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1 αὐτός [2]
αὐτός, ή. ό. Am ausführlichsten hat über dies Pronomen gehandelt Herm. Opusc. I p. 308 ff, wovon ein Auszug Viger. p. 783 ff gegeben. Die Grundbedeutung ist se lb st, Hervorhebung eines Gegenstandes dadurch, daß man ihn allem Andern, was er nicht ist, entgegensetzt u. dies Andere ausschließt. Gewöhnlich unterscheidet man 3 Hauptfälle.
I. Selbst, in eigener Person, u. zwar, 1) ohne weiteten Zusatz beim Verbum, so daß die Person durch dieses bestimmt wird, von Bernhardy Synt. p. 286 richtig ausgedrückt: ich – du – er als einer u. derselbe mit Ausschluß eines Andern. Der Ggstz ist entweder bestimmt ausgedrückt, od. aus dem Zusammenhange leicht zu ergänzen, z. B. αὐτοὺς δέ, die Leiber, im Ggstz gegen die Seele, Il. 1, 4; Od. 11, 602 αὐτὸς δέ Herakles, im Gegensatze zu seinem εἴδωλον; das Hauptvolk gegen seine Bundesgenossen, Il. 11, 220; die Mutter gegen die Jungen Iliad. 2, 317, die Eltern gegen die Kinder 3, 301; der Mann gegen das Weib, Plat. Gorg. 511 e; die Krieger gegen die Rosse, Il. 2, 466. 762; die Cyclopen gegen die Heerden, Od. 9, 167; die Einwohner gegen die Stadt, 9, 40; das Ganze gegen einen Theil, Il. 7, 474; oft ehrend den Gebieter, Heerführer bezeichnend, 6, 18. 8, 4; αὐτὸς καὶ δμῶες Theocr. 24, 50; ohne Ggstz, der Herr, ἠρόμην ὅπου αὐτὸς εἴη Plat. Rep. I, 327 b; der Meister; so antwortet bei Ar. Nubb. 219 der Schüler auf die Frage, τίς οὗτος οὑπὶ τῆς κρεμάϑρας ἀνήρ; – αὐτός; so sagten die Pythagoräer αὐτὸς ἔφα, der Meister hat gesagt. Oft nimmt αὐτός den Hauptbegriff wieder auf, der dann durch καί erweitert wird, δίδωϑι δέ μοι κλέος ἐσϑλόν, αὐτῷ καὶ παίδεσσι καὶ αἰδοίῃ παρακοίτι Od. 3, 381; τειχίζειν δὲ πάντας πανδημεὶ τοὺς ἐν τῇ πόλει, καὶ αὐτοὺς, καὶ γυναῖκας καὶ παῖδας Thuc. 1, 90. Der Ggstz wird auch durch ein auf αὐτός bezogenes Particip ausgedrückt, αὐτή τε καὶ τὸν υἱὸν ἔχουσα, = καὶ ὁ υἱός, Xen. Cyr. 1, 3, 1; εἰ ἡμῖν ἀφίκοιτο εἰς τὴν πόλιν αὐτός τε καὶ τὰ ποιήματα βουλόμενος ἐπιδεῖξαι Plat. Rep. III, 398 a; – καὶ αὐτός, ebenfalls, wie et ipse, Thuc. 5, 8; Xen. An. 3, 4, 44. 7, 8, 17. – 2) mit hinzutretendem Pronomen, a) mit pron. pers., denen es zuweilen mit größerem Nachdruck vorgesetzt wird, αὐτὸν σέ, dich selbst, dichgerade, vgl. αὐτῷ ἐμοί Plat. Phaedr. 91 a; αὐτὸν ἐμέ Conv. 220 e; bei Hom. mit denenklitischen Formen, αὐτόν μιν Od. 4, 244, αὐτὸν μέν σε 17, 595; gewöhnlich aber steht es nach, u. zwar bei Hom. stets getrennt, ἐμέϑεν αὐτῆς Od. 23, 78, σέο αὐτοῦ, ἓ αὐτόν; in der Prosa u. bei att. Dichtern in den cass. obliquis des sing. das Reflexivum ἐμαυτοῦ, ῆς, ῷ, όν u. s. w.; wo es bei den Att. nachsteht, ist σὲ αὐτόν nachdrücklicher als σεαυτόν. Daß übrigens αὐτός allein nicht bloß im nom., sondern auch in den andern Casus die Stelle der pron. pers. vertreten kann, ergiebt sich aus 1), z. B., αὐτὸν ἐλέησον, sc. ἐμέ, Il. 24, 503; περὶ αὐτοῦ, = ἐμαυτοῦ, Od. 21, 249; ἀλλὰ Δία ξένιον δείσας αὐτόν τ' ἐλεαίρων 14, 389, = σέ. Wenn es die Stelle der Reflexiva vertritt, wird es gewöhnlich mit dem spirit. asper geschrieben, so daß also αὑτόν für ἐμαυτόν u. σεαυτόν, αὑτῶν für ἡμῶν (ὑμῶν) αὐτῶν steht; doch ist diese von Hermann zu Soph. Ts. 451 durchgeführte Ansicht von Bernhardy Synt. p. 287 nicht anerkannt, u. in den mss., welche freilich hier nicht allein entscheiden können, nicht befolgt. Spätere mochten hierin überh. ungenauer sein, wie Pol. 11, 29 οὐδ' ἐν αὐτοῖς εἴχετε τὰς ἐλπίδας für ἡμῖναὐτοῖς; βοηϑῶν τοῖς αὐτοῦσυμμάχοις, = ἐμοῖς, 17, 5 (Bekk. αὑτοῖς, αὑτοῦ); – der selbst bei genaueren Schriftstellern nicht seltenen Verwechselung von αὐτοῦ u. αὑτοῦ in der dritten Person nicht zu gedenken. – b) Dem pron. poss. wird es im gen, hinzugefügt, ἐμὸν αὐτοῦ χρεῖος, meine eigene Noth, Od. 2, 45; ϑρῆνον ἐμὸν τὸν αὐτῆς Aesch. Ag. 1296; τὸν ἐμὸν αὐτοῦ τοῦ ταλαιπώρου βίον Ar. Plut. 33; ἄπιτε ἐπὶ τὰ ὑμέτερα αὐτῶν Her. 6, 97; in att. Prosa nicht selten, z. B. τοῖς ἡμετέροις αὐτῶν φίλοις Xen. An. 7, 1, 29. – c) Beim pron. demonstr. nachdrücklich: gerade, eben, z. B. αὐτὸ τοῦτο τὸ Βυζάντιον, eben dies Byzanz, Xen. An. 7, 1, 27; αὐτὰ ταῦτ' ἦν τὰ λεχϑέντα Plat. Tim. 19 a, das gerade war; σοφώτερος κατ' αὐτό γε τοῠτο, gerade hierin, Phaedr. 243 b; adverbial., αὐτὸ τοῦτο, ἵνα, eben deshalb, Prot. 310 e; mit folgdm inf., αὐτὸ γὰρ τοῦτό ἐστι χαλεπὸν ἀμαϑία, τὸ – δοκεῖν, weil es scheint, Conv. 2044, vgl. unten. Ebenso bei anderen Pronomen, αὐτὸς ἓκαστος, jeder für sich, Her. 8, 123 u. öfter; Thuc. 7, 70; αὐτοὶ ἑκάτεροι Her. 9, 26; wobei αὐτὸς immer voransteht; αὐτὴν αὐτήν, sie selbst, Plat. Crat. 439 a. – Hiebei ist noch ein doppelter Gebrauch zu merken: α) αὐτός steht allein zuweilen mit Nachdruck, wie im Deutschen ein betontes er, für αὐτὸς οὗτος, so daß man, besonders wenn ein Relativsatz folgt, es geradezu für οὗτος erklärt hat, was aber dem Satze eine andere Färbung geben würde, ἐγὼ τοίνυν ἡγοῠμαι, ὅσοι μὲν ἐν τῇ δημοκρατίᾳ ἄτιμοι ἦσαν, – προςήκειν αὐτοῖς, ich meine, wer zur Zeit der Volksherrschaft der bürgerlichen Ehre beraubt war, – ihnen allen kommt es zu, Lys. 25, 11; νομίσαντες δι' αὐτὸ οὐχ ἡσσᾶσϑαι, δι' ὅπερ οὐδ' οἱ ἕτεροι νικᾶν Thuc. 7, 34; ἐπ' αὐτὸ ἥκεις ἐρευνῶν, ὅτῳ διαφέρει ἡ σωφροσύνη Plat. Charm. 166 b; ἀπέπτυσ' αὐτὴν, ἥτις ἄνδρα – ἄλλον φιλεῖ Eur. Troad. 668; αὐτὸ οὐκ εἴρηται, ὃ μάλιστα ἔδει ῥηϑῆναι, das gerade ist nicht gesagt, Plat. Rep. II, 362 d; ὃν ᾤετο πιστόν οἱ εἶναι, ταχὺ αὐτὸν εὗρεΚύρῳ φιλαίτερον Xen. An. 1, 9, 29, wie 2, 5, 27. 6, 2, 9; man vgl. noch ὅς κε ϑεοῖς ἐπιπείϑηται, μάλα τ' ἔκλυον αὐτοῦ Il. 1, 218. – β) Um das Häufen der Relativa, bes. in verschiedenen Casus zu vermeiden, setzt man für das zweite, den Satz eigentlich anaeoluthisch formend, αὐτός, z. B. ὃ φῂς σὺ μέγιστον ἀγαϑὸν εἶναι καὶ σὲ δημιουργὸν εἶναι αὐτοῦ Plat. Gorg. 452 d; ἣν ὅδε Αφροδίτην μὲν λέγεσϑαί φησι, τὸ δ' ἀληϑέστατον αὐτῆς ὄνομα Ἡδονὴν εἶναι Phil. 12 b; Rep. IX, 578 c; vgl. Xen. Cyr. 3, 1, 38; ἐκεῖνοι τοίνυν, οἷς οὐκ ἐχαρίζονϑ' οἱ λέγοντες οὐδ' ἐφίλουν αὐτούς Dem. 3, 24; ganz parenthetisch, Xen. Cyr. S, 1, 46. – γ) Des größeren Nachdruckes wegen wird es zum pron. reflexivum hinzugesetzt, das Subject hervorzuheben, οἱ δὲ καὶ αὐτοὶ σφῇσιν ἀτασϑαλίῃσιν – ἄλγε' ἔχουσιν Od. 1, 33, vgl. Sengebusch Aristonic. p. 23; αὐτὸς καϑ' αὑτοῠ τὴν ὕβριν μαντεύσεται, gegen sich selbst, Aesch. Sept. 408; αὐτὸς πρὸς αὑτοῦ ὄλωλεν Soph. Ant. 1177; τὸ γιγνώσκειν αὐτὸν αὑτόν Plat. Charm. 165 b; αὐτὸς αὑτὸν ἀπέκτεινεν Plut. Mar. 46; es tritt selbst zwischen den Artikel od. die Präposition u. das Reflexivum, τοῖς αὐτὸς αὑτοῠ πήμασιν βαρύνεται Aesch. Ag. 845; οὐ τὴν ὁτουοῠν μητέρα διενοεῖτο ἀποκτεῖναι, ἀλλὰ τὴν αὐτὸς αὑτοῠ Plat. Alc. II, 144 c. – 3) Beim Nomen, welches im Attischen dann mit Ausnahme der nom. propr. u. weniger ohne Artikel geläufiger Wörter, wie βασιλεύς vom Perserkönig, οὐρανός, ἥλιος, πατήρ, μήτηρ u. ä., immer den Artikel hat; πρὸς αὐτοῦ Ζηνός, bei Zeus selbst, Soph. Phil. 482; ὁ τλήμων αὐτός Phil. 161, wo die Stellung auch αὐτὸς ὁ τλήμων sein könnte (nicht ὁ αὐτὸς τλήμων). Mit besonderem Nachdruck, ἄκρον ὑπὸ λόφον αὐτόν, gerade unter, Il. 13, 615; οὔ μοι μέλει ἄλγος, οὔτ' αὐτῆς Ἑκάβης, selbst Hekabe's Schmerz bekümmert mich nicht, 6, 451; αὐτὸ τὸ περίορϑρον, gerade den Anbruch des Tages, Thuc. 2, 3; αὐτὰ τὰ ῥήματα, genau die Worte, Plat. Phaedr. 271 c; αὐτὸ τοὐναντίον, gerade das Gegentheil, sehr oft. Weil αὐτός andere Rücksichten ausschließt, so bedeutet es oft: etwas an u. für sich, def. im philosophischen Sprachgebrauche, wo gew. das neutr. αὐτό u. das nom. ohne Artikel steht, φαμέν τι εἶναι δίκαιον αὐτὸ ἢ οὐδέν Plat. Phaed. 65 d, gerecht an u. für sich, das absolut Gerechte; οὐκ αὐτὸ δικαιοσύνην ἐπαινοῠντες, nicht die Gerechtigkeit an u. für sich, als solche lobend, Rep. II, 363 a; vollständig, ἀδελφὸς αὐτὸ τοῠτο, ὅπερ ἐστί Conc. 199 e; ähnl. αὐτὴ κίνησις Soph. 256 b; αὐτῆς περὶ δικαιοσύνης, ὅτι ἐστί Phil. 62 a; seltener mit dem Artikel, τί ποτ' ἐστὶν αὐτὸ ἡ αρετή Prot. 360 e; μανϑάνων αὐτὴν τὴν ἀλήϑειαν, οἷόν ἐστιν Rep. IX, 582 a; Sp. bilden Composita der Art, so z. B. Arist. Top. 6, 8, 6, wo aber Bekker αὐτὸ βούλησις, αὐτὸ ἐπιϑυμία, αὐτὸ ἡδύ getrennt schreibt. – 4) Aus der Bdtg selbst gehen folgende hervor: a) vonselbst, auseigenem Antriebe, ἀλλά τις αὐτὸς ἴτω Il. 17, 254; οἱ δὲ καὶ αὐτοὶ παυέσϑων Od. 2, 168; ἥξει γὰρ αὐτά, κἂν ἐγὼ σιγῇ στέγω Soph. O. R. 342 ( Schol. αὐτόματα); οἳ καὶ τοῖς μὴ ἐπικαλουμένοις αὐτοὶ ἐπιστρατεύουσι Thuc. 4, 60; ὑπό τινος ἐρεϑισϑεὶς καὶ αὐτὸς ἀχϑεσϑείς Xen. An. 6, 7, 9; mit dem Zusatz αὐτοὶ ἐϑέλοντες 5, 10, 6. So αὐτὸ δείξει, das wird sich von selbst zeigen, Plat. Hipp. mai. 288 b; ὡς αὐτὸ δηλοῖ, wie von selbst erhellt, Prot. 329 b. – b) für sich selbst, ohne Andere, allein, αὐτός περ ἐών, obwohl er allein war, Il. 8, 99, Scholl. Aristonic. αὐτός: ἡ διπλῆ, ὅτι ἐν ἴσῳ τῷ μόνος; ἀλλ' οὔ πως ἅμα πάντα δυνήσεαι αὐτὸς ἑλέσϑαι 13, 729; αὐτοὶ καὶ οὐ μετὰ τῶν πλειόνων Thuc. 5, 60; τὰς ναῦς ταύτας πέμπειν ἢ αὐτὰς ἢ καὶ ἐλάσσους ἢ καὶ πλείους 8, 39; ἄνευ τοῦ σίτου, τὸ ὄψον αὐτὸ ἐσϑίειν Xen. Mem. 3, 14. 3; vgl. An. 2, 3, 7. 7, 3, 35; πλείους δίκαι εἰσὶν αὐτῶν τῶν Φασηλιτῶν ἢ τῶν ἄλλων άπάντων Dem. 35, 2; μηδὲν ἔχουσαν περιττὸν ἀλλ' αὐτὰ τὰ χρήσιμα καὶ ἀναγκαῖα Dion. Hal. iud. de Thuc. 23; τούτῳ αὐτῷ διαφέρουσι, nur hierin unterscheiden sie sich, Pol. 1, 42, u. öfter. Auch steht οἶος dabei, Od. 14, 450; u. bei den Attikern μόνος, αὐτὸ τοῠτο μόνον Plat. Gorg. 500 b; vgl. Lycurg. 139; Dem. 20, 84; αὐτὸ μόνον kommt bes. bei Sp. oft ganz adverbial. vor: gerade nur, kurz u. gut, vgl. Luc. Char. 6; αὐτὸ μόνον ἐργάτης Somm. 9. Hierher gehört noch αὐτοὶ γάρ ἐσμεν, wir sind unter uns, allein, Plat. Legg. VIII, 836 b; Ar. Ach. 478, u. öfter, wie Luc. Deor. D. 10, 2; ὥς γε ἐν ἡμῖν αὐτοῖς εἰρῆσϑαι Plat. Prot. 309 a. Aehnl. αὐτὸς καϑ' αὑτόν, ganz allein an u. für sich, αὐτὸ ἕκαστον, jedes Ding an u. für sich, vgl. 3) z. E. – 5) Wie in selbander, selbdritter, wird auch durch αὐτός bei Ordinalzahlen ein Zusammensein ausgedrückt, πέμπτος αὐτός, er selbst als der fünfte, also mit vier Anderen, Thuc. 1, 46; vgl. Xen. Hell. 2, 2, 17 u. sonst. Aehnl. wird – 6) durch αὐτός mit einem Nomen im dat. ein begleitender Umstand hervorgehoben, der sonst nicht gewöhnlich dabei ist. Hom. setzt σύν hinzu, αὐτῇ σὺν φόρμιγγι, mit sammt der Phorminx, ohne sie niederzulegen, Il. 9, 194; vgl. 12, 112; Ap. Rh. 4, 1590; Her. 2, 111; Eur. Cycl. 701; selten in Prosa, wie Plat. Rep. VIII, 564 c; Xen. Cyr. 2, 2, 9; D. Sic. 11, 19; gew. ohne σύν, schon bei Hom., αὐτῇ κεν γαίῃ ἐρύσαιμ' αὐτῇ δὲ ϑαλάσσῃ Il. 8, 24; αὐτοῖς ἵπποισι καὶ ἅρμασιν ἆσσον ἰόντες 23, 8; αὐτοῖς νεωςοίκοισι ὑποπρῆσαι Her. 3, 45; oft im Att.; die gewöhnlichsten Verbindungen ohne Artikel stehen B. A. p. 130, αὐτῇ νηΐ, αὐτοῖς ἵπποις, ἀνδράσι· ταῠτα χωρὶς ἄρϑρου; vgl. Aesch. Prom. 221. 1049 Spt. 533; αὐταῖς ποιμνίων ἐπιστάταις Soph. Ai. 27; αὐτοῖς τούτοις, sammt diesen, Thuc. 1, 121; sonst mit dem Artikel, αὐτοῖσι τοῖς πόρπαξι Ar. Equ. 849; αὐταῖς ταῖς τριήρεσιν ἡμᾶς καταδύσει Xen. An. 1, 3, 17; αὐτοῖς τοῖς στεφάνοις Cyr. 1, 4, 7; αὐτῷ τῷ στρατοπέδῳ Plut. Caes. 24. Erst Spätere setzen auch αὐτός nach, z. B. κέρασιν αὐτοῖς Long. Past. 2, 31; vgl. Lob. zu Phryn. p. 99 f. – 7) Scheinbar pleonastisch steht es, wenn das Nomen. worauf es sich bezieht, in demselben Satze steht und nach einem Zwischensatze der Deutlichkeit wegen wieder aufgenommen werden soll, πειράσομαι τῷ πάππῳ, ἀγαϑῶν ἱππέων κράτιστος ὢν ἱππεύς, συμμαχεῖν αὐτῷ Xen. Cyr. 1, 3, 15; Ξενοφῶντι, ὁρῶντι μέν –, ὁρῶντι δὲ – καλὸν αὐτῷ ἐδόκει An. 5, 6, 15; vgl. 2, 4, 7, wo das dazwischen tretende οὐκ οἶδα ὅ τι δεῖ, u. Soph. Phil. 572 f, wo das Participium ἑλών die Wiederholung erleichtert. Auffallender ist οἷς Ὀλύμπιοι ϑεοὶ δοῖέν ποτ' αὐτοῖς Soph. Phil. 315; woraus Sp. sogar ὡν οἱ μὲν αὐτῶν machen, Callim. epigr. 5 (XII, 118); Nonn. D. 1, 187.
II. Wie der nom. αὐτός oft nur ein betontes er ist, z. B. Il. 3, 282 αὐτὸς Ἑλένην ἐχέτω, ἡμεῖς δέ, so werden die casus obliqui geradezu ohne Nachdruck als pron. pers. der dritten Person, seiner, ihm, ihn, gebraucht, welche Formen nicht im Anfange des Satzes stehen dürfen, obwohl die Dichter sich solche Stellungen erlauben. Bei Hom. ist es in dieser Bdtg noch selten; Iliad. 14, 457 οὐ μὰν αὖτ' ὀίω – ἅλιον πηδῆσαι ἄκοντα, ἀλλά τις Ἀργείων κόμισε χροΐ καί μιν ὀίω αὐτῷ σκηπτόμενον κατίμεν δόμον Ἄιδος εἴσω; Od. 16, 473 νῆα ϑοὴν ἰδόμην κατιοῠσαν – · πολλοὶ δ' ἔσαν ἄνδρες ἐν αὐτῇ. Als enclitisch wurde αὐτόν Iliad. 12, 204 berachtet, αἰετὸς ὑψιπέτης –, – δράκοντα φέρων ὀνύχεσσι – ζωόν. ἔτ' ἀσπαίροντα. καὶ οὔ πω λήϑετο χάρμης· κόψε γάρ αὐτον ἐχοντα κατα στῆϑος παρὰ δειρὴν ἰδνωϑεὶς ὀπίσω; s. Lehrs Quaestt. Epp. p. 124.
III. Mit dem Artikel ὁ αὐτός, ἡ αὐτή, τὸ αὐτό, att. zsgzgn ἁὐτός, ἁὐτή, ταὐτό u. ταὐτόν (ταὐτό bei den Tragg. nur, wo die Endsylbe kurz sein muß, ταὐτόν vor Vocalen u. wo Position nöthig ist, in Prosa aber kann beim steten Schwanken der Handschriften noch kein Unterschied gemacht werden), ταὐτοῠ, ταὐτῷ, ταὐτά; ion. ὡὐτός, ὡὐτοί, τὠυτό, auch Pind. Ol. 1, 45; derselbe. Einzelne Beispiele schon Hom. Il. 6, 391 Od. 7, 55. 326, bei dem auch der Artikel fehlt, Il. 12, 225 Od. 8, 107. 10. 158, obwohl in ὅς ῥά μοι ὑψίκερων ἔλαφον εἰς ὁδὸν αὐτὴν ἧκεν auch erklärt werden kann: in den Weg selbst, gerade in den Weg. Bei den Attikern fehlt der Artikel nie, denn καὶ νῠν ἔτ' αὐτός εἰμι heißt: noch bin ich selbst, Soph. O. R. 557; ebenso ἀνὴρ ὅδ' οὐκέτ' αὐτός Eur. Phoen. 927; φανήσεται παισὶν ἀδελφὸς αὐτὸς καὶ πατήρ O. R. 459 u. A. Häufig steht dabei der dat., τὠυτὸ ὑμῖν ἐπρήσσομεν, wir thaten dasselbe, was ihr thatet, Her. 4, 119; οἱ αὐτοὶ ὄντες ἐκείνοις Plat. Menex. 244 b; ἐν τῷ αὐτῷ κινδύνῳ αἰωροῦμαι τοῖς φαυλοτάτοις Thuc. 7, 77; auffallender φέρε δὴ ἄλλην εἰκόνα σοι λέξω ἐκ τοῦ αὐτοῦ γυμνασίου τῇ νῦν, für ἐξ οὗ τὴν νῦν, Plat. Gorg. 493 d; seltener καί z. B. ἵνα μή σφισι αἱ αὐταὶ φυλαὶ ἔωσι καὶ Ἴωσι Her. 5, 69; vgl. 4, 109; ὥσπερ, εἴ τις διισχυρίζοιτο τῷ αὐτῷ λόγῳ, ὥσπερ σύ Plat. Phaed. 86 a; vgl. Lob. ad Phryn. p. 426 f. Bei Plat. Rep. III, 412 d steht τὸ ταὐτόν dem τὸ ἕτερον entgegen. Adverbial kommt oft vor ἐν ταὐτῷ εἶναι, μένειν u. dgl., τινί, an demselben Orte mit Einem sein, ohne τινί, zusammen bleiben; auch = an demselben Orte bleiben, nicht weiter kommen, d. i. nichts ausrichten, Plat. Euthyd. 288 a; ἐν ταὐτῷ γίγνεσϑαι ἀλλήλοις, zusammenkommen, Conv. 172 c: ebenso εἰς ταὐτὸν ἐλϑεῖν; – ἐκ τοῠ αὐτοῦ, von demselben Orte aus; ἐπὶ τῶν αὐτῶν διέμενον Pol. 1, 18, sie blieben in demselben Zustande; κατὰ τὸ αὐτό. zu derselben Zeit, auf einmal; aber κατ' αὐτό, eben, gerade; auch ὑπὸ τὸ αὐτό, um dieselbe Zeit, vgl. Hermann zu Viger. p. 735.
Die Komiker haben auch einen comparat. αὐτότερος, Epicharm. bei Apollon. Pron. p. 340; u. einen superl. αὐτότατος, Ar. Plut. 83, er leibhaftig selbst.
In der Composition bedeutet αὐτό 1) von selbst, von Natur, αὐτοφυής. – 2) allein, αὐτόσκηνος, bloß, nichts weiter, αὐτόξυλος. – 3) selbst, durch keinen Andern, freiwillig, αὐτομαϑής, αὐτόματος. – 4) leibhaftig, ähnlich, Αὐτοϑαΐς. – 5) sammt, αὐτόπρεμνος. – 6) Bezeichnung des Abstractums, f. I, 3.
