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81 εἱματ-ανω-περί-βαλλοι
εἱματ-ανω-περί-βαλλοι heißen Ep. ad. 110 ( App. 288), wo ἱματ. stand, und Ath. IV, 162 a die Philosophen, Kleidhochüberwerser, die den Mantel über die Schulter schlugen.
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82 κῡματο-πλήξ
κῡματο-πλήξ, ῆγος, von Wellen geschlagen, ἀκτὰ κυμ. κλονεῖται Soph. O. C. 1243; σκόπελος Archi. 16 (X, 7); Archestr. bei Ath. VII, 300 e, vgl. VIII, 358 b, ἰχϑ ῦς, wo früher κυματοπληγεῖς stand.
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83 δυς-φορέω
δυς-φορέω, schwer, ungern ertragen; Soph. El. 243; Eur. Rhes. 425; Her. 5, 19; unwillig sein, Ar. Th. 73; ἐπί τινι, Aesch. Spt. 762; κακοῖς, Eur. Andr. 1235; auch in Prosa, Xen. Cyr. 2, 2, 8; ibd. 5 stand sonst das med. δυςφορούμενος, jetzt δυςϑετούμενος; – περί τι, Arist. gener. an. 4, 6 u. bes. Sp.; καὶ ἤχϑετο Hdn. 5, 8, 1; διά τι, D. Sic. 4, 61; c. partic., Plut. Alc. et Cor. 5; – sich übel befinden, Plut. Thes. 20 Mar. 36.
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84 δυς-αλκής
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85 ναυ-κρᾱρία
ναυ-κρᾱρία, ἡ, die Gemeinschaft athenischer Bürger, an deren Spitze ein ναύκραρος stand, den späteren συμμορίαι entsprechend, Poll. 8, 108 u. Phot., nach denen zwölf auf eine Phyle gehen; Poll. sagt ν. ἑκάστη δύο ἱππέας παρεῖχε καὶ ναῠν μίαν, ἀφ' ἧς ὠνόμασται. Vgl. Böckh Staatshaush. I, 275 ff., Herm. griech. Staatsalterth. § 99, 5.
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86 μεσ-ουράνημα
μεσ-ουράνημα, τό, der Stand der Sonne mitten am Himmel, S. Emp. adv. astrol. 12.
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87 μενε-δήϊος
μενε-δήϊος, den Feind erwartend, im Kampfe bestehend, ihm Stand haltend, Il. 13, 228 u. sp. D., wie Ap. Rh. 2, 114.
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88 νεο-γῑλός
νεο-γῑλός, ή, όν, (von γάλα, γλάγος nach den Alten, = νεογλαγής, oder gar nach Eust. = νεόγονος), neugeboren, jung; Od. 12, 86; βρέφος, Theocr. 17, 58; βίου χρόνος, d. i. kurz, Luc. Halcyon. 3; ὀδούς, Milchzahn, Opp. Cyn. 1, 399; Poll. 2, 8 (wo früher νεογιλαῖος u. νεογιλής stand) citirt es auch aus Isae. u. verwirft es.
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89 διπτυχής
διπτυχής, ές, und δίπτυχος, ον, doppelt zusammengefaltet, doppelt zusammengelegt, und schlechtweg = doppelt, von πτύσσω, πτύξ, vgl. die Homerischen composs. πολύπτυχος und τρίπτυχος. Bei Homer δίπτυχος oder δίπτυξ fünfmal: Odyss. 13, 224 δίπτυχον λώπην, ein doppelt zusammengelegtes Gewand, vgl. δίπλαξ u. διπλόος; die Homerische Stelle hatte vor Augen Apoll. Rhod. 2, 32 ἐρεμνὴν δίπτυχα λώπην. In der Beschreibung von Opfern Iliad. 1, 461. 2, 424 Odyss. 3, 458. 12, 361 μηρούς τ' ἐξέταμον (ἄφαρ δ' ἐκ μηρία τάμνον πάντα κατὰ μοῖραν,) κατά τε κνίσῃ ἐκάλυψαν δίπτυχα ποιήσαντες, ἐπ' αὐτῶν δ' ὠμοϑέτησαν: man legte die Fetthaut, κνίση, nachdem man sie in zwei Lagen oder Schichten gebracht hatte, um die Schenkelknochen herum. Für κνίσῃ gab es im Alterthum eine Lesart κνίση, welche den Vorzug hat, daß sich δίπτυχα besser an κνίση anschließt als an κνίσῃ; dies κνίση ist nämlich accusat. plural. neutr. von τὸ κνῖσος, Nebenform zu ἡ κνίση; den singul. τὸ κνῖσος wiesen die Alten bei einem Komiker nach, τὸ κνῖσος ὀπτῶν ὀλλύεις τοὺς γείτονας (Meineke F. C. G. IV p. 687 Anonym. no 335 a); also bei Homer κατά τε ἐκάλυψαν τὰ κνίση, sie legten die Fetthaut herum, ποιήσαντες δίπτυχα (τὰ κνίση), nachdem sie dieselbe in zwei Lagen gebracht hatten. S. über alles dieses Scholl. B L Iliad. 2, 423, wo die Lesart ( τὰ) κνίση dem Aristarch zugeschrieben wird, eine Nachricht, die ihre Bestätigung durch Scholl. Aristonic. 21, 363 erhält. Hier sagt der Dichter ὡς δὲ λέβης ζεῖ ἔνδον, ἐπειγόμενος πυρὶ πολλῷ, κνίσην μελδόμενος ἁπαλοτρεφέος σιάλοιο, var. lect. κνίσῃ, κνίσης und κνίση. Das Letztere, ( τὰ) κνίση, accusat., erkennt Aristonic. als Aristarchs Lesart an: μελδόμενος: (ἡ διπλῆ,) ὅτι ἀντὶ τοῠ μέλδων, τήκων τὰ κνίση, παϑητικὸν ἀντὶ τοῠ ἐνεργητικοῠ. In derselben Stelle legt Didymus dem Aristarch die Lesart κνίσην bei, κνίσην: οὕτως Ἀρίσταρχος· ἄλλοι δὲ κνίσης, Schol. A. und in einem andern ebenfalls aus Didymus Werke geflossenen Schol. A γράφουσι δέ τινες κνίσην σὺν τῷ ν· οὕτως γὰρ καὶ Ἀρίσταρχος, καί φησιν, ὅτι ἀντὶ τοῦ τηκόμενος, ὅπερ ἰσοδυναμεῖ τῷ τήκων, und noch einmal in einem ebenfalls Didymeischen Scholium B, σὺν τῷ ν Ἀρίσταρχος. Der Widerspruch zwischen Didymus und Aristonicus verschwindet, wenn man bedenkt, daß Aristonicus lediglich die zweite Homerausgabe Aristarchs erklärt, s. Sengebusch Homer. diss. 1 p. 34. In dieser also war an den hier besprochenen Stellen κνίση als neutr. plur. geschrieben. Die erste Ausgabe Aristarchs hatte Iliad. 21, 363 κνίσην, an den übrigen Stellen κνίσῃ. Dieser Sachverhalt leuchtet auch aus dem Eingange des Scholiums B L Iliad. 2, 423 hervor, wo es heißt, Aristarch habe κνίση als neutr. plur. geschrieben, obgleich er vorher behauptet habe, diese Contraction komme bei Homer nicht vor: κα τά τε κνίση ἐκάλυψαν: Ἀρίσταρχος τὰ κνίση οὐδετέρως ἀκούει, καί τοι εἰπὼν οὐδὲν ἀδιαίρετον εἶναι τῶν εἰς ōς ληγόντων οὐδετέρων παρ' Ὁμήρῳ κατὰ τὸ πληϑυντικόν· τείχεα γὰρ καὶ βέλεα λέγει. ἀλλ' ὥσπερ τὰ τεμένη ἀδιαιρέτως εἴρηκεν, ὡς τὸ »Τηλέμαχος τεμένη νέμεται ( Odyss. 11, 185)«, οὕτω καὶ τὰ κνίση. Bei Odyss. 11, 185 giebt es folgende zwei Scholien: 1) τεμένη: Ἀρίσταρχος τεμένεα, 2) τεμένη: σεσημείωται τὸ ὄνομα ἀδιαιρέτως ἐξενεχϑέν. Das zweite Scholium ist zweifellos aus Aristonicus, welcher nur die zweite Ausgabe Aristarchs berücksichtigte und die Diple erklärte, welche in dieser Ausgabe hier wegen des contrahirten τεμένη stand. Das erste Scholium ist eben so zweifellos aus Didymus, welcher auch hier die Lesart, welche Aristarchs Text nur in der ersten Ausgabe hatte, das uncontrahirte τεμένεα, für die einzige Aristarchische Lesart hielt, grade wie Iliad. 21, 363 κνίσην. Woher in beiden Fällen die Unkenntniß des Didymus rührte, läßt sich hier ohne zu große Weitläuftigkeit nicht genau erklären. Es genüge anzudeuten, daß Didymus auch sonst vielfach schlechter unterrichtet war als Aristonicus, dessen Werk er nicht kannte, ohne Zweifel weil er vor ihm schrieb. Was Lehrs über die so sehr große Genauigkeit und die umfassend gründlichen Aristarchisch-Homerischen Studien des Didymus sagt, Aristarch. p. 18 sqq, ist unrichtig. Didymus der Alleswisser und Vielschreiber arbeitete flüchtig, schöpfte aus Quellen zweites Ranges und steht in jeder Hinsicht tief unter Aristonicus. – Nach Homer erscheint διπτυχής bei Aristotel. H. A. 3, 5, 2, νεῠρον διπτυχές. – Herodot. 7, 239 δελτίον δίπτυχον; Hesych. Διϑύροις· διπτύχοις, Δίϑυρον· γραμματίδιον διπτυχον, Κλισιάδες· αἱ δίπτυχοι ϑύραι. – Oefters = doppelt: Soph. ap. Scholl. Pind. N. 6, 90 ( frgm. 164 Dindorf ed. Oxon.) δίπτυχοι ὀδύναι; Eurip. Ion. 1010 δίπτυχον δῶρον; Orest. 633 διπτύχους ὁδούς; Aristoph. Phoen. ap. Athen. 4, 154 e διπτύχω κόρω ( frgm. 471 Dindorf ed. Oxon.); Lycophr. 554 διπτύχων ἕνα, einen der beiden Dioskuren.
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90 μακρο-καμπυλ-αύχην
μακρο-καμπυλ-αύχην, ενος, mit langem, krummem Halse, ἐρωδιοί, Epicharm. bei Ath. II, 65 b u. IX, 398 d; an ersterer Stelle stand sonst μακροκαμπυλαύχενοι.
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91 δι-χόλωτος
δι-χόλωτος zwiefach erzürnt, stand Pallad. 9, wo (IX, 168) τριχόλωτος aus dem cod. Vat. hergestellt.
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92 δεύτερος
δεύτερος, der Zweite; comparativ. zum superlstiv. δεύτατος »der Letzte«, also eigentlich »der Letztere«, d. h. der Letzte von Zweien; δευτερος und δεύτατος hängen mit δύο nicht unmittelbar zusammen, sondern sind zunächst von δεύεσϑαι abzuleiten, δεύτερος der Nachstehende, der (hinter dem Ersten) Zurückbleibende. Lehrreich ist besonders die Redensart οὐδενὸς δεύτερος, Herodot. 1, 23, und Hom. Iliad. 23, 248 ἔπειτα δὲ καὶ τὸν (nämlich τύμβον) Ἀχαιοὶ εὐρύν ϑ' ὑψηλόν τε τιϑήμεναι, οἵ κεν ἐμεῖο δεύτεροι ἐν νήεσσι πολυκλήισι λίπησϑε, Scholl. Aristonic. δεύτεροι: ὕστεροι. καὶ »δεύτατος ἦλϑεν ( Iliad. 19, 51)« ἀντὶ τοῦ ἔσχατος; Scholl. Aristonic. Iliad. 19, 51 ἡ διπλῆ, ὅτι δεύτατος ἀπὸ τοῠ δεύεσϑαι ὁ ἔσχατος· τὸ δὲ δεύεσϑαι ἐνδεῖν ἐστι. Nun hängt aber δεύεσϑαι selbst mit δύο zusammen; es ist mit Guna von der den Begriff der Trennung ausdrückenden Wurzel δυ- oder δFι-gebildet; von dieser Wurzel kommt δύο, das die Sonderung in Zwei bezeichnende Zahlwort, und δεύεσϑαί τινος, von Etwas getrennt sein, es entbehren. Vgl. δίς, διά und das Latein. dis-. Δεύτερος findet sich von Homer an überall, das neutrum auch adverolat, »zweitens«, »zum zweiten Male«; bei Homer öfters in den Formen δεύτερος und δεύτερον; andere Formen nur im 23. Buche der Ilias: δευτέρῳ vs. 265. 750, δεύτεροι vs. 248. 498, δεύτερα vs. 538. In der Odyssee nur δεύτερον, 8, 1619, 354. 18, 24. 19, 65. 22, 69. Homer setzt gerne αὖ, αὖτε, αὖτις hinzu; er gebraucht das Wort vom Raume, von der Zeit und vom Range, welche Kategorien sich aber meistens nicht genau sondern lassen. Entschieden räumlich ist wohl zu fassen Iliad. 23, 498 τότε δὲ γνώσεσϑε ἵππους, οἳ δεύτεροι οἵ τε πάροιϑεν; entschieden von der Zeit Iliad. 5, 855 πρόσϑεν Ἄρης ὠρέξατο – δεύτερος αὖϑ' ὡρμᾶτο Διομήδης; entschieden vom Range Iliad. 23, 538 ἀλλ' ἄγε δή οἱ δῶμεν ἀέϑλιον, ὡς ἐπιεικές, δεύτερ'· ἀτὰρ τὰ πρῶτα φερέσϑω Τυδέος υἱός, τὰ δεύτερα = der zweite Kampfpreis. Vgl. Iliad. 7, 248 δεύτερος αὖτε, Iliad. 3, 191 δεύτερον αὖτε – τὸ τρίτον αὖτε, Odyss. 3, 161 δεύτερον αὖτις, Iliad. 6, 184 πρῶτον μέν – δεύτερον αὖ – τὸ τρίτον αὖ, Iliad. 23, 265 τῷ πρώτῳ· ἀτὰρ αὖ τῷ δευτέρῳ – αὐτὰρ τῷ τριτάτῳ – τῷ δὲ τετάρτῳ – πέμπτῳ δέ. – Folgende: a) der Zeit nach: δευτέρῳ χρόνῳ Pind. Ol. 1, 43; μετ' ἐμὲ δεύτερος, sogleich nach mir, Xen. Cyr. 2, 2, 4. – b) der Oldnung, dem Range nach: οὐδενὸς δεύτερος, keinem nachstehend, Her. 1, 23; Pol. 32, 13, 16; καὶ ὕστερος Plat. Phil. 59 c; δεύτερα ἦν τῶν ὑποκειμένων προςδοκιῶν καὶ τῶν ἐλπίδων, war unter den Erwartungen, blieb hinter den Erwartungen zurück, Dem. 19, 24; ἰσχύϊ δὲ μάχης καὶ στρατοῦ πλήϑει πολὺ δευτέρα ἦν μετὰ τὴν Σκυϑῶν, an Heereszahl stand sie weit der Macht der Scythen nach, Thuc. 2, 97; Her. 1, 31; μετὰ Πᾶνα τὸ δεύτερον ἆϑλον ἀποισῇ Theocr. 1, 3; vgl. ἐμοὶ μὲν μετὰ τὸ πλουτεῖν δεύτερον Alexis Ath. VI, 258 e. – So ἄγειν, ἡγεῖσϑαι, ποιεῖν, τιϑέναι τινὰ δεύτερόν τινος, Jemand einem Andern nachsetzen, Soph. O. C. 351; Luc. Lapith. 9 enc. Dem. 34; Plut. u. a. Sp.; ἐν δευτέρῳ καὶ γονεῖς καὶ παῖδας τῶν τῆς πατρίδος καλῶν τίϑεσϑαι, Plut. Fab. 24; ἐν δευτέρᾳ τάξει τινὸς ποιεῖσϑαι Dsm. 13. – c) übh. der Andere neben Einem, δεύτερος αὐτός, selbzweiter, d. i. allein mit dem Andern, Her. 4, 113 u. sonst; δευτέρῳ ἔτει τούτων, im zweiten Jahre darauf; δευτέρῃ ἡμέρῃ ἀπ' ἧς ὁ χειμὼν ἔγένετο, den Tag nach dem Sturme, 7, 192; Sp. = ἕτερος, εἷς καὶ δεύτερος, vgl. Schäfer D. Hal. C. V. p. 174. – Das neutr. δεύτερον, Her. u. Att. gew. τὸ δεύτερον, zweitens, zumzweiten Male, wiederum, oft noch mit αὖ, αὖτε u. ähnl. vbdn; δεύτερον πάλιν, Plat. Polit. 260 d; δεύτερα, Herodot. 1, 46; τὰ δεύτερα, Thuc. 6, 78; ἐκ δευτέρου, zum zweitenmale, Aesop., N. T.; – τὰ δεύτερα, der zweite Preis, Rang, Her. 8, 104; Xen. Cyr. 4, 6, 11; τὰ δεύτερα φέρεσϑαι, Luc. – Bei Medic. = Nachgeburt. – Adv. δευτέρως, Plat. Tim. 56 b u. öfter; Arist.
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93 δι-ευ-τρεπίζω
δι-ευ-τρεπίζω, wohl in Stand setzen; στρατείαν Suid. v. Σεμίραμις.
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94 δι-εψευσμένως
δι-εψευσμένως, erlogen, fälschlich, M. Ant. 2, 17; stand auch sonst Strab. 1, 3, 1.
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95 δι-είλησις
δι-είλησις, ἡ, das Auseinandertreiben, Wirbelwind, stand Plat. Legg V, 747 d, wo Bekk. richtig δι' εἰλήσεις.
