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1 Pallas
1. Pallas, adis u. ados, Akk. adem u. ada, Vok. a, f. (Παλλάς), poet. Beiname der Athene der Griechen u. der ihr entsprechenden Minerva der Römer (s. Minerva über die Göttin), Hor. carm. 1, 12, 20. Ov. met. 5, 263 u.a.: iratā Pallade (= invitā Minervā, s. Minerva), Ov. fast. 3, 826: Palladis ars = lanificium, Ov. ex Pont. 3, 8, 9: arbor, Ölbaum, Ov. art. am. 2, 518 u. Mart. 1, 76, 7: ales, die Nachteule, Ov. fast. 2, 89. – exstincti Pallados ignes, v. Feuer der Vesta (weil das Palladium im Tempel der Vesta stand), Prop. 4, 4, 45. – meton.: a) der Ölbaum, Ov. am. 2, 16, 8. – b) das Öl, Ov. her. 17 (18), 44 u. trist. 4, 5, 4. Corp. inscr. Lat. 8, 212 v. 28. – c) das Bild der Pallas, das Palladium (s. unten), Ov. met. 13, 99 u.a. – d) der Tempel der Pallas, Ov. trist. 2, 293. – Dav. abgel. Palladius, a, um (Παλλάδιος), 1) zur Pallas gehörig, palladisch, numen, Pallas, Ov.: ramus, Ölzweig, Verg.: corona, aus Ölzweigen, Ov.: arx, Burg in Athen, wo Pallas verehrt wurde, Prop.: arces, Athen, Ov.: honores, von der Pallas herrührend, angeboten, Ov.: ratis, das Schiff Argo, Ov.: latices, Öl, Ov. – subst., Palladium, iī, n. (Παλλάδιον), das Bild der Pallas in Troja (armiferae signum caeleste Minervae, Ov. fast. 6, 421), das vom Himmel gefallen war und als Unterpfand der öffentlichen Wohlfahrt im Verborgenen aufbewahrt u. verehrt————wurde; Ulixes u. Diomedes entwendeten das Bild, weil Troja nicht erobert werden konnte, solange es im Besitze des Palladiums war, Verg. Aen. 2, 164 sqq. – Die Römer behaupteten im Besitze des Palladiums zu sein, das im Tempel der Vesta aufgestellt war, Flor. 1, 2, 3. – 2) appellat. = künstlich, geschickt, ars, Mart.: manus, Stat.————————2. Pallās, antis, m. (Πάλλας), I) Sohn des Pandion u. Vater der Minerva, Cic. de nat. deor. 3, 59. – II) einer der Giganten, Claud. Gigant. 95. – III) Großvater oder Urgroßvater des Euander, Verg. Aen. 8, 51 u. 54. – IV) Sohn dieses Euander, Verg. Aen. 8. 104 sqq. – Dav. abgel.: A) Pallantēus, a, um, zu Pallas gehörig, pallantëisch, moenia, die Stadt Pallanteum, wo Euander in Italien seinen Wohnsitz hatte, Verg. Aen. 9, 196 u. 241. – subst., Pallantēum, ēī, n. (sc. oppidum), a) eine Stadt in Arkadien, nach Euanders Großvater od. Urgroßvater Pallas so benannt, Liv. 1, 5, 1. Iustin. 43, 1, 6. – b) eine Stadt in Italien, von Euander in der Gegend erbaut, wo später Rom gegründet wurde, Verg. Aen. 8, 54 u. 341. – B) Pallantias, adis, f. (Παλλαντιάς), Aurora, die Morgenröte, als Nachkömmling des Giganten Pallas, Ov. met. 9, 421 u.a. – C) Pallantis, idos, f. (Παλλαντίς) = Pallantias, Aurora, die Morgenröte, Ov. met. 15, 700. – meton. = der Tag, Ov. fast. 6, 567. – D) Pallantius, a, um (Παλλάντιος), zu Pallas gehörig, pallantisch, heros, Euander, Ov. fast. 5, 647. -
2 Pallas [1]
1. Pallas, adis u. ados, Akk. adem u. ada, Vok. a, f. (Παλλάς), poet. Beiname der Athene der Griechen u. der ihr entsprechenden Minerva der Römer (s. Minervaüber die Göttin), Hor. carm. 1, 12, 20. Ov. met. 5, 263 u.a.: iratā Pallade (= invitā Minervā, s. Minerva), Ov. fast. 3, 826: Palladis ars = lanificium, Ov. ex Pont. 3, 8, 9: arbor, Ölbaum, Ov. art. am. 2, 518 u. Mart. 1, 76, 7: ales, die Nachteule, Ov. fast. 2, 89. – exstincti Pallados ignes, v. Feuer der Vesta (weil das Palladium im Tempel der Vesta stand), Prop. 4, 4, 45. – meton.: a) der Ölbaum, Ov. am. 2, 16, 8. – b) das Öl, Ov. her. 17 (18), 44 u. trist. 4, 5, 4. Corp. inscr. Lat. 8, 212 v. 28. – c) das Bild der Pallas, das Palladium (s. unten), Ov. met. 13, 99 u.a. – d) der Tempel der Pallas, Ov. trist. 2, 293. – Dav. abgel. Palladius, a, um (Παλλάδιος), 1) zur Pallas gehörig, palladisch, numen, Pallas, Ov.: ramus, Ölzweig, Verg.: corona, aus Ölzweigen, Ov.: arx, Burg in Athen, wo Pallas verehrt wurde, Prop.: arces, Athen, Ov.: honores, von der Pallas herrührend, angeboten, Ov.: ratis, das Schiff Argo, Ov.: latices, Öl, Ov. – subst., Palladium, iī, n. (Παλλάδιον), das Bild der Pallas in Troja (armiferae signum caeleste Minervae, Ov. fast. 6, 421), das vom Himmel gefallen war und als Unterpfand der öffentlichen Wohlfahrt im Verborgenen aufbewahrt u. verehrt wurde; Ulixes u. Diomedes entwendeten das Bild, weil Troja nicht erobert werden konnte, solange es im Besitze des Palladiums war, Verg. Aen. 2, 164 sqq. – Die Römer behaupteten im Besitze des Palladiums zu sein, das im Tempel der Vesta aufgestellt war, Flor. 1, 2, 3. – 2) appellat. = künstlich, geschickt, ars, Mart.: manus, Stat.
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Palladion — {{Palladion}} Ein Bild der Pallas Athene*, insbesondere jenes angeblich vom Himmel gefallene, das Troja schützte und das Odysseus* und Diomedes* bei einem nächtlichen Kommandounternehmen entführten (Apollodor, Bibliothek VIII 13) … Who's who in der antiken Mythologie
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