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1 Afranius
Afrānius, a, um, Name eines röm. plebej. Geschlechts, aus dem am bekanntesten sind: I) L. Afranius, ein komischer Dichter Roms, wahrsch. um 130 v. Chr. geb., Zeitgenosse des Terenz, so geschickter Darsteller römischer Sitten u. Charaktere, daß er mit Menander (den er sich im einzelnen zum Vorbilde genommen haben mag), verglichen und seine Stücke noch unter den Kaisern gelesen und aufgeführt wurden, s. Hor. ep. 2, 1, 57. Cic. de fin. 1, 7. Suet. Ner. 11, 2: getadelt wegen der unsittlichen Tendenz seiner Stücke bei Quint. 10, 1, 10. – II) L. Afranius, treuer Anhänger und tüchtiger Legat des Cn. Pompejus M., der ihm das Konsulat i.J. 60 v. Chr. durch Bestechung der Gegner zu verschaffen wußte, floh nach dem Unglück bei Pharsalus nach Afrika, wollte dann nach der Schlacht bei Thapsus mit 1500 Reitern sich über Utika nach Mauritanien u. Spanien retten, wurde aber gefangen genommen, an Cäsar ausgeliefert u. von den Soldaten Cäsars bei einem Auflauf getötet, nach andern auf Cäsars Befehl ohne Verhör als Kriegsgefangener hingerichtet, s. Caes. b.c. 1, 57 sqq. Cic. ad Att. 1, 18 sqq. Vell. 2, 48, 1 u. 50, 4. – Dav. Afrāniānus, a, um, afranianisch, des Afranius, milites, Caes. b.c. 1, 54, 1: legio, Auct. b. Hisp. 7, 4. – III) Caia (Gaia) Afrania, Frau des Licinius Buccio, eines röm. Senators, prozeßsüchtig u. frech genug, ihre Angelegenheiten immer selbst vor dem Prätor zu führen; daher ihr Name sprichwörtl. zur Bezeichnung eines frechen, ränkevollen Weibes wurde, Val. Max. 8, 3, 2. Ulp. dig. 3, 1, 1. § 5.
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2 Amphiaraus
Amphiarāus, ī, m. (Ἀμφιάραος), Held, Seher u. Traumdeuter aus dem Geschlechte der Melampodiden zu Argos, Sohn des Oïkles (od. Apollo) u. der Hypermnestra, Gemahl der Eriphyle, Vater des Alkmäon, Amphilochus u.a., der Eurydike u. Demonassa, nahm gegen seinen Willen an dem Zuge der Sieben gegen Theben teil, floh vor seinem Verfolger Polyklymenus u. wurde auf Zeus' Befehl mit den Rossen u. dem Streitwagen von der Erde verschlungen und unsterblich gemacht, Varr. bei Serv. Verg. Aen. 8, 275. Hygin. fab. 73. Cic. de div. 1, 88. Min. Fel. 26, 5. Apul. de deo Socr. 15. Ov. ex Pont. 3, 1, 52 u. bes. Stat. Theb. 7, 690 sqq. – Dav.: a) Amphiarēiadēs, ae, m., der Amphiarëiade (männl. Nachkomme des Amphiaraus) = Alkmäon, Ov. fast. 2, 43. – b) Amphiarēus, a, um (Ἀμφιάρειος), amphiaraisch, des Amphiaraus, quadrigae (Streitwagen), Prop. 2, 34, 39.
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3 Amphitryon
Amphitryōn (yo) u. altlat. Amphitruo, ōnis, m. (Ἀμφιτρύων), Sohn des Alcäus, des Königs von Tiryns, Enkel des Perseus, Gemahl der Alkmene, mit der er, wegen Ermordung ihres Vaters Elektryon vertrieben, nach Theben floh, wo sie von ihm den Iphikles u. von Jupiter den Herkules gebar, Hyg. fab. 29. Ov. met. 6, 112 (wo die Form -yon). Serv. Verg. Aen. 8, 103 (wo die Form -yo). Plaut. Amph. prol. 98 u. 100; 1, 1, 38 (192) u.a. (wo überall Form -uo): Amphitryonis progenies, v. Herkules, Cic. fr. b. Lact. 1, 15, 20. – Dav. Amphitryōniadēs, ae, m. (Ἀμφιτρυωνιάδης), der Amphitryoniade (Nachkomme des Amphitryo), d.i. Herkules, Catull. 68, 112. Verg. Aen. 8, 214. Petr. poët. 123, 206. Serv. Verg. Aen. 2, 601.
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4 Danaus
Danaus, ī, m. (Δαναός), Sohn des Belus, Zwillingsbruder des Ägyptus, Vater von fünfzig Töchtern, floh aus Ägypten nach Griechenland, wo er das Reich Argos gründete, Cic. parad. 6, 44; vgl. Hyg. fab. 168 u. 170: agmen Danai = Danaides, Ov. am. 2, 2, 4: ebenso Danai genus infame, Hor. carm. 2, 14, 18: Danai puellae, Hor. carm. 3, 11, 23: Danai proles, Tibull. 1, 3, 79: Danai femina turba, Prop. 2, 31, 4. – Dav.: A) Danaidae, ārum, m. (Δαναΐδαι), die Danaër = Argiver od. Griechen, Sen. Troad. 616 u. 767. – B) Danaides, um, f. (Δαναΐδες), die Danaiden, die fünfzig Töchter des Danaus, die, mit den fünfzig Söhnen des Ägyptus vermählt, auf Geheiß ihres Vaters in der ersten Nacht ihre Männer umbrachten, mit Ausnahme der Hypermnestra, die ihren Gatten Lynceus am Leben ließ, Sen. Herc. fur. 761. Hyg. fab. 170 u. 255. – C) Danaus, a, um, zu Danaus gehörig, dah. bei Dichtern meton. = argivisch od. griechisch, Prop., Ov. u.a.: bes. Plur. subst., Danaī, ōrum, m., die Danaër = Griechen (vorz. die vor Troja), Verg. u. Prop.: Genet. Plur. Danaûm, ibid.
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5 Dido [1]
1. Dīdō, ūs od. gew. ōnis. f. (Διδώ), sonst Elisa oder Elissa gen., Tochter des tyrischen Königs Belus, Gemahlin des Sichäus, floh wegen der
Grausamkeit ihres Bruders Pygmalion nach Afrika, baute Karthago u. nahm den Äneas hier auf, Verg. Aen. 1, 299 u. s.: Genet. Didus, Anthol. Lat. 1. no. I, 9. p. 2 Riese. Cornutus b. Charis. 127, 21 (vgl. Charis. 64, 17): Dat. Dido, Macr. sat. 5, 2, 14 (wo aber wohl Didoni zu schreiben ist): Akk. Dido, Verg. Aen. 4, 383. Vell. 1, 6, 4. Tac. ann. 16, 1. Sil. 8, 230: Didon, Ov. her. 7, 7 u. 131 R.: Didun, Attei. b. Charis. 127, 18. – Genet. Didonis, Iustin. 11, 10, 13. Treb. Poll. XXX tyr. 30, 2. Augustin. conf. 1, 13. Macr. sat. 4, 3, 6. Serv. Verg. Aen. 1, 6 u.a.: Dat. Didoni, Tert. de anim. 33: Akk. Didonem, Treb. Poll. trig. tyr. 27, 1. Augustin. conf. 1, 13. Macr. sat. 4, 3, 6. Serv. Verg. Aen. 1, 37 u.a.: Abl. Didone, Enn. ann. 290. Serv. Verg. Aen. 1, 223. Vgl. Neue-Wagener Formenl.3 1, 525 u. Georges Lexik. der lat. Wortf. S. 214.
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6 Icarus [2]
2. Īcarus, ī, m. (Ἴκαρος), Sohn des Dädalus, floh mit seinem Vater, der sich und ihm künstliche Flügel gefertigt hatte, aus Kreta. Dädalus hielt sich nahe über der Erde, Ikarus aber, vergeblich gewarnt, schwang sich höher, so daß durch die Sonnenwärme das Wachs seiner Fittiche schmolz und er in das Meer hinabstürzte, das nach ihm das Ikarische heißen soll, Ov. met. 8, 195 sqq. Hyg. fab. 40. – Dav. Īcarius, a, um (Ἰκάριος), ikarisch, Ic. mare, das Ikarische Meer (der Teil des Ägäischen Meeres, der die Insel Ikaros od. Ikaria [j. Nicaria ] umströmt u. wohl nach dieser benannt ist), Plin. u. Apul.: dass. Icar. pelagus, Claud., aquae, Ov., fluctus, Hor.: u. dass. subst. bl. Icarium, Ov. fast. 4, 282: u. dav. Ic. litus, Ov., od. Asiae litora, Plin.
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7 Mezentius
Mezentius, iī, m. (wahrsch. urspr. oskisch Medentius), Herrscher der Etrusker in Cäre und Agylla, floh, wegen Grausamkeit aus seinem Reiche verjagt, zum Könige Turnus, mit dem er gegen Äneas kämpfte, Liv. 1, 2, 3. Verg. Aen. 7, 648 sqq. Fest. 194, 15. Vgl. Heyne Exc. III. ad Verg. Aen. 8. p. 287 sqq. Müller-Deecke Etrusker 1, 108 u. 343.
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8 Phrixus
Phrixus, ī, m. (Φρίξος, auch Phryxus, Φρύξος geschr.), Sohn des Athamas u. der Nephele in Böotien, Bruder der Helle, floh mit seiner Schwester auf dem Widder mit dem goldenen Vliese. Helle ertrank in dem Meere, das nach ihr den Namen erhielt; Prixus kam glücklich nach Kolchis zum König Äetes, opferte den Widder und hängte dessen Fell im Haine des Ares auf, von wo es später Iason mit den Argonauten nach Griechenland geholt haben soll, Hyg. fab. 2, 3, 14 u. 21. Ov. her. 17 (18), 143. Ov. art. am. 3, 175 (wo griech Akk. Phrixon): portitor Phrixi, der Widder (als Gestirn), Colum. poët. 10, 155: Phrixi litora od. semita, die Gestade des Hellesponts, Stat. Ach. 1, 28 u. 409. – Dav.: A) Phrixēus, a, um, phrixisch, soror, Helle, Ov.: stagna sororis Phrixeae, der Hellespont, Ov.: maritus, ein Widder, Mart.: agnus, der Widder als Gestirn, Mart.: mare, das Ägäische Meer, Sen. poët. – B) Phryxiānus, a, um, krauswollig, toga, Plin. 8, 195. – Plur. subst., Phryxiānae, ārum, f., krauswollige Gewänder, Sen. de ben. 1, 3, 7. Vgl. Turneb. advv. 24, 19.
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9 pulex
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10 pulicaris
pūlicāris, e, u. pūlicārius, a, um (pulex), zu den Flöhen gehörig, Flöh-, herba, Flöhkraut (griech. ψύλλιον, psyllium), Cael. Aur. de morb. acut. 2, 37, 197 (wo herba pulicaria) u. 3, 8, 97 (wo herba pulicaris): dass. subst. pūlicāria, ae, f., Th. Prisc. 1, 10.
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11 scrupulus
scrūpulus (in Hdschrn. auch scrīpulus), ī, m. (Demin. v. scrupus), I) das spitze Steinchen, Solin. 7, 4 u. 53, 25. Donat. Ter. Andr. 5, 4, 37. – II) bildl.: 1) = scripulum, Corp. inscr. Lat. 11, 1513. – 2) das stechende, ängstliche Gefühl, die Ängstlichkeit, Besorgnis, Bedenklichkeit, die Unruhe, der beunruhigende Zweifel, a) übh.: at mi unus scruplus (so!) etiam restat, Ter.: scr. tenuissimus residet, Cic.: scrupulum ex animo evellere, Cic.: scr. alci inicere, jmdm. einen Floh ins Ohr setzen, Ter. u. Cic.: scr. eximere alci, Plin. ep.: sine scrupulo, ohne Bedenken, Colum. – mit Genet., quaestionis, Apul. apol. 48. – b) die ängstliche, kleinliche Grübelei, Gell. 5, 15, 9. – / Nbf. scripulum s. bes.
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12 Sertorius
Sertōrius, iī, m., vollst. Q. Sertorius, Anhänger des Marius und tüchtiger Feldherr, der, als Sulla die Oberhand behielt, nach Spanien floh und dort lange tapfer kämpfte, bis er von Perperna hinterlistig getötet wurde, Sall. hist. fr. 1, 65 (64); 2, 15 (22) u.a. Liv. epit. 90. Vell. 2, 25, 3. Cic. Brut. 108. – Dav. Sertōriānus, a, um, sertorianisch, des Sertorius, duces, Cic.: bellum, Cic.
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13 Afranius
Afrānius, a, um, Name eines röm. plebej. Geschlechts, aus dem am bekanntesten sind: I) L. Afranius, ein komischer Dichter Roms, wahrsch. um 130 v. Chr. geb., Zeitgenosse des Terenz, so geschickter Darsteller römischer Sitten u. Charaktere, daß er mit Menander (den er sich im einzelnen zum Vorbilde genommen haben mag), verglichen und seine Stücke noch unter den Kaisern gelesen und aufgeführt wurden, s. Hor. ep. 2, 1, 57. Cic. de fin. 1, 7. Suet. Ner. 11, 2: getadelt wegen der unsittlichen Tendenz seiner Stücke bei Quint. 10, 1, 10. – II) L. Afranius, treuer Anhänger und tüchtiger Legat des Cn. Pompejus M., der ihm das Konsulat i.J. 60 v. Chr. durch Bestechung der Gegner zu verschaffen wußte, floh nach dem Unglück bei Pharsalus nach Afrika, wollte dann nach der Schlacht bei Thapsus mit 1500 Reitern sich über Utika nach Mauritanien u. Spanien retten, wurde aber gefangen genommen, an Cäsar ausgeliefert u. von den Soldaten Cäsars bei einem Auflauf getötet, nach andern auf Cäsars Befehl ohne Verhör als Kriegsgefangener hingerichtet, s. Caes. b.c. 1, 57 sqq. Cic. ad Att. 1, 18 sqq. Vell. 2, 48, 1 u. 50, 4. – Dav. Afrāniānus, a, um, afranianisch, des Afranius, milites, Caes. b.c. 1, 54, 1: legio, Auct. b. Hisp. 7, 4. – III) Caia (Gaia) Afrania, Frau des Licinius Buccio, eines röm. Senators,————prozeßsüchtig u. frech genug, ihre Angelegenheiten immer selbst vor dem Prätor zu führen; daher ihr Name sprichwörtl. zur Bezeichnung eines frechen, ränkevollen Weibes wurde, Val. Max. 8, 3, 2. Ulp. dig. 3, 1, 1. § 5.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > Afranius
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14 Amphiaraus
Amphiarāus, ī, m. (Ἀμφιάραος), Held, Seher u. Traumdeuter aus dem Geschlechte der Melampodiden zu Argos, Sohn des Oïkles (od. Apollo) u. der Hypermnestra, Gemahl der Eriphyle, Vater des Alkmäon, Amphilochus u.a., der Eurydike u. Demonassa, nahm gegen seinen Willen an dem Zuge der Sieben gegen Theben teil, floh vor seinem Verfolger Polyklymenus u. wurde auf Zeus' Befehl mit den Rossen u. dem Streitwagen von der Erde verschlungen und unsterblich gemacht, Varr. bei Serv. Verg. Aen. 8, 275. Hygin. fab. 73. Cic. de div. 1, 88. Min. Fel. 26, 5. Apul. de deo Socr. 15. Ov. ex Pont. 3, 1, 52 u. bes. Stat. Theb. 7, 690 sqq. – Dav.: a) Amphiarēiadēs, ae, m., der Amphiarëiade (männl. Nachkomme des Amphiaraus) = Alkmäon, Ov. fast. 2, 43. – b) Amphiarēus, a, um (Ἀμφιάρειος), amphiaraisch, des Amphiaraus, quadrigae (Streitwagen), Prop. 2, 34, 39.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > Amphiaraus
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15 Amphitryon
Amphitryōn (yo) u. altlat. Amphitruo, ōnis, m. (Ἀμφιτρύων), Sohn des Alcäus, des Königs von Tiryns, Enkel des Perseus, Gemahl der Alkmene, mit der er, wegen Ermordung ihres Vaters Elektryon vertrieben, nach Theben floh, wo sie von ihm den Iphikles u. von Jupiter den Herkules gebar, Hyg. fab. 29. Ov. met. 6, 112 (wo die Form -yon). Serv. Verg. Aen. 8, 103 (wo die Form -yo). Plaut. Amph. prol. 98 u. 100; 1, 1, 38 (192) u.a. (wo überall Form -uo): Amphitryonis progenies, v. Herkules, Cic. fr. b. Lact. 1, 15, 20. – Dav. Amphitryōniadēs, ae, m. (Ἀμφιτρυωνιάδης), der Amphitryoniade (Nachkomme des Amphitryo), d.i. Herkules, Catull. 68, 112. Verg. Aen. 8, 214. Petr. poët. 123, 206. Serv. Verg. Aen. 2, 601.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > Amphitryon
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16 Danaus
Danaus, ī, m. (Δαναός), Sohn des Belus, Zwillingsbruder des Ägyptus, Vater von fünfzig Töchtern, floh aus Ägypten nach Griechenland, wo er das Reich Argos gründete, Cic. parad. 6, 44; vgl. Hyg. fab. 168 u. 170: agmen Danai = Danaides, Ov. am. 2, 2, 4: ebenso Danai genus infame, Hor. carm. 2, 14, 18: Danai puellae, Hor. carm. 3, 11, 23: Danai proles, Tibull. 1, 3, 79: Danai femina turba, Prop. 2, 31, 4. – Dav.: A) Danaidae, ārum, m. (Δαναΐδαι), die Danaër = Argiver od. Griechen, Sen. Troad. 616 u. 767. – B) Danaides, um, f. (Δαναΐδες), die Danaiden, die fünfzig Töchter des Danaus, die, mit den fünfzig Söhnen des Ägyptus vermählt, auf Geheiß ihres Vaters in der ersten Nacht ihre Männer umbrachten, mit Ausnahme der Hypermnestra, die ihren Gatten Lynceus am Leben ließ, Sen. Herc. fur. 761. Hyg. fab. 170 u. 255. – C) Danaus, a, um, zu Danaus gehörig, dah. bei Dichtern meton. = argivisch od. griechisch, Prop., Ov. u.a.: bes. Plur. subst., Danaī, ōrum, m., die Danaër = Griechen (vorz. die vor Troja), Verg. u. Prop.: Genet. Plur. Danaûm, ibid. -
17 Dido
1. Dīdō, ūs od. gew. ōnis. f. (Διδώ), sonst Elisa oder Elissa gen., Tochter des tyrischen Königs Belus, Gemahlin des Sichäus, floh wegen derGrausamkeit ihres Bruders Pygmalion nach Afrika, baute Karthago u. nahm den Äneas hier auf, Verg. Aen. 1, 299 u. s.: Genet. Didus, Anthol. Lat. 1. no. I, 9. p. 2 Riese. Cornutus b. Charis. 127, 21 (vgl. Charis. 64, 17): Dat. Dido, Macr. sat. 5, 2, 14 (wo aber wohl Didoni zu schreiben ist): Akk. Dido, Verg. Aen. 4, 383. Vell. 1, 6, 4. Tac. ann. 16, 1. Sil. 8, 230: Didon, Ov. her. 7, 7 u. 131 R.: Didun, Attei. b. Charis. 127, 18. – Genet. Didonis, Iustin. 11, 10, 13. Treb. Poll. XXX tyr. 30, 2. Augustin. conf. 1, 13. Macr. sat. 4, 3, 6. Serv. Verg. Aen. 1, 6 u.a.: Dat. Didoni, Tert. de anim. 33: Akk. Didonem, Treb. Poll. trig. tyr. 27, 1. Augustin. conf. 1, 13. Macr. sat. 4, 3, 6. Serv. Verg. Aen. 1, 37 u.a.: Abl. Didone, Enn. ann. 290. Serv. Verg. Aen. 1, 223. Vgl. Neue-Wagener Formenl.3 1, 525 u. Georges Lexik. der lat. Wortf. S. 214. -
18 Icarus
1. Īcarus, ī, m. (Ἴκαρος, bei den Griechen gew. Ἰκάριος), ein Athener, Vater der Erigone, der unter Pandions Regierung den nach Attika kommenden Dionysos (Bacchus) gastlich aufnahm. Zum Danke gab ihm der Gott die Rebe u. Schläuche mit Wein. Mit diesen Schläuchen fuhr er auf einem Wagen umher u. verteilte die Gabe des Gottes, wodurch er der Begründer des Weinbaues wurde. Hirten, die den von übermäßigem Rausche Trunkenen für vergiftet hielten, töteten u. begruben ihn. Seine Tochter Erigone suchte ihn u. fand, durch seinen treuen Hund Mära geleitet, sein Grab. In ihrem Schmerze erhängte sie sich an dem Baume, unter dem ihr Vater begraben lag. Zeus od. Dionysos versetzte alle drei als Gestirne an den Himmel, den Ikarus samt seinem Becher als Bootes od. Arkturus, die Erigone als Jungfrau, die Mära als den Hundsstern, Prop. 2, 33, 29. Tibull. 4, 1, 10. Ov. met. 10, 450. Hyg. fab. 224: Icarius gen. b. Hyg. fab. 130 u. 224; astr. 2, 4. – Dav. Īcarius, a, um (Ἰκαριος), ikarisch, boves, der große Wagen (als Gestirn), Prop.: canis, der Hundsstern, Ov.————————2. Īcarus, ī, m. (Ἴκαρος), Sohn des Dädalus, floh mit seinem Vater, der sich und ihm künstliche Flügel gefertigt hatte, aus Kreta. Dädalus hielt sich nahe über der Erde, Ikarus aber, vergeblich gewarnt, schwang sich höher, so daß durch die Sonnenwärme das Wachs seiner Fittiche schmolz und er in das Meer hinabstürzte, das nach ihm das Ikarische heißen soll, Ov. met. 8, 195 sqq. Hyg. fab. 40. – Dav. Īcarius, a, um (Ἰκάριος), ikarisch, Ic. mare, das Ikarische Meer (der Teil des Ägäischen Meeres, der die Insel Ikaros od. Ikaria [j. Nicaria ] umströmt u. wohl nach dieser benannt ist), Plin. u. Apul.: dass. Icar. pelagus, Claud., aquae, Ov., fluctus, Hor.: u. dass. subst. bl. Icarium, Ov. fast. 4, 282: u. dav. Ic. litus, Ov., od. Asiae litora, Plin. -
19 Mezentius
Mezentius, iī, m. (wahrsch. urspr. oskisch Medentius), Herrscher der Etrusker in Cäre und Agylla, floh, wegen Grausamkeit aus seinem Reiche verjagt, zum Könige Turnus, mit dem er gegen Äneas kämpfte, Liv. 1, 2, 3. Verg. Aen. 7, 648 sqq. Fest. 194, 15. Vgl. Heyne Exc. III. ad Verg. Aen. 8. p. 287 sqq. Müller-Deecke Etrusker 1, 108 u. 343.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > Mezentius
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20 Phrixus
Phrixus, ī, m. (Φρίξος, auch Phryxus, Φρύξος geschr.), Sohn des Athamas u. der Nephele in Böotien, Bruder der Helle, floh mit seiner Schwester auf dem Widder mit dem goldenen Vliese. Helle ertrank in dem Meere, das nach ihr den Namen erhielt; Prixus kam glücklich nach Kolchis zum König Äetes, opferte den Widder und hängte dessen Fell im Haine des Ares auf, von wo es später Iason mit den Argonauten nach Griechenland geholt haben soll, Hyg. fab. 2, 3, 14 u. 21. Ov. her. 17 (18), 143. Ov. art. am. 3, 175 (wo griech Akk. Phrixon): portitor Phrixi, der Widder (als Gestirn), Colum. poët. 10, 155: Phrixi litora od. semita, die Gestade des Hellesponts, Stat. Ach. 1, 28 u. 409. – Dav.: A) Phrixēus, a, um, phrixisch, soror, Helle, Ov.: stagna sororis Phrixeae, der Hellespont, Ov.: maritus, ein Widder, Mart.: agnus, der Widder als Gestirn, Mart.: mare, das Ägäische Meer, Sen. poët. – B) Phryxiānus, a, um, krauswollig, toga, Plin. 8, 195. – Plur. subst., Phryxiānae, ārum, f., krauswollige Gewänder, Sen. de ben. 1, 3, 7. Vgl. Turneb. advv. 24, 19.
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См. также в других словарях:
Floh — [flo:], der; [e]s, Flöhe [ flø:ə]: kleines Insekt, das sich hüpfend fortbewegt und blutsaugend auf Vögeln, Säugetieren und Menschen lebt: der Floh hüpft, springt; mich hat ein Floh gebissen; der Hund hat Flöhe; ☆ jmdm. einen Floh ins Ohr setzen… … Universal-Lexikon
Floh — bezeichnet: ein Insekt aus der Ordnung Flöhe einen Ortsteil der Gemeinde Floh Seligenthal in Thüringen eine im Revers getragene Farbennadel von Schüler und Studentenverbindungen die österreichische satirische Wochenzeitung Der Floh (1869–1919)… … Deutsch Wikipedia
Floh — Sm std. (9. Jh.), mhd. vlō(ch) m./f., ahd. flōh, mndd. vlo, mndl. vlo f. Stammwort Aus g. * flauha m. Floh , auch in anord. fló f., ae. flēa. Außergermanisch wird das Tier mit ähnlichen, aber lautlich nicht genau vereinbaren Wörtern bezeichnet.… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Floh — Floh: I.Floh,der:einenF.insOhrsetzen:⇨einreden(1) II.Flöhe(Pl):1.⇨Geld(1)–2.dieF.hustenhören:⇨überklug(2) … Das Wörterbuch der Synonyme
Floh — [floː] der; (e)s, Flö·he; ein sehr kleines Insekt ohne Flügel, das hoch und weit springt und als Parasit besonders auf Tieren lebt: Der Hund hat Flöhe || ID jemandem einen Floh ins Ohr setzen gespr; in jemandem einen Gedanken oder Wunsch wecken,… … Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache
Floh — (Pulex L.), einzige Gattung der Familie Flöhe (s.d.); Leib mit gewimperten Schildern bedeckt, eiförmig, Kopf zusammengedrückt, abgerundet u. abgestutzt, behaart, Fühlhörner ganz kurz, Hinterleib groß, Hinterfüße stark, stachelig, zum Springen.… … Pierer's Universal-Lexikon
Floh- — Aff (in Flohzirkus m., Flohkino n., Flohmarkt m.) std. (18. Jh.) Stammwort. Die erste Bildung ist wohl die älteste und bezeichnet Vorführungen mit Flöhen (< 18. Jh.). Danach, wohl schon als negatives Halbpräfix gebraucht, Flohkino (kaum weil… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Floh — Floh: Der altgerm. Name des Insektes mhd. vlō‹ch›, ahd. flōh, niederl. vlo, engl. flea, aisl. flō ist seit alters volksetymologisch an ↑ fliehen angelehnt und als »schnell entkommendes Tier« gedeutet worden. Der Blick auf außergerm. Namen des… … Das Herkunftswörterbuch
floh — vgl. fliehen … Die deutsche Rechtschreibung
Floh — der; [e]s, Flöhe … Die deutsche Rechtschreibung
Floh — [Network (Rating 5600 9600)] … Deutsch Wörterbuch