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1 ἔνθεν
ἔνθεν, 1) demonstr., von da, – a) vom Orte, daher, von dorther, Hom. u. Folgde. Von der Abstammung, γένος δ' ἐμοὶ ἔνϑεν, ὅϑεν σοί Il. 4, 58; ἔνϑεν καὶ ἔνϑεν, von da und dort, von beiden Seiten, Soph. Ai. 712 (ἔνϑεν κἄνϑεν); Her. 4, 175; Plat. Prot. 315 b Tim. 46 c; ἔνϑεν τε καὶ ἔνϑεν Thuc. 7, 81, wie Plat. Critia. 117 c; ἔνϑεν μὲν – ἔνϑεν δέ, von dieser Seite – von jener Seite, Xen. An. 3, 5, 7; c. gen., Thuc. 2, 76; δρέπανα ἔνϑεν καὶ ἔνϑεν τῶν τροχῶν, von beiden Seiten der Räder, Xen. Cyr. 6, 1, 30, vgl. 8, 3, 9 An. 4, 3, 28. – b) von der Zeit, von da an, darauf, Il. 13, 741; τὰ δ' ἔνϑεν, das darauf Folgende, das Weitere, Aesch. Ag. 239; Soph. O. C. 477 u. sp. D. – Vom Grunde, daher, deswegen, Aesch. Eum. 689; Eur. El. 38 u. Sp., wie Antip. Sid. 88 (VII, 4251. – 2) relat., vom Orte, von wo, woher; ἕζετο δ' ἐν κλισμῷ, ἔνϑεν ἀνέστη Il. 24, 597; auch δέπα, ἔνϑεν ἔπινον, aus welchen sie tranken, Od. 19, 62, wie οἶνος, ἔνϑεν ἔπινον, wovon sie tranken, 4, 220; folgde Dichter u. Prosa, ἔνϑεν ἦν γεγώς Soph. O. R. 1393; εἰς τὸν σταϑμὸν ἔνϑεν ὥρμηντο Xen. An. 1, 10, 1; mit Auslassung des demonstr., worauf es sich bezieht, ἄξουσιν ἔνϑεν ἕξουσι τὰ ἐπιτήδεια 2, 3, 6.
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2 ὥς
ὥς, adv. des demonstr. Pronomens, von dem alten demonstr. Pron. ὅς, = οὕτως, ὧδε, 1) auf diese Art, auf diese Weise, so, also; oft bei Hom. ἃς εἰπών, ἃς γὰρ ἄμεινον u. ä.; u. übh. bei den Dichtern, wie Pind.; εἰ πάντα δ' ἃς πράσσοιμι ἄν Aesch. Ag. 904; ὥς τις ἀκτὰ κλονεῖται, ἃς καὶ τόνδε ἆται κλονέουσιν Soph. O. C. 1244; Eur. El. 155 Hipp. 1054, vgl. Valck. Phoen. 841; auch in der ion. Prosa, Her. 3, 13. 6, 76. – In der Verbindung καὶ ὥς und negativ οὐδ' ὥς, μηδ' ὥς betonten die Alten das Wort als Perispomenon, καὶ ὧς, οὐδ' ὧς, μηδ' ὧς, s. Lehrs Quaest. Ep. p. 63 Sengebusch Offener Brief an Rost S. 74; Imm. Bekker hat diese Betonung in den Hom. wieder eingeführt; καὶ ὥς, Bekker καὶ ὧς, auch so, auch unter diesen Umständen, gleichwohl, dennoch, wie ὅμως, Il. 1, 116. 3, 159. 4, 322. 8, 56. 11, 720 u. sonst; ο ὐ δ ' ὥς, Bekker οὐδ' ὧς, auch so nicht, auch unter diesen Umständen nicht, dennoch nicht, 7, 263. 9, 351. 587. 11, 841 Od. 1, 6. 2, 23 u. sonst; οὐδέ κεν ὥς Il. 9, 386. In diesen Vrbdgn auch in att. Prosa, Thuc. 1, 44, öfter, Xen. Cyr. 3, 3,11, Isocr. 4, 139, u. bei Sp., wie App. Hisp. 9, 16. – Ueber ἃς δ' αὔτως s. ὡςαύτως. – 2) häufig ist auch die Verbindung zweier Sätze durch ὡς – ὥς, wie das oben aus Soph. angeführte Beispiel; εἰ γὰρ ἐγὼν ἃς εἴην ἀϑάνατος – ὡς – Il. 8, 538; aber nicht bloß von der gleichen Beschaffenheit, sondern auch von der Gleichzeitigkeit od. unmittelbaren Aufeinanderfolge zweier Handlungen, s. Valck. Phoen. 1437; ὡς ἥψατο γούνων, ἃς ἔχετ' ἐμπεφυυῖα, wie sie seine Kniee berührt hatte, so hielt sie sich auch fest daran, Il. 1, 512; ὡς ἴδεν, ὥς μιν ἔρως πυκινὰς φρένας ἀμφεκάλυψεν, wie er sie erblickte. so umnebelte ihm auch Liebe die Sinne, 14, 294; Theocr. ὡς ἴδον, ἃς ἐμάνην, ὥς μευ περὶ ϑυμὸς ἰάφϑη 2, 82, vgl. 3, 42, wo man freilich auch das zweite u. dritte ὡς als Ausruf nehmen kann: wie ich ihn erblickte, wie ras'te ich! wie wurde die Seele mir verwundet! Auch Plat., ὥςπερ οἱ γραμματισταὶ ἀναγκάζουσι γράφειν κατὰ τὴν ὑφήγησιν τῶν γραμμῶν, ἃς δὲ καὶ ἡ πόλις ἀναγκάζει Prot. 326 d; ὡς πρὸς ἀστρονομίαν ὄμματα πέπηγεν, ἃς προς ἐναρμόνιον φορὰν ὦτα παγῆναι Rep. VII, 530 d. – 3) so, so zum Beispiel, für eine allgemeine Behauptung einen besondern Beleg anführend, Od. 5, 121. 125. 129, h. Ven. 219. – 4) ὥς steht auch für das sogenannte Atonon ὡς, das Relativum »wie«, in Vergleichungen, wenn das adv. dem Worte nachgesetzt wird, welches die Vergleichung angiebt, πατὴρ ἃς ἤπιος ἦεν, ϑεὸς ἃς τίετο δήμῳ, u. ä. oft Hom.; δοῦλον ὥς Aesch. Pers. selten in der ion. Prosa, u. wahrscheinlich ohne Beispiel in der att. Prosa. Es ist dies aber nicht das demonstrative ὥς, sondern das relative mit Anastrophe. Nämlich im Grunde ist das relative ὡς gar nicht Atonon, sondern Oxytonon, aber proklitisch, d. h. bei regelrechter, logischer Wortstellung ruht der Accent des ὡς auf dem jedesmal folgenden Worte, und wird durch den Accent dieses folgenden Wortes mit vertreten. Stellt man nun das ὡς nach, so wird es anastrophirt, wie die Präpositionen, d. h. hier also, ὡς zieht seinen Accent von dem folgenden Worte auf sich selbst zurück. Vgl. Lehrs Quaest. Ep. p. 99.
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3 ἔνθεν
ἔνθεν, (1) demonstr., von da, (a) vom Orte: daher, von dorther. Von der Abstammung; ἔνϑεν καὶ ἔνϑεν, von da und dort, von beiden Seiten; ἔνϑεν μὲν ἔνϑεν δέ, von dieser Seite von jener Seite; δρέπανα ἔνϑεν καὶ ἔνϑεν τῶν τροχῶν, von beiden Seiten der Räder. (b) von der Zeit: von da an, darauf; τὰ δ' ἔνϑεν, das darauf Folgende, das Weitere. Vom Grunde: daher, deswegen. (2) relat., vom Orte: von wo, woher; δέπα, ἔνϑεν ἔπινον, aus welchen sie tranken; οἶνος, ἔνϑεν ἔπινον, wovon sie tranken; mit Auslassung des demonstr., worauf es sich bezieht -
4 τόθι
τόθι, poet. adv. demonstr., dem Frageworte πόϑι entsprechend, da, daselbst, dort; τόϑι γὰρ νύ οἱ αἴσιμον ἦεν ναιέμεναι, Od. 15, 239; oft bei Pind., z. B. Ol. 3, 32. 7, 77 I. 2, 19; sp. D. – Auch für das relat. ὅϑι, bei Pind. N. 4, 52 u. sp. D., wie Theocrit. 22, 199, um den Hiatus zu vermeiden oder Position zu bilden; vgl. noch H. h. Cer. 66 Ven. 158; Herm. Orph. Arg. 631 u. Jac. A. P. 565.
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5 τόθεν
τόθεν, adv. demonstr., dem Frageworte πόϑεν entsprechend, von daher, von dort; Hes. Sc. 32; Pind. N. 9, 17, v. l., Boeckh; τόϑεν τὸ παντότολμον φρονεῖν μετέγνω, Aesch. Ag. 213. – Auch = daher, deshalb, deswegen, Ap. Rh. 4, 990. – Auch für das relat., wie man erklärt Aesch. Pers. 100.
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6 τοσόςδε
τοσόςδε, ep. auch τοσσόςδε, = τόσος mit verstärkter demonstr. Bedeutung; bei Hom. seltener als τόσος, bei den Att. häufiger; mit entsprechendem ὅσος, Il. 14, 94. 18, 340; c. inf., so tüchtig, so stark, Etwas auszuführen, Od. 2, 305; Tragg. und in Prosa; ἕτερον τοσόνδε, eben so groß, eben so viel, Her. 2, 149; auch so wenige, τοσοίδε ὄντες, Xen. An. 2, 4, 4; τοσόνδε μέντοι χάρισαί μοι, Plat. Rep. V, 457 e, und öfter, wie Folgende; – τοσόνδε, ep. τοσσόνδε, adverbial, so sehr, in so sehr hohem Grade, Il. 22, 41 Od. 21, 253.
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7 τοιοῦτο
τοιοῦτο, auch τοιοῦτον, Od. 7, 309. 13, 330. 16, 403 u. bei Att. gew., wahrscheinlich auch bei Her. (Bekk. schreibt τοιοῦτο); doch findet sich τοιοῦτο auchbei Aesch. Ag. 315 u. Thuc. 7, 86; = τοῖος mit verstärkter demonstr. Bdtg, so beschaffen, einsolcher; bei Hom. nicht so häufig wie τοῖος, bei den Att. aber weit gebräuchlicher als τοῖος, auch gebräuchlicher als τοιόςδε; gew. mit dem Nebenbegriffe des Großen, Ausgezeichneten, Vortrefflichen, aber auch umgekehrt mit dem des Kleinen u. Geringen, Wolf Dem. Lpt. p. 258; mit entsprechendem οἷος, Od. 4, 269; Plat. πότερόν ἐστι τοιοῠτος οἷος εἶναί τινος ἔρως ἢ οὐδενός, Conv. 199 d; Gorg. 502 d; mit entsprechendem ὅσος, Il. 21, 428; auch dem ὥςτε entsprechend, Plat. Conv. 175 d; und ohne diese Beziehung, τοιοῦτόν τι ἔπος, Pind. Ol. 6, 16; τὰ τοιαῦτα, 9, 40; Tragg. u. in Prosa: ταῠτα καὶ τοιαῦτα, Xen. Cyr. 8, 2, 26, und sonst; εἰ μὴ ταῠτα, ἀλλὰ τοιαῦτα, 5, 5, 33; ἕτερος τοιοῦτος, ein anderer eben solcher, ganz eben so, Her. 1, 257. 3, 47; ἕτερον τοιοῦτον u. ἕτερα τοιαῦτα 1, 120. 191. 2, 5. 150; τοιοῦτός τις, solch einer, Plat. Prot. 313 c; τοιαῦτ' ἄττα, Conv. 174 d; Pol. 3, 45, 6; aber ὁ τοιοῦτος, τὰ τοιαῦτα, was im Deutschen auch wohl »ein solcher«, »so Etwas« übersetzt werden kann, geht immer auf etwas im Vorigen Bestimmtes, Ζεὺς τοῖς τοιούτοις οὐχὶ μαλϑακίζεται, Aesch. Prom. 954; Ch. 289; ἐν τῷ τοιούτῳ, ὅταν, Plat. Theaet. 167 e; πῶς δὴ τὸ τοιοῦτον λέγεις, Phaedr. 261 e; ἐν τῷ τοιούτῳ, in solcher Lage, Xen. An. 5, 8, 20; Pol. u. a. Sp. – Τά τοιαῦτα, und dergleichen, in Aufzählungen, Dem. 13, 14, öfter. – Nach einer Frage bejaht τοιαῦτα, so ist es, Valck. Eur. Phoen. 420 Seidler El. 640; τοιαῦτα μὲν δὴ ταῦτα, so ist es nun, Aesch. Prom. 498, u. öfter bei Folgdn. – [Die erste Sylbe wird von den att. Dichtern zuweilen kurz gebraucht, s. Valck. Phoen. 512 und diatr. p. 109.]
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8 τοῖος
τοῖος, demonstr. zum Frageworte ποῖος (vgl. τοιοῦτος, τοιόςδε), so beschaffen, ein solcher, von der Art; schon bei Hom. u. Hes. sehr häufig; regelmäßig einem Relativsatze mit οἷος entsprechend, Il. 1, 262. 18, 105 Od. 1, 257. 4, 342. 421. 7, 312 u. sonst, wie dem ὁποῖος entsprechend 17, 421. 19, 77; ὁπποῖόν κ' εἴπῃσϑα ἔπος, τοῖόν κ' ἐπακούσαις, Il. 20, 250. – Auch dem einfachen Relativpronomen entspr., Il. 7, 231. 24, 153. 182 Od. 2, 286 u. sonst, dem ὅς κε 11, 135; selten τοῖος ὅπως, so wie, 16, 208. – Häufiger aber ist der Relativsatz aus dem Vorigen zu ergänzen, τοῖος, so, wie gesagt ist, Hom. u. Folgde; Pind. I. 5, 14; ἦ τοῖον ἔργον καὶ ϑεοῖσιν προςφιλές, Aesch. Spt. 562; τοῖον ἐπὶ κνέφας ἀνδρὶ μύσος πεπόταται, Eum. 356; τοῖον πυλωρὸν φύλακα Τεῦκρον ἀμφί σοι λείψω, Soph. Ai. 562; τοίας ἐρέσσουσιν ἀπειλάς, 246. – In Prosa steht es nur, wenn auf der Qualität ein geringer Nachdruck liegt, τοῖος ἢ τοῖος, Plat. Rep. IV, 429 b 437 e, vgl. Phaedr. 271 d. – C. inf., von solcher Art, d. i. fähig od. im Stande Etwas zu thun, τοῖοι ἀμυνέμεν, fähig oder tüchtig, uns zu wehren, Od. 2, 60. – Mit einem adj. in demselben genus, numerus und casus hebt es die Bdtg des adj. mehr hervor, so recht, so ganz und gar, ἐπιεικὴς τοῖος, so recht mäßig, weder zu groß noch zu klein, Il. 23, 246; πέλαγος μέγα τοῖον, ein so gar großes Meer, Od. 3, 321; κερδαλέος τοῖος, 15, 451; ἀβληχρὸς μάλα τοῖος, 11, 135. 23, 282; Σαρδάνιον μάλα τοῖον, so recht sardanisch, 20, 302; Hes. vrbdt es mit dem superl., τοῖος μέγιστος δοῦπος, Th. 703; vgl. Lob. Phryn. 424. – Τοῖον adverbial, so, auf solche Art, so sehr, Il. 22, 241 Od. 1, 209. 3, 496. 4, 776. 7, 30 u. sonst.
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9 τώς
τώς, demonstr. adv., dem fragenden πῶς entsprechend, = ὥς, οὕτως, so, auf diese Art, dem ὡς entsprechend; τὼς δέ σ' ἀπεχϑήρω, ὡς νῦν ἔκπαγλ' ἐφίλησα, Il. 3, 415; Od. 19, 234; Hes. Sc. 219; Tragg., wie Aesch. Spt. 466. 619 Suppl. 66. 673; ὥςπερ εἰςορῶσ' ἐμὲ αὐτοσφαγῆ πίπτοντα, τὼς αὐτοσφαγεῖς ὀλοίατο, Soph. Ai. 829. – Dor. = οὗ, wo, Theocr. ep. 4, 1.
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10 γάρ
γάρ (γὲ – ἄρα, vgl. die von den Alten angenommene Partikel τάρ u. τὲ ἄρα, z. B. Iliad. 1, 8 τίς τάρ σφωε ϑεῶν ξυνέηκε statt τ' ἄρ, Lehrs Quaestt. epp. p. 131 sq); von Hom. an die gebräuchlichste Causalpartikel, die gew. einen Grund od. eine Ursache angiebt, auch eine Erläuterung od. Auseinandersetzung des Vorangegangenen einführt; – 1) denn, zur Angabe der Ursache od. des Grundes sehr gew. Zu bemerken ist: a) der Grund mit γάρ steht dem zu begründenden Satze bisweilen voran, bes. in Anreden, Ἀτρείδη, πολλοὶ γὰρ τεϑνᾶσι Ἀχαιοί, – · τῷ σε χρὴ πόλεμον παῦσαι Il. 7, 328, Atride, denn. viele Ach. sind gestorben, darum, d. i. da viele Ach. gestorben sind, mußt du, od. du mußt, denn; Scholl. Aristonic. πολλοὶ γάρ: ἡ διπλῆ, ὅτι ἀπὸ τοῦ γάρ αἰτιώδους εἰσέβαλεν ἀρχαϊκῶς; Iliad. 23, 627 οὐ γὰρ ἔτ' ἔμπεδα γυῖα, Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι ἀπὸ τοῠ γάρ ἦρκται, τὸ αἰτιατικὸν προτάξας; vgl. 2, 803. 7, 73. 13, 736; Od. 10, 190 ὦ φίλοι, οὐ γάρ τ' ἴδμεν ὅπῃ ζόφος οὐδ' ὅπῃ ἠώς, οὐδ' ὅπῃ ἠέλιος φαεσίμβροτος εἶσ' ὑπὸ γαῖαν οὐδ' ὅπῃ ἀννεῖται· ἀλλὰ φραζώμεϑα ϑᾶσσον εἴ τις ἔτ' ἔσται μῆτις. ἐγὼ δ' οὐκ οἴομαι εἶναι; vor ὦ φίλοι 190 steht der unächte Vers 189 κέκλυτέ μευ μύϑων, κακά περ πάσχοντες ἑταῖροι; über diesen Vers Scholl. Didym. κέκλυτε: Καλλίστρατός φησιν ὡς ὑπό τινος ὁ στίχος προτέτακται ἀγνοοῦντος τὸ Ὁμηρικὸν ἔϑος, ὡς ϑέλει ἄρχεσϑαι ἀπὸ τοῦ γάρ; vgl. 10, 174. 226. Eben so Flgde: Ζεῦ· τεαὶ γὰρ Ὁραι – ἀλλ', ὦ Κρόνου παῖ Pind. Ol. 4, 1; ὦ παῖ Καμβύσεω – σὲ γὰρ ϑεοὶ ἐπορέωσι – σὺ νῦν Her. 1, 124; bes. in Sätzen, die eine Aufforderung enthalten, wo der Grund davon vorausgeschickt wird. Auch in Parenthesen, wie εἶεν – σὺ γὰρ τούτων ἐπιστήμων – τίχρὴ ποιεῖν; Plat. Phaed. 117 b; καὶ ἐγὼ – ἔγνων γὰρ, ὅτι οὐκ ἤρεσεν – ἀλλά τοι, ἔφην Prot. 335 a; ἀκούσατε καὶ τάδε· ἐπὶ λείαν γὰρ ἐκπορεύσονται ὑμῶν τινες· οἴομαι οὖν βέλτιον εἶναι Xen. An. 5, 1, 8; so auch Sp.; vgl. Luc. Char. 10. – Bisweilen wird durch eine Art Attraction das Subject des zu begründenden Satzes in den begründenden aufgenommen, τῶν δὲ πᾶν γὰρ ἦν τὸ πλῆϑος μεταίτιον, οὐκ ἐδέκοντο τοὺς λόγους, = οἱ δέ, πᾶν γάρ, oder τῶν δὲ πᾶν τὸ πλῆϑος, ἦν γάρ, Her. 4, 200; τῶν δὲ Ἀϑηναίων ἔτυχε γὰρ πρεσβεία – παροῦσα, καὶ ὡς ᾔσϑοντο τῶνλόγων, ἔδοξεν αὐτοῖς Thuc. 1, 72. Aehnl. ist γάρ in den Bedingungssatz gestellt, wo der bedingte eigtl. der begründende ist, Soph. O. R. 255 οὐδ' εἰ γὰρ ἦν τὸ πρᾶγμα μὴ ϑεήλατον – εἰκὸς ἦν οὕτως ἐᾶν, für οὐδὲ γάρ, εἰ – b) oft fehlt der zu begründende Satz u. ist aus dem Zusammenhange zu ergänzen; γάρ entspricht dann gew. dem deutschen ja. Am häufigsten in Antworten, ἀλλὰ τίη μοι ταῦτα φίλος διελέξατο ϑυμός; οἶδα γάρ, ich weiß sa, Il. 11, 408; vgl. 17, 221; καὶ δῆτ' ἐτόλμας τούςδ' ὑπερβαίνειν νόμους; οὐ γάρ τί μοι Ζεὺς ἦν ὁ κηρύξας τάδε Soph. Ant. 400, ja; denn Zeus war es nicht, der sie gebot, Zeus gebot sie ja nicht; u. so oft Plat. ἔστι γὰρ οὕτω, allerdings, so ists. Auch in Conditionalsätzen, οὐ γὰρ ἄν ποτε πρώταισιν ὑμῖν ἀντέκυρσα Soph. O. C. 98, sonst (wenn das nicht wäre) wäre ich ja nicht euch zuerst begegnet; so οὐ γὰρ ἄν με ἔπεμπον πάλιν πρὸς ὑμᾶς Xen. An. 7, 6, 33; Cyr. 8, 2, 21. – Ferner in Einwendungen, τούτῳ γὰρ οὐ νικήσετε Ar. Ran. 255, damit freilich werdet ihr nichts ausrichten; vgl. Eur. Cycl. 585; ironisch, σὺ γὰρ ἐν ἀνδρὸς λόγῳ, ja freilich du, Her. 3, 120; συνῇδον γὰρ τοὺς Παιᾶνας Φιλίππῳ Aesch. 2, 162. – c) zuweilen enthält der mit γάρ eingeführte Satz nichtden eigentlichen Grund, sondern die Veranlassung zu dem vorangegangenen Ausspruch, οἵδ' οὐκέτ' εἰσί· τοῦτο γάρ σε δήξεται, das wird dir doch wehe thun, Eur. Med. 1370; so bes. bei Dichtern öfter; ἰοὺ δύστηνε· τοῦτο γάρ σ' ἔχω μόνον προςειπεῖν Soph. O. R. 1071; vgl. 167; φρόνει νιν ὡς ἥξοντα, τοῦτο γὰρ λόγου πολλοῦ καλῶς λεχϑέντος ἥδιστον κλύειν Tr. 288. – 2) nämlich, zur Erklärung und Auseinandersetzung des Vorhergehenden, φράσαι ϑέλω σοι πρῶτα τἀμαυτοῠ· τὸ γὰρ πρᾶγμ' οὔτ' ἔδρασα Soph. Ant. 238; διδάξω σ'· ἢν γάρ O. R. 839. Bes. häufig in Sätzen, auf welche durch ein pron. od. adv. demonstr. hingewiesen wird; ἀλλὰ τόδ' αἰνὸν ἄχος κραδίην καὶ ϑυμὸν ἱκάνει· Ἕκτωρ γάρ ποτε φήσει Il. 8, 148; πρίν μοι τύχη τοιάδ' ἐπέστη· ἀνὴρ γάρ Soph. O. R. 779; ὡδε δὲ γνώσῃ ὅτι τἀληϑῆ λέγω· εὑρήσεις γάρ Plat. Prot. 349 d; ἐκ τῶνδε δὲ σκόπει· εἰγάρ Phaed. 67 e. So bei Rednern sehr gew. nach δῆλον δέ, φανερὸν δέ, τεκμήριον δέ, σημεῖον δέ. Aehnl. ὃ δὲ δεινότατον πάντων, ὁ Ζεὺς γάρ Ar. Av. 514; τὸ δὲ πάντων σχετλιώτατον· οὓς γάρ Isocr. 8, 53. – 3) in der Frage: denn, meist so, daß es causal zu fassen; Od. 10, 383 ὦ Κίρκη, τίς γάρ κεν ἀνήρ, ὃς ἐναίσιμος εἴη, πρὶν τλαίη πάσσασϑαι ἐδητύος ἠδὲ ποτῆτος, πρὶν λύσασϑ' ἑτάρους καὶ ἐν ὀφϑαλμοῖσιν ἰδέσϑαι, ich werde nicht essen, denn welcher Mann u. s. w.; vgl. 10, 501 τίς γάρ, 10, 337 πῶς γάρ, 15, 509 πῇ γάρ; Iliad. 18, 182. 10, 424. 1, 123. 10, 61. Dieser Sprachgebrauch ist im Wesentlichen nicht verschieden von dem unter 1 a betrachteten; das Eine ist nur die Frageform des Anderen; Scholl. Odyss. 10, 501 τ ίς γά ρ: ἀπὸ τοῦ γάρ ἤρξατο, aus Aristonic.; Scholl. Didym. zu Iliad. 18, 182 Ἶρι ϑεά, τίς γάρ σε ϑεῶν ἐμοὶ ἄγγελον ἧκεν: ἡ ἑτέρα τῶν 'Ἀριστάρχου διὰ τοῦ τ, τίς τάρ σε. μήποτε δὲ ἀμείνων ἡ προτέρα, παρόσον σύνηϑες Ὁμήρῳ ἀπὸ τοῦ γάρ ἄρχεσϑαι, Häufig bes. Tragg. u. inatt. Prosa ἦ γάρ; οὐ γάρ; τί γὰρ ἄλλο; τί γὰρ οὔ; πῶς γὰρ οὔ; auch ohne diese Fragewörter, ποιμὴν γὰρ ἦσϑα; warst du denn ein Hirt, d. i. du warst also ein Hirt? Soph. O. R. 1029; ὄλωλε γὰρ δύστηνος; O. C. 1579; δοκῶ γάρ σοι παίζειν; Plat. Phaedr. 234; d; οὐ γὰρ ἀπέκτεινεν αὐτὸν οὗτος ὁ ἐμὸς πατήρ Xen. Cyr. 3, 1, 38. Bes. macht τί γάρ oft einen Uebergang zu einer andern Frage; zuweilen geradezu: freilich, allerdings; οὐ γὰρ μέμνημαι; Xen. Cyr. 1, 6, 12, sollte ich mich denn nicht erinnern, d. i. freilich erinnere ich mich. Aehnl. in Wünschen u. Flüchen; so Hom. αἲ γάρ, εἰ γάρ, wenn denn doch; εἰ γάρ τοι Odyss. 17, 513; αἲ γάρ 19, 309; αἲ γὰρ δή Il. 4, 189 Od. 9, 523; κακῶς γὰρ ἐξόλοιο, daß dich denn doch der Henker hole, Eur. Cycl. 261; εἰ γὰρ ἐν τούτῳ εἴη Plat. Prot. 310 d; εἰ γὰρ ὤφελον Rep. IV, 432 c. Auch in Befehlen, σὺ γάρ, ἔφη, πρῶτος ἐν τῇ οἰκίᾳ σου ποίησον δημοκρατίαν, ei, so richte du doch zuerst –, Plut. Lyc. 19. – Verbindungen mit anderen Partikeln, ἀλλὰ γάρ, s. ἀλλά; – καὶ γάρ, denn auch – ja, καὶ γάρ τε Iliad. 1, 63; – γὰρ ἄρα, nun denn ja, Plat. Prot. 315 c; – γὰρ δή, denn – einmal; ἐκ γὰρ δή μ' ἀπάτησε, denn er hat mich einmal betrogen, Il. 9, 375; auch: denn schon, denn nunmehr; γὰρ δήπου, denn doch wohl; – γάρ νυ, denn ja, Od. 14, 359; γάρ νύ τοι Sp. Ep.; – γὰρ οὖν, denn freilich, allerdings, bei unbedenklichen Behauptungen, Il. 15, 232 u. sonst; – γάρ πο υ, denn wohl; – γάρ ῥα, denn ja, Hom.; – γάρ τοι, denn wahrlich, denn fürwahr, Hom. u. A.
Als pleonastisch läßt sich das γάρ Iliad. 23, 9 nach Aristarch auffassen: Πάτροκλον κλαίωμεν· ὃ γὰρ γέρας ἐστὶ ϑανόντων: Scholl. Aristonic. ὃ γὰρ γέρας: ἡ διπλῆ, ὅτι ἀντὶ τοῦ τὸ γὰρ γέρας. ἢ περισσὸς ὁ γάρ.
γάρ steht nie im Anfange eines Satzes, sondern gew. nach dem ersten Worte, u. meist nur dann, wenn dies mit dem folgenden eng verbunden ist, auch nach dem zweiten u. dritten, ὁ μὲν γάρ, ἐν τῷ φρονεῖν γάρ; Dichter erlauben sich es noch weiter vom Anfange zu entfernen, bes. die Komiker, s. Menand. Mein. p. 7; ἀλλ' ἐν γὰρ Τρώων πεδίῳ Iliad. 15, 739; ὑμῖν δ' ἐν γὰρ ἔασιν ἀριστῆες Παναχαιῶν Iliad. 7, 73. – Am Ende des Verses γάρ Iliad. 24, 401 Odyss. 4, 827. 6, 221. 18, 184, an der letzten Stelle αἰδέομαι γάρ Schluß einer Rede. – In der Arsis wird es bei Ep. zuweilen lang vor zwei Kürzen, s. Voß h. Cer. 57; seltener vor einer Länge, Od. 11, 580 Λητὼ γὰρ ἥλκησε; unsicher sind die Beispiele bei den Att., Ar. Equ. 366 Vesp. 217 Lys. 20.
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11 δἡ
δἡ, eine Partikel, welche dazu dient, Begriffe hervorzuheben, und deren Abstammung unsicher ist. Man hat sie mit δέ, mit ἤδη, mit δῆλος, mit δαῆναι, mit dem Latein. jam in Verbindung gebracht; vgl. Curtius Grundzüge der Griech. Etymol. 2, 204. Dutch ein einzelnes Wort läßt sich δή nur selten übersetzen; in der Regel muß es durch die Wortstellung und die Betonung ausgedrückt werden. Da es den hervorgehobenen Begriff nicht selten als eine offenbare, nicht abzuläugnende Thatsache hinstellen will, so kann man es in solchen Fällen zuweilen durch » augenscheinlich«, » offenbar«, » gewiß« übersetzen; zuweilen auch durch »allerdings«, »ja«, »also«, »nun«, »eben«, »grade«, »schon«. In der Regel steht δή unmittelbar hinter dem Worte, welches durch dasselbe hervorgehoben werden soll; doch schließt es sich auch gern an μέν, δέ, τέ, καί, γάρ, γέ, ῥά und ähnliche Wörtchen; auch μὴ δή ist nicht selten, s. z. B. Hom. Iliad. 1, 545. 5, 684. Den Satz beginnt δή in wenigen Verbindungen: δὴ τότε, δή ῥα τότε ( Iliad. 12, 162), δὴ γάρ ( Iliad. 17, 546. 15, 488); Iliad. 19, 342 τέκνον ἐμόν, δὴ πάμπαν ἀποίχεαι ἀνδρὸς ἑῆος; 15, 437 Τεῠκρε πέπον, δὴ νῶιν ἀπέκτατο πιστὸς ἑταῖρος. – Häufig erscheint δή – a) temporell, jetzt eben, schon; oft bei Hom. u. sp. Ep., in Vrbdgn wie δὴ γάρ, denn schon, δὴ πάμπαν; δή ποτε, Iliad. 14, 234, schon einmal; δὴ τότε, da nun, Pind. Ol. 3, 25; auch Tragg., Aesch. Spt. 196; vgl. Ch. 1053; Eur. Tr. 59; οἶσϑα δὴ τὸ πᾶν, nun weißt du Alles, Soph. Phil. 241; bes. bei Zahlbestimmungen, ὀκτὼ δὴ προέηκα ὀιστούς Il. 8, 297; πολλάκι δή, schon oft, 19, 85; ἕκτον δὲ δὴ τόδ' ἦμαρ Eur. Or. 39; ὅσας δὴ μάχας νενικήκατε Xen. An. 6, 5, 23; – πάλαι δή, schon lange, Soph. Phil. 795, u. öfter; καὶ δή, und schon, Il. 15, 251; = ἤδη, Xen. An. 1, 10, 10; Hell. 6, 4, 13; vgl. Aesch. Spt. 455; Ar. Pax 942; auch = so gleich, unverzügl ich, von der unmittelbaren Zukunft, c. fut., Xen. Cyr. 4, 4, 11; Plat. Phaedr. 236 d; so χωρῶμεν δὴ πάντες ἀολλεῖς Soph. Phil. 1455; νῠν δὴ σὺ δηλώσεις Xen. Gyr. 4, 1. 23; – δὴ νῦν, Soph. El. 935; u. allein δή, so eben, von dem unmittelbar Vergangenen, auch c. praes., Ar. Lys. 146. – Auch sonst in Vrbdg mit anderen Zeitpartikeln, ὀψὲ δή, ὕστερον δή, πρὶν δή, νεωστὶ δή, ἐξ οὗ δή, ἐς ὃ δή, Her.; ὁπότε δή, ὅτε δή, u. mit Negationen, οὐκέτι δή, οὐ δή, nicht mehr, σοὶ μὲν γὰρ ἔστι πόλις, ἐμοὶ δ' οὐκ ἔστι δή Eur. Or. 1069. – b) auf das Vorhergehende zurückweisend, zuweilen zur Einführung des Nachsatzes, auch nach εἰ, ἐπεί, u. oft zur Fortsetzung der durch Zwischensätze unterbrochenen Rede, nun, kurz, sofort, vgl. Plat. Conv. 206 b ἔστιν ἄρα συλλήβδην ὁ ἔρως τοῦ τὸ ἀγαϑὸν αὑτῷ εἶναι – ὅτε δὴ τούτου ὁ ἔρως ἐστί, u. Xen. An. 1, 7, 17. So auch μὲν δή, wodurch die Sache als abgemacht hingestellt wird, Aesch. Ag. 1184; τοιαῠτα μὲν δὴ ταῦτα, Prom. 500; Her. 1, 32. u. oft bei Plat., Xen. u. a. Att.; auch καὶ – δή reiht so an, καὶ τὸ μέγιστον δή, und das bedeutendste endlich; so auch καἱ δὴ καί, z. B. Her. 1, 30. Eine Menge Beispiele mit feineren Distinctionen giebt Hartung über diese Partikel Bd. I, S. 245 ff. So steht es oft in der Frage, τοῠ δὴ ἕνεκα ταῦτα λέγω; weswegen denn nun? Plat. Prot. 343 b; zum Ausdinck des Unwillens, Soph. Ant. 899. 722; u. bei Aufforderungen, ἄκουε δή, Aesch. Prom. 633; λέγε δή, Plat. Prot. 312 c; so oft ἄγε δή, εἶα δή, ἴϑι δή, wohlan. – c) determinativ, den Grad od. das Maaß eines Wortes zu bestimmen (vgl. δῆταλ, gerade nur, gar, vollends; bes. 1) nach pronom.; bei personal., um im guten Sinne od. verächtlich die Person hervorzuheben, Soph. Ai. 1205; Her. 1, 115. 3, 155; besoft bei demonstr.; τούτου δὴ ἕνεκα, gerade deswegen, wie διὰ τοῠτο δή; – τὸ λεγόμενον δὴ τοῠτο, nach dem bekannten Sprichwort; bei relativ., οἷος δὴ σύ, sowie eben du, Il. 24, 376; οὗ δὴ ἕνεκα, weswegen eben; – ὅστις δή steigert die Unbestimmtheit, wer es anch sein mag, Xen. An. 4, 7, 25; so auch δή τις; ἄλλοι δή, wer sie auch sein mögen; οὕτω δή τι, ὡς δή τι, Her. 3, 108. 4, 52; Plat. Tim. 26 b; πολὺ δή τι, ich weiß nicht wie viel, Plut. Cim. 1. – 2) bei adjectivis, ebenso steigernd, πολύς, πᾶς, μέγας, u. bes. bei superl., ἠμφιεσμένων ϑαυμαστὰ δὴ ὅσα, wer weiß wie sehr, Plat. Conv. 220 b. – 3) bei verbis, allerdings, bekräftigend; dieser Ausdruck des Gewissen u. Thatsächlichen findet sich bei Partikeln schon bei Ham. u. wird im Attischen sehr geläufig, ἦ δή, ἦ μάλα δή, – οὐ δή, μὴ δή, nur ja nicht; ἴνα δή, damit gerade eben, Il. 28, 207; Her. 1, 32; ἀλλὰ δή, oft Plat.