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96 δεξιός
δεξιός, rechts; Wurzel Δεκ-, verwandt δέκομαι, δἐχομαι; Nebenform δεξιτερός, Latein. dexter; Sanskrit dahshas »tüchtig«, »tauglich«, dakshinas »rechts«. Zunächst war δεξιός Bezeichnung der rechten Hand, welche zum Empfangen, Fassen, δέχεσϑαι, tauglicher ist als die linke Hand, δεξιὰ χείρ wörtlich »die zum Fassen geeignete, bestimmte Hand«; von der Hand wurde diese Bezeichnung sodann auf alles dieser Seite Angehörige ausgedehnt; vgl. s. v. δέκα und Curtius Grundzüge der Griech. Etymol. 1, 55. 104. 200. 2, 315. Mit χείρ scheint δεξιός, δεξιὰ χείρ, bei Homer nicht vorzukommen; start dessen sagt er δεξιτερὴ χείρ, s. δεξιτερός. Aber substantwirt δεξιά »die Rechte« start »die rechte Hand« Iliad. 10, 542, τοὶ δὲ χαρέντες δεξιῇ ἠσπάζοντο ἔπεσσί τε μειλιχίοισιν; übertragen auf den durch Handschlag der Rechten bekräftigten Vertrag, Iliad. 2, 341. 4, 159 σπονδαί τ' ἄκρητοι καὶ δεξιαί, ᾗς ἐπέπιϑμεν. Von anderen Körpertheilen: δεξιὸν ὦμον Odyss. 17, 462, μαζὸν δεξιόν Iliad. 4, 481, γλουτὸν δεξιόν Iliad. 13, 651. Von der rechten Seite im Allgemeinen: Iliad. 7, 238 οἶδ' ἐπὶ δεξιά, οἶδ' ἐπ' ἀριστερὰ νωμῆσαι βῶν ἀζαλέην; Iliad. 13, 308 πῇ τ' ἂρ μέμονας καταδῠναι ὅμιλον; ἦ ἐπὶ δεξιόφιν παντὸς στρατοῠ, ἦ ἀνὰ μέσσους, ἦ ἐπ' ἀριστερόφιν; von einem auf der rechten Seite des Gespanns gehenden Pferde, Iliad. 23. 336 αὐτὸς δὲ κλινϑῆναι ἐυπλέκτῳ ἐνὶ δίφρῳ ἦκ' ἐπ' ἀριστερὰ τοῖιν· ἀτὰρ τὸν δεξιὸν ἵππον κένσαι ὁμοκλήσας, εἶξαί τέ οἱ ἡνία χερσίν. ἐν νύσσῃ δέ τοι ἱππος ἀριστερὸς ἐγχριμφϑήτω. Die rechte Seite war bei den Griechischen Wahrsagern die glückliche; der Wahrsager stand mit dem Gesichte nach Norden, rechts war Osten: Iliad. 12, 239 τύνη δ' οἰωνοῖσι κελεύεις πείϑεσϑαι, τῶν οὔ τι μετατρέπομ' οὐδ· ἀλεγίζω, εἴτ' ἐπὶ δεξί' ἴωσι πρὸς ἠῶ τ' ἠέλιόν τε, εἴτ' ἐπ' ἀριστερὰ τοίγε ποτὶ ζόφον ἠερόεντα, vgl. Lehrs Aristarch. p. 177. Daher Iliad. 13, 821 δεξιὸς ὄρνις = ein Glück verkündender, ἃς ἄρα οἱ εἰπόντι ἐπέπτατο δεξιὸς ὄρνις, αίετὸς ὑψιπέτης; Odyss. 24, 312 ἦ τέ οἱ ἐσϑλοὶ ἔσαν ὄρνιϑες ἰόντι, δεξιοί; Iliad. 24, 294 οἰωνὸν δεξιόν; 10, 274 τοῖσι δὲ δεξιὸν ἧκεν ἐρωδιὸν Παλλάς; Odyss. 2, 154 Iliad. 24, 320. Vgl. ἐνδέξιος und ἐπιδέξιος. – Folgende: 1) rechter Hand, auf der rechten Seite, Ggstz von links, überall; zur Rechten, τοῠ Ἑλληςπόντου Her. 6, 37; ἐπὶ τὰ δεξιά 2, 36; τὰ ἐπὶ δεξιά Plat. Conv. 177 d u. öfter; ἐκ τῶν δεξιῶν ἐπὶ τὰ ἀριστερά Tim. 77 e; εἰς δεξιά 43 b; vgl. Rep. IV, 436 c; εἰς τὰ δεξιὰ χειρός Soph. frg. 527 d; ἐπὶ δεξιὰ χειρός Theocr. 25, 18; κατὰ δεξιὰ χειρός Arat. Phaen. 706; δεξιά, rechts, Pol. 3, 82. Das fem. gew. ohne χείρ, die Rechte; ἐκ δεξιᾶς Ar. Equ. 631; Plat. Euthyd. 271 a; ἐν δεξιᾷ Her. 7, 217; Thuc. 3, 24; Plat. Phaed. 89 a; τὰ ἐν δεξιᾷ Phaedr. 266 e u. öfter; bes. als Ortsbestimmung, ἐν δεξιᾷ ἔχειν, oft Thuc., auch λαβεῖν, 7, 1; πορεύεσϑαι τὴν εἰς δεξιάν Plat. Rep. X, 614 c; ἐπὶ δεξιᾷ Arist. – Zeichen der Zusage, Handschlag, Zusicherung, δεξιὰν διδόναι καὶ λαμβάνειν, Versprechungen leisten u. empfangen, d. i. Verträge mit einander schließen, Xen. An. 1, 6, 6 u. öfter; φέρειν 2, 4, 1, Versprechungen überbringen; πέμπειν Ages. 3, 4. – 2) = αἴσιος, Glück verkündend, günstig; Aesch. Prom. 489; Eur. Phoen. 1189; ἀετός Xen. Cyr. 2, 1, 1; An. 9, 23; βροντή Cyr. 7, 1, 3. – 3) geschickt, gewandt, im Ggstz des Linkischen, auch = gescheidt, klug; δεξιὸς νόῳ ἀντίπαλος Pind. I. 4, 61; δεξιώτατος ἀρετᾶν ὀπαδός N. 3, 8; ἔϑνος δεξιώτερον Her. 1, 60; οἱ πολλοὶ κακουργοὶ ὄντες δεξιοὶ κέκληνται Thuc. 3, 82; öfter bei Ar., der δεξιοὶ καὶ χρηστοί vrbdt, Plut. 387; δεξιὸς ποιητής, ϑεατής, Ran. 71 Nubb. 513; λέγειν δεξιόν τι, etwas gescheidtes sagen, Equ. 96; δεξιώτατα εἰπεῖν Eccl. 159; vgl. Nubb. 149; Plat. δεξιὰ καὶ κομψά Legg. I, 634 a; περὶ τὰς δίκας Hipp. 225 c; τινὶ πρός τι, behülflich zu etwas, Luc. Necyom. 13.
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97 δείλετο
δείλετο, Aristarchs Lesart Odyss. 7, 289, εὗδον παννύχιος καὶ ἐπ' ἠῶ καὶ μέσον ἦμαρ. δείλετό τ' ἠέλιος, καί με γλυκὺς ὕπνος ἀνῆκεν, var. lect. δύσετο; δείλετο ist Verbum zu ἡ δείλη, der Nachmittag, δείλετο ἠέλιος = die Nachmittagssonne stand am Himmel; Scholl. Didym. δύσετό τ' ἠέλιος: εἰς δύσιν ἐκλίνετο. Ἀρίσταρχος γράφει δείλετο, ὅ ἐστιν εἰς δείλην ἐκλίνετο. πρὸ δυσμῶν γάρ, φησί, συνέτυχε τῇ Ναυσικάᾳ ὁ Ὀδυσσεύς, anderes Scholium δείλετό τ' ἠέλιος: ὅ ἐστιν εἰς δείλην ἐκλίνετο· πρὸ δυσμῶν γὰρ συνέτυχε τῇ Ναυσικάᾳ ὁ Ὀδυσσεύς, τοῦ ἡλίου μὴ φϑάσαντος εἰς τὸν δυτικὸν ὁρίζοντα, ἀλλ' ἐπέχοντος ἐφ' ἱκανόν. ὅτε γὰρ ἔδυ ὁ ἥλιος, τότε εἰς τὸ ἄλσος ἔφϑασαν τῆς Ἀϑηνᾶς οὗτοι, ὡς καὶ ὁ ποιητὴς »δύσετό τ' ἠέλιος καὶ τοὶ κλυτὸν ἂλσος ἵκοντο (6, 321)«, καὶ τὰ λοιπά; Eustath. p. 1580, 16 ἐν δὲ τῷ »ἐπ' ἠῶ καὶ μέσον ἦμαρ« καὶ »δείλετό τ' ἠέλιος« τριμερῆ τὴν ἡμέραν ἔτεμεν ὡς καὶ ἀλλαχοῠ. ἤγουν εἰς πρωΐαν, μεσημβρίαν καὶ δείλην. ἐν δὲ τῷ »δείλετο«, γραφόντων τινῶν δύσετο, ἤγουν ἔδυνε, – φασὶν οἱ παλαιοί, ὡς Ἀρίσταρχος οὐ γράφει δύσετο, ἀλλὰ δείλετο, ὅ ἐστιν εἰς δύσιν ἀπέκλινε. καὶ σημείωσαι τὴν λέξιν σύστοι χον οὖσαν τῇ δείλῃ. εἰ δὲ τὸ δείλετο ἀσύνηϑές ἐσ τιν, ἀλλὰ τὸ δειελιήσας ἐν τοῖς μετὰ ταῠτα (Od. 17, 599) κεῐται παρὰ τῷ ποιητῇ. Bekker schreibt δύσετο sowohl in der Ausgabe von 1843 als in der von 1858. Allerdings laßt sich diese Lesart vertheidigen, ohne daß man zu der von Buttmann Lexil. 2, 193 in dieser Sache spöttisch abgewiesenen »Fugen-Kritik« seine Zuflucht nimmt; aber Alles zusammengenommen, Aristarchs Auctorität, der nur die besten unter den überlieferten Lesarten auszuwählen pflegte, keine Lesarten erfand, der Zusammenhang der Begebenheiten in Odyss. 6 und 7, die Angabe der Zeiten in der Stelle selbst, παννύχιος – ἐπ' ἠῶ – μέσον ἦμαρ, woran sich δείλετο ἠέλιος besser anschließt als δύσετο, der Umstand, daß sich das so häufige δύσετο weit leichter für δείλετο einschleichen konnte als das sonst im Homer nicht vorkommende δείλετο für δύσετο, endlich die verwandten Homerischen Wörter δείλη, δείελος, δειελιάω: das Alles läßt δείλετο doch als die ächte Lesart erscheinen. Von einer »Fuge« zwischen Od. 6 und 7, deren Annahme der gute Buttmann in unklaren Ahnungen befürchtete, kann bei besonnenen Kritikern nicht die Rede sein.
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98 δέω
δέω und δεύω, bedürfen; wohl nicht, wie gewöhnlich angenommen wird, von einer Wurzel ΔΕF-, sondern von einer Wurzel ΔΥ-, mit Guna ΔΕγ-; zunächst verwandt ist wohl δεύτερος, δεύτατος. In δέω ist das Υ der Wurzel ausgestoßen; vgl. ἔχευα ἔχεα, ἀλεύω ἀλέω, ἀχεύων ἀχέων, εὔαδεν ἕαδεν. Die Attische Prosa hat von δεύω δέω ein activum δέω, δεήσω, ἐδέησα, δεδέηκα, meist unpersönlich gebraucht, δεῖ, δεήσει, ἐδέησε, δεδέῆκε, und ein deponens passiv. δέομαι, δεήσομαι, ἐδεήϑην, δεδέημαι; dic Contraction in ει unterbleibt zuweilen, δέεται und δεῖται, δέεσϑαι und δεῖσϑαι, s. Buttmann Ausf. Gramm. ed. 2 Bd 2 S. 150. Bei Homer findet sich das activum in wenigen Formen und Stellen: ἐδεύησεν zweimal; Odyss. 9, 540 κὰδ δ' ἔβαλεν μετόπισϑε νεὸς κυανοπρώροιο τυτϑόν, ἐδεύησεν δ' οἰήιον ἄκρον ἱκέσϑαι, es fehlte (nur noch grade), daß er die Spitze des Steuerruders traf, Apollon. Lex. Homer. p. 62, 11 ἐδεύησεν· ἐνδεὴς ἐγένετο; derselbe Vers interpolirt Odyss. 9, 483 κὰδ δ' ἔβαλε προπάροιϑε νεὸς κυανοπρώροιο τυτϑόν, ἐδεύησεν δ' οἰήιον ἄκρον ἱκέσϑαι, vgl. Scholl. vs. 5401 δῆσεν oder ἔδησεν einmal, Iliad. 18, 100 ὁ μὲν μάλα τηλόϑι πάτρης ἔφϑιτ', ἐμεῖο δὲ δῆσεν ἀρῆς ἀλκτῆρα γενέσϑαι, er entbehrte meiner, daß ich ihm ein Retter geworden wäre, var. lect. δ' ἔδησεν, vgl. Scholl. (Herodian.) und Apollon. Lex. Homer. p. 62, 14 ἔδ η σεν· ἐνδεὴς ἐγένετο· »ἐμεῖο δ' ἔδησεν ἀρῆς«; δ εῖ unpersönlich einmal, Iliad. 9, 337 τί δὲ δεῖ πολεμιζέμεναι Τρώεσσιν Ἀργείους, »wozu ist es nöthig, daß die Argiver mit den Troern kämpfen?« In dieser Weise gebraucht Homer öfters χρή; und so haben denn auch in der vorliegenden Stelle Neuere statt δεῖ schreiben wollen χρή, ein Versuch, welcher eben so wohlfeil und eben so werthlos ist wie Iliad. 18, 100 der geistreiche Vorschlag Neuerer statt ἐμεῖο δ' ἔδησεν oder ἐμεῖο δὲ δῆσεν zu schreiben ἐμεῠ δ' ἐδέησεν; beide »Besserungen« sind leichtfertge, frivole Attentate auf den aus dem Alterthume überlieferten Homer-Text, was Buttmann einsah, Ausf. Gramm. ed. 2 Bd 2 S. 151 sq. Anmerk. Vgl. noch mit δῆσεν ἔδησεν das Homerische κῆται, welches sich zu κέηται verhält wie δῆσεν zu δέησεν. – Häufiger als das activ. erscheint bei Homer das deponens, immer mit dem Υ, δεύομαι, in folgenden Formen und Stellen: δεύεαι Iliad. 23, 484; δεύῃ Odyss. 1, 254; δεύεται Odyss. 7, 73. 8, 137; δευοίατο Iliad. 2, 128. 5, 202; δευέσϑω Iliad. 20, 122; δεύεσϑαι Iliad. 13, 310; δευόμενος Iliad. 22, 492; δευόμενον Iliad. 1, 134. 20, 472 Odyss. 4, 264; δευομένους Iliad. 3, 294; ἐδεύεο Iliad. 17, 142; ἐδεύετο Iliad. 1, 468. 602. 2, 431. 4, 48. 7, 320. 23, 56. 24, 69 Odyss. 16, 479. 19, 425; δευέσϑην Iliad. 8, 127; δεύοντο Iliad. 2, 709; δευήσεαι Odyss. 6, 192. 14, 510; δευήσεσϑαι Iliad. 13, 786 Odyss. 23, 128. Aorist. und perfect. kommen bei Homer nicht vor. Bedeutung und Construction: absolut, Iliad. 1, 134 αὐτὰρ ἔμ' αὔτως ἧσϑαι δευόμενον, entbehrend; Iliad. 22, 492 δευομενος δέ τ' ἄνεισι πάις ἐς πατρὸς ἑταίρους, Mangel leidend; Iliad. 20, 122 μηδέ τι ϑυμῷ δευέσϑω, er soll sich nicht verlassen fühlen; δεύεσϑαί τινος einer Sache oder Person entbehren, Iliad. 2, 128 πολλαί κεν δεκάδες δευοίατο οἰνοχόοιο; Odyss. 1, 254 ἦ δὴ πολλὸν ἀποιχομένου Ὀδυσῆος δεύῃ; Iliad. 4, 48 οὐ γάρ μοί ποτε ῃωμὸς ἐδεύετο δαιτὸς ἐίσης, λοιβῆς τε κνίσης τε; Odyss. 19, 425 δαίνυνι', οὐδέ τι ϑυμὸς ἐδεύετο δαιτὸς ἐίσης; Odyss. 4, 264 πόσιν οὔ τευ δευόμενον, οὔτ' ἂρ φρένας οὔτε τι εἶδος; Iliad. 3, 294 καὶ τοὺς (ἄρνας) μὲν κατέϑηκεν ἐπὶ χϑονὸς ἀσπαίροντας, ϑυμοῠ δευομένους· ἀπὸ γὰρ μένος εἵλετο χαλκός, der Lebenskraft ermangelnd, sterbend, vgl. Apollon. Lex. Homer. p. 57, 34; δεύεσϑαί τινος Einem nachstehn, Iliad. 23, 484 ἄλλα τε πάντα δεύεαι Ἀργείων, auch in allen andern Stücken stehst du den Argivern nach; δεύεσϑαί τινος in etwas nachstehn, zurückstehn, Iliad. 17, 142 Ἕκτορ εἶδος ἄριστε, μάχης ἄρα πολλὸν ἐδεύεο, im Kampfe standest du sehr zurück, das εο in ἐδεύεο mit Synizese zu lesen; so hat man auch Iliad. 13, 310 erklärt, ἐπεὶ οὔ ποϑι ἔλπομαι οὕτως δεύεσϑαι πολέμοιο καρηκομόωντας Ἀχαιούς, Apollon. Lex. Homer. p. 58, 1. – Vgl. die Homerischen compos. ἐπιδεύομαι und ἐπιδευής. – Folgende: 1) Activum: παραδείγματος αὐτὸ τὸ παράδειγμα δεδέηκεν, der Beweis bedarf selbt des Beweises. Plat. Polit. 277 d; ἡ βουλὴ δεῖ διακρινοῠντος Lach. 184 c. – Gew. a) πολλοῠ, ὀλίγου δέω, essehltviel, wenigdaran, daßich, e. inf., z. B. πολλοῠ δεῖς τὸ εἶδος ἀγνοεῖν τοῠ παιδός, es fehlt viel daran, daß du nicht kennen solltest, Plat. Lys. 204 e; vgl. Theaet. 167 b; ὡστε ϑολλοῠ δέω μὴ οὐ δύο γε φεύγειν Euthyd. 297 c; πολλοῦ μοι δοκῶ δεῖν τὰ ὑμέτερα ἔχειν Xen. An. 7, 6, 18; οὐ πολλοῠ δέοντας ἴσους τὸ πλάτος καὶ τὸ μῆκος εἶναι, beinahe eben so dick wie lang, 5, 4, 32; auch absol., als nachdrückliche Veineinung, πολλοῠ γε δέω, Plat. Phaedr. 228 a, wie Dem. 20, 58, ich bin weit entfernt, d. i. durchaus nicht; τοῦ παντὸς δέω, Aesch. Prom. 1008; τοσούτου δέουσιν ἐλεεῖν ὥστε μᾶλλον, wie tantum abest, Isocr. 4, 168; vgl. 14, 18 u. 11, 5, wo vor Bekk. τοσούτῳ stand. Seltener steht auch der acc., τοσοῠτον δέω εἰδέναι Plat. Menon. 71 a; Luc. Icarom. 5; ὀλίγον, μικρὸν δέω τοῠ ποιεῖν, Plut. Pyrrh. 17. 30, öfter. – An Vrbdgen, wie μικροῠ δέοντα τέτταρα τάλαντα, beinahe vier Talente, woran wenig fehlt, Dem. 27, 35, reihen sich Ausdrücke für die Zahlen 18, 19, 28, 29 u. ä.; δυοῖν δέοντα τεσσαράκοντα, Her. 1, 14. Bes. Att., ἑνὸς δέον εἰκοστὸν ἔτος, das zwanzigste Jahr weniger eins, d. i. das neunzehnte, Thuc. 8, 6. 25; πεντήκοντα δυοῖν δέοντα ἔτη, d. i. 48 Jahre, 2, 1; μιᾶς δέουσι ἑξήκοντα, Plat. Legg. V, 738 a; Sp. brauchen gen. abs., ἑξήκοντα ἑνὸς δέοντος ἔτη, Plut. Pomp. 79; D. L. 5, 27. – b) das imperson. δεῖ, conj. δέῃ, auch δῇ, s. Mein. III, 293, es bedarf, ist nöthig; mit acc. c. inf., Pind. Ol. 6, 28; Her. bes. von Schicksalbestimmungen, οὐ γὰρ ἔδει Ναξίους ἀπολέσϑαι, sie sollten nicht untergehen, 5, 33; vgl. 6, 64. 9, 109; u. mit dem Zusatz κατὰ τὸ ϑεοπρόπιον, 8, 53; δεῖ γενέσϑαι τι, Thuc. 5, 26. Seltener findet eine Attraction statt, ἡγούμην αὐτὸς περιεῖναι δεῖν αὐτῶν, καὶ μεγαλοψυχότερος φαίνεσϑαι Dem. 19, 235; vgl. 44, 28 u. Lob. Phryn. 754; selten auch steht der dat., δεῖ ἐπισάξαι τὸν ἵππον Πέρσῃ ἀνδρί Xen. An. 3, 4, 35; vgl. Oec. 7, 20; Soph. O. C. 721; Eur. Hipp. 945; Plat. Rep. X, 608 c.; Soph. abdt auch δεῖ σ' ὅπως δεἰξεις Ai. 553; bgl. Phil. 54. – Ohne Inf., εἴ τι δέοι u. ἐἀν τι δέῃ, wenn es nöthig sein sollte, Xen. oft. – Gew. mit dem gen. der Sache, δεῖ τινος, es bedarf einer Bache, es ist etwas nöthig, es thut Noth, εὐβουλίπς δεῖ Beph. Ant. 1083; ἀγαϑοῠ δημτουργοῠ δεῖ Plat. Gouv. 187 c, der sogar abdi σφόδρα ἡμῖν δεῖ ἄκρων εἶναι τῶν ἀρχόντων Rep. V, 459 b; οὐδὲν ἔτι αὐτῶν δεῖ Thuc. 5, 55; Xen. An. 5, 1, 10. Die Person, welche etwas nöthig hat, steht gew. im dat., ἔδει γὰρ δὴ συμμαχίης τινός οἱ μεγάλης Her. 5, 38, wo pleonast ἐξευρεϑῆναι zugesetzt ist; ἓν δεῖ μόνον μοι Eur. Suppl. 594; τέχνης δεῖ τῷ μέλλοντι δρᾶν Plat. Soph. 255 a; δεῖ μοι τῆς αὐτῆς ἐρωτήσεως Men. 79 c. Selten im accus., αὐτὸν σε δεῖ Προμηϑέως Aesch. Ag. 840; ποίας με δεῖ φροντίδος Soph. El. 602; vgl. Eur. Rhes. 837; u. spätere Prosaiker, nach Arist. pol. 7, 13. – c) an a) schließt steh πολλοῠ, ὀλίγου δεῖ, essehltviel, wenig, worauf acc. c. inf. folgt, πολλοῦ γε δεῖ οὕτως ἔχειν Plat. Prot. 341 d; ἐδέησεν ἐλαχίστου αὐτοὺς διαφϑεῖραι (τὸ πῠρ), es fehlte sehr wenig daran, daß das Feuer sie rernichtete, Thuc. 2, 77; daher πολλοῦ γε καὶ δεῖ, zu nachdrücklicher Verneinung am Ende des Satzes, weit gefehlt, Dem. 18, 300 u. sonst; absol. πολλοῠ, ὀλίγοὺ δεῖν, so daß viel, wenig fehlt, Plat. Apol. 22 a Lgg. XII, 998 d; ὀλίγου δεῖν φορήματι ἀλλὰ προςϑήματι ἐοίκασι, beinahe, Xen. Mem. 3, 10, 13; so μικροῦ δεῖν, Isocr. 4, 144; ἵν' εἰδῆτε πολλοῠ δεἴν ἄξιον ὄντα, daß viel fehlt, daß er bei weitem nicht würdig ist, Dem. 23, 7. – 2) Deponens: perf. δεδέημαι Xen. An. 7, 7, 14; nöthighaben, bedürfen, entbehren, τινός; Sp. D., wie Ap. Rh. 1, 968; sehr gew. Her. u. Att. Auch οὐδὲν ἐμοῠ δέονται, Plat. Theaet. 151 b, u. öfter; εἴ τι ἄλλο ἡ τῆς οὐσίας δέοιο Conv. 218 c; ἢν δέ τι δέωνται τοῦ βασιλέως, in irgend einer Sache, Thuc. 8, 37; οἱ δεόμενοι, die Bedürftigen, Isocr. 6, 67, wie οἱ μάλιστα βίου δ. 4, 35; vgl. Her. 8, 59; so absol., τὸ δεῖσϑαι, Xen. An. 2, 6, 13. Dah. = begehren, wünschen, τινός, Her. 9, 35, u. Folgde oft; c. inf., Her. 2, 173; δέομαι αὐτὸ τοῠτο μαϑεῖν Plat, Phaed. 73 b, u. sonst; bitten. Πολυκράτεος πέμψαι ἑαυτῷ στρατόν Her. 3, 44; τῶν ἱερέων πάντα διελϑεῖν Plat. Tim. 23 d, u. sonst; auch mit dem acc. c. inf., ἐδεήϑη Δαρείου ἕνα αὐτῷ παἴδα καταλειφϑῆναι Her. 4, 84; δέομαι ὑμῶν τούτοις τὸν νοῠν προςέχοντας ἀναμιμνήσκισϑαι Andoc. 1, 37; aber auch ἐδέοντο Κύρου ὡς προϑυμοτάτου γενέσϑαι Xen. Hell. 1, 5, 2. – Mit folgd. ὥςτε, Thuc. 1, 119; ὅπως, Plut. Ant. 84; τοῠτο ὑμῶν δέομαι δίκαιον Plat. Apol. 18 a; ὅπερ ἐδεόμεϑά σου Conv. 173 e; σύμφορα δέονται Thuc. 1, 32; wie δονατά Plat. Prot. 335; δίκαια καὶ μέτρια Dem. 58, 2; vgl. Xen. Cyr. 1, 4, 1; An. 7, 2, 34; ἐδεήϑῆ ἐμοῦ τινα ἰσχυρὰν δέησιν Aesch. 2, 43; δέῃμα, ὃ δεῖταί μου σφόδρα Ar. Ach. 1059; τινὸς παρά τινος, Luc. u. a. Sp. Auffallend ist ἐδέοντο Βοιωτοὺς ὅπως παραδῶσι Thuc. 5, 36, wo Krüger ᾐτοῠντο vermuthet.
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99 βουναία
βουναία, Ἤρη, = ἀκραία (βουνός), weil ihr Tempel auf dem Wege nach Akrokorinth aufeinem Hügel stand, Paus. 2, 4, 7.
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100 νοθεία
νοθεία, ἡ, uneheliche Geburt, der Stand unehelicher Kinder, Plut. Them. 1 u. a. Sp.
См. также в других словарях:
stand — stand … Dictionnaire des rimes
stand — /stand/, v., stood, standing, n., pl. stands for 43 63, stands, stand for 64. v.i. 1. (of a person) to be in an upright position on the feet. 2. to rise to one s feet (often fol. by up). 3. to have a specified height when in this position: a… … Universalium
Stand — (st[a^]nd), v. i. [imp. & p. p. {Stood} (st[oo^]d); p. pr. & vb. n. {Standing}.] [OE. standen; AS. standan; akin to OFries. stonda, st[=a]n, D. staan, OS. standan, st[=a]n, OHG. stantan, st[=a]n, G. stehen, Icel. standa, Dan. staae, Sw. st[*a],… … The Collaborative International Dictionary of English
Stand by — Stand Stand (st[a^]nd), v. i. [imp. & p. p. {Stood} (st[oo^]d); p. pr. & vb. n. {Standing}.] [OE. standen; AS. standan; akin to OFries. stonda, st[=a]n, D. staan, OS. standan, st[=a]n, OHG. stantan, st[=a]n, G. stehen, Icel. standa, Dan. staae,… … The Collaborative International Dictionary of English
stand-by — [ stɑ̃dbaj ] n. inv. et adj. inv. • 1975; de l angl. stand by passenger, de to stand by « se tenir prêt » et passenger « passager » ♦ Anglic. 1 ♦ Personne qui voyage en avion sans avoir réservé sa place (cf. Passager en attente). 2 ♦ N. m. Voyage … Encyclopédie Universelle
Stand Up — may refer to:* Stand up comedy MusicAlbums* Stand Up (Dave Matthews Band album) * Stand Up (Everyday Sunday album) * Stand Up (Jethro Tull album) * Stand Up! (album), an album by The Archers * Stand Up (Blue King Brown album), an album by Blue… … Wikipedia
stand — ► VERB (past and past part. stood) 1) be in or rise to an upright position, supported by one s feet. 2) place or be situated in a particular position. 3) move in a standing position to a specified place: stand aside. 4) remain stationary or… … English terms dictionary
stand — [stand] vi. stood, standing [ME standen < OE standan; akin to MDu standen, Goth standan < IE base * stā , to stand, be placed > L stare, to stand, Gr histanai, to set, cause to stand] 1. a) to be or remain in a generally upright position … English World dictionary
Stand Up — Álbum de Jethro Tull Publicación 1 de agosto de 1969 Grabación Abril de 1969 Género(s) Rock, rock progresivo, blues y … Wikipedia Español
Stand — (st[a^]nd), n. [AS. stand. See {Stand}, v. i.] 1. The act of standing. [1913 Webster] I took my stand upon an eminence . . . to look into their several ladings. Spectator. [1913 Webster] 2. A halt or stop for the purpose of defense, resistance,… … The Collaborative International Dictionary of English
Stand — can mean several things:Objects*A stand, when referring to an object, is an object that has a massive head another object, usually for display purposes (at events or places such as a conference, a congress, a shop, etc.). See column, armature… … Wikipedia