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1 βαρυ-τονέω
βαρυ-τονέω, den Gravis setzen. Gramm.; mit dem Gravis betonen, συλλαβήν Dion. Hal. 2, 58.
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2 βαρυτονέω
βαρυ-τονέω, den Gravis setzen. Gramm.; mit dem Gravis betonen -
3 τίς
τίς; τί; – gen. τίνος; bei Hom. τέο u. zsgz. τεῦ, att. τοῦ, – dat. τίνι; att. auch τῷ; – accus. τίνα; τί; – plur. τίνες; τίνα; – gen. τίνων; Hom. stets τέων; – dat. τίσι; – acc. τίνας; τίνα; – wer? welcher? (die Stelle des alten verloren gegangenen ΠΟ'Σ vertretendj was für einer? u. neutr. was? was für eines? von Hom. an überall; – a) in directer Frage; substantivisch, allein stehend: τίς τ' ἂρ τῶν ὄχ' ἄριστος ἔην; Il. 2, 761; τίς δὲ σύ ἐσσι; 6, 123; auch τίς δ' οὗτος ἔρχεαι; wer bist du, der da kommt? 10, 82; τίς πόϑεν εἶς ἀνδρῶν, oft; Pind. u. Tragg.: τίς φήσειεν ἄν; Aesch. Prom. 500; τίνα φῶ λεύσσειν τόνδε, wen soll ich sagen, daß ich da sehe, 560; vgl. Ch. 108. 116 Spt. 279 Pers. 876; τίς οὖν ταῦτα πίϑοιτο; wer möchte dies nun glauben? Spt. 1057; Soph. τίς γὰρ οὐκ ἂν ὀργίζοιτο, O. R. 339; O. C. 392; τίς ἀνδρῶν κατάσχοι; Ant. 600; τί πάϑω; τί φῶ; O. C. 216. 311; in Prosa: τίν' αὐτὸν φήσομεν εἶναι, Plat. Phaedr. 278 e; τίνα ἦν τὰ λεχϑέντα, Phaed. 58 c; auch τί οὖν δή ἐστιν ἅττα εἶπεν; 57 a; – wenn sich τί auf etwas Vorhergehendes bezieht, dessen genauere Bestimmung durch die Frage veranlaßt werden soll, tritt besonders bei den Komikern der Artikel dazu, τὸ τί; Ar. Pax 696 Nubb. 776 Av. 1039; auch τὰ τί; Pax 693; – adjectivisch, mit einem subst. verbunden: τίς δαίς, τίς δὲ ὅμιλος ὅδ' ἔπλετο; Od. 1, 225; τίς γῆ, τίς δῆμος, τίνες ἀνέρες ἐγγεγάασιν; 13, 233; τίς δαίμων; 17, 446; τέων αὖτε βροτῶν ἐς γαῖαν ἱκάνω; in welcher Menschen Land? 6, 119; τίς τρόπος; ποινὰ τίς; Pind. Ol. 8, 63 P. 4, 63, vgl. Ol. 2, 2, u. sonst; τίς ἀχώ, τίς ὀδμὰ προςέπτα μ' ἀφεγγής; Aesch. Prom. 115; τίς γῆ; 560; τίνος πρὸς ἀνδρὸς τοῦτ' ἄχος πορσύνεται; Ag. 1224, u. oft; τίς προςήγαγεν χρεία; τίς ὁρμή; τίς ἀνέμων ὁ φίλτατος; Soph. Phil. 236; τίνων ἀνδρῶν πόλιν; O. C. 2, u. oft; τίν' εἶπας τόνδε μοι λόγον; was sprachst du mir da für eine Rede? fr. 184; u. in Prosa, τῷ τρόπῳ γίγνεται; Plat. Phaedr. 276 a u. sonst. – Es finden sich auch zwei τίς in einem Fragesatze vereinigt, ἐκ τίνος τίς ἐγένετο; d. i. wer ist er, und von wem stammt er? u. ähnlich πῶς τί; vgl. Heind. Plat. Hipp. mai. 297 e; ἡ τίσι τί ἀποδιδοῦσα τέχνη δικαιοσύνη ἂν καλοῖτο, Rep. I, 332 d; so auch das oben erwähnte τίς πόϑεν εἶς ἀνδρῶν. – b) in indirecter Frage; sowohl mit dem tempus und modus, die in directer Frage stehen würden, als mit dem optat. der indirecten Rede; ἠρώτα δὴ ἔπειτα, τίς εἴη καὶ πόϑεν ἔλϑοι, Il. 15, 423. 17, 368; τέρμα τῆς ἐμῆς πλάνης δεῖξον τίς ἔσται τῇ ταλαιπώρῳ χρόνος; Aesch. Prom. 626; ὡς μάϑῃ, τί χρὴ δρῶντ' ἢ λέγοντα δαίμοσιν πράττειν φίλα, 662; οὐκ ἔχω τί φῶ, Ch. 89, wie Soph. O. C. 318; ὅταν σ' ἐρωτᾷ, τίς τε καὶ πόϑεν πάρει, Phil. 56; ὅπως είδῶ, τίς εἶ, 238; ὅςτις Λάϊον κάτοιδεν, ἀνδρὸς ἐκ τίνος διώλετο, O. R. 225; u. in Prosa: σκεπτέον, τί τὰ συμβαίνοντα, Plat. Gorg. 508 b; ἠρώτων αὐτούς, τίνες εἶεν, Xen. An. 4, 5, 10, vgl. 4, 7, 4, u. oft; μάϑε αὐτῶν, τίνες εἰσίν, 4, 8, 5; εἰπέ, τίνα γνώμην ἔχεις, 2, 2, 10; οἱ ἱππεῖς ἤλαυνον ἐπὶ λόφον τινά, ὡς προΐδοιεν, τί τἄμπροσϑεν εἴη, Hell. 2, 4, 13; vgl. An. 1, 10, 14 und die oben aus Plat. Phaed. 57 a angeführte Stelle, wie Gorg. 508 b, wo Heindorf mehrere Beispiele eines solchen auf einen Plural bezogenen τί beibringt; τί ποτ' ἐστὶν ἃ διανοούμεϑα; τί ποτ' ἐστὶ ταῦτα; Theaet. 154 e 155 c. – Zur Verstärkung der Frage werden γάρ, οὖν, ποτέ u. ähnliche Wörter hinzugesetzt, die unter den betreffenden Artikeln nachzusehen sind. – Ἐς τί; bis wann? wie lange? Il. 5, 465; ἦλϑες δὲ κατὰ τί; weshalb? zu welchem Zweck? Ar. Nubb. 240 Pax 192; ἐκ τίνος ἐπλήγης, weshalb? Xen. An. 5, 8, 4. – Zuweilen drückt es Staunen und Unwillen aus, bes. τί τοῦτο; τί χρῆμα; ἔα τί τοῦτο; u. dgl., Valck. Eur. Hipp. 905. – Τί; steht oft absol., wie? wozu? warum? Il. 1, 362. 414. 3, 399. 4, 371; oft bei den Tragg., z. B. τί ταῦτα πενϑεῖν δεῖ; Aesch. Ag. 553; τί δ' οὔκ; warum nicht? Pers. 976; τί μή; Ag. 658; τί δ' ἐς δόμους ἄγεις με; Soph. El. 1485; u. in Prosa: τί δή; warum denn? Plat. Gorg. 469 a; νῦν τί ἥκεις; Conv. 213 c; τί γὰρ ἄν τις τούς γε φαύλως διατρίβοντας ἐν φιλοσοφίᾳ λέγοι, Theaet. 173 c; Xen. An. 2, 4, 3. 3, 4, 39 u. sonst; so macht besonders τί δέ; τί δὲ δή; einen lebhaften Uebergang von einem Gegenstande auf einen andern, wie nun? quid vero? vgl. Soph. O. R. 941 Phil. 419; oft bei Plat. τί γάρ; warum nicht? Phaedr. 258 d Theaet. 209 b u. sonst; auch τί οὐκ, wie quidni, quin, als Aufforderung gebraucht, τί οὖν οὐ διηγήσω ἡμῖν τὴν ξυνουσίαν; d. i. so erzähle uns doch, Prot. 310 a Phaed. 86 d Conv. 173 b; vgl. Ar. Lys. 1103; – τί μήν; warum denn nicht? wie sollte es nicht? wie anders? Plat. u. A. häufig; τί τοῦτο; was soll das? was heißt das? – Besonders merke man noch das bei Plat. eingeschaltete τί; in welcher Beziehung? τῶν τί σοφῶν εἰσὶν οἱ ζωγράφοι ἐπιστήμονες; Prot. 312 d (vgl. das enklitische τις). Die Griechen erreichen bes. durch τί mit einem partic. so eine Kürze, die wir nicht gut wiedergeben können, τί ἂν ποιοῦντες εὐτυχοῖεν; was thuend, möchten sie wohl glücklich sein? d. i. was müssen sie thun, um glücklich zu werden? καταμεμάϑηκας οὖν τοὺς τί ποιοῦντας τὸ ὄνομα τοῦτο ἀποκαλοῦσιν; hast du bemerkt, was die Leute thun, welche man mit diesem Namen nennt? Xen. Mem. 2, 2, 1; über τί μαϑών, τί παϑών s. diese Verba. – Τίς, τί steht im Griechischen nicht immer am Anfange des Fragesatzes, δειμαίνει δὲ τί; Eur. Hipp. 524, wie Troad. 74 I. A. 671 u. oft. – Uebrigens wird τί nie elidirt, nach Schäfer melet. p. 135 in Prosa auch τίνα nicht; den Komikern ist nach τί der Hiatus gestattet, in gewissen Verbindungen wenigstens, wie τί οὖν; τί εἶπας; auch die Tragg., vgl. Buttm. Soph. Phil. 733, Pors. Eur. Phoen. 892, Monk. Eur. Hipp. 975. – Die Formen τίς und τί nehmen niemals den Gravis an. – Auf die Construction des Satzes hat das Wort niemals auch nur den geringsten Einfluß; sondern für jedes beliebige Nomen tritt die entsprechende Form von τίς ein, ohne die mindeste Aenderung der Construction. Diese Regel gilt aber nicht bloß für τίς, sondern für alle Griechischen Fragewörter, mutatis mutandis; die fragenden Adverbien, mit denen Ergänzungsfragen gebildet werden, wie πῶς, ποῦ, treten für Adverbien oder ihnen syntactisch gleichwerthige Ausdrücke, z. B. Präpositionen mit Casus ein, ohne Aenderung der Construction; die fragenden Adverbien, mit denen Entscheidungsfragen gebildet werden, wie ἆρα, ἦ, εἰ, πότερον, treten ohne Aenderung der Construction ein, verdrängen aber kein Wort, weil keines da ist, welches sie verdrängen könnten. Man mag die Regel ganz allgemein so ausdrücken: Im Griechischen darf für jedes Wort ein fragendes Correlativum eintreten, ohne Aenderung der Construction; ἆρα ἐνίκησε z. B. ist fragendes Correlativum zu dem nicht fragenden ἐνίκησε. Dasselbe läßt sich auch so ausdrücken: Im Griechischen werden alle Fragen genau so construirt wie die zugehörigen Antworten. In diesem Sachverhalte liegt auch der Grund, weshalb ein Satz, wie oben bemerkt, mehrere Fragen enthalten kann; man faßt das gewöhnlich sehr verkehrt als »Verschränkung« von Sätzen auf; der Sprechende macht aber ganz einfach von seinem Rechte Gebrauch, für jedes Wort ein fragendes Correlativum eintreten zu lassen. Τίς τί πότε πῶς ἐποίει ist gutes Griechisch, und ein einziger, auch ursprünglich nur ein einziger Satz, keine Mischung von Sätzen.
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4 κοιμίζω
κοιμίζω, = κοιμάω, einschläsern, in Schlaf bringen; ἄγρυπνον ὄμμα οὔτ' ἐκοίμισ' οὔτ' ἔβριξα Eur. Rhes. 825; so auch bei A.; in den Todesschlaf senken, Ἑρμῆν καλῶ, εὖ με κοιμίσαι Soph. Ai. 819; Τιτάνων γενεὰν Ζεὺς ἀμφιπ ύρῳ κοιμίζει φλογμῷ Eur. Hec. 473, vgl. Hipp. 1387; auch med. so, Troad. 589; übertr., besänftigen, stillen, zur Ruhe bringen, μεγαληγορίαν Phoen. 185, ἄημα πνευμάτων Soph. Ai. 659; ep. D., πόϑον Mel. 31 (XII, 19), ϑάλασσαν Philp. 12 (IX, 290), ἐλπίδας τάφος Parmen. 13 (VII, 183), λάρναξ κοιμίζουσα λείψανα νεκροῦ Bian. 5 (IX, 278), öfter. – Auch in Prosa, τὸ ϑηριῶδες κοιμίζεται καὶ ἡμεροῦται Plat. Rep. IX, 691 b, τὸν ϑυμόν Legg. IX, 873 a, τὰς λύπας Xen. Conv. 2, 24; τὴν στάσιν D. Hal. 9, 38. – Bei den Gramm. = den Acut in den Gravis verwandeln, z. B. Schol. Il. 8, 334 u. Arcad. 140, 9.
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5 κοίμισις
κοίμισις, ἡ, das in Schlaf Bringen; bei B. A. 756 das Verwandeln des Acut in den Gravis.
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6 βαρυ-τόνησις
βαρυ-τόνησις, ἡ, das Setzen des Gravis, Gramm.
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7 βαρύς
βαρύς, εῖα, ύ, 1) schwer von Gewicht, lastend, καὶ γεώδης Plat. Phaed. 81 a. Ggstz κοῠφος Phil. 14 d u. öfter; von Schwerbewaffneten, βαρύτερος ὁπλίτης Legg. VIII, 833 b; τὸ βαρύτατον τοῦ στρατεύματος Xen. Cyr. 5, 3, 37, die ϑωρακοφόροι; τὰ βαρέα τῶν ὅπλων, = ὁπλῖται, Pol. 1, 76 u. öfter; βαρεῖα δύναμις Plut. Marc. 6; τὰ ἐν βαρέσιν ὅπλοις D. Sic. 19, 19. Aber ἀνὴρ βαρύς Nic. Al. 401 ein starker Mann; s. nachher χεῖρες. – 2) vom Tone u. von der Stimme, stark, heftig, tief, φϑόγγον Od. 9, 257; oft bei Plat. u. Folgenden; Gegensatz ὀξύς Conv. 187 b; Phil. 26 b; βαρυτάτη χορδή, die tiefste Saite, Phaedr. 268 d. Vgl. βαρὺ βρύχημα λέοντος Archi. 27 ( App. 94); αὐλὸς ἐνυαλίου Tymn. 1 (VI, 151); βαρὺ μυκᾶν u. βαρὺς ἀκοῆς ψόφος, von den Pauken, Diosc. 11 (VI, 220). Bei den Gramm. βαρεῖα, sc. προσῳδία, accentus gravis; so schon Plat. συλλαβή Crat. 399 b. – 3) schwer von etwas belastet, σὺν γήρᾳ Soph. O. R. 637; ἐν γήρᾳ Ai. 996; ὑπὸ γήρως Ael. V. H. 9, 1; vgl. Theocr. 24, 100; νόσῳ Soph. Tr. 234; βάσις 962; so bes. Sp., ὑπὸ μέϑης Plut.; ἐκ τοῖν σκελοῖν Luc. Tim. 26. Von Speisen, schwer zu verdauen, Ath. III, 116 e; vgl. Xen. Cyn. 7, 4. Uebertr. – 4) wie χεὶρ βαρεῖα, Il. 1, 219, zunächst die starke, kräftige Hand ist, so οὔ τις σοὶ βαρείας χεῖρας ἐποίσει 1, 89 schwer, feindselig; so oft im üblen Sinne, lästig, beschwerlich, ἄτη 2, 111; ἔρις 20, 55; κακότης 10, 71; ὀδύναι 5, 417; ϑανάτοιο βαρείας κῆρας Iliad. 21, 548; κλῶϑες, Parzen, Od. 7, 197; vgl. βαρὺ στενάχειν Odyss. 8, 95, βαρέα στενάχειν 10, 76. So Pind. πένϑος Ol. 2, 75; δουλία P. 1. 75; νεῖκος N. 6, 52; νόσος P. 5, 63; Soph. Phil. 1314; Tragg. τύχαι, Aesch. Spt. 314; συμφορά Pers. 1001; Soph. Tr. 743; χολὴ δαίμονος Aesch. Ag. 1660; Ζηνὸς κότος 342; μῆνις Soph. O. C. 1330; ὀργή Phil. 368; ϑυμός Theocr. 1, 96; φάτις Soph. Phil. 1034 u. sonst; sp. D., z. B. ἡλίου ϑάλπος Diosc. 12 (VI, 290); νόημα Damaget. 5 (VII, 9). Prosa, ὀδμή Her. 6, 119; ζημία, ἔχϑραι Plat. Legg. XI, 926 d 935 a; βαρὺς εἶναι τοῖς συνοῠσι, beschwerlich, Theaet. 210 c; Folgde; βαρὺ τὸ χωρίον Xen. Mem. 3, 6, 12; πόλεμος Dem. 18, 241; πρόςταγμα Pol. 1, 31. Dah. βαρέως φέρειν, moleste ferre. συμφοράς Plat. Menex. 248 c; βαρύτατα φέρειν Crit. 43 c, sich gekränkt fühlen; Sp.; βαρέως ἀκούειν. ungern hören, Xen. An. 2, 1, 9; βαρέως ἔχω πρός τι, etwas ist mir unangenehm, Arist. pol. 5, 8, 11. Seltener – 5) bes. Sp., viel vermögend, einflußreich, mächtig, βαρεῖς καὶ φοβεροὶ γείτονες Pol. 1, 10; δύναμις πολυτελὴς καὶ β. 2, 23; χείρ, πόλις u. ä., D. Sic.
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8 βαρύτης
βαρύτης, ητος, ἡ, 1) Schwere, Last, νεῶν Thuc. 7, 62, wie Pol. 1, 51, u. häufiger bei Sp., im Ggstz von κουφότης. – 2) von der Stimme, die Tiefe, Ggstz ὀξύτης Plat. Prot. 316 a Phil. 17 c; bei Gramm. die Bezeichnung mit dem gravis, z. B. B. A. 662. – 3) übertr., Lästigkeit, Beschwerlichkeit, Härte, καὶ ἀηδίαι Isocr. 12, 31; καὶ ἀναλγησία, der Thebaner, Dem. 17, 35; φρονήματος, unerträglicher Stolz, Plut. Cat. min. 57; βαρ. ἤϑους Fab. 1, Langsamkeit, Festigkeit, wo man βραδυτής vermuthet.
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9 βαρύ-τονος
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10 βαρύνω
βαρύνω, beschweren, belasten, Od. 5, 321; gew. übertr., belästigen, plagen, βάρυνε δέ μιν δόρυ Il. 5, 664; vgl. 11, 584; ἀστῶν ἀκοὰ ϑυμὸν βαρύνει Pind. P. 1, 83; δίψος βαρύνει σε Ep. ad. 198 ( App. 100). Prosa, Plat. Phaedr. 247 b; τοὺς δικαστάς Xen. Apol. 9. Viel häufiger pass., beschwert werden, βαρύνεται γυῖα, er wird schwer, kraftlos an den Gliedern, Il. 19, 165; βαρυνϑεὶς χεῖρα, an der Hand gelähmt, 20, 480; γοῦνα βαρυνϑείς Ap. Rh. 2, 202; γυῖα Ep. ad. 272 ( Plan. 265); Prosa, τὰ σκέλη Plat. Phaed. 107 e; τὴν κεφαλήν Charm. 155 d; τὸ σκέλος βαρύνεται Ar. Ach. 214; ὄμμα βαρύνεται, von Sterbenden, Eur. Alc. 385; τὴν γαστέρα, schwanger sein, Luc. Mere. cond. 34; νηδὺν Leon. Tar. 2 (VI, 202). Bes. belästigt, geplagt werden, πήμασι Aesch. Ag. 810; χόλῳ Soph. Ai. 40; ὀσμῇ Phil. 878; τόκοις Eur. I. T. 1228; συντυχίᾳ βαρυνόμενος Cratin. Prisc. VIII p. 181; ὑπὸ τῆς ἡλικίας Pol. 5, 5. Uebh. mißmüthig werden, καὶ χαλεπῶς φέρειν Thuc. 8, 1. 2, 16; Xen. Mem. 2, 1, 31; διά τι Thuc. 5, 7; τινί; auf Einen zürnen, Call. Del. 244; Plut. Num. 2; τινά od. τί, mit etwas unzufrieden sein, z. B. τυραννίδος πόλεμον Plut. Poplic. 2; öfter bei Sp. – Bei Gramm. = den Gravis setzen.
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11 ἐγ-κλίνω
ἐγ-κλίνω, (s. κλίνω), 1) wohin beugen, neigen: τὴν εὐϑυωρίαν εἰς δεξιά Plat. Rep. IV, 436 e σκέλη ἐγκεκλιμένα μικρὸν ἔξω Xen. Cyn. 5, 30; dah. an Etwas anlehnen, ἐνεκλίϑη αὐτῷ Conv. 3, 13; übertr., πόνος ὔμμι ἐγκέκλιται, die Arbeit ist euch aufgelegt liegt euch ob, Il. 6, 78; προσώπῳ τινὸς νῶτον, seinem Gesicht den Rücken zukehren, Eur. Hec. 739, wie ἐγκλίνειν τὰ νῶτα, den Rüchen kehren, Dion. Hal. 9, 26; τινά, Jem. zum Weichen bringen, Ap. Rh. 1, 62 u. Sp.; dah. ὑπείκει καὶ ἐγκλίνεται verbunden, Soph. frg. 607; πολιτεία ἐγκεκλιμένη καὶ ῥέπουσα ἐπὶ τὰ χείρω, ein sich dem Untergang zuneigender Staat, Plut. Cat. mal. 19. – 21 intraus., sich neigen, πρός τι, Arist. pol. 2, 6, wie Plut. Caes. 57. Bes. vom Heere, weichen, Xen. Hell. 2, 4, 34 u. öfter, wie Pol. u. Sp.; τινί, nachgeben, Dion. Hal. 5, 54. Der Accus. ist zweifelhaft, Pol. 14, 8, 8 hat Bekk. ἐξέκλιναν aufgenommen, u. bei Xen. Cyr. 3, 3, 65 ist die Leseart zweifelhaft; – τῶν βίων ἐγκεκλικότων καὶ παραδεδεγμένων τρυφῆς ζῆλον Plut. Sull. 1, u. öfter, von der gesunkenen, verschlechterten Lebensweise. – 3) Bei den Grammatikern = inkliniren, sowohl einem Worte den Accent der folgenden Enklitika geben, als einem Worte den Gravis geben, Ggstz ὀρϑοτονεῖν, vgl. Schol. Il. 15, 146. – Auch = ein Wort conjugiren od. decliniren, Dion. Hal. u. A.
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12 βαρύνω
βαρύνω, beschweren, belasten; gew. übertr., belästigen, plagen. Viel häufiger pass., beschwert werden, βαρύνεται γυῖα, er wird schwer, kraftlos an den Gliedern; βαρυνϑεὶς χεῖρα, an der Hand gelähmt; ὄμμα βαρύνεται, von Sterbenden; τὴν γαστέρα, schwanger sein. Bes. belästigt, geplagt werden. Übh. missmütig werden; τινί; auf einen zürnen; τινά od. τί, mit etwas unzufrieden sein. Bei Gramm. = den Gravis setzen -
13 βαρύς
βαρύς, (1) schwer von Gewicht, lastend; von Schwerbewaffneten; ἀνὴρ βαρύς, ein starker Mann. (2) vom Tone u. von der Stimme: stark, heftig, tief; βαρυτάτη χορδή, die tiefste Saite; βαρὺ μυκᾶν u. βαρὺς ἀκοῆς ψόφος, von den Pauken. Bei den Gramm. βαρεῖα, sc. προσῳδία, accentus gravis. (3) schwer von etwas belastet. Von Speisen: schwer zu verdauen. Übertr. (4) wie χεὶρ βαρεῖα, zunächst die starke, kräftige Hand ist, so οὔ τις σοὶ βαρείας χεῖρας ἐποίσει schwer, feindselig; so oft im üblen Sinne: lästig, beschwerlich; κλῶϑες, Parzen; βαρὺς εἶναι τοῖς συνοῠσι, beschwerlich; βαρύτατα φέρειν, sich gekränkt fühlen; βαρέως ἀκούειν, ungern hören; βαρέως ἔχω πρός τι, etwas ist mir unangenehm. (5) viel vermögend, einflußreich, mächtig -
14 βαρύτης
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15 βαρυτόνησις
βαρυ-τόνησις, das Setzen des Gravis, Gramm. -
16 βαρύτονος
βαρύ-τονος, (1) straff gespannt. (2) stark tönend. Bei Gramm. Silben, die mit dem gravis bezeichnet sind, Wörter, die nicht auf der ultima accentuiert sind. Bei den Rhet. stark betont -
17 ἐγκλίνω
ἐγ-κλίνω, (s. κλίνω), (1) wohin beugen, neigen; dah. an etwas anlehnen; übertr., πόνος ὔμμι ἐγκέκλιται, die Arbeit ist euch aufgelegt liegt euch ob; προσώπῳ τινὸς νῶτον, seinem Gesicht den Rücken zukehren; wie ἐγκλίνειν τὰ νῶτα, den Rüchen kehren; τινά, j-n zum Weichen bringen; dah. ὑπείκει καὶ ἐγκλίνεται verbunden; πολιτεία ἐγκεκλιμένη καὶ ῥέπουσα ἐπὶ τὰ χείρω, ein sich dem Untergang zuneigender Staat. (2) intrans., sich neigen. Bes. vom Heere: weichen; τινί, nachgeben; von der gesunkenen, verschlechterten Lebensweise. (3) Bei den Grammatikern = inklinieren, sowohl einem Worte den Accent der folgenden Enklitika geben, als einem Worte den Gravis geben. Auch = ein Wort conjugieren od. decliniren -
18 κοιμίζω
κοιμίζω, einschläfern, in Schlaf bringen; in den Todesschlaf senken; übertr., besänftigen, stillen, zur Ruhe bringen. Bei den Gramm. = den Acut in den Gravis verwandeln -
19 κοίμισις
κοίμισις, ἡ, das in Schlaf Bringen; das Verwandeln des Acut in den Gravis
См. также в других словарях:
Gravis — Gravis … Deutsch Wörterbuch
Gravis — steht für: Gravis (Handelskette), eine deutsche Handelskette von Apple Computer und Zubehör Gravis (Hersteller), ein ehemaliger Hersteller von Computerperipherie Gravis (Typografie), ein Akzent Zeichen Diese S … Deutsch Wikipedia
GRAVIS — proprie dicitur res, quae tactum contundit et premit, Graece βαρὺ: sicut acutum seu ὁξὺ dicitur, quod eum pungit ac stimulat. Hinc vox translata, ad odores, in quibus grave dicitur, non tam quod fetet, quam quod fortiter ac vehementer olet, cui… … Hofmann J. Lexicon universale
gravis — index compelling, considerable, earnest, grave (important), important (significant), influential … Law dictionary
Gravis — Sm (ein diakritisches Zeichen) per. Wortschatz fach. (19. Jh.) Entlehnung. Entlehnt aus l. (accentus) gravis schwerer, gesenkter Ton . Ebenso ne. grave, nfrz. grave; gravitätisch. lateinisch l … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
gravis — grȃvis m DEFINICIJA lingv. grafički znak za naglasak u pismu raznih jezika; u štokavskom oznaka za kratki uzlazni [dàska] ETIMOLOGIJA lat. gravis … Hrvatski jezični portal
Gravis — (Gramm.), s.u. Accent 2) … Pierer's Universal-Lexikon
Gravis — (lat.), schwer, gewichtig; von Tönen soviel wie tief. S. auch Akzent … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Gravis — (lat., »schwer«, »tief«), s. Akzent … Kleines Konversations-Lexikon
gravis — statusas T sritis informatika ryšiai: žiūrėk – kairinis kirtis … Enciklopedinis kompiuterijos žodynas
Gravis — Gra|vis 〈[ vıs] m.; , ; ; frz.: accent grave〉 Zeichen über einem Vokal, im Italienienischen zur Betonung der Silbe, im Französischen zur offenen Aussprache des Vokals, z. B. mère [mɛ:r]; → Lexikon der Sprachlehre [lat., „schwer“] * * * Gra|vis,… … Universal-Lexikon