-
1 hircus
hircus (hirquus, altlat. ircus, s. Varro LL. 5, 97. Quint. 1, 5, 20, doch auch Hor. de art. poët. 220 codd. oppt. Censorin. 14, 7 H.), ī, m., I) ein alter, ausgewachsener Ziegenbock, Bock (Ggstz. capra, capella), Varro, Verg. u.a.: in bezug auf seinen Gestank, olere hircum, einen Bocksgestank haben, Hor. u. Sen.: polypus an gravis hirsutis cubet hircus (Bock = Bocksgestank) in alis, Hor.: in bezug auf seine Geilheit, Verg. u. Poëta bei Suet. u.a. – sprichw., s. mulgeo. – II) übtr., als Schimpfwort gegen Menschen, stinkender Bock, Stinkbock, Plaut. u. Catull., ein geiler Bock, Plaut. u. Suet.
-
2 hircus
hircus (hirquus, altlat. ircus, s. Varro LL. 5, 97. Quint. 1, 5, 20, doch auch Hor. de art. poët. 220 codd. oppt. Censorin. 14, 7 H.), ī, m., I) ein alter, ausgewachsener Ziegenbock, Bock (Ggstz. capra, capella), Varro, Verg. u.a.: in bezug auf seinen Gestank, olere hircum, einen Bocksgestank haben, Hor. u. Sen.: polypus an gravis hirsutis cubet hircus (Bock = Bocksgestank) in alis, Hor.: in bezug auf seine Geilheit, Verg. u. Poëta bei Suet. u.a. – sprichw., s. mulgeo. – II) übtr., als Schimpfwort gegen Menschen, stinkender Bock, Stinkbock, Plaut. u. Catull., ein geiler Bock, Plaut. u. Suet. -
3 asellus
asellus, ī, m. (Demin. v. asinus), der Esel, I) eig.: tardus, Verg.: agitator aselli, Verg. u. Col.: asellus auritus, Ov.: asellus dossuarius, Varr.: as. Pessinuntius, Varr. fr.: iniquae mentis asellus, Hor.: as. onustus auro, Cic.: asellus cum asinario occurit, Suet.: ad molas asellis uti, Varr.: in mentem venit te bovem esse et me asellum, Plaut.: asello sedens, Hier.: tergo residebat aselli, Ov.: bipes as., ein zweibeiniger Esel (v. einem zur Unzucht gebrauchten Menschen), Iuven. 9, 92 (vgl. Hier. ep. 27, 3). – Sprichw., s. ago (no. I, 2, a, α, od. S. 262) u. surdus. – II) übtr.: A) ein leckerer Seefisch, Laber. com. u. Nep. nach Plin. 9, 69. Varr. LL. 5, 77. Ov. hal. 133: pisces teneri, ut sunt scari, aselli, iulides, Cael. Aur. chron. 1, 1, 22. – Sprichw., post asellum diaria non sumo, nach so herrlicher Kost (herrlichem Genuß) nehme ich nicht mit gemeiner vorlieb, Petr. 24, 7. – II) ein vierbeiniges Gestell, ein Bock, *Pallad. 1, 18, 2 (wo jetzt basellis). – C) aselli, zwei Sterne im Sternbild des Krebses, Hyg. astr. 2, 23. Plin. 18, 353. – D) Asellus, ein röm. Beiname, wie: Tib. Claudius Asellus, von dem Zensor Scipio Afr. minor aus dem Ritterstande gestoßen u. unter die Ärarier versetzt, Cic. de or. 258 u. 268. – / assellus geschr. Corp. inscr. Lat. 4, 1555.
-
4 Bacchus [1]
1. Bacchus, ī, m. (Βάκχος), I) Bacchus, bei den Griechen, der jugendlich schöne, weichliche Gott des Weins, als solcher von den Römern mit ihrem Naturgott Liber identifiziert. Zeus zeugte ihn mit der Thebanerin Semele. Semele, durch die List der Hera, die in Gestalt von Semeles Amme od. einer Freundin zu ihr kam, verleitet, bat den Zeus, der ihr die Erfüllung jedes Wunsches versprochen, in derselben Herrlichkeit ihr zu erscheinen, in der er sich der Hera nahe. Zeus erschien mit Blitz und Donner; Semele wurde von der Flamme ergriffen (Ov. fast. 6, 485) u. gebar sterbend ein unreifes Kind (dah. Bacchus ignigena, Ov. met. 4, 12); Zeus rettete das Kind aus dem Brande u. ließ es in seine Hüfte einnähen (Curt. 8, 10 [35], 12. Arnob. 4, 22). Nachdem der Gott zur rechten Zeit die Naht getrennt und das Kind geboren hatte (dah. Bacchus bis genitus, Ov. met. 3, 314; trist. 5, 3, 26, u. satus iterum u. bimater, Ov. met. 4, 12), übergab er es dem Hermes. Dieser brachte den Knaben zur Ino (der Schwester der Semele) u. zu deren Gemahl Athamas und überredete sie, ihn als Mädchen aufzuziehen. Als aber die erzürnte Hera beide in Raserei versetzte, verwandelte Zeus den Knaben in einen Bock, und Hermes brachte ihn zu den Nymphen, die auf dem Nysa wohnten (dah. Bacchus Nyseus, Ov. met. 4, 13: Nysius, Cic. Flacc. 60). Herangewachsen wurde Bacchus selbst von Hera rasend gemacht u. irrte in der Raserei umher. – als Gott des Weins mit den Beinamen Bromius, Lyaeus, Lenaeus, Nyctelius, Eleleus, Evan, Liber (alle bei Ov. met. 4, 11 sqq.), nocturnus (Verg. georg. 4, 521). Vgl. Dionysos. – als berauschend u. begeisternd Gott der Dichter, bes. der hochbegeisterten, Hor. carm. 2, 19, 1 sqq.; vgl. Ov. am. 3, 15, 17. – Von der bildenden Kunst wird Bacchus in der ältesten Zeit als Naturgott bloß als Herme mit dem Phallus dargestellt, in der spätern Zeit teils als bärtiger Mann mit reichem, bald in Locken herabfallendem, bald zum Teil in einem zierlichen Wulst um den Kopf aufgebundenem Haar, teils als ein im Alter der Epheben stehender Jüngling gedacht (Ov. fast. 3, 771 sqq. Tibull. 1, 4, 37), auf dem Kopf gleichfalls mit reichem, zum Teil hinten in einen Knoten geschürztem, zum Teil üppig herabwallendem Haar (dah. indetonsus, Ov. met. 4, 13, depexus crinibus, Ov. fast. 3, 465), mit der Stirnbinde od. einer Wein- od. Efeuranke (dah. racemifer, Ov. met. 15, 413; vgl. Bacche racemiferos hederā redimite capillos, Ov. fast. 6, 483: u. corymbifer, Ov. fast. 1, 393); endlich als gehörnter Gott, den Mysterien angehörend (dah. cornu insignis Bacchus, Ov. art. am. 3, 348, corniger Lyaeus, Ov. am. 3, 15, 17; vgl. Tibull. 2, 1, 3). – II) meton.: A) der Bacchusruf (Io Bacche!), Baccho audito, Verg. Aen. 4, 302. – B) = der Weinstock, Verg. georg. 2, 113 u.a. – C) = der Wein, Verg. ecl. 5, 69 u.a.
-
5 caper [1]
1. caper, prī, m., nach Varro bei Gell. 9, 9, 10 der verschnittene Bock, Ziegenbock, I) eig., Col., Verg. u.a.: dem Bacchus geopfert (weil den Weinstöcken schädlich), s. Orelli Hor. carm. 3, 8, 7. – II) meton., der schweißige Bocksgestank unter den Achseln der Menschen, Catull. 69, 6. Ov. art. am. 3, 193.
-
6 furca
furca, ae, f. (verwandt mit fulcio), die (zweizackige) Gabel, I) eig.: furcā detrudere alqm, Liv.: furcā bicorni levare terga suis, Ov. – sprichw., naturam expellas furcā (mit der G. = mit aller Gewalt), tamen usque recurret. Hor. ep. 1, 10, 24; vgl. furcilla. – II) übtr.: A) die gabelförmige Stütze, zum Stützen der Reben, valli furcaeque bicornes, Verg.: furcas subdere vitibus, Plin.: vitibus aptare sudes furcasque valentes, Verg.: zum Aufrechterhalten der Netze, die Forkel (Firkel), retia furcis sublevare, Plin.: zum Stützen eines Baues, furcae duodenos ab terra spectacula alta sustinentes pedes, Liv.: furcas subiere columnae, Säulen traten an die Stelle der Stützen, Ov.: furcae utrimque suspensae fulciebant casam, Sen.: ein Bock, den man unter den Wagen beim Anspannen setzte, damit er nicht umfiel, Edict. Diocl. 15, 9 (wo φοῦρκα). – B) ein gabelförmiges Tragreff, die Gabel, Plaut. Cas. 438. – u. ein dem ähnliches Strafwerkzeug (zwei Hölzer, die, in Gestalt eines Λ zusammengefügt, Nacken und Rücken drückten, während die Hände an die beiden Enden gebunden waren), das Gabelkreuz, das Sklaven, die ein Vergehen begangen, mit sich herumtragen mußten, Plaut. Cas. 389, u. darin steckend gepeitscht wurden, Cic. de div. 1, 55. Liv. 2, 36, 1. Lact. 2, 7, 20: ebenso für Vater- (Mutter-, Geschwister-) Mörder, Liv. 1, 26, 10 (vgl. Bremi Suet. Claud. 34): u. für Staatsfeinde, Suet. Ner. 49, 2. Eutr. 7, 5. – ire sub furcam, bildl., in die schmählichste Knechtschaft geraten. Hor. sat. 2, 7, 66. – C) eine gabelförmige Art Galgen, um Sklaven, Straßenräuber usw. daran zu hängen, Plin. u. ICt. – D) ein gabelförmiges Joch, in das zahm zu machende junge Stiere gebracht wurden, die Gabel, Varro r. r. 1, 20, 2. – E) cancrorum furcae, die Scheren, Apul. apol. 35. – F) das Gestell, im Ggstz. zum Oberkörper (latus), deforme est in feminis furcam latere habere maiorem, Schol. Hor. sat. 1, 2, 93. – G) ein enger Paß in Gestalt eines V, furcae Caudinae, Val. Max. 5, 1. ext. 5. u. 7, 2. ext. 17 (vgl. Caudium).
-
7 hircigena
hircigena, ae, m. (hircus u. geno = gigno), vom Bock erzeugt, Anthol. Lat. 682, 2 R.
-
8 hircosus
hircōsus, a, um (hircus), bockicht, stinkend wie ein Bock (vgl. Isid. orig. 10, 147, wo ircosus), senex, Plaut.: subulcus, Mart.: gens hirc. centurionum, Pers.: hirc. osculum, Mart. – subst., hircōsī, ōrum, m., Stinkböcke (v. Menschen), Mart. 9, 475: Ggstz. unguentati, Sen. fr. 114 H.
-
9 ligurrio
ligurrio (in Hdschrn. u. Ausgg. auch ligūrio), īvī u. iī, ītum, īre (lingo), I) intr. lecken, leckerhaft sein, Ter. eun. 936. – II) tr. 1) lecken, belecken, itaque iis (apibus) unctus qui accessit, pungunt, non, ut muscae, ligurriunt, Varro: ius, Hor.: capreis naturam (v. Bock), Atell. inc. 3 R.2: catillos, auslecken, Macr. – prägn., alqm, jmd. beschmausen, Plaut.: furta, heimlich naschen, Hor. – im obsz. Sinne, wie λείχειν u. λειχάζειν, Suet. u. Mart. – 2) nach etwas lüstern sein, lucra, Cic.: curationem agrariam, Cic.: quoniam iam dialecticus es et hoc quoque ligurris, Cic. – / Imperf. synkop. ligurribant, Macr. sat. 2, 12, 17.
-
10 lupus
lupus, ī, m. (altind. v
ka-ḥ, griech. λύκος), der Wolf, I) eig.: genus acre luporum atque canum, Verg.: lupi rostrum (Schnauze), Plin.: lupi barba, Wolfsbart (poet. = Wolfsschnauze), Hor.: habitus (Wolfsgestalt), Ambros.: simulacra luporum (der Wölfin mit ihren Jungen), Liv.: lupi rabiosi et voraces, Lact., rapaces, Hor. u. Lact., raptores, Verg.: lupus Martialis od. Martius, dem Mars heilig, Hor. u. Verg.: lupus femina (= lupa), Wölfin, Enn. fr. u. Varro: homo subdolus voluit lupum sub ovis pelle celare, Lact.: im Bilde, numquam defuturos raptores Italicae libertatis lupos, nisi silva, in quam refugere solerent, esset excisa, Vell. 2, 27, 2. – Die Alten glaubten (nach Plin. 8, 80), der Anblick eines Wolfes sei schädlich, u. wenn er den Menschen eher sehe als dieser ihn, so verliere der Mensch die Sprache; dah. vox quoque Moerim iam fugit ipsa; lupi Moerim videre priores, Verg. ecl. 9, 53 sq. – Sprichw.: a) lupus in fabula, der Wolf kommt, wenn man von ihm redet (wenn ein Mensch, von dem man redet, gleich dazukommt), Ter. adelph. 537. Cic. ad Att. 13, 33, 4. Serv. Verg. ecl. 9, 54; ebenso eccum tibi lupum in sermone, Plaut. Stich. 577. – b) lupum auribus tenere, λύκον τῶν ὤτων εχειν den Wolf bei den Ohren halten = sich in großer Verlegenheit befinden, weder aus noch ein wissen, Ter. Phorm. 506. Suet. Tib. 25, 1. – c) ovem lupo committere, den Bock zum Gärtner machen, Ter. eun. 832; vgl. Cic. Phil. 3, 27; ebenso credere ovile lupo, Ov. art. am. 2, 363. – d) lupo agnum eripere, von einer schweren Sache, Plaut. Poen. 776. – e) lupus non curat numerum (ovium), der Wolf frißt auch die gezählten Schafe, Verg. ecl. 7, 52. – f) lupus ultro fugiat oves, möge der Wolf freiwillig die Schafe fliehen (für: möge eine unmögliche Sache möglich werden), Verg. ecl. 8, 52. – g) hāc urget lupus, hāc canis, aiunt, unser »zwischen Tür u. Angel stecken« oder »aus dem Regen in die Traufe kommen« Hor. sat. 2. 2, 64. – II) übtr.: 1) v. der Gefräßigkeit: a) ein gefräßiger Fisch, der gemeine Seebarsch, Laber. com. u. Nep. b. Plin. 9, 61. Varro r. r. 3, 3, 9. Colum. 8, 16, 4. Hor. sat. 2, 3, 32. Mart. 13, 89, 1: Tiberinus, Macr. sat. 3, 16, 11. – b) ein Weichtier, vermutl. Doris Argo (L.), Plin. 11, 80 u.a. – 2) v. den Zähnen: a) ein Gebiß mit eisernen Wolfszähnen (= frenum lupatum), ein Wolfsgebiß, Brechzaum, Ov. trist. 4, 6, 4. Stat. Ach. 1, 281. – b) eine kleine Handsäge, Pallad. 1, 43, 2. – c) ein Haken, Raubhaken, ferrei, Liv. 28, 3, 7. – 3) v. der Ähnlichkeit der Gestalt, der Hopfen, ein Gewächs (Humulus lupulus, L.), Plin. 21, 86. – 4) scherzh. als masc. zu lupa (Buhldirne), Nov. com. 7. – 5) Lupus, ein Beiname der gens Rutilia, s. Rutīlius. -
11 lustrum [2]
2. lūstrum, ī, n. (1. lustro), I) das Reinigungs- od. Sühnopfer, das alle fünf Jahre von den Zensoren bei dem Schlusse ihres Amts für das ganze Volk dargebracht wurde (wobei die drei für den Mars ausersehenen Opfertiere, ein Schwein, Bock u. Stier, dreimal im Kreise herumgeführt u. darauf dem Gotte geopfert wurden u. zugleich das gleiche Gelübde für das neue lustrum geleistet wurde, vota in proximum lustrum suscipere, Suet. Aug. 97, 1), lustrum condere, dieses Opfer verrichten, dah. die Zensur beschließen, Cic.: u. so lustrum perficere, Liv. 1, 44, 2: u. eius rei causā lustrum mittere, Act. fr. Arv. im Corp. inscr. Lat. 6, 2107, 7: sub lustrum, bei dem Schlusse der Zeusur, Cic. Vgl. Mommsen Röm. Staatsrecht2 II, 406. – II) eine Zeit von gewöhnlich fünf Jahren, ein Jahrfünft, Ov., Plin. u.a.: octavum claudere lustrum, Hor. Vgl. Mommsen Röm. Staatsrecht2 II, 332 ff. – Jnsbes., a) die Pachtzeit, Plin. ep. 9, 37, 2. – b) die Steuer, Finanzperiode, in bezug auf die Zahlung der direkten u. indirekten (durch die Publicani erhobenen) Steuern, Varro LL. 6, 11. Cic. ep. 2, 13, 3; ad Att. 6, 2, 5. – c) zur Kaiserzeit alle fünf Jahre abgehaltene Festfeiern, die mit Spielen und Wettkämpfen zu Ehren der Götter verbunden sind, bes. die kapitolinischen, Stat. silv. 4, 2, 62: certamine Iovis Capitolini lustro sexto, Corp. inscr. Lat. 9, 2160: auch lustri certamen gen., Aur. Vict. de Caes. 27, 7.
-
12 miccio
-
13 ovis
ovis, is, f. ( altindisch ávi-h, griech. οϊς), das Schaf, I) eig. u. übtr.: a) eig.: custos ovium, Verg.: magister ovium, Verg.: pastor ovium, tonsura ovium, Varro: glabra, scabra, Plaut.: ovis fera, Varro: ovis mas, Varro LL.: nigra, Verg.: placida, Ov.: semimas, ein kastriertes (männliches), Ov.: pascere oves, Verg.: tondere ovem, oves, Plaut., Plin. u.a., oves in anno bis, Varro. – Sprichw., ovem lupo committere, den Wolf zum Schafmeister machen, den Bock zum Gärtner machen, Ter. eun. 832. – b) übtr., v. Menschen, als Schimpfwort, wie Schaf = Einfaltspinsel, Plaut. Bacch. 1121b. – II) meton. (poet.) = die Wolle, Tibull. 2, 4, 28. – / ovis als masc., Varro b. Gell. 11, 1, 4 u. b. Non. 216, 22.
-
14 praerodo
prae-rōdo, rōsī, rōsum, ere, vorn benagen, digitos, Plaut. u. Amm.: vitem (v. Bock), Hygin.: teneros adhuc pampinos, Colum.: hamum, den Köder an der Angel abfressen, Hor.: caudas, Plin.
-
15 semicaper
sēmi-caper, caprī, m., halb Bock, Pan, Ov. met. 14, 515: Faunus, Ov. fast. 5, 101.
-
16 tragopan
-
17 asellus
asellus, ī, m. (Demin. v. asinus), der Esel, I) eig.: tardus, Verg.: agitator aselli, Verg. u. Col.: asellus auritus, Ov.: asellus dossuarius, Varr.: as. Pessinuntius, Varr. fr.: iniquae mentis asellus, Hor.: as. onustus auro, Cic.: asellus cum asinario occurit, Suet.: ad molas asellis uti, Varr.: in mentem venit te bovem esse et me asellum, Plaut.: asello sedens, Hier.: tergo residebat aselli, Ov.: bipes as., ein zweibeiniger Esel (v. einem zur Unzucht gebrauchten Menschen), Iuven. 9, 92 (vgl. Hier. ep. 27, 3). – Sprichw., s. ago (no. I, 2, a, α, od. S. 262) u. surdus. – II) übtr.: A) ein leckerer Seefisch, Laber. com. u. Nep. nach Plin. 9, 69. Varr. LL. 5, 77. Ov. hal. 133: pisces teneri, ut sunt scari, aselli, iulides, Cael. Aur. chron. 1, 1, 22. – Sprichw., post asellum diaria non sumo, nach so herrlicher Kost (herrlichem Genuß) nehme ich nicht mit gemeiner vorlieb, Petr. 24, 7. – II) ein vierbeiniges Gestell, ein Bock, *Pallad. 1, 18, 2 (wo jetzt basellis). – C) aselli, zwei Sterne im Sternbild des Krebses, Hyg. astr. 2, 23. Plin. 18, 353. – D) Asellus, ein röm. Beiname, wie: Tib. Claudius Asellus, von dem Zensor Scipio Afr. minor aus dem Ritterstande gestoßen u. unter die Ärarier versetzt, Cic. de or. 258 u. 268. – ⇒ assellus geschr. Corp. inscr. Lat. 4, 1555. -
18 Bacchus
1. Bacchus, ī, m. (Βάκχος), I) Bacchus, bei den Griechen, der jugendlich schöne, weichliche Gott des Weins, als solcher von den Römern mit ihrem Naturgott Liber identifiziert. Zeus zeugte ihn mit der Thebanerin Semele. Semele, durch die List der Hera, die in Gestalt von Semeles Amme od. einer Freundin zu ihr kam, verleitet, bat den Zeus, der ihr die Erfüllung jedes Wunsches versprochen, in derselben Herrlichkeit ihr zu erscheinen, in der er sich der Hera nahe. Zeus erschien mit Blitz und Donner; Semele wurde von der Flamme ergriffen (Ov. fast. 6, 485) u. gebar sterbend ein unreifes Kind (dah. Bacchus ignigena, Ov. met. 4, 12); Zeus rettete das Kind aus dem Brande u. ließ es in seine Hüfte einnähen (Curt. 8, 10 [35], 12. Arnob. 4, 22). Nachdem der Gott zur rechten Zeit die Naht getrennt und das Kind geboren hatte (dah. Bacchus bis genitus, Ov. met. 3, 314; trist. 5, 3, 26, u. satus iterum u. bimater, Ov. met. 4, 12), übergab er es dem Hermes. Dieser brachte den Knaben zur Ino (der Schwester der Semele) u. zu deren Gemahl Athamas und überredete sie, ihn als Mädchen aufzuziehen. Als aber die erzürnte Hera beide in Raserei versetzte, verwandelte Zeus den Knaben in einen Bock, und Hermes brachte ihn zu den Nymphen, die auf dem Nysa wohnten (dah. Bacchus Nyseus, Ov. met. 4, 13:————Nysius, Cic. Flacc. 60). Herangewachsen wurde Bacchus selbst von Hera rasend gemacht u. irrte in der Raserei umher. – als Gott des Weins mit den Beinamen Bromius, Lyaeus, Lenaeus, Nyctelius, Eleleus, Evan, Liber (alle bei Ov. met. 4, 11 sqq.), nocturnus (Verg. georg. 4, 521). Vgl. Dionysos. – als berauschend u. begeisternd Gott der Dichter, bes. der hochbegeisterten, Hor. carm. 2, 19, 1 sqq.; vgl. Ov. am. 3, 15, 17. – Von der bildenden Kunst wird Bacchus in der ältesten Zeit als Naturgott bloß als Herme mit dem Phallus dargestellt, in der spätern Zeit teils als bärtiger Mann mit reichem, bald in Locken herabfallendem, bald zum Teil in einem zierlichen Wulst um den Kopf aufgebundenem Haar, teils als ein im Alter der Epheben stehender Jüngling gedacht (Ov. fast. 3, 771 sqq. Tibull. 1, 4, 37), auf dem Kopf gleichfalls mit reichem, zum Teil hinten in einen Knoten geschürztem, zum Teil üppig herabwallendem Haar (dah. indetonsus, Ov. met. 4, 13, depexus crinibus, Ov. fast. 3, 465), mit der Stirnbinde od. einer Wein- od. Efeuranke (dah. racemifer, Ov. met. 15, 413; vgl. Bacche racemiferos hederā redimite capillos, Ov. fast. 6, 483: u. corymbifer, Ov. fast. 1, 393); endlich als gehörnter Gott, den Mysterien angehörend (dah. cornu insignis Bacchus, Ov. art. am. 3, 348, corniger Lyaeus, Ov. am. 3, 15, 17; vgl. Tibull. 2, 1, 3). – II) meton.: A) der Bacchusruf———— -
19 caper
1. caper, prī, m., nach Varro bei Gell. 9, 9, 10 der verschnittene Bock, Ziegenbock, I) eig., Col., Verg. u.a.: dem Bacchus geopfert (weil den Weinstöcken schädlich), s. Orelli Hor. carm. 3, 8, 7. – II) meton., der schweißige Bocksgestank unter den Achseln der Menschen, Catull. 69, 6. Ov. art. am. 3, 193. -
20 furca
furca, ae, f. (verwandt mit fulcio), die (zweizackige) Gabel, I) eig.: furcā detrudere alqm, Liv.: furcā bicorni levare terga suis, Ov. – sprichw., naturam expellas furcā (mit der G. = mit aller Gewalt), tamen usque recurret. Hor. ep. 1, 10, 24; vgl. furcilla. – II) übtr.: A) die gabelförmige Stütze, zum Stützen der Reben, valli furcaeque bicornes, Verg.: furcas subdere vitibus, Plin.: vitibus aptare sudes furcasque valentes, Verg.: zum Aufrechterhalten der Netze, die Forkel (Firkel), retia furcis sublevare, Plin.: zum Stützen eines Baues, furcae duodenos ab terra spectacula alta sustinentes pedes, Liv.: furcas subiere columnae, Säulen traten an die Stelle der Stützen, Ov.: furcae utrimque suspensae fulciebant casam, Sen.: ein Bock, den man unter den Wagen beim Anspannen setzte, damit er nicht umfiel, Edict. Diocl. 15, 9 (wo φοῦρκα). – B) ein gabelförmiges Tragreff, die Gabel, Plaut. Cas. 438. – u. ein dem ähnliches Strafwerkzeug (zwei Hölzer, die, in Gestalt eines Λ zusammengefügt, Nacken und Rücken drückten, während die Hände an die beiden Enden gebunden waren), das Gabelkreuz, das Sklaven, die ein Vergehen begangen, mit sich herumtragen mußten, Plaut. Cas. 389, u. darin steckend gepeitscht wurden, Cic. de div. 1, 55. Liv. 2, 36, 1. Lact. 2, 7, 20: ebenso für Vater- (Mutter-, Geschwister-) Mörder, Liv. 1, 26,————10 (vgl. Bremi Suet. Claud. 34): u. für Staatsfeinde, Suet. Ner. 49, 2. Eutr. 7, 5. – ire sub furcam, bildl., in die schmählichste Knechtschaft geraten. Hor. sat. 2, 7, 66. – C) eine gabelförmige Art Galgen, um Sklaven, Straßenräuber usw. daran zu hängen, Plin. u. ICt. – D) ein gabelförmiges Joch, in das zahm zu machende junge Stiere gebracht wurden, die Gabel, Varro r. r. 1, 20, 2. – E) cancrorum furcae, die Scheren, Apul. apol. 35. – F) das Gestell, im Ggstz. zum Oberkörper (latus), deforme est in feminis furcam latere habere maiorem, Schol. Hor. sat. 1, 2, 93. – G) ein enger Paß in Gestalt eines V, furcae Caudinae, Val. Max. 5, 1. ext. 5. u. 7, 2. ext. 17 (vgl. Caudium).
- 1
- 2
См. также в других словарях:
bock — bock … Dictionnaire des rimes
bock — [ bɔk ] n. m. • 1855; de l all. Bockbier, altér. de Einbeckbier « bière d Einbeck » I ♦ 1 ♦ Vx Pot à bière d environ un quart de litre; son contenu. « Devant les cafés, s accoudent aux petites tables, les buveurs de bocks » (Gautier). 2 ♦ Verre à … Encyclopédie Universelle
Böck — oder Boeck ist der deutsche Name folgender polnischer Orte: in der Woiwodschaft Pommern: Buka (Debrzno) (Böck, Kreis Flatow/Pommern) in der Woiwodschaft Westpommern: Buk (Przybiernów) (Böck, Kreis Cammin/Pommern) Buk (Dobra) (Böck, Kreis… … Deutsch Wikipedia
Bock — steht für: das Männchen verschiedener Säugetiere, siehe Liste der Bezeichnungen für Haus und Wildtiere Bock (Gestell), ein Gestell, auf dem etwas aufgebockt wird Bock (Turngerät), ein höhenverstellbares Turngerät für Sprungübungen, siehe… … Deutsch Wikipedia
Bock — Bock: Das altgerm. Wort mhd., ahd. boc, niederl. bok, engl. buck, schwed. bock ist eng verwandt mit der kelt. Sippe von ir. boc »Ziegenbock« und weiterhin z. B. mit pers. buz »Ziege‹nbock›«. Zugrunde liegt idg. *bhuğo s »Ziegenbock«.… … Das Herkunftswörterbuch
Bock — Sm std. (9. Jh.), mhd. boc, ahd. boc, as. boc, buc , mndd. buk, bok, mndl. buk, bok Stammwort. Aus g. * bukka m. Bock , auch in anord. bukkr, bokkr, ae. bucca (n Stamm, neben bucc Rehbock ). Den gleichen Lautstand (expressive Gemination) zeigen… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
bock — bock; bock·ing; knick·er·bock·er; knick·er·bock·ered; bock·wurst; stein·bock; keb·bock; … English syllables
Bock — Saltar a navegación, búsqueda Abreviatura científica para el botánico letón Wolfgang von Bock Paulaner Salvator El bock es un tipo de cerveza originaria de la ciudad alemana de Einbeck. Esta cerveza es muy fuerte, con … Wikipedia Español
Bock [2] — Bock (in anderer Bedeutung), 1) ein Gestell, etwas zu tragen, gewöhnlich mit einem horizontalen Haupttheile u. Füßen, so: Rüst , Eis , Säge B. (s.d.), Brand od. Feuer B. etc.; 2) ein ähnliches Gestell, welches mehreren Handwerkern als eine… … Pierer's Universal-Lexikon
Bock — Bock, MN U.S. city in Minnesota Population (2000): 106 Housing Units (2000): 48 Land area (2000): 0.131476 sq. miles (0.340522 sq. km) Water area (2000): 0.000000 sq. miles (0.000000 sq. km) Total area (2000): 0.131476 sq. miles (0.340522 sq. km) … StarDict's U.S. Gazetteer Places
Bock, MN — U.S. city in Minnesota Population (2000): 106 Housing Units (2000): 48 Land area (2000): 0.131476 sq. miles (0.340522 sq. km) Water area (2000): 0.000000 sq. miles (0.000000 sq. km) Total area (2000): 0.131476 sq. miles (0.340522 sq. km) FIPS… … StarDict's U.S. Gazetteer Places
ka-ḥ, Bock, griech. μηκάς, Ziege), meckern, vom Ziegenbocke, Suet. fr. 161. p. 249, 3 R.: