-
1 κότταβος
κότταβος, ὁ (κόπτω?), der Kottabus, ein Gesellschaftsspiel bei Trinkgelagen, welches aus Sicilien nach Griechenland gekommen war u. darin bestand, daß man die Neige Weines im Becher, aus dem man getrunken, tropfenweis od. mit einem Wurf in ein metallenes Gefäß schwenkte u. dabei an einen geliebten Gegenstand dachte, auch dessen Namen aussprach; aus dem Klange schloß der Liebende auf die Zuneigung des geliebten Gegenstandes; es kam dabei bes. darauf an, die Neige Weins so geschickt zu schleudern, daß kein Tropfen vorbeifiel, sondern das Ganze in das Becken fallend einen reinen, vollen Ton gab, vgl. Ath. XV, 666 c ff. u. XI, 479, wie Poll. 6, 110. Die Neige, welche geworfen wurde, hieß λάταξ u. λαταγή, zuweilen auch κότταβος selbst, das Becken κοτταβεῖον od. κοττάβιον u. λαταγεῖον. – Anders war der von Dicaearch. bei Ath. a. a. O. beschriebene κατακτὸς κότταβος, ein Spiel, für welches Preise ausgesetzt wurden. Ein Becken, mit Wasser gefüllt, hing in der Schwebe von der Decke herab; auf dem Wasser schwammen kleine Schalen, ὀξύβαφα, die man mit den geschwenkten Weintropfen zu treffen u. umzustürzen suchte; wer die meisten umstürzte, gewann den Preis, das κοττάβιον; so nach Poll. a. a. O. u. Schol. Ar. Ach. 524 Nubb. 1069. Nach Schol. Luc. Lex. 3 wurde auf der Spitze eines Pfahles ein Waagebalken angebracht, dessen Waagschalen, πλάστιγγας, man mit den Weintropfen treffen mußte, so daß sie gefüllt auf die unter ihnen stehende metallene Figur, ἀνδριαντάριον (vgl. auch μάνης), aufschlugen u. einen hellen Klang verursachten. Es kamen noch andere Abweichungen dabei vor; vgl. Jacobs über den Kottabos im Att. Mus. 3, 3 u, Vermischte Schriften VI p. 407 ff., wie Becker Charikles I p. 476 ff. – Es findet sich auch die Form κόσσαβος bemerkt.
-
2 λέβης
λέβης, ητος, ὁ, Kessel, Becken, welches über das Feuer gestellt wird, um darin zu kochen, kleiner als der τρίπους, wie es scheint, neben dem er genannt wird, Il. 23, 259 u. öfter, als Ehrengeschenk oder Kampfpreis; ὡς δὲ λέβης ζεῖ ἔνδον ἐπειγόμενος πυρὶ πολλῳ 21, 363; vgl. Pind. Ol. 1, 26; Tragg., λέβητος χαλκέου πλευρώματα Aesch. Ch. 675, vgl. Ag. 432. 1100; Soph. Trach. 556 u. a. D. – In der Od. ist es gew. das Waschbecken, in welchem den Gästen vor Tische das Waschwasser gereicht wurde, von Silber, 1, 137, u. von künstlicher Arbeit, ἐν ἀνϑεμόεντι λέβητι χέρνιβα φέρων 3, 440; auch ein Kessel zum Füßewaschen, 19, 386. 469. – Bei den Spartanern war λέβης eine Art Becken, die von den Weibern bei der Todtenfeier geschlagen wurden, Her. 6, 58. – Auch das Becken am Dache des Zeustempels zu Olympia, Paus. 5, 10, 2; u. in Delos, Callim. Del. 286.
-
3 κότταβος
κότταβος, ὁ, der Kottabus, ein Gesellschaftsspiel bei Trinkgelagen, welches aus Sicilien nach Griechenland gekommen war u. darin bestand, daß man die Neige Weines im Becher, aus dem man getrunken, tropfenweis od. mit einem Wurf in ein metallenes Gefäß schwenkte u. dabei an einen geliebten Gegenstand dachte, auch dessen Namen aussprach; aus dem Klange schloß der Liebende auf die Zuneigung des geliebten Gegenstandes; es kam dabei bes. darauf an, die Neige Weins so geschickt zu schleudern, daß kein Tropfen vorbeifiel, sondern das Ganze in das Becken fallend einen reinen, vollen Ton gab. Die Neige, welche geworfen wurde, hieß λάταξ u. λαταγή, zuweilen auch κότταβος selbst, das Becken κοτταβεῖον od. κοττάβιον u. λαταγεῖον. Anders war der κατακτὸς κότταβος, ein Spiel, für welches Preise ausgesetzt wurden. Ein Becken, mit Wasser gefüllt, hing in der Schwebe von der Decke herab; auf dem Wasser schwammen kleine Schalen, ὀξύβαφα, die man mit den geschwenkten Weintropfen zu treffen u. umzustürzen suchte; wer die meisten umstürzte, gewann den Preis, das κοττάβιον. Es wurde auf der Spitze eines Pfahles ein Wagebalken angebracht, dessen Wagschalen, πλάστιγγας, man mit den Weintropfen treffen mußte, so daß sie gefüllt auf die unter ihnen stehende metallene Figur, ἀνδριαντάριον, aufschlugen u. einen hellen Klang verursachten -
4 λέβης
λέβης, ητος, ὁ, Kessel, Becken, welches über das Feuer gestellt wird, um darin zu kochen, kleiner als der τρίπους, wie es scheint; als Ehrengeschenk oder Kampfpreis; gew. das Waschbecken, in welchem den Gästen vor Tische das Waschwasser gereicht wurde, von Silber u. von künstlicher Arbeit; auch ein Kessel zum Füßewaschen. Bei den Spartanern war λέβης eine Art Becken, die von den Weibern bei der Totenfeier geschlagen wurden. Auch das Becken am Dache des Zeustempels zu Olympia u. in Delos -
5 χαλκο-τύπος
χαλκο-τύπος, Erz oder Kupfer schlagend, hämmernd, bearbeitend, ὁ χαλκ., der Kupferschmied, übh. der Schmied, Pallad. 95 (IX, 775); καὶ σιδηρεῖς Xen. Ages. 1, 26, vgl. Hell. 3, 4,17; Dem. 25, 38. – Erz od. Kupfer zusammenschlagend, μανίη, die Raserei der Kybelepriester, die kupferne Becken u. Pauken schlugen, Ep. ad. 147 (VI, 51), wo Jac. es von χαλκότυπος ableiten u. erklären möchte »der durch das Zusammenschlagen der Becken erregte Wahnsinn«.
-
6 χαλκοτύπος
χαλκο-τύπος, Erz oder Kupfer schlagend, hämmernd, bearbeitend; ὁ χαλκ., der Kupferschmied, übh. der Schmied. Erz od. Kupfer zusammenschlagend; μανίη, die Raserei der Kybelepriester, die kupferne Becken u. Pauken schlugen; von χαλκότυπος, = der durch das Zusammenschlagen der Becken erregte Wahnsinn -
7 πελλίς
-
8 πέλις
-
9 πήληξ
πήληξ, ηκος, ἡ, der Helm; Hom. ἀμφὶ δέ οἱ κροτάφοισι φαεινὴ σείετο πήληξ, Il. 13, 805, vgl. 15, 608. 16, 105; ἤμυσε κάρη πήληκι βαρυνϑέν, 8, 308; ἱππόκομος, 16, 797; Ar. Ran. 1085. Entweder von πάλλω, wegen der stets nickenden Bewegung des Helmbusches, oder nach Andern von πηλός, verwandt mit πέλις, πέλυξ, pelvis, Becken, Pickelhaube.
-
10 κροταλιστής
κροταλιστής, ὁ, der die Schellen, Becken an einander schlägt, Sp.
-
11 κροταλίζω
κροταλίζω, klappern od. rasseln lassen; ἵπποι κείν' ὄχεα κροτάλιζον Il. 11, 159, die Rosse rasselten mit den leeren Wagen daher. – Die Schellen, Becken aneinander schlagen, Her. 2, 60 u. Sp. – Uebh. klatschen, Beifall klatschen, wie κροτέω, μετὰ χαρᾶς Ath. IX, 395 a, u. pass., κροταλιζομένου ποτέ τινος τῶν αὐλητῶν XIV, 631 f. ὑπὸ πάντων κροταλισϑείς XI, 503 f; auch a. Sp.
-
12 κύμβαλον
-
13 κύμβη
κύμβη, ἡ (vgl. κύμβος, sanscr. kumba, Kübel), übh. Höhlung, hohles Gefäß; – a) Kahn, Nachen, ἵπποισιν ἢ κύμβαισι ναυστολεῖς χϑόνα Soph. frg. 129; vgl. Ath. XI, 482 d. – b) ein Gefäß, Becken, Nic. Al. 164. – c) πτεροβάμονες κύμβαι, bei Empedocl. 226, sind die Vögel. – d) ein Ränzel, πήρα, VLL. – Auch = κεφαλή. Vgl. κυβή u. κύμβαχος.
-
14 κύμβος
-
15 κοττάβιον
κοττάβιον, τό, das metallene Becken zum Kottabosspiel; ἐῤῥίπτουν οἱ παίζοντες τὸ ὑπολειπόμενον ἀπὸ τοῦ ἐκποϑέντος ποτηρίου ὑγρὸν εἰς τὸ κοττάβιον Dicaearch. bei Ath. XV, 666 b, v. l. κοτταβεῖον, wo auch noch andere Beispiele angeführt sind, wie Plat. com.; vgl. XI, 479 d, wo damit die beim Kottabosspiel ausgesetzten Preise bezeichnet sind; Arist. rhet. 1, 12; dah. übh. = Belohnung, Callipp. com. Ath. XV, 668 c. – Auch der Becher, aus dem man beim Kottabosspiel ausgoß, hieß so, Eubul. Ath. XV, 666 e. – Ueber die verschiedene Schreibung des Wortes vgl. Schweighäuser zu Ath. vol. 8 p. 10.
-
16 λεκός
-
17 λεκάνη
-
18 λάταξ
λάταξ, αγος, ἡ, 1) der Tropfen, die Neige Wein, Suid. erkl. ἡ μεγάλη σταγών; – bes. die aus dem ausgetrunkenen Becher herausgeschwenkte Neige Wein, die mit einem klatschenden Geräusch in ein Becken fiel, vgl. κότταβος; ἀφεῖναι τὴν λάταγα, Ath. XI, 479 e ff., wo aus Alcaeus λάταγες ποτέονται κυλιχνᾰν ἀπὸ Τηϊᾰν angeführt wird, vgl. XV, 668 f; Soph. frg. 257 nennt sie ἀφροδισία, weil man den Namen der Geliebten dabei aussprach; λατάγων παιγμός Agath. 9 (V, 296); Callim. frg. 102. – Auch das Geklatsch selbst, Phot. – 2) Bei Arist. H. A. 1, 1 ein im Wasser lebendes vierfüßiges Thier, vgl. 8, 5.
-
19 ἀπο-κοτταβίζω
ἀπο-κοτταβίζω, die letzten Tropfen Weins aus dem Becher auf die Erde oder in ein ehernes Becken werfen, daß es klatscht, Xen. Hell. 2, 3, 56; vgl. Ath. XV, 655 e ff u. s. κότταβος.
-
20 ὀψό-βαφα
- 1
- 2
См. также в других словарях:
Becken — nannte man im geologischen Sinne breite, wannenartige Einsenkungen, in denen die Schichten womöglich von den erhöhten Außenwänden nach der tiefsten Stelle einfallen, also eine Art übereinander liegender, tellerartiger Schalen bilden. Man spricht… … Lexikon der gesamten Technik
Becken [1] — Becken, kommt außer dem Menschen nur bei den 3 obersten Klassen der Wirbelthiere vor und bildet bei denselben denjenigen Theil des Knochengerüstes, welcher die inneren Geschlechtstheile, den unteren Theil des Darmkanales umschließt und den… … Herders Conversations-Lexikon
Becken — Becken: Mhd. becken, ahd. beckīn ist aus vlat. *baccinum »Becken« (s. ↑ Bassin) entlehnt. Das Wort bezeichnete zunächst ein flaches, offenes ‹Wasch›gefäß, dann das aus Messing geschlagene Handwerkszeug der Barbiere und das aus zwei tellerförmigen … Das Herkunftswörterbuch
Becken [1] — Becken (lat. Pelvis), unterster Theil des Rumpfes, welcher diesem zur Unterlage dient, selbst von den Schenkeln, mit deren Köpfen es in Gelenkverbindung steht, getragen u. wegen entfernter Ähnlichkeit seiner knöchernen Grundlage mit einem… … Pierer's Universal-Lexikon
Becken [2] — Becken, 1) metallenes Gefäß, welches breiter als tief ist; meist zum Aufbewahren von Wasser, welches zur Reinigung dient, z.B. Waschbecken; vgl. Taufbecken; 2) (Türkische B., Cinellen, ital. Piatti), dünne Metallteller, in der Mitte mit… … Pierer's Universal-Lexikon
Becken [1] — Becken (Wanne), in der physikalischen Geographie eine breite, auf allen Seiten von Gebirgen eingefaßte Vertiefung der Erdoberfläche, die, falls sie sich unter das normale Niveau einsenkt, gewöhnlich von einem See oder Meer ausgefüllt ist.… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Becken [2] — Becken (lat. Pelvis), der Knochengürtel (Beckengürtel), der zur Befestigung der Hintergliedmaßen am Rumpfe dient. Bei den Haifischen besteht es aus einem Knorpelstück; bei den Knochenfischen ist es verknöchert, jedoch noch nicht fest mit der… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Becken [3] — Becken (türkische Teller, franz. Cymbales, ital. Piatti, Cinelli), Schlaginstrumente von unveränderlicher, nicht zu bestimmender Tonhöhe, die einen aufregenden, lauten, grell dröhnenden und lange nachhallenden Schall geben. Sollen sie nur kurze… … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Becken — Becken, (Pelvis), Teil des Knochenskeletts, liegt in Form eines schüsselförmigen Ringes zu unterst am Rumpf und umschließt eine nach unten sich verjüngende Höhle, die Beckenhöhle, die in zwei Abschnitte, das obere, große, und das untere, kleine B … Kleines Konversations-Lexikon
Becken [2] — Becken (Mus.), auch Cinellen, türkische Teller (ital. Piatti), musikal. Schlaginstrument, zwei Metallteller, die aneinander geschlagen werden … Kleines Konversations-Lexikon
Becken [2] — Becken, musikalisches Instrument; bestehend aus 2 Metallscheiben, die an einander geschlagen einen grellen, klirrenden Ton geben; bei der Janitscharenmusik gebraucht … Herders Conversations-Lexikon