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61 ἑῶμεν
ἑῶμεν, Hom. einmal, Iliad. 19, 402 ἐπεί χ' ἑῶμεν πολέμοιο, wenn ich des Kampfes satt sein werde, wenn ich am Kampfe mich gesättigt haben werde, Homerisch plur. statt des sing.; Scholl. ὅτι δασυντέον τὸ ἑῶμεν · ἔστι γὰρ ἄδην ἔχωμεν, κορεσϑῶμεν. Dies Scholium lies't man in Lehrs Herodian mit dem Zusatze nisi potius Aristonici est und in Friedländers Aristonicus mit dem Zusatze nisi potius Herodiani est. Auf jeden Fall ist die Metalepsis ἄδην ἔχωμεν, κορεσϑῶμεν Aristarchisch. Apollon. Lex. Hom. ed. Bekk. p. 80, 28 ἑ ῶμε ν · κορεσϑῶμεν · "ἐπεί κ' ἐῶμεν πολέμοιο". Iliad. 13, 315 οἵ μιν ἄδην ἐλόωσι καὶ ἐσσύμενον πολέμοιο, Scholl. Didym. κατ' ἔνια τῶν ὑπομνημάτων οἵ μιν ἄδην ἐάσουσι, ὅ ἐστι κορέσουσιν · καὶ ἐπὶ τοῦ Ποσειδῶνος ( Odyss. 5, 290) "ἀλλ' ἔτι μέν μίν φημι ἄδην ἐλάαν κακότητος" διὰ τῶν δύο ᾱᾱ παρέκειτο ἑά α ν. μαρτυρεῖ καὶ τὸ, ἄσειν ἐν Τροίῃ ταχέας κύνας ( Iliad. 11, 818)". οὕτως Ἀρίσταρχος. Die letzten Worte, οὕτως Ἀρίσταρχος, gehören nicht ursprünglich mit dem Vorher" gehenden zusammen, sondern sind der Rest eines andern, gleichfalls aus Didymus Werke ausgezogenen Scholiums, welches so ziemlich denselben Inhalt hatte. Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι Ζηνόδοτος ἀγνοήσας τὸ σημαινόμενον πεποίηκε καὶ ἐσσύμενον πολεμίζειν. ἔστι δὲ τὸ ἄδην ἐλόωσιν ἀντὶ τοῦ κορεσϑῆναι αὐτὸν ποιήσουσι τοῦ πολέμου, καίπερ προϑυμίαν ἔχοντα. Also nach Aristonicus schrieb Aristarch ἄδην ἐλόωσι, nach Didymus aber ἄδην ἐάσουσι (oder ἑάσουσι). Hier liegt kein Widerspruch vor; in seiner ersten Ausgabe schrieb Aristarch ἄδην ἐάσουσι, in seiner zweiten ἄδην ἐλόωσι. Aristonicus Werk erklärte überall lediglich Aristarchs zweite Ausgabe, Didymus aber, sich auf ἔνια τῶν ὑπομνημάτων berufend, giebt hier Aristarchs erste Ausgabe wieder; Ὑπομνήματα hat Aristarch nur zu Aristophanes Ausgabe und zu seiner eigenen erst en Ausgabe geschrieben, nicht zu seiner zweiten, s. Sengebüsch Hom. diss. 1p. 27 sqq. In der von Didymus zu Iliad. 13, 315 verglichenen Stelle Odyss. 5, 290 ist die Sachlage nicht klar; des Didymus Ausdruck, παρέκειτο ἑάαν, klingt so, als habe dort Aristarch zur Zeit seiner ersten Ausgabe die Schreibart ἑάαν gebilligt, aber nicht in den Text zu setzen gewagt, weil ἐλάαν dort besser verbürgt zu sein schien. Doch sind Didymus Worte auch mit der Annahme vereinbar, daß Aristarchs erste Ausgabe Odyss. 5, 290 ἑάαν im Texte gehabt habe. – Nach dieser Lage des Thatbestandes erscheint folgende Auffassung als möglich: Aristarch nahm ein Verbum ἑάω (oder ἐάω) an, futur. ἑάσω (oder ἐάσω), Bedeutung "sättigen", verwandt oder identisch ἄω, ἄσω; von diesem Verbum ἑάω steht Iliad. 13, 315 ganz regelrecht das futur., ἑάσουσιν αὐτὸν πολέμου; Odyss. 5, 290 steht der infin. ἑάαν, entweder praes. in eigner Bedeutung, das indirecte φημὶ αὐτὸν ἑάαν κακότητος entstanden aus dem directen conjunctiv. hortativ. ἄγε ἑῶ, "laß mich "ihn sättigen", "ich will, ich soll ihn sättigen", oder mit Enallage des Tempus praes. statt des futur., φημὶ αὐτὸν ἑάαν = "ich sage, daß ich ihn sättigen "werde", oder futur. attic., Nebenform von ἑάσειν; Iliad. 19, 402 steht das praes. ἑῶμεν mit Enallage des Tempus, wie ἐπὰν ἥκωσιν = ἐπὰν ἀφιγμένοι ὦσιν oder ἐπὰν ἀφίκωνται, und mit Auslassung des Objects, ἐπὰν ἑῶμεν (= ἑάσωμεν) πολέμου = ἐπὰν ἡμᾶς αὐτοὺς ἑῶμεν (= ἑάσωμεν) πολέμου, oder, eben dasselbe anders ausgedrückt, intransitiv, oder, eben dasselbe anders ausgedrückt, mit Enalllage des genus verbi, Activ statt des Passivs, wie ναιετάουσι = ναιετάονται. So werden grade von ἄω "sättigen" anderswo Formen bei Homer gebraucht, Iliad. 21, 70 ἱεμένη χροὸς ἄμεναι = "sich zu "sättigen", 15, 317 λιλαιόμενα χροὸς ἆσαι = "sich zu sättigen", 23, 157 γόοιο μὲν ἔστι καὶ ἆσαι = "sich zu sättigen". Ueber Aristarchs Annahmen von Enallage des Tempus und des genus verbi s. Friedlaender Aristonic. p. 2 sqq. – Ueber die ganze Sache vgl. man, mit großer Vorsicht, Buttmann Lexil. 2 S. 130 Spitzner Excurs. XXXI und Lehrs Aristarch. ed. 2 p. 331.
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62 ἔμ-πᾱς
ἔμ-πᾱς, bei Homer in der Form ἔμπης, Dorisch und Äolisch ἔμπᾱς oder ἔμπᾱν und ἔμπᾰ, z. B. bei Pindar, entstanden aus ἐν πᾶσιν (ἐν πάντσιν, ἐν πάντεσσιν). Aristarch erklärte es bei Homer – 1) = ὅμως, dennoch, doch, 2) = ὁμῶς, ὁμοίως, ἐπίσης, gleicherweise, gleichmäßig. In der letzteren Bedeutung z. B. Iliad. 14, 174 ἔμπης ἐς γαῖάν τε καὶ οὐρανὸν ἵκετ' ἀυτμή, Odyss. 18, 354 ἔμπης μοι δοκέει δαΐδων σέλας ἔμμεναι αὐτοῦ καὶ κεφαλῆς, vgl. Odyss. 19, 37 Iliad. 17, 632 u. s. Lehrs Aristarch. ed. 2 p. 142. Die Erklärung = gleicherweise, gleichmäßig paßt unläugbar an manchen Stellen und ergiebt sich zwanglos aus dem Ursprunge des Wortes, ἐν πᾶσιν, in allen (Theilen, Stücken, Rücksichten, Beziehungen u. s. w.). Eben so zwanglos ergiebt sich aus dem Ursprunge des Wortes die andere Bedeutung = dennoch, doch, ἐν πᾶσιν, in allen Fällen, unter allen Umständen, also auch unter den im betreffenden Falle obwaltenden Umständen, bei Allem dem; und unläugbar paßt auch diese Erklärung an manchen Stellen. Daß sie überall passe u. allei n festzuhalten sei, behaupten Einige; daß die andere Bedeutung = gleicherweise, gleichmäßig, überall passe u. alle in festzuhalten sei, dürfte Niemand behaupten. An machen Stellen wird unläugbar ἔμπης sehr passend genau mit den Worten der Grundbedeutung selbst übersetzt, = in allen Fällen, auf jeden Fall, unterallen Umständen, z. B. Iliad. 12, 326 ἔμπης γὰρ κῆρες ἐφεστᾶσιν ϑανάτοιο μυρίαι, ἃς οὐκ ἔστι φυγεῖν βροτὸν οὐδ' ὑπαλύξαι; freilich kann man auch hier ἔμπης γάρ übersetzen = » ja doch«. Vgl. noch Iliad. 1, 562. 2, 297. 9, 518. 14, 1. 17, 229. 19, 422. 24, 522 Odyss. 3, 209. 5, 205. 15, 361 u. s. Rhode Homer. Miscellen Programm von Moers S. 27 ff. – Dasselbe, was bei Homer, gilt auch bei den Folgenden in Bezug auf die Bedeutung von ἔμπης; s. Hesiod. O. 142. 179 Pind. P. 4, 86. 237. 5, 59 N. 4, 36. 6, 4. 11, 44 Aeschyl. Prom. 48. 187 Eum. 229 Soph. Ai. 122. 563 Ant. 845 Theocr. 10, 29. 25, 13 Apoll. Rh. 1, 251. 791. In Prosa Pittac. epist. ap. Diog. L. 1, 81 u. bei Aret.
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63 ἕκαστος
ἕκαστος, jeder, bes. jeder Einzelne, im Gegensatz einer Vielheit oder Gesammtheit; jeder Einzelne in seiner besonderen Beziehung, in welchem Falle auch der plur. steht, wie ῥᾳδίως ἕκαστοι τὴν ἑαυτῶν ἀπολείποντες Thuc. 1, 2. Bei Hom. steht es gew. als Apposition in gleichem Casus mit dem allgemeinen Begriff, Τρῶας ἕκαστον ὑπήλυϑε τρόμος, jeden Troer, Il. 7, 215: ὐμμι κακὸν πέμπει ἑκάστῳ, euch u. zwar einem Jeden, 15, 109; γυναῖκες ἐϑαύμαζον ἑκάστη 18, 496; αὐτὰ ἕκαστα ἔλεγον Her. 5, 13; Thuc. 6, 93 u. A.; sonst steht im Attischen in diesem Fall der Genitiv, ἑκάστη τῶν ἐπιστημῶν, τῶν τεχνῶν, Plat. Parm. 134 a Rep. I, 341 d. Doch Hdn. 4, 13, 16 καὶ οἱ μὲν ἕκαστος εἰς τὰς στέγας ἐπανῄεσαν. – Das Verbum steht oft im plur. dabei; τῶν πάντων οἱ ἕκαστος ὄϊν δώσουσι μέλαιναν Il. 10, 215; ἔμενον ἐν τῇ ἑωυτοῦ τάξι ἕκαστος Her. 3, 158; 7, 144; καϑ' ὅσον ἐδύναντο ἕκαστος Plat. Prot. 327 e; οἱ ἄλλοι πάντες δημιουργοὶ βλέποντες πρὸς τὸ ἑαυτῶν ἔργον ἕκαστος Gorg. 503 e; ὅ, τι ἕκαστος ἐπίστασϑε Xen. Conv. 3, 3; ὅπη ἐδύναντο ἕκαστος An. 4, 2, 12; auch so, daß auf ein ἕκαστος sich κατὰ τὴν αὐτῶν οὐσίαν bezieht, Plat. Phileb. 48 e. – Gew. steht das subst. dabei ohne Artikel; hat das subst. den Artikel, so steht ἕκαστος entweder nach, oft in der Bdtg. jedesmalig, τὸν δήμαρχον ἕκαστον Her. 3, 6; τῆς ἡμέρας ἑκάστης Thuc. 5, 47; εἰς τὸ ἔργον ἕκαστον Plat. Crat. 389 c; Rep. I, 339 c; oder vor, wo sich der Artikel auf eine folgende Bestimmung bezieht, ἐξ ἑκάστων τῶν πόλεων, δι' ὧν ἐξέρχεται Prot. 315 a; oder wo das Einzelne hervorgehoben wird, ἑκάστη ἡ ἐπιστήμη Parm. 134 a; ἕκαστον τὸ ἔϑνος Xen. An. 1, 8, 9. – Ὅστις ἕκαστος, jeder welcher, Hes. Th. 459; vgl. Plat. Legg. VII, 799 a; – εἷς ἕκαστος, s. εἷς; – αὐτὸς ἕκαστος, selbst jeder, Her. u. a., bes. αὐτὰ ἕκαστα, alles u. jedes, φράζειν, λέγειν, Aesch. Prom. 952 Her. 5, 13, vgl. αὐϑέκαστος; – ἕκαστός τις, ein jeder, Pind. N. 4, 92; Soph. Ant. 262; Thuc. 9, 31; – καϑ' ἕκαστον, einzeln für sich, wie ὡς ἕκαστος, jeder für sich, Thuc. 5, 4 u. oft bei Attikern. – Erst bei Sp. für ἑκάτερος, Dion. Hal. 3, 2. 6, 42.