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12 αὐτός [2]
αὐτός, ή. ό. Am ausführlichsten hat über dies Pronomen gehandelt Herm. Opusc. I p. 308 ff, wovon ein Auszug Viger. p. 783 ff gegeben. Die Grundbedeutung ist se lb st, Hervorhebung eines Gegenstandes dadurch, daß man ihn allem Andern, was er nicht ist, entgegensetzt u. dies Andere ausschließt. Gewöhnlich unterscheidet man 3 Hauptfälle.
I. Selbst, in eigener Person, u. zwar, 1) ohne weiteten Zusatz beim Verbum, so daß die Person durch dieses bestimmt wird, von Bernhardy Synt. p. 286 richtig ausgedrückt: ich – du – er als einer u. derselbe mit Ausschluß eines Andern. Der Ggstz ist entweder bestimmt ausgedrückt, od. aus dem Zusammenhange leicht zu ergänzen, z. B. αὐτοὺς δέ, die Leiber, im Ggstz gegen die Seele, Il. 1, 4; Od. 11, 602 αὐτὸς δέ Herakles, im Gegensatze zu seinem εἴδωλον; das Hauptvolk gegen seine Bundesgenossen, Il. 11, 220; die Mutter gegen die Jungen Iliad. 2, 317, die Eltern gegen die Kinder 3, 301; der Mann gegen das Weib, Plat. Gorg. 511 e; die Krieger gegen die Rosse, Il. 2, 466. 762; die Cyclopen gegen die Heerden, Od. 9, 167; die Einwohner gegen die Stadt, 9, 40; das Ganze gegen einen Theil, Il. 7, 474; oft ehrend den Gebieter, Heerführer bezeichnend, 6, 18. 8, 4; αὐτὸς καὶ δμῶες Theocr. 24, 50; ohne Ggstz, der Herr, ἠρόμην ὅπου αὐτὸς εἴη Plat. Rep. I, 327 b; der Meister; so antwortet bei Ar. Nubb. 219 der Schüler auf die Frage, τίς οὗτος οὑπὶ τῆς κρεμάϑρας ἀνήρ; – αὐτός; so sagten die Pythagoräer αὐτὸς ἔφα, der Meister hat gesagt. Oft nimmt αὐτός den Hauptbegriff wieder auf, der dann durch καί erweitert wird, δίδωϑι δέ μοι κλέος ἐσϑλόν, αὐτῷ καὶ παίδεσσι καὶ αἰδοίῃ παρακοίτι Od. 3, 381; τειχίζειν δὲ πάντας πανδημεὶ τοὺς ἐν τῇ πόλει, καὶ αὐτοὺς, καὶ γυναῖκας καὶ παῖδας Thuc. 1, 90. Der Ggstz wird auch durch ein auf αὐτός bezogenes Particip ausgedrückt, αὐτή τε καὶ τὸν υἱὸν ἔχουσα, = καὶ ὁ υἱός, Xen. Cyr. 1, 3, 1; εἰ ἡμῖν ἀφίκοιτο εἰς τὴν πόλιν αὐτός τε καὶ τὰ ποιήματα βουλόμενος ἐπιδεῖξαι Plat. Rep. III, 398 a; – καὶ αὐτός, ebenfalls, wie et ipse, Thuc. 5, 8; Xen. An. 3, 4, 44. 7, 8, 17. – 2) mit hinzutretendem Pronomen, a) mit pron. pers., denen es zuweilen mit größerem Nachdruck vorgesetzt wird, αὐτὸν σέ, dich selbst, dichgerade, vgl. αὐτῷ ἐμοί Plat. Phaedr. 91 a; αὐτὸν ἐμέ Conv. 220 e; bei Hom. mit denenklitischen Formen, αὐτόν μιν Od. 4, 244, αὐτὸν μέν σε 17, 595; gewöhnlich aber steht es nach, u. zwar bei Hom. stets getrennt, ἐμέϑεν αὐτῆς Od. 23, 78, σέο αὐτοῦ, ἓ αὐτόν; in der Prosa u. bei att. Dichtern in den cass. obliquis des sing. das Reflexivum ἐμαυτοῦ, ῆς, ῷ, όν u. s. w.; wo es bei den Att. nachsteht, ist σὲ αὐτόν nachdrücklicher als σεαυτόν. Daß übrigens αὐτός allein nicht bloß im nom., sondern auch in den andern Casus die Stelle der pron. pers. vertreten kann, ergiebt sich aus 1), z. B., αὐτὸν ἐλέησον, sc. ἐμέ, Il. 24, 503; περὶ αὐτοῦ, = ἐμαυτοῦ, Od. 21, 249; ἀλλὰ Δία ξένιον δείσας αὐτόν τ' ἐλεαίρων 14, 389, = σέ. Wenn es die Stelle der Reflexiva vertritt, wird es gewöhnlich mit dem spirit. asper geschrieben, so daß also αὑτόν für ἐμαυτόν u. σεαυτόν, αὑτῶν für ἡμῶν (ὑμῶν) αὐτῶν steht; doch ist diese von Hermann zu Soph. Ts. 451 durchgeführte Ansicht von Bernhardy Synt. p. 287 nicht anerkannt, u. in den mss., welche freilich hier nicht allein entscheiden können, nicht befolgt. Spätere mochten hierin überh. ungenauer sein, wie Pol. 11, 29 οὐδ' ἐν αὐτοῖς εἴχετε τὰς ἐλπίδας für ἡμῖναὐτοῖς; βοηϑῶν τοῖς αὐτοῦσυμμάχοις, = ἐμοῖς, 17, 5 (Bekk. αὑτοῖς, αὑτοῦ); – der selbst bei genaueren Schriftstellern nicht seltenen Verwechselung von αὐτοῦ u. αὑτοῦ in der dritten Person nicht zu gedenken. – b) Dem pron. poss. wird es im gen, hinzugefügt, ἐμὸν αὐτοῦ χρεῖος, meine eigene Noth, Od. 2, 45; ϑρῆνον ἐμὸν τὸν αὐτῆς Aesch. Ag. 1296; τὸν ἐμὸν αὐτοῦ τοῦ ταλαιπώρου βίον Ar. Plut. 33; ἄπιτε ἐπὶ τὰ ὑμέτερα αὐτῶν Her. 6, 97; in att. Prosa nicht selten, z. B. τοῖς ἡμετέροις αὐτῶν φίλοις Xen. An. 7, 1, 29. – c) Beim pron. demonstr. nachdrücklich: gerade, eben, z. B. αὐτὸ τοῦτο τὸ Βυζάντιον, eben dies Byzanz, Xen. An. 7, 1, 27; αὐτὰ ταῦτ' ἦν τὰ λεχϑέντα Plat. Tim. 19 a, das gerade war; σοφώτερος κατ' αὐτό γε τοῠτο, gerade hierin, Phaedr. 243 b; adverbial., αὐτὸ τοῦτο, ἵνα, eben deshalb, Prot. 310 e; mit folgdm inf., αὐτὸ γὰρ τοῦτό ἐστι χαλεπὸν ἀμαϑία, τὸ – δοκεῖν, weil es scheint, Conv. 2044, vgl. unten. Ebenso bei anderen Pronomen, αὐτὸς ἓκαστος, jeder für sich, Her. 8, 123 u. öfter; Thuc. 7, 70; αὐτοὶ ἑκάτεροι Her. 9, 26; wobei αὐτὸς immer voransteht; αὐτὴν αὐτήν, sie selbst, Plat. Crat. 439 a. – Hiebei ist noch ein doppelter Gebrauch zu merken: α) αὐτός steht allein zuweilen mit Nachdruck, wie im Deutschen ein betontes er, für αὐτὸς οὗτος, so daß man, besonders wenn ein Relativsatz folgt, es geradezu für οὗτος erklärt hat, was aber dem Satze eine andere Färbung geben würde, ἐγὼ τοίνυν ἡγοῠμαι, ὅσοι μὲν ἐν τῇ δημοκρατίᾳ ἄτιμοι ἦσαν, – προςήκειν αὐτοῖς, ich meine, wer zur Zeit der Volksherrschaft der bürgerlichen Ehre beraubt war, – ihnen allen kommt es zu, Lys. 25, 11; νομίσαντες δι' αὐτὸ οὐχ ἡσσᾶσϑαι, δι' ὅπερ οὐδ' οἱ ἕτεροι νικᾶν Thuc. 7, 34; ἐπ' αὐτὸ ἥκεις ἐρευνῶν, ὅτῳ διαφέρει ἡ σωφροσύνη Plat. Charm. 166 b; ἀπέπτυσ' αὐτὴν, ἥτις ἄνδρα – ἄλλον φιλεῖ Eur. Troad. 668; αὐτὸ οὐκ εἴρηται, ὃ μάλιστα ἔδει ῥηϑῆναι, das gerade ist nicht gesagt, Plat. Rep. II, 362 d; ὃν ᾤετο πιστόν οἱ εἶναι, ταχὺ αὐτὸν εὗρεΚύρῳ φιλαίτερον Xen. An. 1, 9, 29, wie 2, 5, 27. 6, 2, 9; man vgl. noch ὅς κε ϑεοῖς ἐπιπείϑηται, μάλα τ' ἔκλυον αὐτοῦ Il. 1, 218. – β) Um das Häufen der Relativa, bes. in verschiedenen Casus zu vermeiden, setzt man für das zweite, den Satz eigentlich anaeoluthisch formend, αὐτός, z. B. ὃ φῂς σὺ μέγιστον ἀγαϑὸν εἶναι καὶ σὲ δημιουργὸν εἶναι αὐτοῦ Plat. Gorg. 452 d; ἣν ὅδε Αφροδίτην μὲν λέγεσϑαί φησι, τὸ δ' ἀληϑέστατον αὐτῆς ὄνομα Ἡδονὴν εἶναι Phil. 12 b; Rep. IX, 578 c; vgl. Xen. Cyr. 3, 1, 38; ἐκεῖνοι τοίνυν, οἷς οὐκ ἐχαρίζονϑ' οἱ λέγοντες οὐδ' ἐφίλουν αὐτούς Dem. 3, 24; ganz parenthetisch, Xen. Cyr. S, 1, 46. – γ) Des größeren Nachdruckes wegen wird es zum pron. reflexivum hinzugesetzt, das Subject hervorzuheben, οἱ δὲ καὶ αὐτοὶ σφῇσιν ἀτασϑαλίῃσιν – ἄλγε' ἔχουσιν Od. 1, 33, vgl. Sengebusch Aristonic. p. 23; αὐτὸς καϑ' αὑτοῠ τὴν ὕβριν μαντεύσεται, gegen sich selbst, Aesch. Sept. 408; αὐτὸς πρὸς αὑτοῦ ὄλωλεν Soph. Ant. 1177; τὸ γιγνώσκειν αὐτὸν αὑτόν Plat. Charm. 165 b; αὐτὸς αὑτὸν ἀπέκτεινεν Plut. Mar. 46; es tritt selbst zwischen den Artikel od. die Präposition u. das Reflexivum, τοῖς αὐτὸς αὑτοῠ πήμασιν βαρύνεται Aesch. Ag. 845; οὐ τὴν ὁτουοῠν μητέρα διενοεῖτο ἀποκτεῖναι, ἀλλὰ τὴν αὐτὸς αὑτοῠ Plat. Alc. II, 144 c. – 3) Beim Nomen, welches im Attischen dann mit Ausnahme der nom. propr. u. weniger ohne Artikel geläufiger Wörter, wie βασιλεύς vom Perserkönig, οὐρανός, ἥλιος, πατήρ, μήτηρ u. ä., immer den Artikel hat; πρὸς αὐτοῦ Ζηνός, bei Zeus selbst, Soph. Phil. 482; ὁ τλήμων αὐτός Phil. 161, wo die Stellung auch αὐτὸς ὁ τλήμων sein könnte (nicht ὁ αὐτὸς τλήμων). Mit besonderem Nachdruck, ἄκρον ὑπὸ λόφον αὐτόν, gerade unter, Il. 13, 615; οὔ μοι μέλει ἄλγος, οὔτ' αὐτῆς Ἑκάβης, selbst Hekabe's Schmerz bekümmert mich nicht, 6, 451; αὐτὸ τὸ περίορϑρον, gerade den Anbruch des Tages, Thuc. 2, 3; αὐτὰ τὰ ῥήματα, genau die Worte, Plat. Phaedr. 271 c; αὐτὸ τοὐναντίον, gerade das Gegentheil, sehr oft. Weil αὐτός andere Rücksichten ausschließt, so bedeutet es oft: etwas an u. für sich, def. im philosophischen Sprachgebrauche, wo gew. das neutr. αὐτό u. das nom. ohne Artikel steht, φαμέν τι εἶναι δίκαιον αὐτὸ ἢ οὐδέν Plat. Phaed. 65 d, gerecht an u. für sich, das absolut Gerechte; οὐκ αὐτὸ δικαιοσύνην ἐπαινοῠντες, nicht die Gerechtigkeit an u. für sich, als solche lobend, Rep. II, 363 a; vollständig, ἀδελφὸς αὐτὸ τοῠτο, ὅπερ ἐστί Conc. 199 e; ähnl. αὐτὴ κίνησις Soph. 256 b; αὐτῆς περὶ δικαιοσύνης, ὅτι ἐστί Phil. 62 a; seltener mit dem Artikel, τί ποτ' ἐστὶν αὐτὸ ἡ αρετή Prot. 360 e; μανϑάνων αὐτὴν τὴν ἀλήϑειαν, οἷόν ἐστιν Rep. IX, 582 a; Sp. bilden Composita der Art, so z. B. Arist. Top. 6, 8, 6, wo aber Bekker αὐτὸ βούλησις, αὐτὸ ἐπιϑυμία, αὐτὸ ἡδύ getrennt schreibt. – 4) Aus der Bdtg selbst gehen folgende hervor: a) vonselbst, auseigenem Antriebe, ἀλλά τις αὐτὸς ἴτω Il. 17, 254; οἱ δὲ καὶ αὐτοὶ παυέσϑων Od. 2, 168; ἥξει γὰρ αὐτά, κἂν ἐγὼ σιγῇ στέγω Soph. O. R. 342 ( Schol. αὐτόματα); οἳ καὶ τοῖς μὴ ἐπικαλουμένοις αὐτοὶ ἐπιστρατεύουσι Thuc. 4, 60; ὑπό τινος ἐρεϑισϑεὶς καὶ αὐτὸς ἀχϑεσϑείς Xen. An. 6, 7, 9; mit dem Zusatz αὐτοὶ ἐϑέλοντες 5, 10, 6. So αὐτὸ δείξει, das wird sich von selbst zeigen, Plat. Hipp. mai. 288 b; ὡς αὐτὸ δηλοῖ, wie von selbst erhellt, Prot. 329 b. – b) für sich selbst, ohne Andere, allein, αὐτός περ ἐών, obwohl er allein war, Il. 8, 99, Scholl. Aristonic. αὐτός: ἡ διπλῆ, ὅτι ἐν ἴσῳ τῷ μόνος; ἀλλ' οὔ πως ἅμα πάντα δυνήσεαι αὐτὸς ἑλέσϑαι 13, 729; αὐτοὶ καὶ οὐ μετὰ τῶν πλειόνων Thuc. 5, 60; τὰς ναῦς ταύτας πέμπειν ἢ αὐτὰς ἢ καὶ ἐλάσσους ἢ καὶ πλείους 8, 39; ἄνευ τοῦ σίτου, τὸ ὄψον αὐτὸ ἐσϑίειν Xen. Mem. 3, 14. 3; vgl. An. 2, 3, 7. 7, 3, 35; πλείους δίκαι εἰσὶν αὐτῶν τῶν Φασηλιτῶν ἢ τῶν ἄλλων άπάντων Dem. 35, 2; μηδὲν ἔχουσαν περιττὸν ἀλλ' αὐτὰ τὰ χρήσιμα καὶ ἀναγκαῖα Dion. Hal. iud. de Thuc. 23; τούτῳ αὐτῷ διαφέρουσι, nur hierin unterscheiden sie sich, Pol. 1, 42, u. öfter. Auch steht οἶος dabei, Od. 14, 450; u. bei den Attikern μόνος, αὐτὸ τοῠτο μόνον Plat. Gorg. 500 b; vgl. Lycurg. 139; Dem. 20, 84; αὐτὸ μόνον kommt bes. bei Sp. oft ganz adverbial. vor: gerade nur, kurz u. gut, vgl. Luc. Char. 6; αὐτὸ μόνον ἐργάτης Somm. 9. Hierher gehört noch αὐτοὶ γάρ ἐσμεν, wir sind unter uns, allein, Plat. Legg. VIII, 836 b; Ar. Ach. 478, u. öfter, wie Luc. Deor. D. 10, 2; ὥς γε ἐν ἡμῖν αὐτοῖς εἰρῆσϑαι Plat. Prot. 309 a. Aehnl. αὐτὸς καϑ' αὑτόν, ganz allein an u. für sich, αὐτὸ ἕκαστον, jedes Ding an u. für sich, vgl. 3) z. E. – 5) Wie in selbander, selbdritter, wird auch durch αὐτός bei Ordinalzahlen ein Zusammensein ausgedrückt, πέμπτος αὐτός, er selbst als der fünfte, also mit vier Anderen, Thuc. 1, 46; vgl. Xen. Hell. 2, 2, 17 u. sonst. Aehnl. wird – 6) durch αὐτός mit einem Nomen im dat. ein begleitender Umstand hervorgehoben, der sonst nicht gewöhnlich dabei ist. Hom. setzt σύν hinzu, αὐτῇ σὺν φόρμιγγι, mit sammt der Phorminx, ohne sie niederzulegen, Il. 9, 194; vgl. 12, 112; Ap. Rh. 4, 1590; Her. 2, 111; Eur. Cycl. 701; selten in Prosa, wie Plat. Rep. VIII, 564 c; Xen. Cyr. 2, 2, 9; D. Sic. 11, 19; gew. ohne σύν, schon bei Hom., αὐτῇ κεν γαίῃ ἐρύσαιμ' αὐτῇ δὲ ϑαλάσσῃ Il. 8, 24; αὐτοῖς ἵπποισι καὶ ἅρμασιν ἆσσον ἰόντες 23, 8; αὐτοῖς νεωςοίκοισι ὑποπρῆσαι Her. 3, 45; oft im Att.; die gewöhnlichsten Verbindungen ohne Artikel stehen B. A. p. 130, αὐτῇ νηΐ, αὐτοῖς ἵπποις, ἀνδράσι· ταῠτα χωρὶς ἄρϑρου; vgl. Aesch. Prom. 221. 1049 Spt. 533; αὐταῖς ποιμνίων ἐπιστάταις Soph. Ai. 27; αὐτοῖς τούτοις, sammt diesen, Thuc. 1, 121; sonst mit dem Artikel, αὐτοῖσι τοῖς πόρπαξι Ar. Equ. 849; αὐταῖς ταῖς τριήρεσιν ἡμᾶς καταδύσει Xen. An. 1, 3, 17; αὐτοῖς τοῖς στεφάνοις Cyr. 1, 4, 7; αὐτῷ τῷ στρατοπέδῳ Plut. Caes. 24. Erst Spätere setzen auch αὐτός nach, z. B. κέρασιν αὐτοῖς Long. Past. 2, 31; vgl. Lob. zu Phryn. p. 99 f. – 7) Scheinbar pleonastisch steht es, wenn das Nomen. worauf es sich bezieht, in demselben Satze steht und nach einem Zwischensatze der Deutlichkeit wegen wieder aufgenommen werden soll, πειράσομαι τῷ πάππῳ, ἀγαϑῶν ἱππέων κράτιστος ὢν ἱππεύς, συμμαχεῖν αὐτῷ Xen. Cyr. 1, 3, 15; Ξενοφῶντι, ὁρῶντι μέν –, ὁρῶντι δὲ – καλὸν αὐτῷ ἐδόκει An. 5, 6, 15; vgl. 2, 4, 7, wo das dazwischen tretende οὐκ οἶδα ὅ τι δεῖ, u. Soph. Phil. 572 f, wo das Participium ἑλών die Wiederholung erleichtert. Auffallender ist οἷς Ὀλύμπιοι ϑεοὶ δοῖέν ποτ' αὐτοῖς Soph. Phil. 315; woraus Sp. sogar ὡν οἱ μὲν αὐτῶν machen, Callim. epigr. 5 (XII, 118); Nonn. D. 1, 187.
II. Wie der nom. αὐτός oft nur ein betontes er ist, z. B. Il. 3, 282 αὐτὸς Ἑλένην ἐχέτω, ἡμεῖς δέ, so werden die casus obliqui geradezu ohne Nachdruck als pron. pers. der dritten Person, seiner, ihm, ihn, gebraucht, welche Formen nicht im Anfange des Satzes stehen dürfen, obwohl die Dichter sich solche Stellungen erlauben. Bei Hom. ist es in dieser Bdtg noch selten; Iliad. 14, 457 οὐ μὰν αὖτ' ὀίω – ἅλιον πηδῆσαι ἄκοντα, ἀλλά τις Ἀργείων κόμισε χροΐ καί μιν ὀίω αὐτῷ σκηπτόμενον κατίμεν δόμον Ἄιδος εἴσω; Od. 16, 473 νῆα ϑοὴν ἰδόμην κατιοῠσαν – · πολλοὶ δ' ἔσαν ἄνδρες ἐν αὐτῇ. Als enclitisch wurde αὐτόν Iliad. 12, 204 berachtet, αἰετὸς ὑψιπέτης –, – δράκοντα φέρων ὀνύχεσσι – ζωόν. ἔτ' ἀσπαίροντα. καὶ οὔ πω λήϑετο χάρμης· κόψε γάρ αὐτον ἐχοντα κατα στῆϑος παρὰ δειρὴν ἰδνωϑεὶς ὀπίσω; s. Lehrs Quaestt. Epp. p. 124.
III. Mit dem Artikel ὁ αὐτός, ἡ αὐτή, τὸ αὐτό, att. zsgzgn ἁὐτός, ἁὐτή, ταὐτό u. ταὐτόν (ταὐτό bei den Tragg. nur, wo die Endsylbe kurz sein muß, ταὐτόν vor Vocalen u. wo Position nöthig ist, in Prosa aber kann beim steten Schwanken der Handschriften noch kein Unterschied gemacht werden), ταὐτοῠ, ταὐτῷ, ταὐτά; ion. ὡὐτός, ὡὐτοί, τὠυτό, auch Pind. Ol. 1, 45; derselbe. Einzelne Beispiele schon Hom. Il. 6, 391 Od. 7, 55. 326, bei dem auch der Artikel fehlt, Il. 12, 225 Od. 8, 107. 10. 158, obwohl in ὅς ῥά μοι ὑψίκερων ἔλαφον εἰς ὁδὸν αὐτὴν ἧκεν auch erklärt werden kann: in den Weg selbst, gerade in den Weg. Bei den Attikern fehlt der Artikel nie, denn καὶ νῠν ἔτ' αὐτός εἰμι heißt: noch bin ich selbst, Soph. O. R. 557; ebenso ἀνὴρ ὅδ' οὐκέτ' αὐτός Eur. Phoen. 927; φανήσεται παισὶν ἀδελφὸς αὐτὸς καὶ πατήρ O. R. 459 u. A. Häufig steht dabei der dat., τὠυτὸ ὑμῖν ἐπρήσσομεν, wir thaten dasselbe, was ihr thatet, Her. 4, 119; οἱ αὐτοὶ ὄντες ἐκείνοις Plat. Menex. 244 b; ἐν τῷ αὐτῷ κινδύνῳ αἰωροῦμαι τοῖς φαυλοτάτοις Thuc. 7, 77; auffallender φέρε δὴ ἄλλην εἰκόνα σοι λέξω ἐκ τοῦ αὐτοῦ γυμνασίου τῇ νῦν, für ἐξ οὗ τὴν νῦν, Plat. Gorg. 493 d; seltener καί z. B. ἵνα μή σφισι αἱ αὐταὶ φυλαὶ ἔωσι καὶ Ἴωσι Her. 5, 69; vgl. 4, 109; ὥσπερ, εἴ τις διισχυρίζοιτο τῷ αὐτῷ λόγῳ, ὥσπερ σύ Plat. Phaed. 86 a; vgl. Lob. ad Phryn. p. 426 f. Bei Plat. Rep. III, 412 d steht τὸ ταὐτόν dem τὸ ἕτερον entgegen. Adverbial kommt oft vor ἐν ταὐτῷ εἶναι, μένειν u. dgl., τινί, an demselben Orte mit Einem sein, ohne τινί, zusammen bleiben; auch = an demselben Orte bleiben, nicht weiter kommen, d. i. nichts ausrichten, Plat. Euthyd. 288 a; ἐν ταὐτῷ γίγνεσϑαι ἀλλήλοις, zusammenkommen, Conv. 172 c: ebenso εἰς ταὐτὸν ἐλϑεῖν; – ἐκ τοῠ αὐτοῦ, von demselben Orte aus; ἐπὶ τῶν αὐτῶν διέμενον Pol. 1, 18, sie blieben in demselben Zustande; κατὰ τὸ αὐτό. zu derselben Zeit, auf einmal; aber κατ' αὐτό, eben, gerade; auch ὑπὸ τὸ αὐτό, um dieselbe Zeit, vgl. Hermann zu Viger. p. 735.
Die Komiker haben auch einen comparat. αὐτότερος, Epicharm. bei Apollon. Pron. p. 340; u. einen superl. αὐτότατος, Ar. Plut. 83, er leibhaftig selbst.
In der Composition bedeutet αὐτό 1) von selbst, von Natur, αὐτοφυής. – 2) allein, αὐτόσκηνος, bloß, nichts weiter, αὐτόξυλος. – 3) selbst, durch keinen Andern, freiwillig, αὐτομαϑής, αὐτόματος. – 4) leibhaftig, ähnlich, Αὐτοϑαΐς. – 5) sammt, αὐτόπρεμνος. – 6) Bezeichnung des Abstractums, f. I, 3.
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13 ἐντεῡθεν
ἐντεῡθεν, = ἔνϑεν, nur demonstr., ion. ἐνϑεῦτεν; – a) örtlich, von da, von hier aus; Od. 19, 568; ἐντεῠϑεν τὴν κέλευϑον ᾖξας Aesch. Prom. 838; ἄπαγε νῠν μ' ἐντεῠϑεν ἤδη Soph. O. R. 1521; πῶς οὖν ἔχει τἀντεῦϑεν εἰςιόντι μοι El. 1331; von hier aus, in Bezug auf den Ankommenden; ὅτι ἐντεῠϑεν οὐκ ἄπιμεν Plat. Phaed. 236 c; οἱ ἐντεῠϑεν ἀρχόμενοι ἐρᾶν Conv. 181 d; ἐντεῠϑέν ποϑεν εἰςιέναι Phaedr. 270 a; ἐντ. σκοπεῖτε Is. 1, 26; ζῆν, davon leben, Isocr. 15, 152, wie βίον ποιεῖσϑαι Thuc. 1, 5. – b) von der Zeit, von da an, darauf; κἀντ. ἄλλος ἄλλον ἔϑραυε Soph. El. 718; Her. u. A.; τἀντεῠϑεν, was darauf zu thun ist, Aesch. Eum. 60; Soph. Phil. 823; τῷ δὴ ἐντ. ἤδη πρόςσχες τὸν νοῠν, auf das Folgende, Theaet. 198 b; Conv. 217 e; τί λέγωμεν τοὐντεῠϑεν Legg. III, 699 e; sofort, Pol. 3, 69, 10; – pleonastisch, ἐντ. ἐπὶ τούτοις Arist. H. A. 8, 17. – c) Vom Grunde, daher, deshalb, Xen. u. A.
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14 ἐνταῦθα
ἐνταῦθα, ion. ἐνϑαῦτα, = ἔνϑα, aber nur demonstr.; – a) vom Orte, hier, daselbst; Aesch. Prom. 82 u. die anderen Tragg., wie in Prosa überall, dem ἐκεῖ entgeggstzt, Plat. Conv. 187 c; ἐνταῠϑά που, hier irgendwo, Ar. Av. 1184; c. gen., ἐνταῠϑα τῆς ἠπείρου Thuc. 1, 46; ἐνταῠϑα ἦμεν τοῠ λόγου Plat. Theaet. 177 c; Rep. IX, 588 a u. öfter. Auch bei Verbis der Bewegung, hierher; Il. 9, 601; ἐνταῦϑα πέμπει τούςδε Aesch. Pers. 442; ἐνταῠϑα γὰρ δὴ τοῦδ' ἀφικόμην κακοῠ Ch. 878, so weit im Unglück; πέμπειν Soph. El. 372, vgl. Tr. 1183; ἐμοὶ ἀκολούϑησον ἐντ. οἷ ἀφικόμενος Plat. Gorg. 527 c; προελήλυϑας, προβέβηκα, Theaet. 187 b Phil. 57 a, ἐπειδὴ ἐντ. ἀναβεβήκαμεν τοῠ λόγου, da wir so weit gekommen sind, Rep. IV, 445 c, die perfecta nicht zu übersehen; ἐνταῠϑα κατέφυγεν Xen. An. 3, 4, 11; μέχρις ἐντ., bis hierher, 5, 5, 4. – b) von der Zeit, da, dann, nun, jetzt; Aesch. Prom. 204; Soph. O. C. 802; in Prosa, Thuc. 1, 11, wo es das voranstehende ἐπειδή aufnimmt, wie Xen. Cyr. 4, 5, 9 dem ἐπεί entsprechend. Oft steht δή, ἤδη dabei, vgl. Krüger zu Xen. An. 3, 4, 25; ἐπειδὴ ἐνταῦϑα ἤδη εἶ τῆς ἡλικίας Plat. Rep. I, 328 e. – c) Allgemeiner, hierin, in diesem Punkte, Falle, z. B. ἐντ. γὰρ κακὸς φαίνει φίλος Soph. O. R. 582, hierin zeigst du dich als schlechten Freund; τί οὖν ἐγὼ ἐντ. ἠδίκησα Xen. An. 7, 6, 14; ἐντ. ἴσως διαφέρω τῶν πολλῶν, hierin unterscheide ich mich, Plat. Apol. 29 b.
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15 ἔνθα
ἔνθα, adv., da, 1) demonstr., – a) vom Orte, daselbst, dort; ἃς ὁ μὲν ἔνϑ' ἀπόλωλε, so kam er dort um, Il. 14, 137; Aesch. Suppl. 33; Plat. Phaedr. 247 c; Xen. An. 1, 7, 15; ἔνϑα καὶ ἔνϑα, hier und dort, Plat. Tim. 79 e; ἔνϑα μὲν καλόν, ἔνϑα δὲ αἰσχρόν Conv. 211 a; ἢ ἔνϑα ἢ ἔνϑα Od. 10, 574, wie Plat. Legg. VIII, 835 b. – Bei Hom. auch bei Verbis der Bewegung, ἔνϑ' ἐλϑών, dahin gekommen, Il. 13, 23; ἔνϑ' ἴομεν κείοντες 14, 340; Od. 3, 295. 6, 47. 12, 5, vgl. Spitzner zu Il. 15, 82; παρϑένος ἔνϑα βεβακα· γυνὰ δ' εἰς οἶκον ἀφέρψω Theocr. 27, 64; ἔνϑα καὶ ἔνϑα, dahin und dorthin, hin und her, Od. 2, 213. Aehnl. περιέπεμπον ἔνϑα μὲν φύλακας, πρὸς δὲ τοὺς πρέσβεις Thuc. 6, 45. – b) von der Zeit, da, damals, Hom. u. Folgde; ἔνϑα δ' ἔπειτα, darauf dann, Od. 7, 196. 10, 516; Plat. Phaedr. 249 b; Xen. An. 4, 1, 17; ἔνϑα δή, da nun, bes. darauf nun, die Aufeinanderfolge von Begebenheiten zu bezeichnen; so entspricht es im Nachsatz dem ἐπεί des Vordersatzes, Hell. 2, 4, 39, u. öfter bei diesem u. Sp., wie Plut. – 2) relativ, – a) vom Orte, wo, Il. 1, 610 u. öfter; bei Folgdn häufiger als die demonstrative Bdtg. Bei Hom. auch ἔνϑα τε, Il. 2, 594. 5, 305, vgl. τέ; ἔνϑα περ, 13, 524; ἔνϑα δὲ τὸ πῠρ ἐκαίετο – βόϑροι ἐγίγνοντο Xen. An. 4, 5, 6; auch auf ein voranstehendes subst. bezogen, ἐπὶ τὸν λόφον, ἔνϑα ἦσαν οἱ πολέμιοι, 3, 4, 41; auch bei Verbis der Bewegung, ἄγειν ἔνϑα ὑμῖν ἐδόκει 7, 6, 14; ἐμποδὼν τοῠ μὴ ἤδη εἶναι ἔνϑα πάλαι σπεύδομεν, wo man freilich ein εἶναι ergänzen könnte, 4, 8, 14; vgl. Soph. ὁδοιποροῦμεν ἔνϑα χρῄζομεν El. 1088, wohin wir wünschen, u. Phil. 1452; aber in κρύψον νιν ἔνϑα μή ποτ' εἰς εὐνὴν πατρὸς τούτων πρόςεισι μηδέν, El. 428, steht es für ἐνταῠϑα, ὅϑεν; etwas anders Xen. στὰς ἔνϑα πνεῖ ἄνεμος ἢ ἀντίος, wo der Wind weht, wo er her weht, gegen den Wind, Oec. 18, 1. Bei Soph. auch in indirecter Frage, ἱστορῶ ἔνϑ' ᾤκηκεν El. 1090; c. gen., ἔνϑα πημάτων κυρῶ Eur. Tro. 680. – b) von der Zeit, bes. Xen., ἔνϑα πρῶτον εἰς φιλίαν γῆν ἀφίκοιντο, da, wo, u. sobald als, An. 5, 1, 1 u. A.; auch c. gen., ἔνϑα τοῦ χρόνου, zu welcher Zeit, Ael. V. H. 10, 18.
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16 ὥς-τε
ὥς-τε, adv., das sich zu ὡς verhält, wie ὅστε zu ὅς, das Folgende mit dem Vorhergehenden enger verbindend (vgl. τέ), – 1) wie ὡς und ὥςπερ, wie, sowie, gleichwie, so wie auch, eine Vergleichung einleitend, oft bei Hom. u. Her.; auch ὥςτε περ, Il. 18, 518; wie ὥςπερ immer zu Anfange des Vergleichungssatzes; häufig wie ὡς dem demonstr. adv. ὥς entsprechend. So auch Pind. P. 4, 64 (vgl. ὧτε); Tragg.; κατώρυχες δ' ἔναιον ὥςτ' ἀήσυροι μύρμηκες Aesch. Prom. 450; Spt. 13 Ch. 415 u. oft; πάντες ὥςτε τοξόται σκοποῦ τοξεύετ' ἀνδρὸς τοῦδε Soph. Ant. 1020; κατ' οἶκον οἰκουροῦσιν ὥςτε παρϑένοι O. C. 344; Eur.; einzeln auch bei den andern Attikern, s. Schäf. zu Long. p. 333. 460 u. Schol. An. Rh. 1, 296, wie Lob. zu Phryn. 427. – In Gemäßheit einer Eigenschaft, als, wie ἅτε, τὸν δ' ἐξήρπαξ' Ἀφροδίτη ῥεῖα μάλ' ὥςτε ϑεός, als Göttinn rettete sie ihn leicht, Il. 3, 381; auch Her. 5, 83. 101. 6, 94. – 2) als conj. beim Folgesatz, so daß; u. zwar – a) den Folgesatz äußerlich nur anreihend, wie itaque, und so, daher, weshalb; c. indic., βέβηκεν, ὥςτε πᾶν ἐν ἡσύχῳ ἔξεστι φωνεῖν Soph. O. C. 82, er ging, u. so steht es frei, ruhig zu sprechen; τοσόνδ' ἔχεις τόλμης πρόςωπον, ὥςτε τὰς ἐμὰς στέγας ἵκου O. R. 533; ὥςτε καταληψόμεϑα αὐτὸν ἔνδον Plat. Prot. 311 a, vgl. Gorg. 464 d, u. öfter; καὶ εἰς μὲν τὴν ὑστεραίαν οὐχ ἧκεν, ὥςϑ' οἱ Ἕλληνες ἐφρόντιζον Xen. An. 2, 3,25, u. oft; Mem. 2, 2,3 Cyr. 1, 4,1; bes. wenn es sich auf den ganzen vorigen Satz, nicht auf ein einzelnes Wort desselben bezieht, dah. An. 3, 4,37 auffällt; vgl. aber auch Plat. οὕτως ἀγαπῶσι τοὺς ἐπαινέτας, ὥςτε προςπαραγράφουσι πρώτους Phaedr. 257 e; Gorg. 478 e; γίγνεται τοσοῦτον μεταξὺ τῶν στρατευμάτων, ὥςτε τῇ ὑστεραίᾳ οὐκ ἐφάνησαν οἱ πολέμιοι Xen. An. 3, 4,37, wo Krüger behauptet, der Satz sei so fortgeführt, als wenn πολύ voranstände, nicht τοσοῦτον. – Auch c. opt. pot., Soph. El. 325 O. C. 45 O. R. 857 Her. 2, 16 Ar. Ach. 908; ὥςϑ' ὁ βίος ἀβίωτος γίγνοιτ' ἂν τὸ παράπαν Plat. Polit. 299 e; Prot. 335 d u. sonst, wie Xen. An. 5, 6,20. – Sogar der imperat. steht dabei, ϑνητὸς δ' Ὀρέστης, ὥςτε μὴ λίαν στένε Soph. El. 1163, darum klage nicht so sehr; ὥςτε ϑάῤῥει Xen. Cyr. 1, 3, 18. – Vgl. noch Pors. praef. Eur. Hec. p. LIII, – b) einen innern Zusammenhang zwischen dem Folgesatze und dem Hauptsatze ausdrückend, bes. wenn es sich auf ein bestimmt ausgesprochenes Demonstrativ bezieht; mit acc. c. inf.; bei Hom. nur zweimal: εἰ δὲ σοὶ ϑυμὸς ἐπέσσυται, ὥςτε νέεσϑαι, ἔρχεο Il. 9, 42, wenn dir das Herz strebt, so daß du heimkehren möchtest, so gehe; οὐ τηλίκος εἰμί, ὥςτε σημάντορι πάντα πιϑέσϑαι, ich bin nicht in dem Alter, daß ich gehorchen könnte, um in Allem zu gehorchen, Od. 17, 21; ῥηϊδίως κεν ἐργάσσαιο, ὥςτε σέ κ' εἰς ἐνιαυτὸν ἔχειν, so daß du auf ein Jahr genug hast, Hes. O. 44; Pind. Ol. 9, 80 N. 5, 1. 35. 50; Tragg.: αὐχῶ τήνδε δωρεάν μοι δώσειν Λί', ὥςτε τῶνδέ σ' ἐκλῦσαι πόνων Aesch. Prom. 339; οἶμαι μὲν ἀρκεῖν σοί γε καὶ τὰ σὰ ἀλγήματα, ὥςτε μὴ τὰ τῶν πέλας στένειν Soph. Phil. 340, vgl. Ant. 1235 Tr. 1116; Eur.; Ar.; u. in Prosa: ἤδη γὰρ ὑπέφαινέ τι ἡμέρας, ὥςτε καταφανῆ αὐτὸν γενέσϑαι Plat. Prot. 312 a; Gorg. 458 c u. sonst; natürlich, wenn dasselbe subj. wie im Hauptsatz ist, der nom. beim inf., Polit. 295 a. – Steht ἄν dabei, so ist der inf. als aus dem optat. pot. entstanden zu denken, μιᾶς τρέφει πρὸς νυκτός, ὥςτε μήτ' ἐμέ, μήτ' ἄλλον βλάψαι ποτ' ἄν Soph. O. R. 374; El. 1308; οἱ ϑεοὶ ἐν τοῖς ἱεροῖς ἐσήμηναν, ὥςτε καὶ ἰδιώτην ἂν γνῶναι (auch ein Unkundiger könnte es merken) Xen. An. 5, 10, 31. – Bes. ist ὥςτε c. inf. nach einem compar. mit ἤ zu merken, μέζω κακὰ ἢ ὥςτε ἀνακλαίειν, größeres Elend, als daß man es beweinen könnte, d. i. zu groß, als daß Thränen dafür hinreichten, Her. 3, 14; νεώτεροί εἰσιν ἢ ὥςτε εἰδέναι, sie sind zu jung, als daß sie wüßten, u. ä.; auch beim bloßen Positiv, ψυχρόν, ὥςτε λούσασϑαι, zu kalt, um sich zu baden, Xen. Mem. 3, 13, 3. – In einzelnen Fällen ist es angemessener, es durch » unter der Bedingung daß« auszudrücken, ἐκήρυξάν τε, εἰ βούλοιντο τὰ ὅπλα παραδοῦναι καὶ σφᾶς αὐτοὺς Ἀϑηναίοις, ὥςτε βουλεῦσαι, ὅτι ἂν ἐκείνοις δοκῇ Thuc. 4, 37; vgl. 1, 28; Xen. An. 5, 6,26 εἰδώς, ἃ Τιμασίωνι οἱ Ἡρακλεῶται ἐπαγγέλλοιντο, ὥςτε ἐκπλεῖν, unter der Bedingung nämlich, so nämlich hatten sie es ihm versprochen, daß sie fortschifften; ähnl. βούλεται πονεῖν, ὥστε πολεμεῖν 2, 6,6, wenn er nur Krieg führen könnte. – Beim partic. steht es auch für ὡς, z. B. ὥςτε φυλασσομένων τῶν ὁδῶν, da die Wege bewacht waren, Her. 5, 35; vgl. ὥςτε περὶ ψυχῆς, da es um das Leben galt, Od. 9, 423.
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17 ὧδε
ὧδε, att. auch ὡδί, adv. demonstr. der Art und Weise, von ὅδε, so, also.auf solche Art, auf diese Weise, auch so sehr, in so hohem Grade, wie οὕτως und ὥς; oft bei Hom., einem Satze mit ὡς entsprechend Il. 3, 300. 6, 478. 21, 430. 24, 398 Od. 19, 312; öfter allein, wie Pind. N. 4, 229. 8, 45; Tragg. Bes. auf das Folgende bezüglich, folgendermaßen, wenn Jemandes Worte angeführt werden sollen, Il. 1, 181. 3, 297. 4, 81 Od. 2, 111. 17, 9 u. öfter; Hes. O. 205; ὧδ' ἠμείψατο Soph. Phil. 378; so sehr, τίς ὧδε τλησικάρδιος ϑεῶν ὅτ ῳ τάδ' ἐπιχαρῆ Aesch. Prom. 159, öfter; ὧδ' ἔχει λόγος Aesch. Ag. 1661 Ch. 521; ein vorangehendes Participium wieder aufnehmend, μυρίαις δὲ πημοναῖς δύαις τε καμφϑείς, ὧδε δεσμὰ φυγγάνω Prom. 511, vgl. Spt. 258; εἴπερ ὧδ' ἔχει Soph. Phil. 116; ἥ μ' ἔϑηκεν ὧδ' ἄπ ουν 628, u. sonst; in Prosa, ὧδέ πως τὴν σοφίαν ἄγουσι Plat. Theaet. 172 b; ἀλλ' ὧδε σκόπει Rep. VI, 507 a. – Es ist unzweifelhaft, daß ὧδε auch örtliche Bedeutung hatte, = »hier« und = »hierher«, s. z. B. Theocrit. Id. 1, 106 τηνεῖ δρύες, ὧδε κύπειρος, Apollon. Lex. Hom. ed. Bekk. p. 170, 21. Diese örtliche Bedeutung hat man auch in einigen Homerischen Stellen zu finden geglaubt, namentlich Iliad. 18, 392 πρόμολ' ὧδε, Odyss. 1, 182 νῠν δ' ὧδε ξὺν νηὶ κατήλυϑον, 17, 544 τὸν ξεῖνον ἐναντίον ὧδε κάλεσσον, Iliad. 12, 346 ὧδε γὰρ ἔβρισαν Λυκίων ἀγοί, Odyss. 2, 28 νῠν δὲ τίς ὧδ' ἤγειρε, s. z. B. Buttmann Ausf. Griech. Sprachl. ed. 2 Band 2 S. 362. Aristarch nahm auch in diesen wie in allen anderen Homerischen Stellen ωδε = »so«, s. z. B. Scholl. Aristonic. Iliad. 18, 392 πρόμολ' ὧδε: ἡ διπλῆ, ὅτι τὸ ὧδε οὕτως ὡς ἔχεις, οὐδὲν ὑπερϑέμενος. καὶ ἐν Ὀδυσσείᾳ (6, 218) »ἀμφίπολοι, στῆϑ' οὕτω«. S. Lehrs Aristarch. ed. 2 p. 70 und 379. – ll. Hom. Apoll. 471 νῠν δ' ὧδε ξὺν νηὶ κατήλϑομεν. – Bei den Tragg. vergleiche man: ἔπλευσαν ὧδ' ἐπιτυχεῖ κότῳ Aesch. Suppl. 725; ὧδ' ἐλήλυϑα Soph. O. R. 7; τὸν ϑεῖον ἤδη μάντιν ὧδ' ἄγουσιν 298; O. C. 178. 1208 Trach. 496. – Plat. Prot. 328 d προὔτρεψάς με ὧδε ἀφικέσϑαι.
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18 αὐτός
αὐτός, selbst. Ⅰ. Selbst, in eigener Person. (1) ich du er als einer u. derselbe mit Ausschluß eines anderen; αὐτοὺς δέ, die Leiber, im Ggstz gegen die Seele; die Mutter gegen die Jungen; oft ehrend den Gebieter, Heerführer bezeichnend. (2) mit Pronomen, (a) mit pron. pers., αὐτὸν σέ, dich selbst, dich gerade, (b) dem pron. poss. ἐμὸν αὐτοῦ χρεῖος, meine eigene Not, (c) Beim pron. demonstr.: gerade, eben, αὐτὸ τοῦτο τὸ Βυζάντιον, eben dies Byzanz; adverbial., αὐτὸ τοῦτο, ἵνα, eben deshalb. (3) Beim Nomen: πρὸς αὐτοῦ Ζηνός, bei Zeus selbst. (4) (a) von selbst, aus eigenem Antriebe, (b) für sich selbst, ohne andere, allein. (5) Wie in selbander, selbdritter, wird auch durch αὐτός bei Ordinalzahlen ein Zusammensein ausgedrückt, πέμπτος αὐτός, er selbst als der fünfte, also mit vier anderen. (6) durch αὐτός mit einem Nomen im dat. ein begleitender Umstand, der sonst nicht gewöhnlich dabei ist. - Ⅱ. In der Komposition bedeutet αὐτό (1) von selbst, von Natur, αὐτοφυής, (2) allein, αὐτόσκηνος, bloß, nichts weiter, αὐτόξυλος, (3) selbst, durch keinen andern, freiwillig, αὐτομαϑής, αὐτόματος, (4) leibhaftig, ähnlich, Αὐτοϑαΐς, (5) samt, αὐτόπρεμνος -
19 γάρ
γάρ, (1) denn, zur Angabe der Ursache od. des Grundes sehr; (a) der Grund mit γάρ steht dem zu begründenden Satze bisweilen voran, bes. in Anreden, Ἀτρείδη, πολλοὶ γὰρ τεϑνᾶσι Ἀχαιοί; bes. in Sätzen, die eine Aufforderung enthalten, wo der Grund davon vorausgeschickt wird. Auch in Parenthesen, wie εἶεν σὺ γὰρ τούτων ἐπιστήμων τίχρὴ ποιεῖν. (b) oft fehlt der zu begründende Satz u. ist aus dem Zusammenhange zu ergänzen; γάρ entspricht dann gew. dem deutschen ja. Am häufigsten in Antworten, ἀλλὰ τίη μοι ταῦτα φίλος διελέξατο ϑυμός; οἶδα γάρ, ich weiß ja. Auch in Konditionalsätzen, οὐ γὰρ ἄν ποτε πρώταισιν ὑμῖν ἀντέκυρσα, sonst (wenn das nicht wäre) wäre ich ja nicht euch zuerst begegnet. Ferner in Einwendungen, τούτῳ γὰρ οὐ νικήσετε, damit freilich werdet ihr nichts ausrichten. (c) zuweilen enthält der mit γάρ eingeführte Satz nicht den eigentlichen Grund, sondern die Veranlassung zu dem vorangegangenen Ausspruch, οἵδ' οὐκέτ' εἰσί· τοῦτο γάρ σε δήξεται, das wird dir doch wehe tun. (2) nämlich, zur Erklärung und Auseinandersetzung des Vorhergehenden. Bes. häufig in Sätzen, auf welche durch ein pron. od. adv. demonstr. hingewiesen wird. (3) in der Frage: denn, meist so, daß es kausal zu fassen. γάρ steht nie im Anfange eines Satzes, sondern gew. nach dem ersten Worte, u. meist nur dann, wenn dies mit dem folgenden eng verbunden ist, auch nach dem zweiten u. dritten, μὲν γάρ, ἐν τῷ φρονεῖν γάρ -
20 δἡ
δἡ, eine Partikel, welche dazu dient, Begriffe hervorzuheben. Da es den hervorgehobenen Begriff nicht selten als eine offenbare, nicht abzuleugnende Tatsache hinstellen will, so kann man es in solchen Fällen zuweilen durch »augenscheinlich«, »offenbar«, » gewiß« übersetzen; zuweilen auch durch »allerdings«, »ja«, »also«, »nun«, »eben«, »grade«, »schon«. In der Regel steht δή unmittelbar hinter dem Worte, welches durch dasselbe hervorgehoben werden soll; doch schließt es sich auch gern an μέν, δέ, τέ, καί, γάρ, γέ, ῥά und ähnliche Wörtchen; auch μὴ δή ist nicht selten. Häufig erscheint δή. (a) temporell: jetzt eben, schon; δὴ γάρ, denn schon; δή ποτε, schon einmal; δὴ τότε, da nun; οἶσϑα δὴ τὸ πᾶν, nun weißt du alles; πάλαι δή, schon lange; auch = so gleich, unverzüglich, von der unmittelbaren Zukunft; u. allein δή, so eben, von dem unmittelbar Vergangenen. (b) auf das Vorhergehende zurückweisend, zuweilen zur Einführung des Nachsatzes, auch nach εἰ, ἐπεί, u. oft zur Fortsetzung der durch Zwischensätze unterbrochenen Rede: nun, kurz, sofort. So auch μὲν δή, wodurch die Sache als abgemacht hingestellt wird. So steht es oft in der Frage, τοῠ δὴ ἕνεκα ταῦτα λέγω; weswegen denn nun?; zum Ausdruck des Unwillens u. bei Aufforderungen; ἄγε δή, εἶα δή, ἴϑι δή, wohlan. (c) determinativ, den Grad od. das Maß eines Wortes zu bestimmen: gerade nur, gar, vollends; bes. (1) nach pronom.; bei personal., um im guten Sinne od. verächtlich die Person hervorzuheben; bes. oft bei demonstr.; τούτου δὴ ἕνεκα, gerade deswegen; οἷος δὴ σύ, sowie eben du; οὗ δὴ ἕνεκα, weswegen eben; ὅστις δή steigert die Unbestimmtheit: wer es anch sein mag; δή τις; ἄλλοι δή, wer sie auch sein mögen; πολὺ δή τι, ich weiß nicht wie viel. (2) bei adjectivis, ebenso steigernd, πολύς, πᾶς, μέγας, u. bes. bei superl., ἠμφιεσμένων ϑαυμαστὰ δὴ ὅσα, wer weiß wie sehr. (3) bei verbis, allerdings, bekräftigend; Ausdruck des Gewissen u. Tatsächlichen: ἦ δή, ἦ μάλα δή, οὐ δή, μὴ δή, nur ja nicht; ἴνα δή, damit gerade eben
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См. также в других словарях:
demonstr. — abbr. demonstrative … Dictionary of abbreviations
demonstr. — abbrev Demonstrative (also demon. or demons.) … Useful english dictionary
БЫТИЕ — первая книга Пятикнижия Моисея, содержащая повествование о творении мира, начальной истории человечества и израильских патриархах. Название Евр. название книги («Берешит» В начале) соответствует обычной для Др. Востока традиции именования книг в… … Православная энциклопедия
ЕВХАРИСТИЯ. ЧАСТЬ I — [греч. Εὐχαριστία], главное таинство христ. Церкви, состоящее в преложении (μεταβολή изменение, превращение) приготовленных Даров (хлеба и разбавленного водой вина) в Тело и Кровь Христовы и причащении (κοινωνία приобщение; μετάληψις принятие)… … Православная энциклопедия
demonstra — DEMONSTRÁ, demonstrez, vb. I. 1. tranz. A arăta în mod convingător, prin argumente, prin raţionamente logice sau prin exemple concrete, adevărul sau neadevărul unei afirmaţii, al unui fapt etc.; a proba, a dovedi. ♦ A face dovada, prin calcule şi … Dicționar Român
ИСПОВЕДЬ — [греч. ἐξομολόγησις; лат. confessio (peccatorum)], один из основных элементов таинства Покаяния в христ. Церкви; представляет собой устное или письменное изложение своих греховных поступков и помыслов перед священнослужителем в надежде обрести их … Православная энциклопедия
иной — укр. iнчий, iнший, ст. слав. инъ ἄλλος, ἕτερος, ὁδέ, болг. ин, ина, ино, сербохорв. и̏н, чеш. jiny, др. польск. iny, inny, в. луж. стар. jiny, н. луж. стар. hуnу. Нельзя отделять от *ino один, одно в сложениях и производных : иноходь ж., иноходец … Этимологический словарь русского языка Макса Фасмера
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Problems in loop theory and quasigroup theory — In mathematics, especially abstract algebra, loop theory and quasigroup theory are active research areas with many open problems. As in other areas of mathematics, such problems are often made public at professional conferences and meetings. Many … Wikipedia