-
121 θέσις
θέσις, ἡ, 1) das Setzen, Stellen; ἐπέων Pind. Ol. 3, 8, die kunstvolle Stellung u. Verknüpfung der Wörter zu einem Verse u. Gedichte; πλίνϑων καὶ λίϑων Plat. Rep. I, 333 d, die Stellung, Anordnung; λεγομένων καὶ γραφομένων Theaet. 206 a; μερῶν Arist. H. A. 1, 15; – das Aufstellen, Geben, νόμων Plat. Legg. III, 690 d VIII, 837 e; Arist. Pol. 4, 1; – ὀνομάτων, das Geben der Namen, Plat. Crat. 390 d u. öfter in diesem Dialog. – Von Waffen, das Niederlegen, Ggstz ἀναίρεσις, Plat. Legg. VII, 813 e; – ἀγώνων, Einsetzen u. Geben der Kampfspiele, D. Sic. 4, 53. 5, 64. – 2) das zum Unterpfand Geben, Verpfändung; ἵππου Lys. 8, 10; ὅσουπερ ἡ ϑέσις ἦν Dem. 33, 12; B. A. 263 ὑποϑήκη erkl. Vgl. Ar. Nubb. 1173 ἵν' αἱ ϑέσεις γίγνοιντο τῇ νουμηνίᾳ, nach Schol. αἱ δίκαι καὶ αἱ καταβολαὶ τῶν πρυτάνεων, das Auszahlen des Geldes. – 3) die Annahme an Kindes Statt, Adoption, Sp. ὁ κατὰ ϑέσιν πατήρ, Adoptivvater. Auch Annahme zum Bürger in einer fremden Stadt, Mein. Euphor. p. 5, Ggstz φύσει. So auch von der Länge der Sylben durch Position, Sest. Emp. adv. Gramm. 121. – 41 ein aufgestellter Satz, bes. Aufgabe zu philosophischen od. theoretischen Ausarbeitungen, ὑπόληψις παράδοξος τῶν γνωρίμων τινὸς κατὰ φιλοσοφίαν Arist. Top. 1, 11; ϑέσιν φυλάττειν Eth. 1, 5, 6; vgl. Plat. Rep. 1, 335 a Legg. X, 889 e; bes. Rhett., die es auch im Ggstz von ἄρσις für Affirmation brauchen. – 5) bei den Gramm. im Ggstz von ἄρσις, die Verssenkung, – auch die Interpunktionszeichen.
-
122 οὐ
οὐ, vor einem Vocal mit dem Spiritus lenis οὐκ, vor einem Vocal mit dem Spiritus asper ο ὐ χ (vgl. auch οὐχί u. οὐκί), Verneinungswort, nicht, im Ggstz von μή objectiv, eine Thatsache verneinend, Etwas als nicht vorhanden bezeichnend, was freilich auch eine Vorstellung, ein Gedanke sein kann; also in aussagenden Sätzen c. indic., von Hom. an überall und keiner Beispiele bedürfend; auch c. optat. pot., οὐ γάρ κεν ῥύσαιτό σ' ὑπὲκ κακοῦ, Od. 12, 107, denn dies ist nur ein gemilderter Ausdruck für οὐ ῥύσεταί σε; wie etwa οὔ με μάλα ῥέα νικήσει, οὐδ' εἰ παγχάλκεος εὔχεται εἶναι, Il. 20, 101, vgl. οὔ κεν ἀλήϊος εἴη ἀνήρ, 9, 125; οὔ κε ϑανόντι περ ὧδ' ἀκαχοίμην, Od. 1, 236; 2, 249. – Eben so in Erklärungssätzen u. beschreibenden Zeit- u. Causalsätzen, nach ὅτε, ἐπεί, ἐπειδή u. ä. (vgl. μή, wo die Fälle aufgeführt sind, in welchen diese Verneinungspartikel gebraucht wird, so daß anzunehmen ist, daß in allen anderen Fällen οὐ steht). Bes. ist zu bemerken, daß zu λέγω, φημί u. ä., wie zu ἐάω, die Verneinungspartikel οὐ so hinzugesetzt wird, daß im Deutschen geradezu e i n Verbum »verneinen«, »leugnen«, »verweigern«, »verbieten« entspricht, Il. 5, 256. 7, 393 Od. 7, 239. So auch οὐκ ἀξιόω, Thuc. 1, 102. 2, 89; Xen. An. 2, 5, 12; daher in diesem Falle auch bei abhängigen int. οὐ steht, φησὶ δεῖν οὐδὲν τοιοῦτον προςφέρειν τῷ φαρμάκῳ, Plat. Phaed. 83 d, es wird als eine faktische Behauptung hingestellt, οὐδὲν δεῖ προςφέρειν. – Das Verbum fehlt zuweilen bei οὐ, bes. in Schwurformeln, οὐ τὸν πάντων ϑεῶν ϑεὸν πρόμον Ἅλιον, Soph. O. R. 680, u. sonst. – In Vrbdgn wie οὐ χερός, οὐ ποδός, οὔ τινος ἄρχων, Soph. Phil. 848, ist es auf das Verbum zu beziehen u. steht in keiner engern Vrbdg mit dem Nomen; so auch οὐ λόγοις τιμώμενα O. C. 62, κοὐ λόγῳ κακά Tr. 1035. – Adjectiva werden dadurch verneint u. ihr Begriff ins Gegentheil umgewandelt, οὐ πολὺν χρόνον μ' ἐπέσχον Soph. Phil. 348, ὄνειδος οὐ καλόν 475, χῶρον οὐχ ἁγνὸν πατεῖν O. C. 37, λέγεις γὰρ οὐκ ἀνεκτά Ant. 282; doch müssen sie immer durch einen einfachen, beschreibenden Relativsatz ausgedrückt werden können (vgl. μή 2 d); u. in demselben Falle bei Participien, ὁ μὲν λαβών, ὁ δ' οὐ λαβών, Ar. Eccl. 187; ξυνελϑόντες μέν, ἀμύνεσϑαι δ' οὐ τολμῶντες, Thuc. 1, 124; u. bei Adverbiis, πολλάκις τε κοὐχ ἅπαξ, Soph. O. R. 1275, oft οὐκ ἄνευ, οὐ πάνυ, keinesweges, οὐχ ἥκιστα, ganz besonders. – Besonders wird oft ein Gegensatz zwischen zwei Wörtern auf diese Weise hervorgehoben, τρέχω δὲ χερσίν, οὐ ποδωκίᾳ σκελῶν, Aesch. Eum. 37; οὐ προςτρόπαιον χέρα, ἀλλ' ἀμβλὺν ἤδη, 228; οὗτος ἔφϑιτ' οὐ καλῶς, ἀλλά νιν μήτηρ κατέκτα, 436; πόνον, οὐ χάριν ἀντιδίδωσιν ἔχειν, Soph. O. C. 231; ἥξοντα βαιοῦ κοὐχὶ μυρίου χρόνου, 398; so findet es sich auch wenn der Gegensatz nicht bestimmt ausgesprochen ist in den Sätzen, wo nach dem unter μή Bemerkten diese Partikel regelmäßig steht, εἰ δέ τοι οὐ δώσει, Il. 24, 296, d. i. wenn er dir nicht geben, verweigern wird, u. öfter bei dem schon bemerkten οὔ φημι, οὐκ ἐάω; vgl. noch μὴ δείσητε, ὡς οὐχ ἡδέως καϑευδήσετε, Xen. Cyr. 6, 2, 30, unangenehm. (Nach ϑαυμάζω hat εἰ deswegen οὐ bei sich, weil es hier keine Bedingung, sondern eine Frage ausdrückt, vgl. εἰ u. μή.) – Ἀλλ' οὐ μέλλειν, ἀλλ' ἅπτεσϑαι χρή, Ar. Eccl. 581. – Seltener ist eine Vrbdg, wie Thuc. 1, 137 ἡ τῶν γεφυρῶν οὐ διάλυσις, das Nichtabbrechen der Brücken, wie ἡ οὐ περιτείχισις 3, 95, vgl. 5, 50, geradezu Umschreibung für einen ganzen Satz, daß die Brücken in der That nicht abgebrochen wurden; ἡ οὐκ ἐπιμαρτύρησις S. Emp. adv. math. 7, 214 ff. – Sowohl das einfache οὐ wird in demselben Satze zweimal gesetzt, um nachdrücklicher zu verneinen, οὐ γὰρ ὀΐω οὔ σε ϑεῶν ἀέκητι γενέσϑαι Od. 3, 27, οὐ μὲν ἀεργίης γε ἄναξ ἕνεκ' οὔ σε κομίζει 24, 251, Hes. O. 519, ὃς οὐκ ἐπειδὴ τῷδ' ἐβούλευσας δρᾶσαι τόδ' ἔργον οὐκ ἔτλης Aesch. Ag. 1617, νῦν ἐπὶ τῷδε νοσοῦντι οὐ πῦρ, οὐκ ἔγχος τις ὀνήσιμον οὐκ ἀποτρέψει Soph. Tr. 1010, als auch werden bes. verschiedene Verneinungswörter in einem Satze vereinigt, ohne sich aufzuheben; ist der Satz durch eine negative Conjunction eingeleitet, so werden regelmäßiger Weise alle adverbiale Orts-, Zeit- u. ähnliche Bestimmungen allgemeiner Art ebenfalls verneint, οὐκ ἦν ἀλέξημ' οὐδέν Aesch. Prom. 477, οὐκ οἶδεν οὐδείς Ag. 618, κοὐ στρατὸς οὐδαμῇ καϑίστατο Pers. 376, οὐκ ἔμελλον ἄρα λείψειν οὐδέποτε Soph. Phil. 1072; u. in Prosa, vgl. z. B. οὐ μέντοι ἔφασαν ἀποϑνησκειν οὐδένα Her. 2, 63; οὐδεὶς εἰς οὐδὲν οὐδενὸς ἂν ἡμῶν οὐδέποτε γένοιτο ἄξιος, Plat. Phil. 19 b; σμικρὰ φύσις οὐδὲν μέγα οὐδέποτε οὐδένα οὔτε ἰδιώτην, οὔτε πόλιν δρᾷ, Rep. VI, 495 b (vgl. auch ούδαμῶς, οὐδαμῆ u. ä.). – Anders sind Beispiele, wie οὐ νῦν ἐκεῖνοι παιόμενοι – οὐδ' ἀποϑανεῖν δύνανται; Xen. An. 3, 1, 29, wo das erste οὐ die Frage einleitet, οὐδέ zu ἀπαϑανεῖν allein gehört, können jene nicht, nicht einmal sterben? d. i. sie können nicht einmal sterben; vgl. οὐκ εἰς Πέρινϑον – Ἀρίσταρχος ἡμᾶς οὐκ εἴα εἰςιέναι, verhinderte er uns nicht, 7, 6, 24. – In scharf hervorgehobenem Gegensatze steht es oft ohne Verbum am Ende des Satzes und wird dann accentuirt, συμβαίνει γὰρ οὐ τὰ μέν, τὰ δ' οὔ; Aesch. Prom. 788; ὁ μὲν γὰρ ἠφάνιστο, τυμβήρης μὲν οὔ, Soph. Ai. 255; ταρβήσει γὰρ οὔ, 541; καὶ τοὶ γὰρ αἰϑοίσας ἔχοντες σπέρμ' ἀνέβαν φλογὸς οὔ, Pind. Ol. 7, 48; οἱ μὲν ἐνετύγχανον, οἱ δὲ καὶ οὔ, Xen. An. 5, 2, 17; τοῖς μὲν ἐδόκει βέλτιστον εἶναι καταμεῖναι, τοῖς δὲ πολλοῖς οὔ, 5, 6, 19. – Eben so wird es betont, wenn es allein steht, ohne Verbum, theils in der Antwort, οὔ, nein, Soph. O. R. 1040 Tr. 247 u. öfter, Ar. u. Plat., theils wenn es nach einem negativen Satze noch einmal allein steht und mit einem besonderen Nachdruck auch im Deutschen durch nein wiedergegeben werden kann, οὐκ ἔστ' ἄλυξις, οὔ, ξένοι, Aesch. Ag. 1272, vgl. οὔ, πρίν γε χώραν τήνδε κινδύνῳ βαλεῖν Spt. 1039; οὔκ, εἴπερ ἔσται γε, Ag. 1222; οὔ μοι δοκεῖ, ὦ Ἱππία, οὐκ, εἰ ταῦτά γε –, Plat. Hipp. mai. 292 b; ϑεοῖς τέϑνηκεν οὗτος, οὐ κείνοισιν, οὔ, Soph. Ai. 649. – In der Frage drückt οὐ immer aus, daß man eine bejahende Antwort erwartet; es ist eigentlich nicht als Fragepartikel anzusehen, sondern die Frage wird, wie bei uns so oft, durch den bloßen Ton der Rede angedeutet, οὔ νυ καὶ ἄλλοι ἔασι; sind nicht auch andere? womit die Ansicht ausgesprochen ist, daß es wirklich noch Andere giebt, Il. 10, 165, vgl. 4, 242. 24, 33, öfter; οὐ τοῠτο δειμαίνεις πλέον; Aesch. Prom. 41, vgl. Pers. 784 Eum. 121, öfter; οὐκ ἐρεῖς; Soph. Phil. 730; οὐκ εἶ πάλιν; 963; oft mit γάρ verbunden, wie Ar. Av. 611. 1526 u. in Prosa überall. Auch allein u. am Ende der Frage stehend u. dann accentuirt, ϑανουμένη γὰρ ἐξῄδ η, τί δ ' οὔ; Soph. Ant. 456; πῶς γὰρ οὐχ; Ai. 989. – Nicht selten steht es in diesem Falle dem Worte nach, zu dem es eigentlich gehört, wonach gefragt wird, vgl. Plat. Conv. 202 c Rep. IX, 590 a. – Das fut. mit οὐ steht oft so frageweise für den imperat., οὐ σῖγ' ἀνέξει; wirst du nicht schweigen? d. i. schweige. Soph. Ai. 75, vgl. Phil. 975 Tr. 1183. Doch findet sich auch außer der Frage οὐ φήσεις, du wirst das nicht sagen, für den imperat., wenn das Verbot so ausgesprochen wird, daß man die feste Ueberzeugung zugleich mit ausdrückt, es könne und werde nicht dagegen gehandelt werden. – Aehnlich der optat. aor. wit ἄν, οὐκ ἂν δὴ τόνδ' ἄνδρα μάχης ἐρύσαιο; den Befehl mildernd, Il. 5, 456, möchtest du nicht zurückhalten? vgl. 24, 263; u. so auch bittend, Od. 7, 22. 22, 132. – In einzelnen Fällen erscheint uns οὐ überflüssig (vgl. aber μή u. μὴ οὐ). Auch nach einem compar. wird es zuweilen gesetzt, wo wir es nicht übersetzen, οὐδὲν μᾶλλον Αἰολεῠσι ἢ οὐ καὶ σφί, Her. 5, 94, vgl. 7, 16, 3; πόλιν ὅλην διαφϑεῖραι μᾶλλον ἢ οὐ τοὺς αἰτίους, Thuc. 3, 36, vgl. 2, 62. – Ueber οὐ für οὐ μά mit einem accus. in verneinender Betheuerung s. Koen Greg. Cor. p. 257. – Ἔ οὐκ, μὴ οὐ werden bei den Dichtern immer in eine Sylbe verschmolzen, so auch ἐγὼ οὐ.]
Die Verbindung mit anderen Partikeln ist meist sehr einfach, da diese ihre eigentliche Bedeutung behalten. Doch mögen hier die üblichsten Fälle aufgeführt werden:
-
123 οὐκ ἄν
οὐκ ἄν gehört nie zusammen, sondern ἄν ist zum Verbum zu ziehen, bes. ist οὐκ mit dem opt. pot. in und außer der Frage nicht selten; – οὐκ ἄρα, nicht also, besonders in der Frage, οὐκ ἄρ' ἔμελλες οὐδὲ ϑανὼν λήσεσϑαι χόλου; also auch nicht im Tode einmal solltest du des Zornes vergessen? Od. 11, 553; οὐκ ἄρα σοί γε πατὴρ ἦν Πηλεύς, so war also nicht Peleus dein Vater, Il. 16, 33; s. ἄρα; – οὐ γάρ, denn nicht, einen negativen Grund angebend, Hom. u. Folgde; Her. 1, 199. Es tritt auch ein Wort dazwischen, οὐ μὲν γάρ, Il. 5, 402. In der Frage wird es gebraucht, wenn man eine bejahende Antwort erwartet, Ar. Equ. 1389 Av. 611 u. öfter; auch allein stehend, οὐ γάρ; nicht wahr? nicht so?. Plat. oft. In der Antwort bestätigt es eine negative Frage, οὐδὲ τοῠτό με ϑέμις εἰδέναι; οὐ γάρ, auch dieses darf ich nicht wissen? Antwort: auch das nicht, Luc. lup. cont. 16, vgl. D. Hort. 20, 4; – οὐ γὰρ ἄν und οὐ γάρ κεν, Od. 12, 107, denn wohl nicht, Soph. O. R. 82. 220 u. öfter; Plut. u. A.; οὐ γὰρ ἄν που u. οὐ γὰρ ἄν ποτε, denn wohl auf keine Weise, denn wohl nimmermehr, mit γέ, Soph. Phil. 412; οὐ γὰρ – γέ πω, O. R. 105; οὐ γὰρ ἄν κοτε, Her. 1, 124; – οὐ γὰρ ἀλλά, ein bei den Attikern gewöhnlicher, elliptischer Ausdruck, denn es ist nicht anders, sondern, die Verneinung und zugleich den Grund derselben ausdrückend, μὴ σκῶπτέ μ', οὐ γὰρ ἀλλ' ἔχω κακῶς, spaße nicht, denn es ist mir nicht spaßhaft, sondern schlimm zu Muthe, Ar. Ran. 58; ἆρ' οὐ παρεῖναι τὰς γυναῖκας δῆτ' ἐχρῆν; sollten die Frauen nicht längst dasein? οὐ γάρ, μὰ Δί', ἀλλὰ πετομένας ἥκειν πάλαι, Lys. 55, ja sieilich wohl, sie sollten längst herbeigeflogen sein, imo vero; vollständig οὐ γὰρ μὰ Δία πάρεισιν, ἀλλά –, vgl. Nubb. 232 Eccl. 386, oft; Plat. Phaedr. 276 c Phaed. 84 a; noch verstärkt, οὐ γάρ τοι ἀλλά, Euthyd. 284 c 305 e; οὐ γάρ δή u. οὐ γάρ δήπου, wie οὐ γάρ nur ausdrückend, daß sich der Grund von selbst versteht, denn doch woh nicht, Soph. Phil. 246 O. R. 576; mit folgendem γέ, Plat. Phil. 76 c 92 b Prot. 309 c, wie Soph. οὐ γὰρ δὴ τό γε σῶμα, O. C. 266; οὐ γὰρ δήποτε, Plat. Phaedr. 255 b; u. eben so οὐ γάρ που, 258 e Phaed. 62 d; und mit folgendem γέ, Conv. 199 a Euthyphr. 13 a; οὐ γὰρ οὖν, Parm. 134 b; οὐ γὰρ οὖν δή, Theaet. 105 d; – οὐ γάρ ποτε, denn nimmermehr, Soph. O. C. 913 u. öfter, El. 474; – οὐ γάρ τοι, denn doch nicht, Od. 21, 172; – οὐ δή, fürwahr nicht, gewiß nicht, Hom. u. Folgde, auch in negativer Frage, Od. 7, 239; u. verstärkt οὐ δή που, wohl gewiß nicht, Ar. Ach. 122 Ran. 527; οὐ δήπου ἀδύνατον, das ist wohl in der That nicht unmöglich, Plat., auch οὐ δήπουϑεν; – οὐ δῆτα, fürwahr nicht, Hom., Aesch. Prom. 347. 772, Soph. Phil. 417. 725 u. öfter; Ar. Plut. 374. 391; Plat. u. A.; – οὐ ϑήν, doch wohl nicht, gewiß doch nicht, Hom. u. a. D., auch verstärkt, οὐ ϑὴν δή, Od. 3, 352; – οὐ μά, s. μά; – οὐ μάν, fürwahr nicht, wahrlich nicht, in Betheuerungen, s. μάν; – οὐ μέν, wie οὐ μήν, gewiß nicht, gar nicht (s. μέν), verstärkt οὐ μὲν δή, und οὐ μὲν δὴ οὐδέ, aber auch fürwahr nicht einmal; – οὐ μὲν οὖν, auch in einem Worte οὐμενοῦν geschrieben, also nicht, οὐμενοῦν με προςεδόκας ἀναγνῶναί σ' ἔτι, du hast also nicht erwartet, daß ich dich wieder erkennen würde, Ar. Ran. 556; – auch in der Frage, also nicht? – in der Antwort nachdrücklich den Gegensatz hervorhebend, ἐγώ σοι οὐκ ἂν δυναίμην ἀντιλέγειν, Antwort οὐμενοῦν τῇ ἀληϑείᾳ δύνασαι ἀντιλέγειν, nein, nicht mir, sondern vielmehr der Wahrheit vermagst du nicht zu widersprechen, Plat. Conv. 201 c; ἐμὲ δεῖ προκεκρίσϑαι σοῦ; – οὐμενοῦν, ἀλλ' ἐμέ, nein, nicht du, sondern vielmehr ich oin vorzuziehen, Luc. Mort. D. 12, 1; – οὐμενοῦν γε, doch wenigstens also nicht, Paus. 1, 20, 1; – οὐ μέν πως, doch auf keine Weise, Il. 2, 203; – οὐ μέντ οι, doch wohl, freilich nicht; οὐ μέντοι ἀλλά, jedoch aber, Plat. Phaed. 62 b Crat. 436 d; mit folgendem γέ, Conv. 173 b; – in der Frage, doch wohl nicht, worauf eine verneinende Antwort erwartet wird; – οὐ μή s. unten bes.; – οὐ μήν, fürwahr nicht, ganz u. gar nicht, Hom.; οὐ μὴν ἀλλά u. οὐ μὴν ἀλλὰ καί, nichts desto weniger, dennoch aber, gleichwohl, Plat. Gorg. 449 c; mit folgdm γέ, Polit. 263 b; vgl. Ar. Pax 41, Ἀφροδίτης γὰρ οὔ μοι φαίνεται οὐ μὴν Χαρίτων γε, geschweige denn, vollends nicht; – οὐ μὴν οὐδέ, fürwahr auch nicht, auch nicht einmal, Isocr. 4, 139; Xen.; – οὔ νυ, nun nicht, nicht ja, in u. außer der Frage (s. νύ), Il. 4, 242. 10, 165 u. a. Ep.; – οὔ περ, auch in einem Worte geschrieben, οὔπερ, doch nicht, mit nichten, Hom.; – οὐχ ὅτι u. οὐχ ὅπως s. unter ὅτι u. ὅπως.
-
124 οὐ μή
οὐ μή, die Verneinung verstärkend u. gew. derselben einen leidenschaftlichen Ausdruck gebend, ist eigtl. elliptisch durch ein hinzuzudenkendes Verbum des Fürchtens zu erklären u. wird deswegen c. ind. fut. od. conj. aor. verbunden, οὔ τι μὴ ληφϑῶ δόλῳ, Aesch. Spt. 38, eigtl. οὐ δέδια, μὴ λ. δ., ich fürchte nicht, daß ich überlistet werde, d. i. ich werde sicherlich nicht getäuscht werden, mich soll keine List täuschen; οὔτι μὴ φύγῃ μόρον 181, vgl. 263; ϑανόντα δ' οὔτι μὴ προδῷς ποτε, Ch. 882; auch οὐ μὴ ἡμῶν χεῖρ' ἀπόσχωνται, Suppl. 755; selten conj. praes., τὸν ἄνδρ' ἐκεῖνον οὔτι μὴ λείπω ποτέ, Eum. 216, wie Soph. O. C. 1027 u. Xen. Hiero 11, 15; ind. fut., οὔ σοι μή μεϑέψομαί ποτε, Soph. El. 1041, wie O. C. 173; οὐ μὴ πίϑηται, Phil. 103; οὐ μὴ ϑάνωσι, 416; vgl. O. C. 451. 655 Trach. 618. 1180 Ai. 83. 417 El. 42. 1018, wo überall der aor. II. steht: aber auch mit dem conj. aor. I. act., οὐ μήποτε τἄμ' ἐκφήνω κακά, O. R. 329; οὐ μήποτ' εἰς τὴν Σκῠρον ἐκπλεύσῃς, Phil. 381; οὔτοι σ' Ἀχαιῶν, οἶδα, μή τις ὑβρίσῃ, Ai. 557, vgl. O. C. 409. 1699 O. R. 870, woraus sich schon die Dawes'sche Regel, nur der conj. aor. II. od. ind. fut. folge auf οὐ μή, widerlegt, obwohl man an vielen Stellen dieser Regel zu Liebe hat ändern wollen, u., wo der conj. aor. I. mit dem fut. ähnlich lautet, die Verwechslung leicht war (vgl. ὅπως), s. Ellendt lex. Soph. p. 410 ff.; οὐ μὴ προςοίσεις χεῖρα μηδ' ἅψει πέπλων, Eur. Hipp. 601; οὔ τι μὴ φύγητε λαιψηρῷ ποδί, Hec. 1039, öfter; oft bei Ar., auch als nachdrückliches Verbot, οὐ μὴ φλυαρήσεις, ich fürchte nicht, daß du Flausen machen wirst, d. i. du wirst nicht –, Ran. 202, οὐ μὴ διατρίψεις 463, οὐ μὴ καλεῖς, rufe mich nicht, 298, οὐχὶ μὴ παύσεσϑε Lys. 704, οὐ μὴ λάβηται 363; u. in Prosa, οὐ μὴ ἀπώσηται Her. 1, 199, σὺ δὲ οὐ μὴ ἐκπλαγῇς Plat. Gorg. 494 d, οὐ μή ποτε γἔνηται Theaet. 160 a, vgl. Rep. IV, 435 d X, 609 b; ἀλλ' οὐ μὴ οἴός τ' ᾖς I, 341 b; aber 273 e schwankt die Lesart zwischen οὐ μή ποτε κτήσηται u. κτήσεται, wie Phaed. 66 b zwischen κτησώμεϑα u. κτησόμεϑα; vgl. Legg. V, 735 b; auch von ὥςτε abhängig, οὐ μή σου ἀπολειφϑῶ, Phaedr. 227 d, wie Xen. εὖ ἐπίστασϑε, ὅτι οὐ μὴ λάϑωμαι, Hell. 4, 2, 3. – Vgl. noch οὔτε γὰρ γίγνεται οὔτε γέγονεν, οὐδὲ οὖν μὴ γένηται, u. wird auch wohl, denke ich, nicht werden, Plat. Rep. VI, 492 e, wie οὔτε ἐφυτεύϑησαν, οὔτε μὴ φυῶσιν, was eine stärkere subjective Behauptung ist, als οὔτε φύσονται, X, 597 c; so οὔτε ἔστιν, οὔτε μήποτε ὑστέρως γένηται Phaedr. 260 e, u. öfter; ἢν γὰρ ἅπαξ δύο ἢ τριῶν ἡμερῶν ὁδὸν ἀπόσχωμεν, οὐκ ἔτι μὴ δύνηται βασιλεὺς ἡμᾶς καταλαβεῖν, dann soll er wohl uns nicht mehr erreichen, Xen. An. 2, 2, 12, zu welcher Stelle Krüger noch mehrere Beispiele aus Xen. anführt; ähnl. οὐδεὶς μηκέτι μείνῃ, 4, 8, 13; τοὺς πονηροὺς οὐ μήποτε βελτίους ποιήσετε, Aesch. 3, 177; Folgde. – In indirecter Rede hat es Soph. auch im opt., ἐϑέσπισεν καὶ τἀπὶ Τροίᾳ πέργαμ' ὡς οὐ μή ποτε πέρσοιεν, Phil. 611; Eur. vrbdt damit den inf., σαφῶς γὰρ εἶπε Τειρεσίας, οὐ μή ποτε εὖ πράξειν πόλιν, Phoen. 1607. – Vrbdgn wie οὐχὶ δέος, μή σε φιλήσῃ, Ar. Eccl. 646, οὐ φόβος, μή σε ἀγάγω, Xen. Mem. 2, 1, 25, οὐδὲν δεινόν, μήποτε ἡ ἄλλη πόλις διχοστατήσῃ, Plat. Rep. V, 465 b, zeigen, wie diese Ausdrucksweise entstanden ist. Manche Stellen, bes. wo ein Befehl ausgedrückt ist, werden auch als Fragen betrachtet, was denselben Sinn giebt; daß übrigens gerade in solchen Vbrdgn der ind. fut. gewöhnlich ist, zeigt, daß dieser eine größere Bestimmtheit u. somit einen größern Nachdruck hat.
-
125 αὔριον
αὔριον, adv., eigtl. neutr. von αὔριος, morgen, von Hom. an überall; αὔριον τηνικάδε, morgen um diese Zeit, Plat. Phaed. 76 b; εἰς αὔριον, auf morgen, Hom. u. Folgde; νῠν μέν εἰσιν οὐκ ἐλεύϑεροι, ἐς ταὔριον δὲ Σουνιεῖς Anaxandr. Ath. VI, 263 b; ἐς τὴν αὔριον, sc. ἡμέραν, Pol. 1, 60; ἐς τὸ αὔριον, Sp.
-
126 αἰγ-όνυξ
-
127 μῶν
μῶν, entstanden aus μὴ οὖν, oder dem ion. ὦν, Apoll. Dysc. de conj. p. 494, Fragewort, eine Frage einleitend, auf welche man eine verneinende Antwort zu erhalten wünscht, aber eine bejahende zu erhalten befürchtet, dochnicht? dochnichtgar? μῶν καὶ ϑεός περ ἱμέρῳ πεπληγμένος; Aesch. Ag. 1176; auch μῶν οὐ δοκεῖ, Suppl. 412; μῶν οὖν vrbdn, Ch. 175, wie Eur. Andr. 82 u. Ar. Plut. 845; μῶν ἄλγος ἴσχεις; μῶν τι βουλεύει νέον; Soph. Phil. 724. 1213; auch μῶν οὐχ ὁρᾷς; O. C. 1726; μῶν τί σε ἀδικεῖ ὁ Πρωταγόρας; Plat. Prot. 310 d; μῶν τι πρὸς ἀρχὴν διοίσετον; Polit. 259 b; mit οὖν vrbdn, Soph. 250 d; die Verneinungspartikeln treten auch danach ein, μῶν οὐ παιδιὰν νομιστέον; 234 a; μῶν μὴ δοκεῖ ἐνδεῶς λελέχϑαι; Phaed. 84 c, es scheint doch nicht vielleicht? vgl. Soph. 263 a Rep. I, 351 c; Sp.
-
128 ἀ-προτί-μαστος
ἀ-προτί-μαστος, dor. u. poet. für ἀπρόςμαστος, unangetastet, Il. 19, 263; Euphor. frg. 62.
См. также в других словарях:
263 av. J.-C. — 263 Années : 266 265 264 263 262 261 260 Décennies : 290 280 270 260 250 240 230 Siècles : IVe siècle … Wikipédia en Français
263 — Années : 260 261 262 263 264 265 266 Décennies : 230 240 250 260 270 280 290 Siècles : IIe siècle IIIe siècle … Wikipédia en Français
263 — Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender ◄ | 2. Jahrhundert | 3. Jahrhundert | 4. Jahrhundert | ► ◄ | 230er | 240er | 250er | 260er | 270er | 280er | 290er | ► ◄◄ | ◄ | 259 | 260 | 261 | 262 | … Deutsch Wikipedia
-263 — Années : 266 265 264 263 262 261 260 Décennies : 290 280 270 260 250 240 230 Siècles : IVe siècle av. J.‑C. … Wikipédia en Français
263 — ГОСТ 263{ 75} Резина. Метод определения твердости по Шору А. ОКС: 83.060 КГС: Л69 Методы испытаний. Упаковка. Маркировка Взамен: ГОСТ 263 53 Действие: С 01.01.77 Изменен: ИУС 5/80, 6/83, 2/86, 9/88 Примечание: переиздание 1989 Текст документа:… … Справочник ГОСТов
263 — Años: 260 261 262 – 263 – 264 265 266 Décadas: Años 230 Años 240 Años 250 – Años 260 – Años 270 Años 280 Años 290 Siglos: Siglo II – Siglo … Wikipedia Español
263 a. C. — Años: 266 a. C. 265 a. C. 264 a. C. – 263 a. C. – 262 a. C. 261 a. C. 260 a. C. Décadas: Años 290 a. C. Años 280 a. C. Años 270 a. C. – Años 260 a. C. – Años 250 a. C. Años 240 a. C. Años 230 a. C. Siglos … Wikipedia Español
263 (disambiguation) — 263 may refer to: NOTOC Dates and numbers*The year 263 BC *The year 263 AD *263 (number)Military*No. 263 Squadron RAF *VMM 263, United States Marine Corps Marine Medium Tiltrotor Squadron *HMM 263, former name of VMM 263 *Messerschmitt Me 263,… … Wikipedia
263. Infanterie-Division (Wehrmacht) — 263. Infanterie Division Aktiv 26. August 1939–Mai 1945 Land Deutsches Reich NS … Deutsch Wikipedia
263 (число) — 263 двести шестьдесят три 260 · 261 · 262 · 263 · 264 · 265 · 266 Факторизация: простое Римская запись: CCLXIII Двоичное: 100000111 Восьмеричное: 407 Шестнадцатеричное: 107 … Википедия
263.net — is a Chinese Internet Service Provider said to be named after the number they used for dial up access to the Internet.External links* http: //www.263.net/263网络通信 website address * [irc://irc.263.net/ irc.263.net] A Chinese language IRC server… … Wikipedia