Od. 5, 120. 7, 66; Hes. Th. 921. 946. 999; ποιεῖσϑαί τινα υἱόν, sich Einen zum Sohne machen, d. i. ihn an Sohnes Statt annehmen, adoptiren, Il. 9, 495; eben so ϑυγατέρα ποιήσασϑαί μιν, Her. 4, 180; auch ϑετὸν υἱὸν ποιεῖσϑαι, 6, 57; sehr gew. bei den Attikern, Plat. Legg. XI, 923 c ff.; παῖδα, Xen. Cyr. 4, 6, 2; τὸν ἐμὲ ποιησάμενον, Is. 7, 5 u. öfter; u. pass., εἴ τις καὶ ἄλλος ἐποιήϑη ὑπό τινος, wenn auch ein anderer von Einem adoptirt ist, 2, 1; selten vom Zeugen leiblicher Kinder, wie Xen. Cyr. 5, 3, 19; Luc. sacrif. 5; Sp. so auch im act., bes. Plut.; – τὸν ϑεὸν ποιο ύμε-νος ἀρωγόν, Soph. O. C. 1287. – So auch ὑπ' ἑωυτῷ ποιεῖσϑαι, unter sich bringen, sich unterwerfen, Her. 1, 201. 5, 103. 7, 157; ὑφ' ἑαυτοὺς ποιεῖσϑαι, Plat. Rep. I, 348 d, u. oft bei Folgdn; – ἑωυτοῠ ποιεῖσϑαί τι, Etwas zu dem Seinigen machen, sich Etwas aneignen, Her. 1, 109. – Wo für halten, annehmen, schätzen, συμφορὰν ποιεῖσϑαί τι, eigtl. sich Etwas (in seiner Vorstellung) zur göttlichen Schickung machen, es für eine Schickung nehmen, Her. 6, 61. 80. Vgl. τοὐμὸν ἐν σμικρῷ μέρει ποιούμενος, gering achtend, Soph. Phil. 496; καὶ μὴ ϑεοὺς τιμῶντες εἶτα τοὺς ϑεοὺς μοῖραν ποιεῖσϑαι μηδαμῶς, O. C. 279; μέγα ποιεύμενος ταῦτα, Her. 3, 42 u. oft, sich nach eigener Beurtheilung Etwas groß machen, d. i. es hochachten, schätzen, vgl. 8, 3. 9, 111; auch μεγάλα ποιεῖσϑαί τι, 1, 119; Xen. Cyr. 5, 3, 19; οὐκέτι ἀνάσχετον ἐποιοῠντο, Her. 1, 118, wie Sp., z. B. Plut. Sert. 5; οὐκ ὅσιον ποιεύμενοι, Her. 2, 86; δεινὸν ποιεῖσϑαί τι, Etwas für schrecklich halten, Thuc. 6, 60; auch act., 5, 42, wie Her. 2, 121, 5. 7, 1, d. i. es sehr übel aufnehmen, wie aegre terre; ἕρμαιον τοῠτο ποιούμενος, Etwas als einen guten Fund ansehen, Plat. Gorg. 489 c u. Sp., s. Bast ep. cr. p. 120; auch εὕρημά τι ποιεῖσϑαι, Xen. An. 2, 3, 18; Philostr. – Häufig auch so mit Präpositionen, bes. περὶ πολλοῠ, πλείονος, πλείστου ποιεῖσϑαι, hoch, höher, am höchsten halten, schätzen, Her. 1, 73. 6, 104. 7, 181. 8, 40 u. überall bei den Attikern; περὶ παντός, ὀλίγου, περὶ ἐλαχίστου, Is. 1, 21 u. dgl.; auch mit andern Präpositionen, δι' οὐδενὸς ποιεῖσϑαι, Etwas für Nichts achten, οὐκ ἐν ἐλαφρῷ ἐποιεύμην, Her. 1, 118, ich achtete es nicht für leicht, wie auch ἐν μεγάλῳ, ἐν ὀλίγῳ, ἐν ὁμοίῳ, Etwas für groß, gering, gleich achten, z. B. 7, 138 (vgl. τοὐμὸν ἐν σμικρῷ μέρει ποιούμενος Soph. Phil. 496); παρὰ φαῦλον ποιεῖσϑαι, Etwas für schlecht halten; ἐν ἀδείῃ ποιεῖσϑαί τι, Etwas in Sicherheit glauben, 9, 42; ἐν νόμῳ ποιεῖσϑαί τι, Etwas in der Art oder zur Sitte haben, 1, 131; ἐν αἰσχύνῃ ποιεῖσϑαί τι, sich Etwas zur Schande anrechnen; auch τὸν κοινὸν πόλεμον ἴδιον κίνδυνον, Isocr. 4, 86; wo überall eine Subjectivität der Schätzung od. Beurtheilung ausgedrückt wird. – Zuweilen hat das med. auch die Bedeutung sich machen lassen, Her. 2, 135 Xen. An. 5, 3, 5 u. sonst. – Am häufigsten ist nach Hom. das med. in Verbindung mit subst. zur Umschreibung eines Verbums. Diese sehr gewöhnlichen Ausdrücke sind bei den entsprechenden subst. angegeben, doch mögen hier einige der gewöhnlichsten zusammengestellt werden: ἄγερσιν ποιεῖσϑαι = ἀγείρειν, Her. 7, 5; ἅμιλλαν π. = ἁμιλλᾶσϑαι, Isocr. 5, 85; ἀναβολὴν π. = ἀναβάλλειν, Is. 6, 13; Her. u. A.; ἀποδημίαν, Din. 1, 81; ἀπόκρισιν π. = ἀποκρίνεσϑαι, Plat. Legg. X, 897 e; ἀπολογίαν, Lyc. 63; ἀπόφασιν, Din. 2, 1; ἀπ οχώρησιν, Lycurg. 96; ἀρὰς ποιεῖσϑαι = ἀρᾶσϑαι, Isocr. 4, 157; ἀρχήν, 15; βλασφημίας εἴς τινα, Aesch. 1, 167; βοηϑείας τινὶ π. = βοηϑεῖν, Isocr. 4, 125; βουλὴν π. = βουλεύεσϑαι, Her. 6, 101. 8, 40, wie συμβουλήν, Plat. Prot. 313 b; διαϑήκας, Is. 1, 10; διαλλαγὰς π., Eur. Phoen. 519, wie σύμβασιν, Suppl. 739; οὐ δόσιν ἀλλ' ἐμπορίαν π., Isocr. 2, 1; διατριβάς 3, 1; vgl. σκῆψιν, πρόσχημα, σπ ουδὴν π., Her. 5, 30. 7, 157. 8, 21; εἰςαγγελίαν, Lycurg. 30; ἐξέτασιν, 28 u. sonst oft; ἐπίδειξιν, 102; ἐνέδραν, Thuc. 3, 90; ἔπαινον, Aesch. 1, 169; ἐπιμέλειαν, Plat. Rep. VIII, 556 c, oft; ἐπιγαμίας, Xen. Cyr. 1, 5, 3; ϑαῦμα π. = ϑαυμάζειν, Her. 1, 68; ϑήραν π. = ϑηρᾷν, Xen. An. 5, 3, 10; ἱκετείας τινὶ π. = ἱκετεύειν, Isocr. 4, 54; καταφυγὰς π., Eur. Or. 566; κατηγόρημα π. = κατηγορεῖν, Dem. 24, 19, wie κατηγορίαν, Lycurg. 11; καταφυγάς, Eur. Or. 566; κινδύνους π., Isocr. 3, 24; πρός τινα, 4, 173; κοῖτον π. = κεῖσϑαι, Her. 7, 17, κρίσεις, Isocr. 4, 40 Lycurg. 12, λήϑην π. = λανϑάνεσϑαι, Her. 1, 127, λόγους π. = λέγειν, Isocr. 4, 12, Plut. u. A.; μάχας π. = μάχεσϑαι, Soph. El. 294; μνείαν περί τινος, Aesch. 1, 160, wie μνήμην π., = μιμνήσκειν, Pol. 1, 20, 8 u. A.; νομήν, Luc. Prom. 2; ὁδόν, ὁδοιπορίην π. = ὁδοιπορεῖν, Her. 2, 29. 7, 110. 112. 121; ὁμολογίας, Pol. 3, 29; ὀργὴν π. = ὀργίζεσϑαι, Her. 3, 25. 7, 105, Thuc. 4, 124, wie Eur. Med. 909 u. A.; περιήγησιν, Luc. Char. 27; παραλογισμούς, Lycur, 31, πλόον π. = πλεῖν, Her. 6, 95; πρόνοιαν π., Isocr. 4, 2, τινός, ib. 136, wie Luc. Nigr. 26 u. A.; πλεονεξίας π. = πλεονεκτεῖν, Isocr. 4, 17; πορείαν π. = πορεύεσϑαι, Xen. Cyr. 5, 2, 31, Pol. 1, 7, 20; στρατηΐην π. = στρατεύεσϑαι, Her. 1, 171; στρατείας, Isocr. 4, 34. 117; συμμαχίαν, 4, 128; τιμωρίαν, ib. 182; ὑποσχέσεις, ib. 14; ὠφελίας ἔκ τινος, ib. 173. – Anders δι' ἀγγέλου, διὰ χρηστηρίων π., = ἀγγέλλειν, χρηστηριάζεσϑαι, Her. 6, 4. 8, 134. S. auch ἐκποδών.
Dor. ist ποιέν = ποιεῖν, Sp., bes. alexandrinisch, ἐποιοῠσαν = ἐποίησαν, z. B. LXX.
Bei den attischen Dichtern, bes. den Komikern ist die erste Sylbe häufig kurz gebraucht, was auch spätere Epiker zuweilen nachahmten. hieraus folgerten echon alte Gramm, wie E. M. p. 679, 24, eine eigenthümlich attische Form ποῶ, der nur ι wieder eingeschoben sei, wo der Vers eine lange Sylbe erforderte, u. dem sind Neuere gefolgt, vgl. Koen Greg. Cor. p. 75 Schweigh. Ath. XI p. 472 a. XIV, 649 b Dind. comm. Aristoph. T. VI p. 602 Buttm. Ausf. gr. Gramm. II p. 384; man führt dafür das lat. poesis, pŏeta an; gegen diese Schreibung erklärt sich aber schon Schol. Ar. Plut. 14, und da sich die ähnliche Verkürzung auch in οἷος, τοῖος, γεραιός u. ä. findet, ohne daß man das ι wegläßt, so wird auch ποιῶ beizubehalten, und die Verkürzung der ersten Sylbe, die in der Sprache des gemeinen Lebens gewöhnlich gewesen zu sein scheint, nur im Lesen bemerklich zu machen sein.
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64 πολύς
πολύς, πολλή, πολύ, gen. πολλοῦ, πολλῆς, πολλοῦ u. s. w.; attisch sind von der Form πολύς nur nom. u. acc. sing. masc. u. neutr., πολύς, πολύν, πολύ; in der epischen Sprache hat sich aber daneben noch erhalten: gen. πολέος, Il. 4, 244 u. öfter; plur. πολέες, 2, 417 u. oft, auch zsgz. πολεῖς, 11, 708; πολέων, 15, 680 u. sonst; dat. πολέσι, 4, 388, wie Pind. Ol. 13, 44, u. öfter, auch πολέσσι, Il. 13, 452. 17, 236. 308, u. πολέεσσι, 12, 399 u. öfter, wie Hes. O. 1191 acc. πολέας, Il. 4, 230 u. öfter, 1, 559 zweisylbig zu lesen, wo Einige πολεῖς schreiben, wie Pind. P. 4, 56; πολέα, Aesch. Ag. 705, der auch πολεῖ als dat. sing. hat, Spt. 726; u. so πολέων, πολέσι, im Chor, Eur. Hel. 1332 I. T. 1263; Hom. hat auch die poetische Form πουλύς, πουλύν, selbst als fem. πουλὺν ἐφ' ὑγρήν, Il. 10, 27 Od. 4, 709; u. wie die Ionier, Pind. u. a. D., πολλός, πολλόν, nom. u. acc. (s. Beispiele unten); πολύς selten bei Her., wie πολύν, 3, 57. 6, 125, πολύ, 2, 106. 3, 38, πολέας, 2, 107; – 1) viel; zunächst – a) von der Menge, za h treich, häufig, im Ggstz von ὀλίγος, wie ἐξ ὀλίγων u. ἐκ πολλῶν einander entgegstzt sind Hes. Th. 447; λαός, Il. 9, 22 u. oft; ῥεῖ πολὺς ὅδε λεώς, Aesch. Spt. 80; στρατιά, Pers. 25; ὄχλος, Soph. Trach. 424; ὃμιλος, Od. 8, 109; πολλοὶ ἑταῖροι, ἱππῆες, λαοί, ἄνδρες, Il. 2, 417. 4, 143 u. sonst; μῠϑοι, Od. 11, 379; μοῦνος ἐὼν πο λέσι, 20, 30; πολέεσσιν ὀχήσατο κύμασιν, 5, 54; πολλὸν πλῆϑος, Her. 1, 141; ἔϑνος, 4, 22; auch πολλὸς ὑπὸ παντὸς ἀνδρὸς αἰνεόμενος, ein oft gelobter, 1, 98; πολλὸς λέγων, λισσόμενος, der oft spricht, fleht, 7, 158. 9, 91; πολλὸν ἦν τοῠτο τὸ ἔπος, 2, 2. Es wird so auch mit dem gen. partit. vrbdn, πολλοὶ Τρώων, ein großer Theil der Troer, = πολλοὶ Τρῶες, Il. 18, 271 u. sonst; auch im sing., πολλὸν σαρκός, πολλὸν βίης, = πολλὴ σάρξ, βία, Od. 19, 450. 21, 185; πολὺ γάρ τι κακῶν ὑπερεκτήσω, Soph. El. 210; eben so häufig bei den Attikern richtet sich πολύς in dieser Vrbdg nach dem Genus des folgenden subst., ὁ πολὺς τοῠ χρόνου, πολλὴ τῆς γῆς, πολλὴ τῆς στρατιᾶς, vgl. Brunck Ar. Ach. 350 Hemsterh. zu Luc. Tim. 9; auch bei Her. 1, 24 u. sonst (vgl. auch unter 3). – b) von räumlicher Ausdehnung, gr oß; ὀστεόφιν ϑίς, Od. 12, 45; πεδίον, Il. 4, 244 u. öfter; ἄγχι μάλα, οὐδέ τι πολλὴ χώρη μεσσηγύς, 23, 520; πολλὸς γάρ τις ἔκειτο, lang hingestreckt, 7, 156, vgl. 11, 307 Od. 22, 384; πολλὴ ὁδός, ein langer Weg; πολὺν διὰ πόντον, Hes. O. 637; wenn aber Her. 4, 109 vrbdt λίμνη μεγάλη τε καὶ πολλή, so bezeichnet er damit die reiche Wasserfülle; πολὺ πέλαγος, Soph. Phil. 631; Ar. u. Folgde; χῶρος πολλός, Her. 4, 39; χώρα, Xen. An. 2, 4, 21; ὁδός, 6, 1, 16 u. öfter; πορεία, Plat. Rep. X, 614 e. – c) von der Zeit, lang; χρόνος, Il. 2, 243 u. oft, Aesch. Ag. 607 u. sonst, eine der geläufigsten Verbindungen, οὐ πολὺν χρόνον, nicht lange, Soph. Phil. 348 u. sonst; u. sehr gewöhnlich in Prosa, z. B. Plat. Rep. II, 376 e; Xen. An. 1, 9, 25. 5, 2, 17 u. Folgende; dah. ἐκ πολλοῠ, seit langer Zeit, Pol. 10, 4, 2 u. A.; u. eben so πολλοῠ γὰρ αὐτοὺς οὐχ ἑώρακα χρόνου, Ar. Plut. 98; – διὰ πολλοῦ, in, nach langer Zeit, Luc. Necyom. 15. – d) allgemeiner, von intensiver Fülle, Kraft u. Nachdruck, groß, gewaltig, mächtig; ὀρυμαγδός, Il. 2, 810 u. oft; κέλαδος, 18, 530; ὑμέναιος, lauttönender Hochzeitsreigen, 493, wie ὕμνος Pind. N. 6, 34; βοή, Soph. Ant. 1237; πόνος, Il. 6, 525; νιφετός, ὑετός, starkes Schneegestöber, heftiger Regen, ὄμβρος, Hes. O. 679; ὕπνος, tiefer, fester Schlaf, Od. 15, 394; ἱδρώς, Il. 16, 110 u. oft; χειμών, Od. 4, 566; πῠρ, 20, 25; ὄλβος, Pind. P. 5, 13; Aesch. Pers. 247 (χρυσός, Eur. Hec. 10), wie πλοῦτος, Pind. N. 1, 31; εἰράνα, P. 9, 22; αἰδώς, Aesch. Ag. 922; πολλὴ ἀνάγκη, Soph. El. 301 u. oft; ungewöhnlich von einzelnen Personen, μέγας καὶ πολλός groß u. gewaltig, mächtig, Her. 7, 14; πολλὴ ἐλπίς, viele, starke Hoffnung, πολλὴ σιγή, tiefes Schweigen, πολλὴ ἀμέλεια, große Nachlässigkeit, Her. 1, 30. 75; πολλὸς λόγος, ein weit verbreitetes Gerede; auch οὔνομα πολλόν, 3, 137; οὐκ ἂν πολὺς ἐπιδείξειε μῠϑος, Plat. Legg. VI, 761 c; πολὺν λόγον ποιεῖσϑαι περί τινος, viel über Etwas sprechen, Phaedr. 270 a u. oft; aber ib. 253 e steht πολύς, εἰκῆ συμπεφορημένος dem ὀρϑὸς καὶ διηρϑρωμένος entgegen; πολλὴ σπουδή, großer Eifer, ib. 248 e; ἀλογία, Phaed. 67 e; πτόησις, Conv. 206 d; πολλῆς ἂν εὐηϑείας γέμοι, Phaedr. 275 c; τὸ τῆς πολλῆς καὶ παντοδαπῆς ἀγνοίας πάϑος, Soph. 228 e, vgl. ταύτης πολλῆς οὔσης καὶ παντοίας μάχης Phil. 15 d; πολλὴν καὶ τὴν μεγίστην ἴσχειν ἔχϑραν καὶ στάσιν, Polit. 308 b; πολὺ ἔργον προςτάττεις, eine große Arbeit, Parm. 136 d; σπάνις, Xen. An. 7, 2, 15; φόβος, 1, 2, 18; πολλὴν ποιησάμενος τὴν ἐπιμέλειαν, Pol. 5, 48, 16; ὀδυρμός, Matth. 2, 18. – Bes. ist hier noch der Gebrauch, der sich an den unter a) erwähnten des Her. anreiht, zu merken, πολὺς ἦν ἐν τῇ φιλοσοφίᾳ, er lebte ganz in der Philosophie, vergleiche πλείων und πλεῖστος. So besonders bei Sp., πολὺς ἦν πρὸς ταῖς παρασκευαῖς, Pol. 5, 49, 7, πολὺς ἦν συναϑροίζων τὰς ναῠς, 16, 6, 4; Plut. – Aber πολὺς ὁ Φίλιππος ἔσται ist = er wird mächtig sein, Aesch. 1, 166; πολὺς γάρ, πολὺς καὶ τολμηρός ἐστιν ἄνϑρωπος, Dem. 40, 53, er ist ein gewaltiger, gefährlicher Mensch; vgl. πολὺς ἦν ἐν τῇ Ἑλλάδι, πολὺς δὲ καὶ τοῖς παρὰ τῆς Κρήτης ἰοῠσιν, Strab. 10, 4, 10. – Πολύς τις, manch einer, πολύ τι, mancherlei, besonders Attiker. – e) auch vom Werthe od. von der Schätzung einer Sache, vielwerth, vollständig πολέος ἄξιος, Od. 8, 405 Il. 23, 562, wie bei den Attikern πολλοῠ ἄξιος, aber oft auch ohne ἄξιος, πολλοῠ ἐστιν, es ist viel werth, theuer, wobei man τιμήματος zu ergänzen pflegt; u. so in der bekannten Vrbdg περὶ πολλοῠ ποιεῖσϑαι, hochschätzen, hohen Werth darauf legen; auch πολύ ἐστί τι, es hat viel Werth, kommt viel darauf an, es gehört Viel dazu. – 2) Sehr gewöhnlich tritt πολύς anders als bei uns im Griechischen als vollständiges Prädikat für sich auf und wird daher, wenn noch ein anderes adj. dazutritt, durch καί mit diesem verbunden, πολέες τε καὶ ἐσϑλοί, Il. 6, 452 Od. 6, 284 u. sonst, wo wir einfacher sagen »viele Wackere«, die Griechen aber »Viele und auch Wackere«; so πολλὰ καὶ ἐσϑλά, 2, 312; πολέες τε καὶ ἄλκιμοι, Il. 21, 586; παλαιά τε πολλά τε, Od. 2, 188 u. sonst; πολλαὶ καὶ ἄλλαι, Hes. Th. 363; πολύν γε καὶ καλὸν φϑεῖραι στρατόν, Aesch. Pers. 420; πολλὰ παλαίσματα καὶ γυιοβαρῆ, Ag. 63; u. die andern Tragg., Ar. u. in Prosa überall; auch bei subst., πολλοὶ καὶ καλοὶ χιτῶνες, viel schöne Kleider; πολλὴ καὶ ἄφϑονος, Xen. An. 5, 6, 25; πολλά τε καὶ δεινά, 5, 5, 8; πολλὰ καὶ ἀνόσια γέγονε, Plat. Rep. III, 416 e; πολλῶν καὶ μακαρίων μετείληφε, Polit. 269 e; πολλὰ καὶ ἀγαϑά, Xen. An. 4, 6, 27. 6, 2, 8; doch wird auch in dieser Vrbdg ἀγαϑά als Substantivum behandelt und πολλά μοι ἀγαϑὰ γένοιτο gesagt, 5, 6, 4, wie πολλὰ ὁρῶντες ἀγαϑά, 3, 1, 22, und τὰς μὲν γυναῖκας πόλλ' ἀγαϑὰ λέγων, σὲ δὲ πολλὰ κακά, Ar. Eccl. 435. – Auch in umgekehrter Stellung, πονηροὶ καὶ πολλοί, Ar. Lys. 253; vgl. Lob. peralipp. p. 60. – 3) Mit dem Artikel, οἱ πολλοί, die Vielen, die Menge, der große Hause, die Mehrzahl, auch als Substantiv, die Meisten, weil darin der Begriff der absoluten Vielheit liegt, vgl. Valck. diatr. 217 b u. Schäfer melet. p. 3, 65. Bei Hom. so auch ohne Artikel, Il. 2, 483. 21, 524. 22, 28; ὡς οἱ πολλοὶ λέγουσιν, Plat. Rep. II, 379 c; πρὸς τὰς τῶν πολλῶν δόξας, Polit. 306 a, u. oft; Xen. An. 3, 1, 10 u. sonst; τοῖς μὲν πολλοῖς τῶν Ἑλλήνων οὐκ ἤρεσκεν, 2, 4, 2; daher οἱ πολλοί die gemeinen Soldaten im Ggstz des Heerführers, Pol. 1, 33, 4, das Volk im Ggstz des Senats, 1, 11, 1 u. oft; – auch τὸ πολύ, der größere Theil, die Mehrzahl, Xen. An. 1, 7, 20; u. c. gen., τὸ πολὺ τοῠ Ἑλληνικοῠ οὕτω ἐπείσϑη, 1, 4, 13, wie Her. τῆς στρατιῆς ἀπάγων τὸ πολλόν, 8, 100; τῶν Ἀργείων τὸ πολὺ ἐσώϑη, Thuc. 5, 73; τῆς δυνάμεως τῆς πολλῆς ἐστερήϑησαν, des größten Theils, 1, 24; ἐς τὴν βασιλέως γῆν τὴν πολλήν, 2, 48, wie περιπλεῦσαι Ἀραβίαν τὴν πολλήν, Arr. An. 7, 1, 1; vgl. noch τῶν ὅπλων τὸ πολύ, Plat. Polit. 288 b; τὸ πολὺ μέρος, der größere Theil, Pol. 3, 92, 11; τὸ πολὺ τῆς ἀποσκευῆς, 5, 5, 14; τὸ πολὺ τῆς βίας, 3, 43, 3; aber ohne Artikel ist πολὺ τοῦ στρατεύματος nur ein großer Theil, Xen. An. 4, 1, 11; – τὸ πολλόν, die große Menge, das Volk, Her. 1, 136; τὰ πολλά, das Meiste, Od. 2, 58. 17, 537; Hes. O. 37, u. oft im Att., nicht selten an die Bdtg πάντα hinanstreifend. – 4) Das neutr. πολύ, ion. πολλόν, auch der plur. πολλά werden häufig adverbial gebraucht; viel, sehr, Hom. u. Folgde überall; verstärkt μάλα πολλά, Hom., sowohl von der Menge, Anzahl, als der Größe u. innern Kraft, auch die mehrmalige Wiederholung derselben Handlung ausdrückend, vielmals, oft, häufig, Il. 2, 798. 6, 2. 17, 430. 23, 116 Cd. 1, 1. 13, 29. 20, 218; Hes. O. 324; u. so kann man auch die Vrbdgn μάλα πολλὰ κελεύων, μάλα πόλλ' ἐπέτελλε, λισσομένη μάλα πολλά, εὐχόμενος μάλα πολλά u. dgl. eben so gut von oft wiederholtem, als von dringendem, heftigem Befehlen und Bitten verstehen; übrigens ist in den meisten hom. Stellen πολλά noch sehr leicht als wirklicher Objectsaccusativ zu dem dabeistehenden Verbum zu ziehen, ὃς μάλα πολλὰ πλάγχϑη ist etwa = πολλὰ πλανήματα ἐπλάγχϑη, u. diese Erklärung ist auch bei den folgenden Schriftstellern überall als die ursprüngliche Auffassungsweise festzuhalten, wenngleich die Uebersetzung sich oft mit dem einfachen Adverbium sehr begnügen muß, wie πολλὰ κάμπτονται, πολλὰ ζημιοῠνται, Plat. Theaet. 173 a Legg. XI, 916 d, mit vielfachen Krümmungen, mit vielen Strafen; vgl. noch πόλλ' ἀεκαζομένη, Il. 6, 458, ὅς τοι πόλλ' ὄφελος ἐγένετο, in vielen Fällen, 17, 152, πολλὸν ἀάσϑη, 10, 113; vom Raume, groß, weit, Her. 1, 104. 6, 82; ὄπιϑεν οὐ πολλόν, Pind. Ol. 11, 37; von der Zeit, la nge, Her. 4, 126. 6, 129; καταδαρϑεῖν πάνυ πολύ, Plat. Conv. 223 b; bei weitem, um Vieles, gar sehr, Her. 1, 126. 140. 6, 158; so auch πολλοῠ, gar sehr, Ar. Nubb. 912; πολλοῠ πολύς, πολλή, viel zu viel, Equ. 829 Nubb. 1057. – Bes. häufig steht πολύ beim compar. u. superl., viel, sehr, πολὺ κέρδιον, γλύκιον, Il. 17, 414. 18, 109, u. oft πολὺ μᾶλλον, viel mehr, πολλὸν ἀμείνων, weit, viel besser, 6, 479 u. oft; πολὺ μείζων, Aesch, Ag. 1155; πολὺ δεύτερος, Soph. O. C. 1230; πολλὸν ἐχϑίων ἔσει, Ant. 86; u. in Prosa: πολὺ μείζων κίνδυνος, Plat. Prot. 314 a; πολὺ ἐν πλείονι ἀπορίᾳ εἰμί, Crat. 413 c, u. oft, wie Xen. An. 1, 5, 2 u. oft; er setzt gern zwischen πολύ u. den compar. ein od. mehrere Wörter, Bornem. Conv. 1, 4, vgl. πολὺ σὺν φρονήματι μείζονι, An. 3, 1, 22. 3, 2, 30; u. ähnl. Thuc. 6, 86, πολὺ δὲ ἐπὶ ἀληϑεστέραν γε σωτηρίαν; doch wird auch eben so πολλῷ μᾶλλον ὧδε ἔχει verbunden, Plat. Phaed. 80 e; πολλῷ μεῖζον, Polit. 274 e; Soph. O. R. 1159; Her. 1, 134; Xen. An. 2, 5, 32. 4, 5, 36; – πολλὸν ἄριστος Ἀχαιῶν, bei weitem der Beste, Il. 1, 91; πολὺ φίλτατος, 4, 51; πολὺ πλεῖσται φάλαγγες, 15, 448; u. oft πολὺ πρῶτος; u. eben so in Prosa: Her. 5, 92, 3. 8, 42; πολὺ μεγίστη, Plat. Conv. 209 c; πολὺ κράτιστόν ἐστι, Phaedr. 228 c; Xen. An. 4, 2, 14 u. sonst; auch πολλῷ πρῶτος, Soph. Ant. 1327. – Aehnlich bei vergleichenden adv. u. solchen Verbis, die eine Vergleichung ausdrücken, πολὺ πρίν, Hom. oft, πολὺ πρό, Il. 4, 373, πολύ κε φϑαίη, 13, 815; u. so bei προβαίνω, προτρέχω, προμάχομαι, 6, 125. 11, 217; u. ähnlich auch ἡμῖν πολὺ βούλεται ἢ Δαναοῖσιν νίκην, 17, 331, vgl. Od. 17, 404, wo in βούλομαι der Begriff des Lieberwollens liegt. – Eben so bei διαφέρειν, ἀποστατεῖν u. ä. – Seltener tritt es bei den Attikern auch zum Positiv, um die Bdtg des Adjectivs zu verstärken, οἱ πολύ oder πολλὰ δυςτυχεῖς, die in Vielem, die sehr Unglücklichen, Valck. Phoen. 624. – Ἐπὶπολύ, weit, z. B. ἄνειν, Plat. Crat. 415 a; ἐπὶ πολλόν, weit entfernt, Her. 2, 32; gew. ὡς ἐπὶ τὸ πολύ, meistentheils, gewöhnlich, in den allermeisten Dingen, zumeist, 1, 203. 2, 35. 5, 67, auch in einem Worte geschrieben; Plat. Polit. 294 e Rep. II, 377 b; Ggstz von καϑ' ἓν ἕκαστον, Isocr. 4, 154; vgl. noch τὰ μὲν ἐπ' ὀλίγον, τὰ δ' ἐπὶ πολλά, Plat. Soph. 254 b; ὡς τὰ πολλά, meistentheils, Dem. 1, 11, wie ὡς τὸ πολύ, Luc. Hermot. 28; so auch das einfache τὰ πολλά, z. B. Plat. καὶ γὰρ τὰ πολλὰ Πρωταγόρας ἔνδον διατρίβει, Prot. 311 a; Phaed. 59 d; οἷα δὴ τὰ πολλὰ ἀεὶ μετ' ἐμοῠ ξένοι τινὲς ἕπονται, wie gewöhnlich folgen mir immer, Menex. 235 b; – παρὰ πολύ, um vieles, beim compar. od. superl., Pol. 4, 21, 5; – ἐπὶ πολλῷ, z. B. ῥᾳϑυμεῖν, um einen theuern Preis, seine Trägheit theuer büßen müssen, Dem. 1, 15, wo man aus dem Zusammenhange leicht τόκῳ ergänzen kann; vgl. ἐπὶ πολλῷ γεγενῆσϑαι, ib. 8, 53, u. δέδοικα, μὴ λελήϑαμεν ὥςπερ οἱ δανειζόμενοι ἐπὶ πολλῷ ἄγοτες, 19, 96. – Ueber die häufigen Zusammenstellungen wie πολλοὶ πολλάκις, πολλοὶ πολλαχῆ, f. Lob. paralipp. p. 56. – Den compar. u. superl. πλέων, πλείων u. πλεῖστος s. oben bes. angeführt. – [Υ ist überall kurz, die epischen Formen πολέων, πολέας sind Il. 16, 635. 1, 559. 2, 4 Od. 3, 262 u. πολλέων immer zweisylbig zu lesen.]
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65 γάρ
γάρ (γὲ – ἄρα, vgl. die von den Alten angenommene Partikel τάρ u. τὲ ἄρα, z. B. Iliad. 1, 8 τίς τάρ σφωε ϑεῶν ξυνέηκε statt τ' ἄρ, Lehrs Quaestt. epp. p. 131 sq); von Hom. an die gebräuchlichste Causalpartikel, die gew. einen Grund od. eine Ursache angiebt, auch eine Erläuterung od. Auseinandersetzung des Vorangegangenen einführt; – 1) denn, zur Angabe der Ursache od. des Grundes sehr gew. Zu bemerken ist: a) der Grund mit γάρ steht dem zu begründenden Satze bisweilen voran, bes. in Anreden, Ἀτρείδη, πολλοὶ γὰρ τεϑνᾶσι Ἀχαιοί, – · τῷ σε χρὴ πόλεμον παῦσαι Il. 7, 328, Atride, denn. viele Ach. sind gestorben, darum, d. i. da viele Ach. gestorben sind, mußt du, od. du mußt, denn; Scholl. Aristonic. πολλοὶ γάρ: ἡ διπλῆ, ὅτι ἀπὸ τοῦ γάρ αἰτιώδους εἰσέβαλεν ἀρχαϊκῶς; Iliad. 23, 627 οὐ γὰρ ἔτ' ἔμπεδα γυῖα, Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι ἀπὸ τοῠ γάρ ἦρκται, τὸ αἰτιατικὸν προτάξας; vgl. 2, 803. 7, 73. 13, 736; Od. 10, 190 ὦ φίλοι, οὐ γάρ τ' ἴδμεν ὅπῃ ζόφος οὐδ' ὅπῃ ἠώς, οὐδ' ὅπῃ ἠέλιος φαεσίμβροτος εἶσ' ὑπὸ γαῖαν οὐδ' ὅπῃ ἀννεῖται· ἀλλὰ φραζώμεϑα ϑᾶσσον εἴ τις ἔτ' ἔσται μῆτις. ἐγὼ δ' οὐκ οἴομαι εἶναι; vor ὦ φίλοι 190 steht der unächte Vers 189 κέκλυτέ μευ μύϑων, κακά περ πάσχοντες ἑταῖροι; über diesen Vers Scholl. Didym. κέκλυτε: Καλλίστρατός φησιν ὡς ὑπό τινος ὁ στίχος προτέτακται ἀγνοοῦντος τὸ Ὁμηρικὸν ἔϑος, ὡς ϑέλει ἄρχεσϑαι ἀπὸ τοῦ γάρ; vgl. 10, 174. 226. Eben so Flgde: Ζεῦ· τεαὶ γὰρ Ὁραι – ἀλλ', ὦ Κρόνου παῖ Pind. Ol. 4, 1; ὦ παῖ Καμβύσεω – σὲ γὰρ ϑεοὶ ἐπορέωσι – σὺ νῦν Her. 1, 124; bes. in Sätzen, die eine Aufforderung enthalten, wo der Grund davon vorausgeschickt wird. Auch in Parenthesen, wie εἶεν – σὺ γὰρ τούτων ἐπιστήμων – τίχρὴ ποιεῖν; Plat. Phaed. 117 b; καὶ ἐγὼ – ἔγνων γὰρ, ὅτι οὐκ ἤρεσεν – ἀλλά τοι, ἔφην Prot. 335 a; ἀκούσατε καὶ τάδε· ἐπὶ λείαν γὰρ ἐκπορεύσονται ὑμῶν τινες· οἴομαι οὖν βέλτιον εἶναι Xen. An. 5, 1, 8; so auch Sp.; vgl. Luc. Char. 10. – Bisweilen wird durch eine Art Attraction das Subject des zu begründenden Satzes in den begründenden aufgenommen, τῶν δὲ πᾶν γὰρ ἦν τὸ πλῆϑος μεταίτιον, οὐκ ἐδέκοντο τοὺς λόγους, = οἱ δέ, πᾶν γάρ, oder τῶν δὲ πᾶν τὸ πλῆϑος, ἦν γάρ, Her. 4, 200; τῶν δὲ Ἀϑηναίων ἔτυχε γὰρ πρεσβεία – παροῦσα, καὶ ὡς ᾔσϑοντο τῶνλόγων, ἔδοξεν αὐτοῖς Thuc. 1, 72. Aehnl. ist γάρ in den Bedingungssatz gestellt, wo der bedingte eigtl. der begründende ist, Soph. O. R. 255 οὐδ' εἰ γὰρ ἦν τὸ πρᾶγμα μὴ ϑεήλατον – εἰκὸς ἦν οὕτως ἐᾶν, für οὐδὲ γάρ, εἰ – b) oft fehlt der zu begründende Satz u. ist aus dem Zusammenhange zu ergänzen; γάρ entspricht dann gew. dem deutschen ja. Am häufigsten in Antworten, ἀλλὰ τίη μοι ταῦτα φίλος διελέξατο ϑυμός; οἶδα γάρ, ich weiß sa, Il. 11, 408; vgl. 17, 221; καὶ δῆτ' ἐτόλμας τούςδ' ὑπερβαίνειν νόμους; οὐ γάρ τί μοι Ζεὺς ἦν ὁ κηρύξας τάδε Soph. Ant. 400, ja; denn Zeus war es nicht, der sie gebot, Zeus gebot sie ja nicht; u. so oft Plat. ἔστι γὰρ οὕτω, allerdings, so ists. Auch in Conditionalsätzen, οὐ γὰρ ἄν ποτε πρώταισιν ὑμῖν ἀντέκυρσα Soph. O. C. 98, sonst (wenn das nicht wäre) wäre ich ja nicht euch zuerst begegnet; so οὐ γὰρ ἄν με ἔπεμπον πάλιν πρὸς ὑμᾶς Xen. An. 7, 6, 33; Cyr. 8, 2, 21. – Ferner in Einwendungen, τούτῳ γὰρ οὐ νικήσετε Ar. Ran. 255, damit freilich werdet ihr nichts ausrichten; vgl. Eur. Cycl. 585; ironisch, σὺ γὰρ ἐν ἀνδρὸς λόγῳ, ja freilich du, Her. 3, 120; συνῇδον γὰρ τοὺς Παιᾶνας Φιλίππῳ Aesch. 2, 162. – c) zuweilen enthält der mit γάρ eingeführte Satz nichtden eigentlichen Grund, sondern die Veranlassung zu dem vorangegangenen Ausspruch, οἵδ' οὐκέτ' εἰσί· τοῦτο γάρ σε δήξεται, das wird dir doch wehe thun, Eur. Med. 1370; so bes. bei Dichtern öfter; ἰοὺ δύστηνε· τοῦτο γάρ σ' ἔχω μόνον προςειπεῖν Soph. O. R. 1071; vgl. 167; φρόνει νιν ὡς ἥξοντα, τοῦτο γὰρ λόγου πολλοῦ καλῶς λεχϑέντος ἥδιστον κλύειν Tr. 288. – 2) nämlich, zur Erklärung und Auseinandersetzung des Vorhergehenden, φράσαι ϑέλω σοι πρῶτα τἀμαυτοῠ· τὸ γὰρ πρᾶγμ' οὔτ' ἔδρασα Soph. Ant. 238; διδάξω σ'· ἢν γάρ O. R. 839. Bes. häufig in Sätzen, auf welche durch ein pron. od. adv. demonstr. hingewiesen wird; ἀλλὰ τόδ' αἰνὸν ἄχος κραδίην καὶ ϑυμὸν ἱκάνει· Ἕκτωρ γάρ ποτε φήσει Il. 8, 148; πρίν μοι τύχη τοιάδ' ἐπέστη· ἀνὴρ γάρ Soph. O. R. 779; ὡδε δὲ γνώσῃ ὅτι τἀληϑῆ λέγω· εὑρήσεις γάρ Plat. Prot. 349 d; ἐκ τῶνδε δὲ σκόπει· εἰγάρ Phaed. 67 e. So bei Rednern sehr gew. nach δῆλον δέ, φανερὸν δέ, τεκμήριον δέ, σημεῖον δέ. Aehnl. ὃ δὲ δεινότατον πάντων, ὁ Ζεὺς γάρ Ar. Av. 514; τὸ δὲ πάντων σχετλιώτατον· οὓς γάρ Isocr. 8, 53. – 3) in der Frage: denn, meist so, daß es causal zu fassen; Od. 10, 383 ὦ Κίρκη, τίς γάρ κεν ἀνήρ, ὃς ἐναίσιμος εἴη, πρὶν τλαίη πάσσασϑαι ἐδητύος ἠδὲ ποτῆτος, πρὶν λύσασϑ' ἑτάρους καὶ ἐν ὀφϑαλμοῖσιν ἰδέσϑαι, ich werde nicht essen, denn welcher Mann u. s. w.; vgl. 10, 501 τίς γάρ, 10, 337 πῶς γάρ, 15, 509 πῇ γάρ; Iliad. 18, 182. 10, 424. 1, 123. 10, 61. Dieser Sprachgebrauch ist im Wesentlichen nicht verschieden von dem unter 1 a betrachteten; das Eine ist nur die Frageform des Anderen; Scholl. Odyss. 10, 501 τ ίς γά ρ: ἀπὸ τοῦ γάρ ἤρξατο, aus Aristonic.; Scholl. Didym. zu Iliad. 18, 182 Ἶρι ϑεά, τίς γάρ σε ϑεῶν ἐμοὶ ἄγγελον ἧκεν: ἡ ἑτέρα τῶν 'Ἀριστάρχου διὰ τοῦ τ, τίς τάρ σε. μήποτε δὲ ἀμείνων ἡ προτέρα, παρόσον σύνηϑες Ὁμήρῳ ἀπὸ τοῦ γάρ ἄρχεσϑαι, Häufig bes. Tragg. u. inatt. Prosa ἦ γάρ; οὐ γάρ; τί γὰρ ἄλλο; τί γὰρ οὔ; πῶς γὰρ οὔ; auch ohne diese Fragewörter, ποιμὴν γὰρ ἦσϑα; warst du denn ein Hirt, d. i. du warst also ein Hirt? Soph. O. R. 1029; ὄλωλε γὰρ δύστηνος; O. C. 1579; δοκῶ γάρ σοι παίζειν; Plat. Phaedr. 234; d; οὐ γὰρ ἀπέκτεινεν αὐτὸν οὗτος ὁ ἐμὸς πατήρ Xen. Cyr. 3, 1, 38. Bes. macht τί γάρ oft einen Uebergang zu einer andern Frage; zuweilen geradezu: freilich, allerdings; οὐ γὰρ μέμνημαι; Xen. Cyr. 1, 6, 12, sollte ich mich denn nicht erinnern, d. i. freilich erinnere ich mich. Aehnl. in Wünschen u. Flüchen; so Hom. αἲ γάρ, εἰ γάρ, wenn denn doch; εἰ γάρ τοι Odyss. 17, 513; αἲ γάρ 19, 309; αἲ γὰρ δή Il. 4, 189 Od. 9, 523; κακῶς γὰρ ἐξόλοιο, daß dich denn doch der Henker hole, Eur. Cycl. 261; εἰ γὰρ ἐν τούτῳ εἴη Plat. Prot. 310 d; εἰ γὰρ ὤφελον Rep. IV, 432 c. Auch in Befehlen, σὺ γάρ, ἔφη, πρῶτος ἐν τῇ οἰκίᾳ σου ποίησον δημοκρατίαν, ei, so richte du doch zuerst –, Plut. Lyc. 19. – Verbindungen mit anderen Partikeln, ἀλλὰ γάρ, s. ἀλλά; – καὶ γάρ, denn auch – ja, καὶ γάρ τε Iliad. 1, 63; – γὰρ ἄρα, nun denn ja, Plat. Prot. 315 c; – γὰρ δή, denn – einmal; ἐκ γὰρ δή μ' ἀπάτησε, denn er hat mich einmal betrogen, Il. 9, 375; auch: denn schon, denn nunmehr; γὰρ δήπου, denn doch wohl; – γάρ νυ, denn ja, Od. 14, 359; γάρ νύ τοι Sp. Ep.; – γὰρ οὖν, denn freilich, allerdings, bei unbedenklichen Behauptungen, Il. 15, 232 u. sonst; – γάρ πο υ, denn wohl; – γάρ ῥα, denn ja, Hom.; – γάρ τοι, denn wahrlich, denn fürwahr, Hom. u. A.
Als pleonastisch läßt sich das γάρ Iliad. 23, 9 nach Aristarch auffassen: Πάτροκλον κλαίωμεν· ὃ γὰρ γέρας ἐστὶ ϑανόντων: Scholl. Aristonic. ὃ γὰρ γέρας: ἡ διπλῆ, ὅτι ἀντὶ τοῦ τὸ γὰρ γέρας. ἢ περισσὸς ὁ γάρ.
γάρ steht nie im Anfange eines Satzes, sondern gew. nach dem ersten Worte, u. meist nur dann, wenn dies mit dem folgenden eng verbunden ist, auch nach dem zweiten u. dritten, ὁ μὲν γάρ, ἐν τῷ φρονεῖν γάρ; Dichter erlauben sich es noch weiter vom Anfange zu entfernen, bes. die Komiker, s. Menand. Mein. p. 7; ἀλλ' ἐν γὰρ Τρώων πεδίῳ Iliad. 15, 739; ὑμῖν δ' ἐν γὰρ ἔασιν ἀριστῆες Παναχαιῶν Iliad. 7, 73. – Am Ende des Verses γάρ Iliad. 24, 401 Odyss. 4, 827. 6, 221. 18, 184, an der letzten Stelle αἰδέομαι γάρ Schluß einer Rede. – In der Arsis wird es bei Ep. zuweilen lang vor zwei Kürzen, s. Voß h. Cer. 57; seltener vor einer Länge, Od. 11, 580 Λητὼ γὰρ ἥλκησε; unsicher sind die Beispiele bei den Att., Ar. Equ. 366 Vesp. 217 Lys. 20.
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66 κνῖσος
κνῖσος oder κνῖσσος, τό, Nebenform von ἡ κνῖσα, wie ἡ δίψα, τὸ δίψος, ἡ πάϑη, τὸ πάϑος. Der sing. von τὸ κνῖσος wird in einem Schol. Iliad. 2, 423 aus einem nicht genannten Komiker angeführt, τὸ κνῖσος όπτῶν ὀλλύεις τοὺς γείτονας, Meineke Com. Graec. 4 p. 687. Der plural. τὰ κνίση erscheint in Stellen Homers als var. lect. So Iliad. 21, 363, ὡς δὲ λέβης ζεῖ ἔνδον, ἐπειγόμενος πυρὶ πολλῷ, | κνίσην μελδόμενος ἁπαλοτρεφέος σιάλοιο, | πάντοϑεν ἀμβολάδην, ὑπὸ δὲ ξύλα κάγκανα κεῖται, | ἃς τοῠ καλὰ ῥέεϑρα πυρὶ φλέγετο, ζέε δ' ὕδωρ. Hierzu giebt es im cod. A folgendes Scholium aus Aristonicus: μελδόμενος: (ἡ διπλῆ,) ὅτι ἀντὶ τοῦ μέλδων, τήκων τὰ κνίση, παϑητικὸν ἀντὶ τοῦ ἐνεργητικοῦ. Hiernach also hat Aristarch geschrieben κνίση μελδόμενος, neutr. plur. τὰ κνίση. Dagegen in mehreren aus Didymus ausgezogenen Scholien und Theilen von Scholien wird bezeugt, daß Aristarch κνίσην geschrieben habe; Schol. Ακνίσην: οὕτως Ἀρίσταρχος· ἄλλοι δὲ κνίσης; ein anderes, an das Aristonicëische sich anschließendes Schol. A γράφουσι δέ τινες κνίσην σὺν τῷ ν· οὕτως γὰρ καὶ Ἀρίσταρχος, καί φησιν, ὅτι ἀντὶ τοῦ τηκόμενος, ὅπερ ἰσοδυναμεῖ τῷ τήκων. κνίσην δὲ πᾶν τὸ πιμελές. Der Widerspruch zwischen Didymus und Aristonicus ist darauf zurückzuführen, daß Aristonicus Angabe sich auf Aristarchs zweite Ausgabe bezieht, Didymus Angabe auf Aristarchs erste Ausgabe. Aristonicus Werk erklärte überall lediglich Aristarchs zweite Ausgabe, s. Sengebüsch Homer. dissert. 1 p. 34. Die Worte Aristarchs aber, welche in dem zweiten Didymeischen Scholium A angeführt werden, καί φησιν, ὅτι ἀντὶ τοῠ τηκόμενος, ὅπερ ἰσοδυναμεῖ τῷ τήκων. κνίσην δὲ πᾶν τὸ πιμελές, sind unzweifelhaft aus einem ὑπόμνημα Aristarchs geschöpft. Hypomnemata aber hat Aristarch nur zu Aristophanes Ausgabe und zu seiner eigenen ersten Ausgabe geschrieben; seine zweite Ausgabe war von keinen Hypomnematis begleitet, s. Sengebusch Homer. dissert. 1 p. 27. Nun scheint es sicher, daß Didymus, auf Aristarchs ὑπομνήματα sich verlassend, wirklich κνίσην hier für die einzige Aristarchische Lesart hielt. Denn wenn man annehmen wollte, daß Didymus selbst geschrieben habe διχῶς Ἀρίσταρχος, κνίσην καὶ κνίση oder ἐν μὲν τῇ προτέρᾳ τῶν Ἀρισταρχείων ἐγέγραπτο κ νίσ η ν, ἐν δὲ τῇ ἑτέρᾳ κ νίσ η oder dergl., wie könnte man da den Umstand erklären, daß keine einzige der aus Didymus stammenden Nachrichten auch nur eine Spur von der doppelten Lesart enthält, sondern alle sammt und sonders behaupten, daß die einzige Aristarchische Lesart κνίσην gewesen sei? Es gehört aber außer den beiden oben angeführten Scholien A hierher auch der aus Didymus und Aristonicus zusammengeflossene Anfang eines Scholiums B: σὺν τῷ ν Ἀρίσταρχος. τὸ δὲ μελδόμενος ἀντὶ τοῦ τήκων. κνίση δὲ πᾶν τὸ πιμελές. τινὲς δὲ οὐδετέρως ἤκουον, ἵν' ᾖ τὰ κνίση, ὡς τὸ » Τηλέμαχος τεμένη νέμεται ( Odyss. 1), 1851«. ἀλλ' ἀεὶ παρ' Ὁμήρῳ ἡ κνίσα ϑηλυκῶς εἴρηται. Bis πιμελές fußt der Verfasser auf Didymus, von da ab bis νέμεται auf Aristonicus. Daß in diesem zweiten auf Aristonicus fußenden Theile der Darstellung nicht Aristarch als Auctor der Lesart τὰ κνίση genannt wird, sondern statt des Namens ein τινές erscheint, kommt ganz einfach daher, weil in Aristonicus Werke hier wie sonst überall Aristarch gar nicht genannt war. Ob das Citat aus Odyss. 11, 185 vom Verfasser des Scholiums selber hinzugethan ist, höchst passend, oder ob das Werk des Aristonicus selbst dies Citat schon enthielt, so daß es aus dem oben vorgelegten Scholium A des Aristonicus durch Schuld eines Epitomators verschwand, läßt sich schwerlich entscheiden. Ein anderes Scholium B fängt so an: οἱ μὲν οὖν διορϑοῦντες ἠξίουν μετὰ τοῦ ν γράφειν, κνίσ ην μελδόμενος, ἀντὶ τοῦ τήκων ἀκούοντες, ἵν' ᾖ τὴν κνίσαν τήκων. οὐκ εἶχον δὲ παρ' Ὁμήρῳ δεικνύναι οὐδετέρως τὸ κνίσσος λεγόμενον, ἀλλ' ἀεὶ ϑηλυκῶς. Dies ist bis τὴν κνίσαν τήκων sicher aus Didymus geflossen; auch der Ausdruck οἱ διορϑοῦντες zeigt den Didymus an, dessen Buch Περὶ τῆς Ἀρισταρχείου διορϑώσεως betitelt war. Dasselbe Scholium steht, als Auseinandersetzung des Porphyrius bezeichnet, im cod. Paris. 2679, Cramer An. Paris. 3 p. 28; es ist aber im Paris. länger, indem an das auch im B Stehende sich im Paris. noch eine entstellte Auseinandersetzung anschließt: δύναται καὶ οὐδετέρως κνίσση, ὡς ἡ κωμῳδία »τὸ κνίδος ὀπτῶ«. ἄλλοι δὲ τὸ κνίσος εἰς τοὺς γείτονας (verderbt aus τὸ κνῖσος ὀπτῶν ὀλλύεις τοὺς γείτονας, s. oben), ὁ δὲ ποιητὴς ἀεὶ ϑηλυκῶς τὴν κνίσσαν φησίν κτἑ. An dieses Scholium reih't sich dann im Paris. mit ἄλλως ein anderes, auf Aristonicus fußendes, von Didymus Nichts wissendes: ὡς ἀπὸ εὐϑείας οὐδετέρας τῶν πληϑυντικῶν, ὅτι οὐκ ἔστι παρὰ τὸ τὰ μέλη ἔλδειν τὸ μελδόμενος, ἀλλ' ἀπὸτοῦ ἄλδω, ὅϑεν τὸ »μέλε' ἤλδανε«, τὸ μελδόμενος παϑητικὸν ἀντὶ ἐνεργητικοῠ τοῦ μέλδων, ὅ ἐστι κατατήκων. Das Ende des Porphyrianischen Scholiums mit dem andern, durch ἄλλως angeknüpften findet sich auch im Paris. 2766, Cramer An. Paris. 3 p. 292. Bei Eustath. Iliad. 21, 363 p. 1241, 10 sqq. wird Aristarch nicht genannt; die Lesarten (τῇ) κνίσσῃ und (τὰ) κνίσση werden besprochen, die Lesart κνίσην ist nicht erwähnt; über Didymus läßt sich aus Eustathius Nichts ersehen. Wir haben aber doch über Didymus schon eine Reihe von Zeugnissen, deren Vergleichung es zweifellos zu machen scheint, daß Didymus hier in der That (τὰ) κνίση als Lesart der ἑτέρα nicht kannte, sondern κνίσην für die einzige Aristarchische Lesart hielt. – Iliad. 2, 423 heißt es μηρούς τ' ἐξέταμον κατά τε κνίσῃ ἐκάλυψαν | δίπτυχα ποιήσαντες, ἐπ' αὐτῶν δ' ὠμοϑέτησαν. Hierzu giebt es folgendes Scholium BL: κατά τε κνίση ἐκάλυψαν: Ἀρίσταρχος τὰ κνίση οὐδετέρως ἀκούει, καίτοι εἰπὼν οὐδὲν ἀδιαίρετον εἶναι τῶν εἰς ος ληγόντων οὐδετέρων. παρ' Ὁμήρῳ κατὰ τὸ πληϑυντικόν· τείχεα γὰρ καὶ βέλεα λέγει. ἀλλ' ὥσπερ τὰ τεμένη ἀδιαιρέτως εἴρηκεν, ὡς τὸ »Τηλέμαχος τεμένη νέμεται ( Odyss. 1), 1851«, οὕτω καὶ τὰ κνίση. καὶ ἔστιν ἐν τῇ κωμῳδίᾳ τὸ ἑνικόν· »τὸ κνῖσσος ὀπτῶν ὀλλύεις τοὺς γείτονας«. πλεονάζει δὲ Ὅμηρος τῇ ϑηλυκῇ προςηγορίᾳ. σημαίνει δὲ καὶ τὴν ἀναϑυμίασιν τῶν κρεῶν, ὡς ὅταν λέγῃ »καὶ τότε με κνίσσης ἀμφήλυϑεν ἡδὺς ἀυτμή. ( Odyss. 12, 369)« καὶ »κνίσση δ' οὐρανὸν ἷκεν ἑλισσομένη περὶ καπνῷ ( Iliad. 1, 317)«. σημαίνει καὶ τὸ λίπος, ὡς ἐπὶ τῶν γαστέρων ἔφη »ἐμπλείην κνίσσης τε καὶ αἵματος ( Odyss. 18, 119)«. σημαίνει καὶ τὸν ἐπίπλουν, ὡς ὧδε· »κατά τε κνίσσῃ ἐκάλυψαν, δίπτυχα ποιήσαντες«. διπλᾶ γὰρ ποιήσαντες τὰ κνίσση, τοὺς μηροὺς ἐπεκάλυψαν. δίπτυχα δὲ αὐτὰ τὰ κνίση· ἐπεὶ γὰρ δύο οἱ μηροί, τὸν ἐπίπλουν εἰς δύο διελόντες ἑκάτερον αὐτῶν ϑατέρῳ μέρει τοῦ ἐπίπλου ἐκάλυπτον. Den letzten Theil der Auseinandersetzung von δίπτυχα ποιήσαντες. διπλᾶ γάρ ab hat Bachmann als besonderes Scholium zu vs. 424. Der erste Theil der höchst lehrreichen Auseinandersetzung besagt deutlich Folgendes: Aristarch schrieb zuerst κνίσῃ, κατεκάλυψαν κνίσῃ μηρούς, = »sie umgaben die Knochen mit der Fetthaut«, später jedoch schrieb Aristarch (τὰ) κνίση, κατεκάλυψαν τὰ κνίση = »sie legten die Fetthaut herum«. Aristarch ward zuerst, als er die Lesart (τῇ) κνίσῃ vorzog, von der Ansicht geleitet, daß Homer den nom. acc. voc. plur. der Neutra auf ος sonst nirgends contrahire, also τὰ κνίση hier eben so wenig gesagt haben werde wie anderswo τὰ τείχη, τὰ βέλη u. s. w. Diese seine frühere Ansicht (καίτοι εἰπών) gab jedoch Aristarch auf, weil ersich überzeugt hatte, daß Odyss. 11, 185 die Lesart τεμένη der Lesart τεμένεα vorzuziehen sei. Sobald dies feststand, fiel auch Iliad. 2, 423 der Grund weg, die Lesart (τῇ) κνίσῃ vor der Lesart (τὰ) κνίση zu bevorzugen. Abgesehn von diplomatischen Rücksichten, die bei Aristarch überall in erster Linie maßgebend waren, schließt sich das δίπτυχα ποιήσαντες offenbar an (τὰ) κνίση weit besser an als an (τῇ) κνίσῃ. Ueber die Construction vergleiche man das Didymeische Scholium A Iliad. 24, 20. 21, welches, nach Bekker ohne Lemma, nach Villoison mit dem Lemma περὶ δ' αἰγίδι πάντα κάλυπτεν χρυσείῃ, also lautet: οὕτως αἰγίδα χρυσείην αἱ Ἀριστάρχου· περὶ ὅλον αὐτὸν ἐκάλυπτε τὴν χρυσῆν αἰγίδα. καὶ μήποτε Ὁμηρικώτερον· »τοῖόν τοι ἐγὼ νέφος ἀμφικαλύψω χρύσεον ( Iliad. 14, 343)«. Hieran schließt Bekker aus V die Bemerkung καὶ »τόσσην οἱ ἄσιν καϑύπερϑε καλύψω ( Iliad. 21, 321)«. Mit dem Siege der Lesart τεμένη Odyss. 11, 185 fiel auch der Grund weg, Iliad. 21, 363 die Lesart κνίσην vor der Lesart (τὰ) κνίση zu bevorzugen, welche letztere dort eben auch diplomatisch besser beglaubigt gewesen sein wird. Diese drei Stellen stehn in unlösbarem Zusammenhange: in Aristarchs erster Ausgabe stand Odyss. 11, 185 τεμένεα, Iliad. 2, 423 (τῇ) κνίσῃ, Iliad. 21, 363 κνίσην, in Aristarchs zweiter Ausgabe Odyss. 11, 185 τεμένη, Iliad. 2, 423 und 21, 363 (τὰ) κνίση. Die Stelle Iliad. 2, 423 kehrt Iliad. 1, 460 und Odyss. 12, 360 wörtlich wieder, und fast wörtlich Odyss. 3, 457, ἄφαρ δ' ἐκ μηρία τάμνον | πάντα κατὰ μοῖραν, κατά τε κνίσῃ ἐκάλυψαν | δίπτυχα ποιήσαντες, ἐπ' αὐτῶν δ' ὠμοϑέτησαν. Ueber diese Parallelstellen scheint es keine hierher gehörige Ueberlieferung zu geben; sie werden in Aristarchs Ausgaben wohl das Schicksal von Iliad. 2, 423 getheilt haben. Was Didymus von Aristarch berichtete, ist auch Iliad. 2, 423 nicht zu erkennen. In Bezug auf Odyss. 11, 185 befand er sich, so scheint es, in demselben Irrthume wie Iliad. 21, 363, indem er die Lesart der ersten Aristarchischen Ausgabe für die einzige Aristarchische hielt. Man vergleiche hierüber in diesem Wörterbuche den Artikel τέμενος. Ein anderer ähnlicher Fall ist in diesem Wörterbuche s. v. ἑῶμεν erörtert. Ueber die Stellen Iliad. 21, 363. 2, 423 und ihre Lesarten κνίσην, (τὰ) κνίση, (τῇ) κνίσῃ vergleiche man La Roche Homer. Teztkritik S. 299, welcher Forscher nicht zu der hier vorgetragenen Ansicht gelangt ist. Das Aristonicëische Scholium A zu Iliad. 21, 363 erwähnt La Roche gar nicht; er hat offenbar übersehen, daß in diesem Scholium die Aristarchische Lesart (τὰ) κνίση steckt. Den Stellen des Eustathius, welche La Roche anführt, kann man Iliad. 7, 95 p. 668, 32, Odyss. 3, 457 p. 1477, 1 und Odyss. 17, 214 p. 1817, 3 hinzufügen. Als Parallelstellen zu Iliad. 2, 423 kennt La Roche nur Odyss. 3, 457 und 12, 360; die Stelle Iliad. 1, 460 nennt er nicht.
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67 εἰμί
εἰμί, ich bin; Wurzel ἘΣ; praes. 1. Pers. εἰμί, ἐμμί, Sapph. frg. bei Longin. 10, 2 u. Theocr. 20, 32; 2. εἰ, ion. u. ep. εἶς, dor. u. ep. ἐσσί, enklit., wie auch εἶς gebraucht ist, Od. 4, 611; 3. ἐστί, dor. u. äol. ἐντί, Theocr. 1, 17; Inscr.; plur. 1. ἐσμέν, ion. u. ep. εἰμέν, wie Pind. P. 3, 60; sonst dor, εἰμές, Theocr. 2, 5; ἐμέν, Callim. frg. 294; 2. ἐστέ, 3. εἰσί, ion. ἔᾱσι, dor. ἐντί, Theocr. 5, 109; conj. ὦ, ep. ἔω u. s. w., ep. gedehnt εἴω, εἴῃς, εἴῃ, ἔῃσϑα Hes. O. 312, ᾖσι, 3. sing., ib. 292; opt. εἴην u. s. w., ep. ἔοιμι, ἔοι, Her. 7, 6; εἴησϑα, Theogn. 715; imp. ἴσϑι, u. aus dem med. ἔσσο, Od. 1, 392 u. Sapph. frg. bei Dion. Hal. C. V. 23, Sp. auch ἔσο, 3. ἔστω, auch ἤτω, bes. Sp., wie N. T.; 3. plur. ἔστωσαν, ἔστων u. ὄντων, Plat. Legg. IX, 879 b, dor. ἐόντω, Inscr. 1704 u. öfter. – Inf. εἶναι, ep. ἔμμεν u. ἔμμεναι, auch ἔμεν, ἔμεναι, dor. auch ἦμεν, Theocr. 11, 50; ἦμες, 8, 73; εἶμεν bei Thuc. 5, 77; εἴμεναι, megarisch, Ar. Ach. 775. – Part. ὤν, οὖσα, ὄν, ep. u. ion. ἐών, dor. ἐοῖσα, Theocr. 2, 64; εὖντα, 2, 3; – impf. ἦν, ep. ἔον, Il. 23, 643, so auch 11, 762 bei Bekker für ἔην; ἔσκον oft; ion. auch ἔα, ἔας, verlängert ἦα, 3. ἦεν; auch ἔην u. ἤην, 2. ἦς, gew. ἦσϑα u. poet. ἔησϑα; ἦμες, wir waren, Theocr. 14, 29; ἦσαν, ion. u. dor. ἔσαν, auch ἔσσαν, Pind. Ol. 9, 57; aus dem med. ἤμην, Xen. Cyr. 6, 1, 9 u. Lys. 7, 34; die anderen Personen in guter Attischer Prosa nicht; bei Homer εἴατο (= ἦντο) Iliad. 15, 10. 24, 84 Odyss. 20, 106, var. lect. εἵατο (= ἧντο), s. Lehrs Aristarch. ed. 2 p. 331; – fut. ἔσομαι, ep. ἔσσομαι, auch Pind. P. 8, 108, wie ἔσσεται, H. Pind., u. ἐσσεῖται, Il. 2, 393. 13, 317, wie Theocr. 7, 67, ἐσσῇ, 2. Perf., 10, 5; ἔσται Pind. P. 4, 63 u. sonst gew.; part. ἐσόμενος, ep. u. dor. ἐσσόμενος. – Adj. verb. ἐστέον. – Der ganze ind. praes. mit Ausnahme von εἶ ist inklinationssähig u. wird inklinirt, wenn εἰμί logische Copula ist; ἔστι wird auch im Anfang des Satzes u. nach εἰ, εἴπερ, ὅτι, ὡς, οὐκ, μή, καί, ἆρα (ἆρ'), ἀλλά (ἀλλ'), δέ (δ') und dem apostrophirten τοῠτ' geschrieben, nicht nach τοῠτο, τοῠτ' ἔστι, τοῠτό ἐστι. – 1) vorhanden sein, existiren, von Hom. an überall; – a) wirklich sein, im Ggstz des Scheinens; οὐ γὰρ δοκεῖν ἄριστος ἀλλ' εἶναι ϑέλει Aesch. Spt. 552; Xen. Cyr. 8, 1, 41; Thuc. 1, 10 διπλασίαν τὴν δύναμιν εἰκάζεσϑαι ἢ ἔστιν, als sie wirklich ist; τοῠτο ὃ ἔστι, das wahre Sein, Plat. Phaed. 75 b u. öfter; bes. im partic. ὁ ἐὼν λόγος, der wahre, Her. 1, 95. 116, u. τὸ ὄν, das wahrhaft Seiende, οὐ παρὰ τὰ ὄντα δοξάζοντες Plat. Phaedr. 262 b; τὰ ὄντα ἀπαγγέλλειν Thuc. 7, 8, die Wahrheit melden; Xen. An. 4, 4, 15; τῷ ἐόντι χρῆσϑαι, die Wahrheit sagen, Her. 1, 30; ὑπόϑεσιν παριστάντες ὑμῖν οὐχὶ τὴν οὖσαν, nicht die wirkliche, Dem. 3, 1; τὰ ὄντα, das Vorhandene, die ganze Schöpfung, aber auch = οὐσία, χρήματα, das Vermögen, Xen. An. 7, 8, 22 Cyr. 3, 1, 3 Plut. Anton. 24; τῷ ὄντι, in der That, wirklich, wahrhaft, τὰ τῷ ὄντι δίκαια Plat. Phaedr. 260 a; ἡ τῷ ὄντι ξυγγένεια Henez. 244 a; verstärkt ὡς ἀληϑῶς τῷ ὄντι, Phaed. 66 c; vgl. Xen. Conv. 2, 24. – b) leben; εἰ δέ κε τεϑνηῶτος ἀκούσῃς μηδ' ἔτ' ἐόντος, daß er nicht mehr lebt, Od. 1, 289; οὐ δὴν ἦν, er lebte nicht lange, Il. 6, 151; ἔτι εἰσί, sie sind noch am Leben, Ot. 15, 432 u. öfter; die Götter αἰὲν ἐόντες, die Nachkommen ἐσσόμενοι, die Lebenden οἱ ὄντες, Pol. 9, 29, 2. Oft so Tragg., Νέστωρ ὁ Πύλιος ἔστιν Soph. Phil. 420; οἵδ' οὐκέτ' εἰσί Eurip. Med. 1370; οὐκέτ' εἴμ' ἐγώ Ar. Ach. 1148; Her. 3, 65; ὁ οὐκ ὤν, der Todte, Thuc. 2, 44. Vollständiger, ἐν φάει, μετὰ ζώντων εἶναι, Soph. Phil. 413. 1296; Eur. Hec. 1214; auch von Sachen, ὄλωλεν, οὐδ' ἔτ' ἔστι Τροία Troad. 1290; ὧν ὑπομνήματα ἦσαν ὄντες οἱ στέφανοι, das Bestehen der Kränze, Dem. 22, 74. – c) fortdauern, fortbestehen; ὡς ἔστιν ἡ ψυχὴ ἀποϑανόντος τοῦ ἀνϑρώπου Plat. Phaed. 70 b; vgl. Conv. 190 b; ὁ νῠν ἔτι ὤν Prot. 316 d; übh. dauern, ἕως ἂν ὁ πόλεμος ᾖ Thuc. 1, 58; ζώντων Ἀϑηναίων καὶ ὄντων Dem. 18, 72. – d) Oft mit einem relativ. verbunden, εἰσὶν οἵ, es giebt Leute, welche, d. h. einige, manche, οὐκ ἔστιν ὅστις πλὴν ἐμοῠ κείραιτό νιν, es giebt nicht Einen, der, d. i. keiner außer mir, Aesch. Ch. 670, wie οὐκ ἔσϑ' ὃς σῆς γε κύνας κεφαλῆς ἀπαλάλκοι, Od., u. so Folgde überall; οὐκ ἔστιν ὅτῳ μείζονα μοῖραν νείμαιμι Aesch. Prom. 291; ἔσϑ' ὅτε, bisweilen, Soph. Ai. 56; Pind. frg. 172; τὸ γὰρ λευκὸν τῷ μέλανι ἔστιν ὅπῃ (in gewisser Beziehung) ἔοικε Plat. Prot. 331 d; ἔστιν ὁπόϑεν Phil. 53 a; ἔστιν ἔνϑα Xen. Cyr. 7, 4, 15; οὐκ ἔστιν, ὅτου ἕνεκα, es ist kein Grund, weswegen, An. 2, 5, 23; ἔσϑ' ὅπως, auf irgend eine Art, Plat. Rep. VI, 493 e; οὐκ ἔσϑ' ὅπως Pind. frg. 33; Her. 7, 102; οὐκ ἔσϑ' ὅπως οὐκ ἐπιϑήσεται, es ist nicht möglich, daß nicht, d. i. nothwendiger Weise, Xen. An. 2, 4, 3; vgl. οὐ γὰρ ἔσϑ' ὅπου μ' όλεῖς Soph. O. R. 448; häufig steht ἔστιν auch bei folgdm plur., ἔστιν οὓς ἐπαινῶ, einige, Plat. Prot. 346 e; ἔστιν ὅτε καὶ οἷς βέλτιον τεϑνάναι ἢ ζῆν, für einige u. zuweilen, Phaed. 62 a; αὐχμοὶ ἔστι παρ' οἷς μεγάλοι, bei einigen, Thuc. 1, 23; πλὴν Ἀχαιῶν καὶ ἔστιν ὧν ἄλλων ἐϑνῶν 3, 92; vgl. τῶν ποταμῶν ἔστι τῶν Her. 7, 187. Hieran kann man das sogen. schema Pindaricum reihen, wo vor einem dual. oder plur. der sing. steht, ἦν δ' ἀμφίπλεκτοι κλίμακες Soph. Tr. 517; εἰ δ' ἔστι δίττω τὼ βίω Plat. Gorg. 560 d; ἔστι – ἄρχοντές τε καὶ δῆμος Rep. V, 462 e; ἦν ἄρα κἀκεῖνοι ταλακάρδιοι ep. bei Aesch. 3, 184. – Ueber ἄρ' ἦν vgl. ἄρα. – e) Mit dem dat. der Person, ἔστι μοι, es ist für mich da, ich habe, besitze; ἓξ δέ οἱ υἷες ἔασιν Il. 24, 399; πρὸ τοῠ μὲν αἰδὼς ἦν ἐμοὶ λέγειν τάδε, ich scheute mich, Aesch. Ag. 1177; ἦν ἧμιν Λάϊός ποϑ' ἡγεμών Soph. O. R. 103; ἔστι τέκνα καὶ τῷδε Eur. Hec. 340; σκεψώμεϑα τί τοῠτ' ἔσται τῇ πόλει, was dies dem Staate nützen soll, Dem. 20, 20; ἔφασαν σφίσι τε καὶ Ἀϑηναίοισι εἶναι οὐδὲν πρῆγμα, sie hätten mit den Athenern Nichts zu schaffen, Her. 5, 84; vgl. Dem. 18, 283: τί τῷ νόμῳ καὶ βασάνῳ 29, 36. – Hierher gehört die Vrbdg mit dem dat. des partic., bes. der Verba wollen, wünschen, ἐμοὶ δέ κεν ἀσμένῳ εἴη, es würde mir lieb sein, Il. 14, 108; ἐμοὶ βουλομένῳ ἦν (s. βούλομαι); ἦν αὐτῷ προςδεχομένῳ, = προςεδέχετο, Thuc. 6, 46; ἔστι μοι ἡδομένῳ Antiph. 6, 8. – f) ἔστι mit folgdm inf., es findet Statt, ist möglich, geht an, εἴ τί που ἔστι, wenn es möglich ist, Od. 4, 193; bes. mit der Negation, οὐκ ἔστι Διῒ μάχεσϑαι, man kann nicht mit Zeus kämpfen, Il. 21, 193; vgl. 13, 786. 15, 556. 20, 97; οὐκ ἔστ' οὐδ' ἔοικε τεὸν ἔπος ἀρνήσασϑαι 14, 212; οὔ πως ἔστι, Od. 5, 137; οὐδέ πη ἔστιν, Il. 6, 267. 24, 71; ϑάλασσα δ' οὐκ ἔτ' ἦν ἰδεῖν, war nicht mehr zu sehen, Aesch. Pers. 411; οὐκ ἔστι πέρσαι σοι τὸ Δαρδάνου πέδον Soph. Phil. 69; oft mit der Negation. auch mit folgdm ὥστε, ἆρ' ἔστιν ὥστε κἀγγύϑεν ϑέαν λαβεῖν 652; vgl. Eur. Hipp. 705; περὶ ὧν ἰδόντι μόνον ἐστὶν εἰδέναι Plat. Theaet. 201 b; ἄλλα μυρί' ἂν εἴη λέγειν, man könnte viel Anderes sagen, Polit. 271 e; ἐδόκει τὸ ἀπάγειν οὐκ εἶναι ἄνευ πολλῶν νεκρῶν, schien ohne großen Verlust nicht möglich, Xen. An. 5, 2, 9; ἔστι μὲν – ἔστι δέ entspricht sich so, Plat. Theaet. 192 e; Xen. Cyr. 1, 6, 11; vgl. Od. 15, 391. – Zuweilen folgt der acc. c. inf., οὔπως ἔστιν – μεϑ' ὑμῖν δαίνυσϑαί τ' ἀκέοντα Od. 2, 310; ἁδόντα δ' εἴη με τοῖς ἀγαϑοῖς ὁμιλεῖν Pind. P. 2, 90; ἦ γάρ ποτ' ἔστιν ἐκπεσεῖν ἀρχῆς Δία Aesch. Prom, 759; vgl. Pers. 100; οὐκ ἔστι τοὺς ϑανόντας ἐς φάος μολεῖν Eur. Alc. 1079; τὰς ναῦς οὐκ ἔστιν ἀνελκύσαντας διαψῠξαι Thuc. 7, 12; der dat., ἔστι δὲ τερπομένοισιν ἀκούειν, Od. 15, 393. – Oft οὐκ ἔστι, οὐκ ἔστι ταῠτα, das geht nicht an, ist nicht möglich; – das partic., ἐκβῆναι οὐκ ὄν, da es nicht anging, Dem. 50, 22; vgl. χαλεπὸν ὄν, obgleich es schwer ist, 55, 35. – 2) sein als Copula, überall. Zu bemerken sind die Fälle, – a) wo das adv. dabei steht u. εἶναι eigentlich die Existenz, das adv. eine Modification derselben ausspricht; οὕτω πη τάδε, γ' ἐστὶ – ὡς ἀγορεύεις, so verhält es sich, Il. 24, 373; οὐδὲ Λυκόοργος δὴν ἦν 6, 130; διαγνῶναι χαλεπῶς ἦν ἄνδρα ἕκαστον 7, 424; Κουρήτεσσι κακῶς ἦν Il. 9, 551. Seltener in Prosa; ἡ διακομιδὴ ἀσφαλέως ἡμῖν ἔσται Her. 3, 134; ὁποτέρως ἔσται, ἐν ἀδήλῳ Thuc. 1, 78; ἔλασσον εἶναι, im Nachtheil stehen, 6, 88; vgl. 5, 23; διαφερόντως εἶναι Plat. Legg. X, 892 c. Häufig καλῶς εἶναι, Xen. An. 4, 3, 8. 7, 3, 43. Davon zu unterscheiden sind die adv., welche die Stelle fehlender adj. vertreten, ἐγγύς, πόῤῥω, ἐμποδὼν εἶναι u. ä. – b) das partic. ὤν entspricht oft dem deutschen als, wenn es eine Apposition anfügt, τοιοῦτος ὤν, als ein solcher, bes. häufig bei Altersbestimmungen u. wenn ein Substantiv od. Adjectiv mit einem Particip verbunden werden soll, ἀνὴρ συμφορῇ ἐχόμενος καὶ οὐ καϑαρὸς χεῖρας ἐών Her. 1, 35. – c) mit Participien bildet es nicht selten Umschreibungen, in denen aber der Begriff des Seins von dem des Verbums aus einander zu halten ist, c. praes., Ὀρέστης φεύγων ἐστί, ist ein Fliehender, auf der Flucht, nicht = φεύγει, Aesch. Ch. 134, wie αἰδόμενός τις ἔστω Eum. 519, Einer, der im Zustande des Scheu Empfindenden verharrt; ὅτοις τάδ' ἔστ' ἀρέσκοντα Soph. O. R. 274; οὐδέν ἐστ' ἀπόν 1285; ἦ γὰρ εἴην οὐκ ἂν εὖ φρονῶν Ai. 1309; δρῶν γὰρ ἦν τοιαῦτά με 1303; ἐμοὶ μὲν ἥδ' ὁδὸς ἔσται μέλουσα Phil. 1435. – Anders mit dem Artikel, τίς δ' ἦν ὁ ἔχων, wer war der, der da hatte, der Besitzer, Xen. Cyr. 7, 2, 28; ἔσται ὁ κρίνων, der Richter 2, 3, 12; τίς ἔσται οὑπικωλύσων τάδε; Soph. Phil. 1226; ὅστις ἦν ἐκεῖνον ὁ κτανών O. R. 140; αὐτὸς ἦν ὁ μαρτυρῶν, der Zeuge, Aesch. Eum. 765; Suppl. 566 u. A. – Ganz verschieden, wo das Particip für sich zu nehmen, wie Xen. καὶ ἐνϑάδ' εἰμὶ σὺν πολλῷ φόβῳ διάγων, ich bin hier, u. zwar mit großer Furcht, An. 3, 3, 2. – Καὶ τί ποτ' ἐστὶν οὗτος ἐκείνου διαφέρων, anders als διαφέρει, worin ist er (dauernd) unterschieden, Plat. Gorg. 500 c; ἔστι δὲ ὄντως ὄν Legg. X, 894 a; vgl. Her. 3, 49. 108. – Am häufigsten c. part. perf.; τετληότες εἰμέν Il. 5, 873; εἰ δ' ἦν τεϑνηκώς Aesch. Ag. 843; ἐκ πατρὸς μέν εἰμι Τελαμῶνος γεγώς Soph. Ai. 1278; τίς χρόνος τοῖςδ' ἐστὶν ἐληλυϑώς O. R. 735; ὧν πρότερον ἐπιστήμην εἰληφότες ἦμεν Plat. Phaed. 76 b; πόσον ἁμάρτημα φῂς εἶναι γεγονὸς ἡμῖν Crat. 274 e; δεδρακότες εἰσίν Thuc. 3, 68; βεβοηϑηκότες ἦσαν Xen. An. 6, 2, 24; im pass., ὡς ἕκαστος ἦν τεταγμένος Aesch. Pers. 373; ὁϑούνεκ' ἔσοιϑ' ἅμ' ὠρφανισμένος Soph. Tr. 937. – C. part. aor., προδείσας εἶμί Soph. O. R. 90; οὐ σιωπήσας ἔσει 1146; τίν' αὐδὴν τήνδε γηρυϑεῖσ' ἔσῃ Aesch. Suppl. 455; κατακανόντες ἔσεσϑε Xen. An. 7, 6, 36. – 3) Dieses sein wird mit dem gen. u. mit vielen Präpositionen zur genauern Bestimmung des Prädicats verbunden: – a) mit dem gen., zunächst die Abkunft od. Abstammung auszudrücken; πατρὸς δ' εἴμ' ἀγαϑοῖο, αἵματός εἰς ἀγαϑοῖο, von gutem Vater, aus gutem Geblüt, Od. 4, 611; ὢν ἐλευϑέρου πατρός Aesch. Ch. 902; πατρὸς μὲν οὖσα γένεσιν Εὐρύτου Soph. Ir. 379; τίνος εἶ σπέρματος πατρόϑεν O. C. 214; γένος μέν εἰμι τῆς περιῤῥύτου Σκύρου Phil. 239; sonst mit ἐκ, z. B. ἐκ Παιονίης Il. 21, 154; ἐξ ἐλευϑέρων ἀνδρῶν Soph. Tr. 300; vgl. ἐκ; – πατρὸς τίνος ἐστὶ καὶ μητρός; Plat. Conv. 203 a; οἰκίας μεγάλης καὶ εὐδαίμονος Prot. 316 b, aus einem großen Hause; so ἀπό Plat. Conv. 181 b, ἐκ Gorg. 471 a; – πόλεως ἐλαχίστης, μεγίστης εἶ, Thuc. 4, 59 Xen. An. 7, 3, 19; vgl. Thuc. 3, 70; Xen. An. 3, 1, 13; – ἐνϑυμήϑητε ἃ ἔσται ἐντεῠϑεν, was daraus entstehen wird, 7, 1, 25. – Auch = bestehen aus, ἡ κρηπίς ἐστι λίϑων μεγάλων Her. 1, 93. – b) mit dem gen., zur Bezeichnung einer Pflicht, Eigenthümlichkeit u. dgl., es ist die Sache; οὔτοι γυναικός ἐστιν ἱμείρειν μάχης Aesch. Ag. 914; vgl. Spt. 212; τό γ' αἴνιγμα οὐχὶ τοὐπιόντος ἦν ἀνδρὸς διειπεῖν, es konnte nicht der Erste Beste lösen, Soph. O. R. 393; σωφρόνων ἐστί Thuc. 1, 120; ἆρ' οὖν παντὸς ἀνδρός ἐστιν ἐκλέξασϑαι Plat. Gorg. 500 a; τῶν νικώντων τὸ ἄρχειν ἐστίν, das Herrschen kommt den Siegern zu, Xen. An. 2, 1, 4; τὸ ναυτικὸν τέχνης ἐστί Thuc. 1, 142, erfordert Kunst; ἔστιν ὁ πόλεμος οὐχ ὅπλων τὸ πλέον, ἀλλὰ δαπάνης 1, 83; vgl. 5, 9; αὐτὸ τὸ σιγᾶν ὁμολογοῠντός ἐστί σου, verräth, daß du es zugiebst, Eur. I. A. 1151. Sprichwörtlich οὐ παντὸς ἀνδρὸς εἰς Κόρινϑόν ἐσϑ' ὁ πλοῠς, nicht Jeder kann nach Korinth fahren; τὸ ἐπιτιμᾶν παντὸς εἶναι, tadeln könne Jeder, Dem. 1, 16. – c) mit dem gen., das Eigenthum ausdrückend u. die Unterwürfigkeit; Τροίαν Ἀχαιῶν οὖσαν Aesch. Ag. 260; πόλις γάρ ἐστι πᾶσα τῶν ἡγουμένων Soph. Phil. 386; τὸ κράτος ἐστὶ τοῦ βασιλέος Her. 3, 117; Κοτύωρα ἦν ἐκείνων Xen. An. 5, 5, 7; ἔλαϑον ὄντες ἀεὶ τῶν ἐπιϑεμένων Plat. Polit. 307 c, eine Beute derer, die sie angriffen; vgl. Gorg. 508 d; μήτε συγγνώμης μήτ' ἄλλου μηδενός εἰσιν, ἀλλ' ἢ τοῠ πλείονος, sondern nur dem Gewinn ergeben, nehmen weder auf Mirleid noch sonst Etwas Rücksicht, Dem. 37, 53. Häufig ἑαυτοῦ εἶναι, sein eigener Herr sein. – Hieran reiht sich οὐδετέρων ὄντες, neutral, Thuc. 5, 84; τῆς αὐτῆς γνώμης εἶναι 5, 46; τούτου τοῠ τρόπου πώς εἰμ' ἀεί Ar. Plut. 246; εἶ γὰρ τῶν φίλων 345, gehörst zu den Freunden; Ἀϑηναῖοί εἰσι τῶν ἡγουμένων, gehören zu den Anführern, Plat. Prot. 324 c; ἔστι γὰρ δὴ τῶν καλλίστων σοφία Conv. 204 b; ἅτε τοῠ Ἀπόλλωνος ὄντες, dem Apollo geweiht, Phaed. 75 b; ἔστι τῶν αἰσχρῶν, es gehört zu den schimpflichen Dingen, ist schimpflich, Dem. 2, 2. – Auch das Alter wird so bezeichnet, εἶναι ἐτῶν τριάκοντα, von dreißig Jahren sein, Xen. Hell. 3, 1, 14; vgl. Her. 1, 26. – d) ἔκ τινος εἶναι, s. ἐκ, bestehen; ἐξ ὀνομάτων μόνον οὐκ ἔστι ποτὲ λόγος Plat. Soph. 262 a; ἐκ πολλῶν μερῶν ὄν, daraus bestehend, 245 b; – δ ιὰ φόβου εἶναι, = φοβεῖσϑαι u. ä., s. διά; – εἴς τινα, sich auf Einen beziehen; ἐλπίδες εἰς τὸν ἔπειτα χρόνον οὖσαι Plat. Phil. 39 e; Alc. I, 126 a; – ἐν τινι, häufige Umschreibung, ἐν ὀργῇ εἶναι = ὀργίζεσϑαι, wie versari; ἐν τῇ τέχνῃ εἶναι, s. ἐν; – εἰ γὰρ ἐν τούτῳ εἴη, wenn es daran läge, Plat. Prot. 310 e; ἐπί τινι εἶναι, s. ἐπί; – μετά τινος u. σύν τινι, wie ἀμφί u. περί τινι εἶναι, s. diese Präpositionen. – 4) In vielen Vrbdgn liegt in εἶναι mehr als das bloße sein: – a) bedeu ten; τὸ γὰρ εἴρειν λέγειν ἐστί Plat. Crat. 398 d; οὐκοῠν τὸ ἐν ὄχλῳ τοῦτό ἐστιν ἐν τοῖς μὴ εἰδόσιν Gorg. 459 a; οἱ δοκοῠντες εἶναί τι, die sich Etwas zu sein dünken, vgl. οὐδὲν εἴμ' ἄρα, Ar. Vesp. 997; Xen. Cyr. 6, 2, 8; τὰ δὶς πέντε δέκα ἐστίν, zweimal fünf macht zehn. Bes. τοῠτ' ἔστιν, das heißt, bedeutet; ὅπερ ἐστί, was soviel bedeutet wie, Plut. Popl. 17. – b) sich befinden, aufhalten, Thuc. u. A. – c) entstehen, sich ereignen u. dgl.; ὅϑεν τὰ δεινὰ πλήγματ' ἦν γενειάδων Eur. I. T 1366; αὐτίκα βοὴ ἦν Thuc. 3, 22; τί οὖν ἦν τοῦτο; wie kam das? Plat. Phaed. 58 a; ἔσται τοίνυν σοι, ἐὰν ἐμοὶ συνῇς, ἀπιέναι βελτίονι γεγονότι Prot. 318 a; vgl. Gorg. 455 d; πόϑεν γὰρ ἔσται βιοτά; Soph. Phil. 1160, woher soll Lebensunterhalt kommen? ἔσται ταῦτα, das soll geschehen, Plat. Theaet. 194 d; ὡς δ' ἦσαν ἐμβολαὶ δοράτων Plut. Coriol 9. – 5) Pleonastisch tritt εἶναι scheinbar hinzu in Vrbdgn, wie τόν ποτέ οἱ Κινύρης δῶκε ξεινήϊον εἶναι, Il. 11, 20, er gab es ihm, daß es ihm ein Gastgeschenk sei, zum Gastgeschenke; bes. bei nennen, μάτρωος δ' ἐκάλεσσέ μιν ἰσώνυμον ἔμμεν Pind. Ol. 9, 64, nannte ihn, so daß er denselben Namen hatte; σοφιστὴν δή τοι ὀνομάζουσι τὸν ἄνδρα εἶναι Plat. Prot. 311 e; στρατηγὸν ἀπεδέξαντο αὐτέων εἶναι Μελάνϑιον Her. 5, 97; auffallender in absoluten, bes. einschränkenden Zwischensätzen, ἐγὼ δὲ τούτοις ἅπασι κατὰ τοῠτο εἶναι οὐ ξυμφέρομαι, in dieser Beziehung, Plat. Prot. 317 a; τὸ κατὰ τοῠτον εἶναι Xen. An. 1, 6, 9, wenigstens was ihn betrifft; τὸ μὲν τήμερον εἶναι, für heute, Plat. Crat. 396 e; ἐάσωμεν τὸ νῠν εἶναι, für jetzt, Rep. VI, 506 e; Xen. An. 3, 2, 37 Cyr. 5, 3, 42; τὸ μὲν ἐπ' ἐκείνοις εἶναι ἀπολώλατε Hell. 3, 5, 9; τόγε ἐπ' ἐκείνῳ εἶναι ἐσώϑης Lys. 13, 58; τὸ ἐπ' ἐμοὶ εἶναι, so viel an mir liegt, Thuc. 8, 48; τὸ παρὰ τῶν εἰδότων εἰς δύναμιν εἶναι γεγραμμένα Plat. Polit. 300 c, nach Vermögen. Bes. häufig ἑκὼν εἶναι, s. d. W. – Ueber die Auslassungen der Copula εἶναι sind die Grammatiken und für Homer besonders Lehrs Aristarch. ed. 2 p. 364 zu vergleichen. Derselbe p. 344 über Formen von εἶναι zu Anfang des Verses.
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68 μετά
μετά (mit μέσος verwandt, wie mit u. mitten, vgl. μέτασσαι, μεταξύ), poet. auch μεταί, äol. u. dor. πεδά, Adverbium und Präposition.
Als Adverbium: – a) eigentlich in der Mitte, mittenunter; πολέας ὀλέσαντ' αἰζηοὺς τοὺς ἄλλους, μετὰ δ' υἱὸν ἐμόν, unter ihnen, mit ihnen zusammen auch meinen Sohn, Il. 15, 67, vgl. 2, 446; ἃς τοὺς ἡγεμόνες διεκόσμεον ἔνϑα καὶ ἔνϑα –· μετὰ δὲ κρείων Ἀγαμέμνων, 2, 476; u. so auch τεῖχος μέν ῥ' ἄλοχοι – ῥύατ' ἐφεσταότες· μετὰ δ' ἄνερες, οὓς ἔχε γῆρας, und mit ihnen, so daß sie aber nicht getrennt zu denken, sondern mitten unter ihnen, die Alten, 18, 514. – b) hinterdrein; πρόσϑε μὲν ἱππῆας, μετὰ δὲ νέφος εἵπετο πεζῶν, Il. 23, 133; μηδ' ἅμα πάντες· πρῶτος ἐγώ, μετὰ δ' ὔμμες, Od. 21, 230; u. von der Zeit, μετὰ γάρ τε καὶ ἄλγεσι τέρπεται ἀνήρ, hinterher freu't sich auch über Leiden der Mann, 15, 400, vgl. Il. 1, 48. 15, 67; Pind. P. 4, 64; μετὰ δέ so oft bei Her., z. B. 1, 128. 171, u. von Sp. bei Luc., z. B. Gymnas. 1; auch Aesch. Ag. 737 τὸ δυσσεβὲς γὰρ ἔργον μετὰ μὲν πλείονα τίκτει kann man hierher ziehen. Folgt aber ein Verbum, so nimmt man gewöhnlich eine Tmesis an, die gerade bei diesem Worte sich sehr häufig findet. S. die compp.
Als Präposition: mitten unter, zwischen, c. gen., dat. u. acc.
A) c. genit. – 1) vom Orte, immitten, zwischen, unter; gew. bei Verbis der Ruhe, aber auch bei Verbis der Bewegung; μετ' ἄλλων λέξο ἑταίρων, lege dich mitten unter die Gefährten hin, Od. 10, 320; μετὰ δμώων πῖνε καὶ ἦσϑε, unter den Knechten trank u. aß er, 16, 140; πολλῶν μετὰ δούλων, Aesch. Ag. 1007; τῶν μέτα παλλόμενος, unter, mit diesen loosend, Il. 24, 400; so auch τὸν μετ' ἄστρων Ζῆνα, Eur. Phoen. 1013. – Daher 2) in Gemeinschaft, Verbindung mit Einem Etwas thun, besonders wo Einer dem Andern beisteht; zum Unterschiede von σύν, der freilich nicht überall hervortritt, immer an ein Untereinander, nicht ein streng geschiedenes Nebeneinander zu denken; daher gew. der plur. oder ein Collectivum dabeisteht; μετὰ Βοιωτῶν ἐμάχοντο, Il. 13, 700, öfter; Hes. Th. 392; Dem. vrbdt τὸν ἀγῶνα μεϑ' ὑμῶν μᾶλλον ποιήσασϑαι ἢ πρὸς ὑμᾶς. So μετὰ τοῦδ' ὅτι χρὴ πάσχειν ἐϑέλω, Aesch. Prom. 1069; μετὰ νεκρῶν κείσομαι, Eur. Hec. 209; μετὰ τριῶν τέταρτος, Pind. Ol. 1, 60. Daher μόνος im Ggstz von μετά τινος, Xen. An. 7, 3, 13, vgl. 5, 4, 34, wie Soph. εἴτε τις εἷς ὢν λέληϑεν εἴτε πλειόνων μέτα, G. R. 247; vgl. μετ' οὐδενὸς ἀνδρῶν ναίων, in keines Menschen Gesellschaft, Soph. Phil. 1091; ὃς μετὰ ζώντων ὅτ' ἦν, als er unter den Lebenden war, 1296. – So besonders μετά τινος εἶναι, στῆναι, mit Einem sein, auf Jemandes Seite sein, ihm beistehen, bes. von politischen Parteiungen; Ar. Pax 766 Ach. 668; Thuc. 3, 56. 7, 57 u. öfter; Xen. Cyr. 2, 4, 7; τοὺς μεϑ' ἑαυτοῦ στρατιώτας, An. 1, 3, 9, seine Soldaten, u. so öfter οἱ μετὰ Κύρου, ohne weiteren Zusatz, die von seiner Partei sind, unter ihm stehen; οἱ μετ' αὐτοῦ, Plat. Prot. 315 b; – μετ' Ἀϑηναίης, mit Athene's Beistand, H. h. 19, 2; μὴ ϑεῶν μέτα, Soph. Ai. 930; μετὰ ϑεῶν, mit der Götter Hülfe, διάγειν, καϑῆσϑαι, Plat. Phaed. 81 a Rep. II, 359 e. – Daher 3) das Mittel, durch welches Etwas ausgeführt wird, vermittelst, mit Hülfe, durch oder mit; μετὰ τοῦ σώματος μηδὲν καϑαρῶς γνῶναι, Plat. Phaed. 66 e; μετὰ λόγου τε καὶ ἐπιστήμης, durch das Wissen, Soph. 265 e, öfter; μετὰ πλείστων πόνων καὶ ἀγώνων ἐλευϑέραν ἐποίησαν τὴν Ἑλλάδα, vermittelst mühseliger Kämpfe, Lys. 2, 55; μετὰ ἀδικίας κτᾶσϑαι, durch Unrecht oder auf unrechte Weise, Xen. An. 2, 6, 18, wie μετὰ τοῦ δικαίου καὶ καϑήκοντος, Pol. 4, 74, 3; μετὰ κηρύγματος ἀϑροίζειν, durch Heroldsruf, 1, 49, 9; ἔοικε ἡ ἡδονὴ πολλάκις οὖ μετὰ δόξης ὀρϑῆς, ἀλλὰ μετὰ ψεύδους γίγνεσϑαι, vermittelst eines Truges, aus einem Truge, Plat. Phil. 37 e. – 4) von begleitenden Umständen einer Handlung, wo selten mit recht entspricht, häufig ein genitiv. oder ein adjectiv. den Sinn am einfachsten wiedergiebt; μετὰ φιλοχόρου κιϑάρας, mit der Cither, unter Citherbegleitung, Eur. I. A. 1037 (wohin man auch μεϑ' ὅπλων, Or. 572 I. A. 65, mit den Wassen, zieht; Soph. vrbdt πολλῶν μεϑ' ὅπλων, σὺν ϑ' ἱπποκόμοις κορύϑεσσι, Ant. 115); μετὰ σωφροσύνας, γνώμης μέτα, Eur. I. A. 544. 923; μὴ ἀληϑὴς ἀρετὴ μετὰ φρονήσεως ᾖ, im Ggstz von χωριζόμενα φρονήσεως, Plat. Phaed. 69 b, schließt sich näher an 2) an; ζῇ μετὰ κακῆς ἐλπίδος, mit, unter schlechter Erwartung, Rep. I, 330 e; ἱκέτευσε μετὰ πολλῶν δακρύων, mit, unter vielen Thränen, Apol. 34 c; μετ' οἴνου καὶ παιδιᾶς, beim Wein, im Scherz, Thuc. 6, 28, μετὰ τοῦ γυμνάζεσϑαι ἠλείψαντο, bei, 1, 6; μετὰ μέϑης, trunken, Plat. Legg. I, 637 e; παιδεραστῶ μετὰ φιλοσοφίας, Phaedr. 249 a; μετὰ ἐπιστάσεως, Pol. 2, 2, 2. So κινδύνους οὐ δυνάμενος φέρειν μετὰ τοῦ δικαίου, Plat. Theaet. 173 a; ὁ μετὰ τέχνης γράψας, kunstvoll, Polit. 295 e. – Häufig stellt es nur Dinge neben einander, ohne sie streng zu sondern, so daß man es durch καί erklären kann, μάστιγι μετὰ κέντρων μόγις ὑπείκων, Plat. Phaedr. 253 e, vgl. Rep. IX, 691 b, wo σωφροσύνην τε καὶ δικαιοσύνην μετὰ φρονήσεως κτωμένη ἢ σῶμα ἰσχύν τε καὶ κάλλος μετὰ ὑγιείας λαμβάνον verbunden ist, Schönheit und Kraft im Verein mit Gesundheit; Thuc. sagt γενόμενος μετὰ τοῦ ξυνετοῦ καὶ δυνατός, 2, 15, nicht bloß einsichtsvoll, sondern auch mächtig. – In μετὰ τοῦ νόμου καὶ τοῠ δικαίου ᾤμην μᾶλλόν με δεῖν διακινδυνεύειν ἢ μεϑ' ὑμῶν γενέσϑαι, Plat. Apol. 32 b, liegt auch »den Gesetzen gemäß«, wie μετὰ νόμων, Dem. Lpt. §. 90; u. so μετὰ καιροῦ, den Zeitumständen gemäß, μεϑ' ὁτουοῠν τρόπου, auf irgend eine Weise, Thuc., für das sonst in dieser Vrbdg so gewöhnliche κατά.
B) c. dat., nur poetisch, mitten unter; 1) gew, von lebenden Wesen, von dem sich unter einer größern Menge Befinden, dah. überall mit einem plur. od. einem Collectivum ff. unten) verbunden; ἢ μετὰ Τρώεσσι ὁμιλέοι ἢ μετ' Ἀχαιοῖς, Il. 5, 86, wie μετ' Ἀχαιοῖς πολεμίζειν, mitten unter ihnen kämpfen, 9, 352, nicht gegen sie; μετὰ πρώτοισιν ἐόντας, 4, 341 u. öfter; dah. ἐσϑλὸν ἐόντα μετ' ἀνδράσιν, 13, 461, ὃς ϑεὸς ἔσκε μετ' ἀνδράσιν, unter den Männern war er ein Gott, 24, 258; Il. 11, 64 entspricht es dem ἐν, ὁτὲ μέν τε μετὰ πρώτοισιν φάνεσκεν, ἄλλοτε δ' ἐν πυμάτοισιν. Bes. auch unter od. vor mehreren sprechen, εἰδόσι γάρ τοι ταῦτα μετ' Ἀργείοις ἀγορεύεις, 10, 250 u. öfter. Auch μετὰ δὲ τριτάτοισιν ἄνασσεν, 1, 252, vgl. 14, 94, wo, wie bei dem vorigen Beispiele, der Herrscher nicht gegenüber gestellt wird, sondern als einer derjenigen, unter denen er der Erste ist. So auch Οὖτιν ἐγὼ πύματον ἔδομαι μετὰ οἷς ἑτάροισιν, am letzten unter seinen Gefährten, Od. 9, 369, wo man nicht nöthig hat es »nach« zu übersetzen. – Auffallender μετ' ἀϑανάτοισι σύνειμι, Luc. D. Mort. 16, 5; ἐὰν μεϑ' ἡμῶν ξυμπίῃς, Ar. Ach. 277; vgl. Lob. zu Phryn. p. 354. – Aber Od. 10, 204, δίχα πάντας ἠρίϑμεον, ἀρχὸν δὲ μετ' ἀμφοτέροισιν ὄπασσα, ist es hinzu, zu beiden Abtheilungen gab ich einen Führer hinzu, wie 9, 335, οἳ δ' ἔλαχον τέσσαρες, αὐτὰρ ἐγὼ πέμπτος μετὰ τοῖ. σιν ἐλέγμην, ich zählte mich als Fünften zu ihnen hinzu, obwohl auch hier die Nebenbdtg festgehalten werden kann: ich trat als Fünfter in ihre Mitte. – Selten von Sachen, wie ἔντεα καλὰ μετὰ Τρώεσσιν ἔχονται, Il. 18, 132. – Auch bei den folgenden Dichtern; μετὰ κόραισι, Pind. Ol. 2, 32; Aesch. Ch. 360 Pers. 605; Ἰδαίαισι γυναιξὶ παρϑένοισί τε μέτα, Eur. Hec. 355; ἀρϑμὸν ἔϑεντο μετὰ σφίσιν, Ap. Rh. 2, 755. – 2) πίπτειν μετὰ ποσσὶ γυναικός ist mitten zwischen die Füße des Weibes. fallen, geboren werden, Il. 19, 110; so auch μετὰ γαμφηλῇσιν, 13, 200; μετὰ γναμπτῇσι γένυσσι, 11, 416; πηδάλιον μετὰ χερσὶν ἔχειν, zwischen, in den Händen halten, Od. 3, 286; auch τὸν μὲν μετὰ χερσὶν ἐρύσσατο Φοῖβος, Il. 5, 344; vgl. Soph. μετὰ χερσὶν ἔχειν, Phil. 1097, wie Hes. Th. 283; Sp., Luc. de Astrol. 10. – Aehnlich μετὰ φρεσί, Od. 4, 825 u. öfter, = ἐν φρεσί; ἄλλην μῆτιν ὕφαινε μετὰ φρεσίν, Hes. Se. 82; – selten zwischen leblosen Dingen, die dann bewegt gedacht werden, μετὰ νηυσί, Il. 13, 668 Od. 4, 499, μετὰ κύμασι, 3, 91 u. öfter; Hes. O. 305; μετ' ἀστράσι, Il. 22, 28. 317; μετὰ νεφέεσσι, H. h. Ven. 67; – μετὰ πνοιῇς ἀνέμοιο, Il. 23, 367 Od. 2, 148, wie sonst ἅμα πνοιῇς, doch wird in der ersten Stelle wenigstens nur die Richtung angegeben, so daß auch in der zweiten nicht zu übersetzen ist »so schnell wie der Wind«, sondern »mit dem Winde fliegen«, gleichsam mitten unter dem Winde. – Der sing. steht beim dat. nur mit folgdn Collectivis, μετὰ στρατῷ, unter dem Heere, Il. 22, 49, ἀνδρῶν μετ' ἀριϑμῷ, Od. 11, 449, μετὰ πρώτῃ ἀγορῇ, Il. 19, 50, vgl. Od. 8, 156; u. so auch μετὰ στροφάλιγγι κονίης, Il. 21, 503, ähnl. μεϑ' αἵματι καὶ κονίῃσιν, 15, 113.
C) c. accus., – 1) von der Bewegung nach einer Menge hin, in die Menge hinein, dah. auch hier bei Hom. der plur. od. Collectiva vorherrschend dabei stehen; ἵκοντο μετ' αὐτούς, Il. 3, 264, öfter, μετὰ φῦλα ϑεῶν, μετὰ ἔϑνος ἑταίρων, μετὰ μῶλον Ἄρηος, μετὰ λαόν, στρατόν, ὅμιλον u. ä.; seltener von leblosen Dingen, wie μετὰ νῆας, μετ' ἄεϑλα, μετ' ἔριδας καὶ νείκεα, mitten hinein in Zank und Streit, Il. 2, 376, μεϑ' ἤϑεα, 6, 511. – Auch die bloße Annäherung, Bewegung nach einem Ziele hin, σφαῖραν ἔπειτ' ἔῤῥιψε μετ' ἀμφίπολον, sie warf den Ball nach einer Dienerinn, Od. 6, 115; sowohl im freundlichen Sinne, βῆναι μετὰ Νέστορα, zum Nestor hingehen, um ihn zu besuchen, Il. 10, 73, ἔρχεσϑαι, 14, 136. 15, 221, als auch feindlich, βῆναι μετά τινα, auf Einen losgehen, ihn angreifen od. verfolgen, 5, 152. 6, 21. 13, 297; μετὰ χῆνας, auf die Gänse los und mitten hinein, unter sie fahren, 17, 460; vgl. noch Od. 6, 132, αὐτὰρ ὁ (λέων) βουσὶ μετέρχεται – ἠὲ μετ' ἀγροτέρας ἐλάφους. – 2) nach Etwas gehen, um es zu holen oder zu erlangen, die Absicht der Bewegung ausdrückend, πλεῖν μετὰ χαλκόν, Od. 1, 184, nach Erz fahren, um es zu holen; μετὰ πατρὸς ἀκουήν, nach oder auf Kunde vom Vater ausgehen, um Etwas vom Vater zu hören, 2, 308. 4, 701. 17, 43; ähnl. πευσόμενος μετὰ σὸν κλέος, 13, 415 (anders aber Il. 11, 227, γήμας δ' ἐκ ϑαλάμοιο μετὰ κλέος ἵκετ' Ἀχαιῶν, er zog auf die Kunde von den Achäern aus, folgte dem Rufe, s. unten); ἠέ τευ ἀγγελίης μετ' ἔμ' ἤλυϑες, mich zu holen, wie das folgde οὐδέ τοι αὐτὸς ἧσϑαι ἐνὶ κλισίῃσι λιλαίομαι zeigt, Il. 13, 252; μετ' ἄλλας ἔρχεσϑαι, nach anderen Weibern ausgehen, um sie zu freien, Od. 2, 206. So πόλεμον μέτα ϑωρήσσοντο, sie rüsteten sich zum Kampfe, Il. 20, 329, vgl. Od. 20, 153. 21, 17, ὡπλίζοντο – νέκυάς τ' ἀγέμεν, ἕτεροι δὲ μεϑ' ὕλην, um Holz zu holen, Il. 7, 417; μετὰ δούρατος ᾤχετ' ἐρωήν, Il. 11, 357, wo der Zusatz ὅϑι οἱ καταείσατο γαίης zu beachten; 13, 247, μετὰ γὰρ δόρυ χάλκεον ᾔει, ist noch οἰσόμενος hinzugesetzt, um ihn zu holen. Vgl. Valck. zu Eur. Phoen. 1327 u. Eur. Phoen. 444 Alc. 47; μετὰ στέφανον ἰών Pind. Ol. 4, 25. – 3) von örtlicher oder räumlicher Aufeinanderfolge, nach, hinterdrein, λαοὶ ἕσπονϑ' ὡςεί τε μετὰ κτίλον ἕσπετο μῆλα, wie Schaafe hinter dem Leitbock hergehen, Il. 13, 492; μετὰ Τυδέος υἱὸν ἕπουσα 10, 516, öfter; σὺν ἀμφιπόλοισι μεϑ' ἡμιόνους καὶ ἅμαξαν ἔρχεσϑαι, hinter dem Wagen hergehen, Od. 6, 260, vgl. 17, 336; so auch μετ' ἴχνια βαῖνε ϑεοῖο, der Spur der Göttinn ging er nach, 5, 193, öfter; auch beim Aufstellen, hinter einen Andern, Xen. An. 1, 8, 4. – Dah. auch – 4) von der Aufeinanderfolge, dem Werthe, dem Range nach, nächst, zunächst nach, bes. bei Superlativen, κάλλιστος ἀνὴρ τῶν ἄλλων Δαναῶν μετ' ἀμύμονα Πηλείωνα, der Schönste unter den Danaern nächst dem Achilleus, Il. 2, 674, öfter; ὃς ἄριστος ἔην εἶδός τε δέμας τε πάντων Φαιήκων μετ' ἀμύμονα Λαοδάμαντα, Od. 8, 116; πρώτῳ τοι μετ' ἐμέ, Il. 8, 289, dem ersten nach mir; μετὰ γὰρ μάκαρας καὶ Διὸς ἰσχὺν ὅδε Καδμείων ἤρυξε πόλιν, nächst den Göttern schützte er, Aesch. Spt. 1066; auch in Prosa, ποταμὸς μέγιστος μετὰ Ἴστρον, Her. 4, 53; auch ἔσχατοι μετὰ Κύνητας οἰκέουσι, 4, 49; μέγιστον μεϑ' ἑαυτὸν δυνάμενον, Thuc. 2, 101; μετ' ἐμὲ δεύτερος, Xen. Cyr. 2, 2, 4; οἶδα μετὰ τοὺς ϑεοὺς εἰς τὸ φανερὸν σὲ τούτους καταστήσαντας, An. 7, 7, 22. – 5) bes. von der Aufeinanderfolge in der Zeit, αὐτίκα γάρ τοι ἔπειτα μεϑ' Ἕκτορα πότμος ἑτοῖμος, Il. 18, 96, sogleich nach Hektor; 23, 227 Od. 3, 168 u. öfter; μετὰ ζόφον, Pind. I. 3, 36, u. so bei den Folgdn überall; bes. μετὰ ταῦτα, nach diesem, darauf, hernach, wie μετὰ τοῦτον τὸν χρόνον u. ä.; auch τὸ δὲ μετὰ τὸν σπόρον, Plat. Tim. 42 d; οὕτω πειϑέτω τὰ μετὰ ταῦτα, Soph. 257 a, künftig; ἡ μετὰ τοῦτ' ἀπόκρισις, die darauf folgende Antwort, Soph. 244 c; μετὰ μικρόν, in Kurzem, bald darauf, Luc. Demon. 8 u. a. Sp. Auch mit partic., μετὰ Πάτροκλόν γε ϑανόντα, wie sonst der genit. absol., nachdem Patroklus gestorben war, Il. 24, 573; vgl. Her. 1, 34. 6, 98. Oft wird mit großer Kürze ein Wort dabei gesetzt, welches prägnant für einen ganzen Satz steht, τὰς μετὰ τὸν Μηδὸν σπονδάς, nach dem Mederkriege, oder nachdem der Meder besiegt worden, Thuc. 3, 68; μετὰ τὸν ἑξέτη, nachdem er sechs Jahre alt geworden, Plat. Legg. VII, 794 c. – Hieran reiht sich der Ausdruck μεϑ' ἡμέραν, eigtl. nach Tagesanbruch, vgl. ἅμ' ἡμέρᾳ, übh. am Tage, bei Tage, Eur. Or. 58 Bacch. 485; Lys. 3, 29; Plat. Critia. 117 c u. öfter, wie sonst in Prosa überall; Ggstz νυκτός, Her. 1, 150; Pind. sagt so auch μετὰ νύκτας, N. 6, 6; selten mit einer Ordinalzahl, μετὰ τρίτην ἡμέραν, am dritten Tage, Plat. Phaedr. 251 e. – 6) Aus μετ' ἴχνια βαίνειν, ἐρευνᾶν, der Fährte nachspüren, Il. 18, 321, μετ' ὄγμον, dem Schwad nach, 18, 552 (vgl. unter 3), entwickelt sich die Bdtg nach, gemäß, αἶψα μεταστρέψειε νόον μετὰ σὸν καὶ ἐμὸν κῆρ, nach deinem u. meinem Herzen, 15, 52. Aber Od. 8, 583, γαμβρὸς ἢ πενϑερός, οἵτε μάλιστα κήδιστοι τελέϑουσι μεϑ' αἷμά τε καὶ γένος αὐτῶν, schließt sich an 4) an, sie sind nächst dem eignen Geschlecht, nach den Blutsverwandten die nächsten Verwandten. – 7) an manchen Stellen steht der acc. dem dat. gleich, mitten unter, zwischen in, πᾶσι μετὰ πληϑύν, Il. 2, 143, βουλῇ μετὰ πάντας ὁμήλικας ἔπλευ ἄριστος, der beste unter allen Altersgenossen, 9, 54, wie Od. 16, 419; πῶς κε σὺ χείρονα φῶτα σαώσειας μεϑ' ὅμιλον, Il. 17, 149, vgl. Od. 4, 652. Und so ist auch in Prosa μετὰ χεῖρας ἔχειν, unter den Händen haben, = dem oben erwähnten μετὰ χερσίν, Her. 7, 16, 2; Thuc. 1, 138; Aesch. 1, 77.
Seinem Substantivum wird μετά oft nachgesetzt u. erleidet dann die Anastrophe, μέτα, wovon Beispiele schon oben vorgekommen sind; doch steht apostrophirt τὸν δὲ μετ' ohne Accent, Il. 17, 258 Od. 15, 147.
Von dieser Anastrophe ist μέτα zu unterscheiden, wo es für μέτεστι steht, οὐ γάρ τις μέτα τοῖος ἀνὴρ ἐν τοῖςδεσι πᾶσιν, ist unter ihnen, Od. 21, 93; vgl. Her. 1, 88. 171. 7, 157.
In der Zusammensetzung bedeutet es – 1) eine Gemeinschaft, Theilnahme, Mittheilung, μεταδίδωμι, μετέχω, μεταλαμβάνω, u. μεταδαίνυμαι, μεταμέλπομαι, ein gemeinschaftliches Thun mit Andern. – 2) zwischen u. während, dem Raume od. der Zeit nach, μεταδόρπιος, μεταπύργιον; dah. auch in, μεταδἡμιος. – 3) nachher, hinterdrein, μέτειμι, μετακλαίω. – 4) hinzu, hinan, an, auch hinterher, vom Verfolgen, με τειπεῖν, μετέρχομαι, μεταδιώκω. – 5) hinten, nach, μετάφρενον. – 6) rückwärts, umgekehrt, μετατρέπω, μεταστρέφω, u. bes. häufig – 7) ein Hinübergehen von einem Orte zum andern, eine Veränderung aus einem Zustande in den andern, um-, μεταβαίνω, μεταβάλλω, μετατίϑημι u. a.
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69 δια-φέρω
δια-φέρω (s. φέρω), 1) durchtragen; a) hinüberbringen, ἰσϑμὸν ναῠς Thuc. 8, 8, wofür hernach διακομίζω steht; κηρύγματα Eur. Suppl. 398; ἀγγελίας Luc. D. D. 24, 1; vgl. Xen. Oec. 9, 8; τὸ ἤλεκτρον εἰς τοὺς Ἕλληνας Arist. mirab. 115; γλῶσσαν, die Zunge zum Sprechen bringen (daß die Rede über die Zunge geht), Soph. Tr. 323; übersetzen, zu Schiffe, τινὰ εἰς Σικελίαν App. C. 4. 48. – b) bis an's Ende hinbringen, τὸν αἰῶνα, βίον, Her. 1, 74. 3, 40; Eur. Hel. 10; νύκτα, Rhes. 600; Hippocr. u. Sp., wie Plut. Alex. 52; wohin auch διοίσει ἄπαις, er wird kinderlos bleiben, Eur. Rhes. 982, u. διοίσεται Soph. Ai. 511 gehört. – c) von der Leibesfrucht, austragen, γαστρὸς ὄγκον Eur. Ion 15; Xen. Mem. 2, 2, 5. Auch – d) ertragen, Soph. O. R. 321 ῥᾷστα τοὐμόν; so πότμον δάκρυσι Eur. Hipp. 1143; χαλεπῶς τι Hdn. 2, 5, 15; τὴν φυγήν Plut. Dem. et Cic. 4. Also = φέρειν, wie ψῆφον διαφέρειν, Her. 4, 138; Eur. Or. 49; Dem. 25, 83, wobei an mehrere, verschiedene Stimmen Abgebende zu denken; vgl. ἀναγκάσαντες τὸν δῆμον ψῆφον φανερὰν διενεγκεῖν, für u. wider, Thuc. 4, 74; – σκῆπτρα, das Scepter fortwährend führen, d. i. König sein, Eur. I. A. 1195. – 2) auseinandertragen; ἕκαστα εἰς τὰς χώρας τὰς προςηκούσας, jedes an seine Stelle, Xen. oec. 9, 8; zerstreuen, διαφερόμενοι σποράδες Plut. Thes 24; διαφέρεται τὸ φορεῖον δεῦρο κἀκεῖσε Galb. 26, u. a. Sp. – Uebertr., ἄτα διαφέρει αἴτιον Aesch. Ch. 62, Schol. διασπαράσσει; vgl. ἄνω καὶ κάτω διαφέρειν, Eur. Bacch. 753; αὐλούς Pol. 30, 13, 8. S. auch διαφορέω. Dah. διαφέρειν τινά, Jemandes Ruhm überall hin verbreiten, Pind. P. 11, 60; διενεγκοῦσαι διὰ πρεσβειῶν τὸ μὲν ἐνταυϑί, τὸ δὲ ἐκεῖσε Ar. Lys. 570; ἡ φήμη διηνέχϑη Plut. conv. sept. sap. 20; – τὰς κόρας, die Augen hier u. dahin werfen, Eur. Bacch. 1085; Or. 1262; τινὰ λόγοις, zerstreuen, erheitern, Eur.; – πόλεμον, heißt theils: den Krieg ganz zu Ende führen, theils; in die Länge ziehen, Her. 1, 25. 74; Thuc. 1, 11. 6, 54. 8, 75; ἐράνους, Beiträge bezahlen, od. Schuldscheine einlösen, Lycurg. 22, Ggstz εἰςφέρειν. – 3) διαφέρει, es trägt aus, macht einen Unterschied; οὐδὲν διαφέρει, macht keinen Unterschied, ist einerlei; Xen. Cyr. 2, 3, 4; sequ. εἰ, Ael. V. H. 7, 14; πολὺ δ., es macht einen großen Unterschied, z. B. ἀλέξασϑαι ἢ μάχεσϑαι Xen. An. 3, 4, 33. – Oft mit dat. der Person, τί δ' ὑμῖν διαφέρει; was verschlägt es euch? liegt euch daran? Dem. 4, 11, u. öfter; οὐδέ τί οἱ διέφερε πληγέντι ἀποϑανέειν Her. 1, 85; ἰδίᾳ τι αὐτῷ διέφερε, es war sein Privatinteresse, Thuc. 3, 42; δοκῶ, τοῖς ϑανοῦσι βραχὺ διαφέρειν, εἰ, es liege ihnen wenig daran, ob, Eur. Tr. 1248; – dah. τὰ διαφέροντα πράγματα, worauf es ankommt, Plut. Caes. 65; vgl. Pol. 31, 13. Und mit gen. der Sache, εἰ μηδὲν διέφερε τῆςδε τῆς πόλεως ἐμοί Antiph. 5, 13. – Dah. wird διαφέρον bei Antiphan. durch συμφέρον erkl., B. A. 89. – 4) Aehnl. person.: verschieden sein, sich unterscheiden; πολὺ διαφέρουσιν οἱ όρύττοντες καὶ οἱ μὴ ὀρύττοντες Xen. Oec. 20, 19; οἷς διαφέρει τὰ τοῠ ἐρῶντος ἢ τὰ μή Plat. Phaedr. 228 d; gew. τινός, von Jem. od. etwas, z. B. τῶν κακῶν Eur. Or. 251; Xen. Cyr. 8, 2, 21 u. sonst; die Sache, worin man sich unterscheidet, steht im dat., der Grad des Unterschieds wird durch den acc. angegeben,;. B. οὐδέν τινος δ., Ar. Vesp. 20; Plat. Apolog. 35 b; τινί τινος. 35 a u. Folgde, z. B. τίνι διαφέρει τὰ ἄῤῥενα τῶν ϑηλειῶν, Arist. part. anim. 4, 8; Ath. III, 115 b; τί διαφέρει μανίας ἀμαϑία Xen. Mem. 1, 2, 50; ὅπως ἀλεκτρυόνος μηδὲν διοίσεις τοὺς τρόπους Cratin. Ath. IX, 373 e, u. a. com.; οὐδὲν τοὶς ἄλλοις τῶν ζώων, im Uebrigen gar nicht von den Thieren sich unterscheiden, Isocr. 3, 5; τὸ πᾶν διαφέρει ἐν παντὶ ἔργῳ προϑυμία ἀϑυμίας, unterscheidet sich ganz u. gar, Xen. Cyr. 1, 6, 13; vgl. 4, 3, 8; so διαφέρει ὅλον που καὶ τὸ πᾶν Plat. Legg. 944 b; Alc. I, 109 b, womit Rep. V, 469 c VII, 527 c zu vgl., ὅλῳ καὶ παντί, in jeder Beziehung u. im Ganzen; τοσοῦτον διαφέρει ὅσον Xen. Oec. 20, 20, u. öfter; aber auch ὅσῳ διαφέρει σῦκα καρδάμων, Henioch. Ath. IX, 408 a. Also τίνι διαφέρουσι heißt eigtl. worin, u. τί δ. wie sehr? vgl. die Beispiele bei Lob. zu Phryn. 394, obgleich der Unterschied später nicht so beobachtet wird, u. Phryn. τίνι δ. ganz verwirft. Man sagte auch: δ. Ἀϑηναίων εἰς ἀρετήν, in Beziehung auf, Plat. Apol. 35 b; εἰς τὸ πείϑειν Isocr. 5, 25; εἰς τὸ ἄρχειν Xen. Cyr. 1, 1, 6; u. wie im Deutschen, ὁ συκοφάντης καὶ ὁ σύμβολος ἐν τούτῳ πλεῖστον διαφέρουσιν Dem. 18, 189; vgl. Isocr. 3, 22; mit dem inf., δ. ἰδεῖν, von Ansehen, Plat. Rep. VI, 495 e. Eigenthümlich, νῦν οὐδὲν διαφέρει τὰ ἀργυρεῖα ἢ ἃ οἱ πρόγονοι ὄντα ἐμνημόνευον Xen. Vect. 4, 25; μόνῃ τῇ μορφῇ μὴ οὐχὶ πρόβατα εἶναι διαφέροντες Luc. Alex. 15. – Oft geradezu = sich auszeichnen: ἀνὴρ πρὸς δικαιοσύνην διαφέρων Aesch. 1, 181; auch κατά τι, Xen. Lac. 1, 10 u. Sp.; ἐπί τινι, Isocr. 10, 12; Xen. Mem. 4, 2, 1; ἑτέρων τὴν ὄψιν Aesch. 1, 75; Luc. D. Mort. 12, 1; Thuc. 3, 37 vrbdt χρῆν Μυτιληναίους καὶ πάλαι μηδὲν διαφέροντας τῶν ἄλλων ὑφ' ἡμῶν τετιμῆσϑαι, also = διαφερόντως, vor den Andern. – Διαφέρειν τινὰ ὠμότητι, übertreffen, Pol. 1, 88, 7; vgl. D. Sic. 2, 5. 11, 67. – 5) Pass. (verschieden gemacht werden), sich entzweien, uneins werden: H. h. Merc. 255; sich streiten, περί τινος, Her. 1, 173; ἀλλήλοις Plat. Euthyph. 5 a; ἑαυτῷ, mit sich im Widerspruch sein, Antiph. 5, 50; μηδὲν διαφέρου περὶ τούτου Ar. Lys. 1172; διενεχϑῆναι, aus Amphis B. A. 89 durch μάχεσϑαι erkl.; ἔν τινι, Xen. Oec. 17, 4; ἀμφί τινος, An. 4, 5, 17; πρὸς ἀλλήλους, Lys. 18, 17; Is. 5, 1; Dem. 40, 47 u. Folgde; dah. τὸ διαφέρον, die Ursache des Streites, der Streitpunkt, Thuc. 1, 70; Pol. u. Sp. – Bei Dem. 9, 8 ist οὐ διαφέρομαι – φάσκειν ich habe nichts dagegen, wie ἐμοὶ οὐ διαφέρει. – Bei Teleclid. wird διενεγκεῖν durch προςπαλαίειν erkl., B. A. 91.
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70 μάλα
μάλα, 1) Positiv., sehr, gar sehr, heftig, stark, von Hom. an überall, am häufigsten – a) mit adj. u. adv. vrbdn, den Begriff derselben steigernd u. verstärkend, μίνυνϑά περ, οὔτι μάλα δήν, Od. 22. 473, μάλα πολλά, sehr viel, osi bei Hom., μάλα μυρίοι, ganz unzählige, Od. 16, 121, μάλα πάντες, allesammt, alle ohne Ausnahme, Il. 13, 741. 22, 115 Od. 2, 306. 16, 286, πάγχυ μάλα u. μάλα πάγχυ, ganz u. gar, Il. 12, 165. 14, 143 Od. 14, 367 u. sonst, εὖ μάλα u. μάλ' εὖ, gar wohl, recht sehr, 22, 190. 23, 175, u. so auch in Prosa, προςέχων τὸν νοῦν εὖ μάλα, Plat. Soph. 233 d, εὖ μάλα ἤδη πρεσβύτην εἶναι, Parm. 127 b, u. sonst, immer noch verstärkend, gar sehr; auch in umgekehrter Stellung, μάλ' εὖ ἄμουσοι, Theaet. 156 a; μάλ' αὐτίκα, gleich auf der Stelle, sogleich, Od. 10, 111. 15, 424, wie αὐτίκα μάλα, Her. 7, 103; vgl. Plat. Prot. 318 b; εὖ εἴσει αὐτίκα δὴ μάλα, Rep. I, 338 b; μάλ' αἰεί, immerfort, immerwährend, Il. 23, 717 Od. 7, 118; ἄχρι μάλα κνέφαος, bis ganz zur Dämmerung, 18, 370; μάλ' ὧδε, ganz so, gerade so, 6, 258; ἄβληχρος μάλα τοῖος, so recht gelind, 11, 135; Σαρδάνιον μάλα τοῖον, so recht sardanisch, 20, 302; – μάλ' ἑτοῖμος, Pind. Ol. 4, 15; μάλα πολλοί, P. 9, 111; Tragg., μάλα μέγας κτύπος, Soph. O. C. 1462; in Prosa bei den Attikern sehr geläufig, μάλα γε ὀψὲ ἀφικόμενος, Plat. Prot. 310 c, μάλα μόγις, Theaet. 142 d, εἰ μὴ μάλα γέ τινες ὀλίγοι, sehr wenige, Rep. VII, 531 d. – Oft noch durch καί verstärkt, eigtl. undzwarsehr, καὶ μάλ' ἀσμένως, Aesch. Prom. 730, δόξαι τ' ἀνδρῶν καὶ μάλ' ὑπ' αἰϑέρι σεμναί, Eum. 351; καὶ μάλ' ἀνδρικῶς, Plat. Phaedr. 265 a; καὶ μάλ' εἰκότως ὀκνεῖν, Rep. III, 413 c; auch καὶ πάνυ μάλα, Phaed. 80 c. Aehnlich μάλα τοι, Xen. Mem. 1, 2, 46. – Seltener beim compar., μάλα πρότερος, weit früher, weit eher, Il. 10, 124. – Bei Wiederholungen wird des Nachdruckes wegen zu αὖ u. αὖϑις noch μάλα gesetzt, ὤ μοι μάλ' αὖϑις, Aesch. Ag. 1318; Soph. El. 1408; Eur. Hec. 1037; ὅρα, ὅρα μάλ' αὖϑις, Aesch. Eum. 245; ὦ παῖ, παῖ μάλ' αὖϑις, Ch. 643; auch ohne αὖϑις so, Pers. 1045 οἲ μάλα καὶ τόδ' ἀλγῶ. – Auch zur Negation tritt es verstärkend hinzu, μάλ' οὐ, μάλ' οὔπως, Il. 2, 241 Od. 5, 103, Her. 1, 93; οὐ μάλα τι, mit nichten, ἄρχεσϑαι δ' ὑπ' ἄλλων οὐ μάλα ἐϑέλειν ἐλέγετο, Xen. An. 2, 6, 15, vgl. Hell. 6, 1, 15. – b) bei Verbis seltener, φεῦγε μάλα, Il. 1, 173, μάλα γάρ τε κατεσϑίει, 3, 25, σοὶ δὲ μάλ' ἕψομ' ἐγώ, 10, 108; μάλα τιμᾷ, Pind. I. 5, 63, μάλα ϑερμαίνει, Ol. 11, 91; μάλα βουλόμενος, sehr wünschend, Xen. Hell. 6, 5, 16, μάλα πολιορκεῖσϑαι, 7, 1, 25. – Mit großem Nachdruck betheuernd ist Od. 4, 732 gesagt: εἰ γὰρ ἐγὼ πυϑόμην – τῷ κε μάλ' ἤ κεν ἔμεινε, dann wahrlich wäre er geblieben, da wäre er gar sehr geblieben. – So steht es c) bes. im Anfang der Sätze, ἦ μάλα δή, Il. 5, 422. 18, 12 Od. 4, 169. 333. 777 u. öfter, auch ἦ δή που μάλα, Il. 21, 583, u. oft ἦ μάλα, 3, 204. 18, 18 u. sonst. – Daher in nachdrücklich bejahenden Antworten, allerdings, theils allein, theils mit dem Verbum, μάλα γε, Plat. Rep. VIII, 555 d, καὶ μάλα, Phaedr. 258 b, καὶ μάλ' ἐπαύσατο, Conv. 189 a, καὶ μάλα γε, Theaet. 148 c; μάλα τοι, Xen. Hem. 1, 2, 46. – d) mit εἰ vrbdn, εἰ μάλα, εἰ καὶ μάλα, καὶ εἰ μάλα, εἰ καὶ μάλα περ; mit dem ind., εἰ μάλα κάρτερός ἐσσι, wenn du sehr stark bist, was dir nicht bestritten wird, Il. 1, 178; häufig c. optat., wenn auch noch so sehr, wie sehr auch, wo die Sache als möglich zugestanden wird, εἰ μάλα μιν χόλος ἵκοι, wenn der Zorn ihn auch sehr, auch noch so sehr überkäme, Il. 17, 399 Od. 5, 485. 8, 139. 22, 13. So auch μάλα περ, cum partic., οὔτ' οὖν Τηλέμαχον μάλα περ πολύμυϑον ἐόντα, οὔτε ϑεοπροπίης ἐμπαζόμεϑα, Od. 2, 200, obwohl er sehr, oder: wenn er auch nach so viel Worte macht, Il. 14, 58. 13, 317. 17, 710 u. sonst; eben so bei καὶ μάλα περ u. καίπερ μάλα, Il. 1, 217. 17, 571. In den meisten Fällen ist es auch hier zu einem adj. zu ziehen. – In Il. 10, 249, μήτ' ἄρ με μάλ' αἴνεε μήτε τι νείκει, lobe mich weder sehr, noch tadele mich, übersetzt man unnöthigerweise »zu sehr«, vgl. Od. 14, 464.
2) Compar. μᾶλλον, mehr, stärker, heftiger; – a) wie der Positiv bei Adjectivis, einen höheren Grad anzuzeigen, auch = eh er, lieber, Il. 5, 231. 12, 344 Od. 1, 351; τεϑνάναι βούλεσϑαι μᾶλλον ἢ ζώειν, Her. 7, 46; oft bei Plat., wie Rep. IX, 585 c; im Ggstz von ἧττον, Prot. 356 a, ἐν τῇ τοῦ μᾶλλον καὶ ἧττον ἕδρᾳ Phil. 24 c, u. A. Der Vergleichungssatz mit ἤ fehlt oft, wo er sich aus dem Zusammenhange leicht ergänzen läßt, s. Krüger zu Xen. An. 7, 3, 3. Verstärkt πολὺ μᾶλλον, viel mehr, Il. 9, 700; μᾶλλον πολλῷ ἵεσαν τῆς φωνῆς, Her. 4, 135, wie Plat. Phaed. 76 b; öfter auch πολλῷ μᾶλλον, 80 e; ἔτι μᾶλλον, noch mehr, oft bei Hom., wie Plat. Euthyd. 283 c u. A., auch μᾶλλον ἔτι, Od. 1, 322, u. καὶ μᾶλλον, Il. 8, 470, Od. 2, 334; ἔτι καὶ μᾶλλον, Pind. P. 10, 57; u. καὶ μᾶλλον ἔτι, und auch mehr noch, Od. 18, 22; ἔτι καὶ πολὺ μᾶλλον, auch noch viel mehr, Il. 23, 286. 429; aber μᾶλλόν τι, etwas mehr, Xen. An. 4, 8, 26, Plat. Prot. 327 b u. öfter, was bei Her. oft absolut gebraucht ist für »ziemlich«, »sehr«, »gar sehr«, μᾶλλόν τι ἔσπευσαν εἰρήνην ἑωυτοῖσι γενέσϑαι, 1, 74, vgl. 114. 8, 41; – mehr und mehr, immer mehr, φιλεῖ με κηρόϑι μᾶλλον, Od. 15, 370 u. öfter; so auch ἐπὶ μᾶλλον, Her. 1, 94; ἐπὶ μᾶλλον ἰὸν τὸ ὕδωρ ἐς τὸ ϑερμὸν πελάζει, 4, 181; vgl. Plat. Legg. II, 671 a. – Auch wie ἄγαν, zu sehr, ϑερμαίνεσϑαι μᾶλλον διαλεγόμενος, Plat. Phaed. 63 d, vgl. Rep. III, 410 e. – b) auch zum compar. wird es nicht selten gesetzt, wo theils der Vergleichungssatz ausgelassen ist, theils dabei steht, ῥηΐτεροι γὰρ μᾶλλον Ἀχαιοῖσιν δὴ ἔσεσϑε κείνου τεϑνηῶτος ἐναιρέμεν, Il. 24, 243, leichter, mehr als damals, wo Hektor noch lebte; τίς ἄλλος μᾶλλον ἐνδικώτερος, Aesch. Spt. 655, vgl. Suppl. 276; μᾶλλον ἆσσον, Soph. Ant. 1195; μᾶλλον εὐτυχέστερος, Eur. Hec. 377 Hipp. 485; Her. ἄμεινον ἀνϑρώπῳ τεϑνάναι μᾶλλον ἢ ζώειν, eigtl. es ist besser für die Menschen, lieber zu sterben als zu leben, 1, 31; οὐ γὰρ ὁ μέγα πλούσιος μᾶλλον τοῦ ἐπ' ἡμέρην ἔχοντος ὀλβιώτερός ἐστι, 1, 32 u. öfter; αἰσχυντηροτέρω μᾶλλον τοῦ δέοντος, Plat. Gorg. 487 b Phaed. 79 e u. öfter; bes. der Deutlichkeit wegen, vor ἤ den Comparativ wieder aufnehmend, wenn ein Zwischensatz diesem gefolgt ist, vgl. Gorg. 482 d; Xen. An. 4, 6, 11 u. sonst. – c) μᾶλλον δέ steht bes., wo der Redende das Gesagte verbessert, vielmehr, Ar. Plut. 633; ἄκουε δή, μᾶλλον δ' ἀποκρίνου, Plat. Rep. X, 595 c; χαλεπόν, μᾶλλον δὲ ἀδύνατον εἶναι, Tim. 57 e; μᾶλλον δ' εἰ βούλει, oder wenn du lieber willst, Phil. 23 c; Xen. Hem. 3, 13, 6 u. Folgde, wie Pol. 2, 56, 2 u. öfter. – d) οὐδὲν μᾶλλον, um Nichts mehr, Plat. Gorg. 464 a; Xen. Mem. 3, 12, 1; οὐδέν τι μᾶλλον, Plat. Phaed. 87 d u. öfter; Her. setzt noch ἢ οὐ hinzu, οὐδέν τι μᾶλλον ἐπ' ἡμέας ἢ οὐ καὶ ἐπὶ ὑμέας, um Nichts mehr gegen uns als gegen euch, d. i. eben so gut gegen euch wie gegen uns, 4, 118, vgl. 5, 94. 7, 16, 3; keineswegs, Thuc. 2, 70; auch geradezu οὐ μᾶλλον ἤ –, nicht sowohl als vielmehr. – Sp., wie Pol. verbinden es auch so mit ὡς, μηδενὶ καϑήκειν μᾶλλον ὡς ἐκείνῳ, 7, 4, 5.
3) Superl. μάλιστα, – a) am meisten, zumeist, am stärksten, besonders, vorzugsweise, Hom. u. Folgde; μῦϑος δ' ἄνδρεσσι μελήσει πᾶσι, μάλιστα δ' ἐμοί, Od. 21, 352; mit dem Positiv den Superlativ umschreibend, Il. 14, 460; aber auch mit dem Superlativ verbunden, ἔχϑιστος μάλιστα, μάλιστα φίλτατος, 2, 220. 24, 334; μάλιστα πάντων ἀνϑρώπων, Her. 2, 37; ὅςπερ εὐδοκιμεῖ μάλιστα τῶν μαϑητῶν, Plat. Prot. 313 a, Folgde; – ἐν τοῖς μάλιστα, s. unter ἐν 2 c; auch ἐς τὰ μάλιστα, Her. 1, 20, u. ἐς μάλιστα, am meisten; auch ἐπὶ μάλιστα, vgl. Lob. zu Phryn. p. 48; u. τὰ μάλιστα allein, Aesch. Spt. 1070; Her. 2, 147; τοὺς ἄλλους κλητέον, καὶ δὴ καὶ τὰ μάλιστα Μνημοσύνην, Plat. Critia. 108 d; ἀνὴρ δόκιμος ὁμοῖα τῷ μάλιστα, so berühmt, wie der, der es am meisten ist, Her. 7, 118. 141; σέβουσι τὴν πίστιν ὁμοῖα τοῖσι μάλιστα, 3, 8; – ὡς οἷόν τε μάλιστα, ὅ τι μάλιστα δύνασαι u. ä., so sehr wie möglich, Plat. Gorg. 510 b Soph. 239 b, u. einfach ὅτι μάλιστα, oft. – In der Frage τί μάλιστα; quid potissimum? was denn? wie so denn? Plat. Conv. 218 c Gorg. 448 d; u. in der Antwort, stark bejahend, ja wohl, maxime, Prot. 311 e u. öfter, Ar. Plut. 826, Xen. Mem. 2, 7, 5, bes. καὶ μάλιστα; – auf ähnliche Weise in Zugeständnissen, εἴτε ὅτι μάλιστα εἴη, πολλἡ ἀνάγκη αὐτὰ εἶναι ἄγνωστα, und wenn es auch noch so sehr wäre, sein sollte, Plat. Parm. 135 a, vgl. Euthyd. 4 d, εἰ ὅτι μάλιστα ἀπέκτεινεν, Crat. 435 a, öfter. – Eben so nachdrücklich steht es, wenn ein εἰ δέ oder εἰ δὲ μή folgt, μάλιστα μὲν σιγᾶσϑαι, εἰ δὲ ἀνάγκη τις ἦν λέγειν, δι' ἀποῤῥήτων ἀκούειν ὡς ὀλιγίστους, am liebsten bleibt es ganz verschwiegen, od. wenigstens –, Plat. Rep. II, 378 a; πεῖσαι μάλιστα μὲν καὶ αὐτοὺς τοὺς ἄρχοντας, εἰ δὲ μή, τὴν ἄλλην πόλιν, III, 414 c; μάλιστα μὲν μηδ' εἰς φῶς ἐκφέρειν – ἐὰν δέ τι βιάσηται, οὕτω τιϑέναι, am liebsten es gar nicht ans Licht zu bringen, oder wenigstens es so auszusetzen, V, 461 c. – b) für den compar. μᾶλλον, mit folgdm ἤ, Eur. I. A. 1594; Ap. Rh. 3, 91; vgl. Schäfer, D. Hal. C. V. p. 283. – c) bes. bei Bestimmungen der Zahl wird μάλιστα oft gebraucht, um anzugeben, daß die gegebene Bestimmung zwar nicht ganz genau ist, aber der Wahrheit am nächsten kommt, ἀνδρῶν μάλιστά κη τριςμυρίων, Her. 8, 65, ἐκ τριῶν ἐτέων κου μάλιστα, 7, 21; auch von ungefährer Ortsbestimmung, ὡς ἐς μέσον μηρὸν μάλιστά κη, 1, 191; ἐν ἔτεσι πεντήκοντα μάλιστα, vor 49 Jahren, Thuc. 1, 118, vgl. 1, 93; ἔτει ἑκατοστῷ μάλιστα, 8, 68, obgleich es nur 99 Jahre sind, also nicht mit Thiersch »mehr als«, für einen Ueberschuß über die genannte Zahl zu erklären; in den meisten Fällen scheint vielmehr die Zahl bei μάλιστα den höchst möglichen Ansatz auszudrücken u. unserm »höchstens«, »wenns hoch kommt« zu entsprechen; dah. sagt Thuc. auch ἔτη μάλιστα τετρακόσια καὶ ὀλίγῳ πλείω, 1, 18; τὸ ἥμισυ μάλιστα καὶ τὸ πλέον, 8, 80; vgl. Dem. 27, 17; περὶ ἔτη μάλιστα πέντε καὶ ἑξήκοντα, Plat. Parm. 127 b u. öfter; auch μάλιστα σφᾶς μεσοῠν δειπνοῦντας, Conv. 175 c; Folgde; μάλιστά πως ἔτει πέμπτῳ, Pol. 2, 41, 13.
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71 μέν
μέν, eigentlich = μήν, doch hat sich mit dem Vokal der Sinn abgeschwächt (wie zwar aus ze vâre). Am stärksten hat sich die Bejahung und Bekräftigung in der Betheuerungsformel ἦ μέν erhalten, welche im Homer sich in denselben Verbindungen, wie ἦ μήν findet, wie Her. 5, 93. 6, 74; auch μὴ μέν, 2, 118, vgl. 3, 99 u. sonst, wie Od. 4, 253; auch γε μέν für γε μήν scheint Her. 7, 152. 234 richtig; οὐ μέν, Od. 1, 392, oft; so auch οὐδὲ μὲν οὐδ' οἳ ἄναρχοι ἔσαν, Il. 2, 703; u. noch bei den Attikern ist diese Bedeutung dochzu erkennen in οὐ μὲν δὴ αὖ οὐδ' ἀπαλλαγῆναι τοῦ μέλλειν, jedoch auch nicht, Plat. Theaet. 148 e; οὐ μὲν δὴ οὐδὲ ταῦτ' ἄν τις εἴποι, doch auch dies nun nicht möchte Einer sagen, Xen. An. 1, 9, 13, so an das Vorige anknüpfend, daß das Folgende mit Nachdruck hervorgehoben wird, wie mit vero; vgl. noch οὐ μὲν δὴ αὐτοῠ γε μένειν οἷόντε 2, 2, 3, τοιούτων μέν ἐστε προγόνων. οὐ μὲν δὴ τοῦτό γε ἐρῶ, das jedoch nun will ich wahrlich nicht sagen, Xen. An. 3, 2, 14. Auch καὶ μὲν δή, Plat. Polit. 287 d Crat. 369 d, und nachdrücklicher, καὶ μὲν δή, ὦ Σώκρατες, σκληρούς γε λέγεις ἀνϑρώπους, da sprichst du ja wahrlich von –, Theaet. 155 e; Conv. 197; vgl. auch μὲν οὖν u. μέν τοι unten. – Am verbreitetsten ist der Gebrauch, durch μέν einen Begriff mit größerem oder geringerem Nachdruck hervorzuheben und ihn durch dies Hervorheben von andern zu unterscheiden, die ihm dann gew. mit δέ entgegengesetzt werden; in manchen Fällen, bes. wenn der Gegensatz eine Verneinung ausdrücklich enthält oder doch in sich schließt, entspricht hier das deutsche zwar, zuweilen erstens, dann, wodurch eine andere Anordnung der Begriffe ausgedrückt wird, häufig aber ist es nur durch die Stellung und durch den Ton, den man auf das hervorzuhebende Wort legt, auszudrücken. Besonders bei Aufzählung der Theile eines Ganzen, mehrerer Subjecte, die gleiches Prädicat haben, oder mehrerer Prädicate, die auf ein Subject bezogen werden, pflegen wir μέν nicht zu übersetzen. Beispiele dafür finden sich von Hom. an überall und brauchen nicht angeführt zu werden. Hier sei nur bemerkt, – a) daß μέν gewöhnlich zwar dem Worte, welches hervorgehoben u. entgegengesetzt werden soll, nachsteht, zuweilen aber auch voransteht, da man es theils gern in die zweite Stelle setzt, theils mehr den ganzen Gedanken als das einzelne Wort im Auge hat; so in dem häufigen οἱ μὲν ἄλλοι u. regelmäßig bei Präpositionen u. dem Artikel, ἀμφὶ μὲν τούτοισιν, Soph. Ai. 669, τὸ μὲν εὖ, Phil. 1125, u. so immer; ἐν μὲν τοῖς συμφωνοῦμεν, ἐν δὲ τοῖς οὔ, Plat. Phaedr. 263 h; Theaet. 167 e; πρὸς μὲν μεσημβρίαν, Xen. An. 1, 7, 6; Τισσαφέρνην μὲν πρῶτον, ἔπειτα δὲ βασιλέα, Thuc. 8, 48; vgl. Xen. An. 1, 9, 5. – Noch mehr Abweichungen ergeben sich, wenn man auf den Zusammenhang von μέν und δέ achtet, wo häufig die lebhaftere, nur den Sinn im Auge habende Darstellung der Griechen die regelmäßige Form verläßt, z. B. ὅςτις παϑὼν μέν, ἀντέδρων· νῦν δὲ οὐδὲν εἰδὼς ἱκόμην, Soph. O. C. 272, wo man etwa δρῶν δέ erwartet; ἄνδρα σοὶ μὲν ἔμπολιν οὐκ ὄντα, συγγενῆ δέ, 1158; τὴν νύκτα μὲν δήσετε, τὴν δὲ ἡμέραν ἀφήσετε, Xen. An. 5, 8, 24; οἱ μὲν ἄλλοι βάρβαροι· ἦν δὲ αὐτῶν Φαλῖνος εἷς Ἕλλην, 2, 1, 7; ὁ δ' ἰέναι μὲν οὐκ ἤϑελε, λάϑρα δὲ τῶν στρατιωτῶν πέμπων αὐτῷ ἄγγελον ἔλεγε ϑαῤῥεῖν, 1, 3, 8; vgl. noch καλῶς σὺ μὲν τοῖς, τοῖς δ' ἐγὼ 'δόκουν φρονεῖν, Soph. Ant. 553; auffallender ἥδε γὰρ γυνὴ δούλη μέν, εἴρηκεν δ' ἐλεύϑερον λόγον, Trach. 63, wo man im ersten Satzgliede ἐστίν ergänzen muß; μόλις μέν, καρδίας δ' ἐξίσταμαι τὸ δρᾶν, Ant. 1092; Thuc. behandelt auch diese Verbindung sehr frei u. verbindet z. B. 1, 67 Αἰγινῆται φανερῶς μὲν οὐ πρεσβευόμενοι, κρύφα δὲ οὐχ ἣκιστα ἐνῆγον τὸν πόλεμον, wo das particip. πρεσβευόμενοι als Erkl. zu φανερῶς hinzugesetzt ist u. der Sinn ist: obwohl sie nicht öffentlich Gesandte schickten, so schürten sie doch heimlich ganz besonders den Krieg an; vgl. Buttm. zu Dem. Mid. p. 149, der noch Plat. Crit. 44 b anführt. – b) die mit μέν u. δέ zu einander in Beziehung gesetzten Sätze sind oft durch Zwischensätze weit von einander getrennt, selten in der einfacheren Satzverbindung des Hom. u. Her., doch entspricht dem μέν in Il. 2, 494 erst in v. 511 das δέ; häufiger bei den Attikern, vgl. Thuc. 1, 36 u. 43, τοιαῦτα μὲν οἱ Κερκυραῖοι εἶπον – τοιαῦτα δὲ καὶ οἱ Κορίνϑιοι; vgl. 1, 85 u. 87, 1, 88 u. 90, 2, 88 u. 90, 3, 41 u. 90, 3, 60 u. 68, 6, 81 u. 88; Soph. Trach. 6–36; Xen. An. 1, 9, 7 u. 17. – c) auch dasselbe Wort wird vor μέν u. δέ mit Nachdruck wiederholt, eine Anaphora bildend, περὶ μὲν βουλὴν Δαναῶν, περὶ δ' ἐστὲ μάχεσϑαι, Il. 1, 258, vgl. 21, 464; Hes. Th. 656; häufig bei den Tragg. zur nachdrücklichen Hervorhebung des in beiden Satzgliedern vorkommenden Wortes, ϑεοῦ μὲν εὐνήτειρα Περσῶν, ϑεοῦ δὲ καὶ μήτηρ ἔφυς Aesch. Pers. 153, σέβομαι μὲν προςιδέσϑαι· σέβομαι δ' ἀντία λέξαι 680, vgl. Ag. 199 Spt. 894 u. sonst; ähnlich ist τέρας μὲν ϑαυμάσιον προςιδέσϑαι, ϑαῦμα δὲ καὶ παριόντων ἀκοῦσαι, Pind. P. 1, 26; dies καί tritt selten hinzu, πλουτεῖ μὲν ὄντων φίλων πολλῶν, πλουτεῖ δὲ καὶ ἄλλων βουλομένων γενέσϑαι, Xen. An. 7, 7, 42; ὁρᾶτε μὲν τὴν βασιλέως ἐπιορκίαν· ὁρᾶτε δὲ τὴν Τισσαφέρνους ἀπιστίαν, 3, 2, 4; öfter bei πᾶς, πολύς u. ähnlichen. – Die geläufigsten Verbindungen dieser Art sind οἱ μὲν – οἱ δέ, die Einen – die Anderen, τὰ μὲν – τὰ δέ, theils – theils, ἐνίοτε μὲν – ἐνίοτε δέ, ἔστι μὲν – ἔστι δέ, bald – bald, u. ähnl. – d) μέν findet sich auch in einem Satzgliede zweimal, διὰ μέν γε τῆς Σκυϑικῆς πέντε μέν, Her. 4, 48, vgl. 6, 101 (Il. 23, 311, τῶν δ' ἵπποι μὲν ἔασιν ἀφάρτεροι, οὐδὲ μὲν αὐτοὶ πλείονα ἴσασι, gehört nicht hierher, das zweite μέν ist hier das oben erwähnte für μήν stehende); Ἐτεοκλέα μὲν – οὕτω μὲν ἀμφὶ τοῠδ' ἐπέσταλται λέγειν, τούτου δέ, Aesch. Spt. 998; εἰ μὲν οὖν ἡμεῖς μὲν φύλακας ὡς ἀληϑῶς ποιοῦμεν, Plat. Rep. III, 421 a, womit das unten Gesagte zu vergleichen; und bes. in attischer Prosa, wenn zwei mit μέν u. δέ verbundene Sätze wieder jeder in Vorder- und Nachsatz zerfallen, ὁπόσοι μὲν μαστεύουσι ζῆν ἐκ παντὸς τρόπου ἐν τοῖς πολεμικοῖς, οὗτοι μὲν κακῶς ἀποϑνήσκουσιν· ὁπόσοι δέ –, Xen. An. 3, 1, 43, vgl. 5, 7, 6; οἷς μὲν γὰρ περὶ τῶν μεγίστων συμβούλοις χρώμεϑα, τούτους μὲν οὐκ ἀξιοῠμεν στρατηγοὺς χειροτονεῖν· οἷς δ' οὐδεὶς ἂν – συμβουλεύσαιτο, τούτους δ' αὐτοκράτορας ἐκπέμπομεν, Isocr. 8, 55; εἰ μέν τις μεγάλοις νοσήμασι συνεχόμενος μὴ ἀπεπνίγη, οὗτος μὲν ἄϑλιός ἐστιν ὅτι οὐκ ἀπέϑανεν· εἰ δέ τις ἐν τῇ ψυχῇ πολλὰ νοσήματα ἔχει, τούτῳ δὲ βιωτέον ἐστίν, Plat. Gorg. 512 a, wie auch Her. 2, 42 ὅσοι μὲν δὴ Διὸς Θηβαιέος ἵδρυνται ἱρόν, οὗτοι μέν νυν πάντες ὀΐων ἀπεχόμενοι αἶγας ϑύουσιν, ὅσοι δὲ τοῠ Μενδῆτος ἔκτηνται, οὗτοι δὲ αἰγῶν ἀπεχόμενοι ὄϊς ϑύουσι, u. öfter; vgl. Werfer zu Her. 2, 39 u. Buttmann zu Dem. Mid. p. 153, wo noch mehr Beispiele aus Plat. u. Xen. beigebracht, auch Fälle aufgeführt sind, wo das zweite μέν fehlt, aber zweimal δέ steht. – Statt der Partikel δέ entsprechen aber auch andere dem voranstehenden μέν, zum Theil noch nachdrücklicher den Gegensatz hervorhebend; μὲν – ἀλλά, Il. 2, 703. 3, 214; Aesch. Pers. 172 Ch. 733; Soph. Phil. 969 Trach. 327; u. in Prosa, z. B. Xen. An. 1, 7, 17; auch ἀλλ' ὅμως, z. B. σμικρὰ μὲν τάδ' ἀλλ' ὅμως – δὸς αὐτῷ, Soph. El. 442, Phil. 1354, wie ὅμως δέ, 471. 1063; ἄ ρ α, Plat. Phaedr. 263 b; – ἀτάρ, Il. 6, 84. 124. 21, 40; Soph. O. R. 1051 Trach. 54; Her. 2, 175; Plat. Theaet. 172 c; Xen. Hell. 5, 4, 17; – αὐτάρ, u. αὐτὰρ ἔπειτα, Il. 1, 50. 9, 705. 15, 405; – αὖ, Il. 11, 108; – αὖτε, Il. 1, 234 Od. 22, 5; auch Attik., vgl. Herm. Vig. p. 782; αὖϑις, Soph. Ant. 167; – καί, Il. 1, 267; – auch μέντοι, ἔπειτα, εἶτα, Soph. Phil. 1329 El. 731 O. R. 647 u. A.; bes. noch πρῶτον μέν, wo eigentlich bei ἔπειτα ein δέ ausgelassen ist, φιλοσόφῳ μὲν ἔοικας, – ἴσϑι μέντοι, Xen. An. 2, 1, 13; – γε μέντοι, Soph. O. R. 777; τοίνυν, Xen. An. 5, 1, 6. – Auch τε, vgl. Spitzner exc. VIII. zur Il., der sowohl μέν τε – δέ τε Il. 23, 590 u. öfter in Vergleichungen nachweis't, als μέν τε – οὐδέ, αὐτάρ, ἀλλά, Il. 5, 131, u. sonst auch das einfache μέν τε – δέ. Im zweiten Satze entspricht τε nur durch eine Aenderung der Structur, ὡς ἐρξάτην πολλὰ μὲν πολίτας, ξένων τε πάντων στίχας, Aesch. Spt. 906, wo man erwarten sollte πολλὰ δέ –, die anreihende Verbindung der Satzglieder aber vorgezogen ist; vgl. Ch. 578; Soph. Phil. 1045; Eur. Tr. 48 Cycl. 42; Schäf. mel. p. 23. S. auch Thuc. 7, 2 u. Herm. zu Vig. p. 836. – Nicht selten steht aber μέν allein, ohne daß ein Satzglied mit δέ aus dem Zusammenhange zu ergänzen ist, und dient dann bes. die Pronomina nachdrücklich hervorzuheben, τὴν μὲν ἐγὼ σπουδῇ δάμνημ' ἐπέεσσι, Il. 5, 893, diese zwar bändige ich schwer mit Worten, worin liegt »aber andere leicht«; σοὶ μὲν ἡμεῖς πανταχῆ δρῶντες φίλοι, dir wenigstens, wenn auch nicht den Andern, sind wir doch, wie wir auch handeln mögen, theuer, Soph. Ant. 634; ὡς μὲν λέγουσιν, Eur. Or. 8, wie sie sagen, ob's wahr ist, weiß ich nicht; ἐγὼ μὲν τοῦτον εἶναι τὸν τῶν σοφῶν ἐπιστήμονα, Plat. Prot. 312 c, wie equidem, ich für meinen Theil, was Andere sagen, kümmert mich nicht; ὡς μὲν ἐγὼ οἶμαι, Phaedr. 228 b; ἐκεῖνος μὲν ξυγχωρεῖ, Theaet. 174 e; Xen. An. 3, 1, 19. 7, 5, 8 u. sonst oft; zuweilen ist der Grund der Auslassung des δέ eine Veränderung der Structur, die bes. durch längere Zwischensätze veranlaßt wird, wie bei πρῶτον μέν, vgl. Xen. An. 3, 2, 1. 5, 9, 5. – Ein nachdrückliches doch ist es alleinstehend in der Frage: Ἕλλην μέν ἐστι καὶ ἑλληνίζει, Plat. Men. 82 b, vgl. Charmid. 153 c u. das im Anfang Gesagte.
In Verbindungen mit andern Partikeln behalten diese ihre eigentliche Bedeutung, und μέν dient bes. zur nachdrücklicheren Hervorhebung des Wortes, bei dem es steht; μὲν ἄρα, demnach, also, Hom. auch μέν ῥα; – μὲν γάρ, oft bei Hom. u. Folgdn, das δέ fehlt danach, Il. 5, 901 Od. 1, 173; νῦν μὲν γάρ, Soph. O. R. 590 u. öfter; Plat. Gorg. 523 c; auch μὲν γὰρ δή, Il. 11, 825; Plat., wie μὲν γὰρ οὖν, μὲν γάρ που, u. μὲν γάρ τε, Il. 17, 727; – μέν γε, doch wenigstens, certe, Il. 1, 216; καὶ λέγεται μέν γέ τις λόγος, Plat. Conv. 205 d; Rep. III, 406 e; auch μέν γέ που, ib. VIII, 559 b; – μὲν δή, jedoch, doch nun, Il. 1, 514. 8, 238. 11, 138; also, demnach, recapitulirend u. die Hauptsache wiederholend, 3, 457. 11, 142 Od. 21, 207; auch den Uebergang zu etwas Neuem machend, vgl. Schäf. zu D. Hal. C. V. p. 101; μάλιστα μὲν δὴ τοῦ ϑανόντος ἱμείρω, Soph. Phil. 350; ἐκ μὲν δὴ πολέμων τῶν νῦν ϑέσϑε λησμοσύναν, Ant. 150; σχολὴ μὲν δή, Plat. Phaedr. 258 e; τοῦτο μὲν δὴ ὁμολογεῖται, Gorg. 470 b; ἀλλὰ μὲν δή – γε, Phaed. 75 a; καὶ μὲν δή, Polit. 287 d; μὲν δῆτα, Soph. Ant. 547; – μέν νυν, bes. ion. = μὲν οὖν, auch μενοῠν, in einem Wort, geschrieben, bei den Attikern sehr gewöhnlich, nun, also, oft mit großem Nachdruck, μάλιστα μὲν οὖν, πάνυ μὲν οὖν, in Antworten, allerdings, freilich, auch verbessernd das in der Frage Enthaltene, wie imo vero, nein vielmehr, vgl. Soph. O. R. 705 Phil. 1364; Plat. Gorg. 466 ae; σὺ μὲν οὖν ἀπόκριναι, du vielmehr, 470 b; ὡς ἄτοπον τὸ ἐνύπνιον – ἐναργὲς μὲν οὖν, Crit. 44 b; auch μὲν οὖν δή u. μὲν δὴ οὖν, ion. μὲν δὴ ὦν, Her. 4, 144; u. μενοῦνγε, im N. T., die Rede anfangend; vgl. Lob. zu Phryn. p. 342; – μέν που, doch wohl, Plat. u. A., εἰδέναι μέν που χρή, man muß freilich wissen, scilicet, nimirum; – μέντε, s. oben, auch allein, denn doch, στρεπταὶ μέν τε φρένες ἐσϑλῶν, die Herzen der Edlen sind denn doch zu wenden, Il. 15, 203, vgl. 2, 145. 13, 47; μέν τοι, att. als ein Wort geschrieben, μέντοι, freilich, allerdings, bes. nach Verneinungen, Il. 8, 294 Od. 7, 259. 24, 321; Hes. O. 285; u. bes. in Antworten nachdrücklich bejahend, noch durch νὴ Δία verstärkt, Plat. Phaed. 65 d 68 b u. Sp.; καὶ μέντοι, καὶ μέντοι καί; in der Frage, denn, doch, μνήμην οὐ λέγεις μέντοι τι; Plat. Theaet. 163 e, vgl. Phaedr. 263 d 261 c; auch eine Ausnahme, eine Einwendung wird dadurch gemacht, doch, bes. wenn ὅμως folgt, Plat. u. A.; auch μέντοι γε, Xen. An. 2, 4, 14; Plat.; u. ὅμως γε μέντοι, vgl. Lob. zu Phryn. 342; μέντοι που mildert den Begriff von μέντοι; – μὲν τοίνυν, = μὲν οὖν. – Oft entspricht es einem vorangehenden μέν, stärker als δέ, Thuc. 3, 62. 6, 9, Xen. Cyr. 2, 2, 2, Luc. Prom. 12.
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72 δήν
δήν, Adverb., lange Zeithindurch, lange; nach Apollon. Adverb. Bekk. An. 2 p. 570, 20 dorisch δάν; Hesych. s. v. Δάν: μακρῶς, ὴ πολὺν χρόνον, Ἠλεὶοι; dorisch δοάν bei Alcman nach Bekk. An. 2 p. 949, 20 (Bergh. P. L. G. ed. 2 p. 659 frgm. 134); vgl. Apollon. Adverb. Bekk. An. 2 p. 570, 22 Ioann. Alexandr. p. 37, 31. Das Ο in δοάν ist entstanoen aus einem Digamma; das Wort kommt her von der Wurzel ΔιF- (Curtius Grundz. d. Griech. Etymol. 1, 201) und bedeutete ursprünglich »den Tag hindurch«; es ist nämlich abgeschliffen aus ΔFΉΝ, ΔFΆΝ, ΔΙFΔΝ, accusativ. von ΔΙFΑ »Tag«, vgl. Sanskrit divam »Tag« und Latein. dies, entstanden aus dives; verwandt ist auch das Latein. diu und das Griech. δηρόν und δηϑά. Vgl. Buttmann Ausf. Gramm. 2. Ausg. 1 S. 43 Ahrens Dial. Dor. p. 51 Curtius Grundzüge der Griech. Etymol. 2, 145. 204. Bei Homer, welcher das Wort oft gebraucht, in der Form δήν, zeigt sich das Digamma darin, daß eine kurze Sylbe im Verse vor δήν fast immer metrisch lang gebraucht wird; doch ist zu bemerken, daß die metrische Verlängerung überall in die Arsis fällt, woraus doch wohl zu entnehmen, daß das Digamma nur nach sehr schwach gehört wurde und der Kraft der Arsis zur Unterstützung bedurfte. Stellen: ἔτῑ δήν Versende Iliad. 6, 139. 8, 126. 20, 426. 23, 690 Odyss. 2, 296. 397. 17, 72; μάλᾱ δήν Versende Iliad. 1, 416. 13, 573 Odyss. 22. 473; ἔτῑ δήν Arsis des 4. Fußes Odyss. 6, 33; οὐδὄ δήν Arsis des 4. Fußes Iliad. 16, 736 Odyss. 5, 127; ἔτῑ δήν Arsis des 2. Fußes Odyss. 2, 36. Eine kurze Sylbe wird vor δήν im Verse mettisch kurz gebraucht Odyss. 15, 10 Τἡλὲμαχ', οὐκέτι καλὰ δόμων ἄπο δὴν ἀλάλησαι, wo es aber die var. lect. τῆλ' ἀλάλησαι giebt. Eine lange Sylbe steht im Verse vor δήν Iliad. 1, 512. 5, 412 Odyss. 1, 281. 2, 215. 264. 13, 189. 14, 330. 376. 15, 270. 18, 313. 19, 299. 20, 155. 216. 290. 23, 95. 24, 125. Den Vers beginnt δήν Iliad. 6, 131 9, 80. 695. 17, 695 Odyss. 2, 164. 4, 494. 704. 6, 167. 14, 416. 21, 426. Hervorzuheben ist die bei Homer sich öfters findende Verbindung von δήν mit einer Negation, durch welche Verbindung die außer δήν auch bei vielen andern Wörtern in Ilias und Odyssee sich zeigende, z. B. von Aristonicus Scholl. Iliad. 15, 11 erwähnte Figur gebildet wird, von der Sengebusch Offener Brief an Rost S. 12 handelt. Z. B. Odyss. 2, 36 οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν ἧστο heißt allerdings wörtlich nur »er saß nicht lange mehr da«, zu verstehen ist aber nicht etwa, daß er doch noch eine Zeit lang dagesessen habe, sondern daß er sofort aufgestanden sei; Odyss. 2, 296 οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν Τηλέμαχος παρέμιμνεν bedeutet nicht etwa »er blieb nicht mehr lange, sondern nur noch ein wenig«, vielmehr ist auf's Bestimmteste gemeint »alsbald gieng er weg«. So ist die Formel οὐδ' ἄρ' ἔτι δήν auch wo sie sonst noch vorkommt zu verstehn, Odyss. 2, 397. 17, 72 Iliad. 6, 139. 8, 126. 23, 690; so Iliad. 20, 426 οὐδ' ἂν ἔτι δήν; so auch Iliad. 16, 736 οὐδὲ δὴν χάζετο φωτός, »denn auf der Stelle griff er ihn an«, οὐδέ Homerisch = οὐ γάρ, und Odyss. 5, 127 οὐδὲ δὴν ἦεν ἄπυστος Ζεύς, »sogleich erfuhr es Zeus«, und Odyss. 6, 33 ἐπεὶ οὔ τοι ἔτι δὴν παρϑένος ἔσσεαι, und Odyss. 21, 426 οὐδέ τι τόξον δὴν ἔκαμον τανύων, und Odyss. 4, 494 οὐδέ σέ φημι δὴν ἄκλαυτον ἔσεσϑαι, und Iliad. 6, 131 οὐδὲ γὰρ οὐδὲ Δρύαντος υἱὸς κρατερὸς Λυκόοργος δὴν ἦν, vgl. unten. Daß dergleichen Ausdrücke den angegebenen Sinn haben, erhellt meistens schon aus dem Zusammenhange, z. B. Iliad. 8, 126 οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν ἵππω δευέσϑην σημάντορος· αἶψα γὰρ εὗρεν Ἰφιτίδην Ἀρχεπτόλεμον ϑρασύν, ὅν ῥα τόϑ' ἵππων ὠκυπόδων ἐπέβησε, δίδου δέ οἱ ἡνία χερσίν. Besonders lehrreich ist Odyss. 20, 155 οὐ γὰρ δὴν μνηστῆρες ἀπέσσονται μεγάροιο, ἀλλὰ μάλ' ἦρι νέονται, ἐπεὶ καὶ πᾶσιν ἑορτή: hier kommt nämlich noch eine andere sehr oft bei Homer sich findende Figur in's Spiel, die Parallelie, d. h. Homer sagt zweimal hinter einander mit verschiedenen Worten dasselbe, οὐ δὴν ἀπέσσονται ist dasselbe wie μάλ' ἦρι νέονται. Vgl. hiermit Odyss. 2, 164 οὐ γὰρ Ὀδυσσεὺς δὴν ἀπάνευϑε φίλων ὧν ἔσσεται, ἀλλά που ἤδη ἐγγὺς ἐὼν τοίσδεσσι φόνον καὶ κῆρα φυτεύει πάντεσσιν. Eine andere Parallelie zeigt sich in der Formel μίνυνϑά περ, οὔ τι μάλα δήν, »sehr kurze Zeit, durchaus nicht sehr lange Zeit«, Iliad. 1, 418. 15, 575 Odyss. 22. 473: hier ist οὔ τι μάλα δήν genau dasselbe, wie μίνυνϑά περ; ein sofortiges Eintreten des Gegentheils wird hier nicht bezeichnet, sondern eine wirklich stattfindende, aber kurze Dauer des betreffenden Zustandes; dies drückt das eine der beiden einander parallelen Glieder angemessen durch μίνυνϑά περ aus; in dem andern parallelen Gliede ist μάλα zu δήν hinzugetreten; οὔ τι δήν ohne μάλα würde das sofortige Eintreten des Gegentheils bezeichnen, οὔ τι μάλα δήν mit seinem μάλα drückt die wirklich stattfindende, aber kurze Dauer des betreffenden Zustands aus. Unter den Ausdrücken, in welchen δήν nicht mit einer Negation verbunden ist, muß hervorgehoben werden das nur in der Odyssee und zwar stets von der langen Abwesenheit des Odysseus gebrauchte δὴν οἰχομένοιο: Odyss. 20, 290. 24, 125 μνάσκετ' (μνώμεϑ') Οδυσσῆος δὴν οἰχομένοιο δάμαρτα; 18, 313 δμωαὶ Οδυσσῆος δὴν οἰχομένοιο ἄνακτος; 20, 216 κτήματα δάσσασϑαι δὴν οἰχομένοιο ἄνακτος; 14, 575 ἠμὲν οἳ ἄχνυνται δὴν οἰχομένοιο ἄνακτος; 1, 281. 2, 215. 264. 15, 270 Versende πατρὸς δὴν οἰχομένοιο. In dieser Formel geben Viele dem Worte δήν die Bedeutung »vor langer Zeit«; dies ist unrichtig; δήν heißt auch hier »lange Zeit hindurch«, das praes. οἴχομαι aber hat, wie auch sonst oft, Perfectbdtg, = »ich bin weggegangen und bin jetzt abwesend«, δὴν οἰχομένοιο = »des lange abwesenden«. Die Formel hat genau dieselbe Bedeutung wie das cbcnsalls nur in der Odyssee und von der langen Abwesenheit des Odysseus gebrauchte ἤδη δὴν ἀπεών, Odyss. 13, 189. 14, 330. 19, 299, an allen drei Stellen Versanfang. Die Bedeutung »für lange Zeit«, »auf lange Zeit hin« erhält δήν in der Formel δὴν δέ μιν ἀμφασίη ἐπέων λάβε, Iliad. 17, 695 Odyss. 4, 704; denn daß λάβε statt κατεῖχε stehe, diese doppelte Enallage des Tempus und der Vocabel wird kein Unbefangener annehmen. Der Ausdruck δὴν εἶναι, »lange sein«, bedeutet »lange leben«, also Iliad. 6, 131 οὐδὲ γὰρ οὐδὲ Δρύαντος υἱὸς κρατερὸς Λυκόοργος δὴν ἦν und vs. 139 οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν ἦν, nach dem oben Bemerkten, = »er starb alsbald«. Dieser Erklärung, nach Homerischem Sprachgebrauche der allein möglichen, steht der Zusammenhang, das ἔπειτα vs. 138 und das καί μιν τυφλὸν ἔϑηκε Κρόνου παῖς vs. 139 keineswegs entgegen; denn das ἔπειτα heißt nicht »in der Folgezeit«, »später«, sondern »in Folge dessen«, »deshalb«, und die Blendung grade mag nach der von Homer anerkannten Sage den Tod eben herbeigeführt haben. Dies deutet Homer sogar ausdrücklich an, durch das ἄρα in οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν ἦν, welches ἄρα den Tod als Folge der Blendung hinstellt. Also man könnte z. B. an sofortigen Selbstmord aus Verzweiflung denken. Dabei ist natürlich zu beachten, daß »alsbald«, »sofort«, ein relativer Begriff ist, so gut wie »lange Zeit« und »kurze Zeit«; daß also rhetorisch-poetische Uebertreibung hier eine passende Stätte hat; wie ja z. B. in der oben erwähnten Stelle Odyss. 6, 33 auch nicht gemeint ist, daß Nausikaa noch in derselben Nacht heirathen soll. Aber die Worte lauten dort auf »sofortige« Heirath, hier, Iliad. 6, 131. 139, auf »sofortigen« Tod. Nicht ganz klar ist das δήν Iliad. 5, 412, Τυδείδης φραζέσϑω μή τίς οἱ ἀμείνων σεῖο μάχηται, μὴ δὴν Αἰγιάλεια ἐξ ὕπνου γοόωσα φίλους οἰκῆας ἐγείρῃ, κουρίδιον ποϑέουσα πόσιν, ἰφϑίμη ἄλοχος Διομήδεος; wahrscheinlich ist hier δήν ungefähr so viel wie πολλάκις, oder vielmehr = »lange Zeit hindurch jede Nacht«. Die Scholien zu der Stelle erkennen die Lesart δήν an; aber es liegt kein altes Alexandrinisches Scholium vor; Bekker hat in der Ausgabe von 1858 die var. lect. μή πως als Lesart eines »auctor recentior«; dieser auctor dürfte aber doch wohl mittelbar oder unmittelbar aus den Scholien geschöpft habent ein Scholium nämlich giebt unter Anerkennung des δήν das μή τις Homers durch μή πώς τις wieder, ein anderes giebt das μή Homers vor δήν durch μή πως wieder ohne das δήν zu erwähnen. Entschieden zu verwerfen ist wohl die Lesart δήν Iliad. 8, 448 οὐ μὲν δὴν κάμετόν γε μάχῃ ἔνι κυδιανείρῃ ὀλλῦσαι Τρῶας, Bekker οὐ μέν ϑην, und Iliad. 2, 276 οὐ δήν μιν πάλιν αὖτις ἀνήσει ϑυμὸς νεικείειν βασιλῆας, Bekker οὔ ϑήν μιν. – Bei Aeschyl. Pers. 584 ist δήν ebenfalls bedenklich, τοὶ δ' ἀνὰ γᾶν Ἀσίαν δὴν οὐκ ἔτι περσονομοῦνται; man will ϑήν schreiben. – Eurip. Med. 1035 νῦν δ' ὄλωλε δὴν γλυκεῖα φροντίς, bessere Lesart ὄλωλε δή; Rhes. 480 ἀλλὰ δὴν ἐλαύνομεν, bessere Lesart ἀλλ' ἄδην ἐλαύνομεν. – Apoll. Rhod. sagt ἐπὶ δήν, 1, 516. 4, 740; ähnlich sagt derselbe ἐπὶ δηρόν, s. s. v. δηρόν. – Nic. Al. 396 οὐδέ τι κῆρυξ δὴν ἔσεται τήϑη τε γεγαιρόμενα μνίοισι, Scholl. τὸ δὲ δὴν ἔσεται ἤτοι πολὺ ἀπέσται, ἀντὶ τοῦ ἐκτὸς ἔσται.
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73 ἀλλά
ἀλλά, Conjunction, eine Verschiedenheit ausdrückend; eigentl. accus. neutr. plur. von ἄλλος, der Accent geändert, um die Aenderung der Bed. anzuzeigen; ἀλλά drückt aus 1) das Gegentheil, so daß das Vorhergehende ganz aufgehoben wird, also: – a) wenn ein negativer Satz vorangeht, so ndern; Hom. Od. 8, 197 ἐπεὶ οὔ τι μεμιγμένον ἐστὶν ὁμίλῳ, ἀλλὰ πολὺ πρῶτον, 17, 416 οὐ μέν μοι δοκέεις ὁ κάκιστος Ἀχαιῶν ἔμμεναι, ἀλλ' ὤριστος, ἐπεὶ βασιλῆι ἔοικας. Homer liebt es in diesem Falle den Satz mit ἀλλά ganz wegzulassen, z. B. Iliad. 15, 11 ὁ δ' ἀργαλέῳ ἔχετ' ἄσϑματι κῆρ ἀπινύσσων, αἷμ' ἐμέων, ἐπεὶ οὔ μιν ἀφαυρότατος βάλ' Ἀχαιῶν, Scholl. Ariston. οὔ μιν ἀφαυρότατος: ὅτι τὸ ἐναντίον ὑπακουστέον, ἀλλ' ἰσχυρότατος· οὐ γὰρ ἐκ πλήρους ἀποδέδωκεν, ὡς ἐπὶ τοῠ »δός, φίλος οὐ γάρ μοι δοκέεις ὁ κάκιστος Ἀχαιῶν ἔμμεναι, ἀλλ' ὤριστος (Od. 17, 416)«; s. Lehrs Aristarch. p. 14: – οὐκ ἀνϑρώπινον – ἀλλὰ ϑεῶν Xen. Oec. 21, 12; οὐχ ἅπαξ, ἀλλὰ πολλάκις Plat. Phaedr. 228 a; – nach μὴ ὅτι, sondern vielmehr, μὴ ὅτι ἰδιώτην τινὰ ἀλλὰ τὸν μέγαν βασιλέα Apol. 40 d. – b) wenn ein affirmativer Satz vorhergeht, wo das Gegentheil negirt wird, und im Deutschen ἀλλά gewöhnlich unübersetzt bleibt, ἐκεῖϑεν ἀλλ' οὐκ ἐνϑένδε ἡρπάσϑη (u.) nicht von hier, Plat. Phaedr. 229 d; φιλοσόφους ἀλλ' οὐ φιλοδόξους κλητέον Rep. V, 480 e. – 2) nur Verschiedenes, so daß das Vorhergehende nur zum Theil aufgehoben und beschränkt wird: – a) nach Concessivsätzen: allein, jedoch; im ersten Satzgliede stehen μέν, γέ u. ä., αὐτὸς μὲν γὰρ ἐγὼ μενέω νηῶν ἐν ἀγῶνι, ἀλλ' ἕταρον πέμπω Il. 16, 240; τὰ μὲν καϑ' ἡμᾶς ἔμοιγε δοκεῖ καλῶς ἔχειν ἀλλὰ τὰ πλάγια λυπεῖ με Xen. Cyr. 7, 1, 16. – b) wenn ein vorhergehender Negativsatz durch eine Ausnahme beschränkt wird, so viel als πλήν, εἰ μή, son dern, als, ἄλλος δ' οὔ τίς μοι τόσον αἴτιος Οὐρανιώνων, ἀλλὰ φίλη μήτ ηρ Il. 21, 276; vgl. Od. 8, 312; ἔπαισε δ' αὐτόχειρ νιν οὔτις ἀλλ' ἐγὼ τλάμων Soph. O. R. 1331; ἐν τῷ μέσῳ ἄλλη μὲν πόλις οὐδεμία οὔτε φιλία οὔτε Ἑλληνίς, ἀλλὰ Θρᾷκες Xen. An. 6, 4, 2; vgl. Plat. Symp. p. 181 d; οὐδὲν ὄντας ἀλλὰ κωφούς Ar. Ach. 651. Häufiger steht in solchen Sätzen ἀλλ' ἤ, sondern nur, μὴ χρῆσϑαι ἐλαίῳ, ἀλλ' ἢ ὅτι σμικροτάτῳ Plat. Prot. 334 c; οὐδὲν ἄλλο σκοπεῖν ἀλλ' ἢ τὸ ἄριστον Phaed. 97 d; auch nach vorangegangener Frage, die einen negativen Sinn hat, τίνος ἕνεκα κἄν τις ζώῃ, ἀλλ' ἢ τῶν τοιούτων ἡδονῶν ἕνεκα Phaedr. 258 e; ἀργύριον μὲν οὐκ ἔχω, ἀλλ' ἢ μικρόν τι Xen. An. 7, 7, 53, Geld hab' ich nur wenig; vgl. Heindorf zu Plat. Prot. 374 b; Bergler zu Ar. Equ. 790 u. bes. G. T. A. Krüger de formula ἀλλ' ἤ. Ebenso τουτὶ τί ἶν τὸ πρᾶγμα ἀλλ' ἤ, was war das anders als, für: es war nichts, sondern nur, Ar. Ran. 440, gleichsam für τί ἄλλο ἦν ἤ. In vielen Stellen kann es sogar zweifelhaft sein, ob ἄλλ' ἤ oder ἀλλ' ἤ zu schreiben; so hat Bekker Ar. Ran. 227 οὐδὲν γάρ ἐστ' ἀλλ' ἢ κόαξ, wo frühere Herausgeber ἄλλ' hatten; Kühner entscheidet sich für οὐδὲν ἄλλ' u. τί ἄλλ', in den Vrbdgn, wo ποιῶ zu ergänzen ist. – c) nach Comparativen mit einer Negation, um den Ggstz stärker, als durch das gleichstellende ἤ hervorzuheben, z. B. οὐ τὸ κερδαίνειν μᾶλλον τέρπει ἀλλὰ τὸ τιμᾶσϑαι, nicht Gewinn, sondern victmehr Ehre erfreut, Thuc. 2, 44 u. öfter. – d) nach einem hypothetischen Vordersatze, so, alsdann, εἴ περ γάρ τε χόλον γε καὶ αὐτῆμαρ καταπέψῃ, ἀλλά τε καὶ μετόπισϑεν ἔχει κότον, so zürnt er doch später, Il. 1, 82 vgl. 21, 577. 22, 192. Ebenso nach ἐπεί, Her. 9, 41 ἐπεὶ ὑμεῖς οὐκ ἴστε – ἀλλ' ἐγὼ ἐρέω, vgl. Soph. O. C. 241; nach ἐπεὶ δή Od. 14, 151. Bei Plat. mit οὖν u. γε, εἰ μὴ πάσῃ σαφηνείᾳ δυνάμεϑα λαβεῖν, ἀλλ' οὖν λόγου γε ἐνδεεῖς μηδὲν γιγνώμεϑα, so wollen wir wenigstens nicht... Soph. 254 c. Mit Weglassung des Vordersatzes bildet sich der elliptische Gebrauch des ἀλλά in der Mitte des Satzes, πειράσατ' ἀλλ' ὑμεῖς γε κινῆσαι στόμα, versucht ihr doch wenigstens (wenn kein Anderer es kann), Soph. O. C. 1276; ἀνοιγέτω τις δῶμα – ὡς ἂν ἀλλὰ παῖδ' ἐμὴν ῥυσώμεϑα, damit wir wenigstens meinen Sohn retten, Eur. Or. 1561. Es hebt in diesem Falle nur das Wort, vor dem es steht, hervor; vgl. Soph. Ant. 552; sogar σὺ δ' ὰλλά Ar. Ach. 997. – e) als elliptische Ausdrücke schließen sich hieran: οὐ μὴν ἀλλά u. οὐ μέντοι ἀλλά, doch nein! sondern, jedoch; οὐ γὰρ ἀλλά, freilich, φέρε δὴ ταχέως αὔτ', οὐ γὰρ ἀλλὰ πειστέον (denn ich darf mich nicht weigern), ich muß ja doch gehorchen, Ar. Ran. 499. – 3) In Antworten tritt der Gegensatz nicht immer so deutlich hervor, ist aber vorhanden, häufig in den Diverbien der Tragg. und den Dialogen des Plato, wohl, allerdings, ἀλλ' ἀνάγκη, ich muß ja wohl, Plat. Prot. 357 b; ἀλλ' ὁμολογῶ Gorg. 476 d; dazu treten noch Betheuerungen: μὰ τὸν Δία, ἀλλ' ἐγὼ οὐδὲ αὐτὸς συνίημι 463 d; νὴ τοὺς ϑεοὺς ἀλλ' ἐπιϑυμῶ 481 c; u. so ein doppeltes ἀλλά; μὰ Δί' ἀλλ' οὐκ ήγνόουν ἔγωγε, ἀλλὰ σαφῶς ἐγίγνωσκον Alc. I, 110 c. Der Gegensatz ist leicht hinzuzudenken. Ein doppeltes ἀλλά s. auch Il. 2, 241. 859 Od. 14, 151. – 4) Noch mehr tritt der Gegensatz zurück, wenn es nur den Uebergang zu etwas Neuem bezeichnet oder kurz die Rede abbricht, ἀλλὰ ταῠτα μὲν τί δεῖ λέγειν, doch, Soph. Phil. 11 u. sonst; oder nach längerer Unterbrechung wieder auf das Frühere zurückweis't. Beispiele überall. Sogar ganz im Anfange der Rede steht es so, zuweilen nachdrücklich, als Mißbilligung des Vorigen, Od. 4, 472, oder gegen eine herrschende Vorstellung gerichtet, wie Xen. sein Sympos. anfängt: ἀλλ' ἐμοὶ δοκεῖ. Es entwickeln sich hieraus folg. besondere Fälle: – a) es tritt zu lebhaften Aufforderungen u. Ermahnungen im imperat. u. conj., ἀλλὰ μάχεσϑε, ἀλλ' ἄγε Hom. Iliad. 1, 62, ἀλλ' ἄγετε 2, 72, ἀλλ' ἴϑι 14, 267, ἀλλ' ἴϑι νῦν 2, 163, ἀλλὰ σύ γ' ὄρνυϑι τοῦτον 6, 363; in Prosa, ἀλλ' οὖν ἀκούετε, so höret doch, Plat. Prot. 310 a; ἀλλ' ἴωμεν 311 a. Aehnl. beim vocat., dem es nachsteht, ὦ Φίντις, ἀλλὰ ζεῠξον Pind. Ol. 6, 22; Soph. O. R. 1503; nach Gregor. Cor. 88 ist dies besonders attische Eigenthümlichkeit. – b) in Fragen; Fälle, wie εἰ μή ἐστι τοῠτο τὸ πάϑημα – ἀλλὰ τί ποτ' ἔστι, εἴπατον ἡμῖν Plat. Prot. 353 a, erinnern an 2 d und lassen auch die anderen Fälle elliptisch betrachten, wenn sie nicht einen Einwand ausdrücken; ἀλλὰ τί οὐ βαδίζομεν ib. 311 a. So ἀλλ' ἆρα, num, z. B. Euth. 9 d; – anders ἀλλ' ἄρα – μὴ ὁ Κτήσιππος ἶν ὁ ταῠτ' εἰπών, aber vielleicht war es nicht Ktesippus, Euthyd. 290 e; ἀλλ' ἦ, eine leidenschaftliche Frage, auf die eine verneinende Antwort erwartet wird, ἀλλ' ἦ μέμηνας Soph. El. 879, bist du denn rasend? an eine andere Frage anknüpfend, an?, vgl. Plat. Prot. 309 c, auch wenn diese nicht bestimmt ausgedrückt ist, Phaedr. 261 b. Häufig steht es mehrere Male hinter einander in lebhaften, durch Fragen dargestellten Folgerungen und Beweisen, ἀλλὰ χρημάτων –; ἀλλὰ ταὐτόν μοί ἐστιν– ἀλλὰ δὴ φυγῆς τιμήσομαι Plat. Apol. 37 c Rep. II, 382 a; so auch außer der Frage, Prot. 341 d u. sonst. – 5) οὐ μόνον – ἀλλὰ καί, wo auch, und oft nachdrücklicher, καί fehlt, schließt sich an 1) an u. stellt die beiden Satzglieder gleich. – Verbindungen von ἀλλά mit anderen Partikeln: ἀλλὰ καὶ ὧς Hom. Iliad. 1, 116, ἀλλ' οὐδ' ὧς Od. 1. 6; – ἀλλ' ἄρα, sondern vielmehr, nach einer Verneinung, Il. 6, 418. 12, 320; Soph. aber nun, Trach. 502; – ἀλλὰ – γάρ, aber freilich, ἀλλ' οὐ γάρ πως ἔστιν. aber es ist ja unmöglich, Od. 19, 591; Her. 1, 14. 9, 27, u. sonst; γάρ behält seine Bedeutung, daß es den Grund des Gegensatzes angiebt, wenn derselbe auch nur aus dem Zusammenhange ergänzt werden muß, ἀλλὰ ζητῶ γάρ Plat. Charm. 165 b; – ἀλλὰ γὰρ δή Hipp. mai. 301 b; – über οὐ γὰρ – ἀλλά s. 2 e; – ἀλλὰ – γε, doch wenigstens, ἀλλὰ πειράσομαί γε, aber versuchen will ich's doch, Phaed. 63 d; die Stellen, wo ἀλλά γε neben einander stehen, sind unsicher; – ἀλλὰ δή, bes. den Einwand eines Andern vorwegzunehmen, aber wirst du sagen, ἀλλὰ δὴ βελτίονα ὴμῶν αἱρήσεσϑε Prot. 338 c; vgl. Stallb. zu Crit. p. 54; – ἀλλά που Hom. Iliad. 13, 225; – ἀλλ' ἤ, außer der Frage, wahrlich, s. oben; – ἀλλ' ἤτοι, aber freilich, indessen, theilweis einräumend. μέντοι γε, Plato, aber jedoch; – ἀλλὰ μήν, aber doch, atqui; – οὐ μὴν ἀλλὰ καί, verumtamen; – ἀλλά περ, im Nachsatze nach εἰ, Il. 12, 349. 362, wie auch ἀλλά τε den Nachsatz nach εἴ πέρ τε, εἴ περ γάρ einleitet, Il. 1, 82. 10, 226. 21, 577. 22, 192; – ἀλλ' οὖν, aber doch; – ἀλλ' οὖν γε, aber doch wenigstens; – ἀλλά – τοι, jedoch. – Im Nachsatze ἀλλά auf homerische Art περιττῶς Iliad. 24, 771 ἀλλ' εἴ τίς με καὶ ἄλλος ἐνὶ μεγάροισιν ἐνίπτοι –, –, ἀλλὰ σὺ τόν γ' ἐπέεσσι παραιφάμενος κατέρυκες.
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74 ὄσον
ὄσον, ep. ὅσσος, 1) relativ. Correlativ zu πόσος, sowohl von der Größe, so groß wie, als vom Raum, so weit wie, von der Zeit, so lange als, und von der Zahl, so viel wie, auch vom Grade der Kraft und Anstrengung, so sehr wie, quantus; dem demonstrativen τόσος entsprechend, τόσσον ἔνερϑ' Ἀΐδεω, ὅσον οὐρανός ἐστ' ἀπὸ γαίης, so weit der Himmel von der Erde ist, Il. 8, 16; οὔ μοι Τρώων τόσσον μέλει ἄλγος ὀπίσσω, ὅσσον σεῖο, nicht so sehr wie dein Schmerz, 6, 454; οὐ μέντοι ἐγὼ τόσον αἴτιός εἰμι, ὅσσον οἱ ἄλλοι, Il. 21, 371; u. umgestellt, αἴϑ' ὅσον ἥσσων εἰμί, τόσον σέο φέρτερος εἴην, 16, 722; χρόνον τοσοῦτον, εἰς ὅσον, Soph. Phil. 1065; τοσοῦτον ὅσον δοκεῖν, O. R. 1191; ἐς τοσοῦτον αἰκίας πεσεῖν, ὅσον πέπτωκεν ἤδη, O. C. 753, so tief wie er gesunken; κλαῦσαι τοσόνδ' ὅσον μοι ϑυμὸς ἡδονὴν φέρει, El. 278, vgl. Ai. 1356; auch in Prosa, τοσοῠτοι ὄντες ὅσοι νῦν συνεληλύϑατε, Xen. An. 3, 1, 36, öfter; allgemeiner auch dem οὗτος entsprechend, ὅσων ψαύοιμι, πάντων τῶνδε μετειχέτην, Soph. O. R. 1477; οἷς τοσούτων πέρι σκέψις ὅσων ἡμῖν πρόκειται, Plat. Rep. VII, 533 e; – häufiger ohne das Demonstratvum, πρῶτον μὲν κατὰ πυρκαϊὴν σβέσαν αἴϑοπι οἴνῳ, ὅσσον ἐπὶ φλὸξ ἦλϑε, so weit die Flamme gekommen war, Il. 23, 251; βόϑρον ὄρυξ' ὅσσον τε πυγούσιον ἔνϑα καὶ ἔνϑα, so groß wie eine Elle, Od. 11, 25, öfter; πᾶν ὅσον, Hes. O. 690; Aesch. Prom. 789; τιμίαν ἕδραν, ὅσην παρ' ἄλλων οὔποτ' ἂν σχέϑοις βροτῶν, Eum. 819; μηδὲν ἐλλείπειν, ὅσον χρὴ πονεῖν, Soph. Ai. 1358; πᾶν ὅσον κάτοιδ' ἐγώ, El. 370; Trach. 348; und im plur., alle welche; mit πᾶς, τοὺς πάντας ἐχϑαίρω ϑεούς, ὅσοι παϑόντες εὖ κακοῦσί μ' ἐκδίκως, Aesch. Prom. 978; πάντων, ὅσ' ἐστί, χρημάτων ὑπέρτερον, Soph. Ant. 680; und ohne πᾶς, ὅσοις δικαστῶν τόδ' ἐπέσταλται τέλος, Aesch. Eum. 713, vgl. Ag. 362; πάντα ποιήσειν, ὅσα δέοι, Xen. An. 2, 1, 2. – Nach dem geläufigen ὅσον χρόνον wird auch gesagt ὅσσαι νύκτες τε καὶ ἡμέραι ἐκ Διός εἰσιν, d. i. alle Nächte und Tage, so viel sind, Od. 14, 93; u. so ὅσοι μῆνες, Dem. 24, 142. – Die nähere Bestimmung wird im accus. angegeben, ὅσην δεῖ τὸ μέγεϑος τὴν πόλιν ποιεῖν, d. i. wie groß, Plat. Rep. IV, 423 b. – Eine bei οἷος erwähnte Attraktion findet auch hier statt, τὸ μὲν ἄμμες ἐΐσκομεν εἰςορόωντες ὅσσον ϑ' ἱστὸν νηὸς ἐεικοσόροιο, Od. 9, 321, für τοσοῦτον, ὅσος ἱστός ἐστι, wie 10, 113 τὴν δὲ γυναῖκα εὗρον ὅσην τε ὄρεος κορυφήν, sie fanden sie so groß, wie ein Berggipfel ist; Her. στρατοῦ μοῖραν, ὅσην δή κοτε ἔχων, wie groß er immer war, 1, 157, und ἐπὶ μισϑῷ ὅσῳ δή, eigtl. τοσούτῳ, ὅσος δὴ ἦν, 1, 160, vgl. unten ὅσον. – Mit der bei ὅς u. οἷος erwähnten Umstellung des Objects, ὁρᾷς οὖν ἡμᾶς, ὅσοι ἐσμέν, Plat. Rep. I, 327 c. – Auch der unter ὅς erwähnte Fall, daß ein anderer Casus des Demonstrativs vor ὅσος zu ergänzen ist, kommt vor, λαβόντες ὅσοι ἦσαν βόες, Xen. An. 7, 8, 16. – C. gen., ὅσον πένϑεος Il. 11, 658, ὅσοι ἵππων 5, 267; oft in Prosa, τῶν νέων ὅσοι ἀγαϑοί, Plat. Rep. V, 468 c, ὅσα φανερὰ γῆς τε καὶ οὐρανοῦ Soph. 232 c. – Beim superlat. zur Verstärkung (vgl. unten ὅσον); so ὅσας ἂν πλείστας δύναιντο καταστρέφεσϑαι, Her. 6, 44; ἄγων στρατιὰν ὅσην πλείστην ἐδύνατο, Thuc. 7, 21; öfter bei Sp., wie Pol., vgl. οἷος u. ὡς. Aehnlich ist ὅσον τάχος, Ar. Thesm. 727, so schnell wie möglich. – Auf τοσοῦτον bezogen, welches auch ausgelassen werden kann, wird es auch mit dem inf. verbunden, wie ὥςτε, ἡ μὲν ἔφϑασεν τοσοῦτον, ὅσον Πάχητα ἀνεγνωκέναι τὸ ψήφισμα, Thuc. 3, 49; ἐλείπετο τῆς νυκτός, ὅσον σκοταίους διελϑεῖν τὸ πεδίον, Xen. An. 4, 1, 5, es blieb so viel übrig, daß sie im Finstern durch die Ebene kamen. Vgl. unten ὅσον. – 2) Steht πᾶς nicht dabei, so drückt ἄν mit dem Conj. eine bedingte, unbestimmte Allgemeinheit aus, ὅσ' ἂν ϑέλῃς κακά, Soph. Phil. 64, vgl. O. R. 1129 O. C. 1630; ὅσον ἂν ᾖ πού τι φλαῦρον, Plat. Soph. 227 d; ὅσον ἂν ἕκαστος βούληται, Conv. 176 e; στρατοπεδευσώμεϑα προελϑόντες ὅσον ἂν δοκῇ καιρὸς εἶναι, Xen. An. 6, 1, 14, öfter, u. Folgde; – wofür in der indirecten Rede u. in Beziehung auf die Vergangenheit der opt. eintritt, ὅσα τῷ σώματι αὐτοῦ κόσμον πέμποι τις, περὶ τούτων λέγειν αὐτὸν ἔφασαν, Xen. An. 1, 9, 23, öfter; aber auch mit ἄν u. opt. (opt. potent.), 1, 5, 9, wo Krüger zu vergleichen, der es aus einer Handschrift auch 5, 4, 25 zugesetzt hat. – 3) zum Ausdruck einer indirecten Frage und bes. eines Ausrufs der Verwunderung, ὁρᾷς, Ὀδυσσεῦ, τὴν ϑεῶν ἰσχύν, ὅση, wie groß die Macht der Götter ist, Soph. Ai. 118; ὅσον ἦν κέρδος σιγῇ κεύϑειν, Trach. 984, vgl. El. 961; εἰς ὅσον κλύδωνα συμφορᾶς ἐλήλυϑεν, O. R. 1527; ὅσον τι δένδρεον γίγνεται ἐπιστάμενος, Her. 1, 193, vgl. 7, 236; auch mit τίς, μὴ πύϑῃ, ὅσοι τινὲς ἐόντες, 7, 102; χῶμα ἄξιον ϑωύματος μέγαϑος καὶ ὕψος ὅσον τί ἐστι, 1, 185, wie groß es ist, wo man wie bei οἷος (s. oben) es auch auflösen kann: ὅτι τόσον ἐστί; vgl. τὸν γενόμενον οἱ προςήκοντες ὀλοφύρονται, ὅσα μιν δεῖ ἀναπλῆσαι κακά, was für große Leiden er ertragen muß, d. i. daß er so Großes erdulden müsse, 5, 4, vgl. 2, 175; vgl. noch Plat. τὸ γῆρας ὑμνοῦσιν ὅσων κακῶν σφίσιν αἴτιον Rep. I, 329 b, οὐδ' ὅσους πόδας εἶχεν εἰδότες VII, 522 d. – Daraus hat sich die Verbindung ϑαυμαστὰ ὅσα, wie mir um quantum, es ist zu verwundern, wie viel, gebildet, Plat. Hipp. mai. 282 c, ὅλον μένει ἀμήχανον ὅσον χρόνον Phaed. 80 d; ἀμηχάνῳ δὴ ὅσῳ πλεῖον νικήσει Rep. IX, 588 a. – Vgl. noch Eur. Suppl. 66, μετάδος δ', ὅσσον ἐπαλγῶ μελέα τῶν φϑιμένων, da ich so sehr betraure. Geradezu für das Demonstrativ τόσον soll es bei Theocr. 4, 39 stehen: ὅσον αἶγες ἐμὶν φίλαι, ὅσσον ἀπέσβας, wo aber einige mss. für das zweite τόσσον haben und sich bes. die Aenderung φίλα empfiehlt. In B. A. 4, 20 wird auch ἀνεβόησεν οὐράνιον ὅσον angeführt. – 4) sehr gew. wird ὅσον, p. auch ὅσα, Il. 23, 431, adverbial gebraucht, von der Stimme so laut, vom Raume soweit, von der Zahl so vi el, von der Zeit so lange, ὅσον τε, soweit als, 10, 351. 23, 327 Od. 10, 113, Hes. O. 681. – Steht die Bestimmung des Raumes im accus. dabei, so nimmt es die Bedeutung ungefähr an, ὅσον τ' ὄργυιαν, Od. 9, 325. 10, 167, ὅσον τε πυγούσιον, 10, 517. 11, 25, ὅσον τ' ἐπὶ ἥμισυ, ungefähr bis zur Hälfte, 13, 114; ξύλα ὅσον τε διπήχεα, Her. 2, 96; νεκρὸν ξύλινον, μέγαϑος ὅσον τε πηχυαῖον ἢ δίπηχυν, 2, 78; u. häufig ὅσον τε δέκα στάδια, 9, 57, vgl. ὅσον τε ἐπὶ τρεῖς ἡμέρας, 2, 5. 30; ὅσον δύ' ἢ τρία στάδια, Plat. Phaedr. 229 c; Xen. oft u. Folgde, ὅσον εἴκοσι πόδας ἀπέστη, Pol. 39, 1, 3. – Τοσοῦτον διαφέρειν – ὅσον entspricht einander Xen. Cyr. 8, 1, 4; ὅσον αἱ ἄλλαι ἡδοναὶ ἀπομαραίνονται, τοσοῦτον αὐξάνονται, Plat. Rep. I, 328 d; u. so bes. im compar., wo aber ὅσῳ – τοσούτῳ, um so viel – als, je – desto, üblicher ist, ὅσῳ δὲ μᾶλλον πιστεύω, τοσούτῳ μᾶλλον ἀπορῶ, II, 368 b, vgl. Phaedr. 244 d Euthyphr. 11 d; ὅσῳ μὲν ἂν ϑᾶττον ἔλϑοι, τοσούτῳ ἀπαρασκευαστοτέρῳ βασι λεῖ μαχεῖσϑαι, Xen. An. 1, 5, 9, öfter; u. beim superl., ἀνακραγόντες ὅσον ἐδύναντο μέγιστον, so laut wie sie konnten, 4, 5, 18, öfter, u. A. Auch ohne den comparat. brauchen Sp., wie Pol., so ὅσῳ, wo man μᾶλλον ergänzt, 1, 45, 9; 2, 30, 3 ist ὅσῳ γυμνὰ καὶ μείζω τὰ σώματα ἦν, τοσούτῳ μᾶλλον verbunden. – An die oben erwähnte Attraktion reihen sich Verbindungen wie ἀλλ' ὅσον ἐς Σκαιάς τε πύλας καὶ φηγὸν ἵκανεν, er kam so weit, wie es bis zum skaiischen Thor ist, nur bis zu dem Thore, Il. 9, 354, u. so öfter; ὅσον μόνον, nur, Thuc. 6, 105; πρόβατα, ὅσον ϑύματα, Xen. An. 7, 8, 19, Schaafe, nur zu den Opfern hinreichend; ὅσον παιδείας χάριν, Plat. Gorg. 485 a; ὅσον μὲν ἐμαυτῷ μόνον ἱκανός, Phaedr. 242 c, vgl. Rep. X, 607 a; νῦν δὲ μόνον ὅσον τινὰ τόπον αὐτῶν δι' ὀλίγων ἐπεξέλϑωμεν, Legg. VI, 778 c; τὰ κρέα (διεῤῥίπτει) ὅσον μόνον γεύσασϑαι ἑαυτῷ καταλιπών, Xen. An. 7, 3, 22, nur zum Kosten; u. Sp., ὅσον εἶπα, ich habe es nur gesagt, Diosc. 4 (XII, 169); vgl. Theocr. 1, 45. 25, 73; Luc. verbindet so auch das adj., ὀλίγους ὅσους κοφίνων ἐκφορήσας, nur wenige, Alex. 1, womit man Dem. 27, 23 ὅσα ἔνια vergleichen kann; τυτϑὸν ὅσον Theocr. 1, 45. – Ὅσον οὐ, auch in einem Worte ὁσονού geschrieben, wie das lat, tantum non, fast, beinahe, ἐλέγετο δὲ ὅτι καὶ ὁ ναύαρχος διάδοχος ὅσον οὐ παρείη, Xen. An. 7, 2, 5; ἐνόμιζε δὲ ὅσον οὐκ ἤδη ἔχειν τὴν πόλιν, Hell. 5, 2, 16, wie Eur. ἥξει δ' Ὀδυσεὺς ὅσον οὐκ ἤδη, Hec. 138; vgl. Pol. 4, 41, 14. 9, 26, 9; – ὅσον ὅσον, ein klein wenig, Ar. Vesp. 213; Philet. 18; οὐδ' ὅσον, erkl. Phryn. in B. A. 3, 24 οὐδὲ τὸ βραχύτατον; – ὅσον αὐτίκα, ὅσον οὔπω, in nicht gar langer Zeit, gar bald, oft bei Pol., vgl. 2, 52, 7. 5, 110, 4; Jac. Ach. Tat. p. 883. – Besonders zu merken ist ὅσον cum inf., nur in soweit daß; ὅσον γ' ἔμ' εἰδέναι, Ar. Nubb. 1233, wie Plat. Theaet. 145 a, vgl. ὅσον μόνον τὴν δυςχέρειαν κατασβέσαι, nur so viel, um zu verlöschen, Prot. 334 c. – Eben so mit einem nomen absolut, ὅσα ἄνϑρωποι, in so weit, in so fern sie Menschen sind, Plat. Rep. V, 467 c; vgl. ὅσα κατὰ τὴν ἐμὴν ἡλικίαν, Is. 7, 41. – Genauer mit Präpositionen bestimmt, εἰς ὅσον ἀνϑρώπῳ δυνατὸν μάλιστα, so weit es nur einem Menschen möglich ist, Plat. Phaedr. 277 a; ἐφ' ὅσον, Polit. 268 b, wie Xen. An. 6, 1, 19; καϑ' ὅσον, Plat. Prot. 351 c u. öfter; καϑ' ὅσον μή, außer daß, Phaed. 64 d; πρᾷος ὅσα μὴ σφόδρα μισοτύραννος, Plut. Timol. 3.
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75 ὅπως
ὅπως, ep ὅππως, ion. ὅκως, correlat. zu πῶς; – 1) relativ u. indirect fragend, wie, aufwelche Weise, so wie; ἔσπετε νῦν μοι, ὅππως δὴ πρῶτον πῦρ ἔμπεσε, Il. 16, 113; φράζεο, ὅπως κε πόλιν σαώσεις, 17, 144; φράζευ, ὅπως μνηστῆρσιν ἀναιδέσι χεῖρας ἐφήσεις, Od. 13, 376; auch. entspricht οὕτως und ὥς, ὅπως φρεσὶ σῇσι μενοινᾷς, ὥς τοι Ζεὺς τελέσειεν, 15, 111; auch ein vorangehendes τοῖος, τοῖόν με ἔϑηκεν, ὅπως ἐϑέλει, also für οἷον, 16, 208; σεαυτὸν σῶζ' ὅπως ἐπίστασαι, Aesch. Prom. 374; οὐκ οἶδ', ὅπως ὑμῖν ἀπιστῆσαί με χρή, 643, neben ὅπῃ, 877; auch in Vergleichungen, ὀχλεῖς μάτην με, κῦμ' ὅπως, παρηγορῶν, 1003; εἰκῆ κράτιστον ζῆν, ὅπως δύναιτό τις, Soph. O. R. 979; dem οὕτως entsprechend, El. 1288; ὧδ' ὅπως καὶ σοὶ φίλον καὶ τοὐμὸν ἔσται τῇδε, 1293; ὅπως μολούμεϑ' ἐς δόμους οὐκ ἔχω, O. C. 1739; – ὅπως ἔχω, wie ich gerade bin, ohne Vorbereitung, sogleich, Soph. Phil. 808; u. in Prosa, Thuc. 3, 20 (vgl. ἔχω); u. in indirecter Frage auch c. gen., οὐ γὰρ οἶδα, παιδείας ὅπως ἔχει καὶ δικαιοσύνης, Plat. Gorg. 470 e, vgl. Rep. III, 389 c IV, 421 c; ὅπως βούλεται, Prot. 336 b u. sonst. Außer dieser gewöhnlichsten Verbindung mit dem indic. wird es mit ἄν u. dem conj. verbunden, eine Bedingung für Gegenwart od. Zukunft auszudrücken, wie immer auch, quomodocunque; κατὰ τωὐτὸ ἰέναι πάντας, τῇ ἂν αὐτὸς ἐξηγέηται, ὅκως ἂν αὐτὸν ὁρέωσι σπουδῆς ἔχοντα, wie sie ihn immer würden eilen sehen, Her. 9, 66; ὅπως ἂν βούλησϑε, Plat. Phaed. 115 c; ὅπως ἂν φῇ ἔχειν, Gorg. 481 d; λεκτέον, ὅπως ἂν ἡμῖν παρείκωσι ϑεοὶ νομοϑετεῖν, so wie immer, so weit, Legg. XI, 934 c; Xen. Cyr. 5, 3, 9; – Hom. hat so auch den bloßen conj. ohne ἄν, Ζεὺς αἴτιος, ὅςτε δίδωσιν ἀνδράσιν ὅπως ἐϑέλῃσιν, ἑκάστῳ, Od. 1, 349, wie 6, 189 Il. 10, 225. – In der indirecten Frage steht, nach vorangehendem Präsens oder Futurum, der conj. bes. nach ἔχω, οὐκ ἔχω, ὅπως σοι εἴπω, ὃ νοῶ, Plat. Euthyphr. 11 b; οὔτε γὰρ ὅπως βοηϑῶ ἔχω, οὔτ' αὖ ὅπως μὴ βοηϑήσω ἔχω, Rep. II, 368 b; – Hom. setzt nach κε hinzu, φράζεσϑαί σε ἄνωγεν, ὅππως κεν νῆας σόῃς, er heißt dich überlegen, wie du etwa die Schiffe retten könnest, Il. 9, 681, vgl. 20, 243; so auch σὲ δὲ φράζεσϑαι ἄνωγα, ὅππως κε μνηστῆρας ἀπώσεαι (conj. aor.), Od. 1, 270, vgl. ib. 295. – Nach einem Präteritum in der indirecten Rede der opt., ἀλλ' ἄρα μερμήριζεν, ὅπως ἀπολοίατο πᾶσαι νῆες, Od. 9, 554; αὐτὰρ ἐγὼ βούλευον, ὅπως ἐρέοιμι ἑκάστην, 11, 229, vgl. 15, 170. 203 Il. 18, 473. 21, 137. 24, 680; Soph. Ant. 271; ὥςτε οὔϑ' ὅπως οὖν ὀργιζοίμην εἶχον, Plat. Conv. 219 d; ὅπη καὶ ὅπως εἰς τὸ σῶμα ἀφίκοιτο, οὐκ εἰδέναι, Rep. X, 621 b. – Sehr gewöhnlich ist aber auch in dieser indirecten Frage der ind., bes. fut., οὐδέ τί πω σάφα ἴδμεν, ὅπως ἔσται τάδε ἔργα, wir wissen nicht recht, wie die Dinge kommen werden, was daraus werden wird, Il. 2, 252 Od. 17, 78 u. öfter; φράζευ, ὅπως μνηστῆρσιν ἀναιδέσι χεῖρας ἐφήσεις, Od. 13, 376, vgl. 14, 329. 20, 29. 39 Il. 1, 136. 9, 251. 17, 144; δεῖ ὅπως τὰ τοῦ ϑεοῦ μαντεῖ' ἄριστα λύσομεν σκοπεῖν, Soph. O. R. 407, vgl. O. C. 1739; u. so in Prosa, βουλεύεται, ὅπως μήποτε ἔτι ἔσται ἐπὶ τῷ ἀδελφῷ, Xen. An. 1, 1, 4, u. sonst. – Auch der opt. potent. wird gesetzt, ὅτι οὐκ αὖ μανϑάνεις, ὅπως ἂν ταῦτα γένοιτο, Plat. Rep. III, 393 d; τοῦτον τὸν μῦϑον ὅπως ἂν πεισϑεῖεν ἔχεις τινὰ μηχανήν, ibid. 415 c; ἐπυνϑάνετο, ὅπως ἂν κάλλιστα πορευϑείη, Xen. An. 3, 1, 7, vgl. 4, 3, 14. 5, 7, 7; ὅπως βουλευσόμεϑα, ὅπως ἂν ἄριστα ἀγωνιζοίμεϑα, Cyr. 2, 1, 4. – Direct fragend scheint es zu stehen, wenn man in Beziehung auf ein voranstehendes πῶς; die Antwort mit ὅπως; einleitet, πῶς με χρὴ καλεῖν; – ὅπως; τὴν καρδόπην, wie? (fargst du?) Ar. Nubb. 667, vgl. Equ. 1068 Plut. 139; so auch Plat. Hipp. mai. 292 c Legg. II, 662 a. – Besonders bemerke man noch folgende Verbindungen: οὐκ ἔσϑ' ὅπως, es geht auf keine Weise, es ist durchaus unmöglich; οὐκ ἔσϑ' ὅπως λέξαιμι, Aesch. Ag. 606; οὐκ ἔσϑ' ὅπως ποτ' ἕξεις, Soph. Phil. 518, vgl. O. C. 1374 Ant. 329; ἐγὼ μὲν οὖν οὐκ ἔσϑ' ὅπως σιγήσομαι, Ar. Plut. 18, u. sonst, wie Dem. 18, 208, οὐκ ἔστιν, οὐκ ἔστιν ὅπως ἡμάρτετε; – οὐκ ἔσϑ' ὅπως οὐ, es ist unmöglich, daß nicht, d. i. es muß durchaus, fieri non potest quin, οὐ γὰρ ἔσϑ' ὅπως ὅδ' οὐκ Ὀρέστης ἐστίν, der muß Orestes sein, Soph. El. 1471; οὐ γὰρ γένοιτ' ἂν ταῦϑ' ὅπως οὐχ ὧδ' ἔχειν, Ai. 371, es dürfte wohl nicht möglich sein, daß sich dies nicht so verhielte, d. i. Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden; vgl. O. R. 1058 O. C. 97; οὐκ ἔσϑ' ὅπως οὐκ ἐξελῶ 'κ τῆς οἰκίας, Ar. Nubb. 802, vgl. Plut. 851 Equ. 424; – οὐχ ὅπως, ich will nicht sagen, nicht als ob, πε παύμεϑ' ἡμεῖς, οὐχ ὅπως σε, Soph. El. 786; οὔκουν ὅπως μνησϑῆναι ἄν τις ἐτόλμησε πρός τινα περὶ Κύρου φλαῠρόν τι, ἀλλ' ὡς, Xen. Cyr. 8, 2, 12; Hell. 5, 4, 34; Dem. 10, 41 προςήκει τούτους οὐχ ὅπως ὧν ἡ πόλις δίδωσιν ἀφελέσϑαι τι, ἀλλ' εἰ καὶ μηδὲν ἦν τούτων, ἄλλοϑεν σκοπεῖν, d. i. nicht nur nicht Etwas fortzunehmen, sondern vielmehr; so 21, 11 u. öfter. – Selten steht es geradezu für ὡς; a) bei Vergleichungen, ὀχλεῖς μάτην με, κῦμ' ὅπως, παρηγορῶν, Aesch. Prom. 1003; Ἔρωτι ὅςτις ἀντανίσταται, πύκτης ὅπως εἰς χεῖρας, οὐ καλῶς φρονεῖ, Soph. Trach. 442; μήτηρ χὠ κοινολεχὴς Αἴγισϑος, ὅπως δρῦν ὑλοτόμοι, σχίζουσι κάρα, El. 98, öfter; einzeln bei sp. D., wie δμωῒς ὅπως Ap. Rh. 1, 285. – b) c. superl., wie quam, den höchst möglichen Grad ausdrückend, ὅπως ὤκιστα, Theogn. 427; ἄριστα, Aesch. Ag. 586, öfter; σφῷν δ' ὅπως ἄριστα συμφέροι ϑεός, Soph. Phil. 623; O. R. 1410; vollständig οὕτως ὅπως ἥδιστα, Trach. 329, auf eine so angenehme Weise, wie die allerangenehmste ist; auch ὅπως τάχιστα, sobald als, Aesch. Prom. 228, Ar. Vesp. 168. 365; Krüger vergleicht mit diesem Gebrauch Xen. An. 2, 5, 7, οὐκ οἶδα, οὔτ' εἰς ποῖον ἂν σκότος ἀποδραίη, οὔϑ' ὅπως ἂν εἰς ἐχυρὸν χωρίον ἀποσταίη, was offenbar für εἰς ὡς ἐχυρόν steht. – 2) wie unser wie dient es auch – a) zur Bestimmung der Zeitumstände; Τρῶες δ' ἐῤῥίγησαν, ὅπως ἴδον αἰόλον ὀπφιν, Il. 12, 208, wie, als sie sahen, vgl. Od. 3, 373. 22, 22; Soph. Trach. 762 C. C. 1638; τὸν δ' ὅπως ὁρᾷ Ξέρξης, wie, als diesen Xerxes sieht, Aesch. Pers. 194; μετὰ ταῦϑ', ὅπως νῷν ἐγένεϑ' υἱὸς οὑτοσί, Ar. Nubb. 81; öfter Her., ὅκως ἡ συμβολὴ ἐγίνετο, 9, 66, u. mit dem optat. iterativ. in Beziehung auf die Vergangenheit, ὅκως εἴη ἐν τῇ γῇ καρπὸς ἁδρός, τηνικαῦτα –, 1, 17, vgl. 68. 100. 162; vgl. auch Plat. ὅπως ἄν τις πλέον ὑπερβὰς ἑβδομήκοντα ζῇ, sobald wie, Legg. VI, 755 a; ὅπως πρῶτα, sobald als, Hes. Th. 156. – b) zur Angabe des Grundes, ἄχος, ὅπως δὴ δηρὸν ἀποίχεται, Trauer, wie er, darüber, daß er so lange fort ist, Od. 4, 109. – c) auch zur Bildung eines Objectsatzes, bei Verbis des Sagens, Glaubens u. ähnlichen, wie auch wir zuweilen wie für daß gebrauchen, ὑπωπτεύετο, ὅπως μήποτ' ἂν ἄψυχα ὄντα οὕτως εἰς ἀκρίβειαν ϑαυμαστοῖς ἂν ἐχρῆτο νοῦν μὴ κεκτημένα, er vermuthete, daß sie niemals gebrauchen würden, Plat. Legg. XII, 967 b; ο ὐκ ἔχω πῶς ἀμφιςβητοίην, ὅπως οὐ πάντα ἐγὼ ἐπίσταμαι, ἐπειδήπερ ὑμεῖς φατε, Euthyd. 296 e, wie ich zweifeln oder meinen sollte, daß ich nicht Alles verstehe, wo Heindorf zu vergleichen; ὅπως ἄχϑομαι, μήδ' ὑπονοεῖτε, Xen. Cyr. 3, 3, 20; u. so bes. nach den Verbis, die ein Sorgetragen, Anordnen bedeuten, wie im Lat. ut; auch verbieten, ἀπηγόρευες, ὅπως μὴ τοῦτο ἀποκρινοίμην, Plat. Rep. I, 339 a, welche Construction auch bei den einzelnen Verbis angeführt ist, auch sich aus den folgenden Beispielen ergiebt. Denn diese Verbindungen bilden den Uebergang zu der Bdtg – 3) damit, auf daß, bei der man auch von der ursprünglichen Bdtg wie ausgehen muß. Die Conjunction ὅπως wird dann construirt, A) wenn sie von einem tempus der Gegenwart oder der Zukunft abhängig ist, auf die Zukunft bezüglich, a) c. ind. fut., ϑέλγει, ὅπως Ἰϑάκης ἐπιλήσεται, sie liebkos't ihn, damit er Ithaka's vergessen soll, Od. 1, 57; häufig bei den Attikern, ὅπως δ' ὅμαιμον αἷμα μὴ γενήσεται, δεῖ κάρτα ϑύειν, Aesch. Suppl. 444; ὅπως χρονίζον εὖ μενεῖ βουλευτέον, Ag. 821; auch nach imperat. aor., ἀγγείλατ' ἐντολὴν ὅπως Τελαμῶνι δείξει, Soph. Ai. 564; auch δέδοιχ' ὅπως μὴ 'κ τῆς σιωπῆς τῆςδ' ἀναῤῥήξει κακά, O. R. 1074; τρέψομαι, ὅπως βασανιῶ, Ar. Ran. 1117; ποίεε, ὅκως ἐκείνην ϑεήσεαι, Her. 1, 8; σοὶ μελέτω, ὅκως μή σε ὄψεται, ibid. 9; φόβος ἐστίν, ὅπως μὴ αὖϑις διασχισϑησόμεϑα, Plat. Conv. 193 a; aber ib. 174 e, εἰς καλὸν ἥκεις, ὅπως συνδειπνήσεις, haben die mss. συνδειπνή. σῃς; vgl. mit ähnlichen Varianten Rep. III, 403 b VI, 488 d; wenn sich auch Dawes' Regel, daß der conj. des aor. I. act. u. med. nicht gebraucht werde in dieser Verbindung, nicht durchweg bestätigt, so sind doch die Beispiele mit dem ind. fut. bei weitem überwiegend; vgl. Krüger zu Xen. An. 1, 3, 14, u. sonst in Prosa überall, bes. nach ἐπιμελεῖσϑαι, παρασκευάζεσϑαι, πάντα ποιεῖν, σκοπεῖσϑαι, φυλάσσειν u. ähnl., wo meist die Grundbedeutung von ὅπως noch merklich hervortritt. – b) cum conj.; λεύσσει, ὅπως ὄχ' ἄριστα μετ' ἀμφοτέροισι γένηται, Il, 3, 110; περιφραζώμεϑα πάντες νόστον, ὅπως ἔλϑῃσι, Od. 1, 76; λίσσεσϑαι δέ μιν αὐτόν ( inf. für den imperat.), ὅπως νημερτέα εἴπῃ, 3, 19, vgl. 13, 365. 14, 181. 23, 117; βλέπει φάος, ὅπως κατελϑὼν ἀμφοῖν γένηται φονεύς, Aesch. Ag. 1631; u. neben dem indic. fut., σιγᾶϑ' ὅπως μὴ πεύσεταί τις, γλώσσης χάριν δὲ πάντ' ἀπαγγείλῃ τάδε, Ch. 263; ἥξομεν πάλιν, ὅπως φέρωμεν, Soph. El. 58, vgl. Ai. 6 El. 382; φρουρήσουσ' ὅπως Αἴγισϑος ἡμᾶς μὴ λάϑῃ μολὼν ἔσω, 1394; ἄρδω σ' ὅπως ἀναβλαστάνῃς, Ar. Lys. 384; ποίεε ὅκως μοι καταστήσῃς τὸν παῖδα, Her. 1, 209; vgl. Plat. Gorg. 495 e 515 c u. das unter a) Bemerkte; δεῖ πειρᾶσϑαι, ὅπως καλῶς νικῶντες σωζώμεϑα, Xen. An. 3, 2, 3; bemerke ὅκως ποιήσωσι Her. 2, 120; ὅπως μὴ βουλεύσησϑε Thuc. 1, 72; ὅπως μὴ βοηϑήσωσιν 4, 66; Folgde. – Eben so nach imper. u. conj. hortat., des aor., ἀποσταϑῶμεν, ὅπως δοκῶμεν τῶνδ' ἀναίτιαι κακῶν, Aesch. Ch. 860; μέϑες τόδ' ἄγγος νῦν, ὅπως τὸ πᾶν μάϑῃς, Soph. Phil. 1196; δὸς ὅπως ἐμαυτὴν ξὺν τῇδε κλαύσω κἀποδύρωμαι, El. 11101 φάνηϑι, ὅπως μοι Νύσια ὀρχήματα ἰάψῃς, Ai. 685; u. nach einem perf., ἱκέτις ἀφῖγμαι, ich bin da, ὅπως λύσιν τίν' ἧμιν εὐαγῆ πόρῃς, O. R. 921. – c) zu dem conj. tritt noch ἄν od. κέν; πείρα, ὅπως κεν δὴ σὴν πατρίδα γαῖαν ἵκηαι, wo noch die Bdtg wie sichtbar ist, wie du immer gelangen magst, d. i. damit du gelangest, Od. 4, 545; ὅπως δ' ἂν εἰδῇ – φράσω, Aesch, Prom. 826; φύλασσε τἂν οἴκῳ καλῶς, ὅπως ἂν ἀρτίκολλα συμβαίνῃ τάδε, Ch. 573, daß sich wa möglich Alles gut vereine, vgl. Eum. 543. 984 Suppl, 239; ἴσϑι πᾶν τὸ δρώμενον, ὅπως ἂν εἰδὼς ἧμιν ἀγγείλῃς σαφῆ, Soph. El. 41, vgl. Trach. 615 O. C. 581; auch in Prosa, ἐπιμελοῦνται ὃπως ἂν οἱ νέοι μηδὲν κακουργῶσι, eigtl. wie immer die Jüngeren nichts Böses thun möchten, Plat. Prot. 326 a (nach ἐπιμελεῖσϑαι auch ὅπως mit ἄν u. ont., opt. pot., ἐπιμελεῖται, ὅπως ἂν ϑηρῷεν, Xen. Cyr. 1, 2, 10; Thuc. 7, 65; s. auch unter 1); μηχανητέον, ὅπως ἂν διαφύγῃ καὶ μὴ δῷ δίκην, Gorg. 481 a, vgl. Phaedr. 239 b Phaed. 59 e Conv. 187 e Rep. III, 411 e; so schreibt Krüger Xen. An. 7, 4, 2 τὴν λείαν ἀπέπεμψε, ὅπως ἂν μισϑὸς γένηται τοῖς στρατιώταις, wo der conj. nach dem aor. zu bemerken. – B) nach einem Präteritum, auf Vergangenes bezüglich, cum op tat.; οὔτε ποτ' εἰν ἀγορῇ δίχ' ἐβάζομεν – ἀλλ' ἕνα ϑυμὸν ἔχοντε – φραζόμεϑ' (imperf.) Ἀργείοισιν ὅπως ὄχ' ἄριστα γένοιτο, Od. 3, 127; ἡ δὲ μάλ' ἡνιόχευεν, ὅπως ἅμ' ἑποίατο πεζοί, 6, 119, vgl. 8, 345. 420; nach dem aor., οὐδ' ἐνόησα νηὸς ἐμῆς ἐπιβᾶσαν, ὅπως τί μοι ἄλγος ἀλάλκοις, 13, 319, die Absicht der Athene beim Besteigen des Schiffes aussprechend, vgl. 14, 312. 18, 160; ἐϑρέψατο, ὅπως γένοισϑε πρὸς χρέος τόδε, Aesch. Spt. 20, vgl. Eum. 640; auch nach dem historischen Präsens, ἐνταῦϑα πέμπει τούςδ' ὅπως κτείνοιεν, Pers. 442; ἀφικόμην, ὅπως σοῦ πρὸς δόμους ἐλϑόντος εὖ πράξαιμί τι, Soph. O. R. 1005; O. C. 1307; τῶν λόγων ἐπῃσϑόμην πρὸς ἔξοδον στείχουσα, – ὅπως ἱκοίμην, Ant. 1170; – auch nach einem vorangehenden optat., γενοίμαν, ὅπως προςείποιμεν, Ai. 1200; – inlängerer indirecter Rede, Trach. 951; – διώρυχα ὀρύσσειν μηνοειδέα, ὅκως ἐς τὰ ἀρχαῖα ἐςβάλλοι, Her. 1, 75. 99; Plat. Prot. 321 a Tim. 77 e; τὸν Κῦρον ἀπεκάλει, ὅπως τὰ ἐν Πέρσαις ἐπιχώρια ἐπιτελοίη, Xen. Cyr. 1, 4, 25; ἐκάλεσέ τις αὐτόν, ὅπως ἴδοι τὰ ἱερά, An. 2, 1, 9, öfter; auch nach einem historischen Präsens, 4, 6, 1; ἀπεκρίνατο, ὅτι αὐτῷ μέλοι ὅπως καλῶς ἔχοι, 1, 8, 13, vgl. 7, 7, 44, er werde dafür sorgen, daß es gut sein solle. – C) nach einem indicat. der Nichtwirklichkeit, oder einem denselben vertretenden Satze, c. ind. impf. u. aor.; εἴϑ' εἶχε φωνὴν εὔφρονα, ὅπως μὴ κινυσσόμην, Aesch. Ch. 194; τί δῆτ' οὐκ ἐν τάχει ἔῤῥιψ' ἐμαυτήν, ὅπως τῶν πάντων πόνων ἀπηλλάγην, damit ich befrei't worden wäre, Prom. 751; ὡς ὤφελον πάροιϑεν ἐκλιπεῖν βίον, πρὶν ἐς ξένην σε γαῖαν ἐκπέμψαι, ὅπως ϑανὼν ἔκεισο, Soph. El. 1123; οὐκ οὖν ἐχρῆν σε Πηγάσου ζεῦξαι πτερόν, ὅπως ἐφαίνου τοῖς ϑεοῖς τραγικώτερος, Ar. Pax 136. – Aus dem Vorhergehenden erklärt sich der absolute Gebrauch von ὅπως. Wie man nämlich sagt ὅρα, ὅκως μή σευ ἀποστήσονται, Her. 3, 36, siehe zu, nimm dich in Acht, daß sie nicht von dir abfallen, so wird auch ὅπως μή c. conj. od. fut. indicat. absolut gebraucht, warnend od. verbietend, daßnurnichtetwa, 6, 85; ὅπως γε μὴ ὁ σοφιστὴς ἐξαπατήσει ἡμᾶς, Plat. Prot. 313 c, wo wieder die mss. alle ἐξαπατήσῃ haben (vgl. oben a); ὅπως μὴ λήσετε διαφϑαρέντες, Gorg. 487 d; ἀλλ' ὅπως μὴ οὐχ οἷός τ' ἔσομαι, Rep. VI, 406 d; vgl. τόδε σκεψώμεϑα, ὅπως μὴ ἡμᾶς τὰ πολλὰ ταῦτα ὀνόματα ἐξαπατᾷ, Crat. 439 b; εὐλαβούμενοι, ὅπως μὴ ἐγὼ ἐξαπατήσας οἰχήσομαι, Phaed. 91 e; ὅπως οὖν μὴ ἀπολῇ μαστιγούμενος, Xen. Cyr. 1, 3, 18, vgl. 4, 1, 16, öfter; ὅπως οὖν ἔσεσϑε ἄνδρες ἄξιοι τῆς ἐλευϑερίας, ohne vorangehendes Verbum, daß ihr euch nun auch als Männer zeigt, welche der Freiheit würdig sind, An. 1, 7, 3; ἄγε ὅπως πρωῒ παρέσῃ, Cyr. 5, 2, 21; vgl. Ar. Nubb. 489; also auch ohne Negation, aufmunternd; ὅπως μηδεὶς πεύσεται, Lys. 1, 21.
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76 ἐπί
ἐπί, bei, als adv. ohne Casus bei den Epikern oft, daran, dabei, wo es in der Regel als tmesis gefaßt werden kann; ἐν δ' ἄλοχοι πολιαί τ' ἐπὶ μάτερες Soph. O. R. 182; so bes. ἐπὶ δέ in Aufzählungen, Her. 7, 65. 75. 8, 67; von den Sp. bes. Arr. 5, 5, 1 u. öfter. – Gew. Präposition mit dem gen., dat. u. acc., auf, bei (vgl. ὀπίσω u. ä.).
I. Mit dem gen. – 1) vom Orte, u. zwar – a) eine Ruhe, ein Verweilen ausdrückend, auf, von Hom. an überall; ἐπὶ νηῶν Il. 8, 528; ἐπὶ νεώς Soph. Phil. 512; καϑέζετ' ἐπὶ ϑρόνου Il. 1, 536; λέξασϑαι ἐπὶ πύργων 8, 519; ἐπ' ἀγροῦ Od. 1, 185; στῆναι ἐπὶ πύργου, ἀκτάων u. ä., Il. 16, 700. 20, 15; κεῖσϑαι ἐπὶ χϑονός 20, 345; ἐφ' ἵππων χάζεσϑαι, φεύγειν u. ä., auf dem Wagen, 3, 255. 24, 356, wie ἐπ' ὀχέων 8, 455; so Folgde; ἔβαν οἱ μὲν ἐφ' ἵππων, οἱ δ' ἐπὶ νεῶν Aesch. Pers. 18; ἐπὶ πώλου βεβῶσα, ἐπ' ἀπήνης ἐμβεβῶσα, Soph. O. C. 313 O. R. 802; ἐφ' ἵππων παρῆσαν, zu Roß, Her. 3, 86. 9, 44, Thuc. u. Folgde; βαδίζειν ἐπὶ δυοῖν σκελοῖν, πορεύεσϑαι ἐφ' ἑνὸς σκέλους, Plat. Conv. 190 d; διαβαίνειν ἐπὶ γεφύρας Xen. An. 2, 4, 13; ἐφ' ἧς νήσου ναίει, ἐπ'. ὀρέων, Soph. Phil. 609 O. R. 1106; oft ἐπὶ ξένης (s. z. B. ἀλάομαι), auch Sp., ἐπὶ τῆς γῆς Pol. 1, 37, 8; ἐπὶ τοῦ προαστείου, in der Vorstadt, Thuc. 2, 34, wie ἐπ' ἀλλοτρίας πόλεως Eur. Andr. 137; ἐπὶ τῆς πατρίδος Luc. enc. patr. 9; a. Sp. oft; aber nicht so bei geographischen Eigennamen, vgl. d; ἐπ' ὤμων φέρειν Od, 10, 170, wie λαβεῖν Anacr. 12, 8; λαβὼν ἐπὶ τῆς κεφαλῆς φέρε Ar. Plut. 1198; vgl. Her. 2, 35; σῆμ' ἐπ' ἀσπίδος ἔχει Aesch. Spt. 369, u. oft in diesem Stücke, wie Pind. P. 8, 46; ὀπτᾶσϑαι ἐπὶ τῶν ἀνϑράκων Ar. Ath. III, 86 f; ἐπὶ ξυροῦ ἀκμῆς, ἐπ' ἄκρων, s. ἀκμή, ἄκρος, wie ἐπὶ τῆς γῆς βεβηκότες unter βαίνω, ἐπ' ἀγκύρας ἀποσαλεύω unter ἄγκυρα, vgl. ἐπ' ἀγκυρέων ὥρμεον Her. 7, 88; ἐπὶ κλίνης φερόμενος Andoc. 1, 61; ἐπὶ προςπόλου μιᾶς χωρεῖν, darauf gestützt, Soph. O. C. 780. Aus στὰς ἐπὶ τομίων κάπρου ὄμνυσιν, Dem. 23. 68 (vgl. D. Hal. 5. 1). erklärt sich ἐπὶ τῶν σφαγίων ὅρκους διδόναι Pol. 4, 77, 1; oft bei D. Hal.; auch ἐφ' ἱερῶν τελείων ἑστιᾶσϑαι, Luc. Philops. 21. – An ἐπὶ τοῦ στρατοπέδου εἶναι, im Lager sein, Plut. Rom. 16, u. ä. reihen sich : ἐπ' οἰκήματος καϑῆσϑαι, Hure in einem Bordell sein, Plat. Charm. 163 b; Aesch. 1, 74; ἐπ' ἰατρείου ib. 40; ἐπὶ τῶν ἐργαστηρίων καϑίζειν Isocr. 7, 15. – b) dabei, inder Nähe; ἐπὶ τῶν πηγῶν πλυνοὶ ἔασι Il. 22, 152, oft bei Thuc. ἐπὶ Θρᾴκης, an der thracischen Gränze, z. B. 5, 34, nicht ἐν Θρᾴκῃ, wie auch Her. 7, 6 αἱ ἐπὶ Λήμνου ἐπικείμεναι νῆσοι u. Soph. Ant. 1128 ch. ἐπὶ νόσου πόλις ἔχεται erklärt werden kann; aber für τὴν πόλιν οἰκοῦντες ἐπὶ τοῦ Ἰσϑμοῠ Thuc. 1, 13 steht ἐπὶ τῷ Ἰ 1, 56; μένειν ἐπὶ Θρᾴκης Xen. An. 7, 6, 25; vgl. 2, 5, 18; ἑστεῶτες ἐπὶ τῶν ϑυρέων Her. 5, 92, 3; οἱ ἐπὶ τῶν οἰκημάτων καϑήμενοι Aesch. 1, 74; ἡ ἐπὶ τοῦ ποταμοῦ μάχη Dem. 18, 216; oft Pol. αἱ ἐφ' Ἑλλησπόντου πόλεις, am H., 18, 27, 8; στρατοπεδεύεσϑαι ἐπί τινος 1, 73, 6; μένειν ἐπὶ τούτων τῶν τόπων 21, 8, 13; ἐπὶ τῆς οἰκίας, zu Hause, 14, 7, 1; während αἱ ἐπὶ τῆς Ἀσίας πόλεις oft = ἐν τῇ Ἀσίᾳ, vgl. οἱ ἐπὶ τῆς Ἀσίας κατοικοῠντες Isocr. 12, 103; übtr., ἔμενεν ἐπὶ τῆς ὀργῆς, ὑπάρχειν ἐπὶ τῆς γνώμης, dabei bleiben, Pol. 3, 9, 7. 5, 76, 6, wie Dem. 4, 6 ἐπὶ γνώμης γίγνεσϑαι u. μένειν ἐπὶ τούτων, ἃ κατέστραπται 4, 9; ἐπὶ τῆς ἀρχῆς μένειν, im Amte bleiben, Xen. Ag. 1, 37. – c) in Gegenwart, vor, bes. ἐπὶ μαρτύρων, vor Zeugen, Antiph. II γ 10; Is. 7, 29; Xen. Hell. 6, 5, 38 u. Folgende, oft N.T., ἐπ' ἐγγυητῶν Xen. Vectig. 3, 14; ἐπωμόσαντο ἐπὶ τῶν στρατηγῶν Dem. 18, 173; ἐπὶ δυοῖν κλητήρων καλεῖσϑαι Plat. Legg. VIII, 846 b; ähnlich γράψομαί σε παρανόμων ἐπὶ Ῥαδαμάνϑυος Luc. Catapl. 18; κατηγορεῖν ἐπὶ τοῦ βασιλέως D. S. 16, 93. Daher ἐπ' ἐκκλησίας, in einer Versammlung, Thuc. 8, 81, wie Po lyaen. 5, 3, 2. Hierher kann man rechnen: ἐπ' ὀμμάτων εἰςορᾶν τινα, vor Augen, Eur. Suppl. 1154; – ἐφ' ἑαυτῶν, für sich allein, von Her. an nicht selten, wie schon Hom. σιγῇ ἐφ' ὑμείων Il. 7, 195; ἐν στέγῃ ἐρήμῃ ἐφ' ἑωυτῶν κεῖσϑαι Her. 2, 2; αὐτοὶ ἐφ' ἑαυτῶν ἐχώρουν Xen. An. 2, 4, 10; ἐφ' ἑαυτῶν πλεῖν Thuc. 8, 8; σκοπεῖν 6, 40; αὐτὴ ἐφ' ἑαυτῆς, an und für sich. Plat. Conv. 180 e; αὐτὸν ἐφ' ἑαυτοῠ διεξιέναι Soph. 217 c; Ggstz ist κατὰ τωὐτό, Her. 1, 142; vgl. übrigens unten 21 b). Auch οὐδεὶς ἐπ' ἀνϑρώπων, keiner unter den Menschen, Soph. Ant. 784, gehört wohl hierher; vgl. οἱ δ' ἐπ' ᾐϑέων λεκτοί O. R. 18. – d) Bewegung wohin, das Streben andeutend, dort zur Ruhe zu kommen; τὴν μὲν καϑεῖσεν ἐπὶ ϑρόνου Il. 18, 389; κατέϑηκεν ἐπὶ χϑονός 3, 293; vgl. λέπαδν' ἐπ' αὐχένων τίϑησι Aesch. Pers. 187; ἐπὶ τῆς γῆς καταπίπτειν Xen. Cyr. 4, 5, 54; ἐφ' ἵππων βάντες Il. 18, 551, ἀναβάντες Xen. Cyr. 3, 3, 27; περάαν νήσων ἐπὶ τηλεδαπάων Il. 21, 454; κύματ' ἐπ' ήϊόνος κλύζεσκον 23, 61; προτρέποντο μελαινάων ἐπὶ νηῶν 5, 700; γεγωνεῖν ἐπὶ Αἴαντος κλισίης, bis zu dem Zelt hin, 8, 224. Von Her. an bei den Geschichtsschreibern bes. ἀποπλεῖν ἐπὶ Αἰγύπτου, ἐτράποντο ἐπ' Ἀϑηναίων, 1, 1. 5, 73. 5, 57; Xen. Hell. 1, 2, 11 Cyr. 6, 1, 25 An. 3, 1, 3; Aesch. Prom. 661 ἐπὶ Δωδώνης ϑεοπρόπους ἴαλλεν; Eur. El. 1343 στεῖχ' ἐπ' Ἀϑηνῶν; ἐπ' οἴκου ἀπελαύνειν, ἀποκομισϑῆναι, Her. 2, 121, 4; Thuc. 4, 99 u. oft Pol. – So ὁδὸς ἡ ἐπὶ Καρίας φέρουσα Her. 7, 31; ἡ ἐπὶ Βαβυλῶνος ὁδός Xen. Cyr. 5, 2, 37; προῆγε τὴν ἐφ' Ἡραίας Pol. 2, 54, 12; στέλλεσϑαι τὴν ἐπὶ Ἑλλάδος Luc. Nigr. 3. Dah. τείχεα τὰ ἐπὶ Θρᾴκης, die dorthin liegen, Her. 6, 33, wie κόλπος ἐπὶ Παγασέων φέρων 4, 193. Vgl. noch Thuc. 2, 90 ἔπλεον ἐπὶ τὴν ἑαυτῶν γῆν ἔσω ἐπὶ τοῦ κόλπου. – 2) übertr., begleitende u. veranlassende Umstände ausdrückend; – a) sagen, ἐπὶ τοῦ καλοῦ παιδός, d. i. bei dem Knaben, in Ansehung desselben, Plat. Charm. 155 d, vgl. Legg. VII, 793 e Rep. V, 475 a, wo ἐπ' ἐμοῦ λέγειν = an meinem Beispiel; bes. bei grammatischen Ausdrücken, z. B. τὸ τακερὸν ἔταξεν ἐπὶ τοῦ τρυφεροῦ, Ath. IX, 366 b; vgl. Plut. aud. poet. 4. Hieran reihen sich Wendungen des Her., nach Jemandem benannt werden, καλεῖται Γυγάδας, ἐπὶ τοῦ ἀναϑέντος, ἐπωνυμίην, 1, 14. 4, 45; ὄνομα γίγνεταί μοι ἐπί τινος 4, 148; ἐπώνυμος γίγνομαι ἐπί τινος 4, 184; δοκέουσι κληϑῆναι ἐπὶ τοῦδε, διότι 2, 57 u. öfter (anders ἐπ' ὀνόματος τούτου ἦν, ich war darauf eingeschrieben, ich führte ihn, Dem. 39, 211; εἰπεῖν ἐπ' ὅρκου Her. 9, 11. – Aehnlich ἐπί τινος ἐπαίνους ποιεῖσϑαι Dem. 60, 12; ἐπὶ πάντων ὀργίζεσϑαι, bei Allem, über Alles, 21, 183. Bei Veranlassung, bei Gelegenheit, ἐπὶ τῶν ἄλλων ἐτεϑέαντο ϑρασὺν ὄντα Dem. 21, 2, wie ἐπὶ πολλῶν ἰδεῖν 2, 1, dem ἐν τοῖς παροῠσι πράγμασι entspricht; ἐφ' ἑνὸς παριδεῖν, in einem Stücke, Lycurg. 64; öfter σκοπεῖν, ϑεωρεῖν ἐπί τινος, vgl. Xen. Mem. 3, 9, 3; Plat. Theaet. 157 a Rep. III, 406 c; τὰς ἐναντιώσεις ἐπὶ μὲν τῶν λόγων τηροῦντες, ἐπὶ δὲ τῶν ἔργων μὴ καϑορῶντες Isocr. 13, 7; ἀγνοεῖν ἐπί τινος Xen. Mem. 2, 3, 2; ἐπὶ τοῦ βοηϑεῖν τὴν χάριν ἀποδιδόναι Dem. 21, 70; οἱ ἐφ' ἑκάστης μαντείας προφαινόμενοι ϑεοί 21, 54. Stärker ἡ ἐπ' Ἀνταλκίδου εἰρήνη, auf seine Veranlassung, durch seine Vermittelung abgeschlossen, Xen. Hell. 5, 1, 35; vgl. Wolf zu Dem. Lept. 42 u. 83; ἐπ' ἀνϑρώπου 105; αἱ ἐπ' Ἀσδρούβου γενόμεναι ὁμολογίαι Pol. 3, 15, 5; λόγον ἐπέχειν ἐπὶ Ῥωμαίων 18, 35, 3, an 1) c) erinnernd; σωζοίμεϑα ἐπί τινος ἀλογίας Plat. Phil. 14 a. – b) ἐφ' ἑαυτοῦ κεῖσϑαι, οἰκῆσαι, selbstständig, unabhängig, neben αὐτόνομος Thuc. 2, 63; ἐπὶ προστάτου οἰκεῖν Lys. 31, 9, unter dem Schutze; – τὸ ἐφ' ἑαυτῶν προορώμενοι, was sie angeht, ihr Privatinteresse, Thuc. 1, 17. – c) über Etwas gesetzt werden, zur Bezeichnung des Amtes u. Geschäftes, ἐφ' οὗ ἐτάχϑημεν Her. 5, 109; ἐπὶ τοῠ νέκταρος τετάξῃ Luc. D. D. 4, 4; αἱ ἐπὶ τούτων ἐφεστηκυῖαι ἀρχαί Plat. Rep. V, 460 b; ἐπὶ τοῦ ϑεωρικοῦ κατασταϑείς, darüber gesetzt, Dem. 18, 118, im Psephisma; ἐφ' ἧς ἀρχῆς ᾕρησαι Xen. Mem. 3, 3, 2; öfter bei den Rednern u. Sp. οἱ ἐπὶ τῶν πραγμάτων, die mit Staatsgeschäften Beauftragten, Dem. 18, 147; οἱ ἐπὶ τοῦ δανείζειν ὄντες 56, 48; ähnlich ἐπὶ τῆς ἐργασίας ὤν, ἐπὶ τῆς κατηγορίας, ἀπολογίας εἶναι, 33, 4. 59, 115; vgl. πράττειν ταῠτα, ἐφ' ὧν ἐστι νῠν, wobei er jetzt ist, 6, 3; ὁ ἐπὶ τοῦ ὀρύγματος, der Henker, Lycurg. 121 (ἐπὶ τῳ ὀρύγματι Din. 1, 62), wie ὁ ἐπὶ τῶν δεσμῶν Luc. Toz. 29 u. ὁ ἐπὶ τοῦ βασάνου, = βασανιστής, Phryn. 474; ὁ ἐπὶ τῆς φρουρᾶς Plut. Arat. 34; οἱ ἐπὶ τῶν ἔργων D. Sic. 13, 47; ὁ ἐπὶ τῶν ὅπλων (στρατηγός). Oberbefehlshaber der Schwerbewaffneten, Dem. 18, 38. 115; ὁ ἐπὶ τῶν ὁπλιτῶν 116, immer in Dokumenten. Oft Pol. οἱ ἐπὶ τῶν ϑηρίων, Führer der Elephanten, 1, 34, 1; ἐπὶ πάντων καταστήσας 5, 72, 8; ἡγεμόνα ἐπὶ πάσης τῆς γῆς κατέλιπεν αὐτόν 3, 35, 4, vgl. 5, 71, 11; ὁ ἐπὶ τοῦ οἴνου, der Kellermeister, Plut. Pyrrh. 5; ὁ ἐπὶ τοῦ νομίσματος, der Münzmeister, Aem. P. 23; so bei Späteren eine gewöhnliche Umschreibung, ὁ ἐπὶ τῆς σκηνῆς, Schauspieler; οἱ ἐπ' ἀξίας, die in Amt u. Würden, Luc. Nigr. 24. Vgl. II. 3. – d) ἐπὶ καιροῦ νόμους τιϑέναι, nach Erforderniß der jedesmaligen Umstände, Dem. 20, 90, vgl. 23, 105 u. unter 3; ähnl. ἐπ' ἀληϑείας οὐδεμιᾶς εἰρημένα, gegen alle Wahrheit, 18, 17; ἐπὶ τῶν παλαιῶν νόμων, gemäß, Plat. Legg. III, 700 a. – 3) Von der Zeit, die als begleitender Nebenumstand zu betrachten, unter, während; ἐπ' εἰρήνης, im Frieden, Il. 2, 797; ἐπὶ προτέρων ἀνϑρώπων 3, 637; ἐπὶ Κρόνου Hes. O. 111, wie τὰ ἐπὶ Κρόνου καὶ 'Ρέας Plat. Crat. 402 a; ἐπὶ τῶν ἡμετέρων προγόνων Xen. Cyr. 1, 6, 31; bes. bei Geschichtsschreibern Bezeichnung der Regierungszeit, ἐπὶ τούτου τυραννεύοντος, ἐπὶ Δευκαλίωνος βασιλῆος, ἐπὶ Μήδων ἀρχόντων, Her. 1, 15. 56. 134; ἐπὶ Κέκροπος 8, 44; ἐπὶ ἐφόρο υ μὲν ὄντος – ἄρχοντος δέ Xen. Hell. 1, 2, 1, u. so gew. bei Anführung der Archonten; ἐπὶ τῶν τριάκοντα Lys. 13, 2; ἐπ' ἐμεῦ, zu meiner Zeit, im Ggstz von πρότερον, Her. 2, 46, wie ἐπ' ἐμοῠ γάρ, οὐχὶ πάλαι Dem. 3, 2; οἱ ἐφ' ἡμῶν Xen. An. 1, 9, 12 Hell. 3, 4, 16; ἐπὶ τῆς ἐμῆς ζοῆς Her. 1, 38, wie οἱ ἐπὶ τοῠ σοῠ βίου γεγονότες Plat. Phaedr. 242 a; ἐπ' ἐμῆς νεότητος, in meiner Jugend, Ar. Ach. 211; ἐπὶ γήρως Isocr. 5, 12; Pol. 18, 38, 8; ἐπὶ τελευτῆς, im Ggstz von τὴν μὲν ἀρχήν, Isocr. 4, 122; ἐπὶ τοῦ λοιποῦ χρόνου Din. 2, 22; ἐπὶ τῶν καιρῶν, zur rechten Zeit, Aesch. 3, 220; ἐπὶ τοιαύτης ἀκαιρίας, zu solcher Unzeit, 211; ἐπὶ τῶν πράξεων, bei, Xen. Cyr. 1, 6, 25; ἐπ' αὐτοῠ τοῦ κινδύνου Pol. 5, 65, 6; ἐπὶ τῶν δείπνων D. Sic. 4, 3; ἐπ ὶ τῆς τραπέζης, bei Tische, Plut. Alex. 23; ἐπὶ τοῦ ποτηρίου 53, wie ἐπὶ τῆς κύλικος Luc. pisc. 34; Paus. sagt sogar oft ἐπ' Ὀλυμπιάδος, u. Luc. D. Mort. 11, 2 ἐπὶ μιᾶς ἡμέρας; aber ἐφ' ἡμέρης ἑκάστης Her. 5, 117 ist distributiv. – Allgemeiner ἐπὶ πολλῆς ἡσυχίας καὶ ἠρεμίας ὑμῶν, während ihr ganz unthätig waret, Dem. 13, 8; ἐπὶ σχολῆς, in Mußestunden, Aesch. 3, 100; ἐπ' ἀδείας, in Sicherheit, Plut. Sol. 22. – 4) Bei Zahlen distributiv, je, zu, eigtl. das räumliche Nebeneinander andeutend, ἐπὶ τεσσάρων ταξάμενοι τὰς ναῠς Thuc. 2, 90; vgl. Xen. Hell. 1, 6, 29; bes. von der Aufstellung der Soldaten, ἐπὶ τριῶν u. ä., drei Mann hoch, An. 1, 2, 15 u. öfter; ἐπὶ πεντήκοντα ἀσπίδων συνεστραμμένοι Hell. 6, 4, 12; vgl. στρατιὰ παρατεταγμένη οὐκ ἐπ' ὀλίγων ἀσπίδων Thuc. 7, 79, d. i. in ziemlicher Tiefe; τὸ μέτωπον ἐπὶ τριακοσίων, die Fronte betrug 300 Mann, Cyr. 2, 4, 2; ἐφ' ἑνὸς ἦν ἡ κατάβασις An. 5, 2, 6, es konnte nur ein Mann nach dem andern herabsteigen; ähnlich wird ἐπὶ κέρως, ἐπὶ φάλαγγος γενέσϑαι, καϑίστασϑαι, προάγειν gesagt, Cyr. 6, 3, 21. 4, 34 An. 4, 3, 26. 6, 6; auch ὁ τοῖχος ἦν ἐπὶ ὀκτὼ πλίνϑων, acht Ziegel breit, 7, 8, 14. – 5) Meist an 21 sich anschließend, werden ganz adverbial: ἐπ' ἴσας, Soph. El. 1051; οὐδ' ἐπὶ σμικρῶν λόγων, Ai. 1247, auch nicht im Geringsten; ἐπὶ σπουδῆς, = σπουδαίως, Plat. Conv. 192 c; ἀσϑενεῖς τε καὶ ἐπὶ μιᾶς ῥοπῆς, Thuc. 5, 103; ἐπὶ τῆς ἀληϑείας, Dem. 18, 22; Pel. oft; καὶ τοῠ πράγματος, Dem. 21, 72; ἐπί κεφαλαίων εἰπεῖν, 60, 6, D. Hal.; ἐπὶ παραδείγματος ἔσται ὁ λόγος, Aesch. 1, 177; ἐπ' ἐξουσίας, Dem. 9, 61 u. Folgende; ἐπ' ἀδείας, Luc. u. A.
II. Mit dem dat., – 1) vom Orte, wie mit dem gen., – a) die Ruhe ausdrückend, auf; bei Hom. seltener als der gen.; ἕζετ' ἐπὶ ξεστοῖσι λίϑοισι Od. 3, 406; Il. 6, 354; καίειν ἐπὶ βωμῳ 8, 240; vgl. Thuc. 6, 3; ναίουσ' ἐπ' ὄχοις Aesch. Prom. 712; ἐμεῦ ζῶντος καὶ ἐπὶ χϑονὶ δεκρομένοιο Il. 1, 88; Hes. O. 90; ἄριστον ἄνδρα τῶν ἐπὶ χϑονί Soph. Tr. 808; τἀπὶ Τροίᾳ Πέργαμα Phil. 353. 607; δεῖπν' ἐπ' ἐσχάρᾳ πυρὸς ἔϑυον Aesch. Eum. 108; ἐπ' ἀλλήλαισιν ἀμφικείμεναι Soph. O. C. 1616; κείμενος ἐπὶ τῇ πυρᾷ Plat. Rep. X, 614 b; ἔκειντο ἐπ' αὐτῷ Xen. An. 1, 8, 27; ἐπὶ ταῖς οἰκίαις τύρσεις ἐπῆσαν 4, 4, 2; aber δικάζειν δίκας ἐπὶ ταῖς οἰκίαις = im Hause, Ar. Vesp. 801; vgl. ἐπὶ τοῖσι κουρείοισι τῶν καϑημένων Plut. 338 u. ἐπὶ δώμασιν ἕλκειν ζωάν Eur. Phoen. 1534; κληρούχους ἐπὶ τῇ χώρῃ λείπουσι, im Lande, Her. 5, 77; μένειν ἐπὶ τοῖς ὅπλοις, bei den Waffen, im Lager, Xen. Cyr. 7, 2, 8; – ἐπὶ τῇ κεφαλῇ ἔχειν ἄγγος Her. 5, 12; ἐπὶ ταῖς κεφαλαῖς καὶ τοῖς ὠσὶν ἀλωπεκίδας φορεῖν, über Kopf u. Ohren, Xen. An. 7, 4, 4; ἐπ' ὤμοις φέρειν Eur. Phoen. 1139; ἐφ' ἵππῳ, zu Pferde, Xen. Cyr. 5, 2, 1, mit der v. l. ἐφ' ἵππου, s. oben. – Bei, an, ἐπ' ὠκυρόῳ Κελάδοντι μάχοντο Il. 7, 133; ἐπὶ φάτνῃ 5, 271; πάϊς δέ οἱ ἦν ἐπὶ μαζῷ Od. 11, 448; ἐπ' Ἀλφεῷ ἄλσος Pind. Ol. 8, 9; oft in Prosa, bes. bei den Geschichtsschreibern, z. B. ἐπὶ τῷ ποταμῷ Her. 4, 86; ἡ ἐπὶ Λοκροῖς νῆσος Thuc. 2, 32; vgl. Her. 7, 235; ἐπὶ ϑαλάττῃ οἰκεῖν Xen. Cyr. 7, 4, 9; ἐπὶ τοῖς ὅπλοις μένειν Cyr. 7, 2, 8; oft ἐπὶ ταῖς πύλαις, am Hofe, wie an den Pforten, Soph. Ai. 49; ἐπὶ ϑύραις κοιμώμενος, an der Thür, Plat. Conv. 203 d; vgl. ἐπ' αὐτῷ νῦν ἐσμὲν ἤδη Polit. 274 b; ἐπὶ τῷ δεξιῷ κέρᾳ, auf dem rechten Flügel, Thuc. 1, 50; Xen. An. 1, 8, 20, oft; ἐπὶ τοῖς ὁρίοις, an, auf der Grenze, 5, 4, 1; ἥλιός ἐστιν ἐπὶ δυσμαῖς, dem Untergang nahe, 7, 3, 34; ἐπὶ τελευτῇ τοῠ βίου γίγνεσϑαι, dem Tode nahe sein, Mem. 1, 5, 2; – ἐπὶ τοῖς δικασταῖς λέγειν, bei, vor den Richtern, Dem. 19, 243, vgl. oben gen. – b) Auch bei Verbis der Bewegung, so daß der Ort, wo man zur Ruhe kommt, angezeigt wird, auf; ἐκ δὲ καὶ αὐτοὶ βαῖνον ἐπὶ ῥηγμῖνι ϑαλάσσης Od. 15, 498; vgl. bes. νῆα ἐπ' ἠπείροιο ἔρυσσαν ὑψοῠ ἐπὶ ψαμάϑοις Il. 1, 486; κατέδησαν ἐπὶ κάπῃσιν, banden an Krippen, 8, 434; πρήνης ἐπὶ γαίῃ κάππεσε 16, 310; πῖπτον ἐπ' ἀλλήλοις Aesch. Pers. 498; εἰ γὰρ ϑανόντι νὺξ ἐπ' ὀφϑαλμοῖς πέσοι Sept. 385; ἐπὶ γᾷ πέσε Soph. Ant. 134; χωρεῖ ἐφ' ἡμῖν El. 1425; ἥκει ἐπὶ ἀνδρὶ τῷδε τελευτή O. C. 1479; δρᾶ νῦν τάδε μηδ' ἐπ' ἄλλοισιν τρέπε Ant. 1094; βλέπειν ἐπί τινι Ai. 338; übertr., ἐπὶ φρεσὶ ϑῆκε, Hom. oft; ἐπὶ οἷ καλέσας, zu sich, Od. 17, 330; – oft auch in feindlicher Beziehung, auf, gegen, ἧκε δ' ἐπ' Ἀργείοισι κακὸν βέλος Il. 1, 382; ἐπὶ Τυδείδῃ ἐτιταίνετο τόξα 5, 97; ἐπ' ἀλλήλοισι φέρον ἄρηα 3, 132; ἰϑύνειν, ἔχειν ἵππους ἐπί τινι, 8, 110. 5, 240. 829; ἐφ' Ἕκτορι ἀκοντίσσαι 16, 358. So ἀνὴρ ἐπ' αὐτῷ τέτακται Aesch. Spt. 429; Ἀτρέως παῖδας ἐπ' Ἀλεξάνδρῳ πέμπει Ag. 61; ἐπ' ἀνδρὶ τοῦτ' ἐμήσατο στύγος Ch. 983; ἐπ' ἐχϑροῖς χεῖρα φονίαν τρέπειν Soph. Ai. 759; vgl. Eur. Rhes. 577. 580; seltener in Prosa, wie συνιστάναι τινὰ ἐπί τινι, gegen Jem. aufwiegeln, Her. 6, 74; συνομνύναι ἐπί τινι 7, 235; ἐπὶ τοῖς πλήϑεσιν ἰδίᾳ δυνάμει κεκτῆσϑαι Dem. 23, 124, wie ἐφ' ἡμῖν ὄντα 137; bes. von feindlicher Gesinnung (s. unten 5). – c) Das räumliche Nebeneinander drückt auch eine Fülle aus, ὄγχνη ἐπ' ὄγχνῃ γηράσκει, μῆλον δ' ἐπὶ μήλῳ Od. 7, 120, Birne an Birne, wie μεῖζον δ' ἐπὶ κέρδεϊ κέρδος ἔσσεται Hes. O. 642; ἐσλὰ ἐπ' ἐσλοῖς δόμεν Pind. Ol. 9, 84; ἄτην ἑτέραν ἐπάγειν ἐπ' ἄτῃ Aesch. Ch. 398; πήματ' ἐπὶ πήι μασι πίπτοντα Soph. Ant. 950; φόνος ἐπὶ φόνῳ, Mord auf Mord, Eur. I. T. 197; μυρία ἐπὶ μυρίοις ἔϑνη Plat. Legg. I, 638 e; woran sich das äußere Hinzukommen reiht, ἄλλα τε πόλλ' ἐπὶ τῇσι, zu, außer diesen, Il. 9, 639, vgl. οὐ γάρ τι στυγερῇ ἐπὶ γαστέρι κύντερον ἄλλο Od. 7, 216, wie ἄλλοισι δ' ἐπ' ἄλλοι μεγάλοι Pind. Ol. 1, 113; ἐπὶ τῷδε ἀνέστη, zu, nach ihm, Il. 7, 163; τἀπὶ τούτοις Aesch. Ag. 246; κἀπὶ τοῖςδε τὴν χάριν πρόςϑες Soph. Tr. 1242; ἐπὶ Μόσχῳ Δεξίϑεος εἰςῆλϑε Ar. Ach. 13; in Prosa, ὑποσχόμενος ἀδελφὴν ἑαυτοῦ δώσειν καὶ χρήματα ἐπ' αὐτῇ Thuc. 2, 101; öfter bei Xen., z. B. Hell. 6, 5, 38, Sp., wie Arr. An. 1, 14, 2, bes. bei Aufzählungen; ἐπὶ τούτῳ, außerdem, Her. u. A.; τἀπὶ τούτοις, das Weitere, Her. 9, 78; ἐπὶ πᾶσι, zuletzt, endlich, Sp.; – ἐπί τινι εἶναι, hinter Einem, bei Aufstellungen, Xen. Cyr. 6, 3, 24, oft; οἱ ἐπὶ πᾶσιν, das letzte Glied, ib. 25; – ἐπὶ τῷδε ἠγόρευε, nach diesem, Eur. Or. 898; Xen. An. 3, 2, 4. – Auch in Zahlenverbindungen, πέμπτος ἐπὶ εἴκοσι Pind. N. 6, 60; τρίτος ἐπὶ δέκα Aesch. Ag. 1587; bes. bei Sp., wie Plut., auch bei Cardinalzahlen, τριακόσι οι ἐπὶ χιλίοις Popl. 9. – Aehnlich ist γαμεῖν ἄλλην γυναῖκα ἐπὶ ϑυγατρὶ ἀμήτορι Her. 4, 154 u. das in späterer Prosa häufige ζῆν ἐπὶ παισίν u. τελευτᾶν, bei Kindern, d. i. Kinder habend, mit Hinterlassung von Kindern; vgl. Hdn. 4, 2, 1. 3, 15, 7; Alciphr. 1, 3; vgl. παλλακὴν ἐπ' ἐλευϑέροις παισὶν ἔχειν Dem. 23, 53. – d) übh. begleitende Umstände; εἰ δὴ καὶ ταχὺς ἔσκε ϑέειν ἐπὶ εἴδεϊ τῷδε, bei dieser Gestalt, Od. 17, 308, wie οὐκ ἄρα σοίγ' ἐπὶ εἴδεϊ καὶ φρένες ἦσαν 17, 454; vgl. Il. 13, 485; dem ἐν entsprechend, ἐνὶ πτολέμῳ ἠδ' ἀλλοίῳ ἐπὶ ἔργῳ 4, 258; καιρὸς ἐπὶ πᾶσιν ἄριστος, bei Allem, Hes. O. 692. In anderen Nebenbeziehungen, βοῦς ἐπὶ Πατρόκλῳ πέφνεν, ihm zu Ehren, Il. 23, 776, wie ἀεϑλεύειν, ἄεϑλα κατατιϑέναι ἐπί τινι, ib. 274 Od. 24, 91; vgl. Soph. Ai. 1319; ὁ λίϑινος λέων ἕστηκεν ἐπὶ Λεωνίδῃ, zu Ehren des L., auf seinem Grabe, Her. 7, 225; dah. (ἔπαινον) λέγειν ἐπί τινι, bei einem (Todten) sprechen, ihm eine Lobrede halten, Thuc. 2, 34; Plat. Menex. 234 b; ἐρῶν ἐπὶ τοῖς τετελευτηκόσι Dem. 18, 285. 20, 141; Lys. 2, 1; μονομαχίας ἐπὶ τῷ πατρὶ ποιεῖν, dem Vater zu Ehren, Pol. 32, 14, 5; κείρεσϑαι χαίτας ἐπ' Ἀδώνιδι, um den Adonis, Bion 1, 81, s. unten 4). – Vgl. ἐπὶ τῷ τεϑυμένῳ τόδε μέλος Aesch. Eum. 325; πάρεστι δ' εἰπεῖν ἐπ' ἀϑλίοισιν geht in die Bedeutung von περί über, Sept. 905; λέξωμεν ἐπ' Ἀργείοις εὐχὰς ἀγαϑάς, Wünsche für die Arg., Suppl. 625, wie ταῦτ' ἐφ' ἡμῖν Φοῖβος εἰρηκὼς κυρεῖ Soph. O. C. 415, in Beziehung auf uns; vgl. κἀπὶ τῷ λέγει τάδε Ai. 784; τἀπὶ σοὶ κακά, dein Unglück, Phil. 795; vgl. noch ϑερμὴν ἐπὶ ψυχροῖσι καρδίαν ἔχεις, für, Ant. 88; ἐπὶ τοῖς φϑίμένοις ἀμελεῖν, in Beziehung auf die Todten, an den Todten, El. 237; – ἐπὶ τῇ κύλικι ᾄδειν, beim Becher singen, Plat. Conv. 214 b (wofür Luc. Philops. 34 ἐπὶ τῆς κύλικος φιλοσοφεῖν sagt, s. oben); ἐπ' οἴνοις, Phereer. Ath. VIII, 364 c. – So ἐπὶ τῷ παρόντι, bei der gegenwärtigen Gelegenheit, Thuc. 2, 36; ἐπὶ πᾶσι παρεῖναι, bei jeder Gel., Xen. Cyr. 4, 5, 44; – nur p. ἐπὶ δακρύοις, unter Thränen, Eur. I. A. 1184 u. öfter; ἐπ' ἀσφάκτοις μήλοις, ohne geopfert zu haben, Ion 235. – 2) Von der Zeit; ἐπὶ νυκτί, ἐπ' ἤματι, bei Nacht, an dem Tage, Il. 8, 529. 10, 48, wie Od. 2, 284, an einem Tage; ἐφ' ἡμέρῃ ἠδ' ἐπὶ νυκτί Hes. O. 102; αἰὲν ἐπ' ἤματι, Tag für Tag, Soph. O. C. 694 ch., wofür Her. ἐπ' ἡμέρῃ ἑκάστῃ sagt; ἐπὶ τῷ δείπνῳ, beim Mahle, Xen. Cyr. 1, 3, 12; ähnl. ἐπὶ τῷ σίτῳ πίνειν 6, 2, 7 (vgl. Mem. 3, 14, 2 ἐσϑίειν ἐπὶ τῷ σίτῳ ὄψον, zum Brote); oft bei Sp., wie Plut. ἐπὶ χρόνῳ, ἐπὶ ὥρᾳ. – Auch nach, an 1 c erinnernd, ἐπ' ἐξειργασμένοις, nach der That, Aesch. Pers. 517, wie ἥκειν ἐπ' ἐξ. Her. 4, 164. – 31 In ὅς μ' ἐπὶ βουσὶν εἷσε Od. 20, 209, βουσὶν ἐπ' ἀλλοτρίῃσι καϑήμενος ib. 221 ist die ursprüngliche örtliche Bdtg, bei den Ochsen, verbunden mit dem dieselben Hüten; vgl. οὖρον κατέλειπον ἐπὶ κτεάτεσσιν ἐμοῖσιν 15, 89; ποιμαίνειν ἐπ' ὄεσσι Il. 6, 25. 4, 106; u. so wird – a) ἐπί c. dat. wie I. 2 c von Amt und Geschäft gebraucht; ἐπὶ σκηπτουχίᾳ ταχϑείς Aesch. Pers. 289; ἐπὶ δμωῇσι σημαίνειν, den Befehl über die Mägde haben, Od. 22, 427; ὁ ἐπὶ ταῖς μηχαναῖς, ἐπὶ ταῖς ἄρκυσι, Xen. Cyr. 6, 3, 28. 2, 4, 25; ἄρχων ἐπὶ τούτοις ἦν 5, 3, 56; ναύαρχος ἐπὶ ταῖς ναυσίν An. 1, 4, 2; καταλιπὼν ἐπὶ ταῖς ναυσὶν Ἀντίοχον Hell. 1, 5, 11; οἱ ἐπὶ τούτοις ὄντες, die dazu beordert waren, An. 4, 1, 13; οἱ ἐπὶ τοῖς καμήλοις ἄνδρες Cyr. 6, 3, 33; ἐπὶ τῷ ϑεωρικῳ τεταγμένος Dem. 18, 55 im Gesetz; οἱ ἐπὶ τοῖς μακροῖς πλοίοις 58, 55; οἱ ἐπὶ τοῖς πράγμασιν ὄντες, die Staatsmänner, 9, 2; Sp. sagen μάντεις ἐπ' ὄρνισι. – b) ἐπί τινι εἶναι, in Jemandes Gewalt stehen; ἄρχει τις αὐτῶν ἢ 'πὶ τῷ πλήϑει λόγος; hat das Volk zu sprechen? Soph. O. C. 66; τὰ δ' οὐκ ἐπ' ἀνδράσι κεῖται, steht nicht in ihrer Macht, Pind. P. 8, 76; so ἐπί τινι εἶναι, γίγνεσϑαι, Her. 7, 52; εἰμὶ ἐπὶ τῷ βουλομένῳ Plat. Gorg. 508 c; Xen. Cyr. 4, 2, 13. 4, 5, 15; τὰ μὲν ἐπ' ἐμοί 5, 4, 11; ἐπὶ μάντεσιν ἦν, es stand bei den Sehern, 1, 6, 2; τό γε ἐπ' ἐκείνῳ εἶναι An. 6, 4, 23; Hell. 3, 5, 9; ἐπὶ Τημένῳ ἐσώϑη ποτ' ἄν, wenn es auf den T. angekommen wäre, Plat. Legg. III, 692 b; μὴ ἐπὶ τούτοις ἐξερημῶσαι τὸν οἶκον Is. 7, 33; ἐφ' ὑμῖν ποιήσαντες, die es in eure Gewalt gaben, Dem. 18, 215; ἐπὶ τῇ τῶν λεγόντων δυνάμει τὸ πρᾶγμα κατ αστῆσαι, es solle nicht die ganze Verhandlung der Macht der Redner anheimgestellt sein, 22, 11; ἐπί τινι ποιεῖσϑαι Plut. Sert. 6; τίϑεσϑαι Aristid. 24; τὰ μὲν τότ' ἦν ἐπὶ τοῖς τότ' ἤϑεσι, hing davon ab, Dem. 20, 114; – auch ἐπὶ τοῖς ϑεοῖς ἐστιν – ὥστε καὶ διδόναι Plat. Alc. II, 148 c. – Dah. δίαιται ἐγένοντο ἐπὶ τοῖς νόμοις, unter Herrschaft der Gesetze, den Gesetzen gemäß, Dem. 24, 56; ἐπὶ πᾶσι δικαίοις, ganz dem Rechte gemäß, 20, 88; Aesch. 3, 170. – 4) Der Grund, die Veranlassung, wegen, um, aus; γελᾶν ἐπί τινι, über Einen lachen (wo man dabei steht u. das Lachen als ein äußeres Zusammentreffen erscheint), Il. 2, 170 Od. 20, 358; μογεῖν ἐπί τινι, sich um Etwas abmühen, Il. 1, 162; ἐπὶ σοὶ μάλα πόλλ' ἔπαϑον, um deinetwillen erduldet' ich viel, 9, 492; αἰκίζει τοιοῖςδ' ἐπ' αἰτιάμασιν, um solcher Beschuldigungen willen, Aesch. Prom. 255; δυςφορεῖν, κομπάζειν, Sept. 762 Ag. 1373; γελᾶν Eum. 130; ἐπ' εὐνοίᾳ, um des Wohlwollens willen, Sept. 998, wie öfter bei Sp.; Lys. 22, 11; Dem. 18, 273; γέ λωτα γενέσϑαι ἐπὶ τῇ παῤῥησίᾳ αὐτοῦ Plat. Conv. 222 c; ἐπαινεῖν ἐπί τινι Isocr. 15, 121; ἐπὶ συμφοραῖς οὐδεμίαν ἡμέραν ἀδακρυτὶ διάγομεν 14, 47; ἐφ' αἵματι φεύγειν, um einer Blutschuld, eines Mordes willen in die Verbannung gehen, Dem. Md. 105; δεϑεὶς ἐπὶ χρήμασιν 24, 168; vgl. 132; ζημιοῦσϑαι ἐπὶ τῇ ὠνῇ 24, 122; δόξαν ἔχειν ἐπ' ἀνδρίᾳ Dem. 11, 10, wie ἡ ἐπὶ τοῖς ἔργοις δόξα 3, 24; ἀδοξία ἡ ἐπὶ τοῖς πεπραγμένοις 1, 11; ἀγανακτεῖν, δακρύειν, σεμνύνεσϑαι, φιλοτιμεῖσϑαι, στεφανοῦσϑαι, Lycurg. 25. 41. 98. 139; ἐφ' ᾗ (ἀπολογίᾳ) δικαίως ἂν ἀποϑάνοιεν 63; ϑαυμάζειν, φιλεῖσϑαι u. ä.; πρᾴως, χαλεπῶς φέρειν, s. die einzelnen Verba; ἐπὶ τοῖς ἠγγελμένοις οἱ Ἀϑηναῖοι ναῦς ἐπλήρουν, auf diese Nachricht, Thuc. 8, 97; ἔγνωσαν οὐκ ἐπὶ τῷ βελτίονι λόγῳ ἀποπεμπόμενοι, daß sie nicht aus dem bessern Grunde weggeschickt worden, 1, 102; – ἐπὶ γογγυλίσι διαβιῶναι, von Rüben leben, Ath. X, 419 a. – Diesem zunächst steht – 5) die Angabe des Zweckes; ἐπ' ἀρωγῇ, um Hülfe zu leisten, Il. 23, 574, vgl. 4, 470 Od. 16, 19. 18, 414; ἐφ' οἷς ἐλήλυϑας Soph. Phil. 50, vgl. O. C. 146; ἐπὶ τῷ λέγει τάδε; Ai. 784; ἐπὶ ϑανάτῳ, ἐπὶ φίλτροις φάρμακα δοῦναι, um Jem. zu tödten, oder ihm Liebe einzuflößen, Antiph. 1, 9; ἐπ' ὠφελείᾳ ἐψεύδετο 5, 37; ἐπὶ τῇ δήμου καταλύσει, um die Volksherrschaft zu stützen, 1, 36; ἐπ' ἀγαϑῷ Κύρου, zum Vortheil des Kyrus, Xen. Cyr. 7, 4, 3, wie ἐπὶ τῷ ἐκείνου κακῷ 4, 6, 6; ἡ γενομένη ἐπὶ τῷ Μήδῳ συμμαχία, um den Krieg gegen die Meder zu führen, Thuc. 1, 102; ἐπί σφισιν ἔχοντες, indem sie es auf sie anlegten, Her. 6, 49; vgl. Soph. Ant. 974; νῆες ἐφ' ἡμῖν τετάχαται, gegen uns, um uns zu unterwerfen, Thuc. 3, 13, wie οἱ στρατηγοὶ οἱ ἐπὶ σφίσι τεταγμένοι 2, 70; νόμους ἐπὶ τοῖς ἀδικοῦσι ἀνεγράψατε, um der Unrechtthuenden willen, um sie zu strafen, Dem. 24, 5; ähnlich ἐπ' ἀνδρὶ νόμον ϑεῖναι, ἐπὶ πᾶσιν Ἀϑηναίοις Andoc. 1, 87; vgl. Plat. Gorg. 488 d; πάντες γίγνονται ἐπὶ τῷ εὖ καὶ κακῶς πράττειν, das ist ihre Bestimmung, Andoc. 2, 5; ἐπὶ τῷ ὑβρίζεσϑαι, um gemißhandelt zu werden, Thuc. 1, 38; auch ἐπὶ τούτῳ ὅπως, Xen. An. 7, 6, 16; ἐπὶ πορείᾳ ϑύεσϑαι Cyr. 2, 4, 18; οὐκ ἐπὶ τέχνῃ ἔμαϑες ὡς δημιουργὸς ἐσόμενος, ἀλλ' ἐπὶ παιδείᾳ, zur Bildung, Plat. Prot. 312 b, u. nachher ἐπὶ τέχνῃ μανϑάνει ὡς σοφιστὴς ἐσόμενος, um ein Gewerbe davon zu machen, 315 a; ἐπ' ὠφελείᾳ τῶν φίλων καὶ ἐπὶ βλάβῃ τῶν ἐχϑρῶν, zu Nutz und Frommen der Freunde, zum Schaden der Feinde, Rep. I, 334 b; ἐπὶ διαβολῇ τῇ ἐμῇ λέγει, um mich zu verleumden, Apol. 20 e; ἐπὶ σωτηρίᾳ Thuc. 2, 13; Ἐριφύλη ἐπὶ τῇ τοῦ ἀνδρὸς ψυχῇ τὸν ὅρμον δεξαμένη, um das Leben ihres Mannes zu verrathen, od. unter der Bedingung, daß sie verriethe, Plat. Rep. IX, 590 a; δωροδοκεῖν ἐπὶ πράξει Xen. An. 7, 6, 17; auch bei Sp. nicht selten, z. B. ἐπὶ πολέμῳ διαβαίνειν Ἴβηρα Pol. 2, 13, 7; ἐπ' ἐξανδραποδισμῷ πόλεμον ἐκφέρειν τινί 6, 49, 1; ἐφ' ἑτέρᾳ ἀποδημῶν ἐμπορίᾳ Dem. 52, 3. – Bes. vom Preise, vom Lohne, nach dem man strebt, um den man sich bemüht, ἐπί τινι ἁϑλεύειν Il. 23, 274; ἐπὶ ἀέϑλῳ, ἐπὶ μισϑῷ, ἐπὶ δώρῳ, um den Kampfpreis, um Lohn, um ein Geschenk, 9, 602. 10, 304. 21, 445 Od. 11, 548; ἐπ' ἀργύρῳ τὴν ψυχὴν προδούς Soph. Ant. 322; ἐπὶ κέρδεσι λέγων 1048; ἐπὶ κέρδει ποιεῖν τι Xen. Mem. 1, 2, 56; ähnlich ἐπὶ δέκα ταλάντοις γαμεῖν Andoc. 4, 13 (vgl. ἐπὶ τῇ ἀδελφῇ δέκα μνᾶς λαβεῖν προῖκα Is. 2, 5); οὐκ ἂν ἐπὶ τῷ βίῳ παντὶ βούλοιτο ἀκοῦσαι, nicht ums Leben, Xen. Mem. 2, 2, 8; ἐπ' οὐδενί, um keinen Preis, Her. 3, 38; ἐπὶ πόσῳ ἄν τις δέξαιτο, wie viel möchte Einer dafür geben, Plat. apol. 41 b. Man vgl. noch ἄγειν τὴν ἐπὶ ϑανάτῳ Polyaen. 5, 2, 12 (auch Xen. An. 1, 6, 10 lesen die besseren mss. ὅτι ἐπὶ ϑανάτῳ ἄγοιτο für den accus., vgl. auch ἐλάβοντο τῆς ζώνης τὸν Ὀρόντην ἐπὶ ϑανάτῳ ibid. u. 5, 7, 34 Mem. 4, 4, 31; ἐπὶ ϑανάτῳ συλλαβεῖν Isocr. 4, 154, wie D. Sic. 16, 6 u. Luc. D. mort. 12, 3; – ἦσϑα ἐπὶ ϑητείᾳ πλάνης, = ϑητεύων, Soph. O. R. 1029. Uebh. den Erfolg bezeichnend, μεγάλοι ϑόρυβοι κατέχουσιν ἡμᾶς ἐπὶ δυςκλείᾳ, so daß ein übler Ruf entsteht, Soph. Ai. 143; vgl. noch ἀναλκίδες, οὐδ' ἐπὶ χάρμῃ Il. 13, 104; μελέους ϑανάτους εὕροντο δόμων ἐπὶ λύμῃ Aesch. Sept. 861; εἴη δ' ἐπὶ νίκῃ Ch. 855; vgl. Ag. 995; ἐπὶ δορὶ καὶ φόνῳ καὶ ἐμῶν μελάϑρων λώβᾳ, daß Mord u. Verwüstung daraus entstehen, Eur. Hec. 649; ἐπ' εὐπραξίᾳ μέμνησϑέ μου ϑανόντος Soph. O. C. 1540. – Dah. auch bei Angabe der Zinsen, τοκοφορεῖν ἐπ' ἐννέ' ὀβολοῖς Dem. 59, 52; δανείζομαι ἐπὶ μεγάλοις τόκοις, auf hohe Zinsen, 1, 15. Dah. ἐπὶ δραχμῇ, das ist zu 1% monatlich, nach unserer Weise zu 12% ἐπὶ πέντ' ὀβολοῖς, zu 10%, u. ä. Dem. Anders aber ἐπὶ τοῖς σώμασι μηδένα δανείζειν, auf den Körper, unter Verpfändung des Leibes, Plut. Sol. 15; vgl. Dem. 21, 45. – 6) die Bedingung; von jeder näheren Bestimmung, un ter der Etwas geschieht; αἱ σπονδαὶ ἐγένοντο ἐπὶ τούτοις, unter den Bedingungen, Her. u. folgde Geschichtsschreiber oft; bes. in der Vbdg ἐφ' ῷτε mit dem inf., unter der Bedingung, daß, Ar. Ach. 722; Plat. Apol. 29 c u. oft; auch ἐπ' ᾧτε ἄρξομαι, Her. 3, 83; ἐφ' ᾧ τηρήσονται. Thuc. 4, 30; vollständig: ἐπὶ λόγῳ τοιῷδε ἐφ' ᾡ Her. 7, 158; ἐπὶ τοῖςδε ἐπ' ᾡτε 5, 82. 7, 154; ἐπὶ τούτῳ ἐφ' ᾡτε, überall; ἐπ' ἴσοις, unter billigen Bedingungen; ἐφ' ᾧ μόνον ὑμᾶς κακῶς ποιεῖν Pol. 9, 28, 7. – 7) Allgemeiner ist die Beziehung in τὸ δὲ ἔργον ἐφ' ᾡ καλοῦμεν τὸ ὄνομα, die Sache, der wir den Namen beilegen (bei der wir den Namen aussprechen), Plat. Soph. 218 c u. öfter; ἕκαστον τῶν ὀνομάτων οὐκ ἐπί τινι καλεῖς Parm. 174 d; ἐπὶ μὲν τῇ τοῦ οἰκείου ἔχϑρᾳ στάσις κέκληται, ἐπὶ δὲ τῇ τοῦ ἀλλοτρίου πόλεμος, man braucht dabei den Ausdruck Krieg, Rep. V, 470 b; vgl. Xen. Cyr. 2, 2, 12. Bei Sp. auch wie oben, I, 2 a; καλεῖν τινα ἐπί τινι, nach Jem. benennen, Plut. Demetr. 2 Rom. 19; Luc. Tim. 52.
III. Mit dem accusat., die Bewegung od. Richiung auf ein Ziel ausdrückend, – 1) örtlich, – a) darauf zu, hin, zu, zunächst bei Verbis der Bewegung; ἐπὶ νῆας ἔρχεσϑαι u. ä., Hom. u. Folgde; bes. nach einem höheren Punkte, auf, ἐπὶ πύργον βαίνειν, ἐπ' ἐπάλξεις, Il. 6, 386. 12, 375; ἀναβαίνειν ἐπὶ τὸ ὄρος u. ä., Her. 1, 131; Xen. An. 4, 1, 7; ἁναβιβάζειν ἐπὶ τὸν ἵππον 3, 4, 35, ἐπὶ τοὺς ἵππους ἀναβιβαστέον Plat. Rep. V, 467 e; προελϑεῖν ἐπὶ τὸ βῆμα Thuc. 2, 34; ἐπὶ πόλιν διώκων, zur Stadt hin, Aesch. Sept. 89; ἐς Μακεδόνων χώραν ἁφικόμεσϑ' ἐπ' Ἀξίου ποταμόν Pers. 485; κέλσας ἐπ' ἀκτάς Eum. 10; εἶμ' ἐπὶ ναῦν Soph. Phil. 622; ἐπὶ σεμνὸν ἑζόμην βάϑρον O. C. 100; ἐξῆλϑον ἐπὶ τὴν Χαλκιδικήν Thuc. 2, 70; ὅταν πρὸς δαῖτά τε καὶ ἐπὶ ϑοίνην ἴωσι Plat. Phaedr. 238 b; κληϑεὶς δεῦρ' ἐπὶ δεῖπνον Conv. 174 e; ὁδὸς ἐπὶ Σοῦσα φέρει Xen. An. 3, 2, 15. Seltener so von Menschen, auf Einen zu, 4, 7, 23; ἐπὶ πόδα ἀναχωρεῖν, s. dieses Verbum. Auch bei Verbis der Ruhe (vgl. εἰς), z. B. καταστὰς ἐπὶ τὸ πλῆϑος Thuc. 4, 84, d. i. in die Volksversammlung geführt; καταστὰς ἐπὶ τοὺς Ἀϑηναίους ib. 97; ἐπιστῆναι ἐπὶ ζυγόν Arr. An. 2, 3; παρεῖναι ἐπὶ τὰς ϑύρας Xen. Cyr. 3, 3, 12. 6, 1, 1, u. oft in dieser Vrbdg; vgl. Plat. Conv. 212 d; ἐπὶ τὸν τάφον Thuc. 2, 24; ἐπὶ τὰς εἰςόδους στῆναι Xen. Cyr. 3, 3, 68; τὰ δόρατα ἐπὶ τὸν δεξιὸν ὦμον ἔχειν, sc. λαβόντες, An. 1, 3, 25; ἦσαν ἐπὶ χαράδραν 4, 2, 3; εἴκαζεν ἐπὶ τὸ ἄκρον ἔσεσϑαί σε Luc. Hermot. 2. Bei Sp. geradezu wie ἐπί τινος, z. B. Long. 4, 34. In ἐπὶ δεξιά, ἐπ' ἀριστερά, zur Rechten u. Linken, ist immer an die Bewegung dahin zu denken, Il. 7, 238. 12, 240 u. A. Bes. in Vrbdgn, wie τὰ ἐπ' ἀριστερὰ ἐςπλέοντι τοῦ Ἑλληςπόντου αἵρεε πάντα, Her. 6, 33; vgl. Xen. An. 6, 2, 1; so ἐπ' ἐκεῖνα, was auch ἐπέκεινα geschrieben wird; ἐπὶ ϑάτερα, Thuc. 7, 37; Xen. An. 5, 4, 10 Hell. 6, 2, 7. Aehnlich ἐπὶ δόρυ ἀναστρέφειν, d. i. rechtsumkehrt machen, Xen. An. 4, 3, 29; – ἐπὶ τάδε, oft Pol., diesseits; – λέγειν ἐπί τινα, zu Jem. sprechen, Her. – Bes. im feindlichen Sinne, gegen, wider, von Hom. an überall, bes. von Menschen, ἐπ' ἄλλην ἄλλος ἴϑυνεν δόρυ Aesch. Pers. 403; ἐπιϑρώσκειν, ὁρμᾶσϑαι, Soph. O. R. 469, vgl. 215 Ai. 47. 157; ὥσπερ ϑηρίον ἧκεν ἐφ' ἡμᾶς ὡς διαρπασόμενος Plat. Rep. I, 336 b. – b) über od. durch Etwas hin, draufhin, die Ausdehnung u. Verbreitung im Raume bezeichnend, ἐπ' ἐννέα κεῖτο πέλεϑρα, er lag da über neun Morgen Landes hingestreckt, Od. 11, 577; so oft πλεῖν ἐπὶ οἴνοπα πόντον, περᾶν, ὁρᾶν, λεύσσειν, über das Meer hin; ἐπὶ πολλὰ ἀλήϑην, über viele Lande hin, Od. 14, 120; κλέος πάντας ἐπ' ἀνϑρώπους, unter allen Menschen verbreitet, Il. 10, 213, vgl. 24, 202; Hes. O. 11 Th. 95; ἐπὶ πᾶσαν χϑόνα ϑεῖον ἐλαύνει Aesch. Pers. 74; ἐπὶ τὸ πᾶν πέλαγος Plat. Critia. 108 e; ἐπὶ πᾶσαν Εὐρώπην ἐλλόγιμοι ἦσαν, durch ganz Europa hin, ing. E., 112 e; τὸ κάλλιστον γένος ἐπ' ἀνϑρώπους γεγονός Tim. 23 a. Auch bei Angabe des Maaßes, παρετέτατο ἡ τάφρος ἐπὶ δώδεκα παρασάγγας Xen. An. 1, 7, 15; πλάτος ἔχων πλεῖον ἢ ἐπὶ δύο στάδια Cyr. 7, 5, 8, öfter, s. unter 3. – 2) von der Zeit, Ausdehnung bis zu einem gewissen Punkte; ἐπὶ χρόνον, auf eine Zeit, eine Zeit lang, Il. 2, 299; Her. 9, 22; ἐπ' ἠῶ, bis, um Morgen, Od. 7, 288; ἐπὶ γῆρας 8, 226; ἐπὶ πολλὸν χρόνον 12, 407, wie ἐπὶ δηρόν, auf lange, Il. 9, 415; ὁ ἐπ' ἡμέραν ἔχων, der für den Tag zu leben hat, Her. 1, 32 u. oft; vgl. Soph. Tr. 1118. ἐπὶ χρόνον τινά, ἐπὶ πολὺν χρόνον, Plat. Prot. 344 b Phaed. 84 c; ἐπ' ἀνϑρώπων γενεάς Xen. Cyr. 5, 2, 4; ἐφ' ἡμέραν ἀρκεῖν 6, 2, 34 u. A. Aehnlich – 3) bei Zahl- u. Maaßbestimmungen, bis zu, bis auf; ἐπὶ διηκόσια, bis zu zweihundert, Her. u. A.; ἐφ' ὅσον, soweit, Il. 3, 12. 15, 358; ἐπὶ τόσον, bis zu dieser Größe, Od. 5, 251; ὅσσον τ' ἐπὶ ἥμισυ πάσης, bis zur Hälfte des ganzen Schiffes, 13, 114; ἐπὶ μακρόν, weithin, 6, 117; διασπειρόμενοι ἐφ' ὅσον καλῶς εἶχε, über einen so weiten Raum hin, als es gut war, Xen. An. 6, 1, 19, vgl. Cyr. 5, 4, 84; ἐπ' ὅσον ἔποψις τοῦ ἱροῠ εἶχεν Her. 1, 64; ἐπὶ πολύ, weithin, Thuc. 2, 79; Xen. An. 1, 8, 8; ἐπὶ πάμπολυ τῆς ϑαλάττης 7, 5, 12 (aber ὡς ἐπὶ τὸ πολύ, meistentheils, 3, 1, 42 Arist. sehr oft); ἐπὶ πολλοὺς τεταγμένοι, viel Mann hoch, 4, 8, 11; vgl. Thuc. 4, 93. 94 u. oben I, 4; ἐπὶ τρεῖς ἀσπίδας Arr.; ἐπὶ μίαν ναῦν Pol. 1, 26, 13. – 4) Uebertr., zu, Zweck u. Absicht auszudrücken; ἐπὶ ἔργα τράποντο, sie wandten sich zur Arbeit, Il. 3, 422; ἐπ' ἰϑύν, zur Unternehmung, Od. 4, 434, ἐφ' ἁρπαγὴν τραπέσϑαι Xen. An. 7, 1, 18; ἰέναι ἐπὶ τὸν ἀγῶνα 3, 1, 22; ἰέναι ἐπὶ ϑήραν Her. 1, 37; ἐπὶ ϑεωρίαν Plat. Crit. 52 b, ἐπὶ ἐμπορίαν ἀποδημεῖν Lycurg. 57, zum Handel verreisen; ἐπ' αὐτό γε τοῠτο πάρεσμεν, eben deswegen sind wir hierher gekommen, Plat. Gorg. 447 b, οὐκ ἐπὶ τοῦτο ἤλϑομεν, wir haben dies nicht unternommen, Xen. An. 2, 5, 22; ἐπὶ πᾶν ἐλϑεῖν, Alles unternehmen, Alles aufbieten, 3, 1, 18; εἰς πάντ' ἀφῖγμαι κοὐδὲν εἴργασμαι πλέον Eur. Hipp. 286; ἐπὶ πάντ' ἀφίξομαι Soph. O. R. 265, vgl. ἐπ' ἔσχατα βαίνειν, zum Aeußersten, O. C. 217; bes. um Etwas zu erreichen, bei den Verbis der Bewegung, στέλλειν ἐπ' ἀγγελίην, auf, nach Botschaft ausschicken, Il. 4, 384; ἐπὶ βοῦν ἴτω, er gehe, um den Stier zu holen, 3, 421; seltener auch von Personen, ἐπ' Ὀδυσῆα ἤϊε 5, 149; ποτὲ μὲν κακὸν ἄλλοτ' ἐπ' ἐσϑλὸν ἕρπει Soph. Ant. 364, vgl. Phil. 43; πέμπειν ἀρωγὴν ἐπὶ νίκην Aesch. Ch. 471; Sept. 843; ἐφ' ὃ ἕκαστος πέφυκεν, ὡς ἐπὶ τὸ μὴ πονεῖν γεγονότας Plat. Rep. VII, 537 a, Legg. VI, 779 a; λέγεται Ἡρακλῆς ἐπὶ τὸν Κέρβερον καταβῆναι, nach dem Cerberus, um ihn herauszuholen, Xen. An. 5, 10, 2; ἐπὶ ξύλα παρέπεμψε Thuc. 4, 13; οἱ ἐπὶ τὰ χρήματα παρόντες Pol. 29, 3, 7; 10, 34, 8; φρύγανα συλλέγειν ὡς ἐπὶ πῦρ Xen. An. 4, 3, 11. – 5) Allgemeine Beziehungen: ἐπὶ στάϑμην, nach der Richtschnur, Od. 5, 245; – ἐπ' ἴσα, adverbial, gleich, unentschieden, vom Treffen, Il. 12, 436; ἐπὶ πλέον οὐκ ἀκήκοα, mehr, Plat. Phaedr. 261 b; ἐπ' ἔλαττον 93 b; ἐπὶ τὸ βέλτιστον λέγων Gorg. 503 e; vgl. ἐπὶ τὰ γελοιότερα ἐπαινέσαι, so daß es lächerlich wird, Conv. 214 e; Phil. 40 b, ἐπὶ τὸ μεῖζον κοσμεῖν, übertreibend, Thuc. 1, 10; καϑ' ἕκαστα – ἐπὶ πάντα, im Allgemeinen, Soph. 235 c.
In Zusammensetzungen ist es 1) örtlich, auf, bei, in, an, sowohl mit dem Begriffe der Ruhe, ἐπίγειος, ἐπιπολάζω, als der Bewegung, ἐπιβαίνω, ἐπιτίϑημι; auch der Richtung nach, u. feindlich, gegen, ἔπειμι, ἐπιστρατεύω, übertr. ἐπιϑυμέω, dabei, ἐπιϑρηνέω. – 2) zeitlich, darauf, darnach, ἐπιγίγνομαι, ἐπιβιόω; u. übh. Hinzukommen, ἐπιδίδωμι. – 3) Veranlassung, ἐπιγελάω. – 4) Wiederholung, ἐπέρομαι. – 5) Abhängigkeit, Unterwerfung, ἐπαίτιος, ἐπικίνδυνος. Dah. Gemäßheit, ἐπίκαιρος. – Ueber die Zahlenverbindungen und andere s. die Composita selbst.
In der Anastrophe ἔπι, oft bei Dichtern, bes. Epikern.
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77 ἐν
ἐν, p. ἐνί, Il. 13, 608 u. öfter, Soph. Tr. 6 (s. unten), u. εἰν, Od. 1, 162 u. öfter, Soph. Ant. 1226, wo man an das ep. εἰν Ἀΐδαο δόμοισιν erinnert wird; auch εἰνί, Il. 8, 199 Od. 9, 417; Eur. Heracl. 893. Sein od. Verweilen in, an, auf Etwas. – 1) vom Orte u. zwar – a) am gewöhnlichsten innerhalb eines Raumes, in, ἐν νήσῳ, ἐν δώμασιν u. ä., Hom. u. Folgde überall; τίς. ἔνδον ἐν δόμοις Aesch. Ch. 643; ἐν οἴκοις ἢ 'ν ἀγροῖς Soph. O. R. 112; ἐν ξένᾳ, in der Fremde, Phil. 135. – Wie bei εἰς wird οἶκος oft ausgelassen. ἐν Ἅιδου, von Hom. an überall, πολλὰ δ' ἐν ἀφνειοῠ πατρὸς κειμήλια κεῖται Il. 6, 47; ἐνὶ Κίρκης ἔρχαται Od. 10, 282; vgl. 7, 132; ἐν ἀνδρὸς εὐσεβεστάτου τραφείς Eur. I. A. 926; ἐν παιδοτρίβου καϑίζειν Ar. Nub. 972; ἐν Πυϑίου Thuc. 6, 54, wie Plat. Gorg. 472 a; ἐν Ἀρίφρονος ἐπαίδευε, ἐν κιϑαριστοῠ, ἐν διδασκάλων, Prot. 320 a Theaet. 206 a Alcib. I, 110 a; τὸ χωρίον τὸ ἐν γειτόνων Dem. 53, 10, woran sich auch ἐν αὑτοῦ reiht, Ar. Vesp. 642; Plat. Charm. 155 d, s. unten 6. – b) auf, ἐν ἵπποις, ἐν ϑρόνοις, Hom., Aesch. Ch. 969; ἐν σάκει, Spt. oft; ἐν ϑαλλοῖς συγκατῄϑομεν Soph. Ant. 1186; ἐν στιβάσι κείμενοι Xen. An. 5, 9, 4; ἐν τῇ γῇ, ἐν τῇ ϑαλάττῃ ἄρχειν, 6, 4, 13; ἐν τῷ δεξιῷ, auf dem rechten Flügel, 1, 8, 5; ἐν τοῖν ὀβολοῖν ϑεωρεῖν, auf dem Zwei-Obolenplatz, Dem. 18, 28; ἐν τοῖς στεφανώμασιν, auf dem Kranzmarkt, Ar. Eccl. 303 u. Phereer. Ath. XV, 658 b, wie ἐν τῷ μύρῳ, in dem Salbenladen, Ar. Eq. 1371 u. Polyzel. Schol. Ar. Plut. 550; ἐν τοῖς ἰχϑύσιν, auf dem Fischmarkt, Antiphan. Ath. VII, 287 e. – c) das Daransein, die unmittelbare Nähe ausdrückend; ἐν οὐρανῷ, am Himmel, Il. 8, 555; ἐν ποταμῷ, am Flusse, 18, 521 Od. 5, 466; ἐν τόξῳ, ἐν ξίφει, ἐν ῥυμῷ, ἐν χρῷ, s. χρώς; ἐν πέτροισι πέτρον ἐκτρίβων, daran reibend, Soph. Phil. 295; χεῖρας αἱμάξαι ἔν τινι Ai. 448; τἂν ποσίν, das vor den Füßen, das Gegenwärtige, Ant. 1309, vgl. τὰ ἐν μυχοῖς 1279. Aber ἐν τοῖς δένδροις ἑστάναι = zwischen den Bäumen, Xen. An. 4, 7, 9; u. ἀνάπαυλαι ἐν τοῖς δένδρεσίν εἰσιν σκιαραί = unter, Plat. Legg. I, 625 b; ἐν τῷ λιμένι Xen. An. 6, 2, 1; oft ἐν τῷ Πόντῳ, am Pontus. Bes. seit Her. ἐν Κύπρῳ ναυμαχεῖν, 5, 115, von Schlachten, die bei einem Orte, im Gebiete desselben geliefert werden, Thuc. u. Folgende; so ἐν Κορωνείᾳ κινδυνεύειν Xen. An. 5, 3, 6; ἡ ἐν Τροίᾳ μονή, vor Troja, Plat. Crat. 395 a; u. sehr gew. οἱ ἐν Μαραϑῶνι, die Kämpfer bei Mar. oder die dort Gebliebenen, Thuc. 2, 34; Selten so von Personen, παρέσται ἐν πόσει, Eur. El. 641; προξένων ἔν τῳ κατέσχες Ion 365, vgl. Heracl. 757. – d) auch bei Verbis, die eine Bewegung ausdrücken, um die Erreichung des Zieles u. das Verweilen daselbst anzudeuten. Schon Hom. oft ἐν κονίῃσι πέσε, ἐν χερσὶ πεσεῖν u. ä., ἐν χείρεσσι λάβ' αἰγίδα Il. 15, 229, ἐν Τρωσὶν ὄρουσαν 16, 258, λέων ἐν βουσὶ ϑορών 5, 261, ἐν ἀμφιφορεῦσιν ἄφυσσον Od. 2, 349, ἐν τεύχεσι δύνειν Il. 23, 131, ἂν δ' ἔβαν ἐν δίφροισι 132; κάββαλ' ἐνὶ πόντῳ Hes. Th. 189; τοιαῦτ' ἀκούων ἐν φρεσὶν γράφου Aesch. Ch. 443, wie ἐνὶ φρεσὶν βάλλω, Hom.; ἐλπίδας κατῴκισα ἐν αὐτοῖς, habe ich in ihnen erweckt, Aesch. Prom. 250; ἵζει μάντιν ἐν ϑρόνοις Eum. 18. Bes. bei τίϑημι, πίπτω u. ä., ἐνμέσῳ τίϑημι, ἐν δώμασι πιτνών, Aesch. Ch. 36. 143; ἐν πέδῳ βαλῶ Ag. 1145; ἐν τάφῳ ϑεῖναι Soph. Ant. 499; ἐν ποίμναις πιτνών, ἐν βουσὶ πεσών, Ai. 184. 367; ἐν μέσῳ σκάφει ϑέντες Trach. 800; ἐν δ' ἐμῷ κάρᾳ ϑεὸς ἔπαισεν Ant. 1258; auch in Prosa, ἐμπίπτειν ἐν Thuc. 7, 87; ἐν ἀπορίᾳ ἐνε-πεπτώκεισαν Plat. Euthyd. 292 e; ἐν τῇ γῇ καταπεφευγέναι Thuc. 4, 14; ᾤχοντο δ' ἐν τοῖς ὀχυροῖς καὶ τὰ ἐπιτήδεια ἐν τούτοις ἀνακεκομισμένοι ἦσαν Xen. An. 4, 7, 17; in welchen Beispielen das perf. zu beachten; ἐν μέσοις ἀναμεμιγμένοι τοῖς Ἕλλησιν 4, 8, 8; ὡς ἐν ἐχυρωτάτῳ ποιεῖσϑαι, an den sichersten Ort bringen, Cyr. 1, 6, 26. Auffallender ἐν Ἀμβρακίᾳ ἀπῄεσαν, ἀποστελοῠντες ἐν Σικελίᾳ, Thuc. 4, 42. 7, 17, wie ἡ ἐν τῷ Πειραιῷ τῶν νεῶν καταφυγή 8, 11; ὁ ἐν Σικελίᾳ πλοῦς Lys. 19, 43; ῥιπτοῠντες σφᾶς ἐν τῇ ϑαλάττῃ Arr. An. 1, 19, 3; Sp., häufig geradezu für εἰς, wie διαβάντες ἐν Σάμῳ Paus. 7, 4, 3. – Bei den Doriern steht ἐν für εἰς, dah. c. acc. bei Pind. P. 2, 11. 86. 5, 38 N. 7, 31. – 2) auf Menschen übertr., – a) unter; ἐν πρώτοις μάχεσϑαι Il. 9, 709; ἐν προμάχοισι φανείς 3, 31; κλέος ἐσϑλὸν ἐνὶ Τρώεσσιν ἀρέσϑαι 17, 16; οἴη ἐν ἀϑανάτοις 1, 398; νεῖκος ἐν ἀϑανάτοισιν ὄρωρεν 24, 107; ἐν δὲ τῇσι (βουσὶ) νομεύς 15, 632; ἄρχειν, ἀνάσσειν ἐν πολλοῖς, unter vielen, 13, 689 Od. 19, 110; φῦλον ἐν ἀνϑρώποισι ματαιότατον Pind. P. 3, 21. So oft Tragg.; ἄτιμος ἐν ϑεοῖς Aesch. Eum. 691 (vgl. Soph. O. R. 215 Xen. An. 7, 7, 501; τὰ ἐν βροτοῖς πήματα Prom. 440; ἐν πρώτοις ἕπει Soph. El. 28; Prosa, ὄνομα μέγιστον ἐν πᾶσιν ἀνϑρώποις ἔχειν Thuc. 2, 64; ἐν ϑεοῖς καὶ ἀνϑρώποις Plat. Legg. IX, 879 b; ἐν πᾶσιν εὐδόκιμοι τοῖς Ἕλλησιν, bei, I, 631 c; vgl. Prot. 337 b 343 c; μνήμην παρέχειν ἔν τισι Xen. An. 6, 3, 24; bes. λέγειν, νομίζειν, καταριϑμεῖν, λέγεσϑαι ἐν, dazu, darunter rechnen, Aesch. Prom. 975 Eur. Herc. Fur. 175 Plat. Polit. 266 a Xen. An. 1, 6, 1 Hem. 2, 2, 1; – οἱ ἐν γένει, die Verwandten, Soph. O. R. 1430. – Auch von Dingen, ἐν ἐλπίσι τρέφω Soph. Ant. 888. – b) bei λέγειν u. ä. geht es in die Bedeutung vor, in Gegenwart über; ἐν ὑμῖν ἐρέω Il. 9, 528; ἐν πᾶσι, in Gegenwart aller, Od. 2, 194. 16, 378; ἐν τῷ δήμῳ Plat. Rep. VIII, 565 b; ἐν μάρτυσι Conv. 175 e; nach λέγειν ἐν τῷ δικαστηρίῳ, Antiph. 6, 24, auch ἐν τοῖς δικασταῖς, ibd. 23; Is. 2, 4; Dem. 8, 1. 27; κατηγορεῖν Plat. Legg. X, 886 e; sehr gew. ἐν εἰδόσι μακρηγορεῖν u. ä., Thuc. 2, 26, wohin auch ἐν νομοϑέταις ϑέσϑαι, λύειν νόμον gerechnet werden kann, Dem. 3, 10. 2433, wie ἐν ὑμῖν (vor, bei euch, den Richtern) πειράσομαι τῶν δικαίων τυχεῖν 40, 3. – Aehnl. δεῖξαι ἐν Ἀργείοις μέσοις Soph. Phil. 626, vgl. 1053; εἰ τάδ' έστὶν ἐν ϑεοῖς καλά, wenn das vor den Göttern recht ist, Ant. 916. – c) bes. zu bemerken ist ἐν τοῖς beim superlat., wobei man von Stellen ausgeht, wie πολλὰ μὲν οὖν καὶ ἄλλα οἱ λόγοι ὑμῶν καλὰ ἔχουσιν, ἐν δὲ τοῖς καὶ τοῦτο μεγαλοπρεπέστερον, Plat. Euthyd. 303 c, wo es deutlich unter diesem Guten ist; ὃ δὴ δοκεῖ ἐν τοῖς μεγίστοις μέγιστον εἶναι Crat. 427 e; τοῦτό μοι ἐν τοῖσι ϑειότατον φαίνεται γίγνεσϑαι Her. 7, 137; häufig Thuc., z. B. ἐν τοῖς πλεῖσται δὴ νῆες, ἐν τοῖς πρώτη ἐγένετο, 3, 17. 82; Plat. ἣν ἀγγελίαν ἐγώ, ὥς μοι δοκῶ, ἐν τοῖς βαρύτατα ἂν ἐνέγκοιμι Crit. 43 c; am häufigsten ἐν τοῖς μάλιστα, z. B. Thuc. 8, 90 Plat. Theaet. 186 a. Aehnl. ἐν πᾶσι, vor Allen. – 3) an 1 c) schließt sich die Bdtg des Umgebenseins von Etwas, οὐρανὸς ἐν αἰϑέρι καὶ νεφέλῃσι, der Him-mel in Lichthelle u. Wolkenumhüllung, Il. 15, 19. Bes. – a) von Kleidern, Waffen u. dgl.; ἐν ῥινῷ λέοντος στάς Pind. I. 6, 53; χαλκέοισι δ' ἐν ἔντεσι Ol. 4, 22; ἐν πεπλώματι Soph. Tr. 610; ἐν τρισὶ μορφαῖσιν ibd. 10; κἂν τοῖςδε κόσμοις καταγελωμένη Aesch. Ag. 1244; ὑφαντοῖς ἐν πέπλοις κείμενος 1562; ἐν ῥακίοις περιειλόμενος Ar. Ran. 1093; ἐν ἐσϑῆσι Her. 2, 159; ὀξυπρώροισι βρέμων ἐν αἰχμαῖς Aesch. Prom. 422; in Prosa oft; ἐν ὅπλοις εἶναι Her. 1, 13; Thuc-6, 74; ἐξέτασιν ἐν ὅπλοις ποιεῖσϑαι, γενέσϑαι, Xen. Cyr. 2, 4, 1 An. 5, 3, 3; Mem. 3, 9, 2. Vgl. ἐν κανοῖς, mit Körben, Dem. 59, 78; u. bei Luc. ἐν πώγωνι, ἐν γενείῳ βαϑεῖ, Salt. 5; auch ἐν μαλακοῖς ἠμφιεσμένον, Hatth. 11, 8, womit ἐν πάσῃ τῇ δόξῃ αὑτοῠ zu vgl., 6, 29; ἐν ἐξωμίσι φαύλαις Ael. V. H. 9, 34. – Aehnl. ἐν μεγάλοις φορτίοις βαδίζειν, unter schweren Lasten, Xen. Cyr. 2, 3, 14; δένδρα ἐν καρποῖς, mit Früchten, Long. past. 1, 11. – b) von Banden u. Fesseln; ἐν δεσμῷ δῆσαι Il. 5, 386; Od. 12, 54; ἐν ἐλλεδανοῖσι δέεσϑαι Il. 18, 553; ἔζευξα πρῶτος ἐν ζυγοῖσι κνώδαλα Aesch. Prom. 460; ἄνδρα πεδήσασα ἐν πέπλῳ Eum. 604; ἐν βρόχῳ ϑανεῖν Ch. 550; ἐν ξύλῳ δήσας Ar. Equ. 393. 702; ἐν πέδαις δεδέσϑαι Xen. An. 4, 3, 8. – c) Aehnlich ist, wo es zum Theil mit dem instrumentalen dat. zusammenfällt, ἐν χεροῖν λαβεῖν, κατέχειν, Soph. O. R. 912 O. C. 1696; οὐ κόμπον ἐν χεροῖν ἔχων Aesch. Spt. 455; woran sich reihen ἐν παλάμῃσι κατέκταϑεν ὀξέϊ χαλκῷ Il. 5, 558, vgl. 7, 105 (aber ϑανέειν ἐν χερσὶν ἐμῇσι, 22, 426, ist = in meinen Armen); ἀγαναῖσιν ἐν χερσὶν ἐδάμασσε πώλους Pind. P. 2, 8; ἐν ξέναισι χερσὶ κηδευϑείς, ἐν φίλαισι χερσὶν ἐκόσμησα, Soph. El. 1128. 1130; so bei Thuc. oft, γενομένης δ' ἐν χερσὶ τῆς μάχης, als es zum Gefecht kam, 6, 70, wo der Schol. bemerkt: nachdem die Schleuderer aufhörten; ἦν ἡ μάχη κρατερὰ καὶ ἐν χερσὶ πᾶσα 4, 43; so ἐν χερσὶν εἶναι, γίγνεσϑαι, 3, 108. 7, 5; ἀποκτείνειν 3, 66 u. ä., s. χείρ; – ἐν ὠσὶ νωμᾶν καὶ φρεσὶν πυρὸς δίχα χρηστηρίους ὄρνιϑας Aesch. Spt. 25; ἐν τοῖσιν ὠσὶ δάκνει Soph. Ant. 317; ἐν ὄμμασιν ὁρᾶν 760, nie Il. 3, 306 Od. 10, 385; ἐν ὄμμασιν φαίνεται Aesch. Pers. 596; Ag. 863; ἐν ὀφϑαλμοῖς ἔχειν, vor Augen, Xen. An. 4, 5, 29; ἔργον ἐν κύβοις Ἄρης κρινεῖ, vermittelst der Würfel, Aesch. Spt. 396; ἐν κώπαισι πλεῖν, Ggstz zur Segelfahrt, Men. bei Stob. fl. 59, 9; ἐν ἐπιστολαῖς ἴστε Thuc. 7, 11; ἐν ποτηρίοις πίνειν Xen. An. 5, 9, 4; vgl. Luc. merc. cond. 26 D. D. 6, 2; ἡ ἐν αὐλοῖς μουσική Ephipp. Ath. XIV, 617 f; ἐν μέτρῳ μετρεῖν, ἐν κρίματι κρίνειν, Hatth. 7, 1; ἐν τοῖς ποσὶν καταπατεῖν ib. 6, u. ä. oft im N. T. u. bei a. Sp.; – ἐν στρατιᾷ καταστρέψασϑαι Xen. Cyr. 8, 6, 20; ἐν λόγοις κοσμεῖν Dem. 20, 141, wie πείϑειν Soph. Phil. 1393; Plat. Legg. II, 660 a; ἐν ὄψει διαγιγνώσκειν, ἐν ἀκοῇ, Theaet. 206 a; pleonastisch scheint ἐν τιμῇ σέβειν Aesch. Pers. 162; ἐν μιᾷ πληγῇ κατέφϑαρται ὄλβος, mit einem Schlage, 247; ἐν λόγῳ πεύϑομαι Ch. 668; ἐν ϑανάτῳ ἀπόλλυσϑαι Plat. Phaed. 95 d; στάζειν ἐν αἵματι Eur. Bacch. 1163; sp. D., wie ἐν ὄμμασιν αὐδᾷ Hel. 13 (XII, 63). So sagen Gramm. ψάλια ἐν τῷ α Ἀττικοί, διὰ τοῦ ε Ἕλληνες, Moeris p. 214, 6, mit einem Buchstaben schreiben. – 4) Von der Zeit, in, in nerhalb; ἐν ἡμέρῃ, in einem Tage, Her. 1, 126; ἐν πολλῷ χρόνῳ Aesch. Ag. 537; oft in Prosa, wie Plat. Phaed. 58 b; ἐν τρισὶν ἡμέραις Xen. An. 4, 8, 8; Mem. 3, 13, 5; ἐν εἰρήνῃ, ἐν σπονδαῖς, während des Waffenstillstandes, Thuc. 2, 5. 3, 13; ἐν τῇ μονῇ Xen. An. 5, 1, 5, u. Aehnliches öfter, bes. ἐν καιρῷ. Dah. ἐν τούτῳ, ἐν ᾧ, unterdeß, während welcher Zeit, von Her. 6, 89 Thuc. 7, 29 an häufig; ἐν τῷ αὐτῷ, in derselben Zeit. – 5) Von jedem Zustande, in dem man sich befindet, sowohl äußerlich als innerlich, wie ἐν πολέμῳ, ἐν ἀγῶνι, ἐν ἔργῳ; χαίρετ' ἐν κακοῖς ὅμως Aesch. Pers. 826, der auch ὑβρίζειν διδαχϑεὶς ἐν κακοῖς so vrbdt, Ag. 1594; Eum. 266. Aehnl. ἐν ἀφϑόνοις βιοτεύειν, στρατοπεδεύειν, Xen. An. 3, 2, 25 Cyr. 5, 4, 40; vollständiger ἐν ἀφϑόνοις τοῖς ἐπιτηδείοις διαχειμάσαι An. 7, 6, 31, bei; vgl. τρέφεται ϑαλίῃ ἐνὶ πολλῇ Il. 9, 143; ἐν βολίτοις τρέφειν Ar. Ach. 990; ξενύδρια ἐν προσφάτοις ἰχϑυδίοις τεϑραμμένα Men. Ath. IV, 132 e, vgl. ζήσεται ἐν παντὶ ῥήματι Matth. 4, 4; Uebertr., ἐν φιλότητι, ἐν πένϑεϊ, ἐν δοιῇ Il. 7, 302. 9, 230. 22, 483; oft bei Attikern. ἐν φόβῳ, ὀργῇ εἶναι u. ä.; ἐν ἡδονῇ ἐστίν οἱ, mit folgdm acc. c. inf., es ist ihm ein Vergnügen, Her. 7, 15; ἐν αἰτίᾳ εἶναι, ἔχειν, s. αἰτία; οὐκ ἐν αἰσχύνῃ τὰ σά Eur. Phoen. 1282, deine Lage ist nicht so, daß du dich schämen darfst; οὐκ ἐν σιωπῇ τἀμά Ion 1397; ἐν αἰσχύναις ἔχειν, sich schämen, Suppl. 164. – Dah. auch = beschäftigt sein mit Etwas, ὢν ἐν τῇ τέχνῃ Plat. Men. 91 e, vgl. Phaed. 84 a; οἱ ἐν ποιήσει γενόμενοι, die Dichter, Her. 2, 82; οἱ ἐν πράγμασιν Thuc. 3, 28; öfter οἱ ἐν τέλει, Magistrate; ἐν φιλοσοφίᾳ εἶναι, Plat. Phaed. 59 a; ὁ Κῠρος ἐν τούτοις ἦν Xen. Cyr. 3, 1, 1; ἐν λόγοις, ἐν σίτῳ, 4, 3, 23. 5, 2, 17. Dah. οἱ ἐν φιλοσοφίᾳ, ἐν νόσῳ, Umschreibung für die Philosophen, die Kranken, bes. Sp. – Ganz adverbialisch sind Verbindungen wie ἐν τῷ ἐμφανεῖ, ἐν τῷ φανερῷ, = φανερῶς, Thuc. 2, 21 Xen. An. 1, 3, 21. 2, 5, 25; ἐν δίκῃ Soph. Tr. 1058; ἐν τάχει oft = ταχέως; – ἐν σμικρῷ ποιεῖσϑαι Soph. Phil. 496; ἐν παρέργῳ ϑέσϑαι 471, vgl. 863; so Her. ἐν ὁμοίῳ ἔχειν, ποιεῖσϑαι, wie ἐν ἴσῳ, oft, z. B. 8, 109, wie ἐν ἐλαφρῷ, 5, 154; vgl. ἐν οὐδενὶ λόγῳ ποιεῖσϑαι; – ἐν ἀσφαλεῖ Eur. Hec. 980 Hipp. 785; ἐν εὐμαρεῖ ἐστι, = εὐμαρές, I. A. 974; ἐν ἀσφαλεστέρῳ ἦν Xen. Hell. 7, 5, 8; seltener im plur., ἐν ἀργοῖς, = ἀργῶς, Soph. O. R. 287. Vgl. noch ἐν ἅρμασιν ἔχειν, ἐν οὐσίᾳ κτᾶσϑαι, Plat. Legg. X, 899 a XI, 913 b. – Wie einzelne dieser Beispiele schon »einem Zustande gemäß« bedeuten, so ist auch γλῶσσαν ἐν τύχᾳ νέμων, γαῖαν ἐν αἴσᾳ διατέμνων, Aesch. Ag. 671. 892 zu nehmen, womit οὕτως ἀπαλλάσσουσιν ἐν ϑεῶν κρίσει 1262 zu vgl.; κακὸν τὸ λῆμα, κοὐκ ἐν ἀνδράσιν, ziemt sich nicht für Männer, Eur. Alc. 735; ἐν μοίρᾳ Plat. Legg. VI, 775 e; ἐν μέτρῳ Thuc. 6, 1; ἐν τῷ αὐτῷ τρόπῳ, ἐν τοῖς ὁμοίοις, ᾧ 1, 77. 7, 67; ἐν τούτῳ, dem gemäß, 1, 37; ἐν ᾡ, in wiefern, 6, 55, wohin auch ἐν ῥυϑμῷ ᾔεσαν Xen. An. 5, 9, 11 gerechnet werden kann. Eben so τὰ ἐν τοῖς νόμοις δίκαια Isocr. 20, 20, das in den Gesetzen Begründete; αἱ ἐν τοῖς νόμοις ζημίαι, gesetzmäßige, Dem. 20, 154; Lycurg. 1. Dah. ἐν τοῖς νόμοις βασιλεύειν, τὰς κρίσεις ποιεῖσϑαι, nach den Gesetzen, Plat. Criti. 131 b Isocr. 4, 40. Daran schließt sich – 6) Bezeichnung der Abhängigkeit von Etwas, es steht bei Einem; νίκης πείρατ' ἔχονται ἐν ϑεοῖς, der Sieg liegt in den Händen der Götter (eigtl. der Faden haftet an den G.), Il. 7, 105; δύναμις γὰρ ἐν ὑμῖν Od. 10, 69; vgl. auch das sinnliche ϑεῶν ἐν γούνασι κεῖται u. ἐν γὰρ χερσὶ τέλος πολέμου, ἐπέων δ' ἐνὶ βουλῇ Il. 16, 630; ἐν ϑεῷ γε μὰν τέλος Pind. Ol. 13, 104; vgl. μόνον γὰρ κέρδος ἐν τεϑνηκόσιν Aesch. Spt. 666; τὰ κέδν' ἐν ὑμῖν ἐστί μοι βουλεύματα Pers. 168; ἐν σοὶ γάρ ἐσμεν Soph. O. R. 313, wie ἐν ὑμῖν ὡς ϑεῷ κείμεϑα, hangen von euch ab, O. C. 247; u. ähnl. ἐν σοὶ πᾶσ' ἔγωγε σώζομαι, meine Rettung beruht auf dir, Ai. 515, vgl. Tr. 618; ἐν τῷ ἕκαστον δικαίως ἄρχειν ἡ πολιτεία σώζεται Lys. 26, 9; ὁπόταν ἐν χρήμασιν ᾖ σωϑῆναι τῇ πόλει 27, 3; ἐν ταῖς ναυσὶ τῶν Ἑλλήνων τὰ πράγματα ἐγένετο, die Macht beruhte auf den Schiffen, Thuc. 1, 74; ἐν σοὶ νῠν ἐστι καταδουλῶσαι Ἀϑήνας Her. 6, 109; mit folgdm acc. c. inf., Andoc. 1, 39; τὰ λοιπὰ ἐν αὐτοῖς ἡμῖν ἐστιν, ὅσον ἐστὶν ἐν ὑμῖν, Dem. 4, 50. 23, 4; ἐν τῷ ϑεῷ τὸ τούτου τέλος ἦν, οὐκ ἐν ἐμοί, das Gelingen stand in Gottes Hand, 18, 193; ähnl. ἐν τοῖς νόμοις ἐξέσται 20, 158; εἰ γὰρ ἐν τούτῳ εἴη Plat. Prot. 310 d 313 a, wie auch Xen. An. 6, 2, 22 zu nehmen, ob Etwas daran läge; Thuc. vrbdt sogar μὴ ἐν ὑμῖν κωλυϑῇ, an euch, sofern es bei euch steht, 2, 64, wie Dem. 10, 73 δόξα, ἣν αἰσχρόν ἐστιν ἐν σοὶ καταλῠσαι. Auch ἐν τῷ γὰρ φρονεῖν ἥδιστος βίος Soph. Ai. 440 ist ähnlich, wie ἐλπίς, πίστις ἐν τοῖς δρωμένοις, Soph. Tr. 585. 722; – ἐν ἑαυτῷ γίγνεσϑαι, zu sich kommen; ἐν ἑαυτῷ εἶναι, bei sich sein, bei Sinnen sein, oft bei Attikern. – 7) Bezeichnung dessen, wobei oder woran sich eine Thätigkeit zeigt; ἐν τοῖς σοῖς πόνοις χλίουσι μέγα Aesch. Ch. 135; ἐν κακοῖς γελᾶν, ἐν πράγματι φωνεῖν, 220 Eum. 268; ἁμαρτάνειν ἐν λόγοις Soph. Ai. 1075; ἐν ὑμῖν ἐψεύσϑημεν Her. 9, 48; ἐπιδείκνυσϑαι ἔν τινι Plat. Men. 82 a; πεῖραν λαβεῖν ἔν τινι Xen. An. 5, 8, 15, wie πειρᾶσϑαι Plat. Phileb. 21 a; σκέπτεσϑαι ἔν τινι, δηλοῦν, Soph. 239 b Thuc. 1, 10. Spätere sogar ἐν τῇ πίστει ὠνείδισε, Arr. An. 3, 30, 2. Vgl. εἰς. – Auch bei adj., ἐν πάντεσσ' ἔργοισι δαήμων Il. 23, 671; χρηστὸς ἐν τοῖς οἰκείοις Soph. Ant. 657; ὑβριστής, ϑρασύς, ἐν ὅρκῳ μέγας, 1071 1294 O. R. 651; κρείσσων ἐν κυναγίαις Eur. Bacch. 339; ἐν γυναιξὶν ἄλκιμος Or. 754; φϑονερός Her. 7, 46; ἡ ἐν ὅπλοις μάϑησις, das Studium der Fechtkunst, Plat. Lach. 190 d; ἄριστοι ἐν τοῖς πολεμίοις Thuc. 4, 80; vgl. διαφέρειν ἔν τινι, in einer Sache, Isocr. 8, 122; so noch Sp., wie D. Sic. 14, 37 ἐν εὐγενείᾳ καὶ πλούτῳ πρῶτος. – Aber ἐν σφετέρῳ καλῷ τὸν πόλεμον ἀναβάλλεσϑαι, Thuc. 5, 46, ist = zu eurem Besten. – Bei Sp., wie Pol. Exc. Leg. 82, bezeichnet es das Prädicat: λαβεῖν ἐν φερνῇ, als Mitgift empfangen.
Adverbial, ohne Casus, steht es oft von Hom. an, wo man es häufig ohne Noth als Tmesis betrachtet. Am gewöhnlichsten ist ἐν δέ, darunter, dabei, z. B. ἐν δ' ἄλοχοι ἐπιστενάχουσι Soph. O. R. 183, vgl. Tr. 205 (Herm. schreibt ἔν, wie auch Mein. in dem von Stob. fl. 8, 10 dem Philem., von Suid. dem Men. zugeschriebenen Sprichwort, Diogen. 5, 89, κακὴ μὲν ὄψις, ἐν δὲ δειλαῖαι φρένες); u. so in Prosa von Her. 1, 185. 9, 32 an häufig. Bei Hom. Od. 5, 260, ἐν δ' ὑπέρας τε κάλους τε πόδας τ' ἐνέδησεν ἐν αὐτῇ, steht noch ἐν dabei: überdies band er am Schiffe an, wovon Her. 2, 176 ἐν δὲ καὶ ἐν Μέμφι, überdies auch in Memphis, verschieden ist.
Seinem Casus wird es zuweilen nachgesetzt, bes. bei Ep., z. B. Il. 18, 218 Od. 12, 103 Ap. Rh. 4, 546, was bes. bei der Form ἐνί der Fall ist, die dann ἔνι geschrieben wird, Il. 7, 221 Od. 5, 57.
In der Zusammensetzung herrscht – a) bei Verbis die örtliche Bedeutung vor, daran, darauf, darüber; auch mit Verbis der Bewegung wird ἐν zusammengesetzt. – b) in adj. drückt es das Versehensein mit Etwas aus, ἔναιμος, ἔνϑηρος, oder die Annäherung an den Begriff des Adjectivs. ἔμπικρος, etwas bitter, wie ἔλλευκος, ἔνσιμος, seltener das Angemessensein, wie in ἔνδικος.
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78 beherrschen
1. vtdas Leben wird von dieser Devise beherrscht — жизнь проходит ( протекает) под этим девизомdie Tagesordnung wird von der Beratung des Entwurfs beherrscht — главный вопрос повестки дня - обсуждение проекта2) перен. господствовать, иметь власть (над кем-л.); подчинить (кого-л.) своему влияниюer wird von seinem Vater beherrscht — он всецело находится под влиянием своего отца, он весь во власти своего отца3) владеть, овладевать (чем-л.), сдерживать, обуздывать (напр., гнев)seine Worte beherrschen — сдержать себя, воздержаться от резкостейseine Zunge beherrschen — уметь молчать, держать язык за зубами4) овладевать, завладевать, захватывать (кем-л., чем-л.; о мыслях, чувствах)er wird ganz von Geldsucht beherrscht — он весь охвачен жаждой наживыdieses Kind beherrscht ihr ganzes Wesen — мысль об этом ребёнке наполняет всё её существо5) (о)владеть (чем-л.), знать (что-л.) в совершенстве6) господствовать, возвышаться (над местностью; тж. воен.); придавать своеобразный характер (какой-л. местности)2. (sich)sich zu beherrschen wissen — (уметь) владеть собой -
79 geben
1. * vt1) давать; подавать; вручать; предоставлятьgern geben — быть щедрымsich (D) etw. geben lassen — попросить, потребовать что-л. для себяich gebe mir viel Bewegung — я много двигаюсьden Ball geben — спорт. подавать мячdie Brust geben — дать грудь ( ребёнку)die Hand geben — подать руку ( здороваясь)Latein ( Russisch) geben — давать уроки латинского ( русского) языка; преподавать латинский ( русский) языкj-m das Recht geben — предоставлять кому-л. право (на что-л.); давать право кому-л.j-m das Wort geben — дать ( предоставить) кому-л. слово ( в прениях)seine Stimme, geben — отдать свой голос ( при голосовании)Unterricht ( Stunden) geben — давать урокиein Zeugnis geben — вручать аттестат ( свидетельство)kein Lebenszeichen von sich (D) geben — не подавать признаков жизни2) сдавать, отдаватьin Druck geben — сдать ( подписать) в печатьj-n in Kost ( in Pension) geben — отдать ( устроить) кого-л. на полный пансионj-n in die Lehre geben — отдать кого-л. в учение ( мастеру)in Verwahrung geben — отдать на хранение3) давать, устраивать, задавать (пир, бал)ein Essen geben — дать ( званый) обедein Fest geben — устроить праздник4) театр. давать ( представление)ein Stück geben — ставить пьесуwas wird heute im Theater gegeben? — что идёт сегодня в театре?5) карт. ходитьgib ihm! — (по)бей его!, дай ему!der hat es ihm aber gegeben! — он ему хорошо задал!, он ему здорово ответил!7)etw. (A) geben — давать (какой-л. результат), становиться (кем-л., чем-л.)dieser Most wird einen guten Wein geben — из этого (виноградного) сусла получится ( выйдет) хорошее виноzwei mal zwei gibt vier — дважды два - четыре8)sich (D) eine Blöße geben — обнаружить ( показать) свою слабость, сплоховать, дать маху9)er kann es nicht (so) von sich geben — он не может выразить этого, он не находит слов10)nichts auf etw. (A) geben — не придавать чему-л. никакого значенияviel auf j-n geben — высоко ставить кого-л., считаться с кем-л.11) ( в сочетании с инфинитивом)12) передавать, переводитьdas ist schwer auf deutsch zu geben — это трудно передать по-немецки ( перевести на немецкий язык)ich will es kurz geben — я буду краток, я выскажу это в нескольких словахzu denken geben — навести на размышления, заставить задуматьсяetw. daran geben — жертвовать чем-л.••einen Witz ( eine Geschichte) zum besten geben — рассказать анекдот( историю)2. * (sich)1) проходить, улаживаться2)sich wie ein Erwachsener geben — строить из себя взрослого ( о ребёнке)sich heiter geben — принять весёлый видsich unbefangen geben — держать ( вести) себя непринуждённо3)sich in etw. (A) geben — покориться чему-л.sich in sein Schicksal geben — покориться своей судьбеsich einer Sache (D), j-m zu eigen geben — отдаться чему-л., кому-л. всей душой ( всем сердцем), всецело посвятить себя чему-л., кому-л.3. * vimpwas wird's geben? — что будет?; что из этого выйдет?es gibt viel zu tun — много работыRuhe, sonst wird es was geben! — разг. тихо, а то попадёт!gleich gibt es etwas! — разг. сейчас я тебя вздую! -
80 accido [1]
1. ac-cido, cidī, ere (ad u. cado), an etwas hinfallen, -anfallen, auf etwas auffallen, bei etwas niederfallen, I) eig.: A) im allg.: ad terram, Enn. u. Plaut.: in humum, Varr.: m. Dat., terrae, Sen. poët.: m. bl. Acc., terram segetemque accidere incendia, Lucr. – B) insbes.: 1) von Geschossen = nach einem Orte hinfallen, wo niederfallen, auffallen, tela ab omni parte accidebant, Liv.: missa (tela) gravius accidere, Caes.: cum tela ex superiore loco missa non frustra acciderent, Liv. – 2) von Pers.: a) von Hilfe od. Gnade Flehenden = vor jmds. Knien od. Füßen bittend (supplex, ἱκέτης) niederfallen, niedersinken, sich niederwerfen, jmd. fußfällig bitten od. anflehen ( wie προςπίπτειν), ad pedes omnium, Cic.: ad alcis genua, Ter., u. alci ad genua, Suet.: u. genibus alcis, Liv.: u. so quo accidam? vor wem soll ich mich niederwerfen? Enn. fr. 114 V. – mit supplex, wie ad genua accido supplex, Sen. Troad. 700: u. pro libertate vestra supplicem vobis accidere ( wie ἱκέτην προςπίπτειν), Rut. Lup. 2, 6 (dazu Ruhnk.). – b) plötzlich jmdm. über den Hals kommen, de improviso, Sall.: quo improvisus gravior accideret, um unerwartet einen desto empfindlicheren Streich zu führen, Sall. – 3) (von sinnlichen Wahrnehmungen) = die Sinne treffen = bis zu ihnen dringen, -kommen, α) mit Angabe des Sinnes, ad aures, Cic. Sest. 107: u. bl. Dat. auribus (von Tönen, Worten, Geschrei usw., auch Regen), Cic. u.a.: u. bl. aures, Plaut. Stich. 88 u. Val. Flacc. 2, 452. (Vgl. Lachm. Lucr. 5, 608. Sorof Cic. de or. 2, 29. Ruhnk. Rut. Lup. 1, 17. Heins. Val. Flacc. 2, 452.) – vox accidit ad hostes, Liv.: ut notae litterarum totae ad oculos legentium acciderent, Petr. 105: acc. ad oculos animumque, vor Augen u. in den Sinn kommen, Cic.: quam res nova miraque menti accidat, wie seltsam dieser Gedanke scheinen mag, Lucr. – u. so mit Infin., quidque homini lubere accidit posse retur, Plaut. Amph. 171 G. – β) mit Angabe der Person, zu der etwas dringt: nilne ad te de iudicio armûm accidit? Pacuv. fr.: ut vox etiam ad hostes accideret, zu den F. drang, Liv.: ne maioris multitudinis species accidere hostibus posset, damit dem Feinde die Anzahl der Truppen nicht größer erscheinen möchte, Hirt. b.G. – γ) absol. = zu Ohren dringen, zu Ohren kommen od. gebracht werden, hinterbracht werden (wie προςπίπτειν), concitatior clamor accidens ab increscente pugna, Liv.: unde (clamor) accidisset, woher es (das Geschrei) komme, Liv.: clamor deinde accidit novus, Liv.: fama accidit, classem Punicam adventare, es kam das Gerücht od. die Nachricht (zu Ohren) von der Annäherung der p. Fl., Liv.; vgl. Fabri Liv. 21, 10, 12. Drak. Liv. 40, 32, 2.
II) übtr.: 1) im allg.: quantis opibus, quibus de rebus lapsa fortuna accidat (zu Boden sinkt), Enn. tr. 371 (396): eodem die istuc verbum vere in te accidit, ist mit Recht in Bezug auf dich gesprochen worden, Ter. Andr. 885. – 2) (von Ereignissen usw.) vorfallen, vorkommen, eintreten, sich ereignen, sich zutragen, geschehen (u. zwar zufällig, unerwartet od. unvorhergesehen, wie προςπίπτειν, συμβαίνειν); mit Dat. = jmdm. od. einer Sache widerfahren, begegnen, zustoßen (συμβαίνειν τινί), raro acc., Ggstz. crebriores esse, Cornif. rhet.: supra omnia quae accidunt continguntque eminens, Sen.: timeo, ne illi me accusante aliquid accidat, es könnte ihm etwas geschehen, Cic.: si quid secundi evenisset..., si quid adversi accidisset, Nep.: quicquid acciderit, jedes Begebnis, Cic.: si aliter acciderit, Cic.: negotia, si qua acciderent, etwa vorkommende Geschäfte, Cic.: esset vitium, si non peteretur, sed accideret, wenn es nicht absichtlich, sondern zufällig wäre, Quint.: potest accidere promissum aliquod et conventum, ut etc., Cic.: illud etiam accidit praeter optatum meum, sed valde ex voluntate, Cic.: nollem accidisset tempus, in quo etc., Cic..: si quod tempus accidisset, quo tempore etc., Cic.: si qua calamitas accidisset, Cic.: si quid acciderit, Cic.: si quid adversi accidisset, Caes., Ggstz. si quid secundi evenisset, Nep.: si quid gravius od. si gravius quid acciderit od. accidisset, im Fall einer Niederlage, Caes.: m. Dat., qualis si qui (dux) nunc esset, tibi idem, quod illis accidit, contigisset, Cic.: haec et omnia, quae homini accidere possunt, ita fero, ut etc., Cic.: horum mihi nihil accidisset, si aut Agrippa aut Maecenas vixisset, Sen.: nihil accidet ei separatim a reliquis civibus, es wird ihm nicht anders ergehen, wie den übr. B., Cic.: nescio an tibi gratius opportuniusque acciderit, Cic.: cum hoc illi improvisum atque inopinatum accidisset, Cic.: si quid gravius ei a Caesare accidisset, wenn C. strenger gegen ihn verführe, Caes.: tantum flagitium civitati accidere, Claud. Quadrig. fr.: accidit fortunis omnium pernicies, Cic. – Dah. insbes.: a) accidit = es ereignet sich, trifft sich, tritt der Fall ein, kommt vor, trägt sich zu, geschieht, si ita (forte) accidisset, Cic.: mit folg. ut u. Konjunktiv (wenn der Fall als ein noch nicht gekannter, sich erst gestaltender dargestellt wird), wie casu accidit, ut id primus nuntiaret, Cic.: non potuisset accidere, ut unum genus esset omnium, nisi etc., Cic.: od. m. folg. quod (wenn der Fall als schon vorhanden vorausgesetzt wird), wie accidit perin-commode, quod eum nusquam vidisti, daß du ihn nirgends gesehen hast, ist ein unseliger Zufall, Cic.: od. m. folg. Infinit. od. Acc. u. Infinit. (wenn der Fall als Vorstellung, abstrakter Begriff dargestellt wird), nec acciderat mihi opus esse, Cic.: cum inique accidat turpem aestimationem sequi, Cic.: illud vero mihi permirum accidit, tantam temeritatem fuisse in illo adulescente, Cic.; vgl. Jordan zu Cic. Caecin. 8. p. 155; od. m. folg. ne u. Konjunktiv, nihil autem est pro certo futurum, quod potest aliquā procuratione accidere, ne fiat, Cic. – b) si quid alci accidat (od. accideret od. acciderit od. accidisset), d.i. α) mit u. ohne humanitus = wenn jmdm. etwas (Menschliches) zustoßen od. begegnen sollte, euphemist. = wenn er sterben sollte ( wie εἴ τι πάθοι od. ἤν τι πάθη od. εἴ τι γένοιτο περὶ αυτον), Cic., Vell. u.a. Vgl. Muncker zu Hyg. fab. 109. – β) = wenn ihm etwas (ein Unfall) zustoßen od. begegnen sollte, euphemist. = wenn es unglücklich (im Kampfe usw.) gehen sollte u. dgl., Cic. u.a. – 3) ausfallen, ablaufen, bene, Plaut.: alci opportune, Caes.: incommode, Caes.: peius victoribus Sequanis quam Aeduis victis accidisse, es ist schlimmer für die Sequaner ausgefallen, Caes.: hoc quorsum accidat, Ter.: si secus oder aliter acciderit, wenn es anders, d.i. nicht nach Wunsch ausfallen sollte, Cic.: ut (gesetzt daß) omnia contra opinionem acciderent, Caes. – 4) als gramm. u. rhet. t.t., einer Sache gleichs. noch anfällig werden, zu etw. als etw. Besonderes noch hinzukommen, plurima huic verbo accidunt ( wie genus, tempora etc.), Quint.: cetera, quae ei generi accidunt, ihm als Arten untergeordnet werden, Quint. – / Partiz. accidēns subst., Abl. Sing. ab accidenti, Plin. Val. 3, 12 in.: ex accidenti, Aquil. Rom. 16. Iulian. dig. 35, 2, 51. Serv. Verg. Aen. 1, 640. – Nbf. accado (hinfallen), wov. accadens, Sen. suas. 6, 3.
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WIRD — Infobox Radio station name = WIRD city = Lake Placid, New York area = branding = slogan = frequency = 920 kHz airdate = share = share as of = share source = format = News Talk Information power = 5,000 watts day 87 watts night erp = haat = class … Wikipedia
Gina Wild - Jetzt wird es schmutzig — Filmdaten Deutscher Titel: Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig Originaltitel: Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig Produktionsland: Deutschland Erscheinungsjahr: 1999 Länge: ca. 90 Minuten Originalsprache: Deutsch … Deutsch Wikipedia
Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig — Filmdaten Deutscher Titel: Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig Originaltitel: Gina Wild – Jetzt wird es schmutzig Produktionsland: Deutschland Erscheinungsjahr: 1999 Länge: ca. 90 Minuten Originalsprache: Deutsch … Deutsch Wikipedia
Ein Zeitalter wird besichtigt — Heinrich Mann im Jahr 1906 Ein Zeitalter wird besichtigt sind die Memoiren Heinrich Manns, von 1943 bis zum 23. Juni 1944 im kalifornischen Exil geschrieben und 1946 in Stockholm erschienen. Besichtigt wird die Geschichte Europas, beginnend mit… … Deutsch Wikipedia
Bevor es Nacht wird — Filmdaten Deutscher Titel Bevor es Nacht wird Originaltitel Before Night Falls … Deutsch Wikipedia
Abend wird es wieder — ist ein bekanntes deutsches Volkslied mit Text von Hoffmann von Fallersleben und einer Melodie von Johann Christian Heinrich Rinck.[1] Hoffmann von Fallersleben beschäftigte sich seit den 1820er Jahren intensiv mit dem Sammeln und der Analyse von … Deutsch Wikipedia
Die Rechnung wird mit Blei bezahlt — Filmdaten Deutscher Titel: Von Mann zu Mann (auch: Die Rechnung wird mit Blei bezahlt) Originaltitel: Da uomo a uomo Produktionsland: Italien Erscheinungsjahr: 1967 Länge: ca. 110 Minuten Originalsprache: Ita … Deutsch Wikipedia
Es wird immer wieder Tag — Filmdaten Deutscher Titel Es wird immer wieder Tag Originaltitel The High and the Mighty … Deutsch Wikipedia
Der rosarote Panther wird gejagt — Filmdaten Deutscher Titel Der rosarote Panther wird gejagt Originaltitel Trail of the Pink Panther … Deutsch Wikipedia
Dreamer: Ein Traum wird wahr — Filmdaten Deutscher Titel: Dreamer – Ein Traum wird wahr Originaltitel: Dreamer: Inspired by a True Story Produktionsland: USA Erscheinungsjahr: 2005 Länge: ca. 101 Minuten Originalsprache: Englisc … Deutsch Wikipedia
Dreamer - Ein Traum wird wahr — Filmdaten Deutscher Titel: Dreamer – Ein Traum wird wahr Originaltitel: Dreamer: Inspired by a True Story Produktionsland: USA Erscheinungsjahr: 2005 Länge: ca. 101 Minuten Originalsprache: Englisc … Deutsch Wikipedia