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2 εὔ-θυρσος
εὔ-θυρσος, mit schönem Thyrsusstabe, νάρϑηξ Eur Bacch. 1158; κυδοιμός Nonn. 13, 728. im Ggstz des στρογγύλος, Plat. Men. 75 a Parm. 137 e, wo es erklärt wird: οὗ ἂν τὸ μέσον ἀμφοῖν τοῖν ἐσχάτοιν ἐπίπροσϑεν ᾐ (nach Euclid. εὐϑεῖα γραμμή, ἥτις ἐξίσου τοῖς ἐφ' ἑαυτοῖς σημείοις κεῖται); dem καμπύλος entgeggstzt, Rep. X, 602 c; εὐϑεῖα ὁδός Pind. N. 1, 25; ὁδους εὐϑείας τέμνειν, gerade Straßen anlegen, Thuc. 2, 100; εὐϑυτέρα ὁδός Xen. Cyr. 1, 3, 3; auch ἡ εὐϑεῖα allein = der gerade Weg, Luc. Hermot. 15; = die gerade Linie, Arist. coel. 2, 4; εὐϑείᾳ περαί. νειν Plat. Legg. IV, 716 a; vgl. Eur. Med. 384; ἐπ' εὐϑείας προάγειν D. Sic. 19, 38; a. Sp.; ἀπ' εὐϑείας, geradezu, Plut. Fab. 3; ἐπὶ τῆς αὐτῆς εὐϑείας ἐκτείνειν, auf derselben Linie, Pol. 3, 113, 3; πλόος, Pind. Ol. 6, 103; εἰς τὸ εὐϑὺ βλέπειν, gerade vor sich hinsehen, Xen. Equ. 7, 17; ἡ εἰς τὸ εὐϑὺ ὁδός Luc. Zeux. 10. – Uebertr., gerade, offen, aufrichtig, gerecht; τόλμα Pind. Ol. 13, 12; δίκη N. 10, 12, wie Aesch. Eum. 411; πόνος Pind. Ol. 11, 67; οὐδὲν εὐϑύ, διὰ τὸ ἄνευ ἀληϑείας τεϑράφϑαι, Plat. Gorg. 525 a; καὶ τὸ ἐλεύϑερον, dem sklavischen Sinne entgeggstzt, Theaet. 173 a; ἐκ τοῦ εὐϑέος, im Ggstz von ἀπάτη, Thuc. 1, 34; ἀπὸ τοῦ εὐϑέος λέγειν, eben so, 3, 43, gerade heraus, offen reden; τὸν εὐϑὺν ἐξειπόντες ἀμφὶ σοῦ λόγον Eur. Hipp. 492, vgl. εὐϑεῖαν λόγων τέμνων κέλευϑον Rhes. 422; εὐϑείαις ῥήτραις ἀνταπαμείβομαι Tyrt. bei Plut. Lyc. 6; συντόμως καὶ ἁπλῶς καὶ δι' εὐϑείας φράζειν Plut. de Pyth. Or. 29; ἐκ τοῦ εὐϑέος δεόμενος, im Ggstz von ἀπάτῃ, Thuc. 1, 34 ( ἀντιλέγειν Arr. An. 5, 27, 5), wie ἀπὸ τοῦ εὐϑέος λέγειν, im Ggstz von ἀπάτῃ προςάγεσϑαι, 3, 43; von δι' αἰνιγμάτων, Paus. 8, 8, 2. – Bei den Gramm. ist ἡ εὐϑεῖα, sc. πτῶσις, der Nominativ. – Adv. εὐθύς, al vom Orte, gew. εὐϑύ (w. m. s.), geradezu, ἐς Πύλον εὐϑὺς ἐλῶντα H. h. Merc. 255; εὐϑὺς ἰών Pind. P. 4, 83; εὐϑὺς ἐπὶ τὴν γέφυραν, in einem Vertrage bei Thuc. 4, 118; εὐϑὺς πρὸς τὰ βασίλεια Xen. Cyr. 2, 4, 24; auch χωρίου ὑπὲρ τῆς πόλεως εὐϑὺς κειμένου, gerade oberhalb der Stadt, Thuc. 6, 96; τινός, gerade auf Etwas los, Eur. Hipp. 1197 u. Thuc. 8, 96, wo Lob. εὐϑύ ändert; εὐϑὺς τοῦ Πειραιῶς κατέσχον Polyaen. 4, 7, 6. – b) von der Zeit, sog leich, gerades Weges, ohne Umstände; ἔννεπεν εὐϑύς Pind. Ol. 8, 41; εὐϑὺς ὡς ἤκουσεν Aesch. Pers. 353; εὐϑὺς γενέσϑω πορφυρόστρωτος πόρος Ag. 884, öfter, wie die anderen Tragg.; in Prosa, εὐϑὺς εἴσω ᾔει Plat. Prot. 310 b, εὐϑὺς κατ' ἀρχάς Tim. 24 c; bes. εὐϑὺς ἐκ νέου, ἐκ παιδός, von Jugend auf, Rep. VI, 485 d VII, 519 a; auch εὐϑὺς νέῳ ὄντι, Conv. 178 c; νέων ὄντων εὐϑὺς τῶν παίδων Legg. VII, 788 d; vgl. εὐϑὺς ἔτι βρέφος Eur. Phoen. 652; ἀρξάμενοι εὐϑὺς ἀπὸ τῶν Thuc. 1, 146; εὐϑὺς ἐκ παιδίου Xen. Cyr. 1, 6, 20; noch gewöhnlicher εὐϑὺς νέοι ὄντες, sogleich von Jugend auf, Thuc. 2, 39; εὐϑὺς μειράκιον ὤν Xen. An. 2, 6, 18; so öfter mit dem partic., sobald als, προςέβαλλεν εὐϑὺς ἥκων, sobald er angekommen war, griff er sogleich an, An. 4, 7, 2; εὐϑὺς ἀπαλλαττομένη τοῦ σώματος, sobald sie sich vom Körper trennt, Plat. Phaed. 70 a; ἰδὼν εὐϑὺς παρακελεύομαι Conv. 221 a, öfter, wie Folgde; εὐϑὺς παραχρῆμα Dem. 48, 40 u. A.; – ἡ εὐϑὺς φυγή, die plötzliche Flucht, Hdn. 8, 1, 10. – c) zur Anführung eines Beispiels, wie auch wir gleich brauchen (vgl. αὐτίκα), bes. bei Sp. Vgl. Xen. Mem. 2, 6, 32 Hier. 1, 35; οἷον εὐϑύς vrbdí Plut. def. orac. 47. Vgl. oben εὐϑέως.
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3 εὔθυρσος
εὔ-θυρσος, mit schönem Thyrsusstabe; ὁδους εὐϑείας τέμνειν, gerade Straßen anlegen; auch ἡ εὐϑεῖα allein = der gerade Weg; die gerade Linie; ἐπὶ τῆς αὐτῆς εὐϑείας ἐκτείνειν, auf derselben Linie; εἰς τὸ εὐϑὺ βλέπειν, gerade vor sich hinsehen. Übertr., gerade, offen, aufrichtig, gerecht; καὶ τὸ ἐλεύϑερον, dem sklavischen Sinne entgeggstzt; ἀπὸ τοῦ εὐϑέος λέγειν, gerade heraus, offen reden. Bei den Gramm. ist ἡ εὐϑεῖα, sc. πτῶσις, der Nominativ. Adv. εὐθύς, (a) vom Orte, gew. εὐϑύ, geradezu; εὐϑὺς ἐπὶ τὴν γέφυραν, in einem Vertrage; auch χωρίου ὑπὲρ τῆς πόλεως εὐϑὺς κειμένου, gerade oberhalb der Stadt; τινός, gerade auf etwas los. (b) von der Zeit: sogleich, gerades Weges, ohne Umstände; bes. εὐϑὺς ἐκ νέου, ἐκ παιδός, von Jugend auf; εὐϑὺς νέοι ὄντες, sogleich von Jugend auf; mit dem partic., sobald als, προςέβαλλεν εὐϑὺς ἥκων, sobald er angekommen war, griff er sogleich an; εὐϑὺς ἀπαλλαττομένη τοῦ σώματος, sobald sie sich vom Körper trennt; ἡ εὐϑὺς φυγή, die plötzliche Flucht. (c) zur Anführung eines Beispiels, wie auch wir gleich brauchen -
4 ἀντι-κρύ
ἀντι-κρύ ( ἀντί u. κρούω), gerade durch; der Sprachgebrauch unterschied dies Wort von ἄντικρυς, welches ursprünglich nicht verschieden war. Die Ansicht der alten Gramm. s. z. B. Scholl. Iliad. 3, 359 διαφέρει τὸ ἀντικρύ τοῦ ἄντικρυς προπαροξυτόνου· τὸ μὲν γὰρ ἀντικρύ δηλοῖ τὸ ἐξ ἐναντίας, τὸ δὲ ἄντικρυς τὸ φανερῶς. Dieser Unterschied läßt sich nicht festhalten, s. Buttmann Ausf, Gr. tom. 2 §. 117 p. 366 ed. 2. Hom. hat ἄντικρυς nicht, ἀντικρύ oft, der ältere Atticismus hat ἀντικρύ nicht, ἄντικρυς oft. S. über ἄντικρυς den folg. Art,; ἀντικρύ heißt bei Hom.: 1) gegenüber, entgegen, μάχεσϑαι Il. 5, 130; ἀντικρὺ μεμαώς, geradezu darauf los, 13, 137; ἀντικρὺ ἀπόφημι, gerade ins Gesicht, geradezu, 7, 362, vgl. ἄντικρυς. Auch mit dem gen., Ἕκτορος ἀντικρύ Il. 8, 301; so auch Pol. 4, 43 οἱ ἀντικρὺ τῆςἈσίας τόποι; im Att, ist καταντικρύ das Gewöhnliche. – 2) gerade, ursprünglich wohl von Geschossen, die auf der entgegengesetzten Seite wieder herauskommen, z. B. ἀντικρὺ δὲ δι' ὤμου χάλκεον ἔγχος ἦλϑεν Il. 4, 481; ἀντικρὺ κατὰ κύστιν 5, 67; ἀντικρὺ δὲ διέσχε, drang auf der andern Seite hervor, 5, 100; ἀντικρὺ δόρυ χάλκεον ἐξεπέρησεν Od. 10, 162; ἀντικρὺ κατὰ μέσσον, gerade in die Mitte, Il. 16, 285. Homerische Nachahmung Xen. Cyr. 7, 1, 30 ἀντικρὺ δι' αὐτῶν εἰς τὴν τῶν Αἰγυπτίων φάλαγγα ἐμβάλλει. – 3) geradezu, ganz u. gar, ἀντικρὺ ἀπαράσσειν, gänzlich abhauen, bis auf die entgegengesetzte Seite, Il. 16, 116, vgl. 23, 673. – Bei Ap. Rh. 4, 1612 ἀντικρὺ μακάρεσσιν ἔικτο = ἄντην. [υ ist bei Hom. in der Vershebung lang, in der Senkung Il. 5, 130 u. bei Attikern wie in ἄντικρυς kurz.]
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5 ὀρθόω
ὀρθόω, (1) gerade in die Höhe richten, aufrichten; den Gefallenen, τὸν δ' αἶψ' ὤρϑωσεν Ἀπόλλων; emporrichten; ὀρϑοῦσϑαι, sich aufrichten, erheben; übtr. aufrecht erhalten, zu Macht, Ansehen, Ehren bringen; αὐτοῦ ὀρϑώσαις ἀρετάν, verherrlichend; τῷ γὰρ σέβοντι συμφορὰς ὀρϑώσομεν, wir werden sein Geschick erhöhen; ὀρϑοῦσϑαι, geradestehen; einrichten, einsetzen. (2) in gerade Richtung bringen, gerade machen; richtig machen; νῦν δ' ὤρϑωσας στόματος γνώμην, du sprachst einen wahren Spruch; ἐν ἀγγέλῳ γὰρ κρυπτὸς ὀρϑοῠται λόγος, ist richtig angebracht; ἢν τόδ' ὀρϑωϑῇ βέλος, wenn es gerade geht, nicht fehlt; οὕτω ὀρϑοῖτ' ἂν ὁ λόγος, so möchte die Rede richtig sein; τὸ ὀρϑούμενον, der glückliche Erfolg -
6 φέρω
φέρω, nur im praes. u. impf. act. u. pass. vorkommend, wozu noch der syncopirte Imperativ φέρτε Il. 9, 171 gehört; conj. φέρῃσι Od. 19, 111, wo früher φέρησι als von φέρημι angenommen wurde; Iterativform φέρεσκε, φέρεσκον, Od. 9, 429. 10, 108; adj. verb. φερτός, s. oben; dazu werden tempora gebildet – a) von ΟΙΩ, fut. οἴσω, med. οἴσομαι, imperat. οἶσε, Od. 22, 106. 480, auch Ar. Ach. 1064 Ran. 483, der die Endg des aor. II. mit dem charakteristischen σ des aor. I. verbindet, wie auch der inf. οἰσέμεν, Od. 3, 429, οἰσέμεναι, Il. 3, 120, οἴσειν, Pind. P. 4, 102, Präsensbedeutung hat oder aoristisch zu nehmen ist; Spätere bilden darnach fut. pass. οἰσϑήσομαι (οἴσομαι ist passivisch Eur. Or. 440 Xen. Oec. 18, 6); perf. pass. προοῖσται, Luc. parasit. 2; adj. verb. οἰστός, οἰστέος; Her. hat auch ἀνῷσαι, für ἀνοῖσαι, u. ἀνῳστός, 1, 157. 6, 66. – b) von ΕΓΚΩ od. ΕΝΕΓΚΩ u. ΕΝΕΚΩ aor. I. ἤνεγκα, bes. im Indicativ u. in den Personen des Imperativs, welche α daben, u. aor. II. ἤνεγκον, bes. inf. u. partic.; ion. u. ep. lautet der aor. I. ἤνεικα u. ohne Augment ἔνεικα, von dem Hom. auch conj. ἐνείκω u. int. ἐνεῖκαι hat, u. der aor. II. ἤνεικον, von dem sich bei Hom. der inf. ἐνεικέμεν, Il. 19, 194, u. der opt. ἐνείκοι, 18, 147 findet, wie auch aor. I. med. ἠνείκαντο, Il. 9, 127; perf. ἐνήνοχα, perf. pass. ἐνήνεγμαι, fut. pass. ἐνεχϑήσομαι, aor. pass. ἠνέχϑην, ion. ἠνείχϑην; Hes. Sc. 440 hat sogar ein praes. med. συνενείκεται, wenn die Lesart richtig ist; – tragen, fero ( bahren, fahren); zunächst – 1) eine Last tragen, heben, auf sich nehmen, von leblosen Dingen, ἦγον μὲν μῆλα, φέρον δ' εὐήνορα οἶνον Od. 4, 622, vgl. Il. 5, 484 (s. unter b); πῇ δὴ καμπύλα τόξα φέρεις; wo trägst du den Bogen hin, Od. 21, 363; ἰϑὺς σανίδων φέρε λᾶαν ἀείρας Il. 12, 453; οὐ δύο γ' ἄνδρες φέροιεν τὸν λίϑον 5, 303; τίς τοι ἔπειτα μετοιχομένη φάος οἴσει, wer wird dir das Licht tragen, Od. 19, 24; ἐν ταλάροισι φέρον μελιηδέα καρπόν Il. 18, 568; ἄν τις ἀναιρούμενος οἴκαδε φέρῃ Plat. Legg. XI, 914 b; φορτίον Xen. Mem. 3, 13, 6; ἐπὶ κεφαλῆς τι An. 4, 3,6; mit den Händen tragen, χερσὶν εὐϑὺς φέρει διψίαν κόνιν Soph. Ant. 425, vgl. El. 319 Trach. 520; φέρων ἐπ' ὤμοις 561. – Als Zeichen auf dem Schilde tragen, Aesch. Spt. 525. 541 u. öfter; ἁγνὰς χεῖρας αἵματος φέρεις Eur. Hipp. 316, d. i. haben; vgl. ἀλαὸν ὄμμα φέρων Phoen. 1528; γλῶσσαν κακήν Suppl. 972; σάρκα ἡβῶσαν Aesch. Spt. 604. – Der Zusammenhang giebt oft sowohl die Bdtg herbei-, als die Bdtg wegtragen, -bringen; – a) herbeibringen, darbringen, überbringen; ἀπερείσι' ἄποινα Il. 24, 512; πῇ δὴ χρήματα πολλὰ φέρω τάδε; Od. 13, 303; δῶρα, τά οἱ Φαίηκες ἔνεικαν, 8, 428; οἴσετε ἄρνε, κήρυκες φέρον ἄρνε, Il. 3, 103. 245; τεύχεα συλήσας οἴσω προτὶ Ἴλιον 7, 82; – im med. mit sich tragen, bringen, zu eigenem Gebrauch herbeibringen, Her. 4, 67. 7, 50. – Χάριν τινὶ φέρειν, Einem eine Gunst gewähren, einen Gefallen thun, ihm zu Willen sein, Il. 5, 211. 