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1 βαίνω
βαίνω (entst. aus ΒΑΝΊΩ; vom Thema βάω, Cratin. Belkk. An. 1 p. 371, 3 προβῶντες Meineke C. G. F. 2, 1 p. 88), fut. βήσομαι, dor. βασεῠμαι Theocr. 2, 8; aor. ἔβην, Hom. auch βάτην, z. B. Il. 1, 327; ὑπέρ βασαν 12, 469; conj. βείω 6, 113; καταβείομεν 10, 97; ἐπιβέωμεν Her. 7, 50; in derselben Bdtg aor. med. βήσετο Hom. Iliad. 3, 262. 312. 5, 745. 8, 389 Odyss. 3, 481, ἐβήσετο Iliad. 14, 229 Odyss. 7, 135. 13, 75. 15, 284, v. v. l. l. βήσατο, ἐβήσατο, vgl. Scholl. Didym. Iliad. 3, 262 προκρίνει μὲν τὴν διὰ τοῦ ε γραφὴν βήσετο, πλὴν οὐ μετατίϑησιν ἀλλὰ διὰ τοῦ ᾱ γράφει Ἀρίσταρχος; idem Scholl. Iliad. 14, 229 Ζηνόδοτος καὶ Ἀριστοφάνης ἐς πόντον ἐβήσετο· καὶ μήποτε ἄμεινον; – perf. βέβηκα, mit den synkop. Formen, meist bei Dichtern, βεβάασιν, βεβᾶσι, conj. ἐμβεβῶσι, inf. βεβάναι u. ep. βεβάμεν, partic. βεβαώς, βεβαυῖα, zsgz. βεβώς, βεβῶσα, auch in Prosa; perf. pass. παραβεβάσϑαι; aor. p. παρεβάϑην, s. unten. Das factitive fut. u. aor. βήσω, ἔβησα s. unten. Auf die Wurzel βάω zurückzuführen sind vielleicht die Formen βάτω Soph. Ai. 1414 im Anap., βᾶτε Aesch. Suppl. 191 im Trim., die Imperat. ἔμβα, κατάβα u. ä. – 1) Eigtl. den Fuß heben, ausschreiten, Hom. βῆ δ' ἴμεν, er hob den Fuß zu gehen, er machte sich auf und ging, auch βῆ δὲ ϑέειν, er begann zu laufen, Il. 11, 617; βῆ δ' ἐλάαν 13, 27; περὶ τρόπιος βεβαῶτα Od. 5, 130; ἀμφ' ἑνὶ δούρατι βαῖνε, er spreitete die Beine aus um einen Balken, 5, 371. Uebh. schreiten, gehen, wandeln; nähere Bestimmungen werden hinzugefügt, a) mit praeposit. wird die Richtung bezeichnet, wohin, ὡς u. πρός bei Personen, ἐπί bei Personen u. Sachen im feindlichen Sinn, εἰς bei Sachen. Bei Dichtern, bes. Tragg., auch sp. D., steht auch der bloße acc., καὶ νῠν μ' ὀδύνα βαίνει, kommt über mich, Eur. Hipp. 1371; αἶνον ἔβα κόρος, Sättigung folgte dem Lobe, Pind. Ol. 2, 95; τί χρέος ἔβα με Ar. Nub. 30, aus einem Trag. entlehnt; μετά τι, nach etwas gehen, um es zu holen; μετ' ἴχνια βαῖνε ϑεοῖο Odyss. 2, 406, er folgte der Göttin, u. ä. – b) partic. bestimmen die Art u. Weise des Gehens, so ist βῆ φεύγων Iliad. 2, 665 = er floh, βῆ ἀίξασα Iliad. 4, 74 = sie eilte fort; das partic. fut. drückt die Absicht aus, βῆ ἐξεναρίξων 11, 101. – c) Zuweilen steht ein wirklicher Objects-Accus. dabei, wie κέλευϑον Pind. frg. 201; ὁδόν Sp.; Aesch. sagt umgekehrt πόροι βαίνουσι Ch. 71. Anders ist πόδα βαίνειν, den Fuß in Bewegung setzen, zu fassen, Eur. El. 94. 1173; anders ἔβαν νέας Od. 3, 162, οἱ μὲν ἀποστρέψαντες ἔβαν νέας ἀμφιελίσσας, entweder ἔβαν νέας = sie gingen zu den Schiffen, oder zu verbinden ἀποστρέψαντες νέας. – d) Aehnl. mit adject., bes. im neutr. plur., die Art u. Weise des Gehens bestimmend, ἶσα Πυϑοκλεῖ, ebenso wie P. gehen, gleichen Schritt mit ihm halten, Dem. 19, 314, was oft in VLL. citirt u. von aufgeblasenen Menschen verstanden wird; falsch faßte es Ath. V, 113 e auf; ἁβρά (s. ἁβρός), μεγάλα, Luc. D. Mort. 29, 1, große Schritte machen, einherstolzieren; εὔρυϑμα D. Deor. 2, 2; σαῦλα H. h. Merc. 28; ἁβρὸν β. Eur. Med. 1264. Auch μετὰ ῥυϑμοῦ, im Takt marschiren, Thuc. 5, 70; ἐν ῥυϑμῷ Plat. Legg. II, 670 b. – 2) dem Zusammenbange nach ist es öfter a) weggehen, dahingehen, entfliehen; Hom. Odyss. 3, 131 βῆμεν δ' ἐν νήεσσι, zu Schiffe fortgehen; ἐννέα δὴ βεβάασι Διὸς ἐνιαυτοί, sind hingegangen, vergangen, Il. 2, 134; κύματα βάντ' ἐπιόντα τ' ἰδεῖν Soph. Tr. 115; ἔβα, er floh, Ant. 120 u. öfter; ἐκ βροτῶν βῆναι, aus dem Leben, aus der Welt gehen, O. R. 805 u. so öfter bes. Eur. für sterben, dahingehen, z. B. Suppl. 1163; auch Sp.; so ἰκμὰς ἔβη, die Feuchtigkeit verschwand, Il 17. 392; übertr., πῇ ὅρκια βήσεται ἥμιν; wo werden sie hingehen? was wird aus ihnen werden? 2, 339. – b) ankomm en, ὡς ἀκμαῖος, εἰ βαίη, μὁλοι, wie käme er zu rechter Zeit, Soph. Ai. 904; so ist 36 ἔβην = ἥκω; vgl. O. C. 314. 845 u. a. O. – c) ein Vordringen, in der Vbdg ἐς τόδε τόλμης Soph. O. R. 125; ἐς τοσοῠτον ἐλπίδων 772, so weit in seiner Hoffnung. Vgl. ἐπὶ τοσαύτης βεβηκότες εὐτυχίας Dion. Hal. 6, 71. – 3) Uebh. sich befinden, wie versari, zu mannigfachen Umschreibungen dienend, δι' ὀδύνης βαίνειν, im Schmerz wandeln, sich in Schmerz befinden, Eur. Phoen. 1554; aber ibd. 20 πᾶς οἶκος βήσεται δι αἵματος, wird untergehen, eigtl. durch Blut od. Mord wandeln; διὰ μόχϑων Heracl. 625; διὰ δίκας ἔβα νέμεσις ἐς Ἑλέναν, strafend erreichte sie die Hel., Or. 1361. – 4) das perf. drückt bes. das Sein an einem Orte, das sich in einem Zustande Befinden aus; ἐν κάλλεσιν Aesch. Ag. 898; ἐν κακοῖς Soph. El. 1046; ἐν πόνῳ O. C. 1361; εὖ βεβηκώς, sich in gutem Zustande befinden, gut stehen, Archil. frg. 32; Soph. El. 967; τυραννὶς εὖ βεβηκυῖα Her. 7, 164. Bes. festen Fuß gefaßt habend, fest stehend (VLL. βεβαίως ἑστηκώς); ἐπὶ τῆς γῆς βεβηκότες, dem ἐφ' ἵππων κρέμασϑαι entggstzt, Xen. An. 3, 2, 19; vgl. βεβηκυίας τῆς οἰκίας ἐν δαπέδῳ Oec. 8, 17; στασιμωτέρως βέβηκε Plat. Tim. 55 e; ἐπὶ μέσου Parm. 138 c; ἐπὶ σμικροτάτου ποδός Polit. 270 a; ἐπὶ γῆς βεβῶτες Tim. 63 c. So auch Sp., γωνία ἐπί τινος βεβ. Pol 54, 6; βεβηκυῖα μάχη Plut. u. A.; τὸ βεβηκός, Festigkeit, Beständigkeit, Sp. Damit ist zu vgl. βοῠς ἐπὶ γλώσσῃ μέγας βέβηκεν Aesch. Ag. 36, liegt auf der Zunge, verschließt den Mund, wie χρυσέα κλῂς ἐπὶ γλώσσῃ βέβ. Soph. O. C. 1055; βεβὼς ἐπὶ ξύρου τύχης Ant. 983, Eur. Herc. Fur. 630 u. öfter bei Sp., sich in dem entscheidenden Moment, in der höchsten Gefahr befinden; οἱ ἐν τέλει βεβῶτες, = ὄντες, Soph. Ant. 67; ἐν μάχῃ βεβώς Eur. Suppl. 850. – 5) bei Gramm. = scandiren, nach B. A. p. 85 ἐπὶ τοῠ ῥυϑμοῠ, τὸν στίχον; μέτρον κατὰ πόδα δακτυλικὸν βαινόμενον Dion. Hal. C. V. 4. – 6) in trans. Bdtg, besteigen, vom Begatten bes. der Thiere, βαίνειν καὶ παιδοσπορεῖν Plat. Phaedr. 250 e; pass., besprungen werden, ἵπποι βαινόμεναι Her. 1, 192; vgl. Arist. H. A. 5, 14. – Sonst gehören der trans. Bdtg »in Bewegung setzen«, »gehen machen« das fut. βήσω u. der aor. ἔβησα an; φῶτας βῆσεν ἀφ' ἵππων, ließ sie absteigen, warf sie hinab, Il. 16, 810; ἐξ ἵππων βῆσε κακῶς ἀέκοντας, brachte sie vom Wagen herunter, 5, 164; βάσομεν ὄκχον κελεύϑῳ ἐν καϑαρᾷ Pind. Ol. 6, 24; ἔβησεν ἐς Ἑλλάδα Eur. Med. 209; El. 589; βῆσα Ἠμαϑίην ἐς Ἄρεα Add. 9 (VII, 238). Vgl. βήσετο δίφρον Il. 3, 262, er bestieg den Wagen. – Die 3. pers. sing. plusqpft. activ. βεβήκει und ἐβεβήκει gebraucht Hom. als einfaches praeterit., aor. oder imperfect.; daneben ist die Auffassung als eines wirklichen plusquamperf. nur an einigen Stellen statthaft, vielleicht an keiner nothwendig; wobei noch zu bedenken, daß Hom. auch den eigentlichen aor. überall als plusquamperf. gebraucht; s. βεβήκει Iliad. 1, 221. 6, 313. 495. 16, 751. 856. 864. 17, 137. 706. 22, 362 Odyss. 1, 360. 3, 410. 6, 11. 8, 361. 10, 388. 12, 312. 13, 164. 14, 483. 15, 464. 17, 26. 61. 18, 185. 20, 144. 21, 354. 22, 433. 23, 292, ἐβεβήκει Iliad. 6, 513. 11, 296. 446. 13, 156. 20, 161. 22, 21. 23, 391 (v. l. κοτέουσα βεβήκει Scholl.); in allen diesen Stellen ist βεβήκει ἐβεβήκει. Versende. Die anderen Personen dieses plusquamperf. außer βεβήκει kommen bei Hom. nicht vor. Vgl. die dem βεβήκει ähnliche u. ähnlich gebrauchte Form βεβλήκει s. v. βάλλω.
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2 ὅ-γε
ὅ-γε, ἥ-γε, τό-γε, durch das angehängte γε nachdrücklich hervorgehobenes ὁ, ἡ, τό, der ja, der da; oft bei Hom. nur dazu dienend, das Subject noch einmal nachdrücklich hervorzuheben und bestimmter anzudeuten, daß im zweiten Satzgliede dasselbe Subject wie im ersten ist, wo wir uns gewöhnlich mit dem einfachen er, oder er wenigstens, begnügen; αἶψα δὲ νῆας ἔπηξε, πολὺν δ' ὅγε λαὸν ἀγείρας βῆ, Il. 2, 664; bes. auch in disjunctiven Sätzen, ἤ τινας ἐκ Πύλου ἄξει ἀμύντορας, ἢ ὅγε καὶ Σπάρτηϑεν, Od. 2, 327, vgl. Il. 12, 239; so auch Her. 2, 173: λάϑοι ἂν ἤτοι μανείς, ἢ ὅγε ἀπόπληκτος γενόμενος, oder auch, dem lat. idem entsprechend. Hom. vrbdt auch κεῖνος ὅγε, jener dort, eigtl. jener, der da, Il. 19, 344. 3, 391; selbst mit subst., ὅγ' ἥρως, 5, 308, τόνγε ἄνακτα, 794; – τοίγε steht Il. 12, 240 Od. 20, 390; – τῇγε, hierher gerade, an diesen Ort, Il. 6, 435; – τόγε, deshalb gerade, aus keinem andern Grunde, Il. 5, 827 Od. 17, 401. – Bei den Attikern behält γε seine eigentliche Bdtg und ist nicht mit ὁ zu verbinden, welches der Artikel ist, ὅ γε καλός.
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3 ἐπεί
ἐπεί, Conjunction, da, quum; ursprünglich nur Zeitpartikel, sodann auch Causalpartikel. Die beiden Bedeutungen lassen sich übrigens nicht scharf sondern, so daß an vielen Stellen ἐπεί grade wie eben das Lat. quum und das Deutsche »da« sowohl causal als temporal aufgefaßt werden kann. Entstanden ist ἐπεί, wie schon die Alten sahen, aus ἐπί und εἰ, indem das εἰ den betreffenden Zeitpunkt bezeichnete, das ἐπί den engen und unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Inhalte des Satzes mit ἐπεί und dem des zugehörigen Hauptsatzes. – 1) ἐπεί als Zeitpartikel: – a) meist auf die Frage » wann«, nach dem Zusammenhange zu übersetzen durch da, als, wie, nachdem, sobald, sobald als, sobald wie, dann wann u. s. w. – b) nicht selten auf die Frage » seit wann«, nach dem Zusammenhange zu übersetzen durch sei idem, von dem Augenblickean, wo u. s. w. Odyss. 16, 24 οὔ σ' ἔτ' ἔγωγε ὄψεσϑαι ἐφάμην, ἐπεὶ ᾤχεο νηὶ Πύλονδε; 1, 2 ὃς μάλα πολλὰ πλάγχϑη, ἐπεὶ Τροίης ἱερὸν πτολίεϑρον ἔπερσεν; vgl. Sengebusch Aristonic. p. 6; die ohne Beweis gegebene Darstellung in Lehrs Aristarch. ed. 2 p. 151 ist irrig, und namentlich müßte es daselbst anstatt »Id extricamus ex Epim. Hom. p. »161« vielmehr heißen, Id non extricamus ex Epim. »Hom. p. 1616. Δέκατον μὲν ἔτος τόδ' ἐπεὶ Μενέλαος καὶ Ἀγαμέμνων ἦραν, das zehnte Jahr, seitdem, Aesch. Ag. 40; ἐπεὶ δὲ φροῦδός ἐστιν Ἀργείων στρατὸς – οὐδὲν οἶδ' ὑπέρτερον, seit aber das Heer fort ist, Soph. Ant. 15; vgl. Eur. I. T. 247 u. Porson zu Med. 138; häufig bei Her., bes. in der Vrbdg ἐπεί τε, so ἐπεί τε Πέρσαι ἔχουσι τὸ κράτος, ἔστι τοῦ βασιλῆος 3, 117; ἐγὼ δὲ ἐπεί τε παρέλαβον τὸν ϑρόνον τοῦτο ἐφρόντιζον 7, 81; selten in attischer Prosa, wie Thuc. ἔτη τριακόσια ἐπεὶ διέβησαν 6, 2. – Wenn von der Zukunft oder von der Gegenwart die Rede ist, wird das temporale ἐπεί oft mit dem conjunctiv. conditional. verbunden, wenn von der Vergangenheit die Rede ist, oft mit dem optativ. iterativ.; s. das Genauere über den optativ. iterativ. oben s. v. Ἄν S. 152. 172, über den conjunctiv. conditional. daselbst S. 156, u. vgl. ἐπάν (ἐπήν). Der conjunctiv. conditional. bei ἐπεί z. B. Odyss. 11, 221. 14, 153. 17, 23 Iliad. 6, 412. 15, 363 Hymn. Hom. Apoll. 158 Soph. Ant. 1025 O. C. 1225. Der Cptativ. iterativ. bei ἐπεί z. B. Iliad. 24, 14 Thuc. 8, 38 Xen. An. 1, 5, 2. 4, 2, 28 Cyr. 1, 6, 34 Soph. Tr. 93. – Der indirecte optativ. (s. oben s. v. Ἄν S. 172) bei ἐπεί z. B. Xen. Cyr. 1, 4, 21 An. 5, 6, 30. – Der indicativ. bei ἐπεί in der indirecten Rede z. B. Soph. Phil. 346. – Der infinitiv. mit und ohne ἄν bei ἐπεί in der indirecten Rede z. B. Herodot. 2, 32. 4, 10 Thucyd. 2, 93 Plat. Phaed. 109 e Xen. An. 5, 7, 18. – Der optativ. potential. bei ἐπεί Aristoph. Eq. 1056, vgl. oben s. v. Ἄν S. 163. – Verstärkt wird das temporale ἐπεί durch τάχιστα, »sobald als – auf der Stelle«, »von dem ersten Augenblick an, »wo«; dabei steht τάχιστα gewöhnlich nicht unmittelbar neben ἐπεί, s. z. B. Xen. An. 7, 2, 6 Ἀρίσταρχος δ' ἐπεὶ ἦλϑε τάχιστα. Aehnlich ist die Verbindung von (τὸ) πρῶτον und (τὰ) πρῶτα mit ἐπεί, z. B. Iliad. 12, 420 ἐπεὶ τὰ πρῶτα πέλασϑεν, vgl. 1, 6 ἐξ οὗ δὴ τὰ πρῶτα διαστήτην ἐρίσαντε. – 21 übertr. auf ein Causalverhältniß, da das der Zeit nach Vorangehende auch häufig den Grund od. die Veranlassung zum Folgenden enthält, da, weil, Hom. u. Folgde überall; auch mit praes. u. fut., z. B. ἐπεὶ δέος παλαιόν σοι φρενῶν ἀνϑίσταται, λέξον Aesch. Pers. 689. – Wie es Il. 6, 333 heißt ἐπεί με κατ' αἶσαν ἐνείκεσας, τοὔνεκά τοι ἐρέω, so steht es auch ohne letztern Zusatz im Anfang der Rede oft absolut, Ἕκτορ, ἐπεί με κατ' αἶσαν ἐνείκεσας – αἰεί τοι κραδίη πέλεκυς ὥς ἐστιν ἀτειρής, 3, 59, wo man »so sage ich dir« ergänzen kann; vgl. 6, 382. 13, 775; Od. 1, 231 ξεῖν', ἐπεὶ ἂρ δὴ ταῦτά μ' ἀνείρεαι, μέλλεν μέν ποτε οἶκος ὅδ' ἀφνειὸς ἔμμεναι; auch so, daß ein längerer Zwischensatz noch vor der eigentlichen Rede eingeschaltet wird, Od. 4, 204 Il. 13, 68. Gar kein Hauptsatz folgt Odyss. 3, 103. – Oft ist es bes. nach einem längeren Vordersatze mit denn zu übersetzen, wo wir den Grund als Hauptsatz hinstellen; Il. 4, 269; οὕνεκ' ἐγὼ κούρης – ἄποινα οὐκ ἐϑέλω δέξασϑαι· ἐπεὶ πολὺ βούλομαι αὐτἡν οἴκοι ἔχειν, denn ich will lieber, 1, 112; oft ἐπεὶ οὐδὲ ἔοικε, denn das ziemt sich nicht; ἐπεὶ οὐδὲ μὲν οὐδὲ ἔοικεν Odyss. 21, 319; Pind. Ol. 4, 13; Aesch. Prom. 347; in Prosa oft. Es folgen in diesem Falle auf ἐπεί auch hypothetische Constructionen, wie ἐπεὶ οὔποτ' ἂν στόλον ἐπλεύσατε – εἰ μή τι κέντρον ϑεῖον ἦγ' ὑμᾶς Soph. Phil. 1026, da ihr, od. einfacher, denn ihr wäret nicht geschifft; ἐπεὶ σχολῇ γ' ἂν ἥξειν δεῠρ' ἂν ἐξηύχουν Ant. 389, wo der Satz mit εἰ fehlt; vgl. O. R. 433; ἀλλ' ἴσως οὐκ ὀλίγον ἔργον ἐστίν, ἐπεὶ πάνυ γε σαφῶς ἔχοιμι ἂν ἐπιδεῖξαι Plat. Euthyphr. 9 b; vgl. Legg. IX, 875 c; οὐ φιλόπονός ἐστιν, ἐπεὶ ἤρκει ἂν αὐτῷ, sonst würde er sich begnügen, Xen. Cyr. 2, 2, 31; σιώπησον περὶ τῶν χρησμῶν, ἐπεὶ ἐρήσομαί σε, denn sonst (wenn du nicht schweigst) werde ich dich fragen, Luc. Iup. Trag. 43. Es folgt auch der opt. potent., Soph. Ai. 899 Tr. 457; – auch der imperat., ἐπεὶ φέρ' εἰπέ Soph. O. R. 390, denn sage doch; vgl. Ar. Vesp. 73 Her. 7, 103; ἐπεὶ ἐροῦ τινα τουτωνί Plat. Gorg. 473 c; Charm. 165 e u. öfter; – ἐπεὶ ἄϑεος ὀλοίμην, φρόνησιν εἰ τάνδ' ἔχω Soph. O. R. 663. – Häufig folgt ein Fragesatz, bes. ein solcher, der nur ein anderer Ausdruck für einen negativen Satz ist; ἐπεὶ τί νῦν ἕκατι δαιμόνων κυρῶ Aesch. Ch. 212; Suppl. 325; ἐπεὶ τίς ὧδε τέκνοισιν Ζῆν' ἄβουλον εἶδεν, keiner sah den Zeus, Soph. Tr. 138; ἐπεὶ τίνα οἶκον ναίοντ' ὀνομάξομαι Pind. P. 7, 5; οὐδαμῶς γε· ἐπεὶ πῶς ἂν καλέσειας Ar. Nubb. 679; vgl. Lys. 259; ἐπεὶ σὺ δέξαι' ἂν μᾶλλον ἀδικεῖσϑαι ἢ ἀδικεῖν; Plat. Gorg. 474 b, denn du möchtest doch nicht lieber. – Οὐ γὰρ λαϑεῖν τοὺς δυναμένους ἐν ταῖς πόλεσι πράττειν· ἐπεὶ οἵ γε πολλοὶ οὐδὲν αἰσϑάνονται, obwohl die große Menge Nichts merkt, Plat. Prot. 317 a; vgl. 333 c Conv. 187 a; – ταύτῃ οὖν σε λανϑάνει –, ἐπεὶ οὐ κακῶς ἀπείκασας, übrigens, sonst, Parm. 128 e; vgl. Soph. 217 b Apol. 19 e; – μὴ νῦν ἀπολλύηται (ἡ ψυχή), ἐπεὶ σῶμά γ' ἀεὶ ἀπολλύμενον οὐδὲν παύεται, denn was den Körper betrifft, so hört er nie auf, Phaed. 91 d; vgl. Soph. 223 e. – Die Vrbdgn mit anderen Partikeln s. einzeln.
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4 ὅγε
ὅ-γε, ἥ-γε, τό-γε, durch das angehängte γε nachdrücklich hervorgehobenes ὁ, ἡ, τό, der ja, der da; nur dazu dienend, das Subject noch einmal nachdrücklich hervorzuheben und bestimmter anzudeuten, daß im zweiten Satzgliede dasselbe Subject wie im ersten ist, wo wir uns gewöhnlich mit dem einfachen 'er', oder 'er wenigstens', begnügen; λάϑοι ἂν ἤτοι μανείς, ἢ ὅγε ἀπόπληκτος γενόμενος, oder auch, dem lat. idem entsprechend; κεῖνος ὅγε, jener dort, eigtl. jener, der da; τῇγε, hierher gerade, an diesen Ort; τόγε, deshalb gerade, aus keinem anderen Grunde -
5 ἥγε
ὅ-γε, ἥ-γε, τό-γε, durch das angehängte γε nachdrücklich hervorgehobenes ὁ, ἡ, τό, der ja, der da; nur dazu dienend, das Subject noch einmal nachdrücklich hervorzuheben und bestimmter anzudeuten, daß im zweiten Satzgliede dasselbe Subject wie im ersten ist, wo wir uns gewöhnlich mit dem einfachen 'er', oder 'er wenigstens', begnügen; λάϑοι ἂν ἤτοι μανείς, ἢ ὅγε ἀπόπληκτος γενόμενος, oder auch, dem lat. idem entsprechend; κεῖνος ὅγε, jener dort, eigtl. jener, der da; τῇγε, hierher gerade, an diesen Ort; τόγε, deshalb gerade, aus keinem anderen Grunde -
6 τόγε
ὅ-γε, ἥ-γε, τό-γε, durch das angehängte γε nachdrücklich hervorgehobenes ὁ, ἡ, τό, der ja, der da; nur dazu dienend, das Subject noch einmal nachdrücklich hervorzuheben und bestimmter anzudeuten, daß im zweiten Satzgliede dasselbe Subject wie im ersten ist, wo wir uns gewöhnlich mit dem einfachen 'er', oder 'er wenigstens', begnügen; λάϑοι ἂν ἤτοι μανείς, ἢ ὅγε ἀπόπληκτος γενόμενος, oder auch, dem lat. idem entsprechend; κεῖνος ὅγε, jener dort, eigtl. jener, der da; τῇγε, hierher gerade, an diesen Ort; τόγε, deshalb gerade, aus keinem anderen Grunde
См. также в других словарях:
idem — [ idɛm ] adv. • 1501; mot lat. « la même chose » ♦ Le même (être, objet). S emploie généralement (abrév.id.) pour éviter la répétition d un nom (dans une énumération, une liste). ♢ Fam. De même. ⇒ itou. « Pars tout de suite, et reviens idem »… … Encyclopédie Universelle
Idem — (von lateinisch idem ‚derselbe‘, ‚dieselbe‘, ‚dasselbe‘) steht für: Idem per idem, eine Zirkeldefinition Idempotenz, ein spezielles Element einer Menge in der Mathematik und der Informatik Idem ist außerdem der Nachname von: Josefa Idem (* 1964) … Deutsch Wikipedia
Idem — Pays d’origine Nantes, France Genre musical … Wikipédia en Français
idem — / ī dəm, ē dem/ pron [Latin, same]: something previously mentioned: the same authority used in citations to cases and other works to refer to an immediately preceding reference compare infra, supra ◇ Idem is usu. used in the form of its… … Law dictionary
idem — (izg. ȉdem) pril. DEFINICIJA 1. isti, isto 2. term. u znanstvenim radovima naznaka za već ranije navedenog autora (krat. id.) SINTAGMA idem per idem (izg. idem pȅr idem) log. način definiranja, objašnjenja nekog pojma njim samim, tautološka… … Hrvatski jezični portal
ídem — (Del lat. idem). pron. El mismo, lo mismo. U. generalmente en las citas para representar el nombre del autor últimamente mencionado, y en las cuentas y listas, para denotar diferentes partidas de una sola especie. ídem de ídem. loc. adv. coloq.… … Diccionario de la lengua española
idem — ÍDEM adv. Folosit în lucrări, indicaţii bibliografice şi acte administrative pentru evitarea repetării unor date, titluri, citate etc.; acelaşi, la fel, tot aşa. [Prescurtat: id.] – cuv. lat. Trimis de gall, 13.09.2007. Sursa: DEX 98 ídem adv.; … Dicționar Român
Idem — (lat.), derselbe, dasselbe; idem per idem, Gleiches durch Gleiches (nämlich beweisen), jener Fehler in der Beweisführung, den man auch Zirkelbeweis (circulus in demonstrando) nennt, wo das zu Beweisende selber als Beweismittel verwendet wird … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Idem — Idem, lat., der , dasselbe; idem per idem, Gleiches mit Gleichem … Herders Conversations-Lexikon
idem — 〈Abk.: id.〉 derselbe, dasselbe [lat.] * * * idem [lat.] (bildungsspr.): 1. derselbe (zur Ersparung der erneuten vollständigen Nennung des Verfassers bei bibliografischen Angaben; Abk.: id.) 2. dasselbe (Abk.: id.) * * * idem [lateinisch],… … Universal-Lexikon
idem — avv. [forma neutra (ĭdem ) del pron. e agg. dimostr. lat. īdem, comp. di is egli, quello con l elemento dem ], fam. [nello stesso modo: io sono stato sciocco, e tu i. ] ▶◀ analogamente, anche, (fam.) lo stesso, pure, similmente, ugualmente. ◀▶ al … Enciclopedia Italiana