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1 χλωρός
χλωρός, poet. auch χλοερός u. χλοηρός, – 1) eigtl. von der Farbe der jungen Saat, od. der ersten Keime, blaßgrün, grüngelb; χλωραὶ ῥῶπες Od. 16, 47; χλωρὸν ὄρος h. Apoll. 223; χλοερὸς ὄζος Hes. Sc. 393; auch von der gelben Farbe des Honigs, μέλι χλωρόν Il. 11, 631 Od. 10, 234; – λίβανος, ἐλάται, Pind. frg. 148; χλωραῖς ὑπὸ βάσσαις Soph. O. C. 679; χλωρά τ' ἀκτὰ πολυστάφυλος Ant. 1120; τὸν δόνακι χλωρὸν Εὐρώταν Eur. Hel. 349; ὕλη Hipp. 17; auch χλωρὸς οἶνος, Eur. Cycl. 67, wahrscheinlich derselbe, der bei Ath. I, 26 c κιῤῥός heißt; σίτου ἔτι χλωροῦ ὄντος, als Zeitbestimmung, Thuc. 4, 6. – Uebh. blaß, bleich, farblos, falb; von der Farbe des Stahls, χλωρὸς ἀδάμας Hes. Sc. 231, wie πολιός; bes. χλωρὸν δέος, blasse Furcht, Il. 7, 479 u. öfter, da Furcht bleich macht, Il. 10, 376 ἔστη χλωρὸς ὑπαὶ δείους, wie χλωροὶ ὑπαὶ δείους 15, 4; χλωρῷ δείματι ϑυμὸν πάλλοντο Aesch. Suppl.; ἀχλὺς χλωρή, farblose Finsterniß, Hes. Sc. 265; ὕδωρ Jac. A. P. p. 615; vgl. Sappho 5, 14 in B. A.; χεῦμα Ἀχέροντος Anyte 19 (VII, 486); auch der Sand hat diese Farbe, Soph. Ai. 1043; σῶμα Thuc. 2, 49, in der Krankheit. – 2) ohne Rücksicht auf Farbe, grün, d. i. frisch, im Ggstz zum Trocknen, Dürren, bes. vom Holze, μοχλὸς χλωρός, ῥόπαλον χλωρόν, Od. 9, 320. 379; Ggstz αὖος Hes. O. 745; ἐέρσαι Pind. N. 8, 40; sp. D.; von Früchten, dem ξηρός entgegengesetzt, Ath. II, 53; τυρός, frischer Käse, Ar. Ran. 559 Lys. 23, 6; vgl. Phryn. in B. A. 73; eben so vom frischen eingepökelten Fleisch u. von frischen Fischen, Sp., wie Ath. VI, 309. – Die Uebertr. des Gorgias χλωρὰ καὶ ἔναιμα πράγματα tadelt Arist. rhet. 3. – 3) übrtr., frisch, jugendlich, blühend, kräftig; χλοερὰ μέλεα Theocr. 27, 66; γόνυ 14, 70; so χλωρὸν αἷμα, jugendliches, frisches Blut, Soph. Trach. 1044; Eur. Hec. 124; auch = zart, weich, δάκρυα Eur. Med. 906. 922 Mel. 1205, zarte Thränen, wenn es nicht wie das homerische ϑαλερὸν δάκρυ »vollschwellend«, »reichlich« ist; χλωρὰ δάκρυα auch Anyte 18 (VII, 646); χλωρὰν τέγγει δακρύων ἄχναν Soph. Trach. 844.
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2 χλωρός
χλωρός, (1) eigtl. von der Farbe der jungen Saat, od. der ersten Keime, blaßgrün, grüngelb; auch von der gelben Farbe des Honigs; σίτου ἔτι χλωροῦ ὄντος, als Zeitbestimmung. Übh. blaß, bleich, farblos, falb; von der Farbe des Stahls; bes. χλωρὸν δέος, blasse Furcht, da Furcht bleich macht; ἀχλὺς χλωρή, farblose Finsternis; auch der Sand hat diese Farbe; σῶμα, in der Krankheit; (2) ohne Rücksicht auf Farbe, grün, = frisch, im Ggstz zum Trocknen, Dürren, bes. vom Holze; von Früchten, dem ξηρός entgegengesetzt; τυρός, frischer Käse; eben so vom frischen eingepökelten Fleisch u. von frischen Fischen; (3) übrtr., frisch, jugendlich, blühend, kräftig; χλωρὸν αἷμα, jugendliches, frisches Blut; auch = zart, weich; δάκρυα, zarte Tränen -
3 πορφύρω
πορφύρω, sich purpurn färben, purpurroth aussehen; οἴνῳ πορφύροις, von der rothen Farbe des Weines, Theocr. 5, 125; πορφύροντα καὶ ἄνϑεσι μαρμαίροντα, Opp. Cyn. 3, 347. 2, 597 (vgl. πορ-φυρέω); – bes., wie πορφύρεος (w. m. s.), von der dunkelrothen, bräunlichen Farbe des bewegten, unruhigen Meeres, das im Mittelmeere die Farbe hat, ὡς ὅτε πορφύρῃ πέλαγος μέγα κύματι κωφῷ, Il. 14, 16, wie wenn sich das Meer mit dumpfem Gewoge purpurn erhebt; u. übtr., πολλὰ δέ οἱ κραδίη πόρφυρε μένοντι, Il. 21, 551, vgl. Od. 4, 427. 572. 10, 309, unruhig bewegte sich ihm sehr das Herz (vgl. καλχαίνω), wo nur der unruhige Gemüthszustand, die tiefe Aufregung damit beschrieben wird, und der Begriff der Farbe ganz zurücktritt; Andere erkl. das Herz bewegte, wälzte vielerlei Gedanken hin u. her; bei Ap. Rh. übh. nachdenken, denken, οὔτε τιν' ἄλλον ὀΐσσατο πορφύρουσα ἔμμεναι ἀνέρα τοῖον, 3, 456, πορφύρουσα, οἷον ἑῇ κακὸν ἔργον ἐπεξυνώσατο βουλῇ, 3, 1162. – Bei Nonn. auch = mit Purpur färben.
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4 πορφύρω
πορφύρω, sich purpurn färben, purpurrot aussehen; οἴνῳ πορφύροις, von der roten Farbe des Weines; wie πορφύρεος, von der dunkelroten, bräunlichen Farbe des bewegten, unruhigen Meeres, das im Mittelmeere die Farbe hat; ὡς ὅτε πορφύρῃ πέλαγος μέγα κύματι κωφῷ, wie wenn sich das Meer mit dumpfem Gewoge purpurn erhebt; u. übtr., πολλὰ δέ οἱ κραδίη πόρφυρε μένοντι, unruhig bewegte sich ihm sehr das Herz (vgl. καλχαίνω), wo nur der unruhige Gemütszustand, die tiefe Aufregung damit beschrieben wird, und der Begriff der Farbe ganz zurücktritt; andere erkl. das Herz bewegte, wälzte vielerlei Gedanken hin u. her; übh. nachdenken, denken; auch = mit Purpur färben -
5 χρώς
χρώς, ὁ, gen. χρωτός, ep. u. ion. χροός, χροΐ, χρόα; so immer Hom., der nur einmal χρωτός, Il. 10, 575, u. χρῶτα Od. 18, 172. 179 hat, wie Hes. O. 558; der att. dat. χρῷ kommt nur in der einen Verbindung ἐν χρῷ vor, s. unten; den accus. χρῶ hat Sapph. 2, 10; vgl. χρόα, χροιά, χρῶμα; – die Oberfläche eines Körpers, bes. des menschlichen Leibes, dah. die Haut, auch der Leib selbst; οὔ σφι λίϑος χρώς, οὐδὲ σίδηρος Il. 4, 510; καὶ γάρ ϑην τούτῳ τρωτὸς χρώς 21, 563; τῶν δὲ τράπετο χρώς, die Haut wandte, änderte, entfärbte sich, 17, 733, vgl. 13, 279; aber αἰεὶ τῷδ' ἔσται χρὼς ἔμπεδος, 19, 33, von dem todten Patroklus, dessen Leib Thetis gegen Verwesung zu sichern verspricht; vgl. οὐδέ τί οἱ χρὼς σήπεται 24, 414; φϑινύϑει δ' ἀμφ' ὀστεόφι χρώς Od. 16, 145; χρῶτ' ἀπονιψαμένη 18, 172; παιδὸς ἀπὸ χροὸς ἤρκεσ' ὄλεϑρον Il. 15, 534; ἐγχείη ἱεμένη χροὸς ἄμεναι, ἆσαι, 21, 70. 168; ἀκρότατον δ' ἄρ' ὀϊστὸς ἐπέγραψε χρόα 4, 139; ἵεντ' ἀλλήλων ταμέειν χρόα νηλέϊ χαλκῷ 13, 501, u. öfter so von Verwundungen; häufig auch περὶ χροῒ ἕννυσϑαι, δύνειν, um die Haut od. den Leib anziehen, κακὰ χροῒ εἵματ' ἔχοντα Od. 14, 506; auch im Ggstz der Knochen, die Haut und das darunterliegende Fleisch, Od. 16, 145, s. oben; u. so bes. bei den Ioniern, Hippocr. – Χρῶτα λάμπει Pind. I. 3, 41, χροῒ ϑερμῷ N. 8, 28. – Haut und deren Farbe, Aesch. ἀμείβων χρῶτα πορφυρέᾳ βαφῇ Pers. 309; ὅπως μηδεὶς κείνου πάροιϑεν ἀμφιδύσεται χροΐ Soph. Trach. 602; ἱδρὼς ἀνῄει χρωτί 764; ἵνα διασπάσωμαι καὶ καϑαιμάξω χρόα Eur. Hec. 1126; ῥῖπτε ἀπὸ χροὸς ἱεροὺς στολμούς Troad. 257, und öfter; στεῖλαί νυν ἀμφὶ χρωτὶ πέπλους Bacch. 819, u. auch in dieser Form öfter; τί χρὼς τέτραπται Ar. Lys. 127; den plur. χρῶτας hat D. Hal. – Sprichwörtlich ἐν χρῷ, dicht an der Haut, wie κείρειν od. ξυρεῖν ἐν χροΐ, Her. 4, 175, das Haar dicht an der Haut kahl scheeren, Xen. Hell. 1, 7,8; ξυρεῖ ἐν χρῷ, es brennt auf der Haut, thut sehr weh, Soph. Ai. 773; ἐν χρῷ παραπλέοντες, ganz in der Nähe, Thuc. 2, 84; ἐν χρῷ μάχεσϑαι, Mann an Mann kämpfen, ἐν χρῷ συνάπτειν μάχην Plut. Thes. 27; übh. ἐν χρῷ τινος, in der unmittelbaren Nähe wovon, dicht dabei, hart daran, vgl. C. F. Herm. Luc. de conscr. hist. 24 p. 158; Jac. Ach. Tat. p. 675; ἡ ἐν χρῷ συνουσία, vertrauter Umgang, enge Bekanntschaft, Luc. adv. ind. 3, u. in ähnlichen Vrbdgn öfters bei Sp. – Die Farbe der Haut od. des Leibes, wie das hom. χρὼς τρέπεται, die Gesichtsfarbe ändert sich, von Solchen, die plötzlich blaß werden, Il. 13, 279. 284. 17, 733 Od. 11, 529. 21, 413; – übh. die Farbe.
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6 ψᾱρός
ψᾱρός, eigtl. von der Farbe des Staars, staargrau, übh. grau, aschgrau, gesprenkelt; ἵππος Ar. Nubb. 1224 (ποικίλος, σποδοειδής, die Erkl. ταχύς ist wohl falsch); Arist. H. A. 9, 49; Ael. H. A. 12, 28; von ποικίλος unterschieden, dieses bezeichnet Mehrfarbigkeit, jenes Abstufungen derselben Farbe, Grau in Grau, wie die Farbe der Staare ist, dah. es Plin. H. N. 10, 29 durch concolor übersetzt.
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7 κύανος
κύανος, ὁ, dunkelblau angelaufener Stahl, zur Verzierung bei Metallarbeiten, bes. bei Waffen u. Rüstungen angewendet; so laufen über Agamemnons Brustpanzer δέκα οἶμοι μέλανος κυάνοιο, zehn Streifen dunkles, blaues Stahls, Il. 11, 24, wie auf Herakles' Schilde πτύχες κυάνου Hes. Sc. 143; auch an der Wand kommt ein solcher Fries vor, ϑριγκὸς κυάνοιο, Od. 7, 87; obwohl schon alte Erkl. in den homerischen Stellen nur die dunkelblaue Farbe ohne Bezeichnung des Stoffes verstanden. – Von der Farbe heißen so – a) die blaue Kornblume, gew. ἡ κύανος, Mel. 1 (IV, 1, 40) u. a. Sp. – b) der Lazurstein, Plat. Phaed. 113 b, wo κυανός accentuirt ist, eine Accentuation, die sich auch sonst findet; Luc. Lexiph. 22; Diosc. u. A.; auch blauer Kupferocker; blaue Farbe zum Anstreichen, Paus. 5, 11, 2. – c) die blaue Amsel; Arist. H. A. 9, 21; Ael. N. A. 4, 59. – Ein compar., κυανώτερος ϑανάτου πτύελος, Luc. philopatr. 21; κυανώτατον νᾶμα Philostr. – [Υ, welches an sich kurz ist, wird in Zusammensetzungen von Dichtern zuweilen lang gebraucht, wenn noch zwei Kürzen darauf folgen.]
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8 γλαυκός
γλαυκός (γλαύσσω, λεύσσω), bläulich glänzend, zunächst wohl vom Glanz des unbewölkten Himmels; die Farbe γλαυκόν entsteht nach Plat. Tim. 68 c κυανοῠ λευκῷ κεραννυμένου. So heißt das Meer Iliad. 16, 34 γλαυκὴ ϑάλασσα, auffallender Weise die einzige Stelle im Hom., an welcher das Wort γλαυκός erscheint, vgl. Scholl. Aristonic.; daneben Γλαύκη Eigenname Iliad. 18, 39, Γλαῦκος Eigenname Iliad. 6, 119, γλαυκῶπις oft Hom., γλαυκιάω Iliad. 20, 172. Bei Hesiod. Th. 440 substantivisch ἡ γλαυκή = das Meer, τοῖς οἳ γλαυκὴν δυςπέμφελον ἐργάζονται, vgl. Scholl. Iliad. 16, 34. Auch der Eigenname Γλαύκη Iliad. 18, 39 geht auf die Farbe des Meeres. Aehnlich λίμνη Soph. frg. 341. 423; ἅλς, οἶδμα ἅλιον, Eur. Hel. 407. 1517; κῦμα Ar. Th. 45; vgl. Ran. 665 Av. 1339; δράκοντες Pind. Ol. 8. 37, was der Schol. φοβεροί, φοβερόφϑαλμοι erkl., also vom funkelnden, hellen Blick des grünlichblauen Auges, vgl. γλαυκῶπις u. γλαυκὰ Ἀϑάνα Eur. Her. 754; von den Augen Her. 4, 108 u. Sp. – Ebenfalls auf grünlich-blaue Farbe gehend ἐλάα Soph. O. C. 706; Eur. I. T. 1101; ὀπώρα Tr. 700; χλόη Eur. Suppl. 258; vom Glase Antiphil. 6 (VI, 250). – Bloß = glänzend, leuchtend; ἠώς Theocr. 16, 5; Σελήνη Dionys. 2; ἀστέρες Himer. Eclog. 13, 37.
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9 ψᾱρός
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10 προς-ανα-χρώννῡμι
προς-ανα-χρώννῡμι (s. χρώννυμι), Einem eine Farbe, einen Anstrich geben, u. übertr., Einem durch Annäherung Etwas mittheilen; im med. sich durch Reiben woran eine Farbe geben, u. übertr., sich nähern, mittheilen; Plut. öfter. z. B. adv. Stoic. 2.
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11 περκνός
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12 φοίνιξ
φοίνιξ, ῑκος, ὁ (s. nom. pr.), 1) der Purpur, die Purpurfarbe, weil die Erfindung und der früheste Gebrauch des Purpurs den Phöniciern zugeschrieben wurde; Il. 4, 141. 6, 219 Od. 23, 201 u. sonst; übh. die Röthe, τὸν ὑπὸ βλεφάροις φοίνικα Eur. Phoen. 1495. – 2) die Palme, der Palmbaum; Od. 6, 163; h. Apoll. 117; φοίνικος ἔρνος Pind. frg. 45; Eur. Hec. 458 I. T. 1099. Man unterscheidet die männliche und die weibliche Palme, ὁ φοίνιξ ἔρσην u. ἡ φοίνιξ βαλανηφόρος, Her. 1, 193; doch steht auch für letztere oft ὁ φοίνιξ, vgl. 4, 172. 182. 183, Xen. An. 2, 3,14 ff. – Auch die Palmfrucht, die Dattel, bes. Sp. – 3) ein von den Phöniciern erfundenes musikalisches Instrument, Her. 4, 192, Ath. 637 b, auch φοινίκιον. – 4) der ägyptische Wundervogel Phönix, Hes. frg. 50, 4, Her. 2, 73. – 5) eine Grasart, auch ῥοῦς u. ἀγχίνωψ genannt, Diosc. – 6) als adj., purpurroth; bei Hom. Il. 23, 454 von der Farbe eines röthlich braunen Pferdes; von der Farbe des Feuers, φοίνιξ πυρὸς πνοά Eur. Troad. 832; dazu das bes. fem. φοίνισσα, s. unten. – [Ι ist in den dreisylbigen Casus immer lang, im Nominativ aber betrachteten manche Grammatiker diese Länge nur als Positionslänge und accentuirten deshalb φοῖνιξ, s. Schäf. Hes. O. 69 und zu Soph. Phil. 562.]
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13 χροιά
χροιά, ἡ, ep. u. ion. χροιή, att. χροία u. χρόα, Lob. Phryn. p. 416, – 1) die Oberfläche eines Körpers, bes. des menschlichen Leibes, die Haut; der Körper, Leib selbst; εἴ πως ἱμείραιτο παραδραϑέειν φιλότητι ᾑ χροιῇ Il. 14, 164; κατὰ χροιὴν ῥέει ἱδρώς Theogn. 1071; ὄζειν τῆς χρόας ἔφασκεν ἡδύ μου Ar. Plut. 1020. – 2) die Oberfläche als etwas Gefärbtes, die Farbe selbst, bes. die Farbe der Haut; χροιᾶς ἀμείψεις ἄνϑος Aesch. Prom. 23; χροιὰν ἀλλάξασα Eur. Med. 1168; λευκὴν χροιὰν ἔχεις Bacch. 457; ὠχρά Ar. Nub. 1003, u. öfter; Plat. Conv. 196 a u. öfter, immer in der Form χρόα. – Bei den Pythagoreern die Fläche od. die Gränze jedes Körpers. – In der Musik ein gewisses Tongeschlecht, wie χρῶμα, Plut. de mus. 34.
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14 χρῶμα
χρῶμα, τό, 1) eigtl. die Oberfläche eines Körpers, bes. des menschlichen Leibes, die Haut, διὰ χρώματος Hippocr.; – der Leib selbst, Polem. 1, 19. – 2) die Farbe der Oberfläche, bes. der Haut; Her. 2, 32. 3, 101; Eur. El. 526; χρῶμα ἀλλάσσειν Phoen. 1246, wie μεϑιστάναι τοῦ χρώματος Ar. Eq. 399; παντοδαπὰ χρώματα ἀφιέναι Plat. Lys. 222 b; übh. Farbe, Phaed. 113 b Theaet. 153 d u. Sp.; auch Schminke. – Eine syrische Farbewurzel, Theophr. – Uebertr., der Schmuck der Rede, colores orationis, Plat. Rep. X, 601 a. – In der Tonkunst ein bes. Tongeschlecht, was sich durch die besondere Vertheilung der Töne des Tetrachords von dem diatonischen u. enharmonischen unterscheidet, Music. – S. auch χρόα.
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15 χλωρηΐς
χλωρηΐς, ΐδος, ἡ, bes. poet. fem. zu χλωρός, = χλωρά; bei Hom. Beiwort der Nachtigall, χλωρηῒς ἀηδών Od. 19, 518, von der Farbe, falb, fahl, vgl. χλωραύχην, nach Andern aber die im Grünen, im Laube od. Gebüsche sich aufhaltende, ἡ ἐν χλωροῖς διατρίβουσα. Es ist nicht nöthig, die erstere Erkl. aufzugeben, weil die Farbe nicht genau auf unsere Nachtigall paßt, da Hom. leicht eine andere Art beschreiben konnte. S. auch χλωρός.
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16 καλάϊνος
καλάϊνος, oder richtiger καλλάϊνος (vgl. κάλλαια, denn die Farbe scheint nicht nach dem folgenden Edelsteine benannt, sondern umgekehrt), blau und grün schillernd, χρῶμα Diosc., wie die Federn des Hahns, ἀλέκτωρ ἔστα καλλαΐνᾳ πτέρυγι Mel. 123 (VII, 428); das lat. venetus, Lyd. de mens. 3, 26. 4, 25; unverständlicher, aber wohl auch auf die Farbe gehend, πλινϑίς Phani. 3 (VI, 295); s. aber Schneider ecl. phys. 2 p. 91.
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17 εὔ-χροος
εὔ-χροος, zsgz. εὔχρους, von guter, gesunder Farbe, gesundem Aussehen, Xen. Lac. 5, 8; Arist. u. Folgende; εὔχρους χρόα, schöne Farbe, Theophr., wie χρώματα εὔχροα Philoch. Ath. XIV, 638 a; εὐχροώτερος, Xen. Cyr. 8, 1, 41; εὐχρούστερος, Arist. probl. 2, 30 u. Theophr.; s. Lob. Phryn. p. 143. Vgl. εὔχρως.
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18 βαφή
βαφή, ἡ, das Eintauchen, a) in Farbe, Färbung, Aesch. Pers. 309; plur., Ag. 230 u. öfter; Plat. Rep. IV, 430 a u. Folgde; die Farbe, Luc. D. Mort. 18, 2. – b) des glühenden Eisens in kaltes Wasser, um es zu härten, die Stählung, χαλκοῦ Aesch. Ag. 598; Soph. Ai. 637 u. Sp., wie Plut. Alex. 31; καὶ στόμωμα Gryll. 4 E. Uebertr., Kraft des Weines, Plut. Symp. 3, 3.
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19 λευκός
λευκός, ( ΔΥΚ, luc-is), licht, leuchtend, glänzend, hell; αἴγλη, heller Glanz, Od. 6, 45; λευκὸν ἠέλιος ὥς, leuchtend wie die Sonne, Il. 14, 185; von hellglänzenden Metallen, λευκὸς λέβης, ein blanker Kessel, Il. 23, 268; λευκὸν ἦμαρ, Aesch. Pers. 293 Ag. 654, s. unten; λευκὸν.εὐάμερον φάος, Soph. Ai. 694; αἰϑήρ, der lichte, klare Aether, Eur. Andr. 1229; χρυσός, Her. 1, 50. – Dah. klar, rein, ὕδωρ, Il. 23, 282 Od. 5, 70; Hes. O. 741; Aesch. Suppl. 23; γαλήνη, heitere, klare Meeresstille, Od. 10, 94; νᾶμα, Eur. Herc. Fur. 573, vgl. Mel. 1352 u. Sp., wie Callim. Iov. 19. – Gew. weiß, von der Farbe, Ggstz μέλας, Il. 3, 103; Plat. Rep. VII, 523 d u. A.; bes. γάλα, Il. 4, 434; Pind. N. 3, 74; Aesch. Pers. 603 u. sonst gew.; Schaum, Eur. Med. 1174; vom Schnee, λευκότεροι χιόνος, Il. 10, 431; vgl. Soph. Ant. 114 u. Plat. γύψου ἢ χιόνος λευκοτέρα, Phaed. 110 c; ὀδόντες, Il. 10, 263 u. öfter, wie ὀστέα, 16, 347 u. öfter, wie vom Elfenbein, ἐλέφας, 5, 583; Pind. N. 7, 78; vom Mehl, ἄλφιτα, Il. 18, 560 u. öfter; auch κρῖ λευκόν, 5, 196; von der weißen Hautfarbe, 11, 573 u. öfter zur Bezeichnung zarter Schönheit, πῆχυς, 5, 314; παρειά, Soph. Ant. 1224; παρηΐς, Eur. Med. 923; σάρξ, 1189 El. 823; δέρη, I. A. 875; auch πούς, Bacch. 664. 861, in welcher Vbdg man es auch »nackt« erkl.; auch vom Staube, Il. 5, 503; vom Marmor, Παρίου λίϑου λευκοτέρα στήλη Pind. N. 4, 81; von Gewändern, φᾶρος, Il. 18, 353; auch ἱστία, Od. 2, 426 u. öfter; πεπλώματα, Aesch. Suppl. 701 u. A., wie στολή, Plat. Legg. XII, 947 b; vgl. λευκὸν ἀμπέχει Ar. Ach. 988, wobei zu bemerken, daß weiß die Farbe der Freude ist; vom Haar, λευκὰς κόρσας, Aesch. Ch. 280; ἐξ ὅτου λευκὴν ἐγὼ τήνδ' ἐκ μελαίνης ἀμφιβάλλομαι τρίχα Soph. Ant. 1079; daher γῆρας, Ai. 613; vgl. λευκὸν κρᾶτα Eur. Suppl. 289, ὦ λευκὰ γήρᾳ σώματα Herc. Fur. 910; τῶν πρεσβυτέρων αἱ λευκαὶ τρίχες ἐμελαίνοντο Plat. Polit. 270 e. Auch χρυσός, Her. 1, 50 von legirtem Golde, im Ggstz von ἄπεφϑος; τὸ λευκὸν τοῦ ὠοῦ, das Weiße des Eies, Arist. gen. anim. 3, 2. 4, 4, τὸ λευκὸν τοῦ ὀφϑαλμοῦ, das Weiße im Auge u. ä., wie bei uns. – Weiß gilt aber auch als Zeichen der Weichlichkeit u. Schwäche eines im Schatten erzogenen, nicht im Freien von der Sonne gebräunten Leibes, daher blaß, bleich, Vorwurf, λευκοὺς τοὺς δειλοὺς ὀνειδίζουσιν, Paroemiogr. App. 3, 61, οὐδὲν ἀνδρῶν λευκῶν ὄφελος ἢ σκυτοτομεῖν, ib. 4, 35. Vgl. Ar. Th. 191 Eccl. 428; Xen. Hell. 3, 4, 19; u. so ist λευκαὶ φρένες, Pind. P. 4, 109, ein schwacher, leichtbethörter Sinn, oder der Leichtsinn, der ernster Tiefe ermangelt. – Λευκὸν erkl. B. A. 50 auch ἀγαϑόν, denn das Weiße ist Glück verheißend, u. λευκὴ ψῆφος, das freisprechende Stimmsteinchen, vgl. Diogen. 6, 8; Luc. Harm. 3. Daher ἡ λευκὴ ἡμέρα, der glückliche Tag, Mein. Men. p. 107; ἡ ἐπ' εὐφροσύνῃ, Paroemiogr. App. 3, 60; vgl. Plut. Pericl. 27 u. Lob. zu Phryn. p. 473. S. auch die oben aus den Tragg. angeführten Stellen. – Uebertr. auch = einleuchtend, klar, leicht zu verstehen, στίχος, Philp. 44 (XI, 347); οὐχὶ λευκὰ σὺ ἐρεῖς σαφέστερόν ϑ' ὃ βούλει bei Ath. IX, 383 a; λευκότερόν τινι διαλεχϑῆναι Heliod. 5, 20. – Τὸ λευκὸν εἰδέναι, Ar. Equ. 1279, weiß und schwarz unterscheiden können. – Von der Stimme, hell, klar, rein, Arist. top. 1, 15; Poll. 2, 117 erkl. ἐκκεκαϑαρμένη; vgl. S. Emp. adv. mus. 40. – Adv. λευκῶς, Sp.
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20 αὐτό-χροος
αὐτό-χροος, mit eigener, natürlicher Farbe, μέλαν Plut. qu. Rom. 26; von einerlei Farbe, χλαμύς, dem περιπόρφυρος entgegstzt Plut. de Alex. fort. I, 8.
См. также в других словарях:
Farbe — Farbe: Mhd. varwe, ahd. farawa, niederl. verf ist eine Substantivbildung zu dem im Nhd. untergegangenen Adjektiv mhd. var, varwer, ahd. faro, farawēr »farbig«. Dieses Adjektiv gehört zu der idg. Wurzel *perk̑ »gesprenkelt, bunt«, zu der sich z.… … Das Herkunftswörterbuch
Farbe — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Auch: • Anstrich Bsp.: • Welche Farbe hat dieses Glas? • Ich kaufte eine Dose rote Farbe. • Was ist deine Lieblingsfarbe? • Welche Farbe haben deine Augen? … Deutsch Wörterbuch
Farbe — Farbe, 1) (lat. Color). s. Farben; 2) (Pigment), ein farbiger, auf einen andern aufgetragener Körper. Die F n sind natürliche, von der Natur gerade so geboten, künstliche, erst aus andern Körpern auszuziehende od. durch eine bes. Behandlung der… … Pierer's Universal-Lexikon
Farbe — Sf std. (8. Jh.), mhd. varwe, var, ahd. far(a)wa Stammwort. Aus g. * farwa /ō mf. Form, Gestalt, Farbe , auch in gt. farwa (Dat. Sg.) Gestalt . Vermutlich mit Wechsel von ig. kw zu g. f vor Labial aus voreinzelsprachl. * kwor wo zu ig. * kwer w… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Farbe — Farbe, s. Farben. – In der Gerberei die Lohbrühe, s. Leder; in der Jägersprache der Schweiß (das Blut) bei Hochwild … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Farbe — Farbe, in der Physik der Eindruck, welchen die Lichtstrahlen je nach der Länge ihrer Wellen auf das Auge machen (s. Farbenlehre); außerdem die Beschaffenheit eines Körpers, infolge deren er nur bestimmte Lichtstrahlen zurückwirft oder durchläßt,… … Kleines Konversations-Lexikon
Farbe — Farbe, im subjectiven Sinne, nennt man die specifisch verschiedenen Empfindungen, welche die von den Gegenständen zu unserm Auge gelangenden verschiedenartigen Lichtstrahlen in demselben hervorbringen, u. welche Empfindungen wir mit roth, gelb,… … Herders Conversations-Lexikon
Farbe — Buntstifte in verschiedenen Farben Farbe ist eine individuelle visuelle Wahrnehmung die durch Licht, das in dem für das menschliche Auge sichtbaren Bereich liegt, hervorgerufen wird. Die für den Menschen sichtbaren Farben liegen in dem Bereich… … Deutsch Wikipedia
Farbe — Schon früh stand Farbe für die Gesichtsfarbe als Zeichen von Gesundheit und Vitalität, so z.B. in Gottfried von Straßburgs ›Tristan‹ (um 1210): »sîn varwe und al sîn kraft began an sînem lîbe swachen« und auch bei Walther von der Vogelweide… … Das Wörterbuch der Idiome
Farbe — Färbemittel; Beize; Ton; Schattierung; Nuance; Tönung; Kolorit; Farbton; Schimmer * * * Far|be [ farbə], die; , n: 1. vom Auge wahrgenommene Tönung von etwas … Universal-Lexikon
Farbe — 1. An der farb erkennt man das Tuch, am geschmack den Wein, am geruch die Blume, am reden den Mann. – Lehmann, 917, 16; Sailer, 95. 2. Die farb ist gut, wie er sonst halt sein mag. – Eyering, I, 670. »Diess sprichwort sagt von denen fein, die an… … Deutsches Sprichwörter-Lexikon