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1 auch
auch, etiam (teils dem Vorhergesagten gleichstellend, als ebenfalls geltend, wie unser auch, und auch, auch noch; teils steigernd, wie unser sogar auch od. wie unser auch nur. Statt etiam wird zuweilen auch et gebraucht, jedoch nur in beschränkter Weise u. hauptsächlich in Verbindungen wie et ipse, ot ille, et hic, et iste, et nunc, et etiam, et quoque, simul et, sed et, verum et, similiter et, talis et, idem et, ut et u. dgl.). – quoque (nur gleichstellend mit einer gewissen Hervorhebung des angereihten Wortes, wie unser auch = ebenso auch. Es steht dem Worte, dem es angereiht wird, immer nach, während etiam demselben in der Regel voransteht). – ceterum. praeterea. insuper (vollständige Sätze anreihend, wie unser au ch = übrigens, außerdem, obendrein; s. »außerdem« den Untersch.). – denique (neue Satzglieder anreihend, im zweiten od. dritten Gliede = dann auch, im letzten = endlich auch). – item (dasselbe Prädikat auf verschiedene Subjekte beziehend, wie unser auch = auf gleiche Weise, gleichfalls, z. B. du hast es auch gemacht wie die Räuber, fecisti item ut praedones solent. Beim Übergange zu einem neuen Teile itemque,und auch, sowie auch). – vel ( oder auch, teils gleichstellend als gleichgültig, [185] welches genommen wird; teils steigernd, auch sogar, auch nur).
Steht auch für selbst auch, seinerseits (ihrerseits) auch. auch er etc., einem neuen Subjekte dasselbe Prädikat od. einem neuen Nomen dasselbe Attribut beilegend, so setzt Cicero entweder etiam ipse; od. ipse etiam; od. bl. ipse. – u. ebenso auch nicht für selbst auch nicht, auch seinerseits (ihrerseits) nicht, auch er nicht, nec od. neque ipse.
Wird demselben Subjekte od. Objekte Verschiedenes beigelegt und beruht das Hauptmoment des Satzes darauf, daß beides od. mehreres einem zukommt, so steht idem (zugleich auch), z. B. die Musiker waren früher auch Dichter, musici quondam iidem poëtae: nichts ist freigebig, was nicht (zugleich) auch gerecht ist, nihil est liberale, quod non idem iustum. – Beim Übergange zu einem neuen Teile idemque,sowie auch.
In Aufzählung gleichartiger Beispiele oder Fälle wird auch, ingleichen auch durch atque etiam gegeben.
In Verbindung mit relativen Pronomen u. Partikeln wird »auch« im Lateinischen durch ein angehängtes... cumque ausgedrückt; z. B. wer auch nur, quicumque: wo auch nur, ubicumque: wohin auch nur, quocumque: so oft auch nur, quotiescumque. In Fragen, wo »auch« eine bescheidene Milderung ausdrückt, wird es nicht besonders bezeichnet, sondern durch den Konjunktiv od. durch ein eingeschaltetes quaeso, inquam od. durch die beschränkenden Pronomina numquid, ecquid angedeutet.
/ Die übrigen Verbindungen von auch mit andern Partikeln etc. s. unter diesen Wörtern, z. B. und auch, s. und: sogar auch, s. sogar. – nicht nur (allein)... sondern auch, s. nur.
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2 auch
cj1) также, тоже; иich hatte auch die Kosten zu zahlen — я должен был также уплатить издержки, я должен был уплатить и издержкиauch ich war jung — я тоже был молодich bin auch nur ein Mensch — я тоже только человекauch Ihnen kann es so gehen — и с вами это может случитьсяes kann Ihnen auch so gehen — с вами может случиться то же самоеer arbeitet schon, sein Bruder arbeitet auch — он уже работает, его брат тоже работаетer ist krank, seine Frau ist es auch — он болен, его жена тожеich kann nicht, ich will auch nicht — я не могу и не хочуer ist gelehrt, daran hat auch niemand gezweifelt, nur an seiner Erfahrenheit — он образован, в этом никто и не сомневался, сомневались лишь в его опытностиich bin gestern nicht gekommen, aber ihr habt mich bei dem Regen wohl auch nicht erwartet — я вчера не пришёл, но вы, пожалуй, в такой дождь меня и не ждалиdas hab' ich mir auch nicht im Traum einfallen lassen — мне это и во сне не снилосьdu bist auch (so) einer — и ты такой же, и ты из таких же2) дажеauch der Geduldigste kann das nicht aushalten — даже самый терпеливый( человек) не может этого вынестиauch wenn ihm alles glückt, ist er unzufrieden — даже когда ему всё удаётся, он бывает недоволенer grüßte, ohne sie auch nur anzusehen — он поздоровался, даже не взглянув на них3) в уступительном значении, в сочетании с местоимениями и наречиямиso klug er auch ist... — как бы он ни был умён...was er auch sagen mag... — что бы он ни говорил...wie dem auch sei... — как бы то ни было...wenn er auch nicht reich war, hatte er doch zu leben — хотя он и не был богат, всё же у него были небольшие средства к жизниwo auch immer... — где бы ни...4) впрочемich friere nicht, es ist auch heute nicht so kalt — я не мёрзну, сегодня впрочем не так уж холодноdie Nachricht ist seltsam, auch glaubt niemand daran — известие это странно, впрочем никто ему не веритer hat es nicht fertiggebracht, wie sollte er auch? — он этого не выполнил, впрочем куда ему!das wird ihm auch nichts helfen! — впрочем это ему ничуть не поможет!, впрочем это его ничуть не спасёт!so sieht er auch aus — впрочем это на него и похожеhier herrscht auch gar keine Ordnung — здесь действительно нет никакого порядкаer wartete auf einen Brief, der dann auch am Abend eintraf — он ждал письма, которое и в самом деле пришло вечеромer wird getadelt, aber er hat auch viel Schuld — его осуждают, но он и в самом деле во многом виноватdas wäre aber auch zu schade — в самом деле было бы слишком жальist es auch wahr? — это действительно так?, это в самом деле правда?wird er auch zu Hause sein? — он и в самом деле будет дома?, а будет ли он действительно дома?du kommst auch immer zu spät! — ты уж непременно опоздаешь! ( с упрёком)das ist auch was Rechtes! — ирон. умнее и не придумаешь!dazu wäre auch jetzt Zeit! — ирон. нашёл время!das hilft ( das nützt) mir auch was! — ирон. как же, поможет мне это, чёрта с два!, как же, поможет мне это, держи карман шире!wenn auch! — хоть бы и так!den Teufel auch! — чёрта с два!, чёрта лысого! (грубый отказ или протест)zum Donnerwetter auch! — груб. ко всем чертям! -
3 der, die, das
der, die, das, als Artikel, wird im Lateinischen nicht besonders ausgedrückt. – Es steht aber dieses Wort im Deutschen, wenn es betont ist: I) für die demonstr. Pronomina, u. zwar: 1) – derjenige, diejenige etc.: is, ea, id; ille, illa, illud. – Wo »der, die etc.« wiederholt wird, pflegen die Lateiner das Pronomen nicht nochmals zu setzen, z.B. der Körper des Schlafenden liegt da wie der eines Toten, iacet corpus dormientis ut mortui: es schrieben einige unter die Statue des L. Brutus: Daß du noch lebtest! ebenso unter die des Cäsar selbst etc., subscripsere quidam L, Bruti statuae:Utinam viveres!item ipsius Caesaris etc. – Nur wo eine besondere. Hin. weisung auf das Genannte vom Redner bezweckt wird, steht auch im Lateinischen das Pronomen hic od. ille, s. Cic. Arch. 28; divin. in Caecil. 36. – 2) – dieser, diese. dieses: hic, haec, hoc (dieser hier). – iste, ista, istud (dieser [deiner] da, hinzeigend). – der und der, der oder der, ille (z.B. zwischen dem u. dem Tage, intra illum diem); von mehreren, hic et hic; ille et ille: der und jener, hic et ille. – Ost steht im Deutschen das Neutrum allgemein oder unbestimmt oder in bezug auf den ganzen Satz, wo die Lateiner mit Rücksicht auf das folgende Substantiv das erforderliche Genus setzen, z.B. das ist mein Vater, hic est meus pater: das ist erst die wahre Freundschaft, haec demum est amicitia firma. – Im einfachen Satze mit »sein« kann man auch das durch sie geben, z.B. das ist nun seine Art so, sie est ingenium eius: das ist die Weise der Menschen, sie est vita hominum. – Das Neutrum setzt der Lateiner nur dann, wenn er eine charakteristische Eigenheit, keine Person bezeichnen will, z.B. das, was ich war, erzähle ich, quod eram, narro. – Ebenso wird unser »und das«, wenn ein neues Prädikat aufgeführt wird, im Latein. durch et is od. isque in dem in bezug auf das vorhergehende Substantiv erforderlichen Genus, Kasus und Numerus ausgedrückt, z.B. er hatein Gedächtnis, und das ein unbegrenztes, habet memoriam et eam infinitam. – 3) = ein solcher etc.: is, [584] ea, id. – in od. von dem Alter, id aetatis: zu der Zeit, id temporis: wir stehen schon in den Jahren, id iam aetatis sumus. – II) für das relative Pronomen, »welcher etc.«: qui, quae, quod.
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4 sowohl ... als auch
sowohl... als auch, et... et (teils... teils, wenn beide Glieder der Geltung nach gleichstehen). – cum... tum (sowohl im allgemeinen oder überhaupt... als auch insbesondere, wenn das zweite Glied vor dem ersten hervorgehoben. wird). – vel... vel (entweder... oder, wenn die Wahl gelassen wird, welches von beiden Gliedern als vorzüglich ins Spiel kommend betrachtet werden soll). – nicht sowohl... als, non tam... quam (d. i. nicht ebenso... als, mit folg. Verben, Adjektiven u. Adverbien. Stehen bei diesen Partikeln Adjektiva oder Adverbia, so setzt man auch die Adjektt. und Adverbb. in umgekehrter Ordnung als im Deutschen im Komparativ und verbindet sie durch quam oder man setzt statt des Komparativs dem ersten Adjektiv od. Adverb magis vor, z.B. die Römer haben mehrere Kriege nicht sowohl glücklich als tapfer geführt, Romani bella quaedam non tam feliciter quam fortiter gesserunt: od. Romani bella quaedam fortius quam felicius [2160] od. magis fortiter quam feliciter gesserunt). – non potius... quam (nicht vielmehr... als, z.B. dies ist nicht sowohl für eine Anklage als für eine Verteidigung zu halten, haec non potius accusatio quam defensio est existimanda).
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5 Bekannte, die
Bekannte, die, nota. – familiaris (genaue B.; je nach dem Alter auch puella, virgo, matrona familiaris). – amica (Freundin).
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6 ΜΈΛω
ΜΈΛω, fut. μελήσω, Gegenstand der Sorge, Fürsorge sein, am Herzen liegen; πᾶσι δόλοισιν ἀνϑρώποισι μέλω, durch Listen liege ich den Menschen im Sinne, daß alle von mir hören und mich kennen lernen wollen, Od. 9, 20, vgl. Ἀργὼ πᾶσι μέλουσα, die Argo, von der Alle hören wollen, die Allen im Sinne liegt, Od. 12, 70; ἵνα ϑανοῦσα νερτέροισι μέλω, Eur. Androm. 850; ἄνϑρωποι ϑεοῖς μέλοντες, Plut. Sull. 7. – Gewöhnlich nur in der 3. Person, μέλει μοι, es liegt mir am Herzen, es kümmert mich, οὶς οὔτι μέλει πολεμήϊα ἔργα, die sich um den Krieg nicht kümmern, Il. 2, 338, u. so von jedem eifrig betriebenen Geschäft, vgl. Il. 6, 492. 10, 92 Od. 5, 67; Hes. Th. 216 u. öfter, ἐμοὶ τάδε πάντα μέλει, μελήσει; – τοὶ οὔει μέλει Τρώων πόνος, Il. 22, 11; οὔ νύ τι σοίγε μέλει κακόν, du bist wegen eines Uebels ohne Sorge, 24, 683; μηδέ τί οἱ ϑάνατος μελέτω φρεσίν, 24, 152; σοὶ δ' ἐνϑάδε πάντα μελόντων, Od. 18, 266, u. sonst, im plur., μέλουσί μοι ὀλλύμενοί περ, Il. 20, 21, wie μελήσουσι δέ μοι ἴπποι, 5, 228; auch c. inf., οὐκ ἔμελέν μοι ταῠτα μεταλλῆσαι καὶ ἐρέσϑαι, ich bekümmerte mich nicht darum, danach zu fragen, Od. 16, 465. – Dazu gehört auch das perf. μέμηλα, mit der Präsensbedeutung, ᾡ τόσσα μέμηλε, dem so Viel am Herzen liegt, zu besorgen obliegt, Il. 2, 25, ᾑτ' αἰὲν ἀήσυλα ἔργα μέμηλεν, 5, 876, öfter; auch μοὶ οὔτι μετὰ φρεσὶ ταῦτα μέμηλεν, 19, 213; u. plusqpf., οὔ σφι ϑαλάσσια ἔργα μεμήλει Il. 2, 614, τοῖσιν μὲν ἐνὶ φρεσὶν ἄλλα μεμήλει Od. 1, 151; aber auch c. gen. verbunden, μέγα πλούτοιο μεμηλώς, wie πτολέμοιο, Il. 5, 708. 13, 297, sehr auf Reichthum, auf den Krieg bedacht, des Krieges beflissen; auch ταῦτα μέμηλας, h. Merc. 437. – So auch Pind. u. Tragg.; χρὴ ἀγαϑὰν ἐλπίδ' ἀνδρὶ μέλειν, Pind. I. 7, 15; ἀρεταῖσιν μεμαλότες, Ol. 1, 89; vgl. Βάκχῳ καὶ Μούσῃσι μεμηλότα, Diod. ep. 13 (VII, 370); Aesch. δόμοις δὲ ταῦτα καὶ Κλυταιμνήστρᾳ μέλειν εἰκὸς μάλιστα, Ag. 571; c. inf., τοῖς δ' ἀποκτείνειν μέλει, 1223; ᾡ τάδ' ἐκπρᾶξαι μέλει Soph. O. R. 377, der auch ἀλλὰ τοῖςδ' ἔσται μέλον sagt, O. C. 659, vgl. 1435 El. 451, für μελήσει; κακῶς ἀκούειν οὐ μέλει ϑανόντι μοι, Eur. Alc. 729, öfter; u. in Prosa, ταῦτά οἱ νῦν μέλει, Her. 1, 36; auch ἔλεγε, οὐ μέλειν οἱ ὅτι πρὸ τῆς Ἑἱλάδος ἀποϑνήσκει, 9, 72; οις οὐδὲν ἄλλο μέλει ἢ τοῦτο ζητεῖν, Plat. Lach. 182 e; auch im plur., ἐν ᾗ πόλει ϑυσίαι καὶ ἑορταὶ πᾶσι μέλουσι, Legg. VIII, 835 d; im partic. absolut, μέλον γέ σοι, da dir das am Herzen liegt, Apol. 24 d. – Auch mit dem gen. des Gegenstandes, der am Herzen liegt, für den man Sorge trägt, ἐμοὶ δ' ἔλασσον Ζηνὸς ἢ μηδὲν μέλει, Aesch. Prom. 940; ᾡ μέλει κρυπταδίου μάχας, Ch. 934; ϑεοῖσιν εἰ δίκης μέλει, Soph. Phil. 1025, vgl. El. 334, wo es dem λελῆσϑαι entgeggstzt ist; Ζηνὶ τῶν σῶν μέλει πόνων Eur. Heracl. 717, u. sonst oft; bes. in Prosa die geläufigste Construction, οἱς τι μέλει τῆς αὑτῶν ψυχῆς, Plat. Phaed. 82 d; μηδενός σοι μελέτω, es kümmere dich Nichts, Lys. 211 c; μεμέληκέ σοι τῆς φυλακῆς Xen. Mem. 3, 6, 10, u. sonst. – Auch περί τινος, μέλει ϑεοῖσιν ὧνπερ ἂν μέλῃ πέρι, Aesch. Ch. 769; περὶ στρατιῆς τῆςδε ϑεοῖσι μελήσει, Her. 6, 101. 8, 19 u. Plat., der auch das perf. so braucht, μεμέληκέ μοι περὶ αὐτῶν, Crat. 428 b, ὅτι μεμεληκέναι ὑμῖν ἡγούμεϑα περὶ τῶν τοιούτων, Lach. 187 c, vgl. noch Prot. 339 b, πάνο μοι τυγχάνει μεμεληκὸς τοῦ ᾄσματος, ich habe mich gerade mit dem Liede beschäftigt. – Es folgt auch eine indirekte Frage, ὅ, τι, Xen. Cyr. 5, 5, 37, οἵ τινες, Oec. 2, 16, ἀπεκρίνατο, ὅτι αὐτῷ μέλοι ὅπως καλῶς ἔχοι, An. 1, 8, 13; vgl. Plut. Artax. 8; ὡς, Cyr. 3, 2, 13; εἰ c. ind. fut., Andoc. 1, 24. – Das med. hat – a) dieselbe Bdtg mit dem act., ἐμοὶ δέ κε ταῦτα μελήσεται, Il. 1, 523, μήτι τοι ἡγεμόνος γε ποϑὴ μελέσϑω, nicht mache dir Sorge um einen Wegweiser, Od. 10, 505; τἀντεῦϑεν αὐτῷ μελέσϑω Λοξίᾳ, Aesch. Eum. 61; vgl. Soph. El. 1436; γάμους ἀδελφῆς σοι μελέσϑαι, Eur. Phoen. 766; sp. D., wie Ap. Rh. 1, 839; eben so ep. perf. u. plusqpf. μέμβλεται u. μέμβλετο (für μεμέληται, Opp. C. 1, 436, Theocr. 17, 461, mit Präsensbedeutung, ἦ νύ τοι οὐκέτι πάγχυ μετὰ φρεσὶ μέμβλετ' Ἀχιλλεύς, = μέλει, Il. 19, 343, μέμβλετο γάρ οἱ τεῖχος, 21, 516, φόνος δέ οἱ οὐκ ἐνὶ ϑυμῷ μέμβλετο, Od. 22, 12; vgl. Hes. Th. 61; μεμελημένος τινί, Theocr. 26, 36; a. sp. D., die auch μέμβλομαι wie ein praes. behandeln, οἷσιν μέμβλεσϑε κιόντες, Ap. Rh. 2, 217; μέμβλονται, Opp. H. 4, 77. – Auch wie das act. mit dem gen. des Gegenstandes, der Einem am Herzen liegt, μέλεταί μοί τινος, Theocr. 1, 53; vgl. αἷν μοι μέλεσϑαι, Soph. O. R. 1466. – b) in trans. Bdtg, Sorge um Etwas tragen, besorgen, τινός; so Aesch. μέλεσϑε δ' ἱερῶν δημίων, μελόμενοι δ' ἀρήξατε, Spt. 160; ξυνῇ μελέσϑω λαὸς ἐκπονεῖν ἄκη, Suppl. 362; der aber auch das act. so construirt, οὐκ ἔφα τις ϑεοὺς βροτῶν ἀξιοῦσϑαι μέλειν, Ag. 361, daß die Götter sich nicht um die Sterblichen kümmern wollen, vgl. μέλει, φόβῳ δ' οὐχ ὑπνώσσει κέαρ, Spt. 269, u. oben den homerischen Gebrauch von μεμηλώς; τὰ λοιπά μου μέλου δικαίως, Soph. O. C. 1140; vgl. Eur. Heracl. 355; sp. D., die auch ἀμφ' αἰγῶν μεμελημένοι sagen, Leon. Al. 12 (VI, 221); der aor. pass. hat activische Bdtg, Soph. Ai. 1184, τάφου μεληϑείς, für das Grab Sorge tragend; u. pass., besorgt werden, Ep. ad. 112 (V, 201), τὸ μεληϑὲν βάρβιτον.
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7 ipse
ipse, a, um, Genet. ipsīus (b. Dicht, ipsĭus), Dat. ipsī (von is u. der Anhängesilbe pse, griech. σφέ, er für sich, dah. man anfänglich eapse, eampse für ipsa, ipsam richtiger sagte, s. Osann Cic. de rep. 1, 2. p. 9 sq.) = αυτός, selber, in eigener Person, dient als Substantiv- u. Adjektivpronomen dazu, den besprochenen Gegenstand anzudeuten, dem etwas ausschließlich od. vorzüglich zukommt, I) im allg.: ego ipse, ille ipse etc., Cic.: ipse interviso, Cic.: agam per me ipse, Cic.: mihi ipse assentor, Cic.: ne me ipsum irrideam, Cic.: in me ipso probavi, Cic. – Caesar singulis legionibus singulos legatos praefecit: ipse (er selbst) a dextro cornu proelium commisit, Caes.: navis tantum iactura facta, incolumes ipsi (die Schiffsleute) evaserunt, Liv. – et ipse (wie καὶ αυτος) = auch selbst, selbst auch, seinerseits, auch, ebenfalls, wenn ein Prädikat auf zwei od. mehrere Subjekte bezogen wird, oft seit Liv. (bei Cic. nur noch Cic. ad Att. 8, 7, 1 W. im Text, sonst beseitigt; vgl. W. Hirschfelder in Fleckeisens Jahrbb. 103, 203 f.), zB. victor ex Aequis in Volscos transiit et ipsos bellum molientes, die auch ihrerseits zum Kr. sich rüsteten, Liv.: qui et ipse crus fregerat, der ebenfalls (wie die vorher erwähnten) das Bein gebrochen hatte, Suet. – dafür auch ipse quoque, s. Liv. 3, 21, 4; 8, 12, 9; 40, 15, 5. Sen. de clem. 2, 6, 3. Flor. 3, 21, 7; u. bei Cicero ipse etiam, zB. Cic. Brut. 112 u. 206 sq. – dafür (bei Cicero u. seinen Zeitgenossen gew.) bl. ipse, zB. Cic. ad Att. 9, 6, 3; de off. 2, 76; Clu. 141. Caes. b. c. 2, 31, 8. Sall. Iug. 11, 1: auch Verg. Aen. 2, 394. – nec (neque) ipse, auch nicht, Cic. de fin. 5, 88. Liv. 23, 18. 4.
II) insbes.: A) zur nachdrücklichen Hervorhebung eines Ggstds. im Verhältnis zu seiner Umgebung = gerade, eben, just, eigentlich, lediglich, bloß, unmittelbar, mitten in, a) übh.: eaque ipsa causa belli fuit, und das war eben die usw., Liv.: Brundisii mihi Tulliola mea fuit praesto natali suo ipso die, Cic.: ex ipsa caede fugere, unm. aus diesem Blutbade, Caes.: ad ipsos eius pedes procĭdere, gerade vor s. F., Suet.: refugientes ad castra ipsa (fast bis unmittelbar an das L.) pertrahere, Liv.: incĭdere in ipsam (mitten in die) flammam civilis discordiae, Cic.: quod cum (ferrum) medium accensum mitteretur conceptumque ipso motu (durch die bloße Bewegung) multo maiorem ignem ferret, Liv.: u. so ipso motu adolescente flammā, Frontin.: noctes vigilabat ad ipsum mane, bis an den lichten Morgen, Hor.: ad ipsas tuas partes redeo, zu deiner eigentlichen (spezifischen) Aufgabe, Cic.: haec ab ipsis cognoscite, aus ihrem eigenen Munde, Caes.: duae cohortes ad id ipsum (eigens dazu) instructae intus, Liv.: ita iussisti ipsum in tabulas referre, eigenhändig, Cic. – zuw. auch bl. ipse = is ipse, der eben od. bl. der (betont), tamquam philosophorum habent disciplinae ex ipsis vocabula, Ter.: ego ex ipsius (eben aus dessen) virtute voluptatem cepi, Cic. – b) zu genauer Bestimmung der Zahl (Anzahl) u. Zeit – gerade, genau, triginta erant dies ipsi, Cic.: ipso vicesimo anno, Cic.: ea ipsa hora, Cic.: sub ipsa profectione, im Augenblicke der Abfahrt, Caes.: dah. nunc ipsum, gerade jetzt, Cic. – B) ipse, zur Bezeichnung des Herrn, Hausherrn, Meisters, Lehrers, wie ipsa der Hausfrau, auch wir: Er, Sie, der gnädige Herr, die Gnädige, die gnädige Frau (s. Ruhnken Ter. Andr. 3, 2, 23. Fritzsche Hor. sat. 2, 8, 23), ego eo, quo me ipsa misit, Plaut.: ipsum propter vix liberti semiatrati exequiantur, Varro fr.: lora tenebat ipse (der gnädige Herr = Nero), Iuven.: suam norat ipsam (seine Herrin) tam bene, quam puella matrem, Catull.: u. so ipse dixit, das griech. αυτος εφα, »Er (d. i der Herr u. Meister) hat es gesagt«, der gew. Ausspruch der Pythagoreer, Cic. de nat. deor. 1, 10. Quint. 11, 1, 27. – C) steigernd, selbst = sogar, in his ipsis rebus, Cic.: ipsa virtus contemnitur, Cic. – D) (weil der nicht als selbsthandelnd zu betrachten ist, der unfreiwillig od. aus fremdem Antrieb handelt) selbst, von selbst = aus freien Stücken, valvae se ipsae aperuerunt, Cic.: animus ipse aegrotus, Ter.: verb. ipse meā, tuā, suā sponte, Liv. – E) (weil »selbst« jedes Zweite u. Dritte ausschließt) = für sich selbst, allein, allein schon (wie αυτός für μόνος), his actis aliud genitor secum ipse volutat, Verg.: lectica plena ipso, von seiner Person allein, Iuven.: dah. ipse per se (αυτος καθ᾽ αὑτόν) u. bl. ipse = an u. für sich, per se ipsa maxima est, Cic.: moventur ipsa per se, Cic.: erat ipse immani acerbāque naturā Oppianicus, incendebat eius amentiam infesta atque inimica filio mater, Cic.: ignoratio rerum, e qua ipsa (schon allein) horribiles existunt saepe formidines, Cic. – F) statt des Reflexivums, wenn die Beziehung auf den tätigen od. besitzenden Gegenstand deutlich u. mit mehr Nachdruck, bes. zum Gegensatze, hervorgehoben werden soll, quem si parum pudor ipsius defendebat (seine eigene usw.), debebat familiae nostrae dignitas satis sublevare, Cic.: Iugurtha legatos ad Metellum mittit, qui ipsi (für ihn) liberisque vitam peterent, Sall.: nihil umquam audivi, quod mihi de iure subtilius dici videretur,... nihil de ipso modestius, Cic. – / Form des masc. im vorklass. Latein u. bei Spät. ipsos, Lex Numae bei Paul. ex Fest. 6, 2, öfter ipsus (vgl. Charis. 158, 18 u. 161, 32. Diom. 330, 24. Prisc. 13, 32. Dosith. 32, 10 K.), zB. Titin. com. 105. Pompon. com. 113 u. 149. Plaut. Pseud. 1142. Ter. Hec. 455. Cato r. r. 70 u. 71. C. Titius (Zeitgenosse des Lucilius) bei Macr. sat. 2, 12, 16. Fronto ad M. Caes. 5, 27 (42). p. 84, 1 N. Auson. Bissula (XXV) 2, 6. p. 125, 17 Schenkl. Itin. Alex. 17 (44). Corp. inscr. Lat. 9, 1164; u. vulg. Nbf. ipsimus, ipsima = Er, Sie (= der Herr, die Herrin), Petron. 63, 3 B.; 69, 3 B.; 75, 11 B. u. 76, 1 B. (vgl. Hertz Rhein. Mus. 17, 324); und als Steigerung der Superl. ipsissimus ( wie αυτότατος bei Aristoph. Plut. 83) = »ganz leibhaftig selbst«, Plaut. trin. 988 u. Afran. com. nach Pompeii comment. 153, 16 K. – Tändelnde Nbf. isse, issa = Er, Sie, u. zwar isse, Aug. bei Suet. Aug. 88 (wo issi zu lesen). Corp. inscr. Lat. 4, 148. 1085. 1294: issa, Corp. inscr. Lat. 4, 1589 u. 15906, 15639. – u. issulus, Corp. inscr. Lat. 6, 12156. – Genet. ipsi, Afran. com. 230: Dat. masc. ipso, Apul. met. 10, 10: Dat. fem. ipsae, Apul. de dogm. Plat. 2, 5: barbar. neutr. ipsud (s. Diom. 330, 22), Anthim. 25. p. 13, 16 R. Ps. Apul. Ascl. 4. p. 30, 28 (G.) codd. optt. Fulgent. ed. Helm p. 87, 20; 171, 2: u. ipsut, Fulgent. p. 11, 22. – ipse mit Suffix met verb., ipsemet, Plaut. Amph. prol. 102. Sen. ep. 117, 21: ipsimet (Nom. Plur.), Cic. Verr. 3, 3.
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8 ἥκω
ἥκω, impf. ἧκον, gew. mit aor. Bdtg, welche auch die modi des praes. häufig haben, fut. ἥξω, die übrigen tempp. sind ungebräuchlich (vgl. ἵκω); ich binangekommen, angelangt, bin da; bei Hom. nur in zwei Stellen, μάλα τηλόϑεν ἥκω Il. 5, 478 u. οὐ γὰρ ὀΐω ἥκειν εἰς Ἰϑάκην Od. 13, 325, ich glaube nicht, daß ich nach Ithaka gekommen bin; sonst ἵκω, wie auch Pind. Sehr gew. bei Tragg.; χϑονὸς μὲν εἰς τηλουρὸν ἥκομεν πέδον, wir sind hergekommen, sind da, Aesch. Prom. 1; ἥκω σαφῆ τἀκεῖϑεν ἐκ στρατοῠ φέρων Spt. 40; ἥκω σεβίζων σὸν κράτος Ag. 249; τοὺς ἥκοντας ἐκ μάχης νέον, die jüngst aus dem Kriege gekommen sind, 1608; ἥκω γὰρ εἰς γῆν τήνδε καὶ κατέρχομαι Ch. 3; πρός τινα, 648; εἰς ὄψιν τινός, 213; mit dem bloßen acc. des Ortes, wohin man kommt, ἤπειρον ἥξει Ἀσιάδα Prom. 737; κελαινὸν φῦλον 810, wie τήνδε Θηβαίων χϑόνα Eur. Bacch. 1. – Anders ἥκομεν κοινὴν ὁδόν, wir kamen den Weg, Soph. Ant. 975, u. ὁδὸν μακράν Xen. Cyr. 5, 5, 42. – Der dat., ἥκουσιν αὐτῷ ἄγγελοι, Xen. Cyr. 5, 3, 26, ist wie bei ἔρχομαι zu erkl.; – εἰς σὲ πομπὸν ἥκω Soph. Phil. 499; ὡς τοὺς οἴκους, Tr. 364; absol., ὦ τέκνον ἥκεις, bist du da? O. C. 328; δι' ὀργῆς, s. διά. In att. Prosa überall, Πρωταγόρας ἥκει, ist gekommen, ist da, Plat. Prot. 310 d; παρὰ σὲ ἥκω Conv. 207 c; εἰς καλὸν ἥκεις, du bist zu rechter Zeit gekommen, 174 e; besondere Beziehungen des Zurückkommens u. ä. giebt der Zusammenhang. – Imperat., Soph. Ai. 1116; Eur. Rhes. 337; Ar. Pax 275, wie Xen. Cyr. 4, 5, 25. – Das imperf. ist selten bei guten Schriftstellern, Aesch. Prom. 664, Plat. Rep. I, 327 e; häufiger bei Xen. u. bei Sp., die auch das praes. = ἔρχομαι, ich komme, brauchen u. ein eigenes perf. ἧκα bilden, LXX.; vgl. Lob. zu Phryn. 744; ein plusqpf. ἥκεσαν bei Ios. Ja auch ein aor. ἧξα findet sich bei Paus. 2, 11, 5; Galen. – Wie ἔρχομαι auch von leblosen Gegenständen, νῆες ἥκουσι Aesch. Suppl. 716; bes, von Krankheit, Unglück od. sonstigem Verhängniß, das Einem zu Theil geworden, νόσος Soph. Ai. 185 Phil. 748; τύχη Eur. Ion 539; κακόν Ar. Ran. 606; ἥκει τόδ' ἐπ' ἀνδρὶ ϑέσφατος βίου τελευτή Soph. O. C. 1470; σημεῖα 94; ἧκεν αὐτῷ χρησμός Plut. Thes. 24; τιμωρίαν ὑμῖν ἥξειν, daß euch Strafe treffen wird, Plat. Apol. 39 c; πόλεμός τις ἥξει Dem. 1, 27; ἐφ' ἑα υτοὺς τὸ δεινὸν ἥξειν 18, 45; – μόχϑος Aesch. Ch. 1016; ὄνειδος ἀντ' ὀνείδους Ag. 1541; vom Schalle, ἔχϑιστον φϑέγμα τοῠδ' ἥκει πατρί Soph. O. C. 1179; so auch ἥκει ἐμοὶ ἀγγελίη, mir kommt die Nachricht, Botschaft, Her. 8, 140; von der Zeit, ἦμαρ Acsch. Ag. 1274; νύξ Eur. I. T. 42; φῶς ἐμοῖς κακοῖς Or. 243; I. A. 439; αἱς γῆρας ἥκει πολιόν Suppl. 170; το μέλλονᾕξει Aesch. Ag. 1213; anders εἰς ἥξει καιρὸς ἐκεῖνος Theocr. 23, 33; ἥκει δ' ἡμῖν ὁ καιρὸς ἐκεῖνος Lys. 12, 79; so auch ἐπειδὴ δὲ ἧκεν ἡ ἐκκλησία Dem. 19, 19; – Alexis bei Ath. III, 95 a von Speisen, es kommt ein Gericht, wird aufgetragen; ἧκε ξένια Xen. An. 5, 5, 2; Hell. 7, 2, 23. Vgl. noch einzelne von den folgenden Beispielen. – Häufig ist die Vrbdg ἐς τοῠτο ἀμαϑίας ἥκειν, so weit in die Unwissenheit hineingerathen sein, so unklug sein, Eur. Andr. 170; εἰς τοσήνδε ὕβριν Soph. O. C. 1034; ὁ δ' ἐνϑάδ' ἥκων, als er dahin gekommen, in solcher Lage, Phil. 377; ὁρᾷς ἵν' ἥκει ς, du siehst, wo du hingerathen bist, O. R. 687; σκόπει κλύων τὰ σέμν' ἵν' ἥκει τοῠ ϑεοῦ μαντεύματα 953, wo sie hinausgekommen sind, wie nichtig sie sind; ἐγὼ εἰς τοσοῠτον ἀμαϑίας ἥκω, ὥςτε Plat. Apol. 25 e; οὕτω πόῤῥω τῆς σοφίαςἥκεις; so weit hast du es in der Weisheit gebracht? Euthyd. 294 e; εἰς ὅσον ὴλικίας ἥκει Charm. 157 d; εἰς τοσοῠτον ἀπαιδευσίας Gorg. 527 e. – Aehnl. πῶς ἀγῶνος ἥκομεν; Eur. El. 751; öfter bei Her. εὖ ἥκειν τινός, z. B. χρημάτων, gut mit Gelde versehen sein, 5, 62, τοῠ βίου 1, 31; ϑεῶν χρηστῶν ἥκοιεν εὖ 8, 111, auch χώρην ὡρέων ἥκουσαν οὐκ ὁμοίως 1, 149, sich ähnlich verhalten, gleiche Jahreszeiten haben, Sp., wie εὖ ἔχειν; ohne Zusatz, πόλιος εὖ ἡκούσης Her. 1, 30, bei gutem Zustande des Staates, im Glück, ohne ein adv., σὺ δὲ δυνάμ ιος ἥκεις μεγάλης, 7, 157, du bist zu großer Macht gekommen, hast große Macht. so auch oft Ael., der H. A. 4, 34 auch ἐς μῆκος ε ὖ ἥκων sagt; - εἰς ταὐτὸν ἥκειν, auf eins u. dasselbe kommen, übereinstimmen, vgl. Valck. Hipp. 273. – ποῖ ἥκει λόγος; worauf geht, bezieht sich die Rede? Eur. Tr. 155, τὰ πρὸς ἔπαινον. ἥκοντα, was, um Lobe gereicht, Pol. 12, 15. 9; vgl. ἥξει εἰς ἐμὲ τὸ ἐλλεῖπον Xen. Cyr. 1, 5, 13, es wird auf nich geschoben werden; ἥκει ἐπ' ἐκείνους αἰτία Dem. 23, 12, ἃ εἰς αἰσχύνην ἥκει το ύτων οὐδ' εἰς ἐλπίδα οὐδεὶς ἔρχεται 61, 20, – τῶι. εἰς ϑαῠμα ἡκόντων, was Bewunderung, verdient, Paus. 8, 18 – Dah. zukommen, gebühren, οὕνεχ' ἧκέ μοι γένει τὸ τοῠδε πενϑ εῖν πήματα Soph. O. C. 742. – Darauf ankommen, worauf beruhen, ὅσα τῆς τῶν Φωκέων σωτηρίας ἐπὶ τὴν πρεσβείαν ἧκε Dem 19, 30. – Eigenthümlich sagt Pol. 26, 2, 11 ὃ καὶ νῠν ηκει γενόμενον, was auch jetzt vorkommt, zu geschehen pflegt. – Mit Participien dient es oft nur zur lebhaften Darstellung u. Umschreibung, ποῖον δὲ κέρδος ἀξιοῖς ἥκειν φέρων, d. i. mitbringen, Soph. O. C 585; τίν' ἥκει ς μ ῠϑον φέρουσα; was bringst du? 358; Phil. 1251; ὅταν δὴ α ὐτοῖς ἥκῃ ἡ τότε πλησμ ονἡ νόσον φέρο υσα Plat. Gorg. 518 d; εἶπεν ἥκειν ἄγοντα τούς Αϑηναίο υς, er sagte, cc solle die Athener als Gefangene mitbringen, Menex. 240 a; ἧκεν ἄγων τὸν μέλλοντα δώσει ν τὸ ηάρμακον, er kam mit dem Manne zurück, Phaed.. 117 a. Womit man vergleichen kann ἀλλὰ ϑ εοῖς γ' ἔχ ϑι στ ος ἥκω, ich komme als, ich bin den Göttern verhaßt, Soph. O. R. 1519; ὃς ἐκ πατρῴας ἥκων γενεᾶς ἄριστος Ai. 623, fast = ὤν; vgl. El. 1192. 1193. – Mit dem partic. fut. wie ἔρχομαι, ich will, werde, bin im Begriff, ἥκω φράσων Soph. Tr. 1112; vgl. Valck. Phoen. 257. 713. 1082.
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9 φθίω
φθίω und impf. ἔφϑιον, nur Il. 18, 446 Od. 2, 368, häufiger φϑίνω, sowohl trans., als intr., fut. φϑίσω und aor. ἔφϑισα nur trans.; intr. fut. φϑίσομαι, perf. und plusqpf. ἔφϑιμαι und ἐφϑίμην, auch syncop. aor. ἐφϑίμην, φϑίσϑαι, φϑίμενος, conj. φϑίωμαι, φϑίεται, Il. 20, 173, φϑιόμεσϑα statt φϑιώμεϑα, Il. 14, 87, opt. φϑἰμην, φϑῖο, φϑῖτο, Od. 10, 51. 11, 330; ἐφϑικυῖαι hat Diosc. prooem. 1, 1 p. 6; vgl. auch φϑινύϑω und ἀποφϑίϑω; – 1) intrans., abnehmen, schwinden, hinschwinden, vergehen; von der Zeit, μηδέ τοι αἰὼν φϑινέτω Od. 5, 161, φϑίνουσιν νύκτες, die Nächte schwinden hin, vergehen, 11, 183. 13, 338. 16, 39; πρίν κεν νὺξ φϑῖτο 11, 330, eher wird die Nacht vergehen; μηνῶν φϑινόντων 10, 470. 19, 153. 24, 143, d. i. indem die Monate abnahmen, hinschwanden, zu Ende gingen; Odyss. 14, 162. 19, 307 τοῦ μὲν φϑίνοντος μηνός, τοῦ δ' ἱσταμένοιο, wenn der eine Monat zu Ende geht, der andere beginnt, d. h. zur Zeit des Neumondes; μὴν ἱστάμενος ist auch gradezu die erste Hälfte eines Monats, μὴν φϑίνων die zweite, Hesiod. O. 780; nach einer anderen Bestimmung, die auch im Attischen Kalender herrscht, wird der Monat in drei Decaden eingetheilt, μὴν ἱστάμενος, die ersten zehn Tage des Monats, die erste Dekade, μὴν μεσῶν, die zweite, und μὴν φϑίνων, die dritte Dekade, z. B. Thuc. 5, 54. – Οὐ φϑίνει ἀρετά Pind. P. 1, 90; von den Gestirnen, untergehen, ἀστέρας, ὅταν φϑίνωσιν, ἀντολάς τε τῶν Aesch. Ag. 7; so anch vom Alter, ὁρῶ μὲν ἥβην, τὴν μὲν ἕρπ ουσαν πρόσω, τὴν δε φϑίνουσαν Soph. Trach. 545; φϑίνει μὲν ἰσχὺς γῆς, φϑίνει δὲ σώματος O. C. 616, und öfter; φϑίνοντα γὰρ Λαΐου ϑέσφατ' ἐξαιροῠσιν ἤδη 906, d. i. nicht beachtet werden; von Menschen, untergehn, sterben, ὥς κε δόλῳ φϑίῃς Od. 2, 368; ἢ αὐτὸς φϑίεται Il. 20, 173; ὄφρα φϑιομεσϑα 14, 87; Νέσσου φϑίνοντος Soph. Tr. 555, vgl. El. 1406 Ant. 691; und so bes. fut. und aor. med., ἤδη φϑίσονται Il. 11, 821, τηλόϑι πάτρης ἔφϑιτο Il. 18, 100; ἤδη δύο γενεαὶ μερόπων ἀνϑρώπων ἐφϑίατο 1, 251; χερσὶν ὑπ' Ἀργείων φϑίμενος 8, 359, vgl. 16, 581 Od. 11, 558. 24, 436; νούσῳ ὑπ' ἀργαλέῃ φϑίσϑαι Il. 13, 667; φϑίμενος Pind. P. 4, 112 N. 10, 59 I. 7, 60, der Todte, wie Tragg. oft, wie Orac. bei Her. 7, 220, wie bei sp. D., Add. 5 (VII, 305); πρὸς φίλου ἔφϑισο Aesch. Spt. 954; ἔφϑιϑ' οὗτος οὐ καλῶς Eum. 436; νόσοις ὁ τλήμων ἔφϑιτο Soph. O. R. 962; φϑίνει καὶ μαραίνεται νόσῳ Eur. Alc. 201, u. öfter; in Prosa viel seltener : τοῖς ἐναντίοις φϑίνει τε καὶ διόλλυται Plat. Phaedr. 246 e; φϑίνει πᾶν im Ggstz von αὐξάνεται Tim. 81 b, vgl. Phaed. 71 b, und öfter im praes. und impf.; φϑίμενος Xen. Cyr. 8, 7,18. – 2) trans., abnehmen oder schwinden machen, entkräften, aufreiben, vertilgen, zerstören; und von Menschen, umbringen, tödten; φρένας ἔφϑιεν, das Herz fraß er, zehrte es in Gram auf, Il. 18, 446, was Andere intrans. fassen; so auch φϑινύϑω (s. oben); Sp. brauchen auch φϑίνω so; sonst nur fut. u. aor. act., φϑίσει σε τὸ σὸν μένος, deine Kraft, dein Muth wird dich aufreiben, umbringen, Il. 6, 407; ὃν Ζεὺς φϑίσει 22, 61; τόν οἱ Πάτροκλος ἔμελλεν φϑίσειν 16, 461, τοκῆας μὲν φϑίσαν ϑεοί Od. 20, 67; οἳ μεμάασιν Ὀδυσσῆος φϑῖσαι γόνον 4, 741, wie 16, 428; ἵνα φϑίσωμεν ἑλόντες αὐτόν ib. 369; παλαιγενεῖς δὲ Μοίρας φϑίσας Aesch. Eum. 165; τὸν μέλεον φϑίσας Soph. Trach. 1032; τὸν ὑπὸ σῷ φϑίσον κεραυνῷ O. R. 202. – [Ι ist in φϑίω praes. conj. Od. 2, 368 lang, im impt. ἔφϑιεν kurz Il. 18, 446; im fut. u. im aor. act. ist es nur lang, z. B. Il. 16, 461. 22, 61. 24, 86 Od. 20, 67, dagegen im perf., plusquampf. und aor. sync. med. immer kurz, außer im opt. des letzteren, Od. 10, 51. 11, 330. – In φϑίνω ist ι bei den Epikern lang, bei den Attikern kurz, auch schon bei Pind. P. 1, 90. – In ἀποφϑιεῖν braucht Soph. Al. 1027, in ἀποφϑίσαι Trach. 709 das ι kurz.]
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10 μάκαρ
μάκαρ, αρος, ὁ, auch ἡ, Eur. Bacch. 565, Ar. Av. 1722, wie Eubul. bei Ath. XV, 679 b; vgl. Mein. com. III p. 251; bei Sp. auch mit neutr., vgl. Lob. par. 208 (nach Arist. eth. 7, 11 von χαίρω, eigtl. »freudig«; Andere leiten es von μακρός ab, so daß eigtl. die Götter, die Hohen, so hießen), – selig, glückselig, eigtl. von den Göttern, die bei Hom. u. Hes. oft μάκαρες ϑεοί heißen, im Ggstz der Menschen, πρός τε ϑεῶν μακάρων πρός τε ϑνητῶν ἀνϑρώπων, Il. 1, 339, öfter; auch absolut, οἱ μάκαρες, die Seligen, die Götter, Od. 10, 299; Hes. O. 551 u. sonst im plur.; der sing. in Anreden an einzelne Götter, H. h. 7, 10. 21, 7; μάκαρες ἐν Ὀλύμπῳ, Pind. frg. 58, Κρονίδαι μάκαρες, P. 5, 118; so auch Tragg., wie Aesch. Prom. 96. 169 Ag. 1309; Soph. Phil. 398 u. sonst. – Uebertr. von Menschen, den höchsten Grad menschlicher Glückseligkeit bezeichnend, ὦ μάκαρ Ἀτρείδη, Il. 3, 182, neben ὀλβιόδαιμον, μακάρων δ' ἔξεσσι τοκήων, 24, 377; bes. wohlhabend, reich, ἀνδρὸς μάκαρος κατ' ἄρουραν, 11, 68, vgl. Od. 1, 217; superl., μακάρτατος ἔξοχον ἄλλων, 6, 158, vgl. 11, 483, wo er für den comp. steht; – Pind. ἄνδρες, P. 10, 46, μακάρων ἀγοραί, I. 7, 26; μάκαρι σὺν τύχᾳ, Ar. Av. 1722. – Bes. heißen aber so die Verstorbenen, die auch wir in höherer Beziehung die Seligen nennen, μάκαρες ϑνητοί, Hes. O. 143. Aber zunächst werden nicht alle Gestorbenen damit bezeichnet, denn auf den μακάρων νῆσοι, den Inseln der Seligen, die von den Alten an den Westrand der Erde in den Oceanus verlegt wurden, sind nur die im Kampf gefallenen Heroen, die Halbgötter des vierten Menschengeschlechtes, die dort ein sorgenloses Leben genießen. S. nom. pr. Bei Sp. aber wie in der Anth. wird es allgemeine Bezeichnung der Verstorbenen. S. auch μακάριος, μακαρίτης. – Compar. μακάρτερος u. superl. μακάρτατος, Od. 6, 158. 11, 483; ἄναξ ἀνάκτων, μακάρων μακάρτατε, Aesch. Suppl. 519.
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11 θῡμός
θῡμός, ὁ (ϑύω, Plat. Crat. 419 e ἀπὸ τῆς ϑύσεως καὶ ζέσεως τῆς ψυχῆς), die aufwallende, sich bewegende Lebenskraft; – 1) Leben, Lebenskraft, Lebensfülle, deren Sitz in der Brust, στῆϑος, u. bestimmter im Zwerchfell, φρένες ist; ϑυμὸν ἀποπνείων, das Leben aushauchend, Il. 4, 524. 13, 654; τὸν μὲν λίπε ϑυμός, ihn verließ das Leben, 4, 470; λίπε δ' ὀστέα ϑυμός 12, 386; auch von Ochsen, Od. 4, 140; ϑυμὸς ῷχετ' ἀπὸ μελέων Il. 13, 671; ἐξαίνυτο ϑυμόν, er raubte das Leben, 4, 531; ἄμφω ϑυμὸν ἀπηύρα 6, 17; μή τις ἐκ ϑυμὸν ἕλοιτο 17, 17; ῥεϑέων ἐκ ϑυμὸν ἕληται 5, 317; μή σε βάλω, ἀπὸ δὲ μελιηδέα ϑυμὸν ἕλωμαι, das süße Leben dir nehme, 22, 68; auch von Thieren, 12, 180; εἵως φίλον ὤλεσε ϑυμόν, bis er das Leben verlor, 11, 342; αὐτὸς δ' ὤλεσε ϑυμὸν ὑφ' Ἕκτορος 17, 616; ὀλίγος δ' ἔτι ϑυμὸς ἐνῆεν 1, 593; ϑυμοῦ δευομένους, des Lebenshauches ermangelnd, von Thieren, 3, 294; μόγις δ' ἐςαγείρετο ϑυμόν, er sammelte die Lebensgeister, kam wieder zu sich, 21, 417, wie ἐς φρένα ϑυμὸς ἀγέρϑη, der Geist sammelte sich wieder in das Zwerchfell, 22, 475, u. ἄψοῤῥόν οἱ ϑυμὸς ἐνὶ στήϑεσσιν ἀγέρϑη 4, 152; vom Pferde ἀπὸ δ' ἔπτατο ϑυμός 16, 469; vom Hirsche Od. 10, 163; von der Taube ὠκὺς δ' ἐκ μελέων ϑυμὸς πτάτο Il. 23, 880. Seltner mit ψυχή verbunden, wie ϑυμοῦ καὶ ψυχῆς κεκαδών Il. 11, 334. Vgl. noch βέλος δ' ἔτι ϑυμὸν ἐδάμνα, der Wurf betäubte ihn noch, 14, 439. Selten so bei den Folgdn; οὕτω τὸν αὑτοῠ ϑυμὸν ὁρμαίνει πεσών, von Agamemnon, der im Sterben ist, Aesch. Ag. 1361. Bei Eur. Bacch. 621 ist ϑυμὸν ἐκπνέων, ἱδρῶτα σώματος στάζων ἄπο vom lebhaften Athem bei der Anstrengung zu verstehen; Rhes. 786 αἱ (ἵπποι) ἔρεγκον ἐξ ἀντηρίδων ϑυμόν. – Der Lebensmuth u. die frische Kraft wird durch Anstrengung geschwächt; dah. τείρετο δ' ἀνδρῶν ϑυμὸς ὑπ' εἰρεσίης, ihre Seele wurde matt, Od. 10, 78; ἐν δέ τε ϑυμὸς τείρεϑ' ὁμοῦ καμάτῳ τε καὶ ἱδρῷ Il. 17, 744. – Wie aber der Athem schneller u. hörbarer wird bei heftigen Gemüthsbewegungen, πάτασσε δὲ ϑυμὸς ἑκάστου νίκης ἱεμένων Il. 23, 370, vgl. 7, 216 (wir sagen: das Herz schlug ihnen), so bedeutet ϑυμός – 21 die auch sinnlich wahrnehmbare Begierde, die Aeußerung des Begehrungsvermögens u. des Willens, zunächst – a) Verlangen, Trieb, Neigung; nach Speise u. Trank; πιέειν ὅτε ϑυμὸς ἀνώγοι Il. 4, 263; ἔπιόν ϑ' ὅσον ἤϑελε ϑυμός 9, 117; οὐδέ τι ϑυμὸς ἐδεύετο δαιτὸς ἐΐσης 1, 468; πλησάμενος δ' ἄρα ϑυμὸν ἐδητύος ἠδὲ ποτῆτος Od. 17, 603; ἤραρε ϑυμὸν ἐδωδῇ 14, 111; ἄδος τέ μιν ἵκετο ϑυμόν Il. I1, 88. Sehr geläufig sind die Vrbdgn ϑυμὸς ἐποτρύνει καὶ ἀνώγει, Il. 6, 439, βαλέειν δέ ἑ ϑυμὸς ἄνωγεν, 8, 322, das Herz trieb ihn zu schießen, τά με ϑυμὸς ἐνὶ στή-ϑεσσι κελεύει, 7, 68, κραδίη καὶ ϑυμὸς κελεύει, 13, 784, ἵετο ϑυμῷ, 2, 589, βαλέειν δέ ἑ ἵετο ϑυμός, 8, 301, οἷ ϑυμὸς ἐβούλετο, 15, 596, εἴ τοι ϑυμὸς ἐπέσσυται, 10, 173, ϑυμὸς ἐφορμᾶται πολεμίζειν, 13, 73, Σαρπηδόνα ϑυμὸς ἀνῆκεν τεῖχος ἐπαΐξαι, 12, 307; vom Löwen κέλεται δέ ἑ ϑυμός 12, 300; – ᾡ ϑυμῷ εἴξας ἐμίγη φιλότητι, seiner Neigung nachgebend, Il. 9, 594; ἀέκοντί γε ϑυμῷ 4, 43. – Pind. ϑυμὸς ὀτρύνει, ὥρμαινε, OI. 3, 26. 40, ϑυμῷ ἐϑέλων I. 5, 40; κλαῦσαι ὅσον μοι ϑυμὸς ἡδονὴν φέρει, soviel ich will, Soph. El. 278; ϑυμῷ βουλόμενοι, von Herzen wünschend, Her. 5, 49, der auch vrbdí ἤ σφι ϑυμὸς ἐγένετο ϑεήσασϑαι τὸν πόλεμον, sie bekamen Luft, 8, 116; vgl. ὠνέεσϑαι τῶν φορτίων τῶν σφι ἦν ϑυμὸς μάλιστα 1, 1; ἀπελαύνετε ὅποι ὑμῖν ϑυμός Xen. Cyr. 3, 1, 37. – b) Muth, der sich auch durch lebhaftes Athmen äußert, als besondere Thätigkeit der Lebenskraft erscheint, vgl. σφῶϊν δ' ἐν γούνεσσι βαλῶ μένος ἠδ' ἐνὶ ϑυμῷ Il. 17, 451; μένεος δ' ἐμπλήσατο ϑυμὸν ἀγρίου 22, 312; ϑυμὸς ἄναλκις 16, 355; ὤτρυνε μένος καὶ ϑυμός 20, 174; ϑυμὸν λαμβάνω, Muth fassen, Od. 10, 461; ἵππος δ' ἐν τοῖσι δεινοῖς ϑυμὸν οὐκ ἀπώλεσεν, verlor den Muth nicht in der Gefahr, Soph. El. 26; ϑυμὸς ἀμυνίας Ar. Equ. 568; ϑυμὸν ἔχε ἀγαϑόν, habe guten Muth, Her. 1, 120; Sp., wie Luc. Hermot. 4; φρονήματος καὶ ϑυμοῦ ἐμπίπλαται καὶ ἀνδρειότερος γίγνεται αὐτὸς αὑτοῦ Plat. Rep. III, 411 c, vgl. II, 357 b; ἴωμεν ῥώμῃ καὶ ϑυμῷ ἐπὶ τοὺς πολεμίους Xen. Cyr. 4, 2, 21; auch ϑυμοὶ κυνῶν, Plut. Symp. 5, 7, 5; nach Plat. defin. 415 e ὁρμὴ βίαιος ἄνευ λογισμοῦ. – c) Zornmuth, Zorn; δάμασον ϑυμὸν μέγαν, bändige, mäßige deinen Zorn, Il. 9, 496; ϑυμὸς δὲ μέγας ἐστὶ βασιλῆος 2, 196; vgl. μάλα ϑυμὸν χολώϑη, er wurde zornig im Herzen, 4, 494, ϑυμὸν ἐχώσατο 16, 616, νεμεσίζεσϑαι ἐνὶ ϑυμῷ 17, 254, ἀπειλήσω τόγε ϑυμῷ 15, 212. So ϑυμὸς ὀξύς Soph. O. C. 1195; ϑυμὸς δὲ κρείσσων τῶν ἐμῶν βουλευμάτων Eur. Med. 1047; ϑυμὸν δσκών, den Grimm verbeißend, Ar. Nubb. 1351; ὶν' ἐγὼ γελάσω καὶ τὸν ϑυμὸν κατάϑωμαι Vesp. 567, u. meinen Unwillen unterdrücke; σχάσον ϑυμοῦ πνοάς Eur. Phoen. 457; ϑυμὸν ἐπανάγειν Her. 7, 160; οἱ λογισμῷ ἐλάχιστα χρώμενοι ϑυμῷ πλεῖστον ἐς ἔργον καϑίστανται Thuc. 2, 11; ὀργῆς καὶ ϑυμοῦ μεστοί Isocr. 12, 81; οἱ τῷ ϑυμῷ πραχϑέντες φόνοι Plat. Legg. IX, 867 b; τοῖς ϑυμοῖς καὶ ταῖς ὀργαῖς Phil. 47 e; ϑυμῷ μᾶλλον ἢ λογισμῷ Pol. 2, 35, 3; Sp., ὀργῇ καὶ ϑυμῷ χρώμενος Hdn. 8, 4, 1, εὐϑὺς ἐξέῤῥηξε τὴν ὀργὴν καὶ τὸν ϑυμὸν ἐξέχεε Luc. de calumn. 23. Von Pferden, Xen. Hipp. 9, 2. – d) übh. Empfindung, Gefühl, wo wir gew. Herz sagen; von der Freude, χαίρω ϑυμῷ Il. 14, 156, γήϑησε δὲ ϑυμῷ 7, 189, Αἰνείᾳ ϑυμὸς ἐνὶ στήϑεσσι γεγήϑει 13, 494, γηϑήσειν κατὰ ϑυμόν 13, 416; Trauer, ἄχνυτο δέ σφιν ϑυμὸς ἐνὶ στήϑεσσι 14, 39, ἀκαχίζω ϑυμῷ 6, 486; vgl. κῆρ ἄχνυται ἐν ϑυμῷ 6, 524, ὀδύρεο σὸν κατὰ ϑυμόν 24, 549, ἄχος κραδίην καὶ ϑυμὸν ἱκάνει 1, 17; Furcht, δέος ἔμπεσε ϑυμῷ 17, 625, δεῖσε δ' ὅγ' ἐν ϑυμῷ 8, 138; Unwillen erregen, τῇ δ' ἄρα ϑυμὸν ἐνὶ στήϑεσσιν ὄρινεν 3, 395; Mitleid erregen, rühren, 24, 467; Hoffnung, οἷ ϑυμὸς ἐέλπετο 12, 407, Τρωσὶν δ' ἔλπετο ϑυμὸς ἐνὶ στήϑεσσιν ἑκάστου 15, 701, ἔλπετο ϑυμῷ 17, 404, οὐκ ἔλπετο ὃν κατὰ ϑυμόν 13, 8; – ϑυμὸν ἔϑελξε Il. 15, 321; die Neigung gewinnen, besänftigen, ἐμῷ κεχαρισμένε ϑυμῷ, meinem Herzen, 5, 243; ἐγὼ τὴν ἐκ ϑυμοῦ φίλεον, von Herzen lieben, 9, 343; ἀπὸ ϑυμοῦ εἶναι, vom Herzen fern, nicht geliebt sein, 1, 562; ἐκ ϑυμοῦ πίπτειν, aus dem Herzen fallen, ihm verhaßt werden, 23, 595; vgl. ἔρωτι ϑυμὸν ἐκπλαγεῖσα Eur. Med. 8; ϑυμὸς πρόφρων, ἵλαος, Il. 8, 39. 19, 178, ἀπηνής Od. 23, 97, νηλεής II. 19, 229, σιδήρεος 22, 357, ἄπιστος 23, 72; σιδηρόφρων Aesch. Spt. 52; γελανής, ἀταλός, Pind. P. 4, 181 N. 7, 92; ὑψηλόφρων Eur. I. A. 919. – 31 Gesinnung, Sinn; ἕνα φρεσὶ ϑυμὸν ἔχοντες Il. 15, 710; τόνδε νόον καὶ ϑυμὸν ἐνὶ στήϑεσσιν ἔχοντες 4, 309; ἶσον ϑυμὸν ἔχοντες, gleiche Gesinnung hegend, 17, 720; auch von Ochsen, 13, 704, vgl. οὐδὲ λύκοι τε καὶ ἄρνες ὁμόφρονα ϑυμὸν ἔχουσιν 22, 263; δόκησε δ' ἄρα σφίσι ϑυμὸς ἃς ἔμεν, so dünkte ihnen ums Herz, zu Muthe zu sein, Od. 10, 415; vgl. noch αἰδῶ ϑέσϑ' ἐνὶ ϑυμῷ Il. 15, 561. – 41 Gedanke, Erwägung; ἕτερός με ϑυμὸς ἔρυκε, ein anderer Entschluß hielt mich zurück, Od. 9, 302; ἥδε δέ οἱ κατὰ ϑυμὸν ἀρίστη φαίνετο βουλή Il. 2, 5; φράζετο ϑυμῷ 16, 646; ἐν ϑυμῷ δ' ἐβάλοντο ἔπος, sie überlegten es, 15, 566; Aesch. τοὺς ἐμοὺς λόγους ϑυμῷ βάλε Prom. 708; μή νυν ἔτ' αὐτῶν μηδὲν ἐς ϑυμὸν βάλῃς Soph. O. R. 975; οὐδέ γ' ἐς ϑυμὸν φέρω, ich bringe ihn mir nicht in die Gedanken, kann mich seiner nicht erinnern, El. 1347; – σύνϑετο ϑυμῷ βουλήν Il. 7, 44; ὃς σάφα ϑυμῷ εἰδείη τεράων 12, 228; ᾔδεε γὰρ κατὰ ϑυμόν 2, 409; οἶδα κατὰ φρένα καὶ κατὰ ϑυμόν 4, 163; οὐδ' ἃς τοῦ ϑυμὸν ἐνὶ στήϑεσσιν ἔπειϑον 9, 587. – Nach Homer herrscht die Bdtg des Begehrungsvermögens, Willens vor, gew. mit der Nebenbdtg des heftig Erregten.
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12 Nachricht
Nachricht, nuntius, von od. über etwas, alcis rei (eig, mündliche Nachricht durch Boten etc., im Ggstz. zur schriftlichen; dann auch im allg.). – litterae (schriftliche N.). – fama. rumor, von od. über etwas, alcis rei (Gerücht, w. s.). – mentio mit Genet. (die Erwähnung einer Sache, z.B. cuius rei nulla mentio instrumento divisionis continetur, wovon keine N. enthalten ist in der Urkunde der T.). – memoria, von od. über etw., alcis rei (die Nachricht durch Überlieferung, die Tradition, z.B. de Magonis interitu duplex memoria prodita est, man hat über den Tod des Mago eine doppelte N.). – significatio, von etwas, alcis rei (die Anzeige von etwas, bes. durch irgend ein Zeichen). – die N. von dem Falle des Konsuls u. seines Heeres, caedes consulis exercitusque allata: die N. vom Tode des Antiochus, mors nuntiata Antiochi: die falsche N. von seinem Tode, falsus nuntius mortis eius: wahre, richtige Nachrichten, vera,n. pl: sichere Nachrichten, certa,n. pl.: falsche Nachrichten, falsa,n. pl. (alle z.B. afferre, nuntiare): die Nachrichten des Altertums, ea quae veteres memoriae prodiderunt. – die N., daß etc., quod affertur od. quod afferunt mit folg. Akk. u. Infin.: die N., daß du Konsul geworden bist, hat mir die größte Freude gemacht, maximā sum laetitiā affectus, cum audivi te consulem factum esse. – durch mündliche und schriftliche N., nuntiis litterisque – jmdm. N. geben von etwas, s. benachrichtigen: N. bekommen, erhalten, nuntium accipere; nuntiatur mihi alqd; certiorem fieri, über etwas, alcis rei od. de alqa re; comperire (in Ersa hrung bringen): ich habe N. darüber (erhalten), mihi allatum est de ea re: er erhielt von allem, was vorging, N., quid ageretur resciit: zuverlässige N. von etwas erhalten od. haben, certis auctoribus comperire od. comperisse alqd: auf die erhaltene N., nach erhaltener N., cum audivisset (audivissent) mit folg. Akk. u. Infin; nuntio allato; bei Histor. auch bl. nuntiato, comperto, audito, auf die auch ein Akk. mit [1746] Infin. folgen kann: auf erhaltene N. von einer Sache, de alqa re certior factus: es geht od. läuft die N. ein, kommt die N. über etw., od. daß etc., nuntius (mihi) affertur oder (mihi) perfertur u. (die dunkle N.) fama affertur od. perfertur de alqa re od. mit folg. Akk. u. Infin.; nuntiatur unpersönl. mit folg. Akk. u. Infin., persönl. mit folg. Nom. u. Infin. (z.B. es lief die falsche N. ein, daß die Reiter da wären, adesse equites falso nuntiabantur): es läuft in Rom die N. ein, es kommt die N. nach Rom, daß etc., Romam affertur m. folg. Akk, u. Infin.: es kommt die N. zu Ohren, daß etc., fama accĭdit mit folg. Akk. u. Infin.: dieselbe N. läuft ein od. kommt aus Hispanien, idem ex Hispania affertur: jmdm. N. bringen, alci nuntium (z.B. falsum, acerbum) afferre od. perferre; auch bl. afferre.
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13 ἐφ-ίστημι
ἐφ-ίστημι (s. ἵστημι), – 1) act., – a) darauf-, darübersetzen, -stellen; πύργοις νιν ἐπέστησ' αὖϑις Eur. Phoen. 1177; ξύλινον τεῖχος τῷ ἑαυτῶν τείχει Thuc. 2, 75; χελώνην ἐπὶ τῇ φρεατίᾳ Xen. Hell. 3, 1, 7; πύργους καὶ πύλας ἐπὶ τῶν γεφυρῶι Plat. Critia. 116 a. Bes. Einen als Wächter, Aufseher, Vorsteher über Etwas setzen, τὸν πάντ' ὁρῶντα φύλακ' ἐπέστησεν βοΐ Aesch. Suppl. 299; μάντις μ' Ἀπόλλων τῷδ' ἐπέστησεν τέλει Ag. 1175; φύλακάς τινι ἐπιστήσει Plat. Legg. I, 632 c; δεσπότας καὶ ἄρχοντας Lys. 208 d; στρατηγὸν στρατοπέδῳ Alc. I, 122 b; λοχαγόν Xen. An. 3, 4, 21; τοῖς παισὶ διδασκάλους Aesch. 1, 187; Sp., die auch ἐφ' ὧν ἐπέστησε τὸν ἀδελφόν verbinden, Pol. 2, 65, 9, wie Xen. Lac. 2, 1 ἐπ' αὐτοῖς παιδαγωγούς. – Es tritt auch ein inf. dazu, den Zweck anzudeuten, ἐπέστησαν τὴν ἐξ Ἀρείου πάγου βουλὴν ἐπιμελεῖσϑαι τῆς εὐκοσμίας, sie setzten den Rath ein, für den Anstand Sorge zu tragen, Isocr. 7, 37; κύνα ἐπὶ ποίμνην – φυλάττειν Dem. 26, 22; vgl. Arist. pol. 3, 16. – Andere Vrbdgn sind τῷ βίῳ μοῖραν πρέπουσαν, Plat. Rep. VI, 498 c, wie ἀνάγκην τινί, die Nothwendigkeit auferlegen, D. Hal. 1, 16, womit man vgl. λοιμικήν τινα πολέμου διάϑεσιν πᾶσι Γαλάταις Pol. 2, 20, 7; κατάπληξίν τινι, D. Sic. 14, 62, Bestürzung verursachen; φόβον, Strab. 4, 6, 3. – b) daneben, da beistellen; ἐπιστήσαντες κύκλῳ τὸ σῆμα ἱππέας, Reiter am Grabmal im Kreise aufstellen, Her. 4, 72; ὅρους ἐπιστῆσαι χιλίων δραχμῶν ἐπὶ τὴν οἰκίαν Dem. 41, 6 (vgl. ὅρος); ἐπὶ δὲ τούτοις ἐπέστησαν τὰς ἱππηγούς Pol. 1, 26, 14; ἡ τύχη ἐπιστήσασα Ῥωμαίους, herbeiführen, 2, 20, 7. – Bes. übertr., τὴν γνώμην, den Geist, die Ueberlegung auf Etwas richten, es in Betracht ziehen, Isocr. 9, 69; τὸν νοῦν, D. Sic. 12, 1; u. ohne den Zusatz, Arist. Eth. 6, 12, 8 Polit. 7, 16 u. öfter; auch ἐπιστῆσαι τὰς ὄψεις ἐπὶ τὰ σχήματα Pol. 10, 47, 8; ἐπιστῆσαι τῷ πολέμῳ, ἐπὶ τὸν πόλεμον, 1, 14, 1. 65, 5 u. öfter; ἐπιμελέστερον ἐπιστῆσαι περί τινος, 6, 26, 12. – Aber auch τινά, Einen aufmerksam, stutzig machen, Plut. öfter, z. B. Tib. Gracch. 17; ἐπί τι, Pol. 4, 34, 9; ἐπὶ τί ἂν μᾶλλον ὁ συγγραφεὺς ἐπιστήσαι τοὺς ἀκούοντας 2, 61, 11. – c) fest stellen; ἀγῶνα, Kampfspiele einsetzen, Her. 1, 67; τινί, zu Jemandes Ehren, 6, 38; στράτευμα, das Heer Halt machen lassen, Xen. Cyr. 4, 2, 18 An. 2, 4, 25; τὴν πορείαν, den Marsch einstellen, Plut. Cim. 1; τὴν βεβουλευμένην ὁδόν D. Sic. 17, 112; τὴν δύναμιν, τὴν ὁρμήν, Pol. 8, 31, 3. 16, 34, 2 u. öfter; absolut, ἐπιστήσας, sc. τὸν ἵππον, anhaltend, Xen. An. 1, 8, 15. Auch τὴν διήγησιν, abbrechen, Pol. 7, 12, 1; D. Hal.; mit u. ohne γνώμην = seine Meinung zurückhalten, Anstand nehmen, zögern, App. Mithrid. 15 u. a. Sp., περί τινος, in Zweifel über Etwas sein. – 21 med. nebst perf., plusqpf. u. aor. II act. – a) sich darüber, darauf stellen, darauftreten, 609; ἐπέστη βηλῷ ἐπὶ λιϑέῳ, er trat auf die Schwelle, 23, 201; πετρίνοις ἐπιστὰς βάϑροις Eur. El. 706; Xen. Equ. 4, 3; ἐπεὶ δ' ἐπὶ τὰς τελευταίας σχεδίας ἐπέστησαν Pol. 3, 46, 8; übh. sich auf der Oberfläche, auf Etwas befinden, Hippocr.; τὸ ἐπιστάμενον τοῦ γάλακτος, was oben auf der Milch schwimmt, Her. 4, 2. – Auch = simplex, οὗ νῦν ἀνδριὰς αὐτοῦ ἐφέστηκε ξιφήρης Plut. Cat. min. 72. – Uebertr., als Wächter, Aufseher, Befehlshaber worüber gesetzt sein, einer Sache vorstehen, ἄνδρα δημότην μηδὲν δικαιοῦν τῶν ἐφεστώτων κλύειν Soph. Ai. 1072; προβατίοις ἐφεστάναι Ar. Vesp. 955; αἱ ἐπὶ τούτων ἐφεστηκυῖαι ἀρχαί Plat. Rep. V, 460 b; ἐπειδάν τις ὑμῖν μὴ ἐφεστήκῃ Conv. 174 b; πειϑαρχεῖν τοῖς ἐφεστηκόσι Xen. Mem. 3, 5, 19, wie οἱ ἐπεστεῶτες Her. 2, 148. 7, 117; οἱ ἐπὶ τῆς πολιτείας ἐφεστηκότες Dem. 19, 298; Sp.; – c. gen., ὅ σοι ϑεοῦ χρημάτων ἐφέστασαν Eur. Andr. 1099; – μόχϑοι ἐφεστῶτες, auferlegt, Soph. Tr. 1160. – b) daneben, dabei stehen, herzutreten; πυκνοὶ ἐφέστασαν ἀλλήλοισιν, dicht an einander, Il. 13, 133; im feindlichen Sinne, 15, 703, vgl. 5, 624; ἐφεσταότες παρὰ τάφρῳ 12, 199; ϑύρῃσιν ἐφέστατο 11, 644; Od. 1, 120; παννυχίη γάρ μοι Πατροκλῆος ψυχὴ ἐφεστήκει Il. 23, 106; bevorstehen, νῦν δ' ἔμπης γὰρ κῆρες ἐφεστᾶσιν ϑανάτοιο 12, 326; οὐ μὴν ἀκόμπα στός γ' ἐφίσταται πύλαις Aesch. Spt. 520, mit Prahlen naht er den Thoren feindlich; τὼ δ' ἐφέστατον πέλας Soph. El. 1392; οἷοι νῦν ἐφεστᾶσι σκοποί Ai. 925; τίνες ἐφεστᾶσι δόμοις Eur. Phoen. 284; ἧς ἐφέστηκας πύλας Suppl. 1009; in Prosa, ἐπεὶ ἐπὶ τῇ πόλι ἐπέστησαν, zu der Stadt gekommen waren, Her. 4, 203; οἱ ἐπεστεῶτες, die Dabeistehenden, 1, 59. 4, 84; ἐπέστησαν τοῖς βουλευταῖς Thuc. 8, 69; ὁ ἀντίδικος ἐφέστηκε, steht dabei, Plat. Theaet. 172 e; ἐπὶ τοῖς τοῦ ἀγαϑοῦ προϑύροις ἐφεστάναι Phil. 64 c; c. acc., ἐπιστῆναι ἐπὶ τὰς ϑύρας, hinzutreten, Conv. 212 d; vgl. noch πρὶν ἂν τέλος ἐπιστήσηται καλόν Legg. VII, 802 a; εἰς τοὺς ὄχλους, unter die Menge treten, Isocr. 18, 9; Δημοσϑένης ἐπέστη τῶν ἄλλων κατήγορος, trat als Ankläger auf, Aesch. 3, 79; mit der Nebenbedeutung des Plötzlichen, wie ἐξαίφνης ἐπιστὰς τοῖς γιγνομένοις Isocr. 8, 41; ἐφίσταται αὐτοῖς Ἥφαιστος, überrascht sie, Luc. D. D. 17, 1; so bes. von Erscheinungen der Götter, der Träume u. ä., πρίν μοι τύχη τοιάδ' ἐπέστη, ehe mich ein solches Geschick traf, Soph. O. R. 777; εὕδοντι ἐπέστη ὄνειρος Her. 1, 34, oft; ὡς ἂν ἕκασται αἱ μεταβολαὶ τῶν ξυντυχιῶν ἐφιστῶνται Thuc. 3, 82. – c) an Etwasgehen, an eine Arbeit, aufmerksam sein auf Etwas; σφαγῇ Eur. Andr. 548; ἐπὶ ταῦτα ἐπέστην Dem. 18, 60; bei Isocr. 10, 29 ist ἐπιστὰς ἐπὶ τὰ Θησέως ἔργα καὶ λέγειν ἀρξάμενος περὶ αὐτῶν verbunden; ἐπὶ τὸν τόπον, an den Punkt gekommen sein, Pol. 4, 40, 1; τοῖς καιροῖς 3, 118, 11. – d) stehen bleiben; κἀγὼ ἐπιστὰς περιέμεινα, ich blieb stehen u. wartete, Plat. Conv. 172 a; ἐφιστάμενος Xen. An. 2, 4, 26, Halt machend; Pol. 1, 46, 11; μικρὸν ἐπιστὰς ἀποϑνήσκει, kurz darauf stirbt er, Luc.; – auch τοῦ πλοῦ, in der Fahrt innehalten, Thuc. 2, 91.
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14 σῖτος
σῖτος, ὁ, Weizen, übh. Getreide, Korn; im natürlichen Zustande, σῖτον καὶ σπείρουσι καὶ σιτέονται, Her. 4, 17; daher σίτου ἀκμάζοντος, Thuc. 2, 19; Xen. Hell. 1, 3, 4; σίτου συγκομιδῆς οὐσης, 7, 5, 14, u. ähnliche Zeitbestimmungen; περὶ τὴν τοῠ σίτου κάϑαρσιν, Plat. Tim. 52 e; – zubereitet, Mehl, Brot, daher auch ganz im Allgemeinen, Kost, Nahrung, Soeise, Lebensmittel, oft bei Hom. u. Hes. u. in Prosa, durchgängig von menschlicher Nahrung, daher die Menschen ndh. σῖτον ἔδοντες heißen, Od. 8, 222. 9, 40. 10, 101; in der Regel von Nahrungsmitteln, welche aus Getreide bereitet sind, Brot, Graupen, Mehlspeisen, im Ggstz zum Fleische, σῖτος καὶ κρέα, 9, 8. 12, 19. 15, 334. 22, 21, Hes. sagt von Menschen, die im wilden Zustande Nichts als Fleisch essen, οὐδέ τι σῖτον ἔσϑιον, O. 148, doch steht es auch in weitern Sinne übh. für Soeise, im Ggsg zum Tranke, σῖτος ήδὲ ποτής, Od. 9, 87. 10, 58 ll. 19. 306, σῖτος καὶ οἶνος, Od. 8, 479. 14. 46. 20, 312 u. öfter, σῖτος καὶ μέϑυ, 4, 746. 7, 265. 17, 533 u. sonst; σῖτα καὶ ποτά, Her. 5, 34. 65; σῖτον τακτὸν καὶ μεμαγμένον, Thuc. 4, 16; ἀληλεσμένον, 4, 26; πώματος ἢ σίτου δόσει, Plat. Legg. IX, 865 b; ὑπὸ σίτων καὶ ποτῶν, Prot. 353 c; neben οἶνος Xen. Cyr. 6, 2, 26; ποτόν, 4, 2, 34; Od. 10, 235 steht es auch von dem κυκεών, einem dicken breiartigen Tranke. – Im attischen Recht nach Harpocr. σῖτος καλεῖται ἡ διδομένη πρόςοδος εἰς τροφὴν ταῖς γυναιξὶν ἢ τοῖς ὀρφανοῖς; so σῖτον διδόναι, ἀποδιδόναι, Dem. 27. 15. 28, 11; also übh. Unterhalt; σίτου δίκην δικάζεσϑαι, Is. 3, 9; σίτου δίκην λαχεῖν τινι, Dem. 59, 32; οἱ περὶ τὸν σῖτον ἀδικοῠντες, 24, 136 u. sonst, bezieht sich auf den unter strenger Aufsicht des Staates stehenden Getreidehandel. – Die Aerzte nennen auch die Ueberbleibsel und Abgänge genossener Speisen so, die Excremente, die auch σιτία heißen. – Der plur. σῖτα, der schon bei Her. 4, 128. 5, 34. 7, 21 vorkommt, ist bei den Attikern die gebräuchliche Form, aber ein sing. σῖτον existirt nicht, vgl. Porson Eur. Med. 994 u. Schaef. Soph. El. 1366.
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15 ὄνομα
ὄνομα, τό, ion. u. poet. οὔνομα, äol. ὄνυμα (ὀ ist vorgeschlagen, die Wurzel ΓΝΟ = ΝΟ), 1) Name, die Benennung einer Person oder Sache; bei Hom. der Eigenname, mit dem eine Person genannt wird, οὕς κεν ἐϋ γνοίην καὶ τοὔνομα μυϑησαίμην, Il. 3, 235, wie τῶν ἄλλων τίς κεν ᾗσι φρεσὶν οὐνόματ' εἴποι, 17, 260 (sonst nicht in der Il.); auch bestimmter, Ἀρήτη δ' ὄνομ' ἐστὶν ἐπώνυμον, Od. 7, 54, vgl. 19, 403, der Name, mit dem sie genannt wird, ἐμοὶ δ' ὄνομα κλυτὸν Αἴϑων, 19, 183, Εὐρυβάτης δ' ὄνομ' ἔσκε, 247, öfter; ὄνομα τῇ κολάσει εὐϑῦναι, Plat. Prot. 326 d, wie ὄνομα αὐτῷ εἶναι Ἀγάϑωνα, 315 e; auch parenthetisch, Δίων ὄνομα αὐτῷ, Is. 6, 20; auch εἴπ' ὄνομ', ὅττι σε κεῖϑι κάλεον, mit dem sie dich nannten, Od. 8, 550, vgl. 9, 364; ὅπερ καλοῦμεν ὄνομα ἕκαστον, Plat. Crat. 383 e, vgl. 402 d; daher ὄνομα κέκληται δημοκρατία, Thuc. 2, 37; ὄνομα ϑεῖναί τινι, einen Namen geben, beilegen, Od. 19, 403; häufiger im med., ὄνομα τίϑεσϑαι, 19, 406; so Ar. Nubb. 66 Av. 809. 923; u. in Prosa, τούτοις ὄνομα ἀποικίαν τιϑέμενος, Plat. Legg. V, 736 a; ἀντὶ τοῦ ὀνόματος, οὗ ἔϑετο αὐτῷ ὁ πατὴρ Βοιωτόν, Dem. 40, 34; Folgde häufig; – ἐπ' ὀνόματος εἶναι, s. ἐπί; – ὄνομα φέρειν, einen Namen tragen, Soph. O. C. 60; ὄνομα ἔχειν ἀπό τινος, von oder nach einem Andern den Namen haben, Plat. Hipp. mai. 282 a; Γαῖα, πολ λῶν όνομάτων μορφὴ μία, Aesch. Prom. 210, öfter; τύμβῳ ὄνομα σὸν κεκλήσεται, Eur. Hec. 1271; – πόλις Θάψακος ὀνόματι, mit Namen, Xen. An. 1, 4, 11; gewöhnlicher im absoluten accus., πόλις ὄνομα Καιναί, 2, 4, 28 u. öfter, u. Folgde; ἐπ' ὀνόματος καλεῖν τινα; bei Namen rufen, Pol. 5, 35, 2; namentlich, ἐπ' ὀνόματος δηλοῦν τὰς πόλεις, 18, 28, 4. – 2) wie bei uns, Name, Ruf, Ruhm; Hom., doch so, daß an den Eigennamen selbst zu denken ist, Ἰϑάκης γε καὶ ἐς Τροίην ὄνομ' ἵκει, Od. 13, 248; ἃς σὺ μὲν οὐδὲ ϑ ανων ὄνομ' ὤλεσας, dem nachher entspricht ἀλλά τοι αἰεὶ πάντας ἐπ' ἀνϑρώπους κλέος ἔσσεται ἐσϑλόν, 24, 93; Od. 4, 710 ἵνα μηδ' ὄνομ' αὐτοῦ ἐν ἀνϑρώποισι λίπηται, daß auch nicht der Name von ihm übrig bleibe; ὄνομα μόνον δείσαντες, den Ruf des Namens, Soph. O. C. 266; πολὺ τὸ σὸν ὄνομα διήκει πάντας, 307. – Auch in Prosa = berühmter Name, οὐδ' ἂν ἐγένετο Πρωταγόρου ὄνομα ἐν τοῖς Ἕλλησιν, Plat. Prot. 335 a; ὧν ὀνόματα μεγάλα λέγεται ἐπὶ σοφίᾳ, Hipp. mai. 281 c; καὶ τῷ μέλλοντι χρόνῳ καταλιπεῖν ὄνομα ὡς οὐδὲν σφήλας τὴν πόλιν διεγένετο, Thuc. 5, 16; ἀπὸ γὰρ τῆς μάχης τὸ τούτου ὄνομα μέγιστον ηὔξητο, Xen. Cyr. 4, 2, 3; ἐν ἀτίμῳ ὀνόματι, von unberühmtem Namen, Herkommen, An. 6, 4, 7; Sp., die auch ὄνομα καὶ δόξα, ὄνομα καὶ κλέος u. dgl. verbinden, Anth. – 3) der bloße Name in Ggstz der Person oder Sache, ὄνομα, ἔργον δ' οὐκ ἔχουσιν οἱ φίλοι, Eur. Or. 454, vgl. I. A. 128; ἐκ τῶν ὀνομάτων μᾶλλον ἢ τῶν πραγμάτων σκέπτεσϑαι, Dem. 9, 15. Daher auch der falsche Name, hinter dem man die Sache versteckt, Vorwand, καὶ πρόσχημα, Pol. 11, 6, 4; D. Hal. u. a. Sp.; vgl. auch Thuc. 4, 60. – 4) bes. bei Gramm. das nomen im Ggstz von ῥῆμα, verbum, auch im engeren Sinne Eigenname im Ggstz von προςηγορία, nomen appellativum (s. unter ῥῆμα). – Uebh. das Wort, der Ausdruck, ὀνόμασι διαϑέσϑαι, dem ἐνϑυμηϑῆναι entgegengesetzt, Isocr. 4, 9, der auch ὀνόματα = λέξις den ἐνϑυμήματα gegenüberstellt.
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16 ἠλί-βατος
ἠλί-βατος, jäh, schroff, steil ansteigend, hoch, πέτρη, Il. 15, 273. 619. 16, 33 Od. 9, 243. 10, 88. 13, 196, immer von einem hohen, steilen, schwer zu erklimmenden Felsen; Od. 9, 243 von dem ungeheuren Felsstücke, mit welchem der Kyklop den Eingang zu seiner Höhle verschließt. So mit πέτρη verbunden auch Hes. Th. 675. 786 Sc. 422; Theogn. 176; Pind. Ol. 6, 64 in dorischer Form ἀλίβατος, die auch bei Eur. Suppl. 91 sich findet; Aesch. Suppl. 331 u. sp. D., wie Ap. Rh., der auch ὄρος ἠλίβατον sagt, 2, 169. Selten in Prosa, wie Xen. ὕπερϑεν δὲ ἦσαν πέτραι ἠλίβαται, An. 1, 4, 4; τόποι ἠλίβατοι Pol. 4, 41 u. Strab. XII, 560, an die hervorgehobene Stelle der Od. erinnernd; von einzelnen Felsstücken, πέτρος ἠλίβατος στρογγύλος XVII, 1, 118; κρημνοί Luc. merc. cond. 17. Uebertr. nur die Höhe bezeichnend, von Bäumen, H. h. Ven. 267; ϑρόνοι, der Thron des Zeus, Ar. Av. 1728; bes. sp. D., μέλεσσιν ἠλιβάτοις, ungeheure, gewaltige Glieder, Opp. Hal. 5, 66; σχεδίη Qu. Sm. 11, 312; in sp. Prosa, κύματος ἠλιβάτου αἰρομένου, von hoher Brandung, Plut. sept. sap. conv. 20; τὰς σκιὰς ἡμῶν τοῦ ἡλίου ποιοῠντος ἠλιβάτους fac. in orb. lun. 22. – Aber auch in der Bdtg tief, ἄντρῳ ἐν ἠλιβάτῳ ζαϑέης ὑπὸ κεύϑεσι γαίης Hes. Th. 483, wie Eur. Hipp. 732 ἠλιβάτοις ὑπὸ κευϑμῶσι γενοίμαν, wo der Schol. βαϑυτάτοις erkl., u. so vom Tartarus; auch Stesichor. frg. inc. 10; πελάγεσσιν ἐν ἠλιβάτοις Opp. Hal. 3, 171, wie Nonn. D. 1, 285; übertr., κακὸν ἠλίβατον Damoxen. bei Ath. III, 102 c; auch εὐήϑεια, Porphyr. – Die Ableitung der Alten von ἀλιτεῖν, ὅ ἐστιν ἀποτυχεῖν βάσεως, also für ἠλιτόβατος (vgl. ἠλιτόμηνος, ἠλιτοεργός), von jäher Höhe u. Tiefe, oder übh. unzugänglich, hat mehr Wahrscheinlichkeit für sich, als die von ἥλιος u. βαίνω, von der Sonne beschritten, beschienen, also freiliegend, oder etwa so hoch, daß nur der Sonnenstrahl hinausgelangt, himmelhoch, welche Erkl. auf die letzten Beispiele nicht paßt, vgl. Buttmann Lexil. II p. 182.
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17 aedilis
aedīlis, is, m. (aedes), der Ädil, ein obrigkeitliches Amt, zu dem gesetzmäßig das 37. Lebensjahr nötig war, I) in Rom, bestehend aus anfangs zwei aediles plebei od. plebis od. plebeii, Ädilen der Gemeinde, nach dem Frieden vom heiligen Berge (494 v. Chr.) mit den Tribunen eingesetzt, zu denen im Jahre 366 v. Chr. noch zwei aediles curules, kurulische Ädilen, kamen, nach Livius anfangs rein patrizisch, aber schon im folg. Jahre zwischen Patriziern u. Plebejern wechselnd, von den aediles plebis wahrsch. nur darin unterschieden, daß sie in höhern Ehren standen (sie hatten die sella curulis, das ius imaginum u. die praetexta, aber, da sie nicht zu den höhern Magistraten gehörten, keine Liktoren) u. daß beide Teile die Leitung verschiedener Spiele hatten. Die aediles plebis besorgten allein die plebejischen Spiele, die aediles curules allein die römischen od. großen, u. erkauften dazu namentlich Theaterstücke von den Dichtern u. belohnten u. bestraften die Schauspieler nach ihren Leistungen. – Gemeinschaftlich lag allen Ädilen die ganze Sicherheits- und Wohlfahrtspolizei, bes. die cura annonae, d.i. die Überwachung des Getreidemarktes, ob (dah. Iustin. 21, 5, 7 aediles als Übersetzung von ἀγορανόμοι, Marktmeister). – Im Jahre 44 v. Chr. ernannte Cäsar noch weitere zwei Ädilen aus dem plebejischen Stande, die aediles cereales, denen nun ausschließlich die Aufsicht über den Getreidemarkt u. die Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln anvertraut wurde, Suet. Caes. 41, 1. – II) in den Munizipalstädten u. Kolonien, wo es aediles duumviri, triumviri usw. gab, die in einigen Städten die einzige Obrigkeit bildeten (s. Cic. ep. 13, 11 extr.), meist aber eine Art geringer Magistrate, denen, wie in Rom, meist die Sorge für die Bau- und Marktpolizei u. die Veranstaltung der Spiele oblag u. die auch eine sich hierauf beziehende Gerichtsbarkeit (Iuven. 10, 102) hatten. – /Nom. Sing. auch aediles, Corp. inscr. Lat. 1, 31; u. aïdilis, Corp. inscr. Lat. 1, 30, 32 u. 61: Abl. Sing. gew. aedile (s. Charis. 120, 17), zB. Varr. r.r. 1, 2, 2. Cic. Sest. 95. Liv. 3, 31, 5; doch auch aedili, Tac. ann. 12, 64. Serv. Verg. Aen. 5, 4. Iulian. dig. 18, 6, 14 (13).
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18 κρούω
κρούω (verwandt mit κρότος), 1) schlagen, anschlagen, klopfen, stoßen; nach B. A. 101 eigtl. von leiser Berührung, aber im gew. Gebrauche für κόπτειν; bes. τὰς ϑύρας, was die Atticisten tadeln, obgleich es sich auch bei Attikern findet; Ar. Eccl. 317; Plat. Prot. 310 a u. öfter; Xen. Conv. 1, 11; Posidipp. bei Poll. 10, 22; auch A., wie Hatth. 7, 7, vgl. Lob. zu Phryn. 177; auch im obscönen Sinne sagt eine Frau ὅταν γε κρούσῃς τὴν ἐμὴν ϑύραν Ar. Eccl. 990; so auch bei Sp.; nach B. A. a. a. O. κατὰ τοῦ κακεμφάτου ἐν τῇ συνηϑείᾳ τὸ κροῦσαι κεῖται ἀντὶ τοῦ συγγενέσϑαι. – Bes. ein Saiteninstrument mit dem Plektron schlagen, κρούειν τῷ πλήκτρῳ, Plat. Lys. 209 b; πλῆκτρον ἔχει φόρμιγγος, ἔχει καὶ πλῆκτρον ἔρωτος, κρούει δ' ἀμφοτέροις καὶ φρένα καὶ κιϑάρην, von einer Citherspielerinn gesagt, Paul. Sil. 55 ( Plan. 278); so auch A.; auch κρεμβάλοις κρούειν, = κρεμβαλίζω, Ath. XIV, 636 d; u. αὐλὸν κρούειν, s. Jacobs A. P. p. 664. – Vom Tanze, κρούειν τοῖς ποσὶ τὴν γῆν Arr. An. 7, 1, 7; ähnl. Πιερίδες ἐν δαιτὶ ϑεῶν χρυσεοσάνδαλον ἴχνος ἐν γᾷ κρούουσαι Eur. I. A. 1043; χο-ρευέτω κρούουσα πόδα Herc. Fur. 1304; – auch χεῖρας, die Hände zusammenschlagen, klatschen, Suppl. 742; – ähnl. ὅπως τὰ ὅπλα μὴ κρουόμενα πρὸς ἄλληλα αἴσϑησιν παρέχοι, die aneinanderschlagenden Waffen, Thuc. 3, 22; τὰς ἀσπίδας πρὸς τὰ δόρατα ἔκρουσαν Xen. An. 4, 5, 18, vgl. 6, 1, 10; – übh. stoßen, drängen, λόγους λόγοις Plat. Theaet. 154 e; πέπλον Eur. Cycl. 328, mit schmutziger Nebenbdtg; – κέραμον κρούειν, an ein irdenes Gefäß klopfen, um zu untersuchen, ob es einen Sprung hat, dah. übh. untersuchen, τὸ καλόν Plat. Hipp. mai. 301 b, u. Plut. – Uebh. treffen, κνῖσα κρούει ῥινὸς ἄκρας Ephipp. bei Ath. IX, 370 c. – 2) wie κρουσιμετρέω, betrügen, vom Messen des Getreides hergenommen oder vom Wägen, Harpocr.; Phocylid. 5, 13 sagt κρούειν σταϑμὸν ἑτερόζυγον. – Med., πρύμναν κρούεσϑαι, sich langsam mit dem Schiffe zurückziehen, ohne es umzuwenden, vgl. Schol. Ar. Vesp. 397; Thuc. 1, 50. 3, 78 u. Sp., die auch das activum so brauchen, wie Pol. 16, 3, 8; κρούεσϑαι ἐπὶ πρύμναν, App. B. C. 5, 119; κρούεσϑαι τὸ πτερόν, zurückfliegen, Ael. N. A. 3, 13.
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19 ἤλεκτpov
ἤλεκτpov, τό, Her. u. Folgde gew., auch ἤλεκτρος ὁ, Soph. Ant. 1025, u. ἡ, Sp.; vgl. Ar. an der unten angeführten Stelle; bei Hom. u. Hes. ist das genus nicht zu erkennen; El ek tron, bei Hom. dreimal in der Od., als Schmuck der Wände im Pallaste des Menelaos, χαλκοῦ τε στεροπὴν – χρυσοῦ τ' ἠλέκτρου τε καὶ ἀργύρου ἠδ' ἐλέφαντος 4, 73, im plur. 15, 460. 18, 295, vom Halsbande, ὅρμον χρύσεον ἠλέκτροισιν ἐερμένον ἠέλιον ὥς, womit Hes. Sc. 142 zu vgl., ἠλέκτρῳ ϑ' ὑπολαμπὲς ἔην χρυσῷ τε φαεινῷ λαμπόμενον, wie Pytheas bei Ath. XI, 465 d, κυλίκων ἀργυρέων χρυσοῦ τε καὶ ἠλέκτροιο φαεινοῦ; überall neben Gold u. Silber genannt, nach den Zeugnissen der Alten eine natürliche Metallmischung von etwa vier Theilen Gold u. einem Theile Silber, die auch künstlich bereitet wurde; vgl. Paus. 5, 12, 7; Plin. H. N. 33, 23. So scheint es auch Soph. zu nehmen, der τὸν πρὸς Σάρδεων ἤλεκτρον Ant. 1025 neben Ἰνδικὸν χρυσόν nennt; Sardes war, wie der vorbeifließende Paktolus, reich an Gold; – Her. sagt 3, 115 vom Eridanus her τὸ ἤλεκτρον φοιτᾶν λόγος ἐστί, bestimmt es nicht näher, meint aber sicher schon Bernstein; denn dieser erhielt von der Aehnlichkeit der Farbe mit jener Metallmischung diesen Namen, wurde den Griechen durch die Phönicier zugeführt u. siand mit jenen edlen Metallen in gleich hohem Werth. Unzweifelhaft ist Bernstein gemeint bei Plat. Tim. 80 c, τὰ ϑαυμαζόμενα ἠλέκτρων περὶ τῆς ἕλξεως; vgl. Locr. 101 e. – Buttmann in seiner Abhandlung über das Elektron hält das homerische Elektron schon für Bernstein, nach dessen Farbe dann erst die Metallmischung so genannt sei. – Bei Ar. Equ. 531 heißt es vom alternden Kratinus ἐκπιπτουσῶν τῶν ἠλέκτρων καὶ τοῦ τόνου οὐκέτ' ἐνόντος, wo etwas mit Elektron Verziertes gemeint ist, wie der Schol. sagt, die Füße des Ruhebettes, die damit ausgelegt gewesen, worauf sich auch Phot. lex. bezieht: ἠλέκτραι, τὰ ἐν τοῖς κλινόποσι τῶν σφιγγῶν ὄμματα; Schol. Ar. κλῖναι τοὺς πόδας εἶχον ὠφϑαλμισμένους; Andere deuten es angemessener auf die Wirbel seiner nicht mehr Ton haltenden Leier. – Der Name wird entweder, wenn Bernstein die älteste Bdtg ist, von ἕλκειν abgeleitet, ἕλκητρον, ἕλκτρον, gleichsam der Zieher, der Zugstein, von seiner elektrischen Anziehungskraft so benannt; od. wenn die Metallmischung zuerst so hieß, von ἠλέκτωρ, w. m. s.
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20 παίζω
παίζω, fut. παίξομαι u. παιξοῠμαι, z. B. Xen. Conv. 9, 2, aor. ἔπαισα, so beides attisch, vgl. Schol. Ar. Th. 947 u. Atticisten, nur dor. ἔπαιξα, Phryn. 102, oder nach Moeris hellenistisch, doch ist προςέπαιξεν v. l. bei Xen. Mem. 3, 1, 4, παῖξαι Plat. Euthyd. 278 c, ὑποπαίξας Ael. H. A. 12, 21, ἵνα τι παίξωμεν S. Emp. pyrrh. 2, 211; perf. πέπαισμαι, erst Sp. πέπαιγμαι, die auch das perf. act. πέπαιχα bilden, vgl. Lob. Phryn. 240; – scherzen, wie die Kinder spielen, lachen; Od. 6, 106. 7, 291; H. h. Cer. 425; παίσατε, Od. 8, 251, wo es tanzen bedeutet, wie 23, 147; H. h. Ven. 120; Hes. Sc. 277. 282; μετ' αὐτῆς παίζων χορεύειν βούλομαι, Ar. Ran. 415; παίζων ἐνόπλια, vom Waffentanze, Pind. Ol. 13, 83; – ein musikalisches Instrument spielen, H. h. Apoll. 206; – gew. übh. scherzen, οἷα παίζομεν ἀμφὶ τράπεζαν, mit Hindeutung auf den Chorgesang, Pind. Ol. 1, 16; ϑεᾶς παίζων κατ' ἄλσος, Soph. El. 557, scheint auf die Jagd zu gehen; παίζει πρὸς ἡμᾶς δεσπότης, Eur. Herc. Fur. 952; auch = spotten, verlachen, παίσαντα καὶ σκώψαντα vrbdt Ar. Ran. 392, wie παίζων καὶ χλευάζων 375 (wovon es Plut. Symp. 2, 1, 5 unterscheidet); πέπαισται μετρίως ἡμῖν, Th. 1230; vgl. οὐκοῦν ἤδη πεπαίσϑω μετρίως ἡμ ῖν τὰ περὶ λόγων, Plat. Phaedr. 278 b; πεπαῖχϑαί τις ἂν οἰηϑείη τὴν λέξιν, Timarch. bei Ath. XI, 501 e, wie ὁ λόγος ἄλλως πέπαισται ὑπὸ Ἑλλήνων, ist zum Scherz erdichtet, Her. 4, 77; οὐχ ὅτι παίζει, καί φησιν ἐπιλήσμων εἶναι, Plat. Prot. 336 d, er sagt zum Spaß; πότερον παίζετε ταῦτα λέγοντες, Euthyd. 283 b; πρός τινα, Gorg. 500 d Hipp. mai. 300 d; εἰς τὰς τρίχας μου, auf meine Haare spotten, Phaed. 89 b, wie Plut. Alex. 38 u. a. Sp.; Ggstz σπουδάζω, Plat. Phaedr. 234 d Gorg. 481 a (wie bei Xen. Cyr. 8, 3, 47 im Ggstz von σπουδῇ λέγειν); καὶ γελᾶν, Euthyphr. 3 e; mit dem accus., παιδιάν, Scherz treiben, Alc. I, 110 b, wie Ar. Plut. 1057 u. Luc. Prom. 8; auch παίζω παλαιστήν, ich spiele den Ringer. Epict. encheir. 29; παίζειν διὰ σκωμμάτων εἰς τοὺς ἀπαντῶντας, Plut. Camill. 33. – Sp. auch τί, verspotten, Luc. Nigr. 20; τινά τινι, Einen womit necken, Sp., die es auch bes. von verliebten Tändeleien brauchen, vgl. Naeke Choeril. p. 245. – Die dor. Form παίσδω Theocr. 15, 42 u. öfter.
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