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1 κώπη
κώπη, ἡ (wahrscheinlich von ΚΆΠΩ, κάπτω, capio), eigtl. ein Griff, Handgriff, Stiel, an dem man ein Werkzeug hält; bes. – a) der Rudergriff, wie man ἐμβαλέειν κώπῃς fassen kann, Od. 9, 489. 10, 129; Pind. P. 4, 201 (vgl. ἐμβάλλω); – das Ruder selbst; Od. 12, 214; πᾶς ἀνὴρ κώπης ἄναξ Aesch. Pers. 370; übertr., νερτέρᾳ προςήμενος κώπῃ, von niederm Stande, Ag. 1601; οὔτε πομπίμοις κώπαις ἐρέσσων Soph. Trach. 558; oft bei Eur. u. Ar.; in Prosa, Thuc. 2, 84 u. 80. Vgl. noch ταῤῥός. – b) der Schwertgriff, das Degengefäß; ἐπ' ἀργυρέῃ κώπῃ σχέϑε χεῖρα Il. 1, 219; ξίφεος δ' ἐπεμαίετο κώπην Od. 11, 530, öfter; χεῖρα δεξιὰν ὁρᾷς κώπης ἐπιψαύουσαν Soph. Phil. 1239; φάσγανον κώπης λαβών Eur. Hec. 543; nach B. A. 1096 in dieser Bdtg eigtl. corcyräisch. – c) der Griff am Schlüssel, von Elfenbein Od. 21, 7. – d) allgemeiner; δαλοῦ κώπη Eur. Cycl. 482; – bei der Handmühle die Kurbel, der Griff, mit dem sie gedreht wird, D. Sic. 3, 13; vgl. Schol. Theocr. 4, 58. – Der Griff an der Peitsche, Hesych.
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2 κώπη
κώπη, ἡ, eigtl. ein Griff, Handgriff, Stiel, an dem man ein Werkzeug hält; bes. (a) der Rudergriff, wie man ἐμβαλέειν κώπῃς fassen kann; das Ruder selbst; übertr., νερτέρᾳ προςήμενος κώπῃ, von niederm Stande; (b) der Schwertgriff, das Degengefäß; (c) der Griff am Schlüssel, von Elfenbein; (d) allgemeiner; bei der Handmühle die Kurbel, der Griff, mit dem sie gedreht wird. Der Griff an der Peitsche -
3 λαβή
λαβή, ἡ (λαβεῖν), 1) Alles, womit man Etwas anfassen kann, Griff, Henkel, λαβαὶ ἀμφίστομοι am κρατήρ, Soph. O. C. 473, s. ἀμφίστομος; – μαχαιρῶν, Degengefäß, Griff, Dem. 27, 20; λαβὰς ποιεῖν τοῖς κράνεσιν, Ar. Pax 1258. – In der Fechtersprache, λαβὴν ἐνδοῦναι u. παραδοῦναι, παρέχειν, eine Blöße geben, eine Stelle des Leibes bloßgeben, an der ihn der Gegner fassen kann, ὥςπερ παλαιστὴς τὴν αὐτὴν λαβὴν παρέχει Plat. Rep. VIII, 544 b; ὡς ἅπαξ λαβὴν παρέδωκεν Ar. Nubb. 551; τὴν πρώτην λαβὴν ἐνδοῦναί τινι, Luc. Hermot. 73; ὡς εἰ νῦν διαφύγοι λαβὴν ἑτέραν οὐ παρέξοντα, Plut. Coriol. 39 u. öfter; περὶ μὲν τούτου εἰς τὰς ὁμοίας λαβὰς ἐλήλυϑας, Plat. Phaedr. 236 b; vgl. Plut. εἰς λαβὰς ἥκων καὶ γεγονὼς ἐντὸς ἀρκύων, Lucull. 3; ὡς δεινὸς ἀϑλητὴς λαβὴν ζητῶν, Fab. 5; auch im freundlichen Sinne, ταῖς φιλικαῖς λαβαῖς ὁ οἶνος ἁφὴν ἐνδίδωσι, Symp. 4 prooem. – 2) das Nehmen, τὸ νεῖκος δ' οὐκ ἐν ἀργύρου λαβῇ ἔλυσεν, Aesch. Suppl. 913; = λῆψις, Poll. 2, 155. – Auch feindliches Angreifen, bes. Anfall einer Krankheit, Gal.; = μέμψις, Suid.; εἰς λαβὰς ἐμπεσούμενος ἀκερδεστάτους, Ael. N. A. 3, 23. – 3) übh. Veranlassung, Gelegenheit, ἀφορμή, VLL.; λαβἡν ἀποδίδωσιν ἡμῖν ὁ λόγος, Plat. Legg. III, 682 e. Vgl. die unter 1 angeführten Beispiele
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4 λαβή
λαβή, ἡ, (1) alles, womit man etwas anfassen kann, Griff, Henkel; μαχαιρῶν, Degengefäß, Griff. In der Fechtersprache, λαβὴν ἐνδοῦναι u. παραδοῦναι, παρέχειν, eine Blöße geben, eine Stelle des Leibes bloßgeben, an der ihn der Gegner fassen kann. (2) das Nehmen. Auch feindliches Angreifen, bes. Anfall einer Krankheit. (3) übh. Veranlassung, Gelegenheit -
5 προ-λαβή
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6 πύνδαξ
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7 πάλιν
πάλιν, 1) zurück, rückwärts, εἰς τοὐπίσω, Scholl. u. VLL., wie Aristarch. schon bemerkt, die einzige Bdtg des Wortes bei Hom. (vgl. Schol. II. 9, 56 u. sonst, τὸ πάλιν οὐκ ἔστιν ἐκ δευτέρου ὡς ἡμεῖς, ἀλλ' ἀντὶ τοῦ ἔμπαλιν ἐρεῖ, ἐναντίως). also vom Orte; πάλιν ᾤχετο Il. 1, 380, u. oft bei Verbis der Bewegung; πάλιν ἄγεν ὀξέες ὄγκοι, Il. 4, 214; auch πάλιν δ' ὅγε λάζετο μῦϑον, er nahm das Wort zurück, 4, 357, vgl. Od. 13, 254, wo es im Ggstz von ἀληϑέα εἰπεῖν gesagt ist, das Gegentheil von dem, was man meint, sagen; πάλιν ἐρεῖν, widersprechen, Il. 9, 56. – Hom. vrbdt auch ἐχώρησαν πάλιν αὖτις, Il. 17, 533 u. öfter, ἂψ πάλιν εἶσι, 18, 280, αὐτοὶ δ' αὖτ' οἶκόνδε πάλιν κίον, Od. 13, 125, πάλιν ὀπίσσω, 11, 149; πάλιν ἐξοπίσω Hes. Th. 181; – πάλιν ποίησε γέροντα, sie machte ihn zurück zum Greise, Od. 16, 456, d. i. sie bildete ihn wieder zum Greise um; – πάλιν δοῦναι, zurückgeben, z. B. den Leichnam eines Gefallenen, Il. 22, 259, wie Soph. sagt αὖϑις πάλιν δοῦναι, Phil. 1216; πάλιν ἀπέδωκε, Xen. An. 6, 4, 37; selten c. gen., πάλιν τράπεϑ' υἷος ἑοῖο, sie wandte sich zurück von ihrem Sohne, Il. 18, 138; δόρυ πάλιν ἔτραπεν Ἀχιλλῆος, sie wandte den Speer zurück von Achilleus, 20, 439; πάλιν κίε ϑυγατέρος ἧς, 21, 504, vgl. Od. 7, 143; Pind. verbindet πάλιν αὖτις, Ol. 1, 65, ὀπίσω πάλιν οἴκαδε, N. 3, 60; auch νεότατος τὸ πάλιν, das der Jugend entgegengesetzte Alter, Ol. 11, 87; κέλευϑον ἥνπερ ἦλϑες ἐγκόνει πάλιν, Aesch. Prom. 964; εἰ νόστιμός γε καὶ σεσωσμένος πάλιν ἥξει, Ag. 604, öfter; δεῦρ' αὖϑις (wiederum) ἐκπέμψω πάλιν (zurück) τὸν αὐτὸν ἄνδρα, Soph. Phil. 127, vgl. 559; πάλιν κατελϑεῖν, aus der Verbannung zurückkehren, O. C. 607; ὡς τάχιστα τῆς πάλιν μέμνησ' ὁδοῦ, Eur. Or. 125; Ar. Av. 2. 648; πάλιν χώρει, μήτ' εἴςιϑι, Her. 5, 72; ἄκοντας πάλιν αὖ ἄγοντες, Plat. Prot. 318 e; πάλιν ἐκεῖνον ἥκειν αὖ νῦν, Soph. 225 e; ἄγειν, ἥκειν, Xen. An. 4, 7, 28. 6, 2, 8 u. öfter; Folgde. – 2) in dieser schon aus Hom. erwähnten Bdtg entgegengesetzt einzeln auch bei sp. D., μηδέ τῳ δόξῃ πάλιν, Aesch. Spt. 1031; daher ἐκβαλεῖν πάλιν, Soph. O. R. 849, aufheben; vgl. noch Eur. Herc. F. 777, χρόνου γὰρ οὐδεὶς ἔτλα τὸ πάλιν εἰςορᾶν, den Wechsel der Zeit; auch in Prosa, dagegen, wechselweise, auch seinerseits, νῦν δὲ πάλιν αὐτὸς ταὐτὸν τοῦτο ἔπαϑε, Plat. Gorg. 482 d; νῦν δ' αὖ πάλιν φαμὲν ἐκεῖνο τὸ αἰσχρόν, Lach. 193 d, vgl. Rep. VI, 507 b X, 612 d; u. so auch Folgde. Wie aber im Deutschen wiedern. wider eigentlich derselbe Begriff ist, bedeutet auch πάλιν – 3) wieder, wiederum, noch einmal, denn den Weg, den man zurückmacht, legt man zum zweitenmal zurück; so gew. bei den Attikern; ὡς λέγοις πάλιν, Aesch. Ag. 310, öfter; τὸ σὸν φράσον αὖϑις πάλιν μοι πρᾶγμα, Soph. Phil. 342; ὄλωλας, εἴ σε ταῦτ' ἐρήσομαι πάλιν, O. R. 1166; δαίνυται γὰρ αὖ πάλιν, Tr. 1078; πάλιν ἐξ ἀρχῆς, Ar. Pax 1292; u. gehäuft πάλιν αὖ, wie αὖ πάλιν, Plut. 622 Av. 434; πάλιν αὖϑις Ran. 1482; αὖ πάλιν αὖϑις Nubb. 962; τοῦτ' αὐτὸ πάλιν αὖ διαιρεῖν ἀναγκαῖον, Plat. Polit. 261 a, öfter (vgl. auch αὖϑις); u. so auch Folgde; πάλιν ὁ Κῦρος ἠρώτα, er fragte wiederum, Xen. An. 1, 6, 7; auch wiederholt, ἔγχει καὶ πάλιν εἰπέ, πάλιν, πάλιν Mel. 98 (V, 136). – In πάλιν δοῦναι, λαβεῖν u. ä. Vrbdgn, die häufig vorkommen, fällt der Be griff des Zurück gebens mit dem Nochmaligen, Wiederholten zusammen. – Sp. D. haben auch die Form πάλι, s. oben. – [Diophant. ep. (App. 19) hat neben πάλι auch πάλιν mit langer Endsylbe gebraucht in der Arsis des Verses.]