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64 ἰσο-πολίτης
ἰσο-πολίτης, ὁ, Bürger von gleichem Rechte mit den andern, wie dies in einem demokratischen Staate der Fall ist, Bürger in einer Demokratie; auch Bürger eines Municipiums, D. Hal. 8, 76. Daher
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65 ἵστημι
ἵστημι, entst. aus σίστημι, Latein. sisto, Wurzel ΣΤΑ, s. Curtius Grundz. d. Griech. Etymol. 2. Aufl. S. 191. Die transitive Bedeutung " stellen" hat praes., impft., fut. 1., aor. 1. act.; imper. ἵστη Il. 21, 313, καϑίστα 9, 203, wie von ἱστάω; ἱστᾷ Her. 4, 103; κατίστα 6, 43; ἱστᾶν Plat. Crat. 437 b; ἀφιστῴης Xen. Conv. 2, 20; impt. ἵστην, ἵστασκε Od. 19, 574; tut. στήσω; aor. ἔστησα, dazu die 3. Pers. plur. ἔστασαν, ep. für ἔστησαν, Il. 2, 525, Bekk. ἵστατον, Od. 3, 182, 18, 307, Bekk. ἵστασαν, vgl. Spitzner Exc. V zur Il.; Il. 12, 54 ff. ist mit Bekker zu schreiben κρημνοὶ περὶ πᾶσαν ἕστασαν (s. nachher) ἀμφοτέρωϑεν τοὺς ἔστασαν υῖες Ἀχαιῶν, wo Wolf die Spiritus noch umgekehrt vertheilt hat; intrans. sind perf. ἕστηκα u. plusqpf. ἑστήκειν, auch εἱστήκειν, mit Präs.- u. Impft.-Bdtg, ich stehe, ich stand; eben so aor. II. ἔστην, ich trat hin; zum perf. gehören synkopirte Formen, indic. dual. u. plur. ἕστατον, ἕσταμεν, ἕστατε, wofür Il. 4, 243. 246 ἕστητε steht, ἑστᾶσι, conj. ἑστῶ, opt. ἑσταίην, imper. ἕσταϑι, inf. ἑστάναι, ep. ἑστάμεν u. ἑστάμεναι, Hom., partic. ἑστώς, ἑστῶσα, ἑστώς, oder, wie es nach mss. jetzt bei den att. Schriftstellern meist hergestellt ist, ἑστός, gen. ἑστῶτος, ion. ἑστεώς, ep. ἑστηώς, Hes. Th. 519, wie Ap. Rh., bei Hom. gen. ἑσταότος, acc. ἑσταότα, plur. ἑσταότες, plusqpf. ἕστατον, ἑστάτην, ἕσταμεν, ἕστατε, ἕστασαν, was mit der Aoristform ἔστασαν nicht zu verwechseln ist. Vom aor. II. hat Hom. die Iterativformen στάσκον, ες, ε, Il. 3, 217. 18, 160, u. neben ἔστησαν häufiger ἔσταν, στάν, im conj. (statt στῇς, στῇ) στήῃς, στήῃ, 5, 598. 17, 30, plur. στέωμεν für στῶμεν, 22, 231. 11, 348, zweisylbig zu lesen, u. στείομεν, 15, 297, inf. στήμεναι, 17, 167 Od. 5, 414. Med. ἵσταμαι, theils für sich stellen, aufrichten, theils u. bes. in den compp. intr., stehen; fut. στήσομαι, aor. ἐστη-σάμην. Zu ἕστηκα ein fut. in der intrans. Bdtg, ich werde stehen, ἑστήξω, Ar. Lys. 634 Thuc. 3, 37 Plat. Conv. 220 d, auch ἑστήξομαι, Eur. I. A. 675 Xen. Cyr. 6, 2, 17, häufiger bei Sp. Die Form στεῦμαι s. besonders. – In dem Folgdn sind die tempp. nicht geschieden, da der Gebrauch der intransitiven sich überall an den der transitiven anreiht. – Stellen, – 1) im Ggstz zur Bewegung, das Beendigen derselben, das zur Ruhe bringen u. zur Ruhe kommen bezeichnend, still stehen lassen, Halt machen lassen, aufhalten, hemmen; ἵστη δὲ μέγα κῦμα, halt die Wogen an, Il. 21, 313; λαὸν δὲ στῆσον, laß das Volk halten, 6, 433; στῆσαν ἄρ' ἡμιόνους 24, 350, u. öfter ἵππους, νέα; μύλην στήσασα, nachdem sie die Mühle angehalten hatte, Od. 20, 111. So ῥοῦν στῆσαι Plat. Crat. 437 b; τὴν διάῤῥοιαν Arist. H. A. 8, 26; übertr., στήσαντες ἐπὶ τούτων τὴν διήγησιν, dabei innehaltend mit der Erzählung, Pol. 3, 2, 6; τὰ ὄμματα ἔστησεν, er hielt die Augen still, sie waren gebrochen, Plat. Phaed. 118; anders ὀφϑαλμοὶ ἕστασαν Od. 19, 211, sie starrten, standen unbeweglich; so intrans., stehen bleiben, stillstehen, ἔστην δὲ σκοπιὴν ἐς παιπαλόεσσαν ἀνελϑών, ich blieb stehen, nachdem ich hinausgegangen war und stand da, Od. 10, 97. 148, u. so oft, häufig mit Participien von Verbis der Bewegung, στῆ δὲ μάλ' ἐγγὺς ἰών, ἔστη ἐπ' οὐδὸν ἰών, στῆ δ' ἐπὶ τάφρον ἰών, κατεπάλμενος ἀντίος ἔστη, Il. 11, 94, στήτην ἐρχομένω, Od. 17, 261, so daß darin die vorangegangene Bewegung mit zu denken ist, στῆ δ' ἄρ' ὑπὲρ κεφαλῆς, er trat hin u. stand zu Häupten, Il. 2, 20, στῆ δὲ παρὰ Πρίαμον, er trat neben den Priamus hin, 24, 169, εἴ κέ μευ ἄντα στήῃς, 17, 30, μοὶ ἆσσον στῆϑι, tritt näher zu mir, 23, 97, στῆϑ' οὕτως ἐς μέσσον, tritt in die Mitte, Od. 17, 447, ἤλασεν ἄγχι στάς, trat hinzu u. schlug, 3, 449; στῆϑι πλησίον πατρός Soph. Tr. 1065; τί ποτ' αἰϑερίαν ἕστηκε πέτραν; warum ist sie auf den Fels getreten? Eur. Suppl. 987; στὰς εἰς τὸ μέσον Xen. Cyr. 4, 1, 1; – νῶϊ δ' ἔπειτα στῆμεν ἐνὶ προϑύροισιν, wir blieben stehen, Il. 11, 776; 21, 551; στῆτέ μοι ἀμφίπολοι, πόσε φεύγετε, bleibt mir stehen, Od. 6, 199. – Damit ist nicht der Fall zu verwechseln, wo der aor. I. scheinbar intrans. steht in der Bdtg "still halten", "anhalten", denn immer ist aus dem Zusammenhange νέας od. ἵππους zu ergänzen, Od. 7, 4. 19, 188 Il. 11, 348. 22, 231. Häufig so auch aor. I, med. – Den Ggstz hebt Plat. oft hervor, οὔτε ἕστηκεν οὔτε κινεῖται Soph. 250 c, ἑστᾶσί τ' ἅμα καὶ κινοῦνται Rep. IV, 436 d, ὅταν κινούμενον ἵστηται Parmen. 156 c; ἐὰν ἡ κοιλία, τὰ καταμήνια στῇ, zum Stehen kommen, nicht fließen, Arist. H. A. 3, 11. 9, 12. – So auch οὐ στήσεται πάντας ἀνϑρώπους ἀδικῶν, er wird nicht anhalten, nicht aufhören, Unrecht zu thun, Dem. 10, 10; ὡς οὐ στήσεται τοῦτο ἄνευ μεγάλου τινὸς κακοῦ 10, 36, es wird nicht zur Ruhe kommen, beigelegt werden; οὐ μὲν ἐνταῦϑ' ἕστηκε τὸ πρᾶγμα 21, 102; auch Sp., wie ἔστη δὴ οὕτω τὸ δεινόν Hdn. 1, 13, 10. – Hieran reiht sich die Nebenbdtg des müssigen, unthätigen Stehens, Il. 5, 485. 10, 480. – Aber auch = dem Feinde Stand halten, οὐκέτι ἵστανται, ἀλλὰ φεύγουσι Xen. An. 1, 10, 1; 4, 8, 19; οἱ μὴ στάντες παρὰ τὰ δεινά D. Hal. 9, 28, die den Gefahren nicht Trotz bieten. – Uebertr., ὅτι ἵστησιν ἡμῶν ἐπὶ τοῖς πράγμασι τὴν ψυχήν, weil sie den Geist dabei verweilen läßt, darauf hinrichtet, Plat. Crat. 437 a. – 2) stellen, aufrichten, aufrecht hinstellen, Ggstz Liegen oder Sitzen, u. intrans. aufrecht stehen, oft mit ὀρϑός verbunden, ὀρϑῶν δ' ἑσταότων ἀγορὴ γένετ', οὐδέ τις ἔτλη ἵζεσϑαι Il. 18, 246, ἧσται, οὐδ' ὀρϑὸς στῆναι δύναται ποσὶν οὐδὲ νέεσϑαι οἴκαδε, Iros saß, denn er konnte nicht auf den Füßen gerade stehen, noch auch gehen, Od. 18, 240; ὀΐων ὀρϑῶν ἑσταότων 9, 441; πελέκεας ἵστασχ' ἑξείης, stellt der Reihe nach auf, 19, 574. So bes. ἱστὸν στῆσαι u. στήσασϑαι, den Mastbaum im Schiffe aufrichten, um sich zur Fahrt zu rüsten, od. den Webebaum od. Webestuhl aufstellen, um das Gewebe darauf zu beginnen; κρητῆρας στήσασϑαι, Mischkrüge auf-, hinstellen, um das Mahl zu beginnen, Od. 2, 431; τινί, den Mischkrug Einem zu Ehren aufstellen, Il. 6, 528; ἔγχος ἔστησε, stellte die Lanze hin, 15, 126; anders Soph. λόγχας στήσαντ' ἔχετον Ant. 146, vom feindlichen Entgegenstellen, -strecken; Soph. setzt στάντες ἐς ὀρϑόν dem πεσόντες gegenüber, O. R. 51; ib. 143 ist βάϑρων ἵστασϑε nach den Schol. ἀνάστητε ἀπὸ τῶν καϑεδρῶν, erhebt euch von den Stufen; στῆσόν με κἀξίδρυσον O. C. 11; σύ με εἰς ὀρϑὸν ἵστη Eur. Suppl. 1229; eben so ἔγχος μέν ῥ' ἔστησε φέρων πρὸς κίονα μακρήν Od. 1, 127; ὀρϑὸν κρᾶτ' ἔστησαν, sie hielten den Kopf hoch, Eur. Hipp. 1203; vom Pferde ὀρϑὸν οὖς ἵστησιν, spitzt die Ohren, Soph. El. 27; ὥςτε πάντας ὀρϑίας τρίχας στῆσαι O. C. 1621, wir gew. intrans. "das Haar sträubte sich Jedem empor", wie Il. 24, 359 ὀρϑαὶ δὲ τρίχες ἔσταν ἐνὶ γναμπτοῖσι μέλεσσιν, sie standen aufrecht, starrten empor, vgl. κρημνοὶ ἕστασαν Il. 12, 55; Aesch. τριχὸς δ' ὀρϑίας πλόκαμος ἵσταται Spt. 546; ὀρϑαὶ αἱ τρίχες ἵστανται Plat. Ion 535 c; ἑστὼς ὀρϑός Legg. II, 665 e; Ggstz von κείμενος Prot. 344 c. – Daher auch – a) Denkmäler, Bildsäulen u. dgl. errichten, τρόπαιον u. τρόπαια, das Fluchtod. Siegesdenkmal aufrichten, Soph. Tr. 1092 Plat. Critia. 108 c u. Folgde; τρόπαιον ἱστάναι πολεμίων, über die Feinde, Isocr. 4, 150; τὸ κατ' ἐκείνων ὑπὸ τῶν βαρβάρων σταϑὲν τρόπαιον 5, 148; ἕστᾱκε δ' Ἄτας τρόπαιον ἐν πύλαις Aesch. Spt. 937; auch mit näherer Beziehung auf das Subject τρόπαια στήσασϑαι, Ar. Plut. 453, Xen. Hell. 4, 6, 12 u. A.; – στήλη, ἥ τ' ἐπὶ τύμβῳ ἀνέρος ἑστήκει, die auf dem Grabe errichtet ist, steht, Il. 17, 435; στήλην ἀποϑανόντι στῆσαι D. Cass. 69, 10; μνημεῖον Ar. Equ. 268; ἀνδριάντα, eine Bildsäule errichten, Her. 2, 110; εἰκόνες ἕστασαν ἐκ χρυσοῦ Plat. Critia. 116 e; ἐν τῷ ἱρῷ ἕστηκε λίϑινος, er, d. i. seine Bildsäule von Stein steht, ist errichtet, Her. 2, 141; τὴν πέριξ σφίγγες ἕστασαν 4, 79; σφυρήλατος ἐν Ὀλυμπίᾳ στάϑητι, es soll dir eine metallene Bildsäule errichtet werden, Plat. Phaedr. 236 b; ἱστάναι χαλκοῦς τινάς, ihnen eherne Bildsäulen errichten, Dem. 20, 120. – Auch τεῖχος, eine Mauer errichten, Thuc. 1, 69. – bl χορούς, Chöre aufstellen, zugleich mit der Nebenbdtg des Ordnens, u. dadurch das Fest feiern, Soph. El. 272, Eur. Alc. 1158, Her. 3, 48, der auch eben so sagt τῇ Μητρὶ παννυχίδα, das Nachtfest feiern, 4, 76; κτερίσματα Soph. El. 433; χορόν, ἑορτάν, Pind. P. 9, 113 Ol. 11, 60, Ὀλυμπιάδα Ol. 2, 3. – c) von Soldaten, sie auf stellen, ordnen, τελευταίους τινάς Xen. Cyr. 6, 3,25. So Hom. στίχας ἵστατον, Il. 2, 525, vgl. 16, 199. – Daran reiht sich die Bdtg – 31 hinstellen als Etwas, einsetzen wozu, wozu machen, zunächst – a) τύραννον, zum Herrscher, Soph. O. R. 940; ὃν πόλις στήσει, τοῦδε χρὴ κλύειν Ant. 662; πρὶν ἄν σε τῶν σῶν κύριον στήσω τέκνων O. C. 1045; τὸν ὑπὸ Δαρείου σταϑέντα ὕπαρχον Her. 7, 105; Sp., βασιλέα Δείμαντα στησάμενος D. Hal. 1, 61; βασιλέα σφισὶν ἐστήσαντο D. Cass. 71, 13. Auch φύλακας τούτους στησόμεϑα, Plat. Rep. VI, 484 d. Vgl. das üblichere καϑίστημι. – Aehnlich ἤϑεα καὶ νόμους ἐστήσαντο, richteten sie ein, Her. 7, 35; τὰς σωμάτων ϑεραπείας Pol. 3, 7,6; neben γνῶναι, statuere, D. Hal. 8, 68. – bl erregen, κονίης ὁμίχλην Il. 13, 336, νεφέλας, Wolken aufsteigen lassen, 5, 523 Od. 12, 405. 14, 303; ποδῶν ὑπένερϑε κονίη ἵστατ' ἀειρομένη, Staub stieg auf, sich unter den Füßen erhebend, Il. 2, 151. 23, 366; κῦμα, 21, 240; auch φυλόπιδα στήσειν, den Kampf erheben, beginnen, Od. 11, 314, wie στησάμενοι μάχην 9, 54 u. φύλοπις ἕστηκε, der Kampf erhebt sich, hebt an, Il. 18, 172; φύλοπις, νεῖκος ἵσταται, 13, 333. 18, 172; μάχην Γίγαντες ἔστησαν ϑεοῖς, Eur. Ion 988; πολέμους ἵστασϑαι Her. 7, 9,2; πῇ στήσονται τὸν πόλεμον 7, 236. Aehnlich ἔριν στῆσαι, Zwist erregen, Zank anfangen, Od. 16, 292. 19, 11; ὅτου ποτὲ μῆνιν τοσήνδε πράγματος στήσας ἔχεις Soph. O. R. 699. – Von der Zeit, ἕβδομος ἑστήκει μείς, der siebente Monat hob an, Il. 19, 117, τοῦ μὲν φϑί. νοντος μηνός, τοῦ δ' ἱσταμένοιο, wenn der eine Monat endet u. der andere anhebt, Od. 14, 162. 19, 307; vgl. Hes. O. 782; ἔαρος νέον ἱσταμένοιο Od. 19, 519. Im attischen Kalender hießen die ersten zehn Tage des Monats der μὴν ἱστάμενος, während μὴν μεσῶν die zweite, μὴν φϑίνων die dritte Dekade umfaßt, Her. 6, 106 u. Folgde. – Bes. auch βοήν, Geschrei erheben, Eur. I. T. 1307 Heracl. 129; τίνα βοὴν ἵστης δόμοις Aesch. Ch. 872, wie Antiphan. Ath. X, 450 e; ἰαχάν, κραυγήν, Eur. I. A. 1039 Or. 1529; τίς αὖ παρ' ἄντροις ϑόρυβος ἵσταται βοῆς Soph. Phil. 1263, welch Geschrei erhebt sich. – Uebh. machen, μηδ' ὑπερϑύμως ἄγαν ϑεαὶ βροτῶν στήσητε δύςκηλον χϑόνα Aesch. Eum. 789. – Dah. bei Sp. sich hinstellen, sich benehmen, se gerere, ἀδίκως καὶ ἀγεννῶς Pol. 17, 3,2, εὐλαβῶς 18, 16, 4 u. öfter. – 41 wägen, auf die Wage stellen u. die Wagschale zur Ruhe, ins Gleichgewicht kommen lassen, also an 1) sich anschließend, abwägen, χρυσοῦ δὲ στήσας δέκα τάλαντα Il. 19, 247. 24, 232; ἄποινα, zuwägen, 22, 350; ἔχουσα τρυτάνην ἵστη βόειον δημόν Ar. Vesp. 40; Pax 1215; ἱστᾶσι σταϑμῷ Her. 2, 65; εἴ τις ἱσταίη τιϑεὶς εἰς πλάστιγγας Plat. Tim. 63 b; ἐὰν ἡδέα πρὸς ἡδέα ἱστῇς, abwägen, wie τὸ ἐγγὺς καὶ τὸ πόῤῥω στήσας ἐν τῷ ζυγῷ Prot. 356 b; mit ἀριϑμεῖν καὶ μετρεῖν vrbdn, Xen. Cyr. 8, 2,21 Mem. 1, 1,9. – 5) Die intrans. tempp. u. das med. bezeichnen – a) oft nur das wirkliche Bestehen, Vorhandensein, ein verstärktes εἶναι (vgl. 3), ἁλύει ἐπὶ παντὶ τῷ ἐν χρείᾳ ἱσταμένῳ Soph. Phil. 175, Schol. ἐπὶ παντὶ τῷ ἐν χρείᾳ γιγνομένῳ ἀπορεῖ, in Allem was Noth ist; τόδ' ἐκδιδάσκει καὶ παραλλάσσει φρένας χρηστὰς πρὸς αἰσχρὰ πράγμαϑ' ἵστασϑαι Soph. Ant. 299, sich zum Schlechten hinzuwenden; ἐν ὡραίῳ ἵσταμαι βίῳ Eur. Phoen. 975, wie auch wir sagen "ich stehe in dem Alter"; ἵν' ἕσταμεν χρείας Soph. O. R. 1429, da wir in solcher Lage uns befinden; φρονῶ δὴ ξυμφορᾶς ἵν' ἕσταμεν Tr. 1135; ποῦ σοι τύχης ἕστηκεν Ai. 102; ähnlich ἴσως ἡ τύχη σταίη καλῶς El. 403; – ἐπὶ ξυροῦ ἵσταται ἀκμῆς, es steht, ruht auf der Schneide eines Scheermessers, Il. 10, 173. – b) ein Festgestelltsein, eine feste Haltung gewonnen haben; ἡ ἑστηκυῖα καὶ ἔμφρων ἡλικία Plat. Legg. VII, 882 c, wie καϑεστώς, das bestehende, feste, sichere; τὰ νῦν ἑστῶτα Soph. Tr. 1261; ähnlich φιλόνεικον κατὰ τὴν Λακωνικὴν ἑστῶτα πο-λιτείαν Plat. Rep. VIII, 545 a; χρεία ἑστηκυῖα, καὶ τεταγμένη Pol. 6, 25, 11; λογισμὸς ἑστώς 3, 105, 9, vgl. 9, 12, 7; ἔστη τῇ διανοίᾳ 21, 9,3; vgl. 1) am Ende.
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66 ἤν
ἤν, zsgzgn aus ἐάν (was nachzusehen), wenn, im Fall daß, stets mit dem conj. verbunden; ἢν μή, falls nicht, wo nicht; in indirecten Fragen, ob, ἤν που, ἤν πως, ob etwa, Hom., ἤν τοι, ob denn, – ἤν περ, ἤν περ καί, wenn schon, wenn auch schon. – Die Fälle, wo es bei Her. mit dem indicat. zu stehen schien, sind aus den Handschriften berichtigt; u. so ist auch bei Thuc. 3, 44 ἤν τε καὶ ἔχοντές τι ξυγγνώμης εἶεν schwerlich richtige Lesart. Vgl. aber Schäfer Melet. p. 87.
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67 ἀνασφάλλω
ἀνα-σφάλλω, sich von einem Fall aufrichten, sich von einer Krankheit erholen, genesen -
68 διάπτωμα
διά-πτωμα, τό, Fall, Irrtum -
69 δουπέω
δουπέω, einen dumpfen oder rasselnden Ton von sich geben, krachen, rasseln, tosen; oft von dem Geräusche, welches der Fall im Kampfe hinstürzender und zum Tode getroffener Krieger verursacht, wobei wohl eben so sehr an das Aufschlagen auf den Erdboden wie an das Gerassel der Waffen zu denken -
70 εἰ καί
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71 εἰςαγγελία
εἰς-αγγελία, ἡ, (1) Ankündigung. (2) in Athen eine Art öffentlicher Klagen; die Klageschrift selbst. (a) der Kläger ward, im Fall er den Prozess verlor, nicht bestraft. (b) ἐπὶ κακώσεσιν, beim Archon Polemarchos; der Kläger bleibt straflos, selbst wenn er nicht den 5. Teil der Stimmen erhält. (c) κατὰ τῶν διαιτητῶν, gegen öffentliche Schiedsrichter -
72 εἰςόκε
εἰς-ό-κε, bis daß, bis aus den Fall daß. Auch = so lange wie -
73 ἔμπᾱς
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74 ἐπιεικής
ἐπι-εικής, ές, geziemend, passend, anständig; τύμβον οὐ μάλα πολλόν, ἀλλ' ἐπιεικέα τοῖον, nicht gar groß, aber wie sichs eben gebührt; τίσουσι βοῶν ἐπιεικέ' ἀμοιβήν, die angemessene Buße für die geraubten Stiere; neutrum allein, ὡς ἐπιεικές, wie sich's gehört, wie sich's schickt; mit dem infin., ὅν κ' ἐπιεικὲς ἀκούειν, den zu hören sich geziemt; οἷ' ἐπιεικὲς ἔργ' ἔμεν ἀϑανάτων, wie Werke der Götter beschaffen sein müssen; tüchtig (wie sich's gehört); ἐπιεικὴς λόγος, angemessene Rede. Bei den Attikern herrscht der Begriff des Billigen vor (vgl. ἐπιείκεια) es bildet oft den Gegensatz gegen das strenge Recht des Gesetzes; ἐπανόρϑωμα νομίμου δικαίου, nämlich durch Berücksichtigung der einzelnen Umstände u. Anpassung des allgemeinen Gesetzes auf den einzelnen Fall; τοὐπιεικές, die Billigkeit; τἀπιεικῆ συγχωρεῖν τινι, einräumen, was recht u. billig ist; bes. von Menschen: gute, vernünftige, ordentliche Menschen, die in den Schranken der Ordnung u. Mäßigkeit bleiben; πρόφασις, billig; ὁμολογία, glimpflich; πρὸς τὸ ἐπιεικές, mit Milde; ἡ τρίτη ὁδῶν πολλὸν ἐπιεικεστάτη οὖσα, hat die meiste Wahrscheinlichkeit für sich; ὁδὸς ἐπ., der gut aussieht. Adv. ἐπιεικῶς, geziemend; hinreichend, genügend; ἐπ. παραπλησία ἀλλήλοις ἐστίν, ziemlich, sehr ähnlich; ταῦτ' ἐπ. μέν ἐστιν ὑπό τι ἄτοπα, ist freilich einigermaßen sonderbar; ungefähr, fast; ἐπιεικῶς ἔχειν πρός τινα, mild sein -
75 ἐπίκληρος
ἐπί-κληρος, u. ἐπι-κληρῖτις, ιδος, ἡ, das väterliche Vermögen erbend, bes. ἡ, die Erbtochter, welche keine Brüder hatte, so daß ihr das ganze väterliche Vermögen zufiel, die aber, damit das Vermögen nicht in eine fremde Familie komme, den nächsten Verwandten heiraten mußte, auch, wenn sie arm war, von diesem ausgestattet wurde; im Fall mehrere auf sie Ansprüche machten, trat eine gerichtliche Entscheidung ein. Übh. Erbin; auch τῇ ἀρχῇ, Erbin des Reichs -
76 εὔθῡνα
εὔθῡνα, ἡ, das richterliche Untersuchen, Prüfen, die Rechenschaft, die jeder, der ein öffentliches Amt in Athen verwaltet hatte, innerhalb einer gewissen Zeit nach Niederlegung desselben ablegen mußte; ἐν ταῖς εὐϑύναις κλοπῆς ἁλῶναι, bei der Prüfung der Rechenschaftsablegung des Betruges schuldig befunden werden; τὰ ὑπὲρ τούτων εὐϑύνας δικάζειν, über eine solche Rechenschaftsablegung entscheiden; ὑπέχειν, Rechenschaft ablegen; auch λόγον καὶ εὐϑύνας ἐγγράφειν πρὸς τὸν γραμματέα καὶ τοὺς λογιστάς, schriftliche Rechnung ablegen; ἀποφυγεῖν τὰς εὐϑύνας, freigesprochen werden, wenn die Rechenschaft für zureichend erkannt wird; κατηγορεῖν τὰς εὐϑύνας, auf Rechenschaftsablegung klagen. Übh. Anklage; εὐϑύνας ὀφείλειν, ὄφλειν, im Fall der Verurteilung die Buße zahlen, schulden; dah. übh. Züchtigung -
77 εὐπετής
εὐ-πετής, ές, leicht fallend. (a) übh. leicht; vom Gewichte; auch = leichtsinnig, voreilig. (b) vom Rhythmus der Rede, τὸ εύπετές, der schöne Fall. Adv. εὐπετῶς, leicht, ohne Mühe, bequem; bei Zahlenangaben, ἑξακοσίους ἀμ φορέας ε ὐπετέως χωρέει τὸ χαλκήϊον, es faßt leicht 600 Eimer -
78 ἤν
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79 ἰσοπολίτης
ἰσο-πολίτης, ὁ, Bürger von gleichem Rechte mit den andern, wie dies in einem demokratischen Staate der Fall ist, Bürger in einer Demokratie; auch Bürger eines Municipiums -
80 ἵστημι
ἵστημι, stellen; (1) im Ggstz zur Bewegung, das Beendigen derselben, das zur Ruhe bringen u. zur Ruhe kommen bezeichnend, still stehen lassen, Halt machen lassen, aufhalten, hemmen; ἵστη δὲ μέγα κῦμα, halt die Wogen an; λαὸν δὲ στῆσον, laß das Volk halten; μύλην στήσασα, nachdem sie die Mühle angehalten hatte; übertr., στήσαντες ἐπὶ τούτων τὴν διήγησιν, dabei innehaltend mit der Erzählung; τὰ ὄμματα ἔστησεν, er hielt die Augen still, sie waren gebrochen; anders ὀφϑαλμοὶ ἕστασαν, sie starrten, standen unbeweglich; so intrans., stehen bleiben, stillstehen, ἔστην δὲ σκοπιὴν ἐς παιπαλόεσσαν ἀνελϑών, ich blieb stehen, nachdem ich hinausgegangen war und stand da, u. so oft, häufig mit Participien von Verbis der Bewegung, so daß darin die vorangegangene Bewegung mit zu denken ist, στῆ δ' ἄρ' ὑπὲρ κεφαλῆς, er trat hin u. stand zu Häupten, στῆ δὲ παρὰ Πρίαμον, er trat neben den Priamus hin; μοὶ ἆσσον στῆϑι, tritt näher zu mir; στῆϑ' οὕτως ἐς μέσσον, tritt in die Mitte; ἤλασεν ἄγχι στάς, trat hinzu u. schlug; νῶϊ δ' ἔπειτα στῆμεν ἐνὶ προϑύροισιν, wir blieben stehen; στῆτέ μοι ἀμφίπολοι, πόσε φεύγετε, bleibt mir stehen. Damit ist nicht der Fall zu verwechseln, wo der aor. Ⅰ. scheinbar intrans. steht in der Bdtg »still halten«, »anhalten«, denn immer ist aus dem Zusammenhange νέας od. ἵππους zu ergänzen. Den Ggstz hebt Plat. oft hervor; ἐὰν ἡ κοιλία, τὰ καταμήνια στῇ, zum Stehen kommen, nicht fließen. So auch οὐ στήσεται πάντας ἀνϑρώπους ἀδικῶν, er wird nicht anhalten, nicht aufhören, Unrecht zu tun; ὡς οὐ στήσεται τοῦτο ἄνευ μεγάλου τινὸς κακοῦ, es wird nicht zur Ruhe kommen, beigelegt werden. Hieran reiht sich die Nebenbdtg des müßigen, untätigen Stehens. Aber auch = dem Feinde Stand halten; οἱ μὴ στάντες παρὰ τὰ δεινά, die den Gefahren nicht Trotz bieten. Übertr., ὅτι ἵστησιν ἡμῶν ἐπὶ τοῖς πράγμασι τὴν ψυχήν, weil sie den Geist dabei verweilen läßt, darauf hinrichtet. (2) stellen, aufrichten, aufrecht hinstellen, Ggstz Liegen oder Sitzen, u. intrans. aufrecht stehen; οὐδ' ὀρϑὸς στῆναι δύναται ποσὶν οὐδὲ νέεσϑαι οἴκαδε, Iros saß, denn er konnte nicht auf den Füßen gerade stehen, noch auch gehen; πελέκεας ἵστασχ' ἑξείης, stellt der Reihe nach auf. So bes. ἱστὸν στῆσαι u. στήσασϑαι, den Mastbaum im Schiffe aufrichten, um sich zur Fahrt zu rüsten, od. den Webebaum od. Webestuhl aufstellen, um das Gewebe darauf zu beginnen; κρητῆρας στήσασϑαι, Mischkrüge auf-, hinstellen, um das Mahl zu beginnen; τινί, den Mischkrug einem zu ehren aufstellen; ἔγχος ἔστησε, stellte die Lanze hin; anders λόγχας στήσαντ' ἔχετον, vom feindlichen Entgegenstellen, -strecken; ἀνάστητε ἀπὸ τῶν καϑεδρῶν, erhebt euch von den Stufen; ὀρϑὸν κρᾶτ' ἔστησαν, sie hielten den Kopf hoch; vom Pferde ὀρϑὸν οὖς ἵστησιν, spitzt die Ohren; ὥςτε πάντας ὀρϑίας τρίχας στῆσαι, wir gew. intrans. »das Haar sträubte sich jedem empor«; ὀρϑαὶ δὲ τρίχες ἔσταν ἐνὶ γναμπτοῖσι μέλεσσιν, sie standen aufrecht, starrten empor. Daher auch (a) Denkmäler, Bildsäulen u. dgl. errichten, τρόπαιον u. τρόπαια, das Flucht- od. Siegesdenkmal aufrichten. Auch τεῖχος, eine Mauer errichten. (b) χορούς, Chöre aufstellen, zugleich mit der Nebenbdtg des Ordnens, u. dadurch das Fest feiern; τῇ Μητρὶ παννυχίδα, das Nachtfest feiern. (c) von Soldaten: sie auf stellen, ordnen. (3) hinstellen als etwas, einsetzen wozu, wozu machen, zunächst (a) τύραννον, zum Herrscher. Ähnlich ἤϑεα καὶ νόμους ἐστήσαντο, richteten sie ein; neben γνῶναι, statuere. (b) erheben; νεφέλας, Wolken aufsteigen lassen; ποδῶν ὑπένερϑε κονίη ἵστατ' ἀειρομένη, Staub