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1 virga
virga, ae, f. (vireo), I) der grüne, dünne Zweig, das Reis, populi, Pappelzweig, Plin.: mala haerent in sua virga, Varro: turea, Verg. – viscata, Leimrute, Varro u. Ov.: fasces virgarum atque aridi sarmenti, Liv. – II) meton.: A) das aus einem Zweig Bereitete: 1) der Setzling, das Pfropfreis, Ov. met. 14, 630 zw. (Ehwald lignum). – 2) die Gerte, Rute, der (dünne) Stab, a) zum Schlagen der Menschen: vae illis virgis miseris, quae hodie in tergo morientur meo, Plaut.: ut tua iam virgis latera lacerentur probe, Plaut.: virgis myrreis a viro usque ad mortem caedi, Lact.: metuens virgae iam grandis Achilles cantabat patriis in montibus, Iuven. – bes. virgae, die schwanken Stäbe in den Faszes der Liktoren, mit denen die Verbrecher gepeitscht wurden, vollst. lictoreae virgae, Flor. 1, 26, 3 (vgl. Plaut. Epid. 28 G. lictores duo, duo ulmei fasces virgarum): domum virgā percutere (v. Liktor), Liv.: alqm virgis caedere, Cic. u. Liv., concīdere, Cic.: virgis mori, Cic.: dah. Sing. kollektiv für die Faszes, Ov. trist. 5, 6, 32. – b) die Gerte des Reiters u. Maultiertreibers zum Lenken u. Züchtigen des Pferdes od. Maultieres, die Reitgerte, virga, quā ad regendum equum usus est, Val. Max. 3, 2, 12. Frontin. 4, 5, 16: vgl. nobilis equus umbrā quoque virgae regitur, Curt. 7, 4 (16), 18: fruticem, quem verberando equo gestant, eam virgam in laevam manum transferunt, Apul. flor. 21. p. 35, 6 Kr.: et Massyla meum virga gubernet equum, Mart. 9, 22, 14; vgl. Lucan. 4, 683. Iuven. 3, 317. – c) die Rute zum Kehren, der Besen, Ov. fast. 4, 763. – d) der Zauberstab, bes. der Merkurs, Ov. met. 14, 278 u.ö. Verg. Aen. 7, 190 u.a. – B) das einem Zweige Ähnliche: 1) virgae, die Stengel des Flachses, Plin. 19, 17. – 2) der Streifen, a) am Himmel, die sogenannte Regen- od. Wassergalle, Sen. nat. qu. 1, 9 sq. – b) der Farbenstreifen am Kleide, purpureis tingat sua corpora virgis, trage gestreifte Kleider, Ov. art. am. 3, 269. – c) auf dem Stammbaume, die Geschlechtslinie, Iuven. 8, 7.
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2 virga
virga, ae, f. (vireo), I) der grüne, dünne Zweig, das Reis, populi, Pappelzweig, Plin.: mala haerent in sua virga, Varro: turea, Verg. – viscata, Leimrute, Varro u. Ov.: fasces virgarum atque aridi sarmenti, Liv. – II) meton.: A) das aus einem Zweig Bereitete: 1) der Setzling, das Pfropfreis, Ov. met. 14, 630 zw. (Ehwald lignum). – 2) die Gerte, Rute, der (dünne) Stab, a) zum Schlagen der Menschen: vae illis virgis miseris, quae hodie in tergo morientur meo, Plaut.: ut tua iam virgis latera lacerentur probe, Plaut.: virgis myrreis a viro usque ad mortem caedi, Lact.: metuens virgae iam grandis Achilles cantabat patriis in montibus, Iuven. – bes. virgae, die schwanken Stäbe in den Faszes der Liktoren, mit denen die Verbrecher gepeitscht wurden, vollst. lictoreae virgae, Flor. 1, 26, 3 (vgl. Plaut. Epid. 28 G. lictores duo, duo ulmei fasces virgarum): domum virgā percutere (v. Liktor), Liv.: alqm virgis caedere, Cic. u. Liv., concīdere, Cic.: virgis mori, Cic.: dah. Sing. kollektiv für die Faszes, Ov. trist. 5, 6, 32. – b) die Gerte des Reiters u. Maultiertreibers zum Lenken u. Züchtigen des Pferdes od. Maultieres, die Reitgerte, virga, quā ad regendum equum usus est, Val. Max. 3, 2, 12. Frontin. 4, 5, 16: vgl. nobilis equus umbrā quoque virgae regitur, Curt. 7, 4 (16), 18: fruticem, quem verberando equo gestant, eam virgam in laevam manum trans-————ferunt, Apul. flor. 21. p. 35, 6 Kr.: et Massyla meum virga gubernet equum, Mart. 9, 22, 14; vgl. Lucan. 4, 683. Iuven. 3, 317. – c) die Rute zum Kehren, der Besen, Ov. fast. 4, 763. – d) der Zauberstab, bes. der Merkurs, Ov. met. 14, 278 u.ö. Verg. Aen. 7, 190 u.a. – B) das einem Zweige Ähnliche: 1) virgae, die Stengel des Flachses, Plin. 19, 17. – 2) der Streifen, a) am Himmel, die sogenannte Regen- od. Wassergalle, Sen. nat. qu. 1, 9 sq. – b) der Farbenstreifen am Kleide, purpureis tingat sua corpora virgis, trage gestreifte Kleider, Ov. art. am. 3, 269. – c) auf dem Stammbaume, die Geschlechtslinie, Iuven. 8, 7.
См. также в других словарях:
Reitgerte — Reitgerte, so v.w. Reitpeitsche … Pierer's Universal-Lexikon
Reitgerte — Gerte Oben: Reitgerte ohne Schlag. Unten: Reitgerte mit Schlag. Die Gerte, auch Reitstock genannt, ist ein stockartiges Hilfsmittel zwischen 50 und 130 cm, das ursprünglich zum Berühren und Strafen des Pferdes beim Reiten entwickelt wurde. Die… … Deutsch Wikipedia
Reitgerte — Gerte * * * Reit|ger|te 〈f. 19〉 dünner Stock, Peitsche, die beim Reiten verwendet wird; Sy Reitpeitsche * * * Reit|ger|te, die: Gerte zum Antreiben u. Lenken des Reitpferdes. * * * Reit|ger|te, die: vgl. ↑Reitpeitsche … Universal-Lexikon
Reitgerte — Reit|ger|te … Die deutsche Rechtschreibung
Gerte — Reitgerte; Zweig; Rute * * * Ger|te [ gɛrtə], die; , n: dünner, biegsamer Stock: sich eine Gerte schneiden; er schlug ihm mit der Gerte ins Gesicht. * * * Gẹr|te 〈f. 19〉 1. Rute, biegsamer, entblätterter Zweig 2. 〈kurz für〉 Reitgerte [<ahd.… … Universal-Lexikon
Gerte — Oben: Reitgerte ohne Schlag. Unten: Reitgerte mit Schlag. Eine Gerte (von … Deutsch Wikipedia
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