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41 δἡ
δἡ, eine Partikel, welche dazu dient, Begriffe hervorzuheben. Da es den hervorgehobenen Begriff nicht selten als eine offenbare, nicht abzuleugnende Tatsache hinstellen will, so kann man es in solchen Fällen zuweilen durch »augenscheinlich«, »offenbar«, » gewiß« übersetzen; zuweilen auch durch »allerdings«, »ja«, »also«, »nun«, »eben«, »grade«, »schon«. In der Regel steht δή unmittelbar hinter dem Worte, welches durch dasselbe hervorgehoben werden soll; doch schließt es sich auch gern an μέν, δέ, τέ, καί, γάρ, γέ, ῥά und ähnliche Wörtchen; auch μὴ δή ist nicht selten. Häufig erscheint δή. (a) temporell: jetzt eben, schon; δὴ γάρ, denn schon; δή ποτε, schon einmal; δὴ τότε, da nun; οἶσϑα δὴ τὸ πᾶν, nun weißt du alles; πάλαι δή, schon lange; auch = so gleich, unverzüglich, von der unmittelbaren Zukunft; u. allein δή, so eben, von dem unmittelbar Vergangenen. (b) auf das Vorhergehende zurückweisend, zuweilen zur Einführung des Nachsatzes, auch nach εἰ, ἐπεί, u. oft zur Fortsetzung der durch Zwischensätze unterbrochenen Rede: nun, kurz, sofort. So auch μὲν δή, wodurch die Sache als abgemacht hingestellt wird. So steht es oft in der Frage, τοῠ δὴ ἕνεκα ταῦτα λέγω; weswegen denn nun?; zum Ausdruck des Unwillens u. bei Aufforderungen; ἄγε δή, εἶα δή, ἴϑι δή, wohlan. (c) determinativ, den Grad od. das Maß eines Wortes zu bestimmen: gerade nur, gar, vollends; bes. (1) nach pronom.; bei personal., um im guten Sinne od. verächtlich die Person hervorzuheben; bes. oft bei demonstr.; τούτου δὴ ἕνεκα, gerade deswegen; οἷος δὴ σύ, sowie eben du; οὗ δὴ ἕνεκα, weswegen eben; ὅστις δή steigert die Unbestimmtheit: wer es anch sein mag; δή τις; ἄλλοι δή, wer sie auch sein mögen; πολὺ δή τι, ich weiß nicht wie viel. (2) bei adjectivis, ebenso steigernd, πολύς, πᾶς, μέγας, u. bes. bei superl., ἠμφιεσμένων ϑαυμαστὰ δὴ ὅσα, wer weiß wie sehr. (3) bei verbis, allerdings, bekräftigend; Ausdruck des Gewissen u. Tatsächlichen: ἦ δή, ἦ μάλα δή, οὐ δή, μὴ δή, nur ja nicht; ἴνα δή, damit gerade eben -
42 διαφέρω
δια-φέρω (s. φέρω), (1) durchtragen; (a) hinüberbringen; γλῶσσαν, die Zunge zum Sprechen bringen (daß die Rede über die Zunge geht); übersetzen, zu Schiffe. (b) bis an's Ende hinbringen; διοίσει ἄπαις, er wird kinderlos bleiben. (c) von der Leibesfrucht: austragen. Auch (d) ertragen; σκῆπτρα, das Szepter fortwährend führen, d. i. König sein. (2) auseinandertragen; ἕκαστα εἰς τὰς χώρας τὰς προςηκούσας, jedes an seine Stelle; zerstreuen. Dah. διαφέρειν τινά, j-s Ruhm überall hin verbreiten; τὰς κόρας, die Augen hier u. dahin werfen; τινὰ λόγοις, zerstreuen, erheitern; πόλεμον, heißt teils: den Krieg ganz zu Ende führen, teils: in die Länge ziehen; ἐράνους, Beiträge bezahlen, od. Schuldscheine einlösen, Ggstz εἰςφέρειν. (3) διαφέρει, es trägt aus, macht einen Unterschied; οὐδὲν διαφέρει, macht keinen Unterschied, ist einerlei; πολὺ δ., es macht einen großen Unterschied. Oft mit dat. der Person, τί δ' ὑμῖν διαφέρει; was verschlägt es euch? liegt euch daran?; ἰδίᾳ τι αὐτῷ διέφερε, es war sein Privatinteresse; δοκῶ, τοῖς ϑανοῦσι βραχὺ διαφέρειν, εἰ, es liege ihnen wenig daran; dah. τὰ διαφέροντα πράγματα, worauf es ankommt. (4) verschieden sein, sich unterscheiden; gew. τινός, von j-m od. etwas; die Sache, worin man sich unterscheidet, steht im dat., der Grad des Unterschieds wird durch den acc. angegeben; οὐδὲν τοὶς ἄλλοις τῶν ζώων, im Übrigen gar nicht von den Tieren sich unterscheiden; τὸ πᾶν διαφέρει ἐν παντὶ ἔργῳ προϑυμία ἀϑυμίας, unterscheidet sich ganz u. gar; ὅλῳ καὶ παντί, in jeder Beziehung u. im Ganzen. Also τίνι διαφέρουσι heißt eigtl. worin, u. τί δ. wie sehr?; δ. Ἀϑηναίων εἰς ἀρετήν, in Beziehung auf; δ. ἰδεῖν, von Ansehen. Oft geradezu = sich auszeichnen; also = διαφερόντως, vor den anderen Διαφέρειν τινὰ ὠμότητι, übertreffen. (5) Pass. (verschieden gemacht werden), sich entzweien, uneins werden; sich streiten; ἑαυτῷ, mit sich im Widerspruch sein; dah. τὸ διαφέρον, die Ursache des Streites, der Streitpunkt; οὐ διαφέρομαι φάσκειν ich habe nichts dagegen -
43 δύναμαι
δύναμαι, (1) können, vermögen, im Stande sein (in Bezug auf die Außenwelt); ἀλλὰ σύ, εἰ δύνασαί γε, περίσχεο παιδός, wenn du anders kannst; δύνασαι γάρ, δύναται γάρ, er kann es ja; δύναται γὰρ ἅπαντα, er kann alles (tun), ; ὅσσον δύναμαι χερσίν τε ποσίν τε, wie viel ich mit Händen u. Füßen ausrichten kann; μέγα δυνάμενος, der Großmächtige; τῷ σώματι δύνασϑαι, von gesundem starkem Körper sein. Oft in der Bdtg des Vielvermögenden, Mächtigen, Angesehenen gebraucht. Bei Superl. nach ὡς, ὅπως oder Relat. drückt es den höchstmöglichen Grad aus; ὡς ἐδυναμεϑα ἀρίστην, die beste, die wir konnten, die bestmögliche; ὡς ἐδύνατο τάχιστα, so schnell wie möglich; δι' ἐπιμελείας ἧς ἐδύναντο πλείστης, mit der möglichst großen Sorgfalt; οὕτως ὅπως δύναμαι, so gut wie ich vermag; ὡς ἐδύνατο, wie er immer konnte. (2) können, über sich gewinnen, im Stande sein (in Bezug auf den eigenen Willen), bes. mit der Negat., τῷ σε καὶ οὐ δύναμαι προλιπεῖν δύστηνον ἐόντα, ich kann es nicht über mich gewinnen, ich mag, kann nicht dich im Unglück verlassen; ϑεῶν νόμιμα δύνασϑαι ϑνητὸν ὄνϑ' ὑπερδραμεῖν, daß ich die Sterbliche es über mich vermöchte; οὐ δύναμαι μὴ γελᾶν, d. i. ich muß lachen. (3) gelten, bedeuten (zunächst vom Gelde); dah. καὶ δύναται παρ' ἐκείνοις Ἀττικὸς ὀβολός, er gilt bei ihnen. Von Wörtern: bedeuten; τοῠτο δύνανται αἱ ἀγγελίαι, das haben die Botschaften zu bedeuten; ἦν δὲ αὕτη ἡ στρατηγία οὐδὲν ἄλλο δυναμένη ἢ ἀποφυγεῖν, sie hatte nichts anders zu bedeuten, war nichts als eine andere Art von Flucht; in der Mathematik, ein Quadrat geben von Linien u. Zahlen, z. B. τριγώνου ὀρϑογωνίου ἡ τὴν ὀρϑὴν γωνίαν ὑποτείνουσα ἴσον δύναται ταῖς περιεχούσαις, die Hypot. gibt ein gleiches Quadrat, d. i. das Quadrat der Hypotenuse ist gleich den Quadraten der Katheten zusammengenommen. (4) imperf., δύναται, = δυνατόν ἐστι, es ist möglich; τοῖς Σπαρτιήτῃσι καλλιερῆσαι οὐκ ἐδύνατο, es sollten die Opfer für die Sp. nicht glücklich ausfallen -
44 ἡμιμοίριον
ἡμι-μοίριον, τό, halber Grad; halbe Drachme -
45 ἰθύς
ἰθύς, εῖα ( = εὐϑύς, gerade, gerade entgegengerichtet); übertr., gerade, gerecht, aufrichtig, wahrhaft; ἡ ἰϑεῖα, sc. δίκη, der gerechte Richterspruch; auch δίκην ἰϑύντατα εἰπεῖν, am gerechtesten Recht sprechen. Adverbial, τὴν ἰϑεῖαν, sc. ὁδόν, grades Weges; ἀπέστησαν, στρατὸν ἐπ' αὐτὸν πέμπειν, gradezu, ganz offen, ohne Rückhalt. Adv. ist ἰϑύς, gradeaus, grade darauf zu, gew. bei Verbis der Bewegung mit dem gen., ἰϑὺς κίεν οἴκου, grade auf das Haus zu oder grade hinein; vom Angreifen, ἰϑὺς Δαναῶν ἴομεν, laßt uns gegen die Danaer grade anrücken; ohne Casus, οἱ δ' ἰϑὺς ἐφρόνεον, sie wollten grade vorwärts, ἰϑὺς μαχέσασϑαι, grad entgegen kämpfen, ἰϑὺς τετραμμένος, grade gegen ihn gewendet; κατ' ἰϑύ, grade gegenüber--------------------------------(+ s. ἰθύος) -
46 ἰθύος
ἰθύς, -ύος, ἡ, das grade darauf Losgehen, grader Angriff; übh. Unternehmung; Verlangen, Wunsch, Neigung; ἀν' ἰϑύν, grad aufwärts, in die Höhe -
47 ἰθύω
ἰθύω, grade darauflos gehen, grad andringen, anstürmen; ἴϑυσε μάχη, die Schlacht rückte vor. Darauf ausgehen, unternehmen, trachten; begehren, wünschen -
48 καθαρμός
καθαρμός, ὁ, das Reinigen, die Reinigung, bes. von Schuld u. Verbrechen, Sühnung, auch Sühnopfer u. alle zu feierlichen Entsühnungen nötigen Gebräuche; καϑαρμὸν τῆς χώρης ποιεῖσϑαί τινα, einen als Sühnopfer für ein Land schlachten; bes. hieß der unterste Grad der eleusinischen Weihen so. Auch von der Reinigung der Frauen, vom Purgieren -
49 κατευθυντήρ
κατ-ευθυντήρ, ῆρος, ὁ, der Grad-, Gutmachende -
50 μάκαρ
μάκαρ, αρος, ὁ, auch ἡ, (von χαίρω, eigtl. 'freudig'; andere leiten es von μακρός ab, so daß eigtl. die Götter, die Hohen, so hießen), selig, glückselig, eigtl. von den Göttern, die oft μάκαρες ϑεοί heißen, im Ggstz der Menschen; auch absolut, οἱ μάκαρες, die Seligen, die Götter; der sing. in Anreden an einzelne Götter. Übertr. von Menschen: den höchsten Grad menschlicher Glückseligkeit bezeichnend; bes. wohlhabend, reich. Bes. heißen aber so die Verstorbenen, die auch wir in höherer Beziehung die Seligen nennen. Aber zunächst werden nicht alle Gestorbenen damit bezeichnet, denn auf den μακάρων νῆσοι, den Inseln der Seligen, die von den Alten an den Westrand der Erde in den Oceanus verlegt wurden, sind nur die im Kampf gefallenen Heroen, die Halbgötter des vierten Menschengeschlechtes, die dort ein sorgenloses Leben genießen; allgemeine Bezeichnung der Verstorbenen -
51 μάλα
μάλα, (1) Positiv., sehr, gar sehr, heftig, stark; (a) mit adj. u. adv. vrbdn, den Begriff derselben steigernd u. verstärkend; μάλα πολλά, sehr viel; μάλα μυρίοι, ganz unzählige; μάλα πάντες, allesamt, alle ohne Ausnahme; πάγχυ μάλα u. μάλα πάγχυ, ganz u. gar; εὖ μάλα u. μάλ' εὖ, gar wohl, recht sehr; μάλ' αὐτίκα, gleich auf der Stelle, sogleich; μάλ' αἰεί, immerfort, immerwährend; ἄχρι μάλα κνέφαος, bis ganz zur Dämmerung; μάλ' ὧδε, ganz so, gerade so; ἄβληχρος μάλα τοῖος, so recht gelind; Σαρδάνιον μάλα τοῖον, so recht sardanisch; εἰ μὴ μάλα γέ τινες ὀλίγοι, sehr wenige. Oft noch durch καί verstärkt, eigtl. und-zwar-sehr. Seltener beim compar., μάλα πρότερος, weit früher, weit eher. Bei Wiederholungen wird des Nachdruckes wegen zu αὖ u. αὖϑις noch μάλα gesetzt, ὤ μοι μάλ' αὖϑις. Auch zur Negation tritt es verstärkend hinzu; οὐ μάλα τι, mit nichten. (b) bei Verbis seltener; μάλα βουλόμενος, sehr wünschend. Mit großem Nachdruck beteuernd: εἰ γὰρ ἐγὼ πυϑόμην τῷ κε μάλ' ἤ κεν ἔμεινε, dann wahrlich wäre er geblieben, da wäre er gar sehr geblieben; (c) bes. im Anfang der Sätze. Daher in nachdrücklich bejahenden Antworten: allerdings, teils allein, teils mit dem Verbum, μάλα γε; (d) mit εἰ vrbdn, εἰ μάλα, εἰ καὶ μάλα, καὶ εἰ μάλα, εἰ καὶ μάλα περ; mit dem ind., εἰ μάλα κάρτερός ἐσσι, wenn du sehr stark bist, was dir nicht bestritten wird; häufig c. optat., wenn auch noch so sehr, wie sehr auch, wo die Sache als möglich zugestanden wird, εἰ μάλα μιν χόλος ἵκοι, wenn der Zorn ihn auch sehr, auch noch so sehr überkäme. So auch μάλα περ, cum partic., οὔτ' οὖν Τηλέμαχον μάλα περ πολύμυϑον ἐόντα, οὔτε ϑεοπροπίης ἐμπαζόμεϑα, obwohl er sehr, oder: wenn er auch nach so viel Worte macht; μήτ' ἄρ με μάλ' αἴνεε μήτε τι νείκει, lobe mich weder sehr, noch tadele mich. (2) Compar. μᾶλλον, mehr, stärker, heftiger; (a) wie der Positiv bei Adjectivis, einen höheren Grad anzuzeigen, auch = eher, lieber. Verstärkt πολὺ μᾶλλον, viel mehr; ἔτι μᾶλλον, noch mehr; καὶ μᾶλλον ἔτι, und auch mehr noch; ἔτι καὶ πολὺ μᾶλλον, auch noch viel mehr; aber μᾶλλόν τι, etwas mehr; oft absolut gebraucht ist für 'ziemlich', 'sehr', 'gar sehr'; mehr und mehr, immer mehr. Auch wie ἄγαν, zu sehr; (b) auch zum compar. wird es nicht selten gesetzt, wo teils der Vergleichungssatz ausgelassen ist, teils dabei steht, ῥηΐτεροι γὰρ μᾶλλον Ἀχαιοῖσιν δὴ ἔσεσϑε κείνου τεϑνηῶτος ἐναιρέμεν, leichter, mehr als damals, wo Hektor noch lebte; ἄμεινον ἀνϑρώπῳ τεϑνάναι μᾶλλον ἢ ζώειν, eigtl. es ist besser für die Menschen, lieber zu sterben als zu leben; (c) μᾶλλον δέ steht bes., wo der Redende das Gesagte verbessert: vielmehr; μᾶλλον δ' εἰ βούλει, oder wenn du lieber willst; (d) οὐδὲν μᾶλλον, um nichts mehr; οὐδέν τι μᾶλλον ἐπ' ἡμέας ἢ οὐ καὶ ἐπὶ ὑμέας, um nichts mehr gegen uns als gegen euch, d. i. eben so gut gegen euch wie gegen uns; keineswegs; auch geradezu οὐ μᾶλλον ἤ, nicht sowohl als vielmehr. (3) Superl. μάλιστα, (a) am meisten, zumeist, am stärksten, besonders, vorzugsweise; ἐς μάλιστα, am meisten; ἀνὴρ δόκιμος ὁμοῖα τῷ μάλιστα, so berühmt, wie der, der es am meisten ist; ὡς οἷόν τε μάλιστα, ὅ τι μάλιστα δύνασαι, so sehr wie möglich. In der Frage τί μάλιστα; quid potissimum? was denn? wie so denn?; u. in der Antwort, stark bejahend, ja wohl, maxime; in Zugeständnissen, εἴτε ὅτι μάλιστα εἴη, πολλἡ ἀνάγκη αὐτὰ εἶναι ἄγνωστα, und wenn es auch noch so sehr wäre, sein sollte. Eben so nachdrücklich steht es, wenn ein εἰ δέ oder εἰ δὲ μή folgt, μάλιστα μὲν σιγᾶσϑαι, εἰ δὲ ἀνάγκη τις ἦν λέγειν, δι' ἀποῤῥήτων ἀκούειν ὡς ὀλιγίστους, am liebsten bleibt es ganz verschwiegen, od. wenigstens; μάλιστα μὲν μηδ' εἰς φῶς ἐκφέρειν ἐὰν δέ τι βιάσηται, οὕτω τιϑέναι, am liebsten es gar nicht ans Licht zu bringen, oder wenigstens es so auszusetzen; (b) bes. bei Bestimmungen der Zahl wird μάλιστα oft gebraucht, um anzugeben, daß die gegebene Bestimmung zwar nicht ganz genau ist, aber der Wahrheit am nächsten kommt; auch von ungefährer Ortsbestimmung; ἐν ἔτεσι πεντήκοντα μάλιστα, vor 49 Jahren; ἔτει ἑκατοστῷ μάλιστα, obgleich es nur 99 Jahre sind; in den meisten Fällen scheint vielmehr die Zahl bei μάλιστα den höchst möglichen Ansatz auszudrücken u. unserm 'höchstens', 'wenns hoch kommt' zu entsprechen -
52 μοῖρα
μοῖρα, ἡ, (1) der Teil, im Ggstz des Ganzen; δυώδεκα μοίρας δασάμενοι Αἴγυπτον πᾶσαν, nachdem sie ganz Ägypten in zwölf Teile geteilt hatten; oft von Landteilen; ἐστρατεύετο ἐς τὴν Περσέων μοῖραν, d. i. in das Gebiet der Perser; Πελοποννήσου τῶν πέντε τὰς δύο μοίρας νέμονται, zwei Fünftel des Peloponnes. Bei den Astronomen, der Grad. (2) der Anteil, so viel einem jeden zukommt; ἤδη μοίρας τ' ἔνεμον, Anteil am Mahle, Portion. Anteil an der Beute; ἀνὴρ ὅδ' ὡς ἔοικεν οὐ νέμειν ἐμοὶ φϑίνοντι μοῖραν, das mir Gebührende. Daher κατὰ μοῖραν ἔειπες, nach Gebühr, wie sich's ziemt, hast du gesprochen. Bes. der Lebensanteil, das Lebenslos, was jedem Menschen vom Geschick bestimmt ist, das Schicksal, Verhängnis; οὐ γάρ πώ τοι μοῖρα ϑανεῖν, noch ist dir's nicht bestimmt zu sterben; ἀλλ' ἔτι οἱ μοῖρ' ἐστὶ φίλους ἰδέειν, es ist ihm beschieden, die Freunde zu sehen; εἰ δή μοι ὁμοίη μοῖρα τέτυκται, wenn mir ein gleiches Los bereitet ist; αἴ κε ϑάνῃς καὶ μοῖραν ἀναπλήσῃς βιότοιο, das zugeteilte Maß des Lebens; gew. von bösem Geschick; geradezu Tod; ἁ δ' ἐρχομένα μοῖρα, das nahende Geschick; τίνι ὤλετο μοίρᾳ, auf welche Weise, welchen Tod starb er? ἐξέπλησε μοῖραν τὴν ἑωυτοῦ, er erfüllte sein Schicksal; ᾡπερ τίς ποτε καὶ ἄλλη ϑεία μοῖρα ἀνϑρώπῳ καὶ ὁτιοῦν προςέταξε πράττειν, eine göttliche Bestimmung, eine göttliche Schicksalsentscheidung. (3) Partei. (4) die einem gebührende Achtung oder Schätzung; ἐν οὐδεμιῇ μοίρῃ μεγάλῃ ἄγειν τινά, einen nicht hochachten; ἐν τῇ τοῦ ἀγαϑοῦ μοίρᾳ ἐκεῖνό ἐστι, für ein Gut zu achten; ὡς ἐν παιδιᾶς μοίρᾳ, wie zum Scherz; μοῖραν φιλίας οὐδεμίαν παρέχοντας, keine Freundschaft, nichts Freundschaftliches. Ursprünglich sah man die Μοῖρα als die Schicksalsgöttinn an, die jedem Menschen sein Geschick, gutes u. böses zuteilte, und so ist in den meisten Fällen an ein göttliches Wesen zu denken, obwohl in unseren Texten die Schreibung zwischen μοῖρα und Μοῖρα oft schwankt; der Begriff des Schicksals noch ein unbestimmter, bald selbstständig, von den Göttern unabhängig gedacht, bald durch sie bestimmt. Als Todesgöttinn erscheint die Μοῖρα, übh. als Unglücksgöttinn mit den besonderen Bestimmungen κραταιή, κακή, ὀλοή. Erst Hes. hat drei Mören, die er Klotho, Lachesis, Atropos nennt, Töchter der Nacht, oder Töchter des Zeus u. der Themis. Sie entsprechen etwa den Parcen der Römer -
53 μοιριαῖος
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54 ὄλβιος
ὄλβιος, glücklich, glückselig; der, dem zum Genusse des Lebens nichts fehlt, reich; reichliche Glücksgüter geben; τοῖσιν ϑεοὶ ὄλβια δοῖεν ζωέμεναι, im Wohlstande leben; sowohl von Menschen, als von Städten; man unterscheidet ὄλβιος als den höchsten Grad der Glückseligkeit von εὐτυχής; ταῠτα τὰ ὀλβιώτατά σφι νενόμισται, dies gilt bei ihnen für das größte Glück -
55 ὅπως
ὅπως, (1) wie, auf welche Weise, so wie; ὅπως ἔχω, wie ich gerade bin, ohne Vorbereitung, sogleich; eine Bedingung für Gegenwart od. Zukunft auszudrücken, wie immer auch, quomodocunque. Selten steht es geradezu für ὡς; (a) bei Vergleichungen; (b) wie quam, den höchst möglichen Grad ausdrückend. (2) wie unser wie dient es auch (a) zur Bestimmung der Zeitumstände; (b) zur Angabe des Grundes; (c) auch zur Bildung eines Objectsatzes, bei Verbis des Sagens, Glaubens u. ähnlichen, wie auch wir zuweilen wie für daß gebrauchen; ο ὐκ ἔχω πῶς ἀμφιςβητοίην, ὅπως οὐ πάντα ἐγὼ ἐπίσταμαι, ἐπειδήπερ ὑμεῖς φατε, wie ich zweifeln oder meinen sollte, daß ich nicht alles verstehe; so bes. nach den Verbis, die ein Sorgetragen, Anordnen bedeuten, wie im Lat. ut; auch verbieten. (3) damit, auf daß; absolut gebraucht, warnend od. verbietend: daß nur nicht etwa -
56 ὄρθιος
ὄρθιος, (1) grad aufwärts, bergan. Gew. von der Stimme: gradauf tönend (oder aufregend?), laut, hell; νόμος, eine sehr hohe, helle Weise, Tonart. (2) in gerader Richtung fortgehend. Ἡ ὀρϑία, der rechte Winkel. In der Kriegssprache προςβάλλειν ὀρϑίοις λόχοις, mit geraden, kolonnenartig aufmarschierten Lochen, wo die Soldaten einer hinter dem anderen gehen, im Ggstz zur Phalanx, wo ein Lochos mit breiterer Front eintritt -
57 ὀρθογώνιος
ὀρθο-γώνιος, grad-, rechtwinklig -
58 οὐράνιος
οὐράνιος, himmlisch, an, in, von dem Himmel; bes. ϑεοί, die im Himmel wohnen; οὐράνιαι allein: die Göttinnen; ὕδατα, Regen; οὐράνια σημεῖα, Himmels-, Lufterscheinungen; ῥῖπτε σκέλος οὐράνιον, zum Himmel; übertr., gewaltig, groß, den höchstmöglichen Grad einer Sache bezeichnend; ἄταν οὐρανίαν φλέγων, gewaltig groß -
59 παντέλεια
παν-τέλεια, ἡ, Vollendung, der höchstmögliche Grad; τριετηρικὴ παντ., die großen Mysterien. Bei den Pythagoräern hieß die Zehnzahl so -
60 πάσχω
πάσχω, leiden; eine Einwirkung von außen erfahren, wobei man sich leidend verhält, also übh. irgend einen Eindruck, sei es ein guter oder ein schlechter, empfangen, im Ggstz der eigenen freien Tätigkeit; wie παϑεῖν u. ἔρξαι einander entgegstzt sind. Gew. etwas Schlimmes, Unangenehmes erfahren, erleiden, erdulden; oft μή τι πάϑῃς, daß dir nichts Übles begegne, kein Unglück widerfahre; ἔγνω παϑών, er hat durch schlimme Erfahrungen gelernt; daher παϑόντες ταῠτα πρὸς Αἰγινητέων, von Seiten der Aegineten eine Niederlage erlitten haben; in ἐάν τι πάϑω, εἴ τι πάϑοιμι, liegt gew. ein Euphemismus, wenn mir etwas zustoßen, etwas Menschliches begegnen sollte, d. i. wenn ich sterben sollte; sogar ἄν τι ἡ δέλτος πάϑ ῃ, wenn sie verloren gehen sollte. In der Frage τί πάϑω; τί πείσομαι; ist immer der höchste Grad der Not und Verlegenheit ausgedrückt, in welche jemand durch gewaltsam auf ihn eindringende Umstände geraten ist, was wird mir begegnen? was wird aus mir werden? wodurch der Fragende bezeichnet, daß er das Schlimmste erwartet. Wenn auch zuweilen unser 'was soll ich tun?' (ὡμολόγηκα, ἔφην· τί γὰρ πάϑω; konnte ich denn anders?) dieser Frage entspricht, so liegt doch in dem griechischen Ausdrucke nie der Nebenbegriff der Tätigkeit, sondern immer die leidende Unterwerfung unter ein Schicksal od. unter eine andere Übermacht. Eben so liegt in τί παϑών; auch ohne weiteren Zusatz der Begriff des Schlimmen, Nachteiligen; τί παϑόντε λελάσμεϑα ϑούριδος ἀλκῆς; was ist uns so Schlimmes begegnet, daß wir unserer Kraft und der mutigen Gegenwehr vergessen?; τί παϑόντες γαῖαν ἔδυτε, welch' Unglück ist euch begegnet, daß ihr in die Unterwelt kamet? Häufig wird es, wie das verwandte τί μαϑών kurz übersetzt: warum? es ist aber immer der Grund eines schlimmen Begebnisses in einem äußeren Zwange oder in einer leidenschaftlichen Stimmung, die den Handelnden seiner Freiheit beraubt hat, dadurch bezeichnet, also was ist dir begegnet oder widerfahren? was plagte dich, focht dich an? Die Bdtg des Unglücks liegt auch in der in der att. Gerichtssprache häufigen Vrbdg παϑεῖν ἢ ἀποτῖσαι, wo ersteres auf Leibes- u. Todesstrafe, letzteres auf Geldbuße geht. Durch Adverbien bestimmt ist (a) κακῶς πάσχειν übel daran sein, sich übel befinden, unglücklich sein; κακῶς πάσχειν ὑπό τινος, Übles, Unglück, Schmach von einem erleiden; (b) εὖ πάσχειν, wohl daran sein, sich wohl befinden, glücklich sein; ἐσλόν τι, κραδίῃ εὖ πείσομαι, ich werde mich in meinem Herzen wohl befinden; übh. Gutes erfahren, von einem Wohltaten erhalten, Gutes erleiden; so daß also, wo πάσχω in gutem Sinne gebraucht ist, es diesen immer erst durch einen näher bestimmenden Zusatz erhält, das absolut stehende Verbum nur in schlimmem Sinne steht. Allgemeiner: sich in irgend einer Stimmung befinden, die man sich aber nicht selbst gibt, sondern die durch Eindrücke oder Einwirkungen von außen her entstanden ist; πάσχειν τι πρός τινα, in eine Leidenschaft, Stimmung gegen jemanden geraten und davon abhängig werden; τοιοῠτον οὐδὲν ἔπασχον, so ging es ihnen nicht; πέπ ονϑα τὸ τῶν πολλῶν πάϑος, es ging mir so, wie dem großen Haufen, ich erfuhr an mir dasselbe; οἷον καὶ ἡ τριὰς πέπ ονϑε, wie es ging; πάσχομεν τὰ τοῠ Τηλεμάχου, es widerfährt uns dasselbe wie dem Telemach, es geht uns wie dem Telemach; τὸ τοῠ Ὁμήρου παϑεῖν, wie Homer sagt; ἵνα μὴ ταὐτὸ πάϑ ητε τῷ ἵππῳ, daß euch nicht dasselbe, wie dem Pferde (in der Fabel) begegne; auch ὑϊκὸν πάσχει, es begegnet ihm etwas Schweinisches, d. i. es ergeht ihm wie den Schweinen. In der philosophischen Sprache der Stoiker bezeichnet πάσχειν übh. die Abhängigkeit von den äußeren Gegenständen, die Eindrücke, welche man durch sie erhält, und die Vorstellung, welche man dadurch von ihnen erhält; dah. mit folgdm ὅτι = sich vorstellen, meinen, daß etwas sei. Bei den Gramm. von den Affektionen und Veränderungen eines Wortes
См. также в других словарях:
gråd — sb., en … Dansk ordbog
grad — GRAD, grade, s.n. 1. Nume dat mai multor unităţi de măsură pentru diverse mărimi (variabile), în cadrul unor sisteme sau scări de reper. Grad centezimal. Grad de latitudine. ♢ Grad de libertate = indice care arată posibilităţile de mişcare ale… … Dicționar Român
Grad — may refer to:* Grad (angle), a unit of angular measurement * Gradient of a scalar field, a differential operator in mathematics * Grad, a Soviet multiple launch rocket system * Graduation ceremony, prom, or a graduate * Grad Nite, a Disneyland… … Wikipedia
Grad — 〈m.; Gen.: (e)s, Pl.: e od. (bei Zahlenangaben) 〉 1. Abstufung, Stufe, Stärke, Maß; WirkungsGrad; Erfrierungen, Verbrennungen dritten Grades; einige Grade dunkler, heller; bis zu einem gewissen Grad(e); im höchsten Grade ärgerlich sehr,… … Lexikalische Deutsches Wörterbuch
grad — {{/stl 13}}{{stl 8}}rz. mnż I, D. u, Mc. gradzie, blm {{/stl 8}}{{stl 20}} {{/stl 20}}{{stl 12}}1. {{/stl 12}}{{stl 7}} opad atmosferyczny w postaci bryłek lodu różnej wielkości, występujący w ciepłej porze roku : {{/stl 7}}{{stl 10}}Sypnęło… … Langenscheidt Polski wyjaśnień
Grad [1] — Grad, in der niederen Algebra der Exponent der höchsten in einer Gleichung vorkommenden Potenz der Unbekannten (eine Gleichung zweiten Grades heißt quadratisch u.s.w.). In der höheren Mathematik wird bei einem algebraischen Ausdruck (Form) der… … Lexikon der gesamten Technik
grad. — grad. 〈Abk. für〉 graduiert * * * grad. = graduiert. * * * grad., Abkürzung für graduiert; 1964 80 verliehener akademischer Grad, der in Verbindung mit einer näheren Bezeichnung der Fachrichtung seit 1964 von Absolventen der staatlich… … Universal-Lexikon
Grad — Sm std. (11. Jh.), mhd. grat, ahd. grad Entlehnung. Sind entlehnt aus l. gradus Schritt, Stufe (u Stamm zu l. gradī schreiten ), zunächst als akademischer Grad , dann als Temperaturschritt , dann in weiteren Bedeutungen. Adjektiv: graduell;… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Grad — der (für Temperatureinheit meist: das); [e]s, e <lateinisch> (Temperatureinheit; Einheit für [ebene] Winkel [1º = 90. Teil eines rechten Winkels]; Zeichen º); 3 Grad C oder 3º C oder 3 ºC (fachsprachlich nur so); der 30. Grad (nicht: 30. º … Die deutsche Rechtschreibung
grad... — • grad..., Grad... Die Wörter gerad[e] und Gerad[e] sowie die mit ihnen gebildeten Zusammensetzungen werden umgangssprachlich oft in den verkürzten Formen grad... oder Grad... verwendet, z. B. grade, Grade, gradeaus, gradestehen, gradezu,… … Die deutsche Rechtschreibung
Grad... — • grad..., Grad... Die Wörter gerad[e] und Gerad[e] sowie die mit ihnen gebildeten Zusammensetzungen werden umgangssprachlich oft in den verkürzten Formen grad... oder Grad... verwendet, z. B. grade, Grade, gradeaus, gradestehen, gradezu,… … Die deutsche Rechtschreibung