stieg auf, sich unter den Füßen erhebend; φυλόπιδα στήσειν, den Kampf erheben, beginnen; ἔριν στῆσαι, Zwist erregen, Zank anfangen. Von der Zeit: ἕβδομος ἑστήκει μείς, der siebente Monat hob an. Im attischen Kalender hießen die ersten zehn Tage des Monats der μὴν ἱστάμενος, während μὴν μεσῶν die zweite, μὴν φϑίνων die dritte Dekade umfaßt. Bes. auch βοήν, Geschrei erheben. Übh. machen. Dah. sich hinstellen, sich benehmen, se gerere. (4) wägen, auf die Waage stellen u. die Waagschale zur Ruhe, ins Gleichgewicht kommen lassen, also abwägen. (5) Die intrans. tempp. u. das med. bezeichnen (a) oft nur das wirkliche Bestehen, Vorhandensein, ein verstärktes εἶναι; ἐπὶ παντὶ τῷ ἐν χρείᾳ γιγνομένῳ ἀπορεῖ, in allem was Not ist; ἐν ὡραίῳ ἵσταμαι βίῳ, wie auch wir sagen »ich stehe in dem Alter«; ἵν' ἕσταμεν χρείας, da wir in solcher Lage uns befinden; ἐπὶ ξυροῦ ἵσταται ἀκμῆς, es steht, ruht auf der Schneide eines Scheermessers. (b) ein Festgestelltsein, eine feste Haltung gewonnen haben; καϑεστώς, das bestehende, feste, sichere
См. также в других словарях:
Fall — (f[add]l), v. i. [imp. {Fell} (f[e^]l); p. p. {Fallen} (f[add]l n); p. pr. & vb. n. {Falling}.] [AS. feallan; akin to D. vallen, OS. & OHG. fallan, G. fallen, Icel. Falla, Sw. falla, Dan. falde, Lith. pulti, L. fallere to deceive, Gr. sfa llein… … The Collaborative International Dictionary of English
Fall — Fall, n. 1. The act of falling; a dropping or descending be the force of gravity; descent; as, a fall from a horse, or from the yard of ship. [1913 Webster] 2. The act of dropping or tumbling from an erect posture; as, he was walking on ice, and… … The Collaborative International Dictionary of English
Fall — Fall, v. t. 1. To let fall; to drop. [Obs.] [1913 Webster] For every tear he falls, a Trojan bleeds. Shak. [1913 Webster] 2. To sink; to depress; as, to fall the voice. [Obs.] [1913 Webster] 3. To diminish; to lessen or lower. [Obs.] [1913… … The Collaborative International Dictionary of English
fall in — {v.} 1. To go and stand properly in a row like soldiers. * /The captain told his men to fall in./ Contrast: FALL OUT(3). 2. to collapse. * /The explosion caused the walls of the house to fall in./ … Dictionary of American idioms
fall in — {v.} 1. To go and stand properly in a row like soldiers. * /The captain told his men to fall in./ Contrast: FALL OUT(3). 2. to collapse. * /The explosion caused the walls of the house to fall in./ … Dictionary of American idioms
fall in — or[into place] {v. phr.} To suddenly make sense; find the natural or proper place for the missing pieces of a puzzle. * /When the detectives realized that a second man was seen at the place of the murder, the pieces of the puzzle began to fall… … Dictionary of American idioms
fall in — or[into place] {v. phr.} To suddenly make sense; find the natural or proper place for the missing pieces of a puzzle. * /When the detectives realized that a second man was seen at the place of the murder, the pieces of the puzzle began to fall… … Dictionary of American idioms
fall to — {v.} 1. To begin to work. * /The boys fell to and quickly cut the grass./ Syn.: TURN TO. 2. To begin to fight. * /They took out their swords and fell to./ 3. To begin to eat. * /The hungry boys fell to before everyone sat down./ 4. Begin; start.… … Dictionary of American idioms
fall to — {v.} 1. To begin to work. * /The boys fell to and quickly cut the grass./ Syn.: TURN TO. 2. To begin to fight. * /They took out their swords and fell to./ 3. To begin to eat. * /The hungry boys fell to before everyone sat down./ 4. Begin; start.… … Dictionary of American idioms
fall — I. verb (fell; fallen; falling) Etymology: Middle English, from Old English feallan; akin to Old High German fallan to fall and perhaps to Lithuanian pulti Date: before 12th century intransitive verb 1. a. to descend freely by the force of… … New Collegiate Dictionary
Fall on Me — Infobox Single Name = Fall On Me Caption = Artist = R.E.M. from Album = Lifes Rich Pageant A side = B side = Released = August 1986 Format = 7 Vinyl Recorded = 1986 Genre = College rock Length = 2:50 Label = I.R.S. Records Writer = Producer = Don … Wikipedia