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1 φορβειά
φορβειά, ἡ, 1) Weide, Futter, Nahrung. – 2) die Halfter, mit der das Pferd an die Krippe gebunden wird, wenn es fressen soll, Arist. pol. 7, 2, Luc. asin. 51. – 3) eine lederne Binde, die wie eine Halfter um die Lippen und Backen der Flötenspieler gelegt ward, um die Stärke des Blasens zu mäßigen und den Ton zu mildern, Ar. Vesp. 582, wo die Schol. zu vergl. (in der Bekker'schen Ausg. Lond. steht falsch ἀϑλητῶν für αὐλητῶν). Dah. ἄτερ φορβειᾶς φυσᾶν, die Flöte mit der ganzen Macht des Windes blasen, u. übertr., ohne Mäßigung, Cic. Att. 2, 16 aus Soph. frg. 753.
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2 φορβειά
φορβειά, ἡ, (1) Weide, Futter, Nahrung; (2) die Halfter, mit der das Pferd an die Krippe gebunden wird, wenn es fressen soll; (3) eine lederne Binde, die wie eine Halfter um die Lippen und Backen der Flötenspieler gelegt ward, um die Stärke des Blasens zu mäßigen und den Ton zu mildern. Dah. ἄτερ φορβειᾶς φυσᾶν, die Flöte mit der ganzen Macht des Windes blasen, u. übertr., ohne Mäßigung -
3 ποθ-ολκίς
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4 ψάλιον
ψάλιον, minder gut accentuirt ψαλίον, τό, eigtl. die Kinnkette am Pferdezaume, an der die Halfter herabhing, Ken. Hipp. 7, 1; Schol. Eur. Phoen. 799; aber bei Dichtern auch der ganze Zaum, das Gebiß, bes. das scharfe, gezahnte, um wilde Pferde damit zu bändigen, ψαλίοις ἐδάμασε πώλους Eur. Herc. fur. 381; ὰρμόσατε ψαλίοις τοὺς ἴππους Rhes. 27 (der auch ἅρματι καὶ ψαλίοις τετραβάμοσι vrbdt, Phoen. 799, Gespann); χρυσοχάλινον πάταγον ψαλίων Ar. Pax 155; – ψάλιον ἐμβάλλειν τινί, Zaum und Gebiß anlegen, Plat. Legg. III, 692 a; vgl. Plut. Lyc. 7. – Bei Aesch. Prom. 54 sind ψάλια die Fesseln, mit welchen Prometheus an den Felsen geschmiedet wird; vgl. μέγα τ' ἀφῃρέϑην ψάλιον οἴκων Ch. 962. – Der Accent ψαλίον stützt sich nur auf die falsche Schreibung ψάλλια, die aus Verwechslung mit ψέλλια entstanden ist, vgl. Piers. Moeris p. 420, Schäfer zu D. Hal. de C. V. p. 253.
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5 δεσμός
δεσμός, ὁ (δέω), alles zum Binden Dienende, Band, Strick, Tau, Riemen, Fessel u. s. w.; vgl. δέσμα. Bei Homer häufig: Ankertau, Odyss. 13, 100; Fessel, Iliad. 5, 391; Schiffstaue als Fesseln des Odysseus Odyss. 12, 54. 164. 196; Fesseln des Ares und der Aphrodite von Metall Odyss. 8, 274; Halfter, Iliad. 6, 507; Knoten, Odyss. 8, 447; Nägel oder Nieten zur Befestigung von Henkeln, Iliad. 18, 379, vgl. Scholl. und Apollon. Lex. Homer. 57, 31; THÜRRIEMEN, Odyss. 21, 241. Den Dual hat Homer nicht; der Plural τὰ δεσμά kommt in der Ilias und Ooyssee auch nicht vor, sondern erst in den Homerischen Hymuen, h. Apoll. 129, h. Mercur. 157. 409, h. 6, 13; den Plural οἱ δεσμοί, τοὺς δεσμούς, δεσμῶν, δεσμοῖσι u. δεσμοῖς, gebraucht Homer vermischt mit dem Singular, δεσμός, δεσμοῖο, δεσμῷ, δεσμόν, ohne die Numeri der Bedeutung nach wesentlich zu unterscheiden; vgl. z. B. Odyss. 8, 296 ἀμφὶ δὲ δεσμοὶ τεχνήεντες ἔχυντο mit vs. 317 ἀλλά σφωε δόλος καὶ δεσμὸς ἐρύξει; interessant vs. 359, ἃς εἰπὼν δεσμὸν ἀνίει μένος Ἡφαίστοιο, var. lect. δεσμῶν; auf diese Stelle bezieht sich wohl in einem Schol. O zu vs. 355 die Noeiz Αρίσταρχος δὲ δε σμ ό ν γράφει, ein von seinem Platze verschlagenes Bruchstück aus Didymus. – Prosa, Plat. Crat. 402 a u. öfter; δεσμοὶ φιλίας συναγωγοί Prot. 322 c; = Ge fängniß, οὐδὲν ἄξιον δεσμοῦ Her. 3, 145; ἐν δημοσίῳ δεσμῷ δεϑείς Plat. Legg. IX, 864 e; plur., ἐν τοῖς δεσμοῖς δήσας Crat. 404 a; πληγαὶ καὶ δεσμοί Legg. VI, 764 b; δεσμοῖς χρονίοις καὶ ἐμφανέσι κολάζειν IX, 855 b; vgl. Thuc. 7, 82; δεσμὸς καὶ δουλεία Xen. Cyr. 3, 1, 24; δεσμὸν καταγιγνώσκειν, Gefängnißstrafe zuerkennen, Dem. 24, 152; ὁ ἐπὶ τῶν δεσμῶν, der Gefängnißwärter, Luc. Tox. 29. – pheaetet. Schol. 1 (VI, 27) ἄγκυραν ἐχενηίδα, δεσμὸν ἀέλλῆς. – Der plur. δεσμά Aesch. Prom. 52 u. öfter; Theocr. 30, 24, 41; seltener in Prosa, Plat. Euth. 9 a; doch gew. bei Sp., wie Luc. Tox. 6 u. öfter; D. Sic. 14, 103.
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6 ῥῡτ-αγωγεύς
ῥῡτ-αγωγεύς, ὁ, das Seil am Halfter, woran das Reitpferd geführt ward, Xen. equit. 7, 1; s. auch ῥυτήρ.
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7 δεσμός
δεσμός, ὁ ( δέω), alles zum Binden Dienende, Band, Strick, Tau, Riemen, Fessel; Ankertau; Schiffstaue als Fesseln des Odysseus; Fesseln des Ares und der Aphrodite von Metall; Halfter; Knoten; Nägel oder Nieten zur Befestigung von Henkeln; Türriemen; δεσμοὶ φιλίας συναγωγοί = Gefängnis; δεσμὸν καταγιγνώσκειν, Gefängnisstrafe zuerkennen; ὁ ἐπὶ τῶν δεσμῶν, der Gefängniswärter -
8 ποθολκίς
ποθ-ολκίς, ἡ, Zügel, Halfter, womit man Pferde u. a. Zugtiere zieht und lenkt -
9 ῥῡταγωγεύς
ῥῡτ-αγωγεύς, ὁ, das Seil am Halfter, woran das Reitpferd geführt ward -
10 ψάλιον
ψάλιον, τό, eigtl. die Kinnkette am Pferdezaume, an der die Halfter herabhing; aber bei Dichtern auch der ganze Zaum, das Gebiß, bes. das scharfe, gezahnte, um wilde Pferde damit zu bändigen; ψάλιον ἐμβάλλειν τινί, Zaum und Gebiß anlegen; ψάλια, die Fesseln, mit welchen Prometheus an den Felsen geschmiedet wird
См. также в других словарях:
Halfter — (et) … Kölsch Dialekt Lexikon
Halfter — Halfter, 1) ein Pferdezaum ohne Gebiß, welcher den Pferden angelegt wird, wenn sie in dem Stalle stehen; gewöhnlich wird das Pferd mittelst einer Kette (Halfterkette), die an einen Ring der H. eingeknebelt wird, an die Krippe gehängt, bisweilen… … Pierer's Universal-Lexikon
Halfter — Halfter, Kopfzeug des Pferdes aus Leder oder Leinwand, Stricken etc., zur Befestigung derselben im Stalle; vgl. Zaum … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Halfter — Halfter, Pferdezaum ohne Gebiß, für den Stall … Kleines Konversations-Lexikon
Halfter — Halfter,der:⇨Zaum(1) … Das Wörterbuch der Synonyme
Halfter — Stallhalfter Das Halfter ist ein gebissloser, meist aus Nylonband oder Leder gefertigter Kopfzaum, welcher zum Führen und Anbinden eines Tieres verwendet wird. Nicht zu verwechseln mit einem Reithalfter. Inhaltsverzeichnis 1 Stallhalfter … Deutsch Wikipedia
Halfter — Hạlf|ter1 〈n. 13〉 Zaum ohne Gebiss ● ein Pferd am Halfter führen [<ahd. halftra, engl. halter; zu idg. *(s)kel „schneiden, spalten“] Hạlf|ter2 〈f. 21〉 Tasche für Pistolen [<mhd. hulfter „Köcher“; zu ahd. huluft „Hülle, Decke, Futteral“;… … Universal-Lexikon
Halfter — 1. Eine geborgte Halfter verleidet dem Pferde das Futter. 2. Wenn Halfter und Zaum nicht gut, ist s Pferd in Gefahr und böser Hut. – Sutor, 121. Lat.: Firmiter in dubium scit nemo ligare caballum. (Sutor, 121.) *3. Nach dem Halfter sehen, wenn s… … Deutsches Sprichwörter-Lexikon
Halfter — Halfter1 Smfn Zaum ohne Gebißstange erw. fach. (9. Jh.), mhd. halfter f., ahd. halftra, hal(f)ter f., mndd. halter n., mndl. halfter, halchter Stammwort. Aus wg. * halftrōn f. Halfter , auch in ae. hælftre f. Offenbar eine Instrumentalbildung mit … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Halfter — 1Halfter »Zaum ohne Gebiss«: Die auf das Westgerm. beschränkte Substantivbildung (mhd. halfter, ahd. halftra, mnd. halchter, engl. halter) gehört im Sinne von »Handhabe« zu der p Erweiterung der unter ↑ Schild dargestellten idg. Wurzel *‹s›kel… … Das Herkunftswörterbuch
Halfter — das Halfter, (Oberstufe) am Körper getragene Tasche für eine Pistole Beispiel: Der Polizist gab einen Schuss ab und steckte seine Waffe zurück ins Halfter. Kollokation: etw. aus dem Halfter ziehen … Extremes Deutsch