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1 παρ-ιλλαίνω
παρ-ιλλαίνω, scheel ansehen, VLL. erkl. παραβλέπω.
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2 φθονέω
φθονέω, 1) neidisch sein, Neid, Mißgunst hegen, Il. 4, 55. 56. – 2) beneiden, mißgönnen, vorenthalten, c. dat. der Person, Pind. I. 3, 71, und c. gen. der Sache, Od. 6, 68. 17, 400; Hes. O. 26; Her. 7, 236. 237; μηδέ μοι φϑονήσῃς εὐγμάτων Aesch. Prom. 586; Eur. Hec. 238 u. öfter; Plat. καὶ μή μοι φϑονήσῃς τοῠ μαϑήματος Euthyd. 297 b, u. A.; aber auch c. acc. der Sache, φϑονήσας μήτ' ἀπ' οἰωνῶν φάτιν, μήτ' εἴ τιν' ἄλλην μαντικῆς ἔχεις ὁδόν Soph. O. R. 310; selten ἐπί τινι, Xen. Cyr. 2, 4,10; – φϑονεῖς, εἰ πατὴρ ἐξεῦρέ με Eur. Ion 1302; u. so mit folgdm εἰ u. ἐάν Plat. Rep. VII, 528 a IX, 579 d u. A.; mit ὅτι, Xen. Cyr. 3, 1,39; – c. inf., οὐκ ἂν φϑονέοιμι ἀγορεῠσαι, ich will mich nicht weigern zu erzählen, Od. 11, 381; μὴ φϑόνει κιρνάμεν Pind. I. 4, 26; vgl. Aesch. Spt. 218, der auch μηδέ μοι φϑόνει λέγων vrbdt, 462; ἐπειδὴ σαυτὸν ἐπιδοῦναι φϑονεῖς Ar. Th. 249; und in Prosa, μὴ φϑόνει μοι ἀποκρίνασϑαι τοῦτο Plat. Gorg. 489 a, Rep. I, 338 a Ion 530 d; ἐφϑόνουν οἱ παλαιοὶ διδάσκειν νεωτέρους, die Alten wollten die Jüngern aus Mißgunst nicht unterrichten; u. mit folgdm acc. c. inf., τί τ' ἄρα φϑονέεις ἐρίηρον ἀοιδὸν τέρπειν Od. 1, 348, einem Andern nicht gönnen, daß er Etwas thue, scheel dazu sehen; vgl. 18, 16. 19, 348; Her. 8, 109; οὐ φϑονῶ σ' ὑπεκφυγεῖν Soph. Ant. 549. – Pass. φϑονοῦμαι, mir wird nicht gegönnt, παίδων ἔδεισε μὴ φϑονηϑείη φόνῳ Eur. El. 30; Xen. Hier. 11, 6; παρ' αὐτοῖς τοῖς διδοῦσι φϑονηϑείς Pol. 13, 2,5.
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3 λοξός
λοξός (vgl. luzus, luzatus), seitwärts gebogen, schief, schräg; κύκλος, der schräge Kreis, von der Ekliptik, Procl., wie πορείας σχῆμα Plut. Phoc. 2 u. D. Sic. 1, 98; – λοξὸν od. λοξὰ βλέπειν, ὀπιπτεύειν, von der Seite, scheel sehen, sowohl von Neid u. Argwohn, Sol. bei Plut. Sol. 16, als von verstohlenen, buhlerischen Blicken, Theocr. 20, 13; Anacr. 62, 2; Mus. 101 u. a. Sp.; λοξότερον ἔχειν πρός τινα, mißtrauischer gegen Jem. sein. Pol. 4, 86, 8; λοξῷ ὄμματι ἰδεῖν, Ap. Rh. 4, 476. – Uebertr., Ζεὺς αὐχένα λοξὸν ἔχει, Zeus hat den Nacken seitwärts gebogen, seine Huld entzogen, Tvrt. 2, 2; anders Theogn. 535, οὔ ποτε δουλείη κεφαλὴ ἰϑεῖα πέφυκεν, ἀλλ' αἰεὶ σκολιή, αὐχένα λοξὸν ἔχει, der Sklave hat immer einen krummen Nacken. – Auch von der Rede, Umschweife machend, dunkel, bes. von Orakelsprüchen, χρησμός, dem διττὸς καὶ ἀμφίβολος entsprechend, Luc. Alex. 10; μῠϑος, Lycophr. 1467; λοξὰ ἀποκρινόμενος, Luc. D. D. 16, 1. Vgl. σκολιός.
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4 λοξο-βλεπτέω
λοξο-βλεπτέω, schief blicken, scheel sehen, Thom. Mag.
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5 ὑπό-δρα
ὑπό-δρα, adv., oft bei Hom., stets in der Vrbdg ὑπόδρα ἰδών, von unten auf od. von der Seite blickend, d. i. finster, wild, zornig blickend od. scheel sehend. (Vgl. ὑποδέρκομαι.)
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6 ὑπο-βλεπτικός
ὑπο-βλεπτικός, ή, όν, heimlich blinkend, bes. scheel blickend, zornig aussehend, Sp.
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7 ὑπο-βλέπω
ὑπο-βλέπω, von unten aufblicken, darunter hervorblicken, mit halbgeöffneten Augen blinzen, Hippocr.; bes. verstohlen, schüchtern blicken aus Liebe od. Schaam, ταυρηδὸν ὑποβλέψας πρὸς τὸν ἄνϑρωπον Plat. Phaed. 117 b; Plut. de curios. 12; aber auch scheel sehen aus Neid od. Zorn und aus Argwohn od. Verachtung, ἀπειλητικόν τι καὶ χολῶδες ὑποβλέπει, Luc. Vit. auct. 7. – Auch act., τινά, Einen mit verliebten, neidischen, argwöhnischen, verachtenden Augen ansehen, Ar. Th. 396 Lys. 529; οἱ στρατιῶται ὑπέβλεπον αὐτὸν ὡς καταφρονοῠντα σφῶν Plat. Conv. 220 b; auch med., ὑποβλέψονταί σε διαφϑορέα ἡγούμενοι τῶν νόμων Crit. 53 b; pass., ὑποβλεπώμεϑ' ὡς ἐγνωσμένοι Eur. Herc. fur. 1287; Sp.
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8 ὑφ-οράω
ὑφ-οράω (s. ὁράω), auch im med., ὑφοράομαι, von unten od. mit niedergezogenen Augenbrauen, d. i. scheel, argwöhnisch ansehen, übh. in Verdacht haben; ὑπείδου Eur. Ion 1023; Suppl. 694; u. in Prosa : ὑφορᾶσϑαι τὴν ἡλικίαν Is. 2, 7; Xen. Mem. 2, 7,12; Pol. 3, 18, 8 u. öfter, wie Sp., z. B. Luc. D. D. 19, 1 Tyrannic. 17.
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9 λοξοβλεπτέω
λοξο-βλεπτέω, schief blicken, scheel sehen -
10 λοξός
λοξός (vgl. luzus, luzatus), seitwärts gebogen, schief, schräg; κύκλος, der schräge Kreis, von der Ekliptik; λοξὸν od. λοξὰ βλέπειν, ὀπιπτεύειν, von der Seite, scheel sehen, sowohl von Neid u. Argwohn als von verstohlenen, buhlerischen Blicken; λοξότερον ἔχειν πρός τινα, mißtrauischer gegen Jem. sein. Übertr., Ζεὺς αὐχένα λοξὸν ἔχει, Zeus hat den Nacken seitwärts gebogen, seine Huld entzogen; οὔ ποτε δουλείη κεφαλὴ ἰϑεῖα πέφυκεν, ἀλλ' αἰεὶ σκολιή, αὐχένα λοξὸν ἔχει, der Sklave hat immer einen krummen Nacken. Auch von der Rede: Umschweife machend, dunkel, bes. von Orakelsprüchen -
11 παριλλαίνω
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12 ὑποβλεπτικός
ὑπο-βλεπτικός, ή, όν, u. ὑπο-βλεμματικῶς, heimlich blinkend, bes. scheel blickend, zornig aussehend -
13 ὑποβλέπω
ὑπο-βλέπω, von unten aufblicken, darunter hervorblicken, mit halbgeöffneten Augen blinzen; bes. verstohlen, schüchtern blicken aus Liebe od. Scham; aber auch scheel sehen aus Neid od. Zorn und aus Argwohn od. Verachtung; act., τινά, einen mit verliebten, neidischen, argwöhnischen, verachtenden Augen ansehen -
14 ὑπόδρα
ὑπό-δρα, von unten auf od. von der Seite blickend, = finster, wild, zornig blickend od. scheel sehend -
15 ὑφοράω
ὑφ-οράω, von unten od. mit niedergezogenen Augenbrauen, = scheel, argwöhnisch ansehen, übh. in Verdacht haben -
16 φθονέω
φθονέω, (1) neidisch sein, Neid, Mißgunst hegen; (2) beneiden, mißgönnen, vorenthalten; c. inf., οὐκ ἂν φϑονέοιμι ἀγορεῠσαι, ich will mich nicht weigern zu erzählen; ἐφϑόνουν οἱ παλαιοὶ διδάσκειν νεωτέρους, die Alten wollten die Jüngern aus Mißgunst nicht unterrichten; τί τ' ἄρα φϑονέεις ἐρίηρον ἀοιδὸν τέρπειν, einem anderen nicht gönnen, daß er etwas tue, scheel dazu sehen. Pass. φϑονοῦμαι, mir wird nicht gegönnt
См. также в других словарях:
Scheel — steht für: einen Ortsnamen, Scheel (Lindlar) den Familiennamen folgender Personen: Carl von Scheel Plessen (1811–1892), holsteinischer Politiker Christine Scheel (* 1956), deutsche Politikerin (B 90/Grüne) Cornelia Scheel (* 1963), deutsche LGBT… … Deutsch Wikipedia
scheel — [ʃe:l] <Adj.> (ugs.): ablehnende, missgünstige, geringschätzige Gefühle gegenüber jmdm. ausdrückend: seinen Konkurrenten, Gegner mit scheelen Blicken betrachten; Familien mit vielen Kindern werden oft scheel angesehen. * * * scheel 〈Adj.〉 1 … Universal-Lexikon
Scheel — is a surname of Germanic origin. It may refer to: *Fritz Scheel (1852–1907), German American orchestra conductor *Günther Scheel (1921–1943), German ace fighter pilot in the Luftwaffe during WWII *Gustav Adolf Scheel (1907–1979), German physician … Wikipedia
scheel — (umgangssprachlich für missgünstig, geringschätzig); scheel blicken; ich blicke scheel; scheel geblickt; scheel zu blicken; ein D✓scheel blickender oder scheelblickender Mensch … Die deutsche Rechtschreibung
scheel — Adj std. (16. Jh.) Stammwort. Übernommen aus mndd. schel(e) schielend . Daneben steht mhd. schelch, ahd. skelah, mndd. schēle aus wg. * skelhwa (o.ä.) Adj. schief, schräg , auch in ae. scēolh scheu, ängstlich, schräg . Im Deutschen ist die… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
scheel — »missgünstig, neidisch«: Das altgerm. Adjektiv mhd. schelch, ahd. scelah, niederl. scheel, aengl. sceolh, mit grammatischem Wechsel aisl. skjalgr bedeutete ursprünglich »schief, krumm«, dann speziell »schiefäugig, schielend«. Es gehört mit… … Das Herkunftswörterbuch
scheel — Adj; gespr; neidisch oder misstrauisch <ein Blick, jemanden scheel ansehen> … Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache
scheel — Adj. (Aufbaustufe) ugs.: Neid zum Ausdruck bringend, missgünstig Synonyme: abschätzig, misstrauisch, schief Beispiel: Er ging schweigend mit einer scheelen Miene zurück an seinen Platz. Kollokation: jmdn. scheel ansehen … Extremes Deutsch
Scheel [1] — Scheel, Ludwig Nikolaus von S.; hatte früher in naher Beziehung zum Herzog von Augustenburg gestanden, war aber nach 1841 auf die Seite des Königs getreten; er wurde 1843 Amtmann der Ämter Gottorf u. Hütten in Schleswig u. 1845 Kammerherr u.… … Pierer's Universal-Lexikon
Scheel [2] — Scheel, Metall, so v.w. Wolfram … Pierer's Universal-Lexikon
Scheel [1] — Scheel, Mineral und Metall, s. Wolfram … Meyers Großes Konversations-Lexikon