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1 σίφων
σίφων, ωνος, ὁ, ein hohler Körper, Röhre, Halm u. dgl., lat. sipho; der Weinheber, Wein aus einem Fasse zu saugen, Hippon. bei Poll. 6, 19; – der Weinschlauch, Eur. Cycl. 438. – Auch die Feuerspritze, Mathem. vett. – Bei Hesych. ein der Ameise ähnliches Insekt, vielleicht die Mücke, wie Mel. 93 (V, 151), αἵματος ἀνδρῶν σίφωνες κώνωπες, gleichsam die Heber oder Saugröhren des Männerbluts. – Die Wasserhose, wie τυφών, vgl. Schol. Arat. Dios. 785. – [Ι ist außer bei Eur. lang.]
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2 καλαμόω
καλαμόω, einen Knochenbruch mit Rohr schienen, Galen.; – καλαμοῦσϑαι, in den Halm wachsen, Theophr.
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3 καλαμο-ειδής
καλαμο-ειδής, ές, halm-, rohrartig, Hesych.
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4 καλάμη
καλάμη, ἡ, Halm, bes. Rohr oder Getreidehalm; σὺν τῇ καλάμῃ ἀπόκειται ὁ σῖτος Xen. An. 5, 4, 27; σῖτον τόν τ' ἐπὶ ταῖς καλάμαις καὶ τὸν ἤδη κατειργασμένον D. Hal. 5, 13; καλάμην τε καὶ ἱερὰ δράγματα ἀσταχύων Callim. Cer. 20; sprichwörtlich ἐπὶ καλάμῃ ἀροῦν, Lys. bei Suid., das Land dadurch, daß man immerfort Getreide säet, erschöpfen, so daß es nur Halme ohne Körner trägt. – Uebertr., φυλόπιδος, ἧς τε πλείστην μὲν καλάμην χϑονὶ χαλκὸς ἔχευεν Il. 19, 222, wie im Orak. bei Polyaen. 6, 53. – Die bei der Ernte stehen bleibenden Halme, Stoppeln, Arist. meteor. 1, 4; übertr., ἀλλ' ἔμπης καλάμην γέ σ' ὀΐομαι εἰςορόωντα γιγνώσκειν Od. 14, 214, ich glaube, du wirst noch die Stoppeln, die Ueberbleibsel früherer Kraft, erkennen an dem altersschwachen Leibe; Arist. rhet. 3, 10 sagt γῆρας καλάμην εἶπεν, ἄμφω γὰρ ἀπηνϑηκότα; Luc. Alex. 5 μειράκιον ἔτι ὢν πάνυ ὡραῖον, ὡς ἐνῆν ἀπὸ τῆς καλάμης τεκμαίρεσϑαι; Philip. 3 (XI, 36) τὴν καλάμην δωρῇ, δοὺς ἑτέροις τὸ ϑέρος, die Stoppeln des Alters, der Jugend, ϑέρος, entggstzt; Ῥήσου κ., d. i. sein Leichnam, Or. Polyaen. 6, 53. – Callim. bei Schol. Pind. P. 4, 376, = λινοκαλάμη.
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5 κάρφος
κάρφος, τό (κάρφω), jeder trockene Körper, bes. Ruthen, dünnes Reisig, κεραία ξύλου λεπτή, Spähne, dünne Stengel, sing. collectiv., Aeschyl. fr. 19; im plur. vom Zimmt, Her. 3, 111; Ar. vbdt, vom Nest des Kuckuks sprechend, τὰ κάρφη καὶ τὰ φρύγανα, Av. 642; κάρφος χαμᾶϑεν νῦν λαβὼν τὸν λύχνον πρόβυσον Vesp. 249, etwa nimm einen Strohhalm auf u. zieh' den Docht vor; ὁρμίνοιο Nic. 892; Hesych. erkl. auch ἄχυρον; aber Polyaen. 4, 3 stellt neben einander ἀχύρων μυρίας ἁμάξας, κάρφους πεντακιςχιλίας, Reisig; bei Ath. V, 187 e Spreu, Halm u. dgl.; XIII, 604 c ἀπὸ τῆς κύλικος κάρφος τῷ μικρῷ δακτύλῳ ἀφαιρεῖν, nachher ἀποφυσᾶν; κάρφη τινὰ συνδήσαντες, Reis oder Heubündel, Luc. Hermotim. 33; – μηδὲ κάρφος κινεῖν, auch nicht einen Strohhalm bewegen, Ar. Lys. 474. – Ein Zahnstocher, Alc. 1, 22. – Bes. heißt so die Ruthe, mit welcher der Prätor den Sklaven, welchen er freispricht, berührt, Plut. de S. N. V. 4. – Bei Pol. 6, 36, 3, λαμβάνει παρὰ τῶν φυλασσόντων τὸ κάρφος, ein hölzernes Täfelchen oder Spänchen, auf welches die Parole geschrieben wurde. – Für Schale erkl. es der Schol. bei Nic. Al. 230. 491, wo es Andere = καρπός erkl.
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6 ἀνθερικ-ώδης
ἀνθερικ-ώδης, ες, halm-, stengelartig, Theophr.
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7 ἀνθέριξ
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8 ἠλακάτη
ἠλακάτη, ἡ (nach Buttmann von ἕλκω, wahrscheinlich mit ἐλαύνω zusammenhangend), – 1) Rocken, Spinnrocken; Od. 1, 337 werden als ἔργα γυναικός genannt ἱστός u. ἠλακάτη, wie Il. 6, 491; vgl. Od. 4, 135 ἠλακάτη τετάνυστο ἰοδνεφὲς εἶρος ἔχουσα; Eur. λίνον ἠλακάτᾳ δακτύλοις ἑλίσσει ν Or. 1431; ἐργάτιν εὐκλώστου νήματος ἠλακάτην Antip. Sid. 22 (VI, 174); mit ἄτρακτος verbunden, Archi. 11 (VI, 39) u. Sp.; aber ἀτράκτου ἠλακάτη ist die Stange der Spindel, Plat. Rep. X, 616 c. – 21 von anderen spindel- oder schaftartigen Dingen, die aus Rohr gemacht, bes. zum Drehen bestimmt sind, – a) die Spindel oder Spille, der oberste sich drehende Theil des Mastbaums, Ath. XI, 475 a; vgl. An. Rh. 1. 565. – b) eine Winde, schwere Netze heraufzuziehen, sonst ὄνος genannt, Schol. Thuc. 7, 25; übh. eine Maschine, die sich umdrehen läßt, Sp. – 3) im Allgemeinen Rohr, Stengel, Halm, auch einzelne Schüsse des Rohrs von einem Knotenzum andern, Theophr., u. ein aus Rohr gemachter Pfeil; Phot. lex. erkl. ἠλακάται, καλάμων ῥαβδία · ἀφ' ὧν καὶ τὰ κῶλα τῶν στα χύων.
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9 ἀνθερικώδης
ἀνθερικ-ώδης, halm-, stengelartig -
10 ἀνθέριξ
ἀνθέριξ, die Hachel an der Ähre und die Ähre selbst; Halm, Stengel, z. B. von Asphodelos -
11 ἠλακάτη
ἠλακάτη, ἡ, (1) Rocken, Spinnrocken; ἀτράκτου ἠλακάτη ist die Stange der Spindel. (2) von anderen spindel- oder schaftartigen Dingen, die aus Rohr gemacht, bes. zum Drehen bestimmt sind, (a) die Spindel oder Spille, der oberste sich drehende Teil des Mastbaums. (b) eine Winde, schwere Netze heraufzuziehen, sonst ὄνος genannt; übh. eine Maschine, die sich umdrehen läßt. (3) im Allgemeinen: Rohr, Stengel, Halm, auch einzelne Schüsse des Rohrs von einem Knoten zum andern; ein aus Rohr gemachter Pfeil -
12 καλάμη
καλάμη, ἡ, Halm, bes. Rohr oder Getreidehalm; das Land dadurch, daß man immerfort Getreide säet, erschöpfen, so daß es nur Halme ohne Körner trägt. Die bei der Ernte stehen bleibenden Halme, Stoppeln -
13 καλαμοειδής
καλαμο-ειδής, ές, halm-, rohrartig -
14 κάρφος
κάρφος, τό, jeder trockene Körper, bes. Ruten, dünnes Reisig, κεραία ξύλου λεπτή, Spähne, dünne Stengel; im plur. vom Zim; vom Nest des Kuckuks sprechend, τὰ κάρφη καὶ τὰ φρύγανα; κάρφος χαμᾶϑεν νῦν λαβὼν τὸν λύχνον πρόβυσον, etwa: nimm einen Strohhalm auf u. zieh' den Docht vor; Spreu, Halm; κάρφη τινὰ συνδήσαντες, Reis oder Heubündel; μηδὲ κάρφος κινεῖν, auch nicht einen Strohhalm bewegen. Ein Zahnstocher. Bes. heißt so die Rute, mit welcher der Prätor den Sklaven, welchen er freispricht, berührt; λαμβάνει παρὰ τῶν φυλασσόντων τὸ κάρφος, ein hölzernes Täfelchen oder Spänchen, auf welches die Parole geschrieben wurde. Schale -
15 σίφων
σίφων, ωνος, ὁ, ein hohler Körper, Röhre, Halm u. dgl., lat. sipho; der Weinheber, Wein aus einem Fasse zu saugen; der Weinschlauch. Auch die Feuerspritze; ein der Ameise ähnliches Insekt, vielleicht die Mücke; αἵματος ἀνδρῶν σίφωνες κώνωπες, gleichsam die Heber oder Saugröhren des Männerbluts. Die Wasserhose
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Halm — bezeichnet: den Stängel der Süßgräser (Poaceae), siehe Süßgräser#Halme und Blätter Halm (Mathematik), mathematischer Begriff aus der Garbentheorie Halm ist der Familienname folgender Personen: Alfred Halm (1861–1951), österreichischer… … Deutsch Wikipedia
Halm — in der ursprünglichen Bedeutung als Stengel von Gräsern oder Getreide findet sich in folgenden Redensarten Nach einem (Stroh)halm greifen, Sich an einen Strohhalm klammern: wer in Schwierigkeiten geraten ist, versucht alles, auch wenn es noch so… … Das Wörterbuch der Idiome
Halm — Sm std. (8. Jh.), mhd. halm, ahd. halm, mndd. halm, mndl. halm Stammwort. Aus g. * halma m. Halm , auch in anord. halmr, ae. healm n. aus ig. (eur.) * koləmo m. Halm, Schilf , auch in gr. kálamos Rohr, Schilf, Halm (wohl mit Vokalassimilation), l … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Halm — Halm: Das altgerm. Wort für »Stängel, ‹Stroh›halm« (mhd. halm, ahd. hal‹a›m, niederl. halm, engl. ha‹u›lm, schwed. halm) beruht mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen auf idg. *k̑oləmo s »Halm, Rohr«, vgl. z. B. lat. culmus »Halm, Stroh« … Das Herkunftswörterbuch
Halm — (h[add]m), n. (Bot.) Same as {Haulm}. [1913 Webster] … The Collaborative International Dictionary of English
halm — sb., en, i sms. halm , fx halmstak … Dansk ordbog
Halm [1] — Halm, 1) Stängel der Gräser u. des Getreides; Petrefacten u. Abdrücke von H. heißen Culmiten, s.d.; 2) so v.w. Stroh … Pierer's Universal-Lexikon
Halm [2] — Halm, Friedrich, Pseudonym für Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch Bellinghausen … Pierer's Universal-Lexikon
Halm [1] — Halm (Culmus), Form des Pflanzenstengels mit langgestreckten, oft hohlen Stengelgliedern und ringförmigen Knoten an den Ansatzstellen der scheidenförmigen Blätter, kommt besonders bei den Gräsern und Halbgräsern vor (s. Gräser, S. 239). Bei den… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Halm [2] — Halm, 1) Karl, Philolog, geb. 5. April 1809 in München, gest. daselbst 5. Okt. 1882, studierte 1826 bis 1830 in München und wurde 1834 Professor am dortigen Ludwigsgymnasium, 1839 in Speyer, 1847 am Gymnasium zu Hadamar in Nassau, 1849 Rektor des … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Halm — Halm, Friedr., Pseudonym, s. Münch Bellinghausen … Kleines Konversations-Lexikon