21, 458; χάριν ἄνδρεσσι φέροντες Il. 5, 874, u. öfter; vgl. Eur. I. T. 14 Med. 508 Ion 1183; Plat. Tim. 21 c; eben so ἦρα, ἐπίηρα φέρειν τινί, Il. 1, 572. 578. 14, 132 Od. 3, 164; λαοὶ δ' οὐκέτι ἐφ' ἡμῖν ἦρα φέρουσιν 16, 375, vgl. 18, 56, u. sonst; τοῖς ἥσσοσιν γὰρ πᾶς τις εὐνοίας φέρει Aesch. Suppl. 484; ἐπίηρα φέροντα τοῖς ἐμοῖς τυράννοις Soph. O. R. 1094; ἥκω φέρων ὄνησιν ἀστοῖς O. C. 287; δῶρα El. 352. – Auch veranlassen, verursachen, bewirken, wo wir auch bringen sagen können, Σείριος φέρει πολλὸν πυρετὸν δειλοῖσι βροτοῖσιν Il. 22, 31, wie es auch Aesch. Ag. 5 von den Gestirnen heißt τοὺς φέροντας χεῖμα καὶ ϑέρος βροτοῖς, u. öfters ἵνα φόως φέροι, Il. 11, 2; woran sich Verbindungen reihen, wie ( ὄσσα) μάλιστα φέρει κλέος ἀνϑρώποις, Od. 1, 283. 3, 204, ἡμέρη ἥδε κακὸν φέρει Ἀργείοισιν, Il. 8, 541. 13, 828 u. sonst; δεῖμα φέρων Δαναοῖσιν 5, 682; δηιοτῆτα, einen Krieg bringen, verursachen, Od. 6, 203, wie πόλεμον φέρειν τινί Hes. Sc. 750; πολέμους ἀνεπαγγέλτους φέροντες πολλοῖς Pol. 4, 16, 4; κίρκος φόνον φέρει ὀρνίϑεσσι Il. 17, 757; Τρώεσσι φόνον καὶ Κῆρα φέρει 2, 352. 3, 6 u. öfter; πῆμα, ἄλγεα, κακότητα φέρειν τινί, Einem Unglück bringen, bereiten, Il. 2, 304. 12, 332 Od. 4, 273; so Pind. u. Tragg.: φέρει δόξαν Pind. P. 1, 36 N. 3, 18; νίκαν I. 6, 21; κέρδος P. 8, 14; πράγματι τιμάν 4, 278; νίκην Soph. El. 84; βλάβην 1031; τί γὰρ ἂν ϑνήσκειν ὁ μέλλων τοῠ χρόνου κέρδος φέροι 1486; αἰσχύνην Trach. 66; γυναιξὶ κόσμον ἡ σιγὴ φέρει Ai. 286; αἰσχύνην φέρει Eur. Hec. 1241; σωτηρίαν Troad. 748; χάρμα Heracl. 637; u. in Prosa: τῇ ψυχῇ φέρει ὄλεϑρον Plat. Phaed. 88 b; αἰσχύνην Conv. 184 e; κέρδος καὶ ῥᾳστώνην Legg. IV, 721 d; Folgde; auch πληγὴν ἐπὶ πληγῇ φέροντες, Pol. 2, 33, 6. – So auch von der Erde und von fruchttragenden Bäumen und Gewächsen, hervorbringen, tragen; φέρει ἄρουρα φάρμακα Od. 4, 229; ἄμπελοι, οἵτε φέρουσιν οἶνον 9, 110, vgl. 131; Hes. O. 121. 565; ἄνϑος Pind. N. 11, 41; εἰ γῆ κακὴ εὖ στάχυν φέρει Eur. Hec. 593; ἡ γῆ καρπὸν φέρει Her. 6, 139; ὅσα γῆ φέρει Plat. Critia. 118 e; ὅσα γεωργία δίδωσι καὶ φέρει Legg. V, 743 d; auch ὅτι φρονιμωτάτους ἄνδρας οἴσοι, Tim. 24 c. – Aehnlich von Menschen u. Thieren, μήτηρ κοῦρον φέρει γαστέρι, Il. 6, 58. Anders sagt Aesch. τέκνων ἤνεγχ' ὑπὸ ζωνὴν βάρος Ch. 186. – Absol., tragen, Frucht bringen, fruchtbar sein, ἡ γῆ φέρει Her. 5, 82; αἱ ἄμπελοι φέρουσιν, wie auch wir »die Weinstöcke tragen«, Xen. Oec. 20, 4. – Dah. eintragen, einbringen, Vortheil bringen; ἀγὼν ὁ τὸ πᾶν φέρων, der Alles leistende oder entscheidende Kampf, Her. 8, 100; τὸ πᾶν ἡμῖν τοῦ πολέμου φέρουσιν αἱ νῆες, die Schiffe bringen uns den Hauptvortheil für den Krieg, 8, 62; εἰ τὸ σωϑῆναί γε τὸ ψεῦδος φέρει Soph. Phil. 109. – Μῠϑον od. ἀγγελίην φέρειν τινί, Einem eine Rede, Nachricht, Botschaft überbringen, melden, Il. 10, 288. 15, 175. 202; ἀγγελίην πατρός, vom Vater, Od. 1, 408; λόγον Pind. P. 8, 38; μῠϑον Soph. O. C. 359, u. öfter, wie Eur.; anch bestimmter, τοιούςδε λόγους εἰς ὦτα φέρει πᾶσιν Ὀδυσσεύς Soph. Ai. 149; ὡς λόγων ἐπιστολὰς φέρῃς Trach. 493; ἐπιστολάς τινι Ant. 768, wie Xen. Agesil. 8, 3; auch ohne weitern Zusatz für ἀγγέλλω, melden, ἤκω σαφῆ τἀκεῖϑεν ἐκ στρατοῠ φέρων Aesch. Spt. 40, vgl. Ag. 998. 1388; ἀνάριϑμα γὰρ φέρω πήματα Soph. O. R. 168; τοὺς ἐνεγκόντας τὰς ὑποσχέσεις, die sie euch überbrachten, Dem. 6, 28; auch φέρειν τινὶ τοὺς ἀπολογισμούς, die Gründe auseinandersetzen, Pol. 1, 32, 4; τὰ παραδείγματα 17, 13, 7. – Etwas Schuldiges darbringen, eine Schuld abtragen, bezahlen, entrichten; ἄποινα Il. 1, 13. 24, u. öfter; bes. φόρον φέρειν, Abgaben, Tribut entrichten: προςτάττοντες ἀναλώματα φέρειν παρ' ἑαυτοὺς οἷον φόρους Plat. Polit. 298 a; μισϑὸν φέρειν, Sold, Lohn bezahlen, Xen. Cyr. 1, 6,12; Thuc. 3, 17. 6, 24; φόρον 4, 57; τιμὴν φέρειν, eine Strafe zahlen, abbüßen. – Ψῆφον φέρειν, sein Stimmsteinchen, seine Stimme abgeben, Aesch. Eum. 644. 650; ψῆφος καϑ' ἡμῶν οἴσεται Eur. Or. 440; τὴν ψῆφον κρύβδην, φανερὰν φέρειν Plat. Legg. VI, 766 b 767 d; bes. bei der Wahl zu einem Staatsamte seine Stimme geben, dah. zu einem Staatsamte vorschlagen, erwählen, ernennen, τινά, ἡ φυλὴ ἤνεγκέ τινα χορηγόν, u. nachher ὁ ἐνεχϑείς, der Vorgeschlagene, Dem. Lpt. 130, wie οἴσουσί με, ἂν χορηγὸν ἢ γυμνασίαρχον ἢ ἑστιάτορα, ἢ ἐάν τι τῶν ἄλλων φέρωσιν, 39, 7; vgl. τὴν δὲ πόλιν ὡςαύτως ἐκ τούτων φέρειν πάλιν, ὃν ἂν ἕκαστος βούληται Plat. Legg. VI, 753 d, u. öfter, wie Folgde. – b) davon-, wegtragen, wegschaffen; oft bei Hom.; ἔκ τινος, Il. 14, 429. 17, 718 u. sonst; ἔπος φέροιεν ἀναρπάξασαι ἄελλαι, die Winde mögen das Wort aufraffend von hinnen tragen, Od. 8, 409, vgl. 565. – Bes. als Beute, Raub davontragen, wegreißen, wegraffen, οὓς μὴ Κῆρες ἔβαν ϑανάτοιο φέρουσαι Il. 2, 302, vgl. 13, 199; φέρει δέ τε κρατὶ ἑκάστῳ φῶτα Od. 12, 99, vgl. 14, 207; τοὺς δ' οὐκ ἐϑέλοντας ἄελλαι πόντον ἐπ' ἰχϑυόεντα φίλων ἀπάνευϑε φέρουσιν Il. 19, 378; dah. ἄγειν καὶ φέρειν, alles Besitzthum wegtragen u. wegführen, von vollständiger Plünderung, wo. φέρειν auf das Leblose, ἄγειν auf Menschen u. Vieh geht, Her. 1, 189; auch ἄγειν καὶ φέρειν τινά, Einen völlig ansplündern, 1, 88. 166. 3, 39. 6, 42. 90. 9, 31; φέρειν καὶ ἄγειν τὰ τῶν πολεμίων, u. vgl. öfter, Xen. Cyr. 3, 2,12; φέρειν καὶ ἄγειν τὴν Βιϑυνί δα Hell. 3, 2,2; ἡμᾶς Dem. 24, 128; φέρειν τινά, ohne ἄγειν, berauben, Thuc. 1, 6; ἄγομαι, φέρομαι ὑπὸ χρήστων Ar. Nub. 241. – Doch bedeutet φέρειν καὶ ἄγειν auch herbeitragen und -führen, in diesem Falle nie umgestellt ἄγειν καὶ φέρειν, welche Stellung in der ersten Bedeutung die gewöhnliche ist, χρυσοῦ πλῆϑος Plat. Phaedr. 279 c (vgl. ἄγω). – Auch durch Mühe u. Anstrengung erlangen, erwerben, als Siegespreis davontragen, οὐδ' ἂν ἄτερ ὅρκου οἴσῃ ἄεϑλον Il. 23, 441; ἤ κε φέρῃσι μέγα κράτος ἤ κε φεροίμην 18, 308; so ἔναρα, τεύχεα, 6, 480. 17, 70; holen, 18, 191 Od. 2, 329. – Empfangen, was ein Anderer Einem schuldig ist, was man zu fordern hat; so μισϑὸν φέρειν, Sold, Lohn empfangen, Xen. Oec. 1, 6; vgl. Mein. Men. p. 126 Reisig enarr. Soph. O. C. 6; ἄξιος γὰρ φέρειν ἦν τῆςδε καὶ μείζω χάριν O. R. 764; κέρδος Ant. 460; πᾶσαν εὔκλειαν Ai. 431; auch in Prosa, τὰ ἀριστεῖα, νικητήρια φέρειν, Plat. Rep. V, 468 c Legg. II, 657 e. – Im med. für sich davontragen, von Allem, was Einer für sich, zu seinem Gebrauch oder Nutzen holt, sich zueignet, bes. in sein Haus trägt; τοῦ κεν δὴ πάμπρωτα παρ' ἀγλαὰ δῶρα φέροιο Il. 4, 97. 23, 275; δεῦτε, φίλοι, ἤϊα φερώμεϑα Od. 2, 410; οἰσομένη ποδάνιπτρα 19, 504, u. sonst. Daher sich erwerben, erringen, ἰχϑῦς δ' ἃς πείροντες ἀτερπέα δαῖτα φέροντο Od. 10, 124, sie trugen für sich zum Mahle davon; κράτος φέρεσϑαι, den Sieg davontragen, Il. 13, 486. 14, 308; κῦδος φέρεσϑαι 22, 217; ἔναρα 22, 245; ὅσσα μοι ἠνείκαντο ἀέϑλια μώνυχες ἵπποι 9, 127, vgl. 23, 413. 441. 809; eben so τὰ πρῶτα φέρεσϑαι, sc. ἄεϑλα, den ersten Preis für sich davontragen, 23, 538. 663. 667. 858; dah. τὰ πρῶτα, τὰ δεύτερα φέρεσϑαι = den ersten, den zweiten Rang behaupten, Her. 8, 104; seltener τὰ πρῶτα φέρειν, Jac. A. P. 431. 906; vgl. τὰ ἄκρα φέρεσϑαι Crinag. 41 (V, 108); ὅπη μέλλει τις οἴσεσϑαι δάκρυ πρὸς τῶν κλυόντων Aesch. Prom. 641; εὐσέβειαν ἐκ πατρὸς κάτω ϑανόντος οἴσει Soph. El. 957, u. öfter; ἄξιον μισϑὸν φέρεσϑαι Eur. Rhes. 162; κέρδεα παρά τινος οἴσεσϑαι Her. 6, 100; u. übh. παρά τινος, von Einem Etwas heimtragen, erlangen, 5, 47, wie τὰ ἆϑλα παρὰ τῶν ἀνϑρώπων Plat.Rep. X, 613 c; ταῦτα ἐπὶ σμικρόν τι ἐφέροντο τοῦ πολέμου, dieses empfingen sie als ein kleines Förderungsmittel zum Kriege, Her. 4, 129; ἆϑλον φέρονται Plat. Phaedr. 256 d; τῶν εὐεργεσιῶν τιμὰς φέρονται Phaed. 113 d; ὀνείδη φερέσϑωσαν ἐν πάσῃ τῇ πόλει Legg. VI, 762 a; πλέον φέρεσϑαι, mehr, einen größern Theil für sich davontragen, mehr bekommen, d. i. im Vortheil sein vor Einem, τινός, Her. 7, 211; so πλέον φέρεσϑαι τῶν ἄλλων Andoc. 4, 4, wie Eur. ὅταν τις ἐσϑλὸς μηδὲν φέρηται τῶν κακιόνων πλέον, Hec. 308; – φέρεσϑαι, mit sich nehmen, im Gegensatz von καταλείπειν Xen. Cyr. 3, 1,32. – c) in der ausführlichen epischen Darstellung wird der inf. φέρειν, φέρεσϑαι zu δοῦναι oft für uns pleonastisch hinzugefügt: τεύχεα καλὰ δότω πόλεμόνδε φέρεσϑαι Il. 11, 798; αὖτις ἀνερχομένῳ δόμεναι οἶκόνδε φέρεσϑαι Od. 1, 317, vgl. 16, 165. 17, 131. 23, 513 Od. 15, 83. 21, 349. – Eben so steht das Particip φέρων bei andern Verbis zur umständlichern Beschreibung der Handlung, was wir theils durch ein eignes Verbum wiedergeben, ἔγχος ἔστησε φέρων, er brachte den Speer und stellte ihn hin, wo das Particip die dem ἔστησε vorangehende Thätigkeit anschaulich ausdrückt, so oft bei Hom. σῖτον παρέϑηκε φέρουσα, sie brachte Speise und setzte sie vor, δὸς τῷ ξείνῳ τοῦτο φέρων, trage es dem Fremden hin und gieb es ihm, theils durch die Präposition mit ausdrücken, ἦλϑον τὰ ὅπλα φέροντες, sie kamen mit ihren Waffen, od. auch durch ein Adverbium übersetzen, wie bei den Zeitwörtern gehen, kommen u. vgl. φερόμενος, = mit Leichtigkeit, Hast, auch die Unbesonnenheit der Handlung oder ihr Freiwilliges u. Absichtliches bezeichnet, s. Hemsth. Luc. D. Mort. 6, 3 Jac. Ach. Tat. p. 431; vgl. ἢ εἰς τὴν ψυχὴν φέρων ἐνϑῶ τὸν λόγον Plat. Rep. I, 345 b u. das Folgde. – 2) tragen, mit dem Nebenbegriffe einer Bewegung, durch eine Kraftanstrengung von der Stelle bringen, fortbringen; so bei Hom. von Allem, was Ursache einer Bewegung ist; von den Füßen, die Einen, wie auch wir uns ausdrücken, wohin tragen, πόδες φέρον, Il. 6, 514 und öfter, wie auch von den Sohlen, welche die Götter über das Land und das Meer hintragen, πέδιλα, τά μιν φέρον ἠμὲν ἐφ' ὑγρήν, ἠδ' ἐπ' ἀπείρονα γαῖαν, Il. 24, 341, u. wiederholt in der Od. – Von den Pferden, die den Wagen fortschaffen, -ziehen, sowohl ἅρμα φέρειν, Il. 5, 232. 11, 533. 16, 602, als auch den, der auf dem Wagen ist, ὃν φέρον ἵπποι 2, 838, ἵππους, οἵσε πόλινδ' οἴσουσι 13, 820; ἡμίονοι φέρον ἐσϑῆτα καὶ αὐτήν Od. 6, 83; von Schiffen, νῦν δ' ἐνϑάδε νῆες ἔνεικαν, Il. 13, 453. 15, 705; auch von Winden, welche das Schiff bewegen, treiben, verschlagen. – Μένος, μένος χειρῶν ἰϑύς τινος φέρειν, seine Kraft gerade darauf lostragen, mit voller Kraft gerade darauf losgehen, Il. 5, 506. 