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8 πέλεκκον
πέλεκκον, τό, Griff oder Stiel der Art, Il. 13, 612.
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9 πῆχυς
πῆχυς, ὁ, gen. πήχεως, u. plur. πήχεων, erst spät zusammengezogen πηχῶν, Lob. Phryn. 246, steht aber noch Xen. An. 4, 7, 16, – der Unterarm von der Handwurzel dis zum Armgelenk, der Ellenbogen, poet. auch der ganze Arm; ἀμφὶ δὲ ὃν φίλον υἱὸν ἐχεύατο πήχεε λευκώ, Il. 5, 314, vgl. Od. 17, 38. 23, 240; λευκὸν ἐμβαλοῦσα πῆχυν στέρνοις, Eur. Or. 1466; Heracl. 728; τά τε τῶν βραχιόνων ὀστᾶ καὶ τὰ τῶν πήχεων, Plat. Tim. 75 a. – Am Bogen, der Bug in der Mitte zwischen den beiden Enden, der eine Art Griff bildete und beim Spannen zusammengezogen wurde, τόν ῥ' (ὀϊστόν) ἐπὶ πήχει ἑλών, ἕλκεν νευρήν, Od. 21, 419, ὁ δὲ τόξου πήχυν ἀνέλκεν, Il. 11, 375. 13, 583, wo man es auch = κέρατα erklärt. – Bei der Lyra sind πήχεις die beiden gebogenen Enden od. Griffe, zwischen denen der Steg angebracht ist, Her. 4, 192, Luc. D. D. 7, 4; der Steg selbst, Artemo bei Ath. XIV, 637 d; vgl. Hesych. u. Phot. – An der Wage, der Wagebalken, = ζυγός. – Auch das Richtscheit, ἀκαμπής, Leon. Tar. 28 (VI, 204). – Als Längenmaaß ist es die Weite von der Spitze des Ellenbogens bis zu der des Mittelfingers, Elle, ursprünglich 24 δακτύλους, 11/2 Fuß enthaltend, Her. 2, 175, der 1, 178 unterscheidet πῆχυς βασιλήϊος u. μέτριος, so daß der erstere um 3 δακτύλους größer ist als der letztere, welchem ὁ κοινός oder ἰδιωτικός entspricht, der auch der asiatische, samische, ägyptische heißt; vgl. Her. 2, 149. 168. Später = 2 Fuß entsprach er unserer Elle; aber bei Vermessung des Holzes und der Steine, πῆχυς τοῦ πριστικοῦ ξύλου u. λιϑικός, ist er immer 11/2 Fuß gerechnet. – Ar. sagt übertr. καὶ κανόνας ἐξοίσουσι καὶ πήχεις ἐπῶν, Ran. 798. – Bei Sp. auch das gebogene Ende, der Winkel, Paul. Sil. ecphr. 1, 16.
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10 τρύπανον
τρύπανον, τό, der Bohrer der Tischler u. Zimmerleute; Od. 9, 385, wo man es am Gleichniß sieht, daß ein großer Bohrer gemeint ist, der wie unser Drellbohrer vermittelst eines durch den Griff gezogenen Bogens oder Riemens, τρυπανία, gedreht wird; ἑλκεσίχειρ, Philp. 15 (VI, 103); περιαγές, Leon. Tar. 28 (VI, 204); εὐδίνητον, id. 4 (VI, 205); Eur. Cycl. 460; u. in Prosa, Plat. Crat. 388 a. – Auch ein chirurgisches Instrument, zum Trepaniren, Durchbohren der Hirnschale, ὀξὺ καὶ εὐϑύ, der gerade, spitzige Persorativtrepan; ἀβάπτιστον, eine andere Art, bei welcher durch eine besondere Vorrichtung das Eindringen in die Hirnhäute verhindert ward. – Auch das Reibholz zum Feueranmachen, Soph. frg. 640 bei Hesych.
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11 τροχός
τροχός, ὁ, eigtl. das was läuft, der Läufer, gew. alles kreisförmig od. scheibenförmig Gerundete, Kreis, Scheibe; κηροῦ, στέατος, eine runde Scheibe Wachs, Talg, Od. 12, 173. 21, 178. 183; die Sonnenscheibe, Ar. Th. 17; bes. – a) das Wagenrad; Il. 6, 42. 23, 394. 517; ἐν πτερόεντι τροχῷ Pind. P. 2, 22; γῆ οὐδ' ἐπημαξευμένη τροχοῖσιν Soph. Ant. 282; σύριγγες ἄνω τροχῶν ἐπεπήδων Eur. Hipp. 1235; dah. τροχοὺς μιμεῖσϑαι, Räder nachahmen, d. i. ein Rad schlagen, Xen. Symp. 2, 22, vgl. 7, 3. – b) das Töpferrad, die Töpferscheibe; Il. 18, 600; τροχῷ ἐλαϑεὶς λύχνος Ar. Eccl. 4; Plat. Rep. IV, 420 e; Sp., wie Pol. 12, 15, 6; Lob. Phryn. 147. – c) das Spielrad der Kinder, auch κρικός, ein großer eiserner od. kupferner Reif, an dem sich viele kleine lose Ringe befanden, die bei der Bewegung klirrten; die Knaben trieben dieses Rad mit einem Stecken, ἐλατήρ, der einen hölzernen Griff und eine gekrümmte, eiserne Spitze hatte, VLL., wie Poll. – Auch bei Schiffen, οἷς τὰ σχοινία δεσμεύουσιν, Schol. Ap. Rh. 1, 567. – d) das Folterrad, ein wie ein Rad gestaltetes Marterwerkzeug, auf welches Einer gelegt u. gefoltert wurde, ἐπὶ τροχοῦ στρεβλοῦσϑαι, ἕλκεσϑαι, Ar. Lys. 846 Pax 444 Plut. 875; ἐπὶ τὸν τροχὸν ἀναβῆναι, Antiph. 5, 40; ἀναβιβάζειν τινὰ ἐπὶ τὸν τροχόν, Andoc. 1, 43; Dem. 29, 40; Sp., wie Luc. Tox. 28; vgl. Jac. Ach. Tat. p. 875. – e) bei Plat. Critia. 115 c sind τροχοὶ γῆς, ϑαλάσσης rund von Wasser od. Land eingeschlossene Stücke Land od. Meer, Ronddeele. Vgl. Plut. Lucull. 39. – Uebh. runde Einfassungen, Ringmauern, Bast zu Greg. Cor. 512; Soph. frg. 322. – Ein Theil am Pferdezaum, Poll. 1, 184; vgl. Xen. de re equ. 10, 6.
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12 τρῡπαν-οῦχος
τρῡπαν-οῦχος, ὁ, der Griff, das Heft am Bohrer, Poll. 10, 146.
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13 τρῡπανία
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14 κρατευταί
κρατευταί, οἱ, die gabelförmigen Spitzen, das Gestell, auf welchem der Bratspieß ruht, wenn er umgedreht wird; πάσσε δ' ἁλὸς ϑείοιο κρατευτάων ἐπαείρας Il. 9, 214, wo Andere es für den Griff des Bratspießes od. den Bratspieß selbst erkl.
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15 κωπήεις
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16 κλείς
κλείς, κλειδός, ἡ, acc. κλεῖδα, nur Sp., Aristod. (VI, 306), Plut. Artax. 9, u. κλεῖν, acc. plur. κλεῖδας, z. B. Ath. VII, 303 a, u. κλεῖς, letztere Form von den Atticisten empfohlen, B. A. 48, 7. 101, 19; s. Beispiele unten; ion. u. ep. κληΐς, ϊδος, Hom. immer so; altatt. κλῄς, ῃδός; dor. κλᾱΐς, acc. auch κλαῖδα od. κλᾷδα, Call. Cer. 45 (bei Theocr. κλάξ); lat. olavis; – 1) Alles zum Verschließen (κλείω) Dienende, Schlüssel, Schloß, Riegel. Bei Hom. – a) der eigentliche Schlüssel; von Erz mit einem elfenbeinernen Griff Od. 21, 6; mit welchem der inwendig an der Thür angebrachte Riegel, ὀχεύς, beim Oeffnen der Thür zurückgeschoben wurde; ἐν δὲ κληϊδ' ἧκε, sie steckte den Schlüssel in das Schlüsselloch, um die Thür zu öffnen, 21, 47; vgl. ἀνακόπτειν ὀχῆας, ϑύρετρα κληῗδι πλήσσειν, 21, 47. 50, ϑύρας οἰγνύναι, Il. 6, 89. – b) der Thorriegel, ein großer Ballen, der vor die Thorflügel geschoben wurde, ἐπιβλής, Il. 24, 453, vgl. 12, 456. 14, 168, u. der kleinere innere Thürriegel, der mit einem Riemen vorgezogen wurde u. so das Gemach von innen verschloß, Od. 4, 802. 838; ἐπιτείνειν κληϊδα ἱμάντι, 1, 442; ϑύρας κληῗδι κληΐσσαι, 21, 241. – c) der Haken an der Spange, περόνη, Od. 18, 294. – Pind. Ἁσυχία βουλᾶν τε καὶ πολέμων ἔχοισα κλαϊδας ὑπερτάτα, P. 8, 3; auch mit kurzem ι, κλαΐδες, 9, 39; κλῇδας οἶδα δωμάτων Aesch. Eum. 791; auch ἀλλ' ἔστι κἀμοὶ κλῂς ἐπὶ γλώσσῃ φύλαξ, frg. 293; vgl. Soph. ὧν καὶ χρυσέα κλᾑς ἐπὶ γλώσσᾳ βέβακε προςπόλων Εὐμολπιδᾶν, von dem Stillschweigen, welches die Eumolpiden den Eingeweihten auflegen, O. C. 1055; χαλᾶτε κλῇδας Eur. Med. 1314; κλῇδες ἀνῆκαν ϑύρετρα Bacch. 448; übertr., καϑαρὰν ἀνοίξαντι κληΐδα φρενῶν Med. 661; κλῇδας γάμου φυλάττει, von der Hera, der Vorsteherinn der Ehen, welche die Verbindung bewahrt, Ar. Thesm. 976; seltner in Prosa, κλεισίν Plat. Ax. 371 b. – 2) das Schlüsselbein, gleichsam der Schlüssel zwischen Hals od. Nacken u. Brust; κληὶς ἀποέργει αὐχένα τε στῆϑός τε Il. 8, 325; ᾗ κληϊδες ἀπ' ὤμων αὐχέν' ἔχουσιν 22, 324; κληϊδα παρ' ὦμον πλῆξε 5, 146; παῖσον ἐμᾶς ὑπὸ κλῃδός Soph. Trach. 1035; τὴν κλεῖν συνετράβην Andoc. 1, 61; τὴν κλεῖν κατεαγότα Dem. 18, 67; sonst gew. im plur., Arist. H. A. 3, 7 u. öfter; διήλασε παρὰ τὴν κλεῖδα διὰ τοῦ τραχήλου τὴν αἰχμήν Plut. Artaz. 9. – Am Thunfisch, Aristopho Ath. VII, 303 a 315 d. – 3) die Ruderbänke auf dem Schiffe, κληϊδες, welche die Schiffsseiten verbinden; κληΐδεσσιν ἐφήμενοι Od. 12, 215; πεντήκοντ' ἔσαν ἄνδρες ἐπὶ κληῗσιν ἐταῖροι Il. 16, 1 70; öfter in der Od. – 4) die wozu, ἐφ' ἁλμυρὰν πόντου κληῗδ' ἀπέραντον Eur. Med. 213.
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17 εὔ-θυρσος
εὔ-θυρσος, mit schönem Thyrsusstabe, νάρϑηξ Eur Bacch. 1158; κυδοιμός Nonn. 13, 728. im Ggstz des στρογγύλος, Plat. Men. 75 a Parm. 137 e, wo es erklärt wird: οὗ ἂν τὸ μέσον ἀμφοῖν τοῖν ἐσχάτοιν ἐπίπροσϑεν ᾐ (nach Euclid. εὐϑεῖα γραμμή, ἥτις ἐξίσου τοῖς ἐφ' ἑαυτοῖς σημείοις κεῖται); dem καμπύλος entgeggstzt, Rep. X, 602 c; εὐϑεῖα ὁδός Pind. N. 1, 25; ὁδους εὐϑείας τέμνειν, gerade Straßen anlegen, Thuc. 2, 100; εὐϑυτέρα ὁδός Xen. Cyr. 1, 3, 3; auch ἡ εὐϑεῖα allein = der gerade Weg, Luc. Hermot. 15; = die gerade Linie, Arist. coel. 2, 4; εὐϑείᾳ περαί. νειν Plat. Legg. IV, 716 a; vgl. Eur. Med. 384; ἐπ' εὐϑείας προάγειν D. Sic. 19, 38; a. Sp.; ἀπ' εὐϑείας, geradezu, Plut. Fab. 3; ἐπὶ τῆς αὐτῆς εὐϑείας ἐκτείνειν, auf derselben Linie, Pol. 3, 113, 3; πλόος, Pind. Ol. 6, 103; εἰς τὸ εὐϑὺ βλέπειν, gerade vor sich hinsehen, Xen. Equ. 7, 17; ἡ εἰς τὸ εὐϑὺ ὁδός Luc. Zeux. 10. – Uebertr., gerade, offen, aufrichtig, gerecht; τόλμα Pind. Ol. 13, 12; δίκη N. 10, 12, wie Aesch. Eum. 411; πόνος Pind. Ol. 11, 67; οὐδὲν εὐϑύ, διὰ τὸ ἄνευ ἀληϑείας τεϑράφϑαι, Plat. Gorg. 525 a; καὶ τὸ ἐλεύϑερον, dem sklavischen Sinne entgeggstzt, Theaet. 173 a; ἐκ τοῦ εὐϑέος, im Ggstz von ἀπάτη, Thuc. 1, 34; ἀπὸ τοῦ εὐϑέος λέγειν, eben so, 3, 43, gerade heraus, offen reden; τὸν εὐϑὺν ἐξειπόντες ἀμφὶ σοῦ λόγον Eur. Hipp. 492, vgl. εὐϑεῖαν λόγων τέμνων κέλευϑον Rhes. 422; εὐϑείαις ῥήτραις ἀνταπαμείβομαι Tyrt. bei Plut. Lyc. 6; συντόμως καὶ ἁπλῶς καὶ δι' εὐϑείας φράζειν Plut. de Pyth. Or. 29; ἐκ τοῦ εὐϑέος δεόμενος, im Ggstz von ἀπάτῃ, Thuc. 1, 34 ( ἀντιλέγειν Arr. An. 5, 27, 5), wie ἀπὸ τοῦ εὐϑέος λέγειν, im Ggstz von ἀπάτῃ προςάγεσϑαι, 3, 43; von δι' αἰνιγμάτων, Paus. 8, 8, 2. – Bei den Gramm. ist ἡ εὐϑεῖα, sc. πτῶσις, der Nominativ. – Adv. εὐθύς, al vom Orte, gew. εὐϑύ (w. m. s.), geradezu, ἐς Πύλον εὐϑὺς ἐλῶντα H. h. Merc. 255; εὐϑὺς ἰών Pind. P. 4, 83; εὐϑὺς ἐπὶ τὴν γέφυραν, in einem Vertrage bei Thuc. 4, 118; εὐϑὺς πρὸς τὰ βασίλεια Xen. Cyr. 2, 4, 24; auch χωρίου ὑπὲρ τῆς πόλεως εὐϑὺς κειμένου, gerade oberhalb der Stadt, Thuc. 6, 96; τινός, gerade auf Etwas los, Eur. Hipp. 1197 u. Thuc. 8, 96, wo Lob. εὐϑύ ändert; εὐϑὺς τοῦ Πειραιῶς κατέσχον Polyaen. 4, 7, 6. – b) von der Zeit, sog leich, gerades Weges, ohne Umstände; ἔννεπεν εὐϑύς Pind. Ol. 8, 41; εὐϑὺς ὡς ἤκουσεν Aesch. Pers. 353; εὐϑὺς γενέσϑω πορφυρόστρωτος πόρος Ag. 884, öfter, wie die anderen Tragg.; in Prosa, εὐϑὺς εἴσω ᾔει Plat. Prot. 310 b, εὐϑὺς κατ' ἀρχάς Tim. 24 c; bes. εὐϑὺς ἐκ νέου, ἐκ παιδός, von Jugend auf, Rep. VI, 485 d VII, 519 a; auch εὐϑὺς νέῳ ὄντι, Conv. 178 c; νέων ὄντων εὐϑὺς τῶν παίδων Legg. VII, 788 d; vgl. εὐϑὺς ἔτι βρέφος Eur. Phoen. 652; ἀρξάμενοι εὐϑὺς ἀπὸ τῶν Thuc. 1, 146; εὐϑὺς ἐκ παιδίου Xen. Cyr. 1, 6, 20; noch gewöhnlicher εὐϑὺς νέοι ὄντες, sogleich von Jugend auf, Thuc. 2, 39; εὐϑὺς μειράκιον ὤν Xen. An. 2, 6, 18; so öfter mit dem partic., sobald als, προςέβαλλεν εὐϑὺς ἥκων, sobald er angekommen war, griff er sogleich an, An. 4, 7, 2; εὐϑὺς ἀπαλλαττομένη τοῦ σώματος, sobald sie sich vom Körper trennt, Plat. Phaed. 70 a; ἰδὼν εὐϑὺς παρακελεύομαι Conv. 221 a, öfter, wie Folgde; εὐϑὺς παραχρῆμα Dem. 48, 40 u. A.; – ἡ εὐϑὺς φυγή, die plötzliche Flucht, Hdn. 8, 1, 10. – c) zur Anführung eines Beispiels, wie auch wir gleich brauchen (vgl. αὐτίκα), bes. bei Sp. Vgl. Xen. Mem. 2, 6, 32 Hier. 1, 35; οἷον εὐϑύς vrbdí Plut. def. orac. 47. Vgl. oben εὐϑέως.
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18 κώπαιον
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19 μάγαδις
μάγαδις, ιδος, ἡ, bei Phot. μαγάδις, u. im plur. μαγάδεις bei Hesych., u. bei Soph. frg. 228 bei Ath. XIV, 637 a scheint μαγαδῖδες zu schreiben, – ein dreieckiges, harfenähnliches Saiteninstrument, welches 20 Saiten enthielt, ψάλλω δ' εἴκοσι χορδαῖσιν μάγαδιν ἔχων, Anacr. bei Ath. a. a. O., mit 10 Tönen u. deren Oktaven, u. welches mit beiden Händen gespielt wurde, indem die linke die tieferen, die rechte die höheren Töne oder Saiten griff; so Ath. XIV, 634, nach dem sie eine Erfindung der Lyder war u. auch πηκτίς hieß, u. σαμβύκη; nach Andern aber von diesen verschieden. – Auch eine Flötenart, ὁ μάγαδις, wie Ion bei Ath. a. a. O., Λυδός τε μάγαδις αὐλὸς ἡγείσϑω βοῆς, die zugleich einen hohen u. einen tiefen Ton angab, μάγαδιν λαλήσω μικρὸν ἅμα σοι καὶ μέγαν Anaxandrid. bei Ath. a. a. O., die auch κιϑαριστήριος hieß; vgl. noch Ath. IV, 182. – Ueber die verschiedenen Formen des Wortes vgl. Bergk zu Anacr. p. 86 ff. u. Mein. com. III, 179.
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20 δήν
δήν, Adverb., lange Zeithindurch, lange; nach Apollon. Adverb. Bekk. An. 2 p. 570, 20 dorisch δάν; Hesych. s. v. Δάν: μακρῶς, ὴ πολὺν χρόνον, Ἠλεὶοι; dorisch δοάν bei Alcman nach Bekk. An. 2 p. 949, 20 (Bergh. P. L. G. ed. 2 p. 659 frgm. 134); vgl. Apollon. Adverb. Bekk. An. 2 p. 570, 22 Ioann. Alexandr. p. 37, 31. Das Ο in δοάν ist entstanoen aus einem Digamma; das Wort kommt her von der Wurzel ΔιF- (Curtius Grundz. d. Griech. Etymol. 1, 201) und bedeutete ursprünglich »den Tag hindurch«; es ist nämlich abgeschliffen aus ΔFΉΝ, ΔFΆΝ, ΔΙFΔΝ, accusativ. von ΔΙFΑ »Tag«, vgl. Sanskrit divam »Tag« und Latein. dies, entstanden aus dives; verwandt ist auch das Latein. diu und das Griech. δηρόν und δηϑά. Vgl. Buttmann Ausf. Gramm. 2. Ausg. 1 S. 43 Ahrens Dial. Dor. p. 51 Curtius Grundzüge der Griech. Etymol. 2, 145. 204. Bei Homer, welcher das Wort oft gebraucht, in der Form δήν, zeigt sich das Digamma darin, daß eine kurze Sylbe im Verse vor δήν fast immer metrisch lang gebraucht wird; doch ist zu bemerken, daß die metrische Verlängerung überall in die Arsis fällt, woraus doch wohl zu entnehmen, daß das Digamma nur nach sehr schwach gehört wurde und der Kraft der Arsis zur Unterstützung bedurfte. Stellen: ἔτῑ δήν Versende Iliad. 6, 139. 8, 126. 20, 426. 23, 690 Odyss. 2, 296. 397. 17, 72; μάλᾱ δήν Versende Iliad. 1, 416. 13, 573 Odyss. 22. 473; ἔτῑ δήν Arsis des 4. Fußes Odyss. 6, 33; οὐδὄ δήν Arsis des 4. Fußes Iliad. 16, 736 Odyss. 5, 127; ἔτῑ δήν Arsis des 2. Fußes Odyss. 2, 36. Eine kurze Sylbe wird vor δήν im Verse mettisch kurz gebraucht Odyss. 15, 10 Τἡλὲμαχ', οὐκέτι καλὰ δόμων ἄπο δὴν ἀλάλησαι, wo es aber die var. lect. τῆλ' ἀλάλησαι giebt. Eine lange Sylbe steht im Verse vor δήν Iliad. 1, 512. 5, 412 Odyss. 1, 281. 2, 215. 264. 13, 189. 14, 330. 376. 15, 270. 18, 313. 19, 299. 20, 155. 216. 290. 23, 95. 24, 125. Den Vers beginnt δήν Iliad. 6, 131 9, 80. 695. 17, 695 Odyss. 2, 164. 4, 494. 704. 6, 167. 14, 416. 21, 426. Hervorzuheben ist die bei Homer sich öfters findende Verbindung von δήν mit einer Negation, durch welche Verbindung die außer δήν auch bei vielen andern Wörtern in Ilias und Odyssee sich zeigende, z. B. von Aristonicus Scholl. Iliad. 15, 11 erwähnte Figur gebildet wird, von der Sengebusch Offener Brief an Rost S. 12 handelt. Z. B. Odyss. 2, 36 οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν ἧστο heißt allerdings wörtlich nur »er saß nicht lange mehr da«, zu verstehen ist aber nicht etwa, daß er doch noch eine Zeit lang dagesessen habe, sondern daß er sofort aufgestanden sei; Odyss. 2, 296 οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν Τηλέμαχος παρέμιμνεν bedeutet nicht etwa »er blieb nicht mehr lange, sondern nur noch ein wenig«, vielmehr ist auf's Bestimmteste gemeint »alsbald gieng er weg«. So ist die Formel οὐδ' ἄρ' ἔτι δήν auch wo sie sonst noch vorkommt zu verstehn, Odyss. 2, 397. 17, 72 Iliad. 6, 139. 8, 126. 23, 690; so Iliad. 20, 426 οὐδ' ἂν ἔτι δήν; so auch Iliad. 16, 736 οὐδὲ δὴν χάζετο φωτός, »denn auf der Stelle griff er ihn an«, οὐδέ Homerisch = οὐ γάρ, und Odyss. 5, 127 οὐδὲ δὴν ἦεν ἄπυστος Ζεύς, »sogleich erfuhr es Zeus«, und Odyss. 6, 33 ἐπεὶ οὔ τοι ἔτι δὴν παρϑένος ἔσσεαι, und Odyss. 21, 426 οὐδέ τι τόξον δὴν ἔκαμον τανύων, und Odyss. 4, 494 οὐδέ σέ φημι δὴν ἄκλαυτον ἔσεσϑαι, und Iliad. 6, 131 οὐδὲ γὰρ οὐδὲ Δρύαντος υἱὸς κρατερὸς Λυκόοργος δὴν ἦν, vgl. unten. Daß dergleichen Ausdrücke den angegebenen Sinn haben, erhellt meistens schon aus dem Zusammenhange, z. B. Iliad. 8, 126 οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν ἵππω δευέσϑην σημάντορος· αἶψα γὰρ εὗρεν Ἰφιτίδην Ἀρχεπτόλεμον ϑρασύν, ὅν ῥα τόϑ' ἵππων ὠκυπόδων ἐπέβησε, δίδου δέ οἱ ἡνία χερσίν. Besonders lehrreich ist Odyss. 20, 155 οὐ γὰρ δὴν μνηστῆρες ἀπέσσονται μεγάροιο, ἀλλὰ μάλ' ἦρι νέονται, ἐπεὶ καὶ πᾶσιν ἑορτή: hier kommt nämlich noch eine andere sehr oft bei Homer sich findende Figur in's Spiel, die Parallelie, d. h. Homer sagt zweimal hinter einander mit verschiedenen Worten dasselbe, οὐ δὴν ἀπέσσονται ist dasselbe wie μάλ' ἦρι νέονται. Vgl. hiermit Odyss. 2, 164 οὐ γὰρ Ὀδυσσεὺς δὴν ἀπάνευϑε φίλων ὧν ἔσσεται, ἀλλά που ἤδη ἐγγὺς ἐὼν τοίσδεσσι φόνον καὶ κῆρα φυτεύει πάντεσσιν. Eine andere Parallelie zeigt sich in der Formel μίνυνϑά περ, οὔ τι μάλα δήν, »sehr kurze Zeit, durchaus nicht sehr lange Zeit«, Iliad. 1, 418. 15, 575 Odyss. 22. 473: hier ist οὔ τι μάλα δήν genau dasselbe, wie μίνυνϑά περ; ein sofortiges Eintreten des Gegentheils wird hier nicht bezeichnet, sondern eine wirklich stattfindende, aber kurze Dauer des betreffenden Zustandes; dies drückt das eine der beiden einander parallelen Glieder angemessen durch μίνυνϑά περ aus; in dem andern parallelen Gliede ist μάλα zu δήν hinzugetreten; οὔ τι δήν ohne μάλα würde das sofortige Eintreten des Gegentheils bezeichnen, οὔ τι μάλα δήν mit seinem μάλα drückt die wirklich stattfindende, aber kurze Dauer des betreffenden Zustands aus. Unter den Ausdrücken, in welchen δήν nicht mit einer Negation verbunden ist, muß hervorgehoben werden das nur in der Odyssee und zwar stets von der langen Abwesenheit des Odysseus gebrauchte δὴν οἰχομένοιο: Odyss. 20, 290. 24, 125 μνάσκετ' (μνώμεϑ') Οδυσσῆος δὴν οἰχομένοιο δάμαρτα; 18, 313 δμωαὶ Οδυσσῆος δὴν οἰχομένοιο ἄνακτος; 20, 216 κτήματα δάσσασϑαι δὴν οἰχομένοιο ἄνακτος; 14, 575 ἠμὲν οἳ ἄχνυνται δὴν οἰχομένοιο ἄνακτος; 1, 281. 2, 215. 264. 15, 270 Versende πατρὸς δὴν οἰχομένοιο. In dieser Formel geben Viele dem Worte δήν die Bedeutung »vor langer Zeit«; dies ist unrichtig; δήν heißt auch hier »lange Zeit hindurch«, das praes. οἴχομαι aber hat, wie auch sonst oft, Perfectbdtg, = »ich bin weggegangen und bin jetzt abwesend«, δὴν οἰχομένοιο = »des lange abwesenden«. Die Formel hat genau dieselbe Bedeutung wie das cbcnsalls nur in der Odyssee und von der langen Abwesenheit des Odysseus gebrauchte ἤδη δὴν ἀπεών, Odyss. 13, 189. 14, 330. 19, 299, an allen drei Stellen Versanfang. Die Bedeutung »für lange Zeit«, »auf lange Zeit hin« erhält δήν in der Formel δὴν δέ μιν ἀμφασίη ἐπέων λάβε, Iliad. 17, 695 Odyss. 4, 704; denn daß λάβε statt κατεῖχε stehe, diese doppelte Enallage des Tempus und der Vocabel wird kein Unbefangener annehmen. Der Ausdruck δὴν εἶναι, »lange sein«, bedeutet »lange leben«, also Iliad. 6, 131 οὐδὲ γὰρ οὐδὲ Δρύαντος υἱὸς κρατερὸς Λυκόοργος δὴν ἦν und vs. 139 οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν ἦν, nach dem oben Bemerkten, = »er starb alsbald«. Dieser Erklärung, nach Homerischem Sprachgebrauche der allein möglichen, steht der Zusammenhang, das ἔπειτα vs. 138 und das καί μιν τυφλὸν ἔϑηκε Κρόνου παῖς vs. 139 keineswegs entgegen; denn das ἔπειτα heißt nicht »in der Folgezeit«, »später«, sondern »in Folge dessen«, »deshalb«, und die Blendung grade mag nach der von Homer anerkannten Sage den Tod eben herbeigeführt haben. Dies deutet Homer sogar ausdrücklich an, durch das ἄρα in οὐδ' ἄρ' ἔτι δὴν ἦν, welches ἄρα den Tod als Folge der Blendung hinstellt. Also man könnte z. B. an sofortigen Selbstmord aus Verzweiflung denken. Dabei ist natürlich zu beachten, daß »alsbald«, »sofort«, ein relativer Begriff ist, so gut wie »lange Zeit« und »kurze Zeit«; daß also rhetorisch-poetische Uebertreibung hier eine passende Stätte hat; wie ja z. B. in der oben erwähnten Stelle Odyss. 6, 33 auch nicht gemeint ist, daß Nausikaa noch in derselben Nacht heirathen soll. Aber die Worte lauten dort auf »sofortige« Heirath, hier, Iliad. 6, 131. 139, auf »sofortigen« Tod. Nicht ganz klar ist das δήν Iliad. 5, 412, Τυδείδης φραζέσϑω μή τίς οἱ ἀμείνων σεῖο μάχηται, μὴ δὴν Αἰγιάλεια ἐξ ὕπνου γοόωσα φίλους οἰκῆας ἐγείρῃ, κουρίδιον ποϑέουσα πόσιν, ἰφϑίμη ἄλοχος Διομήδεος; wahrscheinlich ist hier δήν ungefähr so viel wie πολλάκις, oder vielmehr = »lange Zeit hindurch jede Nacht«. Die Scholien zu der Stelle erkennen die Lesart δήν an; aber es liegt kein altes Alexandrinisches Scholium vor; Bekker hat in der Ausgabe von 1858 die var. lect. μή πως als Lesart eines »auctor recentior«; dieser auctor dürfte aber doch wohl mittelbar oder unmittelbar aus den Scholien geschöpft habent ein Scholium nämlich giebt unter Anerkennung des δήν das μή τις Homers durch μή πώς τις wieder, ein anderes giebt das μή Homers vor δήν durch μή πως wieder ohne das δήν zu erwähnen. Entschieden zu verwerfen ist wohl die Lesart δήν Iliad. 8, 448 οὐ μὲν δὴν κάμετόν γε μάχῃ ἔνι κυδιανείρῃ ὀλλῦσαι Τρῶας, Bekker οὐ μέν ϑην, und Iliad. 2, 276 οὐ δήν μιν πάλιν αὖτις ἀνήσει ϑυμὸς νεικείειν βασιλῆας, Bekker οὔ ϑήν μιν. – Bei Aeschyl. Pers. 584 ist δήν ebenfalls bedenklich, τοὶ δ' ἀνὰ γᾶν Ἀσίαν δὴν οὐκ ἔτι περσονομοῦνται; man will ϑήν schreiben. – Eurip. Med. 1035 νῦν δ' ὄλωλε δὴν γλυκεῖα φροντίς, bessere Lesart ὄλωλε δή; Rhes. 480 ἀλλὰ δὴν ἐλαύνομεν, bessere Lesart ἀλλ' ἄδην ἐλαύνομεν. – Apoll. Rhod. sagt ἐπὶ δήν, 1, 516. 4, 740; ähnlich sagt derselbe ἐπὶ δηρόν, s. s. v. δηρόν. – Nic. Al. 396 οὐδέ τι κῆρυξ δὴν ἔσεται τήϑη τε γεγαιρόμενα μνίοισι, Scholl. τὸ δὲ δὴν ἔσεται ἤτοι πολὺ ἀπέσται, ἀντὶ τοῦ ἐκτὸς ἔσται.
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Griff [2] — Griff, in Brasilien die von einem Mulatten u. einer Negerin erzeugten Menschen … Pierer's Universal-Lexikon