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1 ὀμφαλός
ὀμφαλός, ο (vgl. ἄμβων, umbo, umbilicus; die Ableitung der Alten von ἀμπνέω, weil die Frucht im Mutterleibe durch die Nabelschnur athme, ist falsch; auch die von ὄμπνη, s. Schol. Nic. Al. 7. 348, ist unwahrscheinlich), der Nabel; Il. 4, 425 u. öfter, αἰδοίων μεσσηγὺ καὶ ὀμ φαλοῦ 13, 568; Folgde; τοὐμφαλοῠ ὑπένερϑε ἀλείψασϑαι, Ar. Nubb. 964; Her. 7, 60; βρεχόμενοι πρὸς τὸν ὀμφαλόν, Xen. An. 4, 5, 2; Plat. erkl. κατὰ μέσην τὴν γαστέρα, ὃ δὴ τὸν ὀμφαλὸν καλοῠσι, Conv. 190 e. – Alles Nabelförmige, a) der nabelförmig erhabene Theil in der Mitte des Schildes, der Schildbuckel (vgl. ὀμφαλόεις), ἀσπίδος ὀμφαλόν, Il. 13, 192, von Zinn, 11, 34. – b) am Joch der Pferde buckelartige Erhöhungen, Knöpfe, zur Befestigung der Leinen, Il. 24, 273. – c) der nabelförmige Mittelpunkt, immer mit dem Nebenbegriff einer Erhöhung, ὅϑι τ' ὀμφαλός ἐστι ϑαλάσσης, Od. 1, 50, von einer Insel, die in der Mitte des Meeres hervorragt. Der Nabel od. Mittelpunkt der Erde heißt von Pind. an gew. Delphi, od. eigtl. ein steinerner Sitz im delphischen Heiligthum, πὰρ μεσον ὀμφαλὸν εὐδένδροιο ματέρος P. 4, 74, όμφαλὸν χϑονὸς ἀένναον προςοιχόμενοι 6, 3, ἰόντι γᾶς ὀμ φαλὸν παρ' ἀοίδιμον 8, 62, vgl. 11, 10 N. 7, 33; so auch Aesch. Eum. 40. 159, we Soph. οὐκέτι τὸν ἄϑικτον εἶμι γᾶς ἐπ' ὀμφαλὸν σέβων, O. R. 898; ὀμφαλὸν γῆς ϑεσπε σιῳδόν, Eur. Med. 668, vgl. Ion 5. 223; ἐν μέσῳ τῆς γῆς ἐπὶ τοῠ ὀμφαλοῠ καϑήμενος, Plat. Rep. IV, 427 c. – d) bei Büchern, Buckel; Luc. Merc. cond. 41; D. L. 9, 61. – e) der Stiel, an welchem die Feige sitzt, Geopon.; vgl. Arist. probl. 12, 7; auch von anderen Früchten.
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2 ὀμφαλός
ὀμφαλός, ο, der Nabel. Alles Nabelförmige, (a) der nabelförmig erhabene Teil in der Mitte des Schildes, der Schildbuckel; (b) am Joch der Pferde buckelartige Erhöhungen, Knöpfe, zur Befestigung der Leinen; (c) der nabelförmige Mittelpunkt, immer mit dem Nebenbegriff einer Erhöhung; ὅϑι τ' ὀμφαλός ἐστι ϑαλάσσης, von einer Insel, die in der Mitte des Meeres hervorragt. Der Nabel od. Mittelpunkt der Erde heißt gew. Delphi, od. eigtl. ein steinerner Sitz im delphischen Heiligtum, πὰρ μεσον ὀμφαλὸν εὐδένδροιο ματέρος; (d) bei Büchern, Buckel; (e) der Stiel, an welchem die Feige sitzt; auch von anderen Früchten -
3 πρό-τμησις
πρό-τμησις, ἡ, der Abschnitt oder Einschnitt in der Gestalt des Menschen über den Hüften, die Weichen, die Taille, die Gegend um den Nabel, Il. 11, 424 u. sp. D., wie Qu. Sm. 6, 374, auch in späterer Prosa.
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4 προ-τομή
προ-τομή, ἡ, der vordere oder obere Theil eines Thieres, nach Poll. 1, 189. 2, 47 bei den Thieren dasselbe, was πρόςωπον bei den Menschen ist; γλαύκου, Antiphan. bei Ath. VII, 295 e; bes. Brustbild, ein Bild, das nur den Obertheil des Menschen bis zum Nabel zeigt, vgl. Antiphil. 13 ( Plan. 147); wie es an Schiffen angebracht war, Anyte 12 (XII, 215), oder der Vordertheil des Schiffes selbst.
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5 σαρκ-όμφαλον
σαρκ-όμφαλον, τό, Fleischgewächs am Nabel, Medic.
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6 χρῡσ-όμφαλος
χρῡσ-όμφαλος, mit goldenem Nabel, Buckel, φιάλαι Poll. 6, 98.
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7 κατ-ομφάλιος
κατ-ομφάλιος, vom Nabel an, οὐρὴ κατ. τετάνυσται Nic. Th. 290.
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8 μεσ-όμφαλος
μεσ-όμφαλος, in der Mitte des Nabels; ἐν μεσομφάλοις Πυϑικοῖς χρηστηρίοις, Aesch. Spt. 729, denn Delphi wird als der Nabel der Erde, d. i. im Mittelpunkte der Erde gelegen betrachtet, vgl. Ch. 1032 Ag. 1026; τὰ μεσόμφαλα γᾶς ἀπονοσφίζων μαντεῖα, Soph. O. R. 480, wie Eur. μεσόμφαλοι μυχοὶ γᾶς, Or. 331; ἑστία, Ion 462 u. öfter; auch sp. D.; Agath. bei Ath. X, 454 d nennt den Buchstaben Θ μεσ. κύκλος. Auch eine Art Becher, Theop. bei Ath. XI, 502 a; eine Art Kuchen, Poll. 2, 169.
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9 μεσ-ομφάλιος
μεσ-ομφάλιος, = Folgdm, Sp.; τὸ μεσομφάλιον, der Nabel, Poll. 2, 169; auch am Schilde, 1, 133.
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10 λευκ-ομφάλιος
λευκ-ομφάλιος, mit weißem Nabel, Stiel, Beiwort einer Feigenart, Theophr. bei Ath. III, 77 c.
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11 οὐραχός
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12 ὀρθ-όμφαλος
ὀρθ-όμφαλος, mit gradaufstehendem Nabel, Schildbuckel, Inscr. 523.
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13 ὀμφαλωτός
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14 ὀμφαλόεις
ὀμφαλόεις, εσσα, εν, mit einem Nabel versehen, genabelt; ἀσπὶς ὀμφαλόεσσα, der Schild, der in der Mitte einen nabelförmigen, nabelrunden Buckel hat, Il. oft, in der Od. 19, 32; Ar. Pax 1240, wo 1244 komisch οἰμωγὰς ᾄδων ὀμφαλοέσσας verbunden ist; eben so ζυγὸν ὀμ φαλόεν, das in der Mitte mit einer buckelförmigen Erhöhung verschene Joch, Il. 24, 269; einzeln bei sp. D., wie Nic. Al. 7 das Gestirn des Bären ἄρκτος ὀμφαλόεσσα nennt, vielleicht weil es am Pol steht.
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15 ὀμφαλη-τόμος
ὀμφαλη-τόμος, den Nabel od. die Nabelschnur abschneidend; ἡ όμ φ., Hippocr., ion., = dem att. μαῖα, die Hebamme, vgl. Lob. Phryn. 651.
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16 ὀμφάλιος
ὀμφάλιος, ον, den Nabel betreffend, nabelrund, όμ φάλιον σάκεος τρύφος, Paul. Sil. 49 (VI, 84).
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17 ἐπι-γάστριος
ἐπι-γάστριος, auf, über dem Magen, Bauche befindlich, τὸ ἐπιγάστριον, der Leib von der Brust bis zum Nabel (s. ὑπογάστριος), Poll. 2, 170, Medic. u. Plut. – Dem Bauche fröhnend, βίος Clem. Al.
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18 ἐπ-ομφάλιος
ἐπ-ομφάλιος, an, auf dem Nabel, βάλεν σάκος μέσσον ἐπομφάλιον, er traf den Schild mitten am Schildbuckel, Il. 7, 267; σῦκον ἐπομ φάλιον, eine Feige mit dem Stiele, Zon. 3 (VI, 22); – τὸ ἐπ-ομφάλιον, die Nabelgegend, der Bauch, Parthen. 35; vgl. Poll. 2, 169.
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19 ἐξ-όμφαλος
ἐξ-όμφαλος, mit hervorstehendem Nabel, Medic. – Subst. ὁ ἐξ., der Nabelbruch, Medic.
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20 ὑπο-γάστριον
ὑπο-γάστριον, τό, der Unterleib vom Nabel an abwärts. Bes. der Untertheil der großen Meerfische, der Thunfische, ein beliebtes Gericht, vgl. Ar. Vesp. 195 u. Schol. dazu, wie Ath. VII c. 65 (302 c ff.), wo Beispiele aus den Comic. beigebracht werden, Poll. 2, 170.
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См. также в других словарях:
Nabel — ist: die Kurzform für den Bauchnabel im übertragenen Sinn die Mitte von etwas (z. B. der „Nabel der Welt“ in Delphi oder der Osterinsel) eine Vertiefung in der Mitte eines Schneckenhauses NABEL ist: das Nationale Beobachtungsnetz für… … Deutsch Wikipedia
Nabel — Sm std. (8. Jh.), mhd. nabel(e), ahd. nabalo, nabulo, mndd. navel, mndl. navel, naffel Stammwort. Aus g. * nab(u)lōn m. Nabel , auch in anord. nafli, ae. nafela, afr. navla. Zur Etymologie s. Nabe. Ebenso nndl. navel, ne. navel, nschw. navel,… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Nabel — Nabel: Das altgerm. Wort mhd. nabel, ahd. nabalo, niederl. navel, engl. navel, schwed. navle beruht mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen auf der unter ↑ Nabe behandelten idg. Bezeichnung für die rundliche Vertiefung in der Mitte des… … Das Herkunftswörterbuch
Nabel — (Umbilicus), 1) die rundliche Vertiefung in den Hautdecken des Bauches, welche das Ansehen einer Narbe hat, ohne eine zu sein, indem sie nur aus Verwachsung der Reste der Nabelschnurscheide u. der Scheide der sehnig gewordenen Nabelgefäße,… … Pierer's Universal-Lexikon
Nâbel — Nâbel, Stadt im nördlichen Tunis, 2 km vom Meer, am Golf von Hammamet, mit 8000 Einw. In der Umgebung schöne Oliven , Feigen und Blumengärten (Essenzbereitung), Fabrikation von Wollenzeug, Mützen, Decken und Töpferwaren. Der Ort, seines milden… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Nabel [1] — Nabel (Umbilicus), die rundliche Vertiefung in der Mittellinie des Bauches der höhern Tiere, bezeichnet die Stelle, an welcher der Körper des Embryos sich zuletzt schließt, und wird auch wohl Bauchnabel oder Hautnabel genannt, im Gegensatz zum… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Nabel [2] — Nabel, in der Botanik (Hilum, Umbilicus) die Stelle des Samens, wo er am Samenträger befestigt ist. – Auch die gewölbte Mitte des Bodens von Trinkgläsern, Flaschen etc. heißt N.; daher Nabeleisen (s. d.) … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Nabel — Nabel, der oberste Teil und Schluß eines Gewölbes, besonders eines Kugelgewölbes. Die Nabelöffnung eines solchen, die zum Zwecke der Beleuchtung angebracht wird, ist von einem Nabelring umschlossen und durch ein Glasdach oder eine sogenannte… … Lexikon der gesamten Technik
Nabel — (Umbilĭcus), rundliche Vertiefung in der Mittellinie des Leibes, die Stelle, wo im Embryozustand durch die aus einer Vene und zwei Arterien (Nabelgefäße) bestehende Nabelschnur oder den Nabelstrang (bis 55 cm lg.) das die Frucht ernährende Blut… … Kleines Konversations-Lexikon
Nabel — (umbilicus), nennt man die kleine, etwas vertiefte und vernarbte Stelle in der Mitte des Unterleibs, die Stelle, wo beim Fötus die N.schnur in den Bauch eintritt. Nach der Geburt des Kindes und nachdem die N.schnur durchschnitten worden, heilt… … Herders Conversations-Lexikon
Nabel — Nabel, Nebel, by i det nordlige Tunesien, ligger 85 kilometer øst syd øst for Tunis, ikke langt fra Middelhavet. Byen havde i 1891 8.000 indbyggere, heraf 300 jøder, og havde på dette tidspunkt en avl af figen og liven samt fabrikation af… … Danske encyklopædi