16, 602. – Auch Menschen, Thiere führen, treiben, Hom. u. A.; übh. von jeder Bewegung, die nicht durch die eigne Kraft, oft auch gegen den freien Willen des bewegten Gegenstandes bewirkt wird; auch von Gemüthsbewegungen, fortreißen, μήτι σε ϑυμοπληϑὴς ἄτα φερέτω Aesch. Spt. 669, vgl. Ch. 1019; Soph. vrbdt auch ἄψοφον φέρει βάσιν, Trach. 963; πῶλοι βίᾳ φέρουσιν, sie gehen durch, El. 715. – Bes. im pass. getragen, von der Stelle bewegt werden, vorzugsweise von unfreiwilliger, unwillkürlicher Bewegung; so von den Wellen, Winden fortgetrieben, hingerissen werden, ϑυέλλῃ, ἀνέμοις u. vgl.; oft auch durch Einwirkung einer gewaltsam mit sich fortreißenden Kraft von außen, hinstürzen, eilen, in Schuß gerathen, wie das lat. ferri, so daß gew. der Nebenbegriff reißender Schnelligkeit darin liegt, πᾶν δ' ἦμαρ φερόμην, von dem auf die Erde geschleuderten Hephästus, ich stürzte, fiel, Il. 1, 592; ἧκε φέρεσϑαι, er warf od. schleuderte ihn, daß er hinflog, 21, 120; ἰϑὺς φέρεσϑαι, gerade darauf losfahren, -stürzen, 20, 172, vgl. 15, 743; ἧκα πόδας καὶ χεῖρε φέρεσϑαι, ich ließ Hände und Füße fahren, ließ sie sich im Schwunge od. Sprunge bewegen, Od. 12, 442; πόδα προέηκε φέρεσϑαι 19, 468; ἔξω δὲ δρόμου φέρομαι, Aesch. Prom. 885; ποῖ γᾶς φέρομαι τλάμων Soph. O. R. 1309; vgl. οὐκ οἶσϑ' ὅποι γῆς οὐδ' ὅποι γνώμης φέρει El. 910; νῦν δ' ἤδη 'γὼ καὐτὸς ϑεσμῶν ἔξω φέρομαι Ant. 796; πᾶ φέρομαι Eur. Hec. 1075; μύϑοις ἄλλως φερόμεσϑα Hipp. 197; εἰς τὸ λοιδορεῖν φέρῃ Andr. 730; ἐπίσχες ὀργάς, αἷσιν οὐκ ὀρϑῶς φέρῃ Mel. 1658, u. öfter; u. in Prosa: βίᾳ φέρεται Plat. Phaedr. 254 b; οἷον ἐν χειμῶνι κονιορτοῦ καὶ ζάλης ὑπὸ πνεύματος φερομένου Rep. VI, 496 d; πάλιν εἰς τὸν αὐτὸν φερόμεϑα λόγον Phil. 13 e, vgl. Theaet. 144 a Parm. 138 c, u. sonst; φερόμενοι ἐν ϑαλάττῃ Luc. Nigr. 7. – Auch von jedem Körper, der sich durch eignen Antrieb oder ihm einwohnende Kraft fortbewegt, eilen, rennen, stürzen, fahren, schweben u. vgl.; ρεῖν καὶ φέρεσϑαι Plat. Crat. 411 c; κατὰ τῶν πετρῶν φερόμενοι, sich herabstürzend, Xen. An. 4, 7,14; ὁμόσε τινὶ φέρεσϑαι, Einem entgegenlaufen, ihn anfallen, Xen. u. A.; εἰς τὴν ἑαυτοῦ φύσιν φέρεσϑαι, in seine eigne Natur zurückfallen, Aeschin.; φέρεσϑαι μετὰ τοῦ πλήϑους Isocr. 3, 16; Sp., φέρεσϑαι ἐπὶ τὰ σώματα Plut. Them. 8; ποταμὸς φερόμενος ἐξ ὑπερδεξίων τόπων Pol. 4, 70, 7. – So wird bes. das partic. zu andern Verbis der Bewegung gesetzt, um die Heftigkeit, Schnelligkeit der Bewegung auszudrücken, φερόμενοι ἐςέπεσον ἐς τοὺς Πέρσας Her. 9, 62, vgl. 8, 91; selten so auch partic. act., φέρουσα ἐνέβαλε νηῒ φιλίῃ, mit Gewalt warf er sich auf ein befreundetes Schiff, 8, 87; häufiger bei Sp., vgl. Wessel. D. Sic. 20, 16 u. Hemsterh. Luc. D. D. 6. – Uebertr., εὖ oder κακῶς φέρεσϑαι von Unternehmungen, gut oder schlimm von Statten gehen, gerathen, gelingen od. mißlingen, τὰ πράγματα κακῶς φέρεται Xen. Hell. 3, 4,25; εὖ φέρεται ἡ γεωργία Oec. 5, 17; vgl. Soph. Ai. 1053. Allgemeiner, ὀλιγώρως ἔχειν καὶ ἐᾶν ταῦτα φέρεσϑαι, Etwas vernachlässigen, gehen lassen, wie es will, Dem. 8, 67; seltener von Personen, καλῶς φερόμενος ἀνήρ Thuc. 2, 60, vgl. 5, 15. 16; so auch πατρὸς κατ' εὐχὰς δυςπότμους φορούμενοι, es geht ihnen nach des Vaters unheilvollen Verwünschungen, sie befinden sich (im Unglück), wie es der Vater ihnen angewünscht hat, Aesch. Spt. 821. – Daran reiht sich – 3) die Bdtg zu einem Ziele füh ren, vom Wege gesagt, ἁπλοῦς οἶμος εἰς Ἅιδου φέρει Aesch. frg. 217; ἡ ὁδὸς φέρει εἰς od. ἐπί τι, der Weg führt, bringt wohin, Her. 2, 122. 138. 7, 31; τὴν ἐς Θήβας φέρουσαν ὁδόν Thuc. 3, 24; Plat. ταύτῃ ἰτέον, ὡς ἴχνη τῶν λόγων φέρει Rep. II, 365 d; ἐξ ἧς φέρετον τὼ ὁδώ, ἡ μὲν εἰς μακάρων νήσους, ἡ δ' εἰς Τάρταρον Gorg. 524 a; ἴχνη τῆς ὑποψίας φέρει εἴς τινα, die Spuren des Verdachtes führen auf eine gewisse Person, Antiph. 2 γ 10; ἡ ϑύρα ἡ εἰς τὸν κῆπον φέρουσα, die in den Garten führende Thür, Dem. 47, 53, wie τῶν ἐς τὴν πόλιν φερουσῶν πυλῶν Xen. Hell. 7, 2,7; Pol. 8, 36, 4; u. Sp., ἡ ἀγυιὰ φέρει ἐπὶ τὰς πύλας Plut. Thes. 27; auch leiten, lenken, τὴν πόλιν Lucull. 6. – Dah. intransit., sich in einer Richtung, auf ein Ziel hinerstrecken, φέρειν ἐπί, ἐς, πρὸς ϑάλασσαν, sich gegen das Meer hin erstrecken, gegen das Meer zu gelegen sein, Her. 4, 99. 100; χωρία πρὸς νότον φέροντα, gegen den Notus gelegen, 7, 201; u. übertr., τῆς ἐπὶ τὸ πλῆϑος φερούσης παιδείας Plat. Legg. II, 670 e. – Uebertr. = zu einem Zwecke führen, wozu gereichen, dienen, ἐς αἰσχύνην φέρει, es führt zur Schande, gereicht dazu, Her. 1, 10. 3, 133; τὰ εἰς ἄκεσιν φέροντα 4, 90; φέρει σοι ἐπ' ἀμφότερα ταῠτα ποιεῖν, dies zu thun gereicht dir zu Beidem, Her. 3, 134; τὰ μὲν καλὰ ἐπιτηδεύματα εἰς ἀρετῆς κτῆσιν φέρει Plat. Rep. IV, 444 e; ὅτι πρὸς τοῠτο φέρει μάϑημα Legg. VIII, 831 c; πόνοι φέροντες εἰς ὠφέλειαν Alc. II, 142 b; πάντα τὰ πρὸς εὐδαιμονίαν φέροντα Menex. 247 e, wie τὰ πρὸς τὸ ὑγιαίνειν φέροντα, das zur Gesundheit Führende, sie Bewirkende, Xen. Mem. 4, 2,31; Sp., ἐς τιμὴν αὐτῷ φέρει, es gereicht ihm zur Ehre, Hdn.; ταῠτα ἔφερεν αὐτῷ, das war ihm zuträglich, bekam ihm, als eine gewöhnliche Redeweise angeführt M. Anton. 5, 8. – Abzielen auf Etwas, sich worauf beziehen, auf Etwas gehen, bes. von Orakeln und andern Vorzeichen, εἰς τί ὑμῖν ταῠτα φαίνεται φέρειν; worauf scheint euch das zu gehen, Her. 1, 120, ἐς ἀρηΐους ἀγῶνας φέρον τὸ μαντήϊον 9, 33, τὸ χρηστήριον ἐς τοὺς Αργείους φέρον, auf sie gehend, 6, 19; ἡ τοῠ δήμου φέρει γνώμη, ὡς –, die Meinung des Volkes geht dahin, daß –, 4, 11; τῶν ἡ γνώμη φέρει συμβάλλειν, ihre Meinung geht dahin, die Schlacht zu liefern, 5, 118. 6, 110; τῶν πλειόνων ἐπὶ τὸ αὐτὸ αἱ γνῶμαι ἔφερον, die Meinungen der Meisten liefen auf dasselbe hinaus, Thuc. 1, 79; so auch τοῦ στρατηγοῠ ταύτῃ ὁ νόος ἔφερε, des Feldherrn Meinung ging dahin, Her. 9, 120; πλέον ἔφερέ οἱ ἡ γνώμη, mit folgendem inf., ihm ging die Meinung mehr dahin, 8, 100, vgl. 3, 77; δήλου μόνον, ἐφ' ὅ τι φέροις τοὔνομα, ὅ τι ἂν λέγῃς, worauf du ihn beziehst, Plat. Charm. 163 d; ἐφ' ὅ τι δή ποτε δεῖ φέρειν Soph. 250 d. – Uebertragen, z. B. τὰ πράγματα ἐπί τινι Pol. 2, 85, 6; φέρειν τὴν αἰτίαν ἐπί τινα, auf Einen die Schuld schieben, 35, 5,2; φέρειν τὴν ὀργὴν ἐπὶ τοὺς Αἰτωλούς, den Zorn gegen die Aetoler richten, 22, 14, 6. – 4) tragen, ertragen, erdulden, einen Schmerz, ein Unglück u. vgl.; λυγρά Od. 18, 135; vgl. Hes. O. 217; ἄτην Her. 1, 32; ἐσϑίουσι πλείω ἢ δύνανται φέρειν, als sie vertragen können, Xen. Cyr. 8, 2,21; bes. mit einem adv., βαρέως, χαλεπῶς, δεινῶς, πικρῶς φέρειν, eine Sache schwer, mit Ungeduld, Unmuth oder Unwillen ertragen, übel aufnehmen, Her. 3, 155. 5, 19; u. im Ggstz κούφως, φαύλως, ἁπλῶς, πρᾴως, ῥᾳδίως, προϑύμως φέρειν τι, leicht, mit Geduld, mit Gleichmuth ertragen, leicht aufnehmen, 1, 35. 9, 18. 40; πήματα, ἄϑλους, Pind. P. 3, 82 Aesch. Prom. 754; φέρειν γῆρας εὔϑυμον Pind. Ol. 5, 22; φέρειν ἐλαφρῶς ζυγόν P. 2, 93; φέρειν γὰρ χρὴ τὸ δούλιον ζυγόν Aesch. Ag. 1199; χαλινὸν δ' οὐκ ἐπίσταται φέρειν 1036; ὅμως δ' ἀνάγκη πημονὰς φέρειν βροτοῖς Pers. 285; μὴ βαρυστόνως φέρειν Eum. 761; τὰς μὲν ἐκ ϑεῶν τύχας δοϑείσας ἔστ' ἀναγκαῖον φέρειν Soph. Phil. 1301; ῥᾷστα τὸν βίον φέρει O. R. 983, u. öfter; φέρω σιγῇ κακά Eur. Hec. 738; φέρεις ὑπέρφευ τὰς τύχας Herc. fur. 1321; Or. 1024; οἴκτῳ Andr. 144, u. öfter; und in Prosa: καλῶς φέρειν τὴν συμφοράν Isocr. 4, 148; βαρέως φέρειν τὸ φρόνημα Xen. Hell. 7, 1,44, wie Ar. Th. 385 Eccl. 174; ῥᾳδίως, χαλεπῶς Plat. Phaed. 63 a Tim. 91 c; πειρῶ ὡς ῥᾷστα φέρειν τἀναγκαῖα Phaed. 116 c; τὰ παρόντα φέρειν ἀδυνατοῦντες Critia. 121 b; ἀνδρείως τὰς συμφοράς Menex. 247 d; μὴ δυνατοὶ φέρειν τὴν ὑμετέραν ἀρχήν Thuc. 3, 39; ὀργῇ φέροντες τὸν πόλεμον 1, 31; τὰ ἄλλα ϑυμῷ ἔφερον 5, 80, u. öfter; φέρειν ὅ τι ἂν ὁ ϑεὸς διδῷ γενναίως Dem. 18, 97. – Aber auch βαρέως, κούφως φέρειν ἐπί τινι, über Etwas zufrieden od. unzufrieden sein, dabei unwillig sein od. gleichmüthig bleiben, Xen. Hell. 7, 4,21. 3, 4,8, wie Dem. πρᾴως ἐπὶ τοῖς γιγνομένοις φέρειν 58, 55; vgl. Wessel. D. Sic. 3, 69; selten mit dem bloßen dat., τοῖς παροῠσι Xen. An. 1, 3,3, τῷ πολέμῳ Hell. 5, 1,29; bei Sp. auch διά τι. – 5) bes. ist noch zu merken die Bdtg im Munde tragen, führen, vielfach besprechen, gew. mit dem Nebenbegriffe des Lobens, Rühmens, πολὺν τὸν Φίλιππον ἐν ταῖς διαβολαῖς φέρων, ihn sehr rühmend, Aesch. 3, 223; bes. im pass., εὖ, καλῶς, πολὺ φέρεσϑαι, gelobt werden, Lob und Beifall verdienen, Xen. Hell. 2, 1,6; auch μέγα τοι φέρεται πὰρ σέϑεν, Pind. P. 1, 87; u. κακῶς, πονηρῶς, χαλεπῶς φέρεσϑαι, getadelt, gehaßt werden, Xen. Hell. 1, 5,17; ἣν φιλοσοφίαν ἀτίμως φῂς ὑπὸ τῶν λοιπῶν ἀνϑρώπων φέρεσϑαι Plat. Ep. VII, 328 e. – Absolut φέρεται, wie das lat. fertur, die Sage, die Nachricht wird herumgetragen, man sagt, es heißt, τοιόνδε φέρεται πρῆγμα γίγνεσϑαι Her. 8, 104; τὰ φερόμενα = τὰ λεγόμενα, Sp. – 6) der imperat. φέρε hat bei Hom. nur seine ursprüngliche Bedeutung, trage, bringe her. Er wird aber dann wie ἄγε als ein adv. gebraucht, in Fragen und Aufforderungen, laß sehen, wohlan, τοῖσι φέρε δῶ, laß sehen, wem ich sie gebe, d. i. nun, wem soll ich sie geben? Ar. Pax 934; φέρ' ἴδω Ach. 4 u. öfter; φέρε ἀκούσω Her. 1, 11; u. bei einem andern imperat., φέρε εἰπὲ δή μοι Soph. Ant. 530, u. öfter; der sing. φέρε steht sogar bei einem Verbum im plur., so daß es reine Interjection geworden zu sein scheint, Valck. Callim. p. 279. – Auch φέρε δή, Her. 2, 14 Ar. Pax 357. 924; φέρε δὴ νῠν Th. 788; φέρε δὴ σκεψώμεϑα Plat. Prot. 330 b; φέρε δὴ ἴδωμεν Gorg. 455 a u. öfter; – φέρε γάρ, denn sieh, laß zum Beispiel einmal sehen, fängt einen Satz an, der eine Widerlegung durch ein angeführtes Beispiel enthält; so auch φέρε allein, Ar. Ach. 541, οἷον φέρε, φέρε εἰπεῖν. – Mit folgdm int., gesetzt daß, angenommen, wie fac, finge. – 7) das part. neutr. τὸ φέρον, substantivisch, das Leitende, Führende, das Schicksal (vgl. fors u. fero). τὸ φέρον ἐκ ϑεοῠ Soph. O. C. 1691; τὸ φερόμενον, das Loos, Sp.
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7 κανών
κανών, όνος, ὁ (verwandt scheint κάννα), jede gerade Stange, gerader Stab, um Etwas gerade, aufrecht od. aus einander zu halten; – 1) bei Hom. sind κανόνες die beiden überkreuz gelegten Hölzer, die zur Ausspannung des Schildrandes dienen, über welche das Leder gespannt ist, welches die Fläche des Schildes bildet, oder zwei Querhölzer oben u. unten auf der inneren Seite des Schildes, an denen der Schildhalter, τελαμών, befestigt war, ehe die Handgriffe, ὄχανα, in Gebrauch kamen; Iliad. 8, 193. 13, 407. Vgl. D. Hal. 2, 71 ἃς (πέλτας) ὑπηρέται τινὲς αὐτῶν ἠρτημένας ἀπὸ κανόνων κομίζουσι. – 2) Il. 23, 760 von der webenden Frau κανών, ὅντ' εὖ μάλα χειρὶ τανύσσῃ πηνίον ἐξέλκουσα παρὲκ μίτον, ἀγχόϑι δ' ἴσχει στήϑεος, entweder der Garn- oder Weberbaum, od. die Spule zum Aufwickeln des Garnes, was Nonn. D. 47, 631 nachahmt, wie auch Ar. Th. 822 als Geräthe der Frauen neben einander nennt τἀντίον, ὁ κανών, οἱ καλαϑίσκοι, τὸ σκιάδειον; nachher auf die Männer übertr. τοῖς ἀνδράσι ἀπόλωλεν ὁ κανὼν ἐκ τῶν οἴκων αὐτῇ λόγχῃ, wo entweder an den Schild mit dem Schol. zu denken, od. an den Schaft der Lanze, κάμακα erkl. der Schol. Auch Plut. sept. sap. conv. 13 erwähnt als Vorbereitung zum Weben κανόνων διάϑεσις καὶ ἀνέγερσις ἀγνύϑων; vgl. noch Poll. 7, 36. Aber κανόνες αὐλαιῶν sind Gardinenstangen, Chares Ath. XII, 538 d. – 3) der Wageballen u. die Wage selbst, Poll.; vgl. Ar. Ran. 798 u. Ep. ad. 85 (XI, 334), ἔστησ' ἀμφοτέρων τὸν τρόπον ἐκ κανόνος· εἰς τὸ μέρος δὲ καϑείλκετο τὸ τάλαντον; eigtl. nach Schol. Ar. Ran. 798 die Zunge am Wagebalken, τὸ ἐπάνω τῆς τρυτάνης ὃν καὶ εἰς ἰσότητα ταύτην ἄγον. – 4) die Ruthe, als Meßwerkzeug, die Meßruthe, Sp. Am Gewöhnlichsten jedes Instrument, das dazu dient, eine gerade Richtung hervorzubringen, Loth od. Setzwage, Richtscheid; ὥςτε τέκτονος παρὰ στάϑμην ἰόντος ὀρϑοῦται κανών Soph. frg. 421; πύργους ὀρϑοῖσιν ἔϑεμεν κανόσιν Eur. Troad. 6; κανόνι καὶ τόρνῳ χρῆται ἡ τεκτονική Plat. Phil. 56 b; ἐν τῇ τεκτονικῇ, ὅταν εἰδέναι βουλώμεϑα τὸ ὀρϑὸν ἢ τὸ μή, τὸν κανόνα προςφέρομεν Aesch. 3, 199; μολίβδινος Arist. Eth. 5, 14; Lineal, ταμίης γραμμῆς ἰϑυπόρος Paul. Sil. 50 (VI, 64), u. öfter in der Anth. Uebertr. heißt der Glück verheißende Sonnenstrahl κανὼν σαφής. Uebh. Richtschnur, Regel, Vorschrift; κανόνι τοῦ καλοῦ μετρῶν Eur. Hec. 602; γνώμης πονηροῖς κανόσιν ἀναμετρούμενος τὸ σῶφρον El. 52; ὅσα γὰρ ἀδικημάτων νόμος τις διώρικε, ῥᾴδιον τούτῳ κανόνι χρωμένους κολάζειν τοὺς παρανομοῦντας Lycurg. 9; ὅροι τῶν ἀγαϑῶν καὶ κανόνες Dem. 18, 296; καὶ μέτρον Arist. Eth. 3, 6. – So hieß eine Statue des Polykleitos κανών, die als Regel für die Schönheitsverhältnisse der menschlichen Gestalt anerkannt wurde; in der Musik das Monochord, nach dem alle übrigen Tonverhältnisse bestimmt wurden, Nicom. arithm.; so hießen auch bei den alexandrinischen Grammatikern die Sammlungen der griechischen Schriftsteller, welche sie als mustergültig anerkannten, Quint. inst. rhet. 10, 1, 54. 59; Ruhnken histor. oratt. p. XCIV; bei den K. S. diejenigen heiligen Bücher, welche die Kirche als Richtschnur u. Glaubensregel angenommen hatte, die kanonischen Bücher. – Bei den Gramm. sind κανόνες Regeln, bes. der Declination u. Conjugation, u. Regeln über die Construction, vgl. z. B. Choerobosc. in B. A. 1180. – Κανόνες χρονικοί, chronologische Hauptmomente, welche man als ausgemacht annahm, u. nach denen man die dazwischen liegenden Zeiträume berechnete, Plut. Sol. 27; vgl. D. Hal. 1, 74; a. Sp.
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8 δἡ
δἡ, eine Partikel, welche dazu dient, Begriffe hervorzuheben, und deren Abstammung unsicher ist. Man hat sie mit δέ, mit ἤδη, mit δῆλος, mit δαῆναι, mit dem Latein. jam in Verbindung gebracht; vgl. Curtius Grundzüge der Griech. Etymol. 2, 204. Dutch ein einzelnes Wort läßt sich δή nur selten übersetzen; in der Regel muß es durch die Wortstellung und die Betonung ausgedrückt werden. Da es den hervorgehobenen Begriff nicht selten als eine offenbare, nicht abzuläugnende Thatsache hinstellen will, so kann man es in solchen Fällen zuweilen durch » augenscheinlich«, » offenbar«, » gewiß« übersetzen; zuweilen auch durch »allerdings«, »ja«, »also«, »nun«, »eben«, »grade«, »schon«. In der Regel steht δή unmittelbar hinter dem Worte, welches durch dasselbe hervorgehoben werden soll; doch schließt es sich auch gern an μέν, δέ, τέ, καί, γάρ, γέ, ῥά und ähnliche Wörtchen; auch μὴ δή ist nicht selten, s. z. B. Hom. Iliad. 1, 545. 5, 684. Den Satz beginnt δή in wenigen Verbindungen: δὴ τότε, δή ῥα τότε ( Iliad. 12, 162), δὴ γάρ ( Iliad. 17, 546. 15, 488); Iliad. 19, 342 τέκνον ἐμόν, δὴ πάμπαν ἀποίχεαι ἀνδρὸς ἑῆος; 15, 437 Τεῠκρε πέπον, δὴ νῶιν ἀπέκτατο πιστὸς ἑταῖρος. – Häufig erscheint δή – a) temporell, jetzt eben, schon; oft bei Hom. u. sp. Ep., in Vrbdgn wie δὴ γάρ, denn schon, δὴ πάμπαν; δή ποτε, Iliad. 14, 234, schon einmal; δὴ τότε, da nun, Pind. Ol. 3, 25; auch Tragg., Aesch. Spt. 196; vgl. Ch. 1053; Eur. Tr. 59; οἶσϑα δὴ τὸ πᾶν, nun weißt du Alles, Soph. Phil. 241; bes. bei Zahlbestimmungen, ὀκτὼ δὴ προέηκα ὀιστούς Il. 8, 297; πολλάκι δή, schon oft, 19, 85; ἕκτον δὲ δὴ τόδ' ἦμαρ Eur. Or. 39; ὅσας δὴ μάχας νενικήκατε Xen. An. 6, 5, 23; – πάλαι δή, schon lange, Soph. Phil. 795, u. öfter; καὶ δή, und schon, Il. 15, 251; = ἤδη, Xen. An. 1, 10, 10; Hell. 6, 4, 13; vgl. Aesch. Spt. 455; Ar. Pax 942; auch = so gleich, unverzügl ich, von der unmittelbaren Zukunft, c. fut., Xen. Cyr. 4, 4, 11; Plat. Phaedr. 236 d; so χωρῶμεν δὴ πάντες ἀολλεῖς Soph. Phil. 1455; νῠν δὴ σὺ δηλώσεις Xen. Gyr. 4, 1. 23; – δὴ νῦν, Soph. El. 935; u. allein δή, so eben, von dem unmittelbar Vergangenen, auch c. praes., Ar. Lys. 146. – Auch sonst in Vrbdg mit anderen Zeitpartikeln, ὀψὲ δή, ὕστερον δή, πρὶν δή, νεωστὶ δή, ἐξ οὗ δή, ἐς ὃ δή, Her.; ὁπότε δή, ὅτε δή, u. mit Negationen, οὐκέτι δή, οὐ δή, nicht mehr, σοὶ μὲν γὰρ ἔστι πόλις, ἐμοὶ δ' οὐκ ἔστι δή Eur. Or. 1069. – b) auf das Vorhergehende zurückweisend, zuweilen zur Einführung des Nachsatzes, auch nach εἰ, ἐπεί, u. oft zur Fortsetzung der durch Zwischensätze unterbrochenen Rede, nun, kurz, sofort, vgl. Plat. Conv. 206 b ἔστιν ἄρα συλλήβδην ὁ ἔρως τοῦ τὸ ἀγαϑὸν αὑτῷ εἶναι – ὅτε δὴ τούτου ὁ ἔρως ἐστί, u. Xen. An. 1, 7, 17. So auch μὲν δή, wodurch die Sache als abgemacht hingestellt wird, Aesch. Ag. 1184; τοιαῠτα μὲν δὴ ταῦτα, Prom. 500; Her. 1, 32. u. oft bei Plat., Xen. u. a. Att.; auch καὶ – δή reiht so an, καὶ τὸ μέγιστον δή, und das bedeutendste endlich; so auch καἱ δὴ καί, z. B. Her. 1, 30. Eine Menge Beispiele mit feineren Distinctionen giebt Hartung über diese Partikel Bd. I, S. 245 ff. So steht es oft in der Frage, τοῠ δὴ ἕνεκα ταῦτα λέγω; weswegen denn nun? Plat. Prot. 343 b; zum Ausdinck des Unwillens, Soph. Ant. 899. 722; u. bei Aufforderungen, ἄκουε δή, Aesch. Prom. 633; λέγε δή, Plat. Prot. 312 c; so oft ἄγε δή, εἶα δή, ἴϑι δή, wohlan. – c) determinativ, den Grad od. das Maaß eines Wortes zu bestimmen (vgl. δῆταλ, gerade nur, gar, vollends; bes. 1) nach pronom.; bei personal., um im guten Sinne od. verächtlich die Person hervorzuheben, Soph. Ai. 1205; Her. 1, 115. 3, 155; besoft bei demonstr.; τούτου δὴ ἕνεκα, gerade deswegen, wie διὰ τοῠτο δή; – τὸ λεγόμενον δὴ τοῠτο, nach dem bekannten Sprichwort; bei relativ., οἷος δὴ σύ, sowie eben du, Il. 24, 376; οὗ δὴ ἕνεκα, weswegen eben; – ὅστις δή steigert die Unbestimmtheit, wer es anch sein mag, Xen. An. 4, 7, 25; so auch δή τις; ἄλλοι δή, wer sie auch sein mögen; οὕτω δή τι, ὡς δή τι, Her. 3, 108. 4, 52; Plat. Tim. 26 b; πολὺ δή τι, ich weiß nicht wie viel, Plut. Cim. 1. – 2) bei adjectivis, ebenso steigernd, πολύς, πᾶς, μέγας, u. bes. bei superl., ἠμφιεσμένων ϑαυμαστὰ δὴ ὅσα, wer weiß wie sehr, Plat. Conv. 220 b. – 3) bei verbis, allerdings, bekräftigend; dieser Ausdruck des Gewissen u. Thatsächlichen findet sich bei Partikeln schon bei Ham. u. wird im Attischen sehr geläufig, ἦ δή, ἦ μάλα δή, – οὐ δή, μὴ δή, nur ja nicht; ἴνα δή, damit gerade eben, Il. 28, 207; Her. 1, 32; ἀλλὰ δή, oft Plat.
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9 ἀρτιάκις
ἀρτιάκις, mit 2 od. einer geraden Zahl multiplicirt, Plut. def. orac. 36; ἄρτιος, gerade mal gerade, von den Zahlen, die, mit 2 dividirt, wieder eine gerade Zahl geben, Ggstz περισσάκις, Plat. Parm. 143 e; vgl. Nicom. ar. 1, 8.
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10 ἰθύς
ἰθύς, εῖα (auch ἰϑέα, Her. 2, 17), ύ, ion. u. ep. = εὐϑύς, gerade, gerade entgegengerichtet; ἔγχος, βέλος, Il. 14, 403. 20, 99; sp. D.; εἰς Ἀΐδην ἰϑεῖα κατήλυσις Ep. ad. 443 (X, 3); übertr., gerade, gerecht, aufrichtig, wahrhaft; ἡ ἰϑεῖα, sc. δίκη, der gerechte Richterspruch; δίκαι ἰϑεῖαι, im Ggstz der σκολιαί, Hes. O. 224, vgl. Tb. 86; so auch δίκην ἰϑύντατα εἰπεῖν, am gerechtesten Recht sprechen, Il. 18, 508; ἰϑείῃ τέχνῃ Her. 9, 57; λόγος 1, 118; ἰϑὺς καὶ δίκαιος ἀνήρ 1, 96; den compar. ἰϑύντερος erwähnt Hdn. περὶ μον. λ. p. 21; superl. ἰϑύτατος, App. Hisp. 1. – Adverbial, τὴν ἰϑεῖαν, sc. ὁδόν, grades Weges, z. B. ἔπλεον Her. 7, 193; vgl. Nic. Th. 265. 481; ähnl. ἐκ τῆς ἰϑείης, z. B. ἀπέστησαν, στρατὸν ἐπ' αὐτὸν πέμπειν, gradezu, ganz offen, ohne Rückhalt, Her. 2, 161. 3, 127. – Adv. ist ἰϑύς, gradeaus, grade darauf zu, oft bei Hom., gew. bei Verbis der Bewegung mit dem gen., ἢ ἰϑὺς σῆς μητρὸς ἴω καὶ σοῖο δόμοιο Od. 15, 511, ἰϑὺς κίεν οἴκου, grade auf das Haus zu oder grade hinein, Il. 24, 471; vom Angreifen, ἃς ἰϑὺς Λυκίων, Πατρόκλεις, ἔσσυο καὶ Τρώων Il. 16, 584, ἰϑὺς Δαναῶν ἴομεν, laßt uns gegen die Danaer grade anrücken, 17, 340, öfter; auch ἰϑὺς πρὸς τεῖχος, 12, 137; ohne Casus, οἱ δ' ἰϑὺς ἐφρόνεον, 13, 135, sie wollten grade vorwärts, ἰϑὺς μαχέσασϑαι 17, 168, grad entgegen kämpfen, ἰϑὺς τετραμμένος 227, grade gegen ihn gewendet. Bei Her. so ἰϑύ, z. B. ἰϑὺ τοῦ Ἴστρου ἔπλεον 2, 119; κατ' ἰϑύ, grade gegenüber, 9, 51. S. auch das Folgde.
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11 ἰθύνω
ἰθύνω, ion. u. ep., auch bei andern Dichtern, = εὐϑύνω, gerade machen; ἐπὶ στάϑμην ἴϑυνεν, nach der Richtschnur geradmachen, richten, Od. 5, 245 u. öfter; lenken, von Schiffen, κυβερνήτης ἐνὶ πόντῳ νῆα ϑοὴν ἰϑύνει Il. 23, 317, τὴν δ' ἄνεμός τε κυβερνήτης τ' ἴϑυνεν Od. 11, 10, öfter; ἰϑύνεται ἡ νηῦς ὑπὸ δύο πλήκτρων Her. 1, 194; von Wagen u. Pferden, gerade darauf zu lenken, richten, κεὶσ' ἵππους τε καὶ ἅρμ' ἰϑύνομεν Il. 11, 528; ὅς κ' ἰϑύνοι ἡμιόνους 24, 149; so auch pass., τὼ δ' ἰϑυνϑήτην, 16, 475, sie liefen wieder gerade neben einander; κέντρα πώλοις μεταφέρων ἰϑύνει Eur. Phoen. 184; δρόμον Hipp. 1227; νο-σερὸν κῶλον Ὀρέστου Or. 1016; von Geschossen, βέλος δ' ἴϑυνεν Ἀϑήνη ῥῖνα, lenkte das Geschoß, Il. 5, 290; ἐπ' ἄλλην δ' ἄλλος ἴϑυνεν δόρυ Aesch. Pers. 403; allgemein, Ζεὺς δ' ἔμπης πάντ' ἰϑύνει, Zeus lenkt, regiert Alles, eigtl. bringt Alles in seinen rechten Gang, mit bes. Beziehung auf die Geschoffe, Il. 17, 632; vom Richter, μύϑους ἰϑύνειν, gerechte Aussprüche thun, oder krumme, falsche berichtigen, wieder grade machen, Hes. O. 265; vgl. Callim. Iov. 83; Κύρου δὲ παῖς τέταρτος ἴϑυνε στρατόν Aesch. Pers. 759; ἰϑύνεσϑαι ϑανάτῳ, mit dem Tode bestraft werden, Her. 2, 177; τινὶ τὸ πλέον ἰϑύνειν, durch den Richterspruch zuerkennen, Theocr. 5, 71. – Med., ἀλλήλων ἰϑυνομένων δοῦρα, indem sie die Speere gegen einander richteten, Il. 6, 3, ὀϊστὸν ἰϑύνετο Od. 22, 8, αὐτὰρ ὁ πηδαλίῳ ἰϑύνετο 5, 270, wie auch Hes. Sc. 324 ἰϑύνετο καμπύλον ἅρμα. – [Ι steht kurz Ep. ad. 467 ( Plan. 741, οὐ γὰρ ἄτερ μάστιγος ἰϑύνεται ἵππος ἀγήνωρ.]
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12 ἀρτιάκις
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13 δἡ
δἡ, eine Partikel, welche dazu dient, Begriffe hervorzuheben. Da es den hervorgehobenen Begriff nicht selten als eine offenbare, nicht abzuleugnende Tatsache hinstellen will, so kann man es in solchen Fällen zuweilen durch »augenscheinlich«, »offenbar«, » gewiß« übersetzen; zuweilen auch durch »allerdings«, »ja«, »also«, »nun«, »eben«, »grade«, »schon«. In der Regel steht δή unmittelbar hinter dem Worte, welches durch dasselbe hervorgehoben werden soll; doch schließt es sich auch gern an μέν, δέ, τέ, καί, γάρ, γέ, ῥά und ähnliche Wörtchen; auch μὴ δή ist nicht selten. Häufig erscheint δή. (a) temporell: jetzt eben, schon; δὴ γάρ, denn schon; δή ποτε, schon einmal; δὴ τότε, da nun; οἶσϑα δὴ τὸ πᾶν, nun weißt du alles; πάλαι δή, schon lange; auch = so gleich, unverzüglich, von der unmittelbaren Zukunft; u. allein δή, so eben, von dem unmittelbar Vergangenen. (b) auf das Vorhergehende zurückweisend, zuweilen zur Einführung des Nachsatzes, auch nach εἰ, ἐπεί, u. oft zur Fortsetzung der durch Zwischensätze unterbrochenen Rede: nun, kurz, sofort. So auch μὲν δή, wodurch die Sache als abgemacht hingestellt wird. So steht es oft in der Frage, τοῠ δὴ ἕνεκα ταῦτα λέγω; weswegen denn nun?; zum Ausdruck des Unwillens u. bei Aufforderungen; ἄγε δή, εἶα δή, ἴϑι δή, wohlan. (c) determinativ, den Grad od. das Maß eines Wortes zu bestimmen: gerade nur, gar, vollends; bes. (1) nach pronom.; bei personal., um im guten Sinne od. verächtlich die Person hervorzuheben; bes. oft bei demonstr.; τούτου δὴ ἕνεκα, gerade deswegen; οἷος δὴ σύ, sowie eben du; οὗ δὴ ἕνεκα, weswegen eben; ὅστις δή steigert die Unbestimmtheit: wer es anch sein mag; δή τις; ἄλλοι δή, wer sie auch sein mögen; πολὺ δή τι, ich weiß nicht wie viel. (2) bei adjectivis, ebenso steigernd, πολύς, πᾶς, μέγας, u. bes. bei superl., ἠμφιεσμένων ϑαυμαστὰ δὴ ὅσα, wer weiß wie sehr. (3) bei verbis, allerdings, bekräftigend; Ausdruck des Gewissen u. Tatsächlichen: ἦ δή, ἦ μάλα δή, οὐ δή, μὴ δή, nur ja nicht; ἴνα δή, damit gerade eben -
14 ἰθύνω
ἰθύνω, gerade machen; ἐπὶ στάϑμην ἴϑυνεν, nach der Richtschnur geradmachen, richten; lenken (von Schiffen); von Wagen u. Pferden: gerade darauf zu lenken, richten; auch pass., τὼ δ' ἰϑυνϑήτην, sie liefen wieder gerade neben einander; von Geschossen, βέλος δ' ἴϑυνεν Ἀϑήνη ῥῖνα, lenkte das Geschoss; allgemein, Ζεὺς δ' ἔμπης πάντ' ἰϑύνει, Zeus lenkt, regiert alles, eigtl. bringt alles in seinen rechten Gang, mit bes. Beziehung auf die Geschosse; vom Richter, μύϑους ἰϑύνειν, gerechte Aussprüche tun, oder krumme, falsche berichtigen, wieder grade machen; ἰϑύνεσϑαι ϑανάτῳ, mit dem Tode bestraft werden; τινὶ τὸ πλέον ἰϑύνειν, durch den Richterspruch zuerkennen. Med., ἀλλήλων ἰϑυνομένων δοῦρα, indem sie die Speere gegen einander richteten -
15 ἰθύς
ἰθύς, εῖα ( = εὐϑύς, gerade, gerade entgegengerichtet); übertr., gerade, gerecht, aufrichtig, wahrhaft; ἡ ἰϑεῖα, sc. δίκη, der gerechte Richterspruch; auch δίκην ἰϑύντατα εἰπεῖν, am gerechtesten Recht sprechen. Adverbial, τὴν ἰϑεῖαν, sc. ὁδόν, grades Weges; ἀπέστησαν, στρατὸν ἐπ' αὐτὸν πέμπειν, gradezu, ganz offen, ohne Rückhalt. Adv. ist ἰϑύς, gradeaus, grade darauf zu, gew. bei Verbis der Bewegung mit dem gen., ἰϑὺς κίεν οἴκου, grade auf das Haus zu oder grade hinein; vom Angreifen, ἰϑὺς Δαναῶν ἴομεν, laßt uns gegen die Danaer grade anrücken; ohne Casus, οἱ δ' ἰϑὺς ἐφρόνεον, sie wollten grade vorwärts, ἰϑὺς μαχέσασϑαι, grad entgegen kämpfen, ἰϑὺς τετραμμένος, grade gegen ihn gewendet; κατ' ἰϑύ, grade gegenüber--------------------------------(+ s. ἰθύος) -
16 κανών
κανών, όνος, ὁ, jede gerade Stange, gerader Stab, um etwas gerade, aufrecht od. aus einander zu halten; (1) κανόνες die beiden überkreuz gelegten Hölzer, die zur Ausspannung des Schildrandes dienen, über welche das Leder gespannt ist, welches die Fläche des Schildes bildet, oder zwei Querhölzer oben u. unten auf der inneren Seite des Schildes, an denen der Schildhalter, τελαμών, befestigt war, ehe die Handgriffe, ὄχανα, in Gebrauch kamen. (2) von der webenden Frau, entweder der Garn- oder Weberbaum, od. die Spule zum Aufwickeln des Garnes, auch Geräte der Frauen; nachher auf die Männer übertr. τοῖς ἀνδράσι ἀπόλωλεν ὁ κανὼν ἐκ τῶν οἴκων αὐτῇ λόγχῃ, wo entweder an den Schild zu denken, od. an den Schaft der Lanze. Aber κανόνες αὐλαιῶν sind Gardinenstangen. (3) der Waageballen u. die Waage selbst; die Zunge am Waagebalken. (4) die Rute, als Meßwerkzeug, die Meßrute. Am Gewöhnlichsten jedes Instrument, das dazu dient, eine gerade Richtung hervorzubringen, Lot od. Setzwaage, Richtscheid; Lineal. Übertr. heißt der Glück verheißende Sonnenstrahl κανὼν σαφής. Übh. Richtschnur, Regel, Vorschrift. So hieß eine Statue des Polykleitos κανών, die als Regel für die Schönheitsverhältnisse der menschlichen Gestalt anerkannt wurde; in der Musik das Monochord, nach dem alle übrigen Tonverhältnisse bestimmt wurden; so hießen auch bei den alexandrinischen Grammatikern die Sammlungen der griechischen Schriftsteller, welche sie als mustergültig anerkannten; diejenigen heiligen Bücher, welche die Kirche als Richtschnur u. Glaubensregel angenommen hatte, die kanonischen Bücher. Bei den Gramm. sind κανόνες Regeln, bes. der Deklination u. Konjugation, u. Regeln über die Konstruction. Κανόνες χρονικοί, chronologische Hauptmomente, welche man als ausgemacht annahm, u. nach denen man die dazwischen liegenden Zeiträume berechnete -
17 ὅδε
ὅ-δε, ἥ-δε, τό-δε, dieser, diese, dieses; ἀνδρὶ ὅστις ὅδε κρατέει, der hier herrscht; ἔγχος μὲν τόδε κεῖται ἐπὶ χϑονός, liegt hier auf der Erde; νηῦς δέ μοι ἥδ' ἕστηκεν ἐπ' ἀγροῦ νόσφι πόληος, in die Ferne zeigend, das Schiff steht hier; auch neben κεῖνος, jener dort; κήρυκ' ἀπ' ἀκτῆς τόνδ' ὁρῶ, da sehe ich den Herold. Das Hinweisen auf das zunächst Vorliegende tritt bes. hervor in der Vrbdg οὐκ ἔρανος τάδε γ' ἐστίν, das hier ja ist nicht ein freundschaftliches Mahl; auch mit dem persönlichen Pron. verbunden, ὅδ' ἐγώ, ich hier; ἀλλ' ἄγετ' ἡμεῖς οἵδε περιφραζώμεϑα, laßt uns hier beratschlagen; δῶρα δ' ἐγὼν ὅδε πάντα παρασχεῖν, sc. εἰμί, ich bin hier, dir alle Gaben darzubringen; εἰ τὸν νεκρὸν σὺν τῇδε κουφιεῖς χερί, mit dieser Hand hier, mit meiner Hand. Dieselbe örtliche Beziehung tritt in der Frage nach τίς hervor, τίς ὅδε Ναυσικάᾳ ἕπεται; wer folgt hier der Nausikaa?; τί κακὸν τόδε πάσχετε; was leidet ihr hier?; auch absolut τόδε gebraucht: hierher. Bei Orts- u. Zeitbestimmungen kann es durch unser 'gerade' wiedergegeben werden; αὐτοῦ τῷδ' ἐνὶ δήμῳ, gerade hier im Volke; τανῠν τάδε, gerade jetzt. Auf die Zeit bezogen drückt es die unmittelbare Gegenwart aus: τῇδ' ἐν ἡμέρᾳ, an diesem Tage, d. i. heute; so bes. auch τἀπὸ τοῦδε, von jetzt an, in Zukunft; εὖ νῦν τόδ' ἴσϑι, μηδέπω μεσοῦν κακόν, dies wisse, nämlich daß das Übel noch nicht die Hälfte erreicht hat; ταῦτα μὲν Λακεδαιμόνιοι λέγουσι, was eben angeführt worden, τάδε δὲ ἐγὼ γράφω, was nun folgt; τάδε δή, ὦ Ξενοφῶν, ἃ σὺ ἔλεγες· ἔχονται οἱ ἄνϑρωποι, da haben wir, was du sagtest, da trifft das ein; τῇδε, wie τῇ, dem Fragewort πῇ entsprechend, hier an dieser Stelle, hier; auch = auf diese Weise; auch = deshalb, darum; τοῖςδε, τοισίδε, auf diese Weise, mit diesen Worten -
18 ἥδε
ὅ-δε, ἥ-δε, τό-δε, dieser, diese, dieses; ἀνδρὶ ὅστις ὅδε κρατέει, der hier herrscht; ἔγχος μὲν τόδε κεῖται ἐπὶ χϑονός, liegt hier auf der Erde; νηῦς δέ μοι ἥδ' ἕστηκεν ἐπ' ἀγροῦ νόσφι πόληος, in die Ferne zeigend, das Schiff steht hier; auch neben κεῖνος, jener dort; κήρυκ' ἀπ' ἀκτῆς τόνδ' ὁρῶ, da sehe ich den Herold. Das Hinweisen auf das zunächst Vorliegende tritt bes. hervor in der Vrbdg οὐκ ἔρανος τάδε γ' ἐστίν, das hier ja ist nicht ein freundschaftliches Mahl; auch mit dem persönlichen Pron. verbunden, ὅδ' ἐγώ, ich hier; ἀλλ' ἄγετ' ἡμεῖς οἵδε περιφραζώμεϑα, laßt uns hier beratschlagen; δῶρα δ' ἐγὼν ὅδε πάντα παρασχεῖν, sc. εἰμί, ich bin hier, dir alle Gaben darzubringen; εἰ τὸν νεκρὸν σὺν τῇδε κουφιεῖς χερί, mit dieser Hand hier, mit meiner Hand. Dieselbe örtliche Beziehung tritt in der Frage nach τίς hervor, τίς ὅδε Ναυσικάᾳ ἕπεται; wer folgt hier der Nausikaa?; τί κακὸν τόδε πάσχετε; was leidet ihr hier?; auch absolut τόδε gebraucht: hierher. Bei Orts- u. Zeitbestimmungen kann es durch unser 'gerade' wiedergegeben werden; αὐτοῦ τῷδ' ἐνὶ δήμῳ, gerade hier im Volke; τανῠν τάδε, gerade jetzt. Auf die Zeit bezogen drückt es die unmittelbare Gegenwart aus: τῇδ' ἐν ἡμέρᾳ, an diesem Tage, d. i. heute; so bes. auch τἀπὸ τοῦδε, von jetzt an, in Zukunft; εὖ νῦν τόδ' ἴσϑι, μηδέπω μεσοῦν κακόν, dies wisse, nämlich daß das Übel noch nicht die Hälfte erreicht hat; ταῦτα μὲν Λακεδαιμόνιοι λέγουσι, was eben angeführt worden, τάδε δὲ ἐγὼ γράφω, was nun folgt; τάδε δή, ὦ Ξενοφῶν, ἃ σὺ ἔλεγες· ἔχονται οἱ ἄνϑρωποι, da haben wir, was du sagtest, da trifft das ein; τῇδε, wie τῇ, dem Fragewort πῇ entsprechend, hier an dieser Stelle, hier; auch = auf diese Weise; auch = deshalb, darum; τοῖςδε, τοισίδε, auf diese Weise, mit diesen Worten -
19 τόδε
ὅ-δε, ἥ-δε, τό-δε, dieser, diese, dieses; ἀνδρὶ ὅστις ὅδε κρατέει, der hier herrscht; ἔγχος μὲν τόδε κεῖται ἐπὶ χϑονός, liegt hier auf der Erde; νηῦς δέ μοι ἥδ' ἕστηκεν ἐπ' ἀγροῦ νόσφι πόληος, in die Ferne zeigend, das Schiff steht hier; auch neben κεῖνος, jener dort; κήρυκ' ἀπ' ἀκτῆς τόνδ' ὁρῶ, da sehe ich den Herold. Das Hinweisen auf das zunächst Vorliegende tritt bes. hervor in der Vrbdg οὐκ ἔρανος τάδε γ' ἐστίν, das hier ja ist nicht ein freundschaftliches Mahl; auch mit dem persönlichen Pron. verbunden, ὅδ' ἐγώ, ich hier; ἀλλ' ἄγετ' ἡμεῖς οἵδε περιφραζώμεϑα, laßt uns hier beratschlagen; δῶρα δ' ἐγὼν ὅδε πάντα παρασχεῖν, sc. εἰμί, ich bin hier, dir alle Gaben darzubringen; εἰ τὸν νεκρὸν σὺν τῇδε κουφιεῖς χερί, mit dieser Hand hier, mit meiner Hand. Dieselbe örtliche Beziehung tritt in der Frage nach τίς hervor, τίς ὅδε Ναυσικάᾳ ἕπεται; wer folgt hier der Nausikaa?; τί κακὸν τόδε πάσχετε; was leidet ihr hier?; auch absolut τόδε gebraucht: hierher. Bei Orts- u. Zeitbestimmungen kann es durch unser 'gerade' wiedergegeben werden; αὐτοῦ τῷδ' ἐνὶ δήμῳ, gerade hier im Volke; τανῠν τάδε, gerade jetzt. Auf die Zeit bezogen drückt es die unmittelbare Gegenwart aus: τῇδ' ἐν ἡμέρᾳ, an diesem Tage, d. i. heute; so bes. auch τἀπὸ τοῦδε, von jetzt an, in Zukunft; εὖ νῦν τόδ' ἴσϑι, μηδέπω μεσοῦν κακόν, dies wisse, nämlich daß das Übel noch nicht die Hälfte erreicht hat; ταῦτα μὲν Λακεδαιμόνιοι λέγουσι, was eben angeführt worden, τάδε δὲ ἐγὼ γράφω, was nun folgt; τάδε δή, ὦ Ξενοφῶν, ἃ σὺ ἔλεγες· ἔχονται οἱ ἄνϑρωποι, da haben wir, was du sagtest, da trifft das ein; τῇδε, wie τῇ, dem Fragewort πῇ entsprechend, hier an dieser Stelle, hier; auch = auf diese Weise; auch = deshalb, darum; τοῖςδε, τοισίδε, auf diese Weise, mit diesen Worten -
20 ὀρθός
ὀρθός, gerade; (a) gerade in die Höhe, aufrecht, geradestehend; ὀΐων ἐπεμαίετο νῶτα ὀρϑῶν ἑσταότων, er betastete die Rücken der Schafe, die nicht mehr lagen, sondern auf ihren Füßen standen; ὀρϑῷ ἔστασας ἐπὶ σφυρῷ, übtr., wie noch bestimmter, ἔστασεν ὀρϑούς, wie wir sagen: er stellte sie wieder her, brachte sie vom Krankenlager wieder auf die Beine; δι' ὀρϑῆς τήνδε ναυκληρεῖς πόλιν, glücklich den Staat lenken; von Gebäuden: stehend, im Ggstz des Niedergerissenen; (b) in gerader Richtung fortgehend, in gerader Linie; ὀρϑὸς ἀντ' ἠελίοιο τετραμμένος, der Sonne gerade gegenüber; im Ggstz des Krummen, Schiefen; ὀρϑὴν κελεύεις, geradeaus. Bei den Gramm. ist ἡ ὀρϑή, sc. πτῶσις, casus rectus, der Nominativ; (c) recht, richtig, wahr; auch ὀρϑὰν φυλάσσοισιν Τένεδον, in gutem Zustande; ὀρϑῷ λόγῳ πατήρ, in Wahrheit
См. также в других словарях:
Gerade — Gerade, eine Linie, welche in allen ihren Punkten gleiche Richtung besitzt und welche ihre Lage bei Drehung um zwei ihrer Punkte nicht ändert; sie ist unbegrenzt und strebt auf beiden Seiten einem und demselben unendlich fernen [395] Punkte zu.… … Lexikon der gesamten Technik
Gerade — Gerade, r, ste, adj. et adv. welches in doppelter Gestalt gebraucht wird. 1. Als ein Bey und Nebenwort; den kürzesten Weg zwischen zwey Puncten zu bezeichnen, im Gegensatze dessen, was krumm ist. 1) Eigentlich. Eine gerade Linie, deren Theile… … Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart
gerade — Adj. (Grundstufe) von nicht krummer Gestalt, Gegenteil zu schief Beispiel: Das Bild hängt gerade. Kollokation: eine gerade Linie zeichnen gerade Adv. (Grundstufe) in diesem Moment Synonyme: momentan, augenblicklich, soeben, nun Beispiele: Der… … Extremes Deutsch
gerade — ¹gerade 1. a) geradlinig, in einer Linie, nicht gekrümmt/krumm, pfeilgerade, unverbogen; (bildungsspr.): linear; (emotional): schnurgerade. b) aufgerichtet, aufrecht, gestreckt, kerzengerade, lotrecht, nicht schief, senkrecht; (Bergmannsspr.):… … Das Wörterbuch der Synonyme
Gerade — ¹gerade 1. a) geradlinig, in einer Linie, nicht gekrümmt/krumm, pfeilgerade, unverbogen; (bildungsspr.): linear; (emotional): schnurgerade. b) aufgerichtet, aufrecht, gestreckt, kerzengerade, lotrecht, nicht schief, senkrecht; (Bergmannsspr.):… … Das Wörterbuch der Synonyme
gerade — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Auch: • soeben • genau • geradeaus • geradewegs • nur • … Deutsch Wörterbuch
Gerade [2] — Gerade (gerade Linie), ein Grundbegriff der Geometrie (s.d.), dessen Definition von jeher besondere Schwierigkeiten gemacht hat. Man begnügt sich am besten zu sagen, daß die G. eine Linie ist, die durch zwei beliebige ihrer Punkte vollkommen… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
gerade — 1. Das Bild hängt nicht gerade. 2. Kannst du später noch mal anrufen? Wir sind gerade beim Essen … Deutsch-Test für Zuwanderer
Gerade — Gerade, nach deutschem Recht der Inbegriff desjenigen Mobiliarvermögens der Ehefrauen, welches nicht mit in die Erbmasse eingeworfen wird, sondern vielmehr nur auf verwandte Frauenzimmer vererbt werden kann. Sie werden je nach Verschiedenheit des … Damen Conversations Lexikon
Gerade — Gerade, der Inbegriff von gewissen, durch Gesetz od. Herkommen bestimmten beweglichen Sachen, welche, wenn sie sich im Nachlaß des Ehemannes befinden, ausschließlich seiner Wittwe (volle G., Frauen , Wittwengerade), u. wenn sie zur… … Pierer's Universal-Lexikon
Gerade [1] — Gerade (Rade, von rât, »Vorrat«), im deutschen Rechte diejenige bewegliche Habe, die regelmäßig zur Ausstattung einer Frau gehört, wie Kleidung, Weißzeug, Schmucksachen, Hausgeräte und andre durch Herkommen bestimmte Gegenstände. Nach deutschem… … Meyers Großes Konversations-Lexikon