-
1 Capreae
Capreae, ārum, f. (Καπρέαι, auch Καπρέα u. Καπρία), kleine Insel an der kampanischen Küste vor dem Golf von Puteoli, j. Capri, ein hohes, felsiges, aber höchst reizend gelegenes u. mildes Eiland, früher der Sage nach ein Wohnsitz der Teleboer (Verg. Aen. 7, 735), später im Besitz der Neapolitaner, denen Augustus es abtauschte (Suet. Aug. 92, 1). Hier verlebte bekanntlich Tiberius die letzten sieben Jahre seiner Regierung unter Ausschweifungen, nur seinen Kreaturen zugänglich, Tac. ann. 4, 67. Suet. Tib. 40. Iuven. 10, 72 u. 93: dah. die Insel spottweise Caprineum (v. capra u. inire) gen., Suet. Tib. 43, 2. – Dav. Capreēnsis, e, kapreensisch, secessus, Suet. Tib. 43, 1.
-
2 insula
īnsula, ae, f. (viell. aus *en salo, »ἡ εν ἁλὶ οὖσα«; vgl. salum), die Insel, das Eiland, I) eig.: insula Britannia, Cic.: Cercina Africi maris insula, Tac.: insula parva, Liv.: insula cultorum egens, Liv.: insula adhuc hominibus vacua, Sall. fr.: insula inde paulatim facta, Liv.: insulae fortunatorum, s. 1. fortūnātus: alci insulam in lacu Prilio vendere, Cic. – Name eines Stadtteils von Syrakus, der durch einen schmalen Meeresarm von der übrigen Stadt getrennt war, Cic. Verr. 4, 117. – II) übtr., ein Haus ohne Vorhof u. Nebengebäude, wie jetzt gewöhnlich die Häuser unserer Städte sind, entweder einzeln liegend od. nur durch einen engen Zwischenraum (angiportus, Zwinger) von anderen getrennt. Die meisten insulae in Rom lagen hinter den umfangreichen herrschaftlichen Häusern (domus) nebeneinander gereiht und wurden ganz od. stockweise an minder bemittelte Leute vermietet, die inquilini (Mietsleute) u. später insularii hießen; die Aufsicht führte ein Sklave (insularius gen.), der auch die Miete einzog, Cic. u.a.: v. mehreren derartig zusammenstehenden Häusern, insofern sie einem Herrn (insulae dominus) angehörten, Cic. Cael. 17. Suet. Caes. 41, 3: domus (Paläste) et insulae, Tac. ann. 15, 41 in. – ebenso ein Tempel, als alleinstehendes Gebäude, Eccl. (vgl. Iustin. 32, 2, 2 u. dazu die Auslgg.).
-
3 Capreae
Capreae, ārum, f. (Καπρέαι, auch Καπρέα u. Καπρία), kleine Insel an der kampanischen Küste vor dem Golf von Puteoli, j. Capri, ein hohes, felsiges, aber höchst reizend gelegenes u. mildes Eiland, früher der Sage nach ein Wohnsitz der Teleboer (Verg. Aen. 7, 735), später im Besitz der Neapolitaner, denen Augustus es abtauschte (Suet. Aug. 92, 1). Hier verlebte bekanntlich Tiberius die letzten sieben Jahre seiner Regierung unter Ausschweifungen, nur seinen Kreaturen zugänglich, Tac. ann. 4, 67. Suet. Tib. 40. Iuven. 10, 72 u. 93: dah. die Insel spottweise Caprineum (v. capra u. inire) gen., Suet. Tib. 43, 2. – Dav. Capreēnsis, e, kapreensisch, secessus, Suet. Tib. 43, 1. -
4 insula
īnsula, ae, f. (viell. aus *en salo, »ἡ εν ἁλὶ οὖσα«; vgl. salum), die Insel, das Eiland, I) eig.: insula Britannia, Cic.: Cercina Africi maris insula, Tac.: insula parva, Liv.: insula cultorum egens, Liv.: insula adhuc hominibus vacua, Sall. fr.: insula inde paulatim facta, Liv.: insulae fortunatorum, s. fortunatus: alci insulam in lacu Prilio vendere, Cic. – Name eines Stadtteils von Syrakus, der durch einen schmalen Meeresarm von der übrigen Stadt getrennt war, Cic. Verr. 4, 117. – II) übtr., ein Haus ohne Vorhof u. Nebengebäude, wie jetzt gewöhnlich die Häuser unserer Städte sind, entweder einzeln liegend od. nur durch einen engen Zwischenraum (angiportus, Zwinger) von anderen getrennt. Die meisten insulae in Rom lagen hinter den umfangreichen herrschaftlichen Häusern (domus) nebeneinander gereiht und wurden ganz od. stockweise an minder bemittelte Leute vermietet, die inquilini (Mietsleute) u. später insularii hießen; die Aufsicht führte ein Sklave (insularius gen.), der auch die Miete einzog, Cic. u.a.: v. mehreren derartig zusammenstehenden Häusern, insofern sie einem Herrn (insulae dominus) angehörten, Cic. Cael. 17. Suet. Caes. 41, 3: domus (Paläste) et insulae, Tac. ann. 15, 41 in. – ebenso ein Tempel, als alleinstehendes Gebäude, Eccl. (vgl. Iustin. 32, 2, 2 u. dazu die Auslgg.).
См. также в других словарях:
Eiland — Sn erw. obs. (13. Jh., Standard 16. Jh.) Stammwort. Übernommen aus dem Niederdeutschen (mndd. e(i)lant, eyglant, mndl. eiland). Dies ist eine späte Verdeutlichung, die auch in afr. eiland, eilond, ae. ēgland, ēglond und anord. eyland auftritt, zu … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Eiland — Eiland,das:⇨Insel(1) Eiland→Insel … Das Wörterbuch der Synonyme
Eiland — »Insel«: Dem mhd. ouwe »Wasser, Strom, ‹Halb›insel, wasserreiches Wiesenland« (vgl. ↑ Au) entsprechen mnd. ō‹ge›, ōch, oie »Insel« (in den Inselnamen Langeoog, Wangeroog‹e›, Greifswalder Oie) und mit Umlaut afries. ei (in: Nordern ey), aisl. ey … Das Herkunftswörterbuch
Eiland — Eiland, so v.w. Insel, bes. eine kleine … Pierer's Universal-Lexikon
Eiland — Eiland, s. Insel … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Eiland — Eiland, Insel, besonders kleinere … Herders Conversations-Lexikon
Eiland — Rockall im Nordostatlantik ist ein sehr abgelegenes felsiges Eiland von rund 570 m². Eiland ist eine altertümliche Bezeichnung für eine Insel. Inhaltsverzeichnis 1 … Deutsch Wikipedia
Eiland — Insel * * * Ei|land 〈n. 11; poet.〉 Insel [<mhd. eilant „Insel“; zu germ. *awjo (→ Aue) + Land] * * * Ei|land, das; [e]s, e [mniederd., mniederl. eilant < afries. eiland, eigtl. = Inselland, zu afries. ei = Insel (dafür mhd. ouwe, ahd. ouwa … Universal-Lexikon
Eiland der Spinnen — (engl. Originaltitel: Web) ist ein Roman des englischen Science Fiction Autors John Wyndham und wurde 10 Jahre nach seinem Tod 1979 veröffentlicht. Die deutsche Erstausgabe erschien 1981 im Verlag Droemer Knaur in einer Übersetzung von Klaus Boer … Deutsch Wikipedia
Eiland van Dordrecht — Vorlage:Infobox Insel/Wartung/Bild fehltVorlage:Infobox Insel/Wartung/Fläche fehltVorlage:Infobox Insel/Wartung/Höhe fehlt Eiland van Dordrecht Gewässer Rhein Maas Delta Geographische Lage … Deutsch Wikipedia
Eiland, das — Das Eiland, oder Eyland, des es, plur. Oberd. die e, oder die länder, eine im Hochdeutschen größten Theils veraltete Benennung einer Insel, welche noch zuweilen in den gemeinen Mundarten und bey den Dichtern vorkommt. Die Ableitungen, der… … Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart