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1 saliva
salīva, ae, f., der Speichel, Geifer (im Munde, hingegen sputum der ausgespuckte, die Spucke), I) eig. u. meton.: 1) eig., Catull., Sen. u.a.: ieiuna, nüchterner, der gegen Gift u. Zauberei dienen soll, Plin.: aber arcanae salivae, Zauberei (durch Hilfe des Speichels), Bezauberung Prop.: salivam ciēre, den Speichel erregen, Plin. – 2) meton.: a) der Appetit, die Begierde, mercurialis, nach Gewinn, Pers. 5, 112: Aetna salivam tibi movet, macht dir den Mund wässerig, d.i. du bekommst Lust, ihn zu beschreiben, Sen. ep. 79, 7. – b) der Geschmack der Dinge, bes. des Weines, Prop. u. Plin. – II) übtr., die speichelartige Feuchtigkeit, das Schleimige, der Schnecken, Austern, Plin.: v. den Tränen, Plin.: v. Honig, Plin.
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2 sanies
saniēs, ēi, f. (Nbf. v. sanguis), I) verdorbenes Blut und andere Säfte des Körpers, die noch nicht in weißen u. zähen Eiter (pus) übergegangene Jauche, Wundjauche (s. Cels. 5, 26, 20 sanies est tenuior hoc [sc. sanguine], varie crassa et glutinosa et colorata: pus crassissimum albidissimumque, glutinosius et sanguine et sanie), Cato, Cels. u.a.: antiqui medici nesciebant saniem emittere, Sen.: si aures manent sanie, Plin. – II) übtr., v. ähnlichen Flüssigkeiten, Saft, 1) im allg.: aranei, vom Safte der Spinne, Plin.: v. Safte der Purpurschnecke, Vitr. u. Plin.: olivae, Plin.: sanies pretiosa fluit, Lake, Manil.: auri sanies = chrysocolla, Plin. – 2) insbes. (poet.) = Geifer, Gift, perfusus sanie atroque veneno, Verg.: sanies manat ore trilingui, Hor.: colubrae saniem vomunt, Ov. – / Genet. Plur. sanierum, Cael. Aur. de sign. diaet. pass. 97 u. 98.
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3 saliva
salīva, ae, f., der Speichel, Geifer (im Munde, hingegen sputum der ausgespuckte, die Spucke), I) eig. u. meton.: 1) eig., Catull., Sen. u.a.: ieiuna, nüchterner, der gegen Gift u. Zauberei dienen soll, Plin.: aber arcanae salivae, Zauberei (durch Hilfe des Speichels), Bezauberung Prop.: salivam ciēre, den Speichel erregen, Plin. – 2) meton.: a) der Appetit, die Begierde, mercurialis, nach Gewinn, Pers. 5, 112: Aetna salivam tibi movet, macht dir den Mund wässerig, d.i. du bekommst Lust, ihn zu beschreiben, Sen. ep. 79, 7. – b) der Geschmack der Dinge, bes. des Weines, Prop. u. Plin. – II) übtr., die speichelartige Feuchtigkeit, das Schleimige, der Schnecken, Austern, Plin.: v. den Tränen, Plin.: v. Honig, Plin. -
4 sanies
saniēs, ēi, f. (Nbf. v. sanguis), I) verdorbenes Blut und andere Säfte des Körpers, die noch nicht in weißen u. zähen Eiter (pus) übergegangene Jauche, Wundjauche (s. Cels. 5, 26, 20 sanies est tenuior hoc [sc. sanguine], varie crassa et glutinosa et colorata: pus crassissimum albidissimumque, glutinosius et sanguine et sanie), Cato, Cels. u.a.: antiqui medici nesciebant saniem emittere, Sen.: si aures manent sanie, Plin. – II) übtr., v. ähnlichen Flüssigkeiten, Saft, 1) im allg.: aranei, vom Safte der Spinne, Plin.: v. Safte der Purpurschnecke, Vitr. u. Plin.: olivae, Plin.: sanies pretiosa fluit, Lake, Manil.: auri sanies = chrysocolla, Plin. – 2) insbes. (poet.) = Geifer, Gift, perfusus sanie atroque veneno, Verg.: sanies manat ore trilingui, Hor.: colubrae saniem vomunt, Ov. – ⇒ Genet. Plur. sanierum, Cael. Aur. de sign. diaet. pass. 97 u. 98.
См. также в других словарях:
Geifer — Sm erw. obs. (14. Jh.) Stammwort. Späte Bildung zu dial. geifen gähnen, klaffen, verlangend blicken . Offenbar ist der Geifer zunächst als Zeichen des Verlangens, Gelüstens aufgefaßt worden (vgl. mir läuft das Wasser im Mund zusammen), dann erst… … Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache
Geifer — »ausfließender Speichel«: Das seit dem 15. Jh. bezeugte Wort (spätmhd. geifer, gaifer) ist im germ. Sprachbereich z. B. verwandt mit niederd. gīpen »den Mund aufreißen; nach Luft schnappen«, niederl. gijpen »nach Luft schnappen«, aengl. gīpian… … Das Herkunftswörterbuch
Geifer — Geifer, der Speichel, wenn derselbe in gewissen Fällen unwillkürlich aus dem Munde fließt, wie bei heftigen Leidenschaften, bes. Zorn, Grimm, Neid, auch in Krankheiten, wie in der Epilepsie; auch bei Kindern während des Vorbrechens der Zähne,… … Pierer's Universal-Lexikon
Geifer — Seiber (umgangssprachlich); Sabber * * * Gei|fer 〈m. 3; unz.〉 1. über die Lippen fließender Speichel (bes. bei Tieren u. wütenden od. tobsüchtigen Menschen) 2. 〈sinnbildl. für〉 Zorn, Bosheit u. Wut [zu geifen „klaffen“ <germ. *gip <vorgerm … Universal-Lexikon
Geifer — 1. Schaum, Speichel; (ugs.): Spucke. 2. Beschimpfung, Boshaftigkeit, Gehässigkeiten, Gift; (abwertend): Gegeifer; (ugs. abwertend): Geschimpfe. * * * Geifer,der:⇨Speichel Geifer→Speichel … Das Wörterbuch der Synonyme
Geifer — Speichel (lat. Saliva) (veraltet Geifer, Sabber oder Sabbel; im Volksmund oft Spucke) ist das Sekret der Speicheldrüsen. Diese Körperflüssigkeit wird von Tieren und auch vom menschlichen Organismus produziert. Die Produktionsstätten des Speichels … Deutsch Wikipedia
Geifer, der — Der Geifer, des s, plur. inus. ein Wort, welches ehedem einen jeden etwas zähen flüssigen Körper bedeutet zu haben scheinet, jetzt aber nur noch von dem Speichel gebraucht wird, so fern er dem Menschen in außerordentlichen Fällen, dergleichen… … Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart
Geifer — Gei·fer der; s; nur Sg; Speichel, der einem Tier aus dem Maul rinnt … Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache
Geifer — Gei|fer, der; s … Die deutsche Rechtschreibung
Speichel — Geifer, Schaum; (ugs.): Sabber, Spucke. * * * Speichel,der:+Geifer·Schaum·Wasser♦umg:Spucke+Sabber;Sabbel(norddt);auch⇨Erbrochene SpeichelSpucke,Wasser,Geifer;derb:Sabber … Das Wörterbuch der Synonyme
geifern — Geifer »ausfließender Speichel«: Das seit dem 15. Jh. bezeugte Wort (spätmhd. geifer, gaifer) ist im germ. Sprachbereich z. B. verwandt mit niederd. gīpen »den Mund aufreißen; nach Luft schnappen«, niederl. gijpen »nach Luft schnappen«, aengl.… … Das Herkunftswörterbuch