Перевод: со всех языков на немецкий

с немецкого на все языки

Lachmann

  • 1 δῖος

    δῖος, fem. δῑα, δία und δίη, neutr. δῖον, himmlisch, Adjectiv zu Ζεύς (Δίς) genit. Διός Stamm Δι-Wurzel ΔιF-, von welcher ΔίFς. genit. ΔιFός und mit Ausstoßung des Digamma Διός, Adjectiv δίΕιος, δίιος, δῖος, zusammengezogen wie Χῖος aus Χίιος, Etymol. m. p. 278, 13 Choerobosc. in Cram. An. Ox. 2 p. 191, 29 Orion. p. 49, 27. 50, 21 Epimer. Hom. in Cram. An. Ox. 1 p. 107, 17. 109, 8. 123, 20. Bei Homer kommt δῖος oft vor, aber nicht in allen Formen: der dual. fehlt ganz, vom plural. erscheint nur die Form δῖοι, mehrmals als nominat. mascul., als vocativ. mascul. Iliad. 20, 554; vom singular. findet sich das neutr. nur Iliad. 9, 538, nominat. δὶον, während im femin. und mascul. alle Casus gebraucht sind. Vom mascul. ist δίου selten, Odyss. 3, 84 Iliad. 7, 138, häufiger δῖε und δίῳ, noch häufiger δὶον, am häufigsten δῐος. Der singular. femin lautet δῖα (häufig), δίης (Iliad. 16, 565), δίῃ ( Iliad. 11, 588. 698. 17, 40), δῖαν (häufig), vocat, δῖα ( Iliad. 6, 595. 10, 290). Das kurze α von δῖα und δῖαν ist unregelmäßig, dgl. ἴα, μία, πότνια, ἐλάχεια, ϑάλεια, λίγεια, von welchen Beispielen jedoch keines der Unregelmäßigkeit von δῖα genau entspricht, Dagegen scheinen ὄμπνιος, ὄμπνια, ὄμπνιον und πέπειρος, πέπειρα, πέπειρον vollkommene Analoga zu δῖος, δῖα, δῖον zu sein. Vgl. über δῖα Herodian Scholl. Iliad. 6, 160 Dichron. p. 299, 22 Dracon. p. 79, 14. Nach Scholl. Iliad. 2, 152 ist δῖαν statt δίαν Dorisch, vgl. Ahrens Dial. Dor. p. 177 not. 10 (» Nihil moramur commentum grammatici in Scholl. Il. β, 152 τὸ δὲ δῖαν Δωρικῶς συνέστειλεν.«) Homer gebraucht δῖος von Gottheiten, von Menschen, von Pferden, von Meer, Erde, Luft, von Flüssen, Ländern, Städten: Odyss. 3, 826 Λακεδαίμονα δῖαν; Iliad. 21, 48 δῖαν Ἀρίσβην; Odyss. 13, 275 Ἤλιδα δῖαν; Iliad. 12, 21 δῖος Σκάμανδρος; 2, 522 ποταμὸν Κηφισὸν δῖον; Odyss. 19, 540 αἰϑέρα δῖαν; Iliad. 14, 347 χϑὼν δῖα; Odyss. 3, 155 ἅλα δῖαν; Iliad. 8, 185 (Interpolation) Λάμπε δῖε, Pferd des Hektor; 23. 846 Ἀρείονα δῖον, Ἀδρήστου ταχὺν ἵππον, ὃς ἐκ ϑεόφιν γένος ἦεν; Odyss. 14, 48 δῖος ὑφορβός, 17, 508 δῖ' Εὔμαιε, 21, 80 Εὔμαιον, δῖον ὑφορβόν; 21, 940 Φιλοίτιε δῖε; Iliad. 5, 692 δῐοι ἑταῖροι des Sarpedon; 12, 343 wird der Herold Thootes angeredet δῖε Θοῶτα; viele Fürsten, z. B. Iliad. 2, 221 Ἀγαμέμνονι δίῳ, 1, 121 δῖος Ἀχιλλεας, Odyss. 1, 284 Νέστορα δῖον, Iliad. 1, 145 δῖος Ὀδυσσεύς. 13, 460 Πριάμῳ δίῳ, 6, 515 Ἕκτορα δῖον, 3, 329 δῖος Ἀλέξανδρος13, 490 Ἀγήνορα δῖον; Heroinen, Iliad. 5, 70 δῖα Θεανώ, Iliad. 6, 160 δῖ' Ἄντεια, Odyss. 3, 266 δῖα Κλυταιμνήστρη, Iliad. 17, 40 Φρόντιδι δίῃ, und in der Formel δῖα γυναικῶν: Iliad. 2, 714 δῖα γυναικῶν Ἄλκηστις, Odyss, 4, 305 Ἑλένη, δῖα γυναικῶν, 1, 332 δῖα γυναικῶν von Penelope; 20, 147 δῖα γυναικῶν, Εὐρακλει' Ὦπος ϑυγάτηρ Πεισηνορίδαο; ganze Völker: Iliad. 10, 429 δῖοι Πελασγοί, 5, 451 δῖοι Ἀχαιοί; Göttinnen: Iliad. 3, 413 δῖ' Ἁφροδίτη, Odyss. 20, 73 Ἀφροδίτη δῖα; Iliad. 9, 240 ἠῶ δῖαν, 24, 417 ἠὼς δῖα; Odyss. 12, 104 δῖα Χάρυβδις; 12, 133 δῖα Νέαιρα; 5, 321 δῖα Καλυψώ; Iliad. 10, 290 wird Athene δῖα ϑεά angeredet; in der Formel δῖα ϑεάων: Iliad. 14, 184 Here; 18, 205 Athene; 5, 381 Dione; 18, 388 Charis, Hephästos Gattinn; 19, 6 Thetis; Odyss. 5, 116 Kalypso; 12, 155 Kirke; 4, 382 Eidothea; Iliad. 9, 538 heißt Artemis δῖον γένος, ἰοχέαιρα, vgl. Iliad. 6, 180, wo von der Chimära gesagt wird ἡ δ' ἄρ' ἔην ϑεῖον γένος, οὐδ' ἀνϑρώπων. Männliche Gottheiten erhalten bei Homer das Epitheton δῐος nicht. Ein Ueberblick über den ganzen Homerischen Gebrauch des Wortes zeigt, daß nur in einem Theile der Fälle δῖος ungezwungen auf ein persönliches Verhältniß zum persönlichen Gotte Zeus gedeutet werden kann. So kann das Epitheton der Artemis δῐον γένος Iliad. 9, 538 ungezwungen bedeuten »Tochter des Zeus«, um so mehr, als sie kurz vorher durch Διὸς κούρῃ bezeichnet wird, vs. 536; eben so kann füglich gedeutet werden δῖα ϑεά als Anrede an Athene Iliad. 10, 290, um so mehr, als sie kurz vorher in derselben Rede mit Διὸς τέκος angeredet wird, vs. 284; auch in einem unmittelbar vorhergehenden Gebete wird sie mit Διὸς τέκος angeredet, vs. 578, und vs. 290 bezeichnet der Dichter sie dann noch wieder durch Διὸς κούρῃ μεγάλοιο. So Iliad 6, 304. 305. 312 εὐχομένη δ' ἠρᾶτο Διὸς κούρῃ μεγάλοιο. »πότνι' Ἀϑηναίη, ἐρυσίπτολι, δῖα ϑεάων, ἆξον δὴ ἔγχος Διομήδεος« – ἃς αἱ μέν ῥ' εὔχοντο Διὸς κούρῃ μεγάλοιο. Wegen der δῖοι Πελασγοί könnte man sich berufen auf Iliad. 16, 235 Ζεῠ ἄνα Δωδωναῖε, Πελασγικέ. Ein Herold könnte deshalb δῐος heißen, weil die Herolde bei Homer Διὸς ἄγγελοι ἠδὲ καὶ ἀνδρῶν sind, Iliad. 1, 334. Die Könige könnten δῖοι heißen in demselben Sinne. in welchem sie bei Homer den Titel διογενής und διοτρεφής führen, s. diese Wörter. Eumäus, der δῖος ὑφορβός, ist ein Königssohn, Odyss. 15. 413. Aber in gar manchen anderen Fällen würden Erklärungen dieser Art nicht möglich oder doch sehr gezwungen, weit hergeholt, auf willkührliche, nicht zu erweisende Annahmen begründet sein. Man bedenke z. B., daß auch das Meer, das unbestrittene Eigenthum des Poseidon, δῖα heißt, und die Charybdis, und Eidothea, Proteus Tochter, welcher Ποσειδάωνος ὑποδμώς ist, und Thetis, und die Charis und Kalypso und Kirke. Es empfiehlt sich, eine allgemeinere Bdtg von δῖος anzunehmen. So heißt es in Apollon. Lex. Homer. p. 59. 8 Δῖος· ἀπὸ Διὸς τὸ γένος ἔχων, ἢ ἀγαϑός, ἢ γενναῖος, ἀπὸ τῆς τοῠ Διὸς ὑπεροχῆς. Said. erklärt δῖος = ὁ ἔνδοξος; Hesych. Δῖος· ὡς ἀπὸ Διὸς τὸ γένος ἕλκων· »δῖος Ἀχιλλεύς«. καταχρηστικῶς δὲ ὁ ἀγαϑός; vgl. s. v. v. Δίῳ, Δῖα, Δῐαν, Δῖον und einen zweiten Artikel Δῖος ror Διαλλακτής. Besser jedoch ist es wohl, auf den Umstand zurückzugehn, daß der Gott Ζεύς nichts Anderes ist als eine Personification des klaren, lichten Himmels, wie schon die Etymologie beweis't: Ζεύς (Δίς) genit. Διός von Wurzel ΔιF, ron der auch δίαλος, δέελος, δῆλος, composit. ἔνδιος und εὐδία; Sanskrit divjami glänzen, div das Leuchten, der Himmel, djô nominat. djâus Himmel, Himmelsgott, divjas himmlisch, divam Tag, Latein. Diovis, deus, divus, sub dio, dies, vgl. Curtius Grundz. d. Griech. Etymol. 1, 201. 2, 95. Hiernach wäre δῖος = »der himmlische«, »der dem leuchtenden Himmel (personificirt ›dem leuchtenden Himmelsgott‹) angehörige«, »der lichte«, »leuchtende«, »strahlende«, »glänzende«, »der hervorleuchtende«, »sich auszeichnende«, » ausgezeichnete«, » vortreffliche«, » herrliche« u. s. w. Während in den meisten Fällen das Wort in übertragenem Sinne zu nehmen sein wird, tritt eine rein physische Bedeutung unverkennbar hervor in dem Ausdrucke αἰϑήρ δῖα, besonders Iliad. 16, 365 ὡς δ' ὅτ' ἀπ' Οὐλύμπου νέφος ἔρχεται οὐρανὸν εἴσω αἰϑέρος ἐκ δίης, ὅτε τε Ζεὺς λαίλαπα τείνῃ, »nachdem noch unmittelbar vorher (ἐκ) αἰϑὴρ δῖα gewesen war, d. h. klare Luft, unbewölkter Himmel«, vgl. s. v. αἰϑήρ. Diese Erklärung der Stelle, unterstützt auch durch εὐδία und ἔνδιος, ist offenbar die einzige vernünftige Erklärung, welche möglich erscheint sie liegt in einem Schol. B V zu vs. 364 vor, ὡς δ' ὅτ ': ὡς ἐξ εὐδίας ἐπιταράσσεται ὁ οὐρανός, οὕτως ταραχὴ γέγονε τῶν Τρώων, und ausführlicher bei Eustath. zu vs. 364 u. 365 p. 1064, 30 sqq. Daß diese Erklärung auch Aristarchs Erklärung war, kann kaum zweifelhaft erscheinen, sobald man Iliad. 13, 493 und daselbst Scholl. Aristonic. vergleicht (abgedruckt s. v. βοτάνη). Iliad. 13, 493 war offenbar deshalb von Aristarch mit einer Diple notirt, um als Beweisstelle für die Erklärung von Iliad. 16, 365 zu dienen. Da dies in dem ohne Zweifel nicht vollständig erhaltenen Scholium des Aristonicus nicht ausdrücklich gesagt wird, so hat Lehrs Aristarch. p. 172 sqq die Stelle Iliad. 13, 493 mit ihrem Aristoniceischen Scholium und dessen Verhältniß zu Iliad. 16, 365 nicht berücksichtigt. Gegen die richtige Erklärung von 16, 365 mußte er schon deshalb eingenommen sein, weil nicht der codex A, aber die Scholl. B V und Eustathius sie bieten, gegen welche beide Quellen Lehrs bekanntlich ein viel zu weit gehendes Mißtrauen hegt. So erklärt denn Lehrs l. c. die Erklärung »ex coelo sereno« für falsch (»Quod falsum est.«), verzweifelt an der Erklärung der Stelle (»nec hodie solvit quisquam hanc quaestionem nec solvet olim«), behauptet, auch Aristarch habe an der Erklärung der Stelle verzweifelt (»Mansit locus in insolubilibus«) und vermuthet, statt αἰϑέρος ἐκ δίης habe Homer vielleicht gesagt αἰγίδος ἐκ δίης. Sodann p. 174 sagt Lehrs ganz richtig, wenn der αἰ. ϑήρ von keinen Wolken verdeckt werde, seien die Menschen bei Homer ὑπ' αἰϑέρι. » Quae hinc efficitur claritas ea est αἴϑρη. Hinc Aiax lovem implorans precatur (Ρ, 646) ποίησον αἴϑρην. Non poterat ποίησον αἰϑέρα, hunc enim non facit Iuppiter, sed ab initio in coelo extensus est atque extensus erit in aeternum; et sie possunt quidem, ut ad nostrum locum respiciamus, nubila colligi ἐξ αἴϑρης, non ἐξ αἰϑέρος.« Hierbei läßt Lehrs den Zusatz δίης 16, 365 ganz außer Acht; Homer sagt nicht bloß ἐξ αἰϑέρος, sondern αἰϑέρος ἐκ δίης. Ajax würde allerdings Iliad. 17, 646 nicht beten können ποίησον αἰϑέρα, aber er würde beten können ποίησον δῖαν (τὴν) αἰϑέρα; denn αἰϑήρ δῖα ist eben grade so viel wie αἴϑρη, oder wie αἰ. ϑὴρ ἀνέφελος, welchen letzteren Ausdruck, Lesart des Rhianus Odyss. 6, 44 statt αἴϑρη ἀνέφελος, Lehrs in der Anmerkung auf S. 174 als für Homer unbedenklich anerkennt. Lehrs hat nicht gesehen, daß Iliad. 16, 365 δῖος in seiner ursprünglichsten physischen Bedeutung gebraucht ist, hat ihm vielmehr die gewöhnlich angenommene Bedeutung gegeben und es als gleichgültiges, schmückendes Epitheton bei der Erklärung seitwärts liegen lassen. Friedländer in der Ausgabe des Aristonicus verweis't bei Iliad. 16, 365 lediglich auf Lehrs Auseinandersetzung und bemerkt bei Iliad. 13, 493 Nichts. Ueber die Bedeutung des οὐρανός Iliad. 16, 364 s. s. v. οὐρανός. Seine ursprünglichste physische Bedeutung hat δῖος auch Odyss. 19, 540 ὁ δ' ἐς αἰϑέρα δῖαν ἀέρϑη, »er hob sich in den klaren (heiteren, lichten, strahlenden, von Wolken nicht verhüllten) Aether«. Auch dem Ausdrucke ἠὼς δῖα liegt wohl unzweifelhaft eine rein physische Vorstellung zu Grunde: die am klaren Himmel erscheinende Morgenröthe. Flüsse haben bei Homer das Epitheton δῖος (s. oben) wohl in demselben Sinne, in welchem sie bei ihm das Epitheton διιπετής haben: das vom Himmel herabkommende Regenwasser nährt die Quellen der irdischen Gewässer. Also auch hier eine physische Vorstellung. – Sittliche Nebenbedtg ist dem Worte in manchen Stellen wohl nicht abzusprechen. Iliad. 6, 160 las man statt δὶ' Ἄντεια im Alterthume in einem Worte Διάντεια als Eigennamen der Gattinn des Prötos, weil das dort von dieser Berichtete in sittlicher Beziehung sie des Epithetons δῖα unwürdig mache, s. Scholl. Herodian. A und B L. Aristarch las getrennt δὶ' Ἄντεια, Scholl. Aristonic. Ἄντεια: ἡ διπλῆ, ὅτι Ὅμηρος Ἄντειαν, οἱ δὲ νεώτεροι Σϑενέβοιαν, καὶ ὅτι ἀκαίρως τὸ δῖα· μάχεται γὰρ ἡ μάχλος. Herodian vergleicht Odyss. 3, 266 δῖα Κλυταιμνήστρη. – An Athetese von Iliad. 6, 160 hat Aristarch nicht gedacht, wie aus dem Scholium des Aristoniens erhellt. Ἀκαίρως, wie Iliad. 6, 160, schien dem Aristarch δῖος auch Iliad. 3, 852 und 7, 75 gebraucht zu sein. An letzterer Stelle nennt Hector sich selbst δῖον, δεῠρ' ἴτω ἐκ πάντων πρόμος ἔμμεναι Ἕκτορι δίῳ; an ersterer Stelle nennt Menelaos seinen Feind Paris δῖον Ἀλέξανδρον. Diesen Vers, Iliad. 3, 352, erklärte Aristarch für unächt, Scholl. Aristonic. ἀϑετεῖται, ὅτι οὐκ ἀναγκαίως ἐπιλέγεται· καὶ γὰρ ὁ καιρὸς τὸ σύντομον ἔχειν ϑέλει. καὶ δῖον ἀκαίρως ὁ Μενέλαος τὸν ἐχϑρὸν λέγει. Dagegen Iliad. 7, 75 hielt Aristarch für ächt, Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι ἰδίως ὡς περὶ ἑτέρου· καὶ ὅτι πρόμον τὸν πρόμαχον κατὰ συγκοπήν· καὶ ὅτι ἀκαίρως δῖον ἑαυτὸν ὁ Ἕκτωρ. Der Unterschied in der Behandlung dieser Stellen erklärt sich nicht aus dem von Friedländer angenommnen Gesichtspuncte, daß zu einer Athetese das ἀκαίρως gebrauchte δῖος allein nicht Grund genug geboten habe, und daß noch andere Gründe hätten hinzukommen müssen. Aristarch wurde vielmehr durch den Umstand bestimmt, daß der Vers Iliad. 3, 352 sich ohne Störung des Zusammenhangs beseitigen läßt, während die Entfernung von Iliad. 6, 160 und 7, 75 den Zusammenhang aufheben würde. Ließen sich diese Stellen 7, 75 und 6, 160 spurlos beseitigen wie 3, 352, so würden sie so gut wie 3, 352 wegen des ἀκαίρως gebrauchten δῖος für unächt erklärt worden sein, mochten andre Bedenken hinzukommen oder nicht. Anstößige Stellen traf Aristarchs Athetese nur wenn sie für den Zusammenhang entbehrlich waren; im anderen Falle begnügte Aristarch sich, das Bedenkliche mit einer Diple als ungelös'tes Problem zu notiren oder gradezu als fehlerhaft, als ein Versehn Homers, den Aristarch nicht allzu selten ganz offen tadelte. Aber den Zusammenhang opferte Aristarch unter keinen Umständen. Man vgl. über dies auch von Lehrs nicht erkannte kritische Princip Aristarchs und seine Bedeutsamkeit für unsere Homerkritik Sengebusch Recension von Lauers Gesch. der homer. Poesie Jahns Jahrbb. 1853 Bd. 67 Heft 6 S. 624–628. – Bemerkenswerth sind ein Paar Stellen, wo Homer den in eigner Person (nicht etwa in einer Verwandlung als Mensch) redenden Zeus selbst das Wort δῖος gebrauchen läßt: Iliad. 15, 67 sagt Zeus υἱὸν ἐμὸν Σαρπηδόνα δῖον und vs. 68 δῐος Ἀχιλλεύς; diese Stelle hielt Aristarch mit ihrer ganzen Umgebung für unächt, s. Scholl. Aristonic. vs. 56. Aber für ächt hielt Aristarch Iliad. 15, 15 und 15, 161; an letzterer Stelle sagt Zeus ἅλα δῖαν, Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι ἀφ' ἑαυτοῦ Ζεὺς τὴν ϑάλασσαν δῖαν εἴρηκεν; Iliad. 15, 15 sagt Zeus Ἕκτο ρα δῖον, Scholl. Aristonic. ἡ διπλῆ, ὅτι ἀφ' ἑαυτοῠ ὁ Ζεὺς δῐον τὸν Ἕκτορα καὶ ἑξῆς τὴν ϑάλασσαν, »ἢ εἰς ἅλα δῖαν (vs. 161)«. πρὸς τὸ μὴ ὑποπτεύειν τὰ ἐν Ὀδυσσείᾳ (1, 65) » πῶς ἂν ἔπειτ' Ὀδυσῆος ἐγὼ ϑείοιο λαϑοίμην«. Hierin hat Aristarch ganz Recht: man darf Odyss. 1, 65 so wenig für unächt halten, wie Iliad. 15, 15 und 161. Aber wir müssen auf unserem heutigen Standpuncte noch weiter gehen. Die beiden Stellen Iliad. 15, 15 und 161 gehören Lachmann's dreizehntem Liede an, dessen Dichter nach Lachmann's treffendem Ausdrucke (Betrachtungen über Homers Ilias S. 55) »so viel mit göttern kramt«; die Verse Iliad. 15, 56–77, wo vs. 67 Zeus Σαρπηδόνα δῖον sagt und vs. 68 δῐος Ἀχιλλεύς, sind nach Lachmann S. 54 entweder, was wahrscheinlicher sei, ein ursprünglicher Theil desselben dreizehnten Liedes, oder doch eine alte, grade für dies einzelne Lied und in dessen Weise gedichtete Interpolation. Durch Zeus selber also dem Meere und Heroen das Epitheton δῐος geben zu lassen, gehört zu den besonderen Leistungen dieses »so viel mit göttern kramenden« Dichters. Was aber Odyss. 1, 65 betrifft, wo Zeus den Odysseus ϑεῖος nennt, so ist der Vers, in dem dies geschicht, πῶς ἂν ἔπειτ' Ὀδυσῆος ἐγὼ ϑείοιο λαϑοίμην, nicht von einem Interpolator, aber vom Dichter des ersten Buches der Odyssee selber wörtlich aus dem neunten Lachmannschen Liede der Ilias entlehnt, 10, 243, wo diesen Vers mit seinem Ὀδυσῆος ϑείοιο nicht Zeus, sondern der Mensch Diomedes spricht. Der Dichter des ersten Buches der Odyssee hat hier also gedankenlos entlehnt, was ihm auch sonst mehrfach begegnet ist. Aber ohne Zweifel mit Bewußtsein und Absichtläßt der »so viel mit göttern kramende« Dichter des dreizehnten Liedes der Ilias den Zeus Iliad. 15, 25, in derselben Rede, in welcher Hektor δῖος heißt, den Herakles ϑεῖος nennen, ἐμὲ δ' οὐδ' ὧς ϑυμὸν ἀνίει ἀζηχὴς ὀδύνη Ἡρακλῆος ϑείοιο. – ϑεῖος »göttlich« und δῖος »himmlisch« treten bei Homer einige Male neben einander als var. lect. auf; z. B. Odyss. 8, 87. 539 Bekk. ϑεῖος ἀοιδός, var. lect. δῖος ἀοιδός; Odyss. 16, 1 Bekk. δῖος ὑφορβός, var. lect. ϑεῖος ὑφορβός; Iliad. 23, 689 Bekk. δῖος Ἐπειός, var. lect. ϑεῖος Ἐπειός. – Hesiod. Th. 260 δίη nominat. sing. fem., καὶ Ψαμάϑη, χαρίεσσα δέμας, δίη τε Μενίππη; Th. 991 von einem männlichen Gotte δαίμονα δῐον; Th. 697 ἠέρα δῖαν; frgm. Aegim. 2 ap. Steph. Byz. s. v. Ἀβαντίς (ed. 2. Goettling. p. 252 frgm. no 3) νήσῳ ἐν Ἁβαντίδι δίῃ; frgm. ap. Schol. Iliad. 2, 764 (ed. 2. Goettling. p. 275 frgm. no 100) ποδωκὴς δῖ' Ἀταλάντη; Op. 299 ἐργάζευ, Πέρση, δῐον γένος, oder Δῖον γένος mit großem Δ = Sohn des Dios, erinnert an Hom. Iliad. 9, 538 δῖον γένος, ἰοχέαιρα; Th. 376. 969. 1004. 1017 Scut. 338 δῖα ϑεάων; Th. 866 χϑονὶ δίῃ; Op. 479 Scut. 287 χϑόνα δῖαν; Cert. ed. 2. Goettl. p. 321, 24 Ἕκτορα δῐον. – Sapphon. frgm. ap. Hermog. Rhet. Gr. ed. Walz 3 p. 317 Eustath. Iliad. p. 9, 41 (Bergk P. L. G. ed. 2 p. 677 frgm. 45) χέλυ δῖα, Anrede an die Lyra. – Pindar. Pyth. 7, 11 Πυϑῶνι δίᾳ; Isthm. 8, 22 δῖον Αἰακόν. Aeschyl. nennt Suppl. 646 den Zeus selbst δῖον πράκτορά τε σκοπόν, »den himmlischen und rächenden Wächter«, πράκτορα adjectivisch; Prom. 88 ὦ δῖος αἰϑήρ ; Suppl. 967 δῖε Πελασγῶν; accusat. sing. fem. δίαν: Suppl. 1058 φρένα δίαν, Sinn des Zeus; Pers. 271 μάταν τὰ πολλὰ βέλεα παμμιγῆ γᾶς ἀπ' Ἀσίδος ἦλϑ' ἐπ' αἶαν δίαν Ἑλλάδα χώραν, für δίαν var. lect. δᾴαν; Suppl. 5 δίαν χϑόνα, Aegypten; öfters δῖον neutr.: Suppl. 558 δῖον ἄλσος, Aegypten; Suppl. 580 ἕρμα δῖον, ein von Zeus erzeugtes Kind im Mutterleibe; Prom. 654 τὸ δῖον ὄμμα, Auge des Zeus; Prom. 1033 στόμα τὸ δῖον, Mund des Zeus; Prom. 619 βούλευμα τὸ δῖον, Rathschluß des Zeus; δῐος πόρτις Suppl. 313 und δῐον πόρτιν Suppl. 42 = Epaphos. – Sophocl. Phil. 344 δῖος Ὀδυσσεύς; Aj. 757. 771 δίας Ἀϑάνας. Euripid. gebraucht δῖος als adject. zweier End. Bacch. 598 φλόγα δίου βροντᾶς, Donnerschlag des Zeus; nominat. und vocat. sing. fem. δία: Iph. T. 404 ἔνϑα κούρα δία τέγγει βωμοὺς καὶ περικίονας ναῶν αἷμα βρότειον; Rhes. 226 Ἄπολλον, ὦ δία κεφαλά, μόλε τοξήρης; in diesen beiden Stellen ist die Länge des α sicher, außerdem aber giebt es bei den Tragikern keine Stelle, in welcher die Quantität des α im nominat. vocat. sing. fem. δια oder im accusat. διαν unzweifelhaft feststände, s. W. Dindorf zu Rhes. 226; dativ. plural.: Ion. 922 δίοισι καρποῖς, des Zeus; Hel. 1093 δίοισιν λέκτροις, des Zeus; accusat. plural.: Bacch. 245 δίους γάμους, des Zeus; Hel. 2 δίας ψακάδος, Regen, vgl. das Homerische Διὸς ὄμβρος; Hippol. 228 δέσποινα δΐας Ἄρτεμι Λίμνας, wohl entschieden falsche Lesart für δέσποιν' ἁλίας; Hecub. 461 ὠδῖνος δίας, der vom Zeus geschwängerten Leto; Heraclid. 1031 δίας παρϑένου Παλληνίδος, Athene; vs. 850 Παλληνίδος δίας Ἀϑάνας; Cycl. 294 δίας Ἀϑάνας; Phoen. 666 δίας ἀμάτορος Παλλάδος; Ion. 200 δίῳ παιδί und vs. 1144 δίου παιδός = Herakles; Bacch. 8 und Alcest. 5 δίου πυρός, Blitzstrahl des Zeus. Man unterscheidet bei den Tragg. Stellen, wo δῖος = »jovialis« sei, und Stellen, wo es = »divinus« sei; letztere schreibt man mit kleinem, erstere mit großem Δ. Aber diese Unterscheidung dürfte sich schwerlich halten und scharf durchführen lassen. Möglich ist die Beziehung auf den persönlichen Zeus bei den Tragg. überall; an den meisten Stellen ist sie unzweifelhaft. – Die Attische Prosa vermied das Wort δῖος; bei Xenoph. z. B. scheint es gar nicht vorzukommen, bei Plat. nur in ein Paar Citaten aus Homer, Rep. 2 p. 379 d (Hom. Iliad. 24, 532 χϑόνα δῖαν), Hipp. min. 371 c (Hom. Iliad. 9, 651 Ἕκτορα δῖον). Das uncontrahirte δίιος scheint Plat. Phaedr. 252 e gebraucht zu haben, οἱ μὲν δὴ οὖν Διὸς δίιόν τινα εἶναι ζητοῠσι τὴν ψυχὴν τὸν ὑφ' αὑτῶν ἐρώμενον, var. lect. δῐόν. – Bei Aristophan. Equit. 1271 Πυϑῶνι ἐν δίᾳ, wohl Anspielung auf Pindar, s. oben, vgl. Scholl. Aristoph. – Auch Herodot. scheint δῖος nicht gebraucht zu haben. Dagegen ϑεῖος ist bei Herodot und in Attischer Prosa beliebt. – Superlat. bei Hesych. s. v. Δῖα ϑεάων und Tzetz. Exeges. p. 87, 4, διοτάτη als Erklärung von δῖα ϑεάων und δῖα γυναικῶν.

    Griechisch-deutsches Handwörterbuch > δῖος

  • 2 collum

    collum, ī, n. u. (vulgär) collus, ī, m. ( aus *colso-, ahd. hals), I) der Hals von Menschen u. Tieren, c. procerum, fictum levi marmore, Varr. fr.: procerum et tenue c., Cic.: c. flexile, Sen.: c. anseris, Lucil. fr.: c. pavonis, Varr. fr.: c. columbae, Cic.: boum colla, Ps. Quint. decl.: aureum colli monile, Amm.: catena collo inserta, Curt.: pallium od. palliolum in collum conicere, um die Schulter werfen, Plaut.: invadere in collum, mit Ungestüm um den Hals fallen, Cic.: secare alci collum gladio, Q. Cic.: collum obtorquere od. obstringere, Plaut., od. torquere, Liv., einen am Halse anfassen, um ihn vor Gericht zu schleppen: collum dare, sich unterwerfen, Prop. – auch wie im Deutschen (es kostet den Hals usw.) als Bild des Lebens, actumst de collo meo, Plaut.: posuit collum in pulvere, Hor.: ne sic mea colla gerantur, Lucan. – II) der Hals einer Flasche, Cato r. r. 88, 1. Phaedr. 1, 26, 10. Plin. 17, 161 u. 28, 174: des Mohns, Verg. Aen. 9, 436: poet. v. der Mitte des Parnassus, Stat. 9, 644. – / Vulgäre Nbf. collus, ī, m., Naev. com. 115. Caecil. com. 56 u. 215. Plaut. Amph. 445; capt. 357 u. 902; Pers. 691. Lucil. sat. 7, 27. Varr. sat. Men. 500. Gargil. de cur. boum § 10: Akk. Plur. collos, Cato orat. 77. Fronto ad M. Caes. 2, 16. p. 38, 5 N. Calv. bei Quint. 1, 6, 42. – u. cōlus, Lucil. sat. 27, 34 M. (Lachmann 621 collus): Abl. colo, Lucil. sat. inc. fr. 164 M. (Lachmann 857 collo).

    lateinisch-deutsches > collum

  • 3 collum

    collum, ī, n. u. (vulgär) collus, ī, m. ( aus *colso-, ahd. hals), I) der Hals von Menschen u. Tieren, c. procerum, fictum levi marmore, Varr. fr.: procerum et tenue c., Cic.: c. flexile, Sen.: c. anseris, Lucil. fr.: c. pavonis, Varr. fr.: c. columbae, Cic.: boum colla, Ps. Quint. decl.: aureum colli monile, Amm.: catena collo inserta, Curt.: pallium od. palliolum in collum conicere, um die Schulter werfen, Plaut.: invadere in collum, mit Ungestüm um den Hals fallen, Cic.: secare alci collum gladio, Q. Cic.: collum obtorquere od. obstringere, Plaut., od. torquere, Liv., einen am Halse anfassen, um ihn vor Gericht zu schleppen: collum dare, sich unterwerfen, Prop. – auch wie im Deutschen (es kostet den Hals usw.) als Bild des Lebens, actumst de collo meo, Plaut.: posuit collum in pulvere, Hor.: ne sic mea colla gerantur, Lucan. – II) der Hals einer Flasche, Cato r. r. 88, 1. Phaedr. 1, 26, 10. Plin. 17, 161 u. 28, 174: des Mohns, Verg. Aen. 9, 436: poet. v. der Mitte des Parnassus, Stat. 9, 644. – Vulgäre Nbf. collus, ī, m., Naev. com. 115. Caecil. com. 56 u. 215. Plaut. Amph. 445; capt. 357 u. 902; Pers. 691. Lucil. sat. 7, 27. Varr. sat. Men. 500. Gargil. de cur. boum § 10: Akk. Plur. collos, Cato orat. 77. Fronto ad M. Caes. 2, 16. p. 38, 5 N. Calv. bei Quint. 1, 6, 42. – u. cōlus, Lucil. sat. 27, 34 M. (Lachmann 621 collus): Abl. colo, Lucil.
    ————
    sat. inc. fr. 164 M. (Lachmann 857 collo).

    Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > collum

  • 4 a [3]

    3. ā, ab, abs, Praep. m. Abl. (ἀπό), sanskr. apa, – / a steht bloß vor Konsonanten (u. zwar gew. vor b, f, p, v) außer dem Spiranten h, ab vor Vokalen, h u. Konsonanten, bes. vor l, n, r, s, sc, sp, st u. vor j, abs nur vor c, q, t, und antik vor dem Namen des Zahlers, zB. bei Cic. ab te und in der ersten Periode abs te, abs Attico; vgl. Zumpt zu Cic. Verr. 3, 138. p. 560 u. im Index p. 1087. Osann zu Cic. de rep. 1, 35. Madvig zu Cic. de fin. 5, 75. Wölfflin im Philol. 34, 114. Helmuth in Acta phil. sem. Erlang. 1, 121. Langen, Beiträge usw. S. 311 ff. Edm. Hauler, Terentiana (Wien 1882) p. 39 sqq. Paul Meier, Untersuchungen über die Echtheit des Briefw. Cic. ad Brut. S. 139 Anm. Vor Vokalen steht abs erst bei Späteren, wie abs ovibus, Ps. Tert. carm. adv. Marc. 403: abs alio, ibid. 5, 121; aber Serv. Verg. Aen. 2, 33 liest Thilo ab alio), mit dem Grundbegriff des Ausgehens von irgend einem Punkte (im Ggstz. zu ad u. in) = von, von... her, von.... weg, von... aus, von... herab u. dgl., I) im Raume, A) zur Angabe der Bewegung: 1) von... weg, fuga ab urbe, Cic.: ab solo patrio in hostium urbem agere, Liv.: proficisci a domo, ab Athenis, Cic., ab Orico, Caes.: a Gergovia (aus der Umgegend von G.) discedere (vgl. Kraner zu Caes. b.G. 7, 43, 5). – So bei den Begriffen »des Entfernens, Trennens, Abhaltens (sich Enthaltens, Abstehens), Abschreckens, Entfremdens u. dgl.« (s. Zumpt § 468): dah. a se (von einander) discedentes, Macr.: u. elliptisch, paululum a sole (verst. recede), (geh) nur ein wenig aus der Sonne, Cic.: dictator ab aratro (verst. arcessitus), Flor. – 2) von... her od. aus, venio a matre, Plaut.: dona tibi adsunt a Phaedria, Ter.: ad carceres a calce revocari, Cic.: ab alta radice, aus der Tiefe der W., Verg.; aber ab radice, samt der W., Verg.: litterae a M. Favonio (vgl. Kraner zu Caes. b.c. 3, 33, 1): unda ab alto, vom hohen Meere her, Verg.: a pectore, tief aus der Br., Verg. – bei Städtenamen, zur Ang. woher? (s. Müller zu Liv. 1, 27, 4), ab Alba accitus, Liv. – Dah. ab alqo (bes. a me, a te, a se, a nobis, a vobis), von jmd. = von od. aus jmds. Hause, v. jmds. Landgute (s. Brix Plaut. mil. 154. Spengel Ter. Andr. 226 u. 461), foris concrepuit hinc a vicino sene, Plaut.: qui amant a lenone, Plaut.: venit (Pompeius) etiam ad me in Cumanum a se, Cic.: verb. domo abs te afferto, Plaut. – bei Städtenamen (s. Schmalz, Pollio p. 86), legati ab Ardea Romam venerunt, Liv. (vgl. unten no. II, B, 2). – Ebenso bei den Begriffen »des Nehmens, Empfangenes, Gebens«, u. des »Hörens, Erfahrens usw.«, s. accipio, emo, audio, cognosco, comperio u. dgl.: dah. ab alqo, von jmd. (gegeben, entlehnt, ausgegangen usw.), Cic. u.a. (s. Ellendt zu Cic. de or. 1, 55. Kühner zu Cic. Tusc. 1, 74): u. bes. a me, abs te, a se, aus meinem, deinem, seinem Beutel, dare, Plaut, u. Cic., solvere, Cic. – Endlich zur Bezeichnung der »Anhänger und Schüler« (s. Kühner zu Cic. Tusc. 2, 7. Ellendt zu Cic. de or. 1, 55 u. zu 2, 27. Sorof zu Cic. de or. 2, 58. Spalding zu Quint. 4, 2, 31). Zeno et qui ab eo sunt, seine Schüler, Cic.: qui sunt ab ea disciplina, Cic.: nostri illi a Platone, οἱ ἀπο Πλάτωνος, Jünger Plaros, Cic., vollst. profecti a Platone, Cic.: homo de schola et a magistro (= ὁ διδαχθείς), Cic. – b) von... herab, suspendere columbam a mālo, Verg.: mālo pendēre ab alto, Verg.: dependēre a cervicibus, Suet.: pugna ab alta puppe, Lucan.: ab orno pendulus, Hor. – c) usque ab = in einem fort-, stets-, durch und durch von... an oder aus usw., plausus usque a Capitolio excitatus, Cic.: enumerasti usque a Thale Milesio philosophorum sententias, von Th. an der Reihe nach, Cic.: u. mit Angabe des Endpunktes der Bewegung, usque ab... ad = von an... bis zu, usque ab unguiculo ad capillum, Plaut.. ab imis unguibus usque ad verticem summum, Cic.

    B) zur Angabe der bloßen Richtung: 1) von... aus, von... her, a supero mari Flaminia (via), ab infero Aurelia, media Cassia, Cic. – und so in vielen Beziehungen, wo der Lateiner die Richtung woher?, der Deutsche den Punkt wo? berücksichtigt, deutsch an od. in, leviter a summo inflexum, Cic.: a contraria aure (instillavit), Plin.: so auch funiculus a puppi religatus, Cic.: ab labris argento circumcludunt (cornua), Caes. – b) von... herab, a summo iugo, Caes.: ab alto caelo, Verg.: securus ab alto spectator, Lucan.: residens flevit ab arce, Prop.

    2) zur Angabe der Seite, von wo aus etwas räumlich betrachtet wird = von der Seite, auf der Seite, von... aus (her), an, auf, bei (s. Fabri zu Liv. 21, 21, 10), a Delta transire, auf der Seite, wo das Delta liegt, beim Delta, Auct. b. Al.: exercitus hostium duo, unus ab urbe, alter a Gallia obstant, Sall.: haud parvum munimentum a planioribus aditu locis, Liv.: ab utroque viae latere, Sen.: a theatro, Caes.: a septentrionibus, auf der Nordseite, Caes.: u. so die (bes. milit.) t.t. a fronte, a tergo, a latere, a dextro cornu, Cic., Caes. u.a.: ab novissimis, im Hintertreffen, Caes. – ebenso bei den geograph. Ausdrücken ab occasu et ortu solis, Liv.: Cappadocia, quae patet a Syria, Cic. – Dah. auch bei Tätigkeiten, die von einer Seite od. von einer Person auf derselben herkommen = von od. auf seiten (s. Fabri Liv. 21, 5, 9. Deder. Dict. 2, 38), tubae cornuaque ab Romanis cecinerant, Liv.: si quid ipsi a Caesare opus esset, Caes.: u. so timere ab alqo, Cic.: timor ab alqo, Liv.: periculum ab alqo, Cic. – übtr., ab alqo = auf jmds. Seite od. Partei, zu jmds. Vorteil od. Bestem (Gunsten), für jmd. (Ggstz. contra od. adversus alqm, s. Hofmann Ausgew. Br. Cic. 3, 18, 2. S. 203), zB. ut ea deditā operā a nobis contra vosmet ipsos facere videamini, Cic.: u. so ab innocentia clementissimus, Cic.: dah. bei esse, stare, facere (intr.), sentire, w.s.

    C) zur Angabe des Entfernungspunktes in der Ruhe, des Abstandes, 1) von einem Punkte usw., bei den Verben abesse, distare u.a. (w.s.), u. bei procul, longe, prope u.a. (w.s.): u. so omnia auscultavi ab ostio, an der Tür, Plaut. – mit einem Zahlworte verbunden = in einer Entfernung von usw., ab milibus passuum minus duobus castra posuerunt, Caes. – übtr., nach den Begriffen »der Verschiedenheit, Änderung usw.«, wie differre, discrepare, diversum esse, alienum od. alieno animo esse ab alqo (w.s.): dah. quantum mutatus ab illo Hectore, gegen jenen H., Verg.: multo aliter a ceteris agunt, als die ü., Mela. – Hierher gehört auch ab re = der Sache fern, d.i. zum Nachteil, consulere (raten), Plaut. trin. 238: öfter non od. haud ab re = der Sache nicht fern, d.i. nicht unzweckmäßig, nicht unnütz, vorteilhaft, mit esse, ducere u. dgl., Plaut., Liv. u.a.

    2) der Zahl, dem Range, der Macht nach = nach, hinter, quartus ab Arcesila, Cic.: alter ab illo, Verg.: a magnis hunc colit ille deis, Ov.: potentiā secundus a rege, Auct. b. Alex.

    II) übtr.: A) in der Zeit, ganz entsprechend den räumlichen Beziehungen: 1) zur Angabe des Ausganges von einem Zeitpunkt, ohne Rücksicht auf die Dauer dessen, was unmittelbar auf ihn folgt = sogleich nach, unmittelbar nach (s. Fabri zu Liv. 22, 40, 9), ab re divina mulieres apparebunt, Plaut.: ab hac contione legati missi sunt, Liv.: pulli a matre, gleich von der M. weg, Col.: namentl. nach statim, confestim, protenus, nuper, recens etc., w.s.

    2) zur Angabe des Ausganges von einem Zeitpunkte mit Rücksicht auf die Dauer der Handlung = von... an, seit, rem omnem a principio audies, Ter.: ab hora tertia bibebatur, Cic.: a condiscipulatu, Nep.: a parvulo, Ter., od. a pueris, Ter. u. Cic. (s. Ruhnk. zu Ter. Andr. 1, 1, 8. Wagner zu Ter. heaut. 214), u. so bes. mit initium, principium, pueritia, adulescentia, puer, parvus, primus u. ähnl. (w.s.).u. mit usque ad, von... an bis zu, a mane ad noctem usque, Plaut.: a consulatu eius usque ad extremum tempus, Nep.: ab ovo usque ad mala, Hor. – ebenso bl. mit ad, z.B. regnatum est ab condita urbe ad liberatam annos CCXLIV, Liv.: u. mit in, zB. Romani ab sole orto in multum diei stetere in acie, Liv.

    3) zur Bezeichnung des Abstandes von einem Zeitpunkte (wo meist der Ort od. die Person, wo eine Tätigkeit begann, für die Zeit steht) = von, nach, seit, cuius a morte hic tertius et tricesimus est annus, Cic.: ab incenso Capitolio illum esse vigesimum annum, Sall.: so ab urbe condita, seit Erbauung der Stadt, Cic. u.a.: in Italiam pervenit quinto mense a Carthagine nova, fünf Monate nach dem Abzuge von N., Liv.: u. so tuae litterae binae redditae sunt tertio abs te die, nachdem du sie abgeschickt hattest, Cic.

    B) in andern mit Raum und Zeit verwandten Verhältnissen, in denen ein Ausgehen von einem Punkte denkbar ist: 1) zur Angabe des Urhebers od. der Ursache einer Wirkung, wenn die Wirkung von lebenden od. lebendig gedachten Wesen ausgeht = von, durch, nach, infolge, wegen (s. Fabri zu Liv. 21, 36, 7 u. 22, 34, 2. Weißenb. zu Liv. 37, 32, 12), α) (selten) nach verbis activis: a se instituere, selbst unterrichten, Col. 11, 1, 5: amittere alqm ab alqo, Dict. 6, 5. Heges 5, 2, 39. – β) (am gewöhnlichsten) nach verbis pass. (s. Benecke zu Iustin. 38, 1, 10) u. nach verbis intrans. (act. od. depon.) mit passiver Bedeutung: reprehendi ab alqo, Cic.: honor ei habitus est a Graecia, Cic.: credas non de puero scriptum, sed a puero, Plin. ep. – salvere ab alqo, Cic.: ab alqo interire, Cic., od. cadere, Tac., od. occidere, Ov.: nasci od. oriri ab alqo, Cic.: oriri a se (durch sich, durch eigene Kraft), Cic., u. verb. a se oriri et suā sponte nasci, Cic. (s. Kühner zu Cic. Tusc. 3, 27): natum od. ortum (oriundum) esse ab alqo, Cic.: calescit ab ipso spiritu, Cic.: traiectus ab ense, Ov.: res effectae ab efficientibus causis, Cic.: animus ab ignavia corruptus, durch, infolge, Sall. – zuw. bei Gerundiven statt des Dativs, bes. wenn schon ein Dativ vorhergeht (s. Hofmann Ausgew. Br. Cic. 2, 15, 11), fortis et a vobis conservandus vir, Cic.: quibus (viris) est a vobis consulendum, Cic. – γ) nach subst.: levior est plaga ab amico, quam a debitore, der Verlust, der herrührt von usw., Cic.: maius (praeceptum), quam ut ab homine videretur, Cic.: a bestiis ictus, Cic.: ab illo iniuria, die von ihm angetane, Ter.: fulgor ab auro, der vom Gold ausgehende Glanz (während fulgor auri = der am Gold haftende Glanz), Lucr. – δ) nach adjj.: ab simili clade profugus, Liv.: murus ab ingenio notior ille tuo, Prop. (vgl. Lachmann zu Prop. 4, 1, 9 über notus ab etc.): a radiis sideris esse niger, Ov.: tempus a nostris triste malis, die von unserm Unglück getrübte Zeit, Ov.: gemina et mammosa Ceres est ipsa ab Iaccho, vom Säugen des Bacchus, Lucr. – / Hierher gehört auch die poet. Verbindung ab arte = »durch die Kunst, mit Hilfe der Kunst, künstlich« (indem die Dichter die ars als selbsttätig darstellen), falcatus ab arte ensis, Sil.: turben, quem celer assueta versat ab arte puer, Tibull. (s. Dissen zu Tibull. 1, 5, 3).

    2) zur Bezeichnung des Ursprungs und der Herkunft = von, aus, a) übh.: α) nach verbis: ut sol a liquida saepe refulget aqua, Ov.: a docto fama refulget avo, Prop.: ab ipso Rheno iactabat genus, Prop.: bes. bei orior u. nascor, zB. id facinus natum a cupiditate, Cic.: u. bei esse (abstammen), zB. a Tullio, Cic. – β) bei subst.: amicitiae ortus a natura quam ab imbecillitate gravior (erit), Cic.: dulces a fontibus undae, aus den Quellen geschöpft (während fontium undae = das Wasser in den Quellen), Verg. (wie im Griech. οινος ἀπ' ἀμπέλου). – So bes. bei Städtenamen usw. zur Umschreibung der Adjj. (s. Müller zu Liv. 1, 50, 3), coloni a Velitris, Liv.: Turnus Herdonius ab Aricia, Liv.: pastor ab Amphryso, Verg.: legati ab Ardea, Liv. – a Pyrrho perfuga, Cic.: legati ab Alexandro, Cic.: ab Attalo Cretenses sagittarii, Liv. – b) zur Angabe dessen, nach dem etw. benannt od. von dem etw. etymologisch abgeleitet ist, nach, von (s. Benecke zu Iustin. 44, 1, 2), appellatum esse od. nomen invenisse ab etc., Cic.: puero ab inopia Egerio inditum nomen, Liv.: ab Hispano Hispaniam cognominaverunt, Iustin.: Chaoniamque omnem Troiano a Chaone dixit, Verg.: cucumeres dicuntur a curvore, Varr. LL.: caelum a cavatione, vallum a volatu, Varr. LL.: sirpiculae vocatae ab sirpando, Varr. LL.: acquirere est ab ad et quaerere, Varr. LL. – u. c) des Beweggrundes = wegen, aus, ab odio, ab ira, a spe, aus usw., Liv. (s. Drak. u. Fabri zu Liv. 24, 30, 1; 26, 1, 3): ab obsidione, wegen usw., Liv. (s. Drak. zu Liv. 2, 14, 3): ab singulari amore, Balb. bei Cic.: neglegentius a re gesta ire, Liv.

    3) nach den Begriffen des Anfangens u. ähnl. = von... an, von, bei, mit, nach ordiri, incipere, auspicari, w.s. – da ab Delphio cantharum circum, Plaut.: u. so a summo = vom Ersten od. ab infimo = vom Letzten (auf dem Triklinium) an in der Runde (zB. da, puer, ab summo, Plaut.: age, tu interibi ab infimo da savium, Plaut.): cornicem a cauda de ovo exire, mit dem Schw. voran, Plin.: a capite repetis, quod quaerimus, Cic.

    4) bei den Begriffen »des Frei- od. Losmachens von usw.«; dah. auch »des Verteidigens oder Schützens vor od. gegen etwas« u. »des Leer- u. Verlassenseins von etwas« (s. Zumpt § 468 f.).

    5) bei Begriffen aller Art, die von einer Seite aus näher bestimmt od. beschränkt werden = von seiten, in bezug auf, in betreff, gemäß, wegen, an (s. Wagner zu Plaut. aul. 184. Brix zu Plaut. mil. 631. Ruhnk. zu Ter. heaut. prol. 13. Korte zu Sall. Jug. 48, 3), a me pudica est, Plaut.: a vi praestare nihil possum, Cic.: nihil adulescenti neque a natura neque a doctrina deesse sentio, Cic.: mediocriter a doctrina instructus, Cic.: imparati cum a militibus tum a pecunia, Cic.: firmus ab equitatu, stark an R., Planc. b. Cic. – Nicht anders ist ab zu nehmen in Verbindungen wie: dolere ab oculis, ab animo, Plaut.: a morbo valere, ab animo aegrum esse, Plaut.: laborare ab alqa re, Caes.

    6) bei Angabe des Ganzen neben dem Teile = von, aus, unus u. nonnulli ab novissimis, Caes.: in id consilium deligerentur ab universo populo, Cic.

    7) zur Bezeichnung der Seite, von der aus uns jmd. Dienste leistet, servus a pedibus, Lakai, Läufer, Cic.: a manu servus od. bloß a manu, Schreiber, Suet.; – od. der Gegenstände, die einer leistet, besorgt, treibt, ab epistulis, Sekretär, Suet. u. Lampr.: a rationibus, Rechnungsführer, Suet.: a libellis, Bittschriftenannehmer, Suet. u. Lampr.: a memoria, Lampr.

    8) (spätlat.) beim Komparat. st. quam, als, und beim Positiv, mehr als, s. Rönsch Itala p. 452 sq. Rönsch im Rhein. Mus. 31, 477 sq. Ott in Fleckeisens Jahrbb. 1875. S. 794 f. u. S. 797.

    / a, ab steht (namentlich bei Spätern) auch vor (substantivisch gebrauchten) Adverbien, zB. a peregre (vgl. unser »von über Land«), Vitr.: ab invicem, Apul: a longe, von weitem, Spät. (s. Muncker zu Hyg. fab. 257. Rönsch Itala p. 231): ab intus, von innen, a foris, von außen, Spät.: a pridie, Pelag. vet. 28. – wird seinem regierten Worte nachgesetzt, quo ab, Plaut. asin. 119. – öfter (bes. bei Dichtern) von demselben getrennt, damnis dives ab ipsa suis, Ov. her. 9, 96: u. so Cic. Arch. 12. Ov. her. 12, 18. – In der Zusammensetzung bezeichnet ab unser ab od. weg, zB. abire, abgehen, weggehen, abdere, wegtun; und im Sinne des Abweichens, absonus, abtönend; u. selbst in abuti, abnutzen.

    / Arch. Nbf. af (s. Prisc. 1, 46) von alters her vor dem Namen des Zahlers in den Einnahme- u. Ausgabebüchern (zB. af Longo) nach Cic. orat. 158 u. Vel. Long. (VII) 60, 13; jetzt nur noch nachweisbar in Inschriften, zB. af vobis, Corp. inscr. Lat. 1, 201, 11: af Capua, Corp. inscr. Lat. 1, 551: af muro, Corp. inscr. Lat. 1, 1161: af speculu, Corp. inscr. Lat. 14, 2772. u. in der arch. Form afvolant statt avolant, Paul. ex Fest. 26, 2.

    lateinisch-deutsches > a [3]

  • 5 adingero

    ad-ingero, ere, losschleudern (bildl.), in alqm saturam calente vi, Septim. Seren. in Schol. Iuven. 4, 2 (wo aber Lachmann zu Lucr. 2, 853 lesen will calente viro ingerere).

    lateinisch-deutsches > adingero

  • 6 affluo

    af-fluo (ad-fluo), flūxī, ere, an etw. herzu-, heranfließen, -strömen, I) eig.: 1) im engern Sinne, v. Flüssen usw.: Aufidus amnis utrisque castris affluens, Liv.: Eurotas prope affluit moenibus, Liv.: Rhenus ad Gallicam ripam latior et placidior affluens, Tac.: v. Ebbe u. Flut, aestus maris bis inter duos exortus lunae adfluunt bisque remeant vicenis quaternisque semper horis, Plin. 2, 212. – 2) im weitern Sinne, v. andern Gegenständen: a) als t.t. der epikur. Philos., von dem zu einer Wahrnehmung erforderlichen »Zuströmen« der Atome u. Bilder, ad deos affluere, überströmen auf die G., Cic. de nat. deor. 1, 49: u. von der belebten Kraft der Seele, poet. m. bl. Acc., convenit, ut sensu corpus affluat omne, mit Gefühl den ganzen Körper behauche, Lucr. 3, 685 (wo Lachmann arceat, Brieger afuat liest, Bernays [684] den Vers als unecht einhakt). – b) von Speisen, dazufließen, -strömen (in den Magen), cibo affluente, Suet. Claud. 44, 3. – c) v. einer Menschenmenge, herbei-, herzuströmen, -eilen, ingentem comitum affluxisse numerum, Verg.: affluente cotidie multitudine ad famam belli spemque praedae, Liv.: affluentium undique auxilium, Sall. fr.: affluentibus in diem copiis, Flor. – II) übtr.: 1) unvermerkt zufließen, -zukommen, si ea sola voluptas esset, quae quasi titillaret sensus et ad eos cum suavitate afflueret et illaberetur (auf sie mit süßem Reize einströmt u. eindringt), Cic.: nihil ex istis locis non modo litterarum, sed ne rumoris quidem affluxit, Cic. – 2) in reichem Maße zuströmen, pro cerebri ubertate vel affluit (wächst mehr u. mehr) capillago (Haarwuchs) vel deserit (fällt aus), Tert. de anim. 51: affluunt subito, repente dilabuntur (vires atque opes humanae), Val. Max.: cum domi otium et divitiae affluerent, Sall.: ubi effuse affluunt opes, Liv.: ex eo, quod affluit opibus vestris, sustinendo necessitates aliorum, dadurch, daß ihr von euerem Überflusse fremde Not erleichtert, Liv. – dah. alqā re, reichlichen Zufluß an etw. haben = etw. in Überfluß-, in Fülle haben, mit etw. in Fülle-, reichlich versehen sein, unguentis affluens, gleichs. triefend von Salben, Cic.: ut affluam frumento, Plaut.: u. so divitiis, honore, laude, Lucr.: voluptatibus, Cic. – u. absol. prägn. = Überfluß haben, im Überfluß leben (Ggstz. carere), carere iustos vident et affluere iniustos, Lact. 5, 21, 8.

    lateinisch-deutsches > affluo

  • 7 agger

    agger, eris, m. (2. aggero), I) alles (wie Erde, Sand, Steine, Rasen, Reisholz), was zur Bildung einer Aufschüttung, einer Erhöhung od. zum Ausfüllen einer Vertiefung (eines Grabens, Sumpfes usw.) herbeigetragen wird, das Material-, das Nötige zum Ausschutt od. zum Damme (zum Walle), die Dammerde, Schanzerde, die Erde zur Beschüttung, zur Ausfüllung, der Erdschutt, der Schutt, zunächst als milit. t.t. bei der Befestigung des Lagers (vgl. unten no. II), aggerem petere, comportare, Caes.: cratibus atque aggere paludem od. aggere et cratibus fossas explere, Caes.: u. so fossas aggere complere, Verg.: cavernas aggere implere, Curt.: trabes aggere vestire, Caes.: rates (iunctas) terrā et aggere integere, mit Erde u. Steinen beschütten, Caes.: collo tenus aggeribus obrutus, Amm. – poet., moliri aggere tecta, bauen u. mit Erdschutt befestigen, Verg.: tepidoque onerabant aggere terrae, mit der Erde, die noch von dem kaum abgebrannten Scheiterhaufen warm war, Verg.

    II) übtr., jeder aus zusammengetragener Erde usw. errichtete Damm, Erdwall, Erhöhung, 1) zunächst u. gew. als milit. t.t., a) der zur Befestigung des Lagers durch die aufgeworfene Erde des Grabens gebildete Damm, auf dem das vallum (der durch Palisaden, Pfähle, Flechtwerke verbundene eig. Wall) errichtet wurde, der Schanzaufwurf, die Schanze, der Erdwall, beim Lager für nur eine Nacht gew. 3 Fuß hoch, bei stehenden Lagern, namentl. eines Belagerungsheeres, viel höher u. breiter (die Erde war gegen das Herabrollen mit Faschinen, Palisaden od. Baumstämmen befestigt, dah. auch der agger dem Feuer ausgesetzt), worauf man, wie auf einer Mauer, Bollwerke u. Türme errichtete, sowie das Sturmzeug (die Mauerbrecher) aufpflanzte, die mit dem Fortschreiten der Schanzarbeit der Mauer nicht nur immer näher, sondern oft auch mit ihr auf gleiche Höhe gebracht wurden, aggere, vineis, turribus oppidum oppugnare, Cic.: urbem cingere vallo et fossā, aggere maximo, vineis, turre altissimā, Cic.: aggerem apparare, instruere, exstruere, facere, iacĕre, Caes.: aggeres constituere, Plin. – aggerem ad urbem promovere, Cic.: vineas et aggerem muro iniungere, Liv. – aggeri ignem inferre, Caes.: aggeribus ignes inicere, Liv.: aggerem ac vineas incendium hausit, Liv. – im Bilde, esset vel receptaculum pulso Antonio vel agger oppugnandae Italiae Graecia, Cic. Phil. 10, 9. – b) zum Schutz gegen feindliche Anfälle vor einem Orte aufgeführter Damm, Wall, Hochwall, agger Tarquinii, gew. bl. agger, der zur Sicherung der Stadt Rom nach ihrer sich in die Ebene verlaufenden Ostseite hin vom kollinischen bis zum esquilinischen Tore von Servius Tullius aufgeführte, von Tarquinius Superbus noch erhöhte »Hochwall«, von Cicero ( de rep. 2, 11) maximus gen., weil er 7 Stadien (beinahe eine röm. od. 1/5 deutsche Meile) lang, 50 Fuß breit u. über 60 Fuß hoch war, mit einem über 100 Fuß breiten u. 60 Fuß tiefen Graben, gegen diesen mit einer Futtermauer von Werksteinen versehen, oben durch Türme geschützt (Plin. 3, 67; 36, 104). In dieser Gegend (der Umgebung der jetzigen Porta San Lorenzo), von Mäcenas wahrsch. zu einem sonnigen Spaziergang umgeschaffen (s. Hor. sat. 1, 8, 15), versammelte sich viel Volks, weshalb dort auch Gaukler, Wahrsager (Iuven. 6, 588; vgl. Quint. 12, 10, 74), Affenführer ( Iuven. 5, 153 sqq.) u. dgl. ihr Wesen trieben; unterhalb, nach der Stadt zu, wohnten viele arme Leute (Iuven. 8, 43), und von diesem Damme stürzte sich wohl auch der (bei Sueton erwähnte) dem öffentlichen Spotte preisgegebene Römer herab, Suet. Cal. 27, 2. – dah. poet. für Wall, zum Schutz einer Stadt, Stadtwall, Stadtmauer übh., primas in litore sedes castrorum in morem pinnis et aggere cingit, Verg.: proelia miscent aggeribus murorum, Verg.; vgl. cocto aggere opus, Mauer von Brandziegelsteinen, Prop. – c) zum Schutz gegen die Einfälle der Nachbarn, die errichtete Grenzbefestigung, Tac. ann. 2, 19 extr.

    2) übh. ein zum Schutz angelegter Erdwall, Damm, wie a) als Einfriedigung der Äcker, Erdwall (vgl. Varr. r.r. 1, 14, 2 sqq.), terreus, Varr.: agrestis, Tac. – b) zur Sicherung eines Ufers, Hafens, Ufer-, Fluß-, Hafendamm ( sonst moles, ital. molo), Verg. u. Tac., Vitr. u. Ov. – dah. (bei Dichtern) die Böschung des Ufers u. das Ufer (als natürl. Flußdamm), gramineus ripae agger, Verg.: herbosus agger, Ov.: flumineus agger, Sil. – c) zur Sicherung des Weges durch sumpfige Gegenden, der Dammweg, pontes et aggeres umido paludum imponere, Tac. ann. 1, 61. – d) das Aufschütten einer Straße (auch Brückenstraße), der Damm, Erdwall, agger viae, Verg. Aen. 5, 273 (u. dazu Serv.). Tac. hist. 2, 24 u. 42. – bei Spät. der Dammweg = die Straße, Landstraße selbst, sofern sie durch Aufschütten erhöht und befestigt war, agger publicus = via publica (Heerstraße), Sidon. u.a.: solidus agger, von der appischen Straße, Stat.: Aurelius agger, Rutil. Nam. u. Mulvius agger (Brückendamm, Brücke), Stat. Vgl. A.W. Zumpt observv. in Rutil. Claud. Namat. carmen p. 105 u. (über agger publicus) Savaro Sidon. ep. 4, 24. p. 292.

    3) (poet.) von jeder Art von künstlicher od. natürlicher Erhöhung auf dem Boden, wie a) die, bes. in Lagern, aus Erde u. Rasen gebildete Erhöhung als Rednerbühne (suggestus) u. dgl., der Aufwurf (vgl. Ruperti Tac. ann. 1, 18, 3), tumulique ex aggere (von der aufgetürmten Erhöhung) fatur, Verg.: stetit aggere fultus cespitis, Lucan. – b) ein aus Rasen erbauter Altar, Val. Flacc. 5, 641 (vgl. ibid. 61). – c) der Grabhügel, agger tumuli, Verg.: busti, Lucan. u. Val. Flacc.: prodire ab aggeribus (Gräbern) conditos, Arnob. 1, 46. – d) der Holzstoß = Scheiterhaufen, Ov. u.a. – e) v. Bergen u. Hügeln als natürlichen Schutzwehren, die Höhe, aggeres Alpini, Verg.: aërii agger montis, die luftige Höhe des Berges, Sil. – f) von aufgetürmten Wasserwogen, ab alto aggere pelagi, Lucan.: consurgens agger aquarum, Sil. – u. endl. g) von jedem aufgetürmten »Haufen«, auch wir ein Wall, arenae, Haufen von Sand, Verg.: aggeres nivei, Verg.: medio ex aggere, Holzhaufen, Ov.: altus agger favillae, Lucan.: agger armorum, strues corporom, Tac.: cadaverum aggeres, Amm.: u. so in mediis aggeribus (Leichenhaufen), Val. Flacc.: aggeres epularum, Augustin. serm. 16, 4: aggeres calamitatum, ibid. 38, 10: agger testimoniorum, Augustin. de pecc. merit. et. remiss. 1, 53. – / Archaist. Nom. arger nach Prisc. 1, 45. – Lucil. sat. 11, 4 u. 26, 81 liest L. Müller agerem u. agere, aber Lachmann 346 u. 577 aggerem u. aggere.

    lateinisch-deutsches > agger

  • 8 agrosius

    agrosius, a, um (ager), reich an Äckern, homo, Varr. LL. 5, 13 (wo Spengel agrarium hominem lesen will, Stünkel agrestem hominem, Lachmann dagegen ad agros, tum hominem ad agricolam).

    lateinisch-deutsches > agrosius

  • 9 Apulia

    Apūlia, ae, f., eine Landschaft in Unteritalien auf beiden Seiten des Flusses Aufidus, der sie in Daunia u. Peucetia teilte, berühmt durch Ackerbau u. Vieh-, bes. Pferde- u. Schafzucht, j. Puglia, Varr. sat. Men. 369. Varr. r. r. 1, 6, 3; 2, 1, 16. Cic. de div. 1, 97. Hor. sat. 1, 5, 77. – Dav.: a) Apūlicus, a, um, apulisch, mare A., das Adriatische Meer, Hor. carm. 3, 24, 4 (wo Lachmann [Lucr. 1, 360. p. 37] u. nach ihm Haupt u.a. mit dem cod. opt. Bland. publicum lesen). – b) Āpulus, a, um, apulisch, pecuarii, equi, triticum, Varr.: gens, Hor.: ager, bellum, Liv. – Subst., Āpulus, ī, m., der Apulier, Sil.: u. Plur. Āpulī, ōrum, m., die Bewohner Apuliens, die Apulier, oft bei Liv. u.a.: dah. meton. = das Land der Apulier, non (sum natus) in Apulis, bei den Apuliern (die für stupid galten), Plaut. mil. 648.

    lateinisch-deutsches > Apulia

  • 10 arbitratio

    arbitrātio, ōnis, f. (arbitror) = arbitratus, das Gutachten, Boëth. in Aristot. de interpr. ed. sec. p. 457. – / Cod. Theod. 2, 26, 4 (= Gromat. vet. 269, 11) lesen Hänel u. Lachmann arbitrio; vgl. Gell. 13, 20, 19.

    lateinisch-deutsches > arbitratio

  • 11 Asisium

    Asisium, ī, n. (Ἀσίσιον), Stadt in Umbrien, nach Lachmann Geburtsort des Dichters Properz, j. Assisi, *Prop. 5 (4), 1, 125 (die Hdschrn. u. Hertzb. Asis). – Dav. Asīsinātēs, ium, m., die Einw. von As., die Asisinaten, Plin. 3, 113. Corp. inscr. Lat. 11, 5371 u. 5375.

    lateinisch-deutsches > Asisium

  • 12 aspicio

    a-spicio (ad-spicio), spēxī, spectum, ere (ad u. specio), I) auf od. nach jmd. od. etw. hinsehen, einen Gegenstand ansehen, anblicken, A) eig.: 1) im allg.: a) v. Pers., m. Advv., aspice huc, Plaut.: accessi, intro aspexi, Ter. – m. Praepp., aspice ad me, Plaut.: asp. ad faciem alcis, Plaut.: Th. aspice dum contra me. Tr. aspexi. Th. vides? Tr. video, Plaut.: uxorem aspiciam contra oculis, Plaut.: cancri in obliquum aspiciunt, Plin.: hospes resiste et hoc (= huc) ad grumum ad laevam aspice, Inscr. – m. Acc., me huc aspice! Plaut.: tu aspice, sis, me! Lucil. fr.: asta atque templum Cereris ad laevam aspice! Enn. fr.: aspice vultus ecce meos! Ov.: quem ut procul aspexit, Titin. fr.: cum neque me aspicere aequales dignarent meae, Pacuv. fr.: grundientem aspexi scrofam, Laber. fr.: interea aspexit virginem ibi stantem, Turpil. fr.: aspicite ipsum, contuemini os, Cic.: sic obstupuerant, sic terram intuebantur, sic furtim nonnumquam inter se aspiciebant, Cic.: odi celebritatem, fugio homines, lucem aspicere vix possum, das Tageslicht sehen = leben, Cic.: tamquam ad aspiciendam lucem esse revocatum, wie ins Leben zurückgerufen, Cic.: nec Saturnius haec oculis pater aspicit aequis, Verg.: ne rectis quidem oculis (festem Blick) eum aspicere potuisse instructam aciem, August. bei Suet. – aspice, ut (wie) m. folg. Indikat., Verg. ecl. 3, 6, m. folg. Konj., Catull. 61, 171. Calp. ecl. 8, 34: u. so aspice, quo submittat humus formosa colores, Prop. 1, 2, 9; vgl. Jahn Verg. ecl. 4, 52. Sillig Catull. 61, 77. Lachmann Prop. 1, 2, 9. – absol., en aspice! Ov.: aspicite en! Ov.: aspicito limis oculis, Plaut.: vide, amabo, si non, cum aspicias os impudens videtur, Ter.: ubi ille, saepius appellatus, aspexit ac restitit et, quis esset aut quid vellet, quaesivit, Caes. – b) v. Örtl., nach irgend einer Seite hinschauen, die Aussicht haben = gerichtet sein, liegen, ea pars Britanniae, quae Hiberniam aspicit, Tac.: terra ventosior quā Noricum ac Pannoniam aspicit, Tac.: quod (tabulatum) aspiciat meridiem, Col.: quae (aestiva cryptoporticus) non aspicere vineas, sed tangere videtur, Plin. ep.: domus domini, quae aspicit ad aquilonem, Tert.: poet., quā sol utrumque recurrens aspicit Oceanum, Verg. – 2) prägn.: a) etw. in Augenschein nehmen, nachsehen, ansehen, einsehen, nach etwas sehen, zusehen, asp. tabulas, Cic.: asp. situm omnem regionis, Liv.: asp. Boeotiam atque Euboeam, Liv.: asp. opera, Liv.: asp. opus admirabile, Ov. – non aspicies, ubi liqueris Anchisen? Verg. – b) ( wie ἀποβλέπειν εἴς τινα) mit Hochachtung, Bewunderung u. Zutrauen auf jmd. hinblicken, eum magis milites aspiciebant, Nep. Chabr. 4, 1. – c) ( wie ἄντην εἰςιδέειν b. Hom.) jmdm. ins Auge (Antlitz) schauen, dreist ins Gesicht sehen, jmds. Blicke begegnen, alqm in acie, Nep. Epam. 8, 3: e contuberniis hostem, Tac. ann. 1, 17 extr.: hostem aspicere non possunt, Cic. Tusc. 2, 65; vgl. illum aspice contra, qui vocat, Verg. Aen. 11, 374. – B) übtr.: 1) im allg., mit dem Geiste auf etw. hinblicken, einen Blick werfen, schauen, etw. betrachten, ansehen, beachten, beherzigen, erwägen, sic in oratione Crassi divitias atque ornamenta eius ingenii per quaedam involucra perspexi; sed ea, cum contemplari cuperem, vix aspiciendi potestas fuit, Cic.: neque tanta est in rebus obscuritas, ut eas non penitus vir ingenio cernat, si modo aspexerit, Cic.: qui semel aspexit, quantum etc., Hor.: aspice, si quid etc., schau = erwäge, Hor.: aspice, quot locis vertatur terra, quot milia colonorum arent, fodiant, Sen.: quos pro felicibus aspicitis, Sen.: quia malorum facinorum ministri quasi exprobrantes aspiciuntur, man so betrachtet, als rückten sie dieselben vor, Tac. – 2) insbes., a) auf jmd. od. etw. sehen jmd. od. etw. in Betrachtung ziehen = berücksichtigen, aspice nos, sieh auf uns, hilf uns Verg.: si genus aspicitur, Ov. – b) etw. untersuchen, sich über etw. unterrichten, res sociorum, Liv.: A. Claudium legatum ad eas res aspiciendas componendasque senatus misit, Liv. – II) inchoativ, a) einer Person od. Sache ansichtig-, gewahr werden, sie zu Gesicht bekommen, erblicken, ubi contra aspexit me, Plaut.: perii, si me aspexerit, Plaut.: forte unam aspicio adulescentulam, Ter.: respexit et simulac Cn. Lentulum cos. aspexit, concĭdit in curiae paene limine, Cic.: aspicit hanc visamque vocat, Ov.: propter quos hanc suavissimam lucem aspexerit, v. den Eltern, Cic. Rosc. Am. 63. – asp. m. Acc. u. Infin., tristem astare aspicio, Plaut.: derepente aspicio ex nemore pavidum et properantem egredi, Acc. tr. 184: aspicio Triptolemum sculponeatum bigas sequi cornutas, Varr. sat. Men. 457: quid? non in species succedere annum aspicis, Ov. – b) prägn., wieder zu sehen bekommen, wiedersehen, o pater, en umquam aspiciam te? Plaut. trin. 589: o rus, quando ego te aspiciam? Hor. sat. 2, 6, 60. – / Arch. adspexit = adspexerit, Plaut. asin. 770.

    lateinisch-deutsches > aspicio

  • 13 assecue

    assecuē (adsecuē), Adv. (*adsecuus v. adsequor), nachgehend, auf dem Fuße, sequi, Plaut. trin. 1118. Plaut. fr. b. Varr. LL. 6, 73. Vgl. Lachmann Lucr. p. 304. Ritschl Plaut. trin. 1118.

    lateinisch-deutsches > assecue

  • 14 battuo

    battuo (batuo), seit Fronto auch batto, ere, schlagen, klopfen, stampfen (noch j. ital. battere, franz. battre), a) m. Acc.: latera sculponeis, Naev. (?) b. Fulg. 563, 33 Merc.: alci os sculponeis, Plaut. Cas. 496. – bes. etw. im Mörser stampfen, stoßen, medicamen, Marc. Emp. 36. – etw. weich klopfen, ulcera, Plin. 31, 104: soleas, Apic. 4, 148. – Hülsenfrüchte klopfen = dreschen, fabam, Donat. ad Ter. eun. 2, 3, 89. – b) absol.: α) = franz. se battre, sich schlagen, v. Fechter, pugnatoriis armis, Suet. Cal. 54, 1: rudibus cum alqo, ibid. 32 (u. so nach Lachmann viell. rude batuere, Mos. et Rom. legg. collat. 11, 7. § 4, wo jetzt rudem induere): quom Persarum disciplinam memorares, bene battuunt ais, Fronto ep. ad M. Caes. 3, 16. p. 55, 7 N. – β) im obszönen Sinne, batuit impudenter, Cic. ep. 9, 22, 4.

    lateinisch-deutsches > battuo

  • 15 brachium

    brachium od. bracchium, ī, n. (βραχίων), I) der Unterarm von der Hand bis zum Ellbogen (während lacertus der Oberarm von da bis zur Schulter), s. bes. Cels. 8, 1. p. 327, 11 D. u. 8, 10. no. 3. Tac. Germ. 17. Ov. met. 1, 501 sq. – II) der ganze Arm, von der Schulter bis zu den Fingern, A) eig.: brachium dextrum, sinistrum, Cels.: brachium laevum, Vell.: brachia procera, Turpil. fr.: diu iactato brachio scutum manu emittere, Caes.: brachium frangere, Cic. u. Cels. – zum Umarmen, dare collo brachia, Verg., od. brachia collo circumdare, inicere, implicare, Ov. – beim Reden, porrectio brachii, Ggstz. contractio, Cornif. rhet. u. Cic.: extento brachio paululum de gestu addere, Cic.: brachium in latus iactare, Quint. – Das Tanzen der Alten bestand vornehmlich in geschickter Bewegung der Arme, brachia in numerum iactare et cetera membra, Lucr.: molli deducere gestu brachia, Prop.: brachia numeris movere, numerosa brachia ducere, Ov.: dah. brachia saltantis, Ov. – Sprichw., brachia sua praebere sceleri, behilflich sein zu usw., Ov. her. 7, 126. – illud levi brachio agere, die Sache auf die leichte Achsel nehmen, Cic. ad Att. 4, 16, 6 (4, 17, 3): u. molli brachio obiurgare alqm, jmdm. einen leichten Rippenstoß od. Wink geben (um ihn zurechtzuweisen), Cic. ad Att. 2, 1, 6. – dirigere brachia contra torrentem, wider den Strom schwimmen, Iuven. 4, 89. – B) übtr.: 1) für die den Armen analogen Glieder der Tiere, a) die Scheren des Krebses, des Nautilus, Plin.: u. so von den Scheren des Krebsgestirns, Ov., u. vom Skorpiongestirn, Verg. – b) der Schenkel des Elefanten (= femur), Plaut. mil. 26; aber femina et brachia (= crura) leonis, die Hinter- und Vorderbeine, Plin. 11, 214. – 2) für die den Armen ähnlich gestalteten Gegenstände übh., wie: bei Bäumen, die Äste, Seitenäste, Plin., Verg. u.a., bes. am Weinstock, Cato, Verg. u.a.; neben ramus das kleinere Geäste, der Zweig, Verg., Plin. u.a.: beim Meere, Arme, Ov.: bei Gebirgen, Seitenzweige, Arme, Curt. u. Plin.: bei Belagerungs- od. Befestigungswerken, ein (natürlicher od. künstlicher) Seitendamm, Seitenlinie, Verbindungslinie zur Verbindung zweier Punkte (gew. lingua gen.), Liv.: ebenso vom Seitendamm eines Hafens, Liv. u.a.: an den Ballisten u. Katapulten, die Arme, Vitr.: am Zirkel, die Schenkel, Ov.: poet.: für Segelstangen, Verg. u.a. – / Die Schreibung bracchium oft in den besten Hdschrn. (s. Lachmann Lucr. 6, 34. Fritzsche zu Hor. sat. 1, 2, 97. Wagner Orthogr. Verg. p. 419. Ribbeck prol. in Verg. p. 391) und daher in verschiedene – Texte aufgenommen, auch inschriftlich beglaubigt, s. Corp. inscr. Lat. 7, 217.

    lateinisch-deutsches > brachium

  • 16 cachinnus

    cachinnus, ī, m. = καγχασμός, die helle, laute Lache, das schallende, gellende, rohe Gelächter, tum ioca, tum sermo, tum dulces esse cachinni consuerant, Lucr.: cachinnos irridentium commovere, Cic.: cachinnum tollere, Cic., od. edere, Suet.: laetissimum cachinnum extollere, Apul.: effundi in cachinnos, Suet., od. in clarum cachinnum, Apul.: rideri ingenti cachinno, Lampr.: tantus et tam liberalis cachinnus cunctos invaserat, ut etc., Apul.: gaudium in risu, non cachinnum intellegeres, Hier. ep. 60, 10. – poet. übtr., leni resonant plangore cachinni (undarum), das laute Geplätscher (γέλασμα κυμάτων), Catull. 64, 273 (vgl. cachinno a. E.). – / L. Müller schreibt Lucil. sat. 26, 62 cacīnus (Lachmann cachinnus).

    lateinisch-deutsches > cachinnus

  • 17 canicae

    canicae, ārum, f., eine geringe Art Kleie, Lucil. sat. 27, 28 (wo L. Müller einen archaist. Genet. Sing. canicai hergestellt hat; dagegen Lachmann 638 canicas); vgl. Paul. ex Fest. 46, 1.

    lateinisch-deutsches > canicae

  • 18 Cherronesus

    Cherronēsus u. Chersonēsus u. -os, ī, f. (χεῤῥόνησος od. χερσόνησος), I) die Halbinsel, A) Cherronesus Taurica, die Krim, Plin. 19, 95: auch bl. Ch., Cic. ad Att. 6, 1, 19. Varr. fr. p. 363 ed. Bip. – B) Ch. Thracia, gew. bl. Ch., Mela 2, 2, 7 (2. § 25). Plin. 4, 47. Cic. agr. 2, 50; Pis. 86, die thrazische Halbinsel am Hellespont, der Chersones, Liv. 31, 16, 5. Nep. Milt. 1. § 1 u. 46 (wo lokat. Akk. Chersonesum = nach dem Ch.). Nep. Milt. 2, 4 (wo lokat. Genet. Chersonesi): auch Cherronensus u. Chersonensus geschr., zB. Corp. inscr. Lat. 14, 3608, 23. Iustin. 9, 1, 7 ed. Ieep. (vgl. Lachmann Lucr. 6, 810. Mela 2. § 27. Fleckeisen N. Jahrbb. 105, 575). – II) ein Vorgebirge in Argolis, nicht weit von Trözene, Mela 2, 3, 8 (2. § 49).

    lateinisch-deutsches > Cherronesus

  • 19 conformo

    cōn-fōrmo, āvi, ātum, āre, entsprechend (harmonisch) formen, -gestalten, -bilden, in die entsprechende Form bringen, I) eig.: mundum a natura conformatum esse, Cic.: c. imaginem rei totius, (im Geiste) in entsprechender Form entwerfen, Cornif. rhet.: fetum lambendo c. et fingere. Gell. – ad maiora quaedam nos natura genuit et conformavit, Cic. – diebus, quibus animantur ova et involucrum speciem conformantur, Col. – II) übtr., entsprechend (schulgerecht) gestalten, gehörig einrichten od. anordnen, gehörig ausbilden, -schulen, orationem non solum electione, sed etiam constructione verborum, Cic.: vocem secundum rationem rerum, de quibus dicimus, Cic. – nonnulla c. et leviter emendare, einige Punkte berichtigen (eig. in eine passendere Form bringen) u. leicht verbessern, Cic. – c. animum et mentem suam cogitatione hominum excellentium, Cic.: animum ad virtutem a pueritia, Cornif. rhet.: c. se ad alcis voluntatem, sich jmds. W. anbequemen, Cic.: quā (parte philosophiae) mores conformari putantur, Cic. – mit Ang. für wen? durch Dat., liberos parente orbatos sibi et posteris, Tac. ann. 4, 8. – / Lucr. 4, 112 (114) liest Lachmann confirmem.

    lateinisch-deutsches > conformo

  • 20 confulcio

    cōn-fulcio, fultus, īre, gehörig stützen, verwahren, Lucr. 2, 98 (s. dazu Lachmann).

    lateinisch-deutsches > confulcio

См. также в других словарях:

  • Lachmann — ist der Familienname folgender Personen: Erich Lachmann (1909–1972), deutscher SS Scharführer Ewald Lachmann (1911–1943), deutscher Fußballspieler Friedrich Ludolf Lachmann (1749–1777), deutscher Prediger und Dichter von geistlichen Liedern… …   Deutsch Wikipedia

  • Lachmann — (also Lachman or Lachemann) is a family name of German origin and may refer to: Lachmann * Esther Lachmann, later Pauline Thérèse Lachmann, later Mme Villoing,, later Mme la Marquise de Païva, later Countess Henckel von Donnersmarck, courtesan *… …   Wikipedia

  • Lachmann — Lachmann, 1) Ferdinand Heinrich, geb. 1770, st. 1848 als Conrector zu Lauban; er schr.: Über Häuslichkeit, 1799; Über Paradoxien u. Originalität, 1804; Denklehre für Gymnasien, 1825. 2) Karl, geb. den 4. März 1793 in Braunschweig, studirte in… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Lachmann — Lachmann, Karl, berühmter Philolog, geb. 4. März 1793 in Braunschweig, gest. 13. März 1851 in Berlin, wurde auf dem Catharineum seiner Vaterstadt vorgebildet, widmete sich seit 1809 in Leipzig klassischen, dann in Göttingen unter Benecke auch… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Lachmann — Lachmann, Karl, Philolog, geb. 4. März 1793 zu Braunschweig, 1825 Prof. in Berlin, gest. das. 13. März 1851; verdient durch strenge methodische Kritik auf den Gebieten der klassischen (»Betrachtungen über die Ilias«, 3. Aufl. 1874; Ausgaben des… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Lachmann — Lachmann, Karl, geb. 1793 zu Braunschweig, gest. 1851 als Professor zu Berlin, ausgezeichneter Philolog u. Kritiker, Herausgeber des Properz, Catull, Tibull, Genesius, Terentianus Maurus, Babrius, Avianus, Lucrez, Gajus, der Agrimensoren, am… …   Herders Conversations-Lexikon

  • LACHMANN — GERMANY (see also List of Individuals) 3.2.1896 Dresden/D 30.5.1966 Chorley Wood/UK Gustav Viktor Lachmann was injured due to spinning during a flight mission in World War I. In 1918 he patented the column wing as a means to control spinning and… …   Hydraulicians in Europe 1800-2000

  • Lachmann — Cette page d’homonymie répertorie les différents sujets et articles partageant un même nom. Lachmann est un patronyme germanique Pour consulter un article plus général, voir : Nom de famille germanique. Esther Lachmann, dite La Païva (1819… …   Wikipédia en Français

  • Lachmann — Lạchmann,   1) Johann, Reformator, * Heilbronn um 1490, ✝ ebenda 1538; war nach Studium in Heidelberg seit 1514 Pfarrer in Heilbronn und führte dort im Sinne von J. Brenz die Reformation ein.   Literatur:   M. von Rauch: J. L., der Reformator… …   Universal-Lexikon

  • LACHMANN, ROBERT — (1892–1939), ethnomusicologist who was born in Berlin. He studied English, French, and Arabic at the universities of Berlin and London. His first contact with non Western (especially Arab) music took place during World War I when he was sent to… …   Encyclopedia of Judaism

  • Lachmann's law — is a somewhat disputed phonological sound law for Latin named after German Indo Europeanist Karl Lachmann who first formulated it sometimes in the middle of the 19th century. According to it, vowels in Latin lengthen before Proto Indo European… …   Wikipedia

Поделиться ссылкой на выделенное

Прямая ссылка:
Нажмите правой клавишей мыши и выберите «Копировать ссылку»