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1 crobylos
crōbylos, ī, m. (κρωβύλος), ein mitten auf dem Scheitel emporstehender u. durch eine Spange zusammengehaltener Haarwulst, Haarschopf, Tert. de virg. vel. 10. – / Varr. sat. Men. 375 liest Bücheler subolibus.
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2 culmen
culmen, minis, n. (st. columen v. cello), I) der höchste Punkt, der Gipfel, die Kuppe eines hohen Gegenstandes (als Scheitelpunkt), A) eig.: 1) im allg.: c. Alpium, Caes.: c. montium, Plin.: v. der »Kuppel« des Himmels, Cic. Arat.: v. »Scheitel« des Menschen, c. summum hominis, Liv. – 2) insbes., als t. t. der Baukunst = der First des Daches, c. tecti, Verg. u. Curt.: c. domus, Suet.: c. aedis Iovis, Liv. – dah. die Strohhütte, Sen. ep. 8, 5. – poet. = das Haus, Val. Flacc. u. Sen. poët. – B) übtr., der Gipfel, Höhepunkt, Zenith, summum c. fortunae, Liv. 45, 9, 7 (vgl. Lucan. 8, 8 u. 8, 702): honoris mei, Apul. flor. 16. p. 24, 20 Kr.: auctoritatis, Augustin. de util. cred. § 35: regale, fürstliche Hoheit, Claud. VI. cons. Hon. 64: v. Pers., c. et urbis apex, v. Hektor, Dracont. carm. 8, 93. – II) (poet.) = culmus, der Halm der Bohne, Ov. fast. 4, 734.
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3 vellus [1]
1. vellus, eris, n. (zu vello), die abgeschorene, noch zusammenhangende u. ein Ganzes ausmachende Wolle der Schafe, der Pelz (s. Varro r.r. 2, 11, 9 u. LL. 5, 54), dann gew. für zusammenhangende Wolle übh., I) eig. u. meton.: A) eig.: lanae vellus, Ambros. serm. 5, 6: absinthium in vellere appositum, Plin. 27, 50: muricibus Tyriis iteratae vellera lanae, Hor. epod. 12, 21: vellera nebulas aequantia mollire, Ov. met. 6, 21: vellera motis trahere digitis, v. Spinnen, Ov. met. 14, 264. – B) meton.: 1) das ganze Schaffell, das Vlies, sowohl noch an dem Tiere, als auch abgezogen, Verg., Ov. u. Plin.: Phrixēa vellera, Ov. – poet. übtr. – jedes Fell, jede Tierhaut, des Löwen, Hirsches, Ov.: vellera ferina, der wilden Tiere, Ov. – 2) das aus Wolle Bereitete, Parnasia vellera, wollene Binden für den Scheitel oder zur Befestigung der Lorbeer- od. Efeukränze, Stat. silv. 5, 3, 8. – 3) die Schafe, Calp. ecl. 2, 7. – II) übtr., das der Wolle Ähnliche, wie wolliges Moos, Calp. ecl. 6, 67: vellera depectant tenuia Seres, Baumseide, Verg.: lanae vellera per caelum ferri, dünne Wölkchen, Verg.: von Schneeflocken, Mart. 4, 3, 1.
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4 vertex
vertex (vortex), icis, m. (verto, eig. was sich dreht od. gedreht wird; dah.) der Wirbel, I) der Wirbel des Wassers (Flusses usw.), Strudel, a) eig., Liv., Verg. u.a. – b) bildl.: amoris, Catull.: officiorum, Sen.: medius pugnae, Sil. – II) der Wirbel des Windes oder der Flammen, a) der Windwirbel, vollst. venti vertex, Lucr., Liv. u.a. – b) der Flammenwirbel, die Flammensäule, igneus, Lucr. 6, 298: flammis volutus, Verg. Aen. 12, 673. – III) der Wirbel des Hauptes, der Scheitel, A) eig., Cic. u.a.: crines convoluti ad verticem capitis, Varro LL.: ab imis unguibus usque ad verticem summum, Cic. – B) meton.: 1) das Haupt, der Kopf, Catull. u.a. – 2) der Himmelspol, Pol, Cic. u. Verg. – 3) jede Spitze, der Gipfel, die Höhe, Anhöhe, Aetnae, Cic.: quercus, Verg.: domus, Mart.: der Flammen, Hor.: Peliacus, Berg Pelion, Catull. u. Ov.: Erycinus, Berg Eryx, Verg.: ascendere verticem montis, Curt.: dah. a vertice (= κατ᾽ ἄκρης), von oben, von oben her, Verg. Aen. 1, 114 u.a. – 4) das Höchste, Größte, Äußerste, vertices dolorum, Cic. poët.: principiorum, die obersten Offiziere, Amm. – / Die Schreibweise vortex ist die archaistische (s. Quint. 1, 7, 25), zu Ciceros Zeit wahrsch. schon ganz ungebräuchliche (s. Osann Cic. de rep. p. 442. Drak. Liv. 28, 30, 9 u. Sil. 3, 475. Wagner Verg. georg. 1, 481 not. cr. u. Verg. Aen. 7, 31 not. cr. Jahn Verg. georg. 3, 241). – Der spät. Gramm. Caper (de orthogr. 99, 11 K.) scheidet vortex fluminis est, vertex capitis. – Über die Kürze der Silbe ex s. Prisc. 4, 39.
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5 crobylos
crōbylos, ī, m. (κρωβύλος), ein mitten auf dem Scheitel emporstehender u. durch eine Spange zusammengehaltener Haarwulst, Haarschopf, Tert. de virg. vel. 10. – ⇒ Varr. sat. Men. 375 liest Bücheler subolibus.Ausführliches Lateinisch-deutsches Handwörterbuch > crobylos
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6 culmen
culmen, minis, n. (st. columen v. cello), I) der höchste Punkt, der Gipfel, die Kuppe eines hohen Gegenstandes (als Scheitelpunkt), A) eig.: 1) im allg.: c. Alpium, Caes.: c. montium, Plin.: v. der »Kuppel« des Himmels, Cic. Arat.: v. »Scheitel« des Menschen, c. summum hominis, Liv. – 2) insbes., als t. t. der Baukunst = der First des Daches, c. tecti, Verg. u. Curt.: c. domus, Suet.: c. aedis Iovis, Liv. – dah. die Strohhütte, Sen. ep. 8, 5. – poet. = das Haus, Val. Flacc. u. Sen. poët. – B) übtr., der Gipfel, Höhepunkt, Zenith, summum c. fortunae, Liv. 45, 9, 7 (vgl. Lucan. 8, 8 u. 8, 702): honoris mei, Apul. flor. 16. p. 24, 20 Kr.: auctoritatis, Augustin. de util. cred. § 35: regale, fürstliche Hoheit, Claud. VI. cons. Hon. 64: v. Pers., c. et urbis apex, v. Hektor, Dracont. carm. 8, 93. – II) (poet.) = culmus, der Halm der Bohne, Ov. fast. 4, 734. -
7 vellus
1. vellus, eris, n. (zu vello), die abgeschorene, noch zusammenhangende u. ein Ganzes ausmachende Wolle der Schafe, der Pelz (s. Varro r.r. 2, 11, 9 u. LL. 5, 54), dann gew. für zusammenhangende Wolle übh., I) eig. u. meton.: A) eig.: lanae vellus, Ambros. serm. 5, 6: absinthium in vellere appositum, Plin. 27, 50: muricibus Tyriis iteratae vellera lanae, Hor. epod. 12, 21: vellera nebulas aequantia mollire, Ov. met. 6, 21: vellera motis trahere digitis, v. Spinnen, Ov. met. 14, 264. – B) meton.: 1) das ganze Schaffell, das Vlies, sowohl noch an dem Tiere, als auch abgezogen, Verg., Ov. u. Plin.: Phrixēa vellera, Ov. – poet. übtr. – jedes Fell, jede Tierhaut, des Löwen, Hirsches, Ov.: vellera ferina, der wilden Tiere, Ov. – 2) das aus Wolle Bereitete, Parnasia vellera, wollene Binden für den Scheitel oder zur Befestigung der Lorbeer- od. Efeukränze, Stat. silv. 5, 3, 8. – 3) die Schafe, Calp. ecl. 2, 7. – II) übtr., das der Wolle Ähnliche, wie wolliges Moos, Calp. ecl. 6, 67: vellera depectant tenuia Seres, Baumseide, Verg.: lanae vellera per caelum ferri, dünne Wölkchen, Verg.: von Schneeflocken, Mart. 4, 3, 1.————————2. vellus, ī, m., s. villus ⇒. -
8 vertex
vertex (vortex), icis, m. (verto, eig. was sich dreht od. gedreht wird; dah.) der Wirbel, I) der Wirbel des Wassers (Flusses usw.), Strudel, a) eig., Liv., Verg. u.a. – b) bildl.: amoris, Catull.: officiorum, Sen.: medius pugnae, Sil. – II) der Wirbel des Windes oder der Flammen, a) der Windwirbel, vollst. venti vertex, Lucr., Liv. u.a. – b) der Flammenwirbel, die Flammensäule, igneus, Lucr. 6, 298: flammis volutus, Verg. Aen. 12, 673. – III) der Wirbel des Hauptes, der Scheitel, A) eig., Cic. u.a.: crines convoluti ad verticem capitis, Varro LL.: ab imis unguibus usque ad verticem summum, Cic. – B) meton.: 1) das Haupt, der Kopf, Catull. u.a. – 2) der Himmelspol, Pol, Cic. u. Verg. – 3) jede Spitze, der Gipfel, die Höhe, Anhöhe, Aetnae, Cic.: quercus, Verg.: domus, Mart.: der Flammen, Hor.: Peliacus, Berg Pelion, Catull. u. Ov.: Erycinus, Berg Eryx, Verg.: ascendere verticem montis, Curt.: dah. a vertice (= κατ᾽ ἄκρης), von oben, von oben her, Verg. Aen. 1, 114 u.a. – 4) das Höchste, Größte, Äußerste, vertices dolorum, Cic. poët.: principiorum, die obersten Offiziere, Amm. – ⇒ Die Schreibweise vortex ist die archaistische (s. Quint. 1, 7, 25), zu Ciceros Zeit wahrsch. schon ganz ungebräuchliche (s. Osann Cic. de rep. p. 442. Drak. Liv. 28, 30, 9 u. Sil. 3, 475. Wagner Verg. georg. 1, 481 not. cr. u. Verg.————Aen. 7, 31 not. cr. Jahn Verg. georg. 3, 241). – Der spät. Gramm. Caper (de orthogr. 99, 11 K.) scheidet vortex fluminis est, vertex capitis. – Über die Kürze der Silbe ex s. Prisc. 4, 39.
См. также в других словарях:
Scheitel — Scheitel: Zu dem unter ↑ scheiden behandelten Verb gehört als alte, ursprünglich weibliche Ableitung ahd. sceitila »Kopfwirbel«, mhd. scheitel‹e› »oberste Kopfstelle, wo die Haare sich scheiden; Haarscheitel«. Verwandt ist z. B. das anders… … Das Herkunftswörterbuch
Scheitel — Sm std. (8. Jh.), mhd. scheitel(e) f., ahd. skeitila f., mndd. schedel Stammwort. Am ehesten mit Instrumentalsuffix * tlā zu der Grundlage von scheiden; nicht ausgeschlossen ist aber eine l Bildung zu dem Verb scheiden selbst (mit grammatischem… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Scheitel — (Vertex), 1) der mittlere obere Theil des menschlichen Kopfes, bes. die höchste Stelle desselben (Wirbel), von wo aus die Haare nach der Stirn, den Seitentheilen u. dem Hinterhaupte ihre natürliche Scheidung machen; 2) überhaupt der obere Theil… … Pierer's Universal-Lexikon
Scheitel — eines Winkels heißt der Punkt, von dem die beiden den Winkel einschließenden Geraden (die Schenkel des Winkels) ausgehen; s. Winkel. – S. des Kopfes, s. Kopf … Meyers Großes Konversations-Lexikon
Scheitel — Scheitel, der höchste Teil der Laibungsfläche eines Gewölbes oder Mauerbogens. Scheitelpunkt der höchste Punkt der Wölblinie. Scheitellinie die Verbindungslinie der aufeinander folgenden Lagen der Scheitelpunkte oder die vom Scheitelpunkt der… … Lexikon der gesamten Technik
Scheitel — (Vertex), der mittlere oberste Teil des menschlichen Kopfes (Wirbel). S. einer Linie, die Endpunkte derselben; S. einer Kurve, die Endpunkte einer Achse oder eines Durchmessers; S. eines Winkels, die Spitze desselben … Kleines Konversations-Lexikon
Scheitel — ↑Vertex … Das große Fremdwörterbuch
Scheitel — Scheitelpunkt; Eckpunkt * * * Schei|tel [ ʃai̮tl̩], der; s, : 1. Linie, die das Haar des Kopfes teilt: einen Scheitel ziehen; den Scheitel links, in der Mitte tragen. Zus.: Mittelscheitel, Seitenscheitel. 2. höchster Punkt, oberste Stelle von… … Universal-Lexikon
Scheitel — Vom Scheitel bis zur Sohle sagt man, wenn man den ganzen Menschen meint, sowohl im eigentlichen Sinn als auch auf das moralische und geistige Gebiet übertragen. Diese Redensart ist gebildet nach Dtn 28, 35, obwohl die Stellung da umgekehrt ist:… … Das Wörterbuch der Idiome
Scheitel — Schei·tel der; s, ; 1 eine Art Linie auf dem Kopf, die dadurch entsteht, dass man an dieser Stelle die Haare nach links und nach rechts kämmt <einen Scheitel ziehen; den Scheitel rechts, links, in der Mitte tragen> || K: Mittelscheitel,… … Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache
Scheitel — a) Oberkante; (bes. Archit.): Scheitelpunkt. b) Zenit; (geh., Astron.): Scheitelpunkt. • Scheitel vom Scheitel bis zur Sohle ganz [und gar], komplett, völlig, vollkommen, vollständig, von Kopf bis Fuß, von oben bis unten, zur Gänze; (ugs.): durch … Das Wörterbuch der Synonyme