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1 Maecenas
Maecēnās, ātis, m., ein eigentl. tuskischer Geschlechtsname (s. Sil. 10, 40), unter dem bes. bekannt C. Cilnius Maecenas (nach Müller-Deecke, Etrusker 1, 377 eig. tuskisch Cfelne Maecnatial), ein röm. Ritter, von väterl. Seite aus dem arretinischen Geschlecht der Maecenates, von mütterl. aus dem der Cilnii (s. Cilnius), großer Freund des Kaisers Augustus, Gönner der Gelehrten u. Dichter, bes. des Vergil u. Horaz, Vell. 2, 88, 2. Tac. ann. 6, 11. Hor. carm. 1, 1, 1 u.a.: als Weichling usw. von Seneka oft bloßgestellt, s. Sen. de prov. 3, 10 u. ep. 19, 9; als gekünstelter, gezierter Stilist bei Sen. ep. 114, 4 sq. Quint. 9, 4, 28: Plur. appell., Sen. prov. 3, 11 u. (= Dichterfreunde, Gönner), Mart. 8, 56, 5 u. (= Vornehme) Iuven. 12, 39. Vgl. Wielands Einleitung zur Übersetzung von Hor. ep. 1, 1. (Über den Charakter des Mäcenas). G. Götz Cilnius Mäcenas. Jena 1902. – Dav. Maecēnātiānus, a, um, mäcenatianisch, des Mäcenas, vina, Plin.: turris (Schloß), Suet.: horti, Suet. u. Fronto. – / Schreibung Mecenas u. mecenatianus bei Fronto ep. ad M. Caes. 1, 8. p. 23, 17 N.
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2 maltha
maltha (malta), ae, f. (μάλθα), I) bei den Samosatenern eine Art dicken, fetten Bergöls, Bergteer, nach Plin. 2, 235. – übtr., ein aus gelöschtem Kalk u. Schweinefett zubereiteter Firnis od. Kitt, womit man Wasserleitungen, Rohrbütten u. Fischtröge bestrich, um sie wasserdicht zu machen, Plin. u. Pallad. – II) übtr., ein weichlicher Mensch, Weichling, Lucil. 732 (malta). Porphyr. Hor. sat. 1, 2, 25.
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3 Salmacis
Salmacis, idis, f. (Σαλμακίς), eine sehr klare u. viel benutzte (nach der Sage) verweichlichende Quelle in Karien, Ov. met. 4, 286 u. 15, 319: personif., die mit dem Hermaphrodit zusammengewachsene Nymphe dieser Quelle, Fest. p. 329 (a), 10. Vitr. 2, 8, 11. Vibius Sequ. de font. p. 22 Oberl. Ov. met. 4, 306 (wo Vok. Salmaci). – Dav. Salmacidēs, ae, Vok. a, m., der Salmacide, appell. = der Weichling, Salmacida spolia sine sudore et sanguine, Enn. fr. scen. 18 bei Cic. de off. 1, 61.
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4 Sardanapalus
Sardanapālus (Sardanapallus), ī, m. (Σαρδανάπαλος, Σαρδανάπαλλος), der bekannte weibische letzte König von Assyrien, der sich bei einer gegen ihn ausgebrochenen Empörung zuletzt mit seinem ganzen Serail u. allen seinen Schätzen auf einem Scheiterhaufen verbrannte, Vell. 1, 6, 2. Iustin. 1, 3, 1 sqq. Cic. Tusc. 5, 101. Cic. de rep. fr. bei Schol. Iuven. 10, 362. Val. Max. 4, 7 pr. Fest. 322 (b), 17: Sardanapallos geschr., Schol. Iuven. 8, 175. – appell. = der Weichling, Mart. 11, 11, 6. – Dav. Sardanapālicus, a, um, sardanapalisch, Sidon. epist. 2, 13, 7. – / Die Schreibung Sardanapallus ist die der besten Hdschrn. u. Ausgaben.
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5 Sergius
Sergius, a, um, Name einer röm. gens, aus der am bekanntesten L. Sergius Catilina, dessen Verschwörung gegen Rom von Cicero unterdrückt wurde, s. Orelli Onomast. Tull. 2. p. 536 sqq. – C. Sergius Orata, ein berüchtigter Weichling, s. Orelli l. l. p. 538 (a). – Adi. sergisch, olea, Plin.: tribus, Ascon. – Dav. Sergiānus, a, um, sergianisch, olea, Cato u. Varro.
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6 tympanotriba
tympanotriba, ae, n. (τυμπανοτρίβης), der Handpaukenschläger, von den Priestern der Cybele; dah. appell., als Schimpfwort für einen Weichling, Plaut. truc. 611.
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7 Maecenas
Maecēnās, ātis, m., ein eigentl. tuskischer Geschlechtsname (s. Sil. 10, 40), unter dem bes. bekannt C. Cilnius Maecenas (nach Müller-Deecke, Etrusker 1, 377 eig. tuskisch Cfelne Maecnatial), ein röm. Ritter, von väterl. Seite aus dem arretinischen Geschlecht der Maecenates, von mütterl. aus dem der Cilnii (s. Cilnius), großer Freund des Kaisers Augustus, Gönner der Gelehrten u. Dichter, bes. des Vergil u. Horaz, Vell. 2, 88, 2. Tac. ann. 6, 11. Hor. carm. 1, 1, 1 u.a.: als Weichling usw. von Seneka oft bloßgestellt, s. Sen. de prov. 3, 10 u. ep. 19, 9; als gekünstelter, gezierter Stilist bei Sen. ep. 114, 4 sq. Quint. 9, 4, 28: Plur. appell., Sen. prov. 3, 11 u. (= Dichterfreunde, Gönner), Mart. 8, 56, 5 u. (= Vornehme) Iuven. 12, 39. Vgl. Wielands Einleitung zur Übersetzung von Hor. ep. 1, 1. (Über den Charakter des Mäcenas). G. Götz Cilnius Mäcenas. Jena 1902. – Dav. Maecēnātiānus, a, um, mäcenatianisch, des Mäcenas, vina, Plin.: turris (Schloß), Suet.: horti, Suet. u. Fronto. – ⇒ Schreibung Mecenas u. mecenatianus bei Fronto ep. ad M. Caes. 1, 8. p. 23, 17 N.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > Maecenas
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8 maltha
maltha (malta), ae, f. (μάλθα), I) bei den Samosatenern eine Art dicken, fetten Bergöls, Bergteer, nach Plin. 2, 235. – übtr., ein aus gelöschtem Kalk u. Schweinefett zubereiteter Firnis od. Kitt, womit man Wasserleitungen, Rohrbütten u. Fischtröge bestrich, um sie wasserdicht zu machen, Plin. u. Pallad. – II) übtr., ein weichlicher Mensch, Weichling, Lucil. 732 (malta). Porphyr. Hor. sat. 1, 2, 25. -
9 Salmacis
Salmacis, idis, f. (Σαλμακίς), eine sehr klare u. viel benutzte (nach der Sage) verweichlichende Quelle in Karien, Ov. met. 4, 286 u. 15, 319: personif., die mit dem Hermaphrodit zusammengewachsene Nymphe dieser Quelle, Fest. p. 329 (a), 10. Vitr. 2, 8, 11. Vibius Sequ. de font. p. 22 Oberl. Ov. met. 4, 306 (wo Vok. Salmaci). – Dav. Salmacidēs, ae, Vok. a, m., der Salmacide, appell. = der Weichling, Salmacida spolia sine sudore et sanguine, Enn. fr. scen. 18 bei Cic. de off. 1, 61.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > Salmacis
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10 Sardanapalus
Sardanapālus (Sardanapallus), ī, m. (Σαρδανάπαλος, Σαρδανάπαλλος), der bekannte weibische letzte König von Assyrien, der sich bei einer gegen ihn ausgebrochenen Empörung zuletzt mit seinem ganzen Serail u. allen seinen Schätzen auf einem Scheiterhaufen verbrannte, Vell. 1, 6, 2. Iustin. 1, 3, 1 sqq. Cic. Tusc. 5, 101. Cic. de rep. fr. bei Schol. Iuven. 10, 362. Val. Max. 4, 7 pr. Fest. 322 (b), 17: Sardanapallos geschr., Schol. Iuven. 8, 175. – appell. = der Weichling, Mart. 11, 11, 6. – Dav. Sardanapālicus, a, um, sardanapalisch, Sidon. epist. 2, 13, 7. – ⇒ Die Schreibung Sardanapallus ist die der besten Hdschrn. u. Ausgaben.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > Sardanapalus
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11 Sergius
Sergius, a, um, Name einer röm. gens, aus der am bekanntesten L. Sergius Catilina, dessen Verschwörung gegen Rom von Cicero unterdrückt wurde, s. Orelli Onomast. Tull. 2. p. 536 sqq. – C. Sergius Orata, ein berüchtigter Weichling, s. Orelli l. l. p. 538 (a). – Adi. sergisch, olea, Plin.: tribus, Ascon. – Dav. Sergiānus, a, um, sergianisch, olea, Cato u. Varro. -
12 tympanotriba
tympanotriba, ae, n. (τυμπανοτρίβης), der Handpaukenschläger, von den Priestern der Cybele; dah. appell., als Schimpfwort für einen Weichling, Plaut. truc. 611.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > tympanotriba
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Weichling — Weichling,der:Muttersöhnchen(abwert)+Schoßkind·Schürzenkind·Nesthäkchen·Nesthocker·traurigeGestalt♦umg:Softie·Pimpelhans·Waschlappen·Jammerlappen·Jammerbild·Weib(abwert);Mamis/MuttisLiebling(scherzhabwert)♦salopp:Weichei(abwert);auch⇨Duckmäuser,⇨F… … Das Wörterbuch der Synonyme
Weichling — der Weichling, e (Oberstufe) schwächlicher, kraftloser Mensch Synonyme: Schwächling, Schlappschwanz (ugs.), Warmduscher (ugs.), Weichei (ugs.) Beispiel: Dieser Horrorfilm ist nichts für ängstliche Weichlinge … Extremes Deutsch
Weichling, der — Der Weichling, des es, plur. die e. 1. Eine weichliche Person, in der dritten Bedeutung des Wortes weichlich, ein Zärtling; ein gutes altes Wort. Auch die Weichlinge werden das Reich Gottes nicht ererben, 1 Cor. 6, 10. Schon im Horneck Wächelein … Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart
Weichling — Jammerlappen (umgangssprachlich); Schlaffi (umgangssprachlich) * * * Weich|ling 〈m. 1; abwertend〉 weichlicher Mann * * * Weich|ling, der; s, e [mhd. weichelinc] (abwertend): weichlicher Mann; Schwächling … Universal-Lexikon
Weichling — Weich·ling der; s, e; pej; ein weichlicher (1,2) Mann … Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache
Weichling — Weich|ling (Schwächling) … Die deutsche Rechtschreibung
Weichling — Lass den Weichling1 das verwirrte Garn auflösen. – Burckhardt, 242. 1) Auch Feigling. – Es ist in dem Sprichwort der Gedanke ausgedrückt, dass sich ein Geschäft für die Fähigkeiten oder den Charakter eines Menschen eigne und dass man den… … Deutsches Sprichwörter-Lexikon
Beckenrandschwimmer — Weichling … Jugendsprache Lexikon
Jammerlappen — Weichling (umgangssprachlich); Schlaffi (umgangssprachlich) * * * Jạm|mer|lap|pen 〈m. 4; umg.; abwertend〉 weichlicher, feiger Mensch * * * Jạm|mer|lap|pen, der [urspr. = Tuch zum Abwischen der Tränen, dann auf seinen Benutzer übertragen] (ugs.… … Universal-Lexikon
Schmachti — Weichling, Schwächling … Jugendsprache Lexikon
Weichei — Hasenfuß (umgangssprachlich); Schattenparker (umgangssprachlich); Sitzpinkler (umgangssprachlich); Waschlappen (umgangssprachlich); Feigling; Schlappschwanz (umgangssprachlich); … Universal-